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Alt 29.10.2008, 00:33   #1
Anaxaboras
Chefkoch, verstorben
 
 
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Zweieinhalb Wochen (mit der A900)

Heute ist sie endlich gekommen, die 900. „Die“ und nicht „meine“? Richtig: Die 900 hat uns Sony geliehen. Das ist nett, denn ich kann mir derzeit keine Kamera für 2.800 Euro leisten (und wenn ich es könnte, wüsste ich nicht, ob ich wollte).

Jetzt darf ich also zweieinhalb Wochen mit dem Flaggschiff der -Flotte fahren. Wie es mir dabei ergeht, daran möchte ich euch ein Wenig teilhaben lassen. Ich habe mir gedacht: Schreibe doch einen kleinen Blog, so ein Internet-Tagebuch über mich mit der 900. Das ganze natürlich hier bei uns im Forum. Aber eben nicht als Diskussion. Die führen wir hier, OK?

Tag 1

Heute hat also die 900 bei mir festgemacht: Meine Frau rief mich vormittags an, es sei ein Päckchen aus Berlin gekommen. Das sei etwas aufgeweicht, ob sie es aufmachen solle? Sie sollte. Meine Sorge galt weniger der Frage, ob das gute Stück einen Wasserschaden abbekommen haben könnte. Vielmehr: Hat Sony auch ein Objektiv beigepackt?

An meiner 700 laufe ich meist mit dem CZ 16-80/3.5-4.5 rum. Für „obenrum“ habe ich das Sony 70-200/2.8 G SSM. Und dazu noch diverse Festbrennweiten. Zum Beispiel das Sigma 14/2.8, ein VF-Objektiv, dass an der 700 leider auf resultierende 21 mm beschnitten wird. Das CZ 16-80 ist eine DT-Linse, also nur für Kameras mit einem Sensor im APS-C-Format wirklich brauchbar. Deswegen meine Frage, ob Sony ein Objektiv dazugelegt hat.

Sony hatte. Ein CZ 16-80/3.5-4.5 . Das 16-80 kann man natürlich an der 900 nutzen, die Kamera schaltet dann automatisch in den APS-C-Modus mit rund 11 MP Auflösung um. Damit wird aus dem Flaggschiff bestenfalls noch ein gemütlicher Vergnügungsdampfer. (Gut, dass diese Zusammenstellung so nicht an eine der „Test“-Zeitschriften gegangen ist.)

Ich muss also jetzt unterhalb von 70 mm Brennweite mit meinen Festbrennweiten fahren: Dem bereits erwähnten 14er von Sigma, dem 20/2.8 und dem 50/1.4 von Minolta. Ich hoffe aber, dass ich in den kommenden zweieinhalb Wochen die 900 auch noch mit dem CZ 24-70/2.8 unter Dampf setzen kann – das wäre die „Kitlinse“ zur 900!

Vollformat interessiert mich vor allem unter einem Aspekt: Dem gegenüber APS-C vergrößerten Bildwinkel. Also habe ich heute mal das 14er angeflanscht. Zu mehr als drei Schnupperfotos im heimischen Garten bin ich nicht gekommen. Aber alleine der Blick durch den Sucher der 900 war’s schon wert. Für mich verhält es sich so: Der Sucher der 700 ist wie ein guter Full-HD-Fernseher. Die 900 ist ganz großes Kino, ein helles, klares Sucherbild vom Feinsten.

Heute habe ich die 900 also nur dreimal ausgelöst. Das reicht, um zu sagen: der Spiegelschlag ist schon mächtiger als bei der 700. Die 900er kann einfach nicht verhehlen, welche Masse hier bewegt werden muss. Dem entgegen steht das massive Gehäuse der 900. Nicht wirklich schwer. Aber doch knapp 200 Gramm schwerer als die 700.

Wie bei mir üblich, fotografiere ich auch mit der 900 in RAW. Da war ich heute Abend natürlich ganz auf die Ergebnisse gespannt. Was soll ich sagen? Erschreckend! In der 100%-Ansicht rudere ich nur mit der Maus, um von einem Ufer zum anderen im Bild zu kommen (ich habe einen Bildschirm mit 1.920 x 1200 px Auflösung). Viel schlimmer aber: Die Fotos wirken irgendwie unscharf. Auf jeden Fall nicht nach Blende 8. Da muss ich in Camera Raw Schärfe, Radius und Details schon kräftig aufdrehen, um halbwegs scharfe, detailreiche Ergebnisse zu erzielen. Möglicherweise hat das Sigma ja einen leichten Fehlfokus? Und an den Bildrändern zeigt es heftige CAs, die sich allerdings im ACR problemlos rausrechnen lassen. Ich denke mal: Das 14er Sigma ist nicht der richtige Brennstoff für unser Flaggschiff. Schade, dass Sony nicht das (noch nicht lieferbare) CZ 16-35/2.8 mitgeschickt hat!

