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Startseite » Forenübersicht » Treffpunkt » Café d`Image » Energiewende wird abgewürgt
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Alt 04.03.2014, 21:36   #1
turboengine
 
 
Registriert seit: 30.01.2006
Ort: Schaue auf Zürich
Beiträge: 9.336
Die Stunde der Wahrheit kommt, wenn die Kernkraftwerke in Süddeutschland vom Netz gehen. Die Energiewende hat bisher Nuklearantrieb... Ohne neue Stromtrassen gehen dann zeitweise die Lichter aus.
__________________
Viele Grüße, Klaus
turboengine ist offline   Mit Zitat antworten
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Alt 04.03.2014, 22:05   #2
Porty
 
 
Registriert seit: 06.03.2011
Ort: Im Grenzgebiet zwischen Bayern, Franken und BW
Beiträge: 6.117
Zitat:
Zitat von turboengine Beitrag anzeigen
Die Stunde der Wahrheit kommt, wenn die Kernkraftwerke in Süddeutschland vom Netz gehen. Die Energiewende hat bisher Nuklearantrieb... Ohne neue Stromtrassen gehen dann zeitweise die Lichter aus.
Richtig spannend wirds, wenn E- Autos anfangen, sich durchzusetzen.
Die Ladestationen für den Tesla ziehen , wenn alle Boxen besetzt sind, über 1 MW und hängen am 20.000 V Mittelspannungsnetz.
Tesla baut jetzt ein Akku- Werk für 500.000 Autos je Jahr.
Wird noch spannend......

Michael

Ein ganz interessanter Nutzerbericht: http://www.youtube.com/watch?v=DrKrNaHUTJI
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Alt 04.03.2014, 23:52   #3
turboengine
 
 
Registriert seit: 30.01.2006
Ort: Schaue auf Zürich
Beiträge: 9.336
Zitat:
Zitat von Porty Beitrag anzeigen
Die Ladestationen für den Tesla ziehen , wenn alle Boxen besetzt sind, über 1 MW und hängen am 20.000 V Mittelspannungsnetz.
Tesla baut jetzt ein Akku- Werk für 500.000 Autos je Jahr.

Wir haben mal durchgerechnet, ob man die Autos auch als Pufferspeicher brauchen kann. Hier um der Zürichsee fahren schon etliche von den Dingern herum. Ich selbst bin schon 2008 den Roadster in München gefahren. Ungefähr 50.000 würden ein grosses Pumpeicherwerk ersetzen können - wenn die Besitzer ihre Fahrten auf Wind, Bewölkung, Temperatur und Intraday-Strompreis abstimmen könnten.
__________________
Viele Grüße, Klaus
turboengine ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 05.03.2014, 00:01   #4
Porty
 
 
Registriert seit: 06.03.2011
Ort: Im Grenzgebiet zwischen Bayern, Franken und BW
Beiträge: 6.117
Zitat:
Zitat von turboengine Beitrag anzeigen
wenn die Besitzer ihre Fahrten auf Wind, Bewölkung, Temperatur und Intraday-Strompreis abstimmen könnten.
Nur wird´s dann nichts mehr mit 400km Reichweite

Michael
Porty ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 04.03.2014, 22:19   #5
Robert Auer
 
 
Registriert seit: 17.11.2012
Ort: Schwerin
Beiträge: 6.811
Zitat:
Zitat von turboengine Beitrag anzeigen
Die Stunde der Wahrheit kommt, wenn die Kernkraftwerke in Süddeutschland vom Netz gehen. Die Energiewende hat bisher Nuklearantrieb... Ohne neue Stromtrassen gehen dann zeitweise die Lichter aus.
"Nuklearantrieb" So ein Quatsch! Wer glaubt den noch an diese Lobby-Story? Sorry, ich würde mich an Deiner Stelle besser informieren! Richtig ist, dass ein Überangebot an Strom unsere Netze überlastet und die feudale Förderung alternativer Energien dazu führt, dass wir die Differenz zum Strom-Marktpreis draufzahlen müssen und wegen des Überangebotes Strom ins Ausland verschenken müssen. Somit rechnen sich selbst modernste Gaskraftwerke nicht mehr und die Großerzeuger setzen auf die billige und abgeschriebene Braunkohlekraftwerke, wobei Braunkohle zu Lasten der jeweiligen Bewohner der Fördergebiete international zu Dumpingpreisen gefördert und importiert wird.
__________________
robert uer

