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Alt 24.03.2026, 14:42   #4602
Dat Ei
 
 
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Moin, moin,

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Zitat von HoSt Beitrag anzeigen
Ich habe in den letzten 5 Jahren - also seitdem wir auf BEV umgestiegen sind - schon soo viele unsmarte Gespräche über das Thema geführt, die geprägt waren von Facebook und TikTok "Wissen", dass ich das Thema echte Erfahrung gerne im Vorfeld kläre
ich glaube kaum, dass ich zur klassischen Clientel von "Facebook" oder "TikTok" gehöre.

Zitat:
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Nun... also wurde schon mal der Stellplatz leergelassen... für einen Verbrenner
Also mal abgesehen davon, dass das 30 Jahre her ist, blieb der Stellplatz auch nicht leer. Wie kommst Du darauf? Passt das besser in Deine Argumentation? Auch damals war es schon so, dass der Parkraum in München knapp war.

Zitat:
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Ich frag jetzt mal ganz plakativ: Kannst du in der Garage Tanken?
Dann antworte ich Dir mal plakativ: nein, aber mit einem 75 Liter-Tank komme ich schon ziemlich weit, so dass der Zeitaufwand für das Tanken und die damit erreichbare Reichweite in einem sehr guten Verhältnis stehen.

Aber um den Bogen zur E-Mobilität zu spannen: ich kann weder in der Münchner Mietgarage, noch auf dem im Eigentum befindlichen Stellplatz im Parkhaus elektrisch laden. Die Summen, die für eine Elektrifizierung des Parkhaus veranschlagt werden (Installation im Parkhaus, Ertüchtigung des Stromnetzes der Stadtwerke zum Parkhaus etc. pp.), sind nicht nur nicht nicht attraktiv, nein, sie sind absolut unverhältnismäßig und nicht darstellbar.

Zitat:
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Und für ein nächtliches Laden reicht übrigens auch im Prinzip eine 220V Steckdose. Ich kenne die Begebenheiten vor Ort natürlich nicht, aber 220v ist schon mal viel einfacher (/und billiger) zu bekommen, als eine echte Wallbox.
Selbst dafür wäre ein Eingriff in die Elektroinstallation der Mietgarage (Leitung, Sicherungskreis, Zähler) notwendig. Zudem wäre das Problem der Doppelhubgarage und der Nutzung durch 3 weitere Mieter zu lösen sein.

Davon abgesehen: ein Laden mit ~3 kW ergibt entweder bei kurzen Ladedauern unbrauchbare Reichweiten, oder bei langen Reichweiten unbrauchbare Ladezeiten.

Zitat:
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Aber selbst wenn nun mal kein Laden am Stellplatzt möglich ist. Geht ihr in München Einkaufen? Fahrt ihr mit dem Auto in den Zoo? Ins Museum? Zum Sport? halt irgendwas, was länger als 30 Minuten dauert?
Innerhalb von München bewegen wir uns mit den Öffis. Die Ladestruktur in unserem Stadtteil ist auch nicht prickelnd. Elf Ladestationen, wovon 9 nur 22 kW- und zwei 50 kW-Ladestationen sind, sind für einen Stadtteil mit einer Einwohnerdichte von durchschnittlich knapp 10.000 Einwohnern / km² und in der Spitze knapp 15.000 Einwohnern / km² nicht sonderlich viel. Und um Deine Zahlen mal in einen Kontext zu stellen: 30 min laden mit 50 kW ergibt max. 25 kWh Energie, was bei dem Gros der Fahrzeuge für weniger als 150 km langt.

Zitat:
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Beim BEV ist es nämlich so, dass man damit NICHT extra zum Tanken aka Laden fahren muss, sondern das erledigen kann und sollte(!!!) , wenn das Auto sowieso nur dumm rumsteht. An vielen Supermärkten, Kinos, Museen, Zoos, ... gibt es inzwischen Schnelllader (>= 50kW). Man erledigt etwas und in der Zeit lädt das Auto. Punkt.
Nein, nicht Punkt. Du gehst von Deiner Lebensweise und Deinen Lebensumständen aus, ohne meine zu kennen.

[QUOTE=HoSt;2338514]Von den 25.000km im Jahr die wir ca. fahren, fallen vielleicht 5000