Anderseits: Wir reden hier von 24,6 MP-Dateien! Vielleicht sollte man die wirklich nicht in der 100%-Ansicht betrachten, wenn man noch ruhig schlafen möchte. Ich werde auf jeden Fall mal Prints mit meinem Epson R800 rauslassen. Was zählt, iss’ auf’m Papier!

Martin
Anaxaboras ist offline  
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Alt 30.10.2008, 01:13   #2
Anaxaboras
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Tag 2

Ich habe letzte Nacht tatsächlich nicht so gut geschlafen. Aber an der 900 lag’s sicher nicht. Vielleicht am Wetter? Heute gingen die Straßenlaternen schon um 15:00 Uhr an – so dunkel war’s. Da bin ich lieber drinnen geblieben, sozusagen im Trockendock.

Nachdem mir Sony schon ein CZ 16-80/3.5-4.5 mitgeschickt hat, habe ich diese Linse also heute Abend etwas lustlos an der 900er angesetzt. Auf dem Display erscheint sogleich ein Symbol, dass die Kamera jetzt im „Crop“-Modus arbeitet. Dann der Blick durch den Sucher. Lustig. So ähnlich muss weiland Kapitän Ahab durch sein Seerohr Ausschau nach dem weißen Wal gehalten haben. Ich habe jedenfalls noch nie zuvor beim Blick durch den Sucher das Innere der Streulichtblende gesehen .

Nach der Enttäuschung mit dem 14er Sigma habe ich beschlossen, heute meine Edel-Linse rauszuholen, das Sony 70-200/2.8 G SSM. Im Wohnzimmer hatten sich inzwischen unsere beiden Kater gemütlich auf der Couch eingerichtet. Ihr Fell sollte doch eine richtige Herausforderung für jeden Auflösungstest sein. Problem dabei nur das Licht: Die Couch-Ecke lässt sich nur spärlich mit zwei Stehlampen beleuchten. Immerhin keine schlechte Bedingungen für einen High-ISO-Test.

So ein halbe Stunde habe ich rumgeknipst. Erst mit ISO 1600 und dem vorhandenen Funzellicht. Dann habe ich doch noch meinen 5600er Blitz rausgeholt und den Lumiquest 80-20 für ein weicheres Licht draufmontiert. Und mit ISO 200 weiter gemacht. Der Lumiquest-Bouncer funktioniert tadellos – im Querformat. Im Hochformat lenkt er das indirekte Licht nicht mehr über die Decke sonder über die Seite. Das gibt meist unkontrollierbare Schatten.

Schon gestern hatte ich den Eindruck, dass die 900er im Vergleich zur 700 etwas knapper belichtet. Das hat sich heute fortgesetzt. Mal sehen, ob ich noch zu „adäquaten“ Vergleichsaufnahmen der beiden Alphas kommen werde. Ansonsten gibt die 900 kein Rätsel auf, wenn man die 700er kennt. Allerdings scheint mir die Dicke etwas schwerfälliger zu sein. Das Flaggschiff 900 reagiert einen Tick behäbiger auf Ruderbefehle als die „Korvette“ 700. Besonders beim Betrachten der Bilder auf dem Display hatte ich diesen Eindruck. Aber auch beim Auslösen. Vielleicht, weil diese neuartige Spiegelmechanik das Auslösegeräusch in die Länge zieht? Es rollt, wie der Schuss aus einem 36-Pfünder. Die 700 klingt dagegen eher kurz und trocken wie eine Muskete.

Kommen wir zu den Bildern. Zuerst ISO 1600:


-> Bild in der Galerie
900 ISO 1600


-> Bild in der Galerie
Und ein 100%-Crop daraus.


