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Zitat von Mythen
Was wäre denn ein ungefährer Anhaltspunkt, was die Belichtungszeit angeht?
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Das ist schwer zu sagen, da dies von der Geschwindigkeit des Motivs, dem Abstand, dem Winkel und auch der Bewegungsrichtung relativ zur Kamera abhängt - das Licht spielt natürlich auch noch eine nicht ganz unwesentliche Rolle dabei
Nehmt Zeit (und Sprit, wie schon empfohlen) mit und probiert es einfach aus, es werden eh einige Vorbeifahrten nötig. Der Ausschuss wird groß sein und so ein Bild wie das gezeigte schafft man auch erst wenn man's wirklich drauf hat. Also vielleicht die Ansprüche erstmal nicht zu hoch und üben, üben, üben. Und nicht zu schnell frustrieren lassen, wenn es nicht gleich klappt.
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Sollte ich die Kamera auf ein Stativ stellen und nur "horizontal" hin und her bewegen oder komplett frei Hand?
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Komplett frei dürfte besser sein - wobei ich zugeben muß, das von einem Stativ noch nicht versucht zu haben. Vom Einbein hab ich's schon probiert, war eher suboptimal. Genau waagerecht oder genau senkrecht ist die nötige Mitziehbewegung so gut wie nie, daher klappt das frei besser. Schwieriger ist es, die Mitziehbewegung wirklich gut auszuführen und dabei auch noch das Motiv "einzufangen" (und das optimalerweise noch mit etwas mehr "Luft" in Blick-/Fahrtrichtung als zur anderen Seite). Dazu ein paar allgemeine Tipps (sicher wichtiger als irgendeine Belichtungszeit aus der Luft zu greifen, das ergibt sich wie gesagt): wähle die Brennweite für den Anfang so, daß das Motiv bei weitem nicht das Bild ausfüllt, das macht es nur unnötig schwierig und beschneiden kannst du ggf. später immer noch (je nachdem, wie groß das Bild ausgedruckt werden soll natürlich). Wenn's mit dem Mitziehen an sich klappt, kannst du mal versuchen, den Bildwinkel langsam zu verkleinern, bzw. das Motiv größer abzubilden - du wirst sehen, daß das dann schnell schwieriger wird. Das gleiche gilt für die Blende (und damit die Schärfentiefe): mach die -so weit es das Licht erlaubt- erstmal zu, mit einer sehr kleinen Schärfeebene muß man sich ja anfangs nicht noch zusätzlich belasten.
Halte das nahende Motiv schon einige Zeit vorher im Sucher fixiert. Folge ihm möglichst ruhig (ruhige Bewegungen und gutes timing sind sehr wichtig, ruckartig kann man das vergessen) mit der Kamera bis zum Auslösepunkt. Überlege dir den Auslösepunkt VORHER (ggf. anhand einer markanten Stelle, die du auch erkennst, wenn du dran vorbei "wischst", z.B. einem Begrenzungspfahl o.ä.). Folge wie gesagt dem Motiv im Sucher, mit dem Finger auf dem Auslöser und löse an der vorher überlegten Stelle aus - wenn du es gut gemacht hast, ist das Motiv jetzt auch noch im Bild

Wenn du auslöst, lass den Finger auf dem Auslöser und folge auch nach dem "Klick" noch etwas dem Fahrer, hör mit der Bewegung nicht abrupt auf (ganz wichtig!). Nutze den kontinuierlichen AF oder fokussiere vorher auf die ausgesuchte Stelle (und schalte dann auf MF). Wenn die Lichtverhältnisse einigermaßen gleichbleibend sind, stelle die ermittelte Belichtung vorher manuell fest ein.
Serienbildmodus kann man mal probieren, das bringt meiner Meinung nach aber wenig, da man nichts sieht und man kaum "per Zufall" den optimalen Moment erwischt - das kann man entweder, oder man kann es nicht (ich halte Serienbildmodi -für mich- sowieso für ziemlich unnötig, habe ich glaube ich noch nie benutzt).
Den Bildstabi schalte ich beim Mitziehen aus (da meine Ergebnisse sonst eher schlechter ausfallen), aber das ist Geschmackssache - andere meinen er würde ihnen helfen.
Taste dich von eher kurzen Zeiten (schärfere Abbildung, wenig Dynamik) an längere Zeiten (unschärfere Abbildung, mehr Dynamik) heran, bis du für die Situation/das Motiv/dein Können und auch deinen Geschmack die beste Zeit gefunden hast. Je länger die Zeiten werden, desto schwieriger wird es natürlich, aber desto besser werden auch die Ergebnisse, wenn man es kann. Ich lege eher wert darauf, das Motiv scharf abzubilden und verzichte dafür darauf, die Dynamik stärker zu betonen, andere machen es umgekehrt - ist Geschmackssache. Wahre Könner schaffen beides