Grüße aus Schwerin, der romantischen Sieben-Seen-Stadt in Ostsee-Nähe
(=> nur ~30km zur German Riviera )

Geändert von Robert Auer (04.03.2014 um 22:28 Uhr) Grund: Ergänzt
Robert Auer ist offline   Mit Zitat antworten
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Alt 04.03.2014, 22:28   #6
wwjdo?
 
 
Registriert seit: 25.01.2006
Ort: Friedberg/By.
Beiträge: 11.539
Zitat:
Zitat von Robert Auer Beitrag anzeigen
So ein Quatsch! Wer glaubt den noch an diese Lobby-Story? Sorry, ich würde mich an Deiner Stelle besser informieren! Richtig ist, dass ein Überangebot an Strom unsere Netze überlastet und die feudale Förderung alternativer Energien dazu führt, dass wir die Differenz zum Strom-Marktpreis draufzahlen müssen und wegen des Überangebotes Strom ins Ausland verschenken müssen.
Aber nur zu gewissen Zeiten.

Diese (unnötig) angstgesteuerte und wirtschaftlich zum Scheitern verurteilte "Wende" war von Anfang an zum Rohrkrepierer verurteilt.

Dass viele unserer Politiker nur noch ideologische Phrasendrescher sind, die auf jedem Mainstream-Wellchen reiten müssen, macht die ganze Angelegenheit noch blamabler.
__________________
LG
Matthias
wwjdo? ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 04.03.2014, 22:55   #7
Porty
 
 
Registriert seit: 06.03.2011
Ort: Im Grenzgebiet zwischen Bayern, Franken und BW
Beiträge: 6.117
Zitat:
Zitat von Robert Auer Beitrag anzeigen
wobei Braunkohle zu Lasten der jeweiligen Bewohner der Fördergebiete international zu Dumpingpreisen gefördert und importiert wird.
Ist mir aber neu, das Braunkohle importiert wird!
Die Kraftwerke stehen gleich neben dem Tagebau und die Kohle geht direkt per Bandanlage in den Kessel. Bei dem lausigen Heizwert wäre der Transport viel zu teuer.

Eine Stromversorgung auf Anfallenergie mit unvorhersagbarer Verfügbarkeit aufbauen zu wollen, funktioniert nur wenn man das System über eine riesige Fläche zusammenschaltet (um die örtlichen Schwankungen auszugleichen), ausreichende Speicher verfügbar sind und notwendigerweise riesige Überkapazitäten vorhanden sind (für den Fall, wenn überall Flaute ist).
Die entsprechenden Übertragungskapazitäten sind eine zwingende Voraussetzung, sowohl für den Lastausgleich als auch zum Anschließen der Speicher in Skandinavien.
Über die Wirtschaftlichkeit sagt das erst mal gar nichts, das sind die physikalisch - technischen Voraussetzungen, damit es überhaupt funktionieren KANN!

Viele Grüße
Michael
Porty ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 05.03.2014, 00:29   #8
Robert Auer
 
 
Registriert seit: 17.11.2012
Ort: Schwerin
Beiträge: 6.811
Zitat:
Zitat von Porty Beitrag anzeigen
Ist mir aber neu, das Braunkohle importiert wird!
Die Kraftwerke stehen gleich neben dem Tagebau und die Kohle geht direkt per Bandanlage in den Kessel. Bei dem lausigen Heizwert wäre der Transport viel zu teuer.