-> Bild in der Galerie
900 ISO 200


-> Bild in der Galerie
Und wieder ein 100er Crop

Der 100er Crop der ISO-1600-Aufnahme sieht fürchterlich aus, oder? Ein wenig relativiert sich das aber bei einem Blick auf EXIFs: Das war 1/4s (Freihand, abgestützt) bei 150 mm Brennweite. Vielleicht habe ich ja keinen so guten Job gemacht, der SS (ich glaube, das dritte S lässt Sony jetzt weg) auf alle Fälle. High-ISO-RM hatte ich übrigens ausgeschaltet. Selbst, wenn das Bild noch schärfer ginge: Man sieht doch deutlich, dass das Rauschen (nach entsprechender Behandlung in Camera Raw) mehr als akzeptabel ist. Aber es ist auch typisches „Sony“-Rauschen, weich aber grobkörnig.

Übrigens: Bei 300 dpi sind die Bilddaten der 900 gut für Drucke in der Größe 51x34 cm. Bei 240 dpi sind’s sogar 64x42 cm. Wenn ich das jetzt in A4 drucke, dürfte das Ergebnis noch absolut vorzeigbar sein. Ich wird’s die Tage ausprobieren. Auf alle Fälle werde ich noch „saubere“ ISO-1600-Aufnahmen nachliefern.

Zum geblitzten ISO-200-Foto sage ich jetzt mal nichts. Vielleicht nur soviel: Da habe ich ziemlich lange drauf gestarrt. Etwas besseres (technisch betrachtet), habe ich auf meinem Monitor noch nicht gesehen. Ehrlich gesagt, auf einem fremden Monitor auch noch nicht.

Mit einem kleinen Problem habe ich übrigens noch zu kämpfen: Die Tiefenschärfe ist bei Vollformat im Vergleich zur APS-C-Kamera deutlich kleiner (bezogen auf den selben Bildwinkel). Da muss ich wohl in Zukunft weiter abblenden, damit auch Scottys Nase noch scharf aufs Bild kommt.

Morgen und am Freitag werde ich mich kaum mit der 900 beschäftigen können. Gönnen wir ihr zwei ruhige Tage an der Pier. Weiter geht’s dann hoffentlich am Samstag.

Martin

PS: Gerade habe ich die 900er in den Schrank geräumt. Dabei ist mein Blick auf das Display auf der Oberseite gefallen. Im "Einsatz" habe ich da noch nie drauf geguckt - wohl, weil ich das auch an der 700 noch nie vermisst habe.
Anaxaboras ist offline  
Alt 02.11.2008, 01:42   #3
Anaxaboras
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Tag 3 - Pixelppeeping

Heute habe ich „getestet“. Von der Photokina hatte ich ja so ein Testposter mitgebracht, mit dem man seine Kamera und Objektive auf Herz und Nieren testen kann. Diese ganze Testerei war echt nicht lustig. Erst habe ich alles draußen aufgebaut und das Poster unter einem Sonnenschirm (= gleichmäßiges Licht) an die weiße Hauswand geklebt. Aber auf dem sandigen Putz hat das Plakat einfach nicht gehalten.

Dann also ab nach drinnen (dabei war es heute über Mittag so warm, dass ich in kurzer Hose rumgesprungen bin). Da musste ich blitzen und habe einfach nicht immer die perfekte, gleichmäßige und reflektionsfreie Ausleuchtung hinbekommen. Um es kurz zu machen: Das Auf- und Umbauen hat etwa 1,5 Stunden gedauert, die Aufnahmen waren dann in ca. 20 min im Kasten.

Getestet hab ich jeweils bei Blende 2.8, 4, 5.6, 8, 11 und 16 (bei ISO 200):
  • Sigma 14/2.8
  • Minolta 20/2.8
  • Minolta 50/1.4
  • Minolta 70-210/3.5-4.5 (bei 70 mm)
  • Sony 70-200/2.8 G SSM (bei 75 und 135 mm)

Die 25-MP-Datei sah etwa so aus:

Testchart

Die roten Quadrate zeigen die 1:1-Ausschnitte, die ich hier präsentiere. Alle Bilder habe ich in RAW aufgenommen und in Lightroom nur die Belichtung (wo nötig) korrigiert sowie die Farbtemperatur angepasst. Und den Regler „Farbrauschen“ auf „5“ runtergesetzt.

Fangen wir hinten an: Das Sony G ist bis Blende 4 an der 900 erschreckend weich (ich will nicht sagen „unscharf“) – zumindest in den Ecken. Ich vermute (hoffe?) immer noch, dass ich da vielleicht einen Fehler gemacht habe, nicht ganz sauber fokussiert oder so. Deshalb zeige ich jetzt erst mal keine Testbilder vom SSM.

