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Startseite » Forenübersicht » Kreativbereich » Nach der Aufnahme » Raw oder Jpg und die Nachbearbeitung, Aufwand vs. Nutzen?
 
 
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Alt 24.03.2014, 22:30   #11
Neonsquare
 
 
Registriert seit: 12.08.2008
Ort: Nürnberg
Beiträge: 4.198
Zitat:
Zitat von John W Beitrag anzeigen
Die Angst vor JPG-Bearbeitung halte ich generell für maßlos übertrieben.
Wieso Angst? Bloß weil man weiß, dass JPEG nur begrenzt sinnvoll bearbeitbar ist heißt das noch lange nicht, dass man "Angst" hat. Ich seh das eigentlich recht locker und mache einfach ein RAW weil es wenig Sinn macht stattdessen ein JPEG zu machen. Das JPEG spart mir weder Arbeit noch Zeit - höchstens ein bisschen Speicherplatz und das ist bewusst kein Problem.

Zitat:
Zitat von John W Beitrag anzeigen
Wenn ich mit großer Mühe und viel Aufwand ein RAW sorgfältig entwickelt habe, dann...
... machst du was falsch - zumindest wenn es per JPEG plötzlich leicht wäre.

Zitat:
Zitat von John W Beitrag anzeigen
... genügt nur ein weinige Millimeter 'Zuviel' am Kontrast-Regler, und schon ist der gesamt Vorteil von Raw gegenüber Jpg ins Gegenteil gekehrt. Das heißt dann: nochmal machen...
Nö - dann drücke ich CMD-Z.

Zitat:
Zitat von John W Beitrag anzeigen
Also nur Mut, solange es nicht um die letzen Lichter- oder Schatteninformationen, die letzten Details und die sanftesten Verläufe geht, ist jpg immer noch voll konkurrenzfähig.
Ist es tatsächlich eigentlich nicht - aber das ist ja auch nicht schlimm. Es ist ja nun wirklich nicht schwer Fälle von Tonwertabrissen, Schärfeartefakte, JPEG-Artefakte oder schlicht unterdurchschnittlicher Verarbeitungsqualität der Kamera-Engines nachzustellen. Natürlich gibt es auch Beispiele von Kamera-JPEGs mit hervorragender Bildqualität - aber auch diese sind letztlich aus RAW entstanden. Am Rechner gibts das bei Sony mit IDC. Es wird immer so getan als ob RAW/JPEG zwei völlig getrennte Dinge sind, dabei ist ein Kamera-JPEG auch nur ein weiterverarbeitetes RAW.

RAW ist insbesondere ein Gewohnheits- und Kopfproblem. Mit Kamera-JPEGs hat man sofort etwas greifbares, das man in nahezu allen gewohnten Programmen benutzen kann. Man kann es weitergeben, direkt auf eine Website hochladen oder im Printshop auf Papier bringen. Man benötigt keinerlei "Spezialprogramm".

In der Realität ist RAW jedoch bereits weit bequemer als man denkt. Sowohl Windows als auch Mac OS X zeigen RAW-Bilder schon im Dateimanager an: "Anschauen" ist also schonmal im Minimalfall gegeben. Bei Mac OS X reicht schon das beiliegende Standardbetrachter-Programm "Vorschau" aus um per Menükommando "Export" ein TIFF, JPEG, PNG, PDF usw. zu erzeugen. Ohne Zwischenschritt kann ich das RAW (!) Bild aber auch direkt auf Facebook, Flickr & Co. veröffentlichen.

Wenn ich MEHR mit meinen Fotos machen will, dann hole ich mir Aperture oder z. B. Lightroom - das ist dann auch unabhängig ob es nun ein JPEG oder ein RAW ist - die gehen alle damit.

Speicherplatz ist heutzutage kaum noch ein Problem. Backups mache ich am Mac mit QRecall - das sichert inkrementell, chronologisch und deduplizierend in ein Archiv mit automatischer Validierung und bei Bedarf Wiederherstellung.

Geändert von Neonsquare (24.03.2014 um 22:35 Uhr)
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