Eine Stromversorgung auf Anfallenergie mit unvorhersagbarer Verfügbarkeit aufbauen zu wollen, funktioniert nur wenn man das System über eine riesige Fläche zusammenschaltet (um die örtlichen Schwankungen auszugleichen), ausreichende Speicher verfügbar sind und notwendigerweise riesige Überkapazitäten vorhanden sind (für den Fall, wenn überall Flaute ist).
Die entsprechenden Übertragungskapazitäten sind eine zwingende Voraussetzung, sowohl für den Lastausgleich als auch zum Anschließen der Speicher in Skandinavien.
Über die Wirtschaftlichkeit sagt das erst mal gar nichts, das sind die physikalisch - technischen Voraussetzungen, damit es überhaupt funktionieren KANN!

Viele Grüße
Michael
Wie unten bereits erwähnt führen Fehlanreize bereits bei der Primärstromerzeugung zum Anstieg der umweltfeindlichen Braunkohle. Inzwischen werden vom weltgrössten Braunkohleförderer BRD (neben einem Anstieg der subventionierten Inlandsförderung) billigere Braunkohlen auch importiert. Zwar noch in geringen Mengen, doch sieht der BV Braunkohle für Braunkohle auch zunehmend anderweitige Einsatzgebiete.
Von 2000 bis 2012 ging der dt. Primärenergieverbrauch um 25,8 Mio. t SKE zurück und die erneuerbaren Energien stiegen um 39,3 Mio. t SKE. Doch kommt es zu einem (m.E. politisch v. NRW, SA u. BB gewollten) Anstieg des Braunkohleeinsatzes (im o.g. Zeitraum von 3,2 Mio. t SKE am Primärenergieverbrauch).
Der Irrsinn bei der Sache, die zu hoch garantierte und nun konzernfreundlicher geplante Selektion der Förderung von erneuerbaren Energien und die hoch subventionierte Braunkohle führen bei uns zum Energiekosten-Anstieg. Ja, sie bremst dezentrale Lösungen aus, befördert Spekulation und verdrängt umweltverträglichere Alternativen.

Aber ich sehe es hier auch nicht als meine Aufgabe an, diese vielschichtige Problematik auf Stammtischparolen-Niveau zu diskutieren!
__________________
robert uer

Grüße aus Schwerin, der romantischen Sieben-Seen-Stadt in Ostsee-Nähe
(=> nur ~30km zur German Riviera )

Geändert von Robert Auer (05.03.2014 um 00:33 Uhr)
Robert Auer ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 06.03.2014, 22:51   #9
RoDiAVision
 
 
Registriert seit: 02.03.2006
Ort: Siegerland
Beiträge: 1.662
Zitat:
Zitat von Robert Auer Beitrag anzeigen
wobei Braunkohle zu Lasten der jeweiligen Bewohner der Fördergebiete international zu Dumpingpreisen gefördert und importiert wird.
Zitat:
Zitat von Porty Beitrag anzeigen
Ist mir aber neu, das Braunkohle importiert wird!
Die Kraftwerke stehen gleich neben dem Tagebau und die Kohle geht direkt per Bandanlage in den Kessel. Bei dem lausigen Heizwert wäre der Transport viel zu teuer.
l
Das mag bei Braunkohle so sein, aber bei Steinkohle sieht die Sache schon ganz anders aus:ZDFzoom Doku: Böse Mine, gutes Geld - Das schmutzige Geschäft mit der Kohle

Kaum zu glauben was da beim Steinkohleabbau abgeht
__________________
Schöne Grüße aus dem Siegerland
Dirk

YouTube DiVision871
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Alt 06.03.2014, 23:06   #10
turboengine
 
 
Registriert seit: 30.01.2006
Ort: Schaue auf Zürich
Beiträge: 9.336
Ausserdem strahlen Steinkohlekraftwerke...

http://www.kontra-kohle-kraftwerk.de...20Isotopen.pdf
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