Erfreulich für mich: Das 14er Sigma ist brauchbar – ab Blende 5.6 sogar richt gut. OK, es zeigt deutliche CAs, aber die lassen sich in Photoshop/Lightroom prima rausrechnen. Und die Verzeichnung finde ich jetzt auch nicht soooo schlimm.

Richtig gut gefallen hat mit das Minolta 20/2.8. Und spitze ist das recht betagte 50er von Minolta. Grottig schlecht dagegen das alte 70-210/3.5-4.5 (was ja auch zu erwarten war).

Mein Fazit nach 2 Stunden Pixelpeeping: Derzeit gibt es wohl kein Zoom, das an der 900 auflösungstechnisch Festbrennweiten das Wasser reichen kann. Das CZ 24-70/2.8 habe ich leider nicht. Aber wie man hört, schwächelt es an der 900er auch etwas. Allerdings sollte man das nicht überbewerten: Die schiere Pixelzahl der 900 wird die Auflösungsschwächen eines sehr guten Zooms erst bei Prints jenseits der Größe DIN A3 zeigen.

Und noch etwas: Mein Blitz „Minolta 5600 HSS“ belichtet leider auch an der 900 recht unsicher. Deshalb sind die Bildbeispiele auch nicht alle gleich hell. Ich hatte jetzt einfach keinen Nerv, die Belichtung der Testbilder in Lightroom perfekt anzugleichen.

Etwas zwiespältig sehe ich auch die „echte“ Spiegelvorauslösung (SVA) der 900. Zumindest im „Studio“ bei einer fest aufs Stativ montierten Kamera ergibt sich für mich kein Vorteil gegenüber der bisher von Minolta/Sony gebotenen Lösung (SVA über 2s-Timer). Jetzt muss man halt zweimal auf den Auslöser drücken.

Morgen geht’s dann zum ausführlichen Praxistest raus ins Feld.

Martin

PS: Ich bin jetzt zu müde, um auch noch alle Bilder hier einzubinden. Ihr findet sie dort, wo auch auch das Übersichtsbild gespeichert ist.
Anaxaboras ist offline  
Alt 04.11.2008, 02:34   #4
Anaxaboras
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Tag 4 - im Feld

Gestern war die 900 endlich im „Feldeinsatz“. Sie durfte sich im Freilichtmuseum Glentleiten bewähren. Leider habe ich den Fehler gemacht, zwei Forumskollegen mitzunehmen. So habe ich auf meiner Speicherkarte nur 23 Aufnahmen mitgebracht – von denen mindestens fünf nicht von mir stammen (zum Glück hatte ich auch noch meine 700 dabei).


-> Bild in der Galerie
900 im Einsatz

Bleiben wir bei den Fotos, die ich gemacht habe. Nach wie vor bin ich von der „Weitwinkelfähigkeit“ der 900er begeistert. Mein 20er von Minolta ist die ideale Wahl für Landschaftsaufnahmen. Dabei auch noch knackscharf und mit schönen Farben. Die Linse habe ich mal für 240 Euro bei Ebay geschossen und eigentlich nur noch als Standard „Polfilter-Immerdrauf-Objektiv“ an der 700er im Einsatz. Hier ein Beispiel:


-> Bild in der Galerie
@20mm

Ein anderer Aspekt von Vollformat ist mindestens ebenso interessant wie der erweiterte Bildwinkel: Die (bezogen auf die „umgerechnete“ Brennweite) geringere Schärentiefe gegenüber APS-C. Dieses Foto entstand mit dem CZ 135/1.8 bei f2.0:


-> Bild in der Galerie
Schärfentiefe

Heute ging’s dann wieder ab in die „Testklinik“: Ich habe ISO-Reihen mit der 900 und ihrer kleineren Schwester geschossen. Will doch mal sehen, wie’s die 900 so mit dem Rauschen hält. Hier hätte mich (und sicher auch andere) natürlich der Vergleich zu Nikons D700 interessiert. Leider konnte ich diese Kamera nicht auftreiben. So musste die 700 als Verlgeichs-Referenz herhalten.

