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Zitat von Tom
Mir ist nicht ganz klar, welche Philosophie dahinter steht.
Was für eine Rolle spielt die Objektentfernung für die Belichtungsmessung (ohne Blitz)?
Für mein Verständnis ist es doch für die Belichtung völlig egal ob ich das gleiche Objekt formatfüllend bei WW in kurzer Distanz oder bei Tele in großer Entfernung fotografiere... 
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Bei der Mehrfeldmessung wird das Hauptobjekt anhand des AF-Meßfeld stärker gewichtet. Scheibel schreibt im Buch zur 7000i und 8000i, daß die Kamera aus Objektabstand und Brennweite den Maßstab errechnet.
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Zitat von Tom
Ich denke bei den D-Objektiven ist es egal, ob AF oder MF oder MF+Motorantrieb abgekoppelt, der Encoder sitzt in Objektiv, liefert also die Entfernungsinfo in jedem Fall.
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Der Vorteil bei komplett ausgekuppelten Motor bei DMF und D-Objektiv wäre der leichter zu drehende Fokusring. Die Entfernungsdaten liefert der Encoder im D-objektiv über die 8 Kontakte.
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Zitat von Tom
Bei NICHT-D-Objektiven bin ich mir nicht sicher, aber ich bin der Meinung, bei AF eingekuppelt (auch DMF-entkoppelt) liefert der Encoder in der D7D die Entfernungsinfo.
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Bei AF und einem Objektiv mit 5 Kontakten liefert der AF-Motor die Entfernung durch zählen der Umdrehungen. Das funktioniert mit allen Minolta AF-Objektiven ab 1985. Also ist bei allen Kameras ab 1988 bei AF der Motor der eigentliche Encoder. Wie das jetzt genau fuktioniert, weiß ich auch nicht genau. Wahrscheinlich steht im ROM des Objektivs die Entfernung in Abhängigkeit zu den Motor-Umdrehungen. Die Daten sind natürlich nicht so genau wie bei den D-Objektiven, für die Mehrfeldmessung reicht es aber. Bei ADI sieht es natürlich bei einem Non-D-Objektiv wieder ganz anders aus. Wenn die Entfernung durch ungenaue Werte in den ROMS nicht 100prozentig stimmt, kann es zu Fehlbelichtungen kommen, was vorallem bei Fremdobjektiven vorkommt. Bei MF wird der AF-Motor bis auf die Kameras mit Encoder komplett ausgekuppelt. Dadurch fehlt die Entfernung und das AF-Meßfeld und die Kamera schaltet auf Integralmessung. Bei den 4 Kameras mit Encoder berechnet der Encoder bei MF anstatt des Motors die Entfernung.
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Zitat von Tom
Komplett ausgekuppelt (mittels Affengriff) dürfte die Trennung an der Schnittstelle Objektiv/Kamerabajonett stattfinden, also kann die Kamera weder vom Objektiv noch vom kamerainternen Encoder verwertbare Informationen bekommen.
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Die Kameras mit Encoder schalten so wie alle anderen Kameras ohne Encoder automatisch auf mittenbetonte Integralmessung. So steht es auch im Handbuch zur Dynax 7 und Dynax 7. Bei D-Objektiven wird aber auch mit Affengriff die Entfernung über die 8 Kontakte übertragen.
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Zitat von Tom
Stichpunkt 1988:
Mein hier vorliegendes Objektiv (70-210 /3,5-3.5) hat bajonettseitig eine "1988"-Prägung. Bist Du sicher, daß die Kamera damals schon D-Objektive erkannt haben bzw. ob es damals schon solche Objektive gab?
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Das 3,5-4,5/70-210 ist natürlich kein D-Objektiv. Aber auch bei diesem Objektiv errechnet jede Kamera ab 1988 die Entfernung. Minolta hat auch die Objektive ab 1985 schon darauf vorbereitet. Die Minolta 9000AF, 7000AF und 5000AF haben das aber noch nicht unterstützt. Als 1988 die 7000i auf dem Markt kam, gingen an der 7000i alle Sigma Objektive nicht mehr, weil die Entferngsdaten in den ROMs fehlten.
Gruß
Michi