Zitat:
Zitat von subjektiv
Habe ich das behauptet? Richtig lesen hilft.
Zu meiner Bemerkung, dass in manchen "Tests" derartige Behauptungen nur wegen dem Nahbereichsverhalten (ohne weitere Erklärung, also vermutlich einfach, weil die "Tester" das teils selber nicht besser wissen) aufgestellt werden, kam aber die Anmerkung, das sei richtig. Und genau darauf bezog sich doch (eindeutig erkennbar) meine Aussage.
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Mir ist nur nicht ganz klar, auf welche "Tests" oder Behauptungen du dich hier beziehst. Also mal anders: wer hat das denn behauptet, also die Brennweitenverkürzung im Nahbereich ohne weitere Erklärung als Negativpunkt von Superzooms herausgestellt?
Du schriebst:
"Einzig bei Tests fällt dieses "Problem" immer wieder ins Gewicht. Viele "Tester" reagieren nämlich nicht anders als der TO: Sie attestieren den Superzooms einen wesentlich kleineren Brennweitenbereich, als diese in der Praxis bieten, weil sie eben ihre Testmotive im Nahbereich nicht entsprechend ihren Erwartungen zeigen..."
In welchem Test denn zum Beispiel? Der TO, den du in dem Zusammenhang ja auch erwähnst, hat sich doch einfach nur ob seines kleinen Vergleichs gewundert und eine Frage gestellt, das ist doch was ganz Anderes. Und die Brennweitenverkürzung im Nahbereich bei innenfokussierenden Objektiven ist nunmal Fakt.
Also ich kann dir hier nicht ganz folgen irgendwie. Vielleicht kannst du ja bitte nochmal erklären, was du eigentlich meinst, bzw. kritisieren willst.
Zitat:
Der Aufwand wäre nicht riesig, sofern man die Brennweiten erst mal ermittelt hat und dann die Ergebnisse des Encoders für die Brennweite mit denen eines Encoders für den Fokus gegenrechnet.
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Ich fürchte da überschätzt du etwas die "Intelligenz" von Objektiven. Zwar ermittelt das Objektiv durchaus Brennweiten- und Entfernungsinformationen (für EXIFs und ADI), aber diese noch miteinander abzugleichen erfordert mehr Aufwand: nämlich irgendeine Logik innerhalb des Objektivs, die bisher so nicht vorgesehen oder gegeben ist - dieser aktive Datenabgleich ist etwas anderes als das Auslesen von o.g. Daten. Und dieser Aufwand, sofern das überhaupt machbar ist, steht kaum im Verhältnis zum Nutzen.
Zitat:
Zitat von der_knipser
Das bezweifle ich. Zumindest für einen großen Teil der Hobby-Fotografen. Ich behaupte, dass hier kaum jemand zwei Bilder unterscheiden kann, die mit einem Superzoom bzw. einem vernünftigen Objektiv gemacht wurden. Das gelingt nicht bei Forengröße mit 1024 Pixeln, und auch nicht beim Ausdruck auf 10x15.
Und was darüber hinausgeht, ist immer noch schwierig zu unterscheiden.
Möglich wäre eine Unterscheidung aufgrund der Bildgestaltung bei Offenblende, da kann das Superzoom ganz sicher nicht mithalten.
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Gerade auf gedruckten Bildern (auch in 10 x 15, was bei 300 Dpi immerhin einer Pixelzahl von ~ 1800 x 1200 entspricht) kann ich das recht gut unterscheiden. CA, Verzeichnungen, Vignettierungen, die Qualität des Bokehs und auch die Grundschärfe lassen sich hier idR. schon gut beurteilen, bzw. wenn es da Ausreisser gibt, dann fallen die auch bei kleinen Formaten durchaus auf. Zwar kann man das alles mehr oder weniger korrigieren/minimieren, aber ob das im Interesse des "typischen" Superzoomkäufers liegt, wage ich mal zu bezweifeln. Gleichzeitig kann man aber natürlich auch anzweifeln, ob dieser die genannten Fehler oder Unterschiede zu besseren Objektiven auch erkennen würde.
Ist eben auch alles eine Frage der Ansprüche. Nochmal: manche mag diese Brennweitenverkürzung (um die es hier ursprünglich mal ging) nicht stören, andere stört sie aber offenbar und mich würde sie auch stören. Aber auch darum geht es eigentlich nur am Rande, wichtig ist vor allem: man sollte es einfach wissen. Dann kann man sich selbst die Frage beantworten, ob es einen stört oder nicht.
Warum diese Superzooms dauernd so ellenlange Diskussionen auslösen verstehe ich nicht, zumal die eigentliche Frage hier längst beantwortet war. Ich glaube darum klinke ich mich jetzt auch mal wieder aus hier.