Die Ergebnisse dieses Vergleichs muss ich erst noch fertig machen. Als kleinen Vorgeschmack zeige ich hier schon einmal meinen „Versuchsaufbau“:


-> Bild in der Galerie
Making of ISO-Test

Am Dienstag ist Stammtisch. Es wird also noch etwas dauern, bis die ISO-Testbilder kommen. Habt Geduld.

Martin
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Alt 04.11.2008, 18:59   #5
Anaxaboras
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Tag 5 – der ISO-Test

Wie gesagt: Gestern habe ich mal an einem kleinen Stilleben ausprobiert, wie die 900er so durch die Dunkelheit schippert. Die Bilder habe ich noch nicht fertig, ich hoffe, dass ich sie heute Abend nach dem Stammtisch einstellen kann.

Es traten also die 900 und die 700 erstmals bei mir im direkten Vergleich an. Dabei brillierte einmal mehr der Sucher der 900er. Gerade im „Studio“, wenn die Kamera auf ein Stativ montiert ist, schaut man ja genau hin (oder besser: durch). Ist die Tischecke oben links noch im Bild? Kommt die blöde Steckdosenleiste hinten rechts auch garantiert nicht mit aufs Foto? Beim Blick durch den Sucher der 900 sehe ich (als Brillenträger) das sofort.

Im Vergleich dazu wirkt der (sicher nicht schlechte) Sucher der 700 wie ein altes Fernglas. Wenn ich da (mit Brille) die Bildecken inspizieren möchte, „wabert“ das Bild. Ich muss die Brille abnehmen (zum Glück reicht die Dioptrienkorrektur noch für meinen Sehfehler), um näher mit dem Auge an die Austrittspupille zu kommen. Dann klappt’s auch mit der 700.

Als echte Stolperfalle an der 900er erwies sich die standardmäßige Belegung der Abblendtaste mit der neuen Preview-Funktion. Das habe ich ganz schnell wieder umprogrammiert, so dass die Abblendtaste auf die Arbeitsblende umschaltet und sich die Tiefenschärfe kontrollieren lässt. Dumm nur, dass es jetzt keine Taste mehr für’s Preview gibt. Gerade im Studio, unter kontrollierten Bedingungen, halte ich die Funktion für nützlich. Aber Tiefenschärfe im Sucher kontrollieren und dann ein Preview-Foto schießen – das hat Sony wohl nicht vorgesehen . Falls das Preview auch bei anderen Modellen kommt: Sony, spendiert uns dazu bitte einen eingeständigen Knopf .

So wie sich der Bildaufbau im Sucher der 900 bestens kontrollieren lässt, so auch der Schärfeverlauf. Es war eine wahre Freude, das (geliehene) CZ 24-70/2.8 an der 900er manuell zu fokussieren.

Und leider war das manuelle Fokussieren auch fast nötig: Die Anordnung der AF-Felder bei der 900 ist wirklich suboptimal. Es fehlen schlicht Felder, die das Viertel am linken und rechten Bildrand abdecken. Im „Reportage“-Einsatz ist das nicht weiter tragisch – da locke ich eh’ meist den zentralen Sensor und schwenke dann nach dem Scharfstellen auf den endgültigen Bildausschnitt. Aber wenn die Kamera auf ein Stativ montiert ist … ? Dann sollte der Kapitän am Ruder der 900 schon auf ein Objekt scharf stellen können, das am Bildrand steht. Dafür hat die 900er die im Vergleich zur 700er größeren AF-Indikatoren – das gefällt mir wieder.

Mehr dann heute Abend.

Edit: Die Preview-Funktion habe ich wohl nicht ausgiebig genug getestet. Ausgelöst wird das Vorschaubild erst, wenn man die Abblendtaste loslässt. Beim Eindrücken schaltet die 900 wie üblich auf die Arbeitsblende um. Das Preview ist also eine zusätzliche Funktion auf der Abblendtaste. Das mit der "Stolperfalle" nehme ich also zurück.
Anaxaboras ist offline  
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Alt 05.11.2008, 01:43   #6
Anaxaboras
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Zwischenstand

Jetzt habe ich 2,5 Sunden lang die Bilder vom heutigen Stammtisch gesichtet. Und mit ein paar Bilder der D700 verglichen. Und ich habe 100%-Crops gespeichert, die Daten auf DIN-A4-Größe umgerechnet und, und, und ...

Sorry, aber nun bin ich todmüde. Ihr müsst euch also noch etwas gedulden - es geht weiter.

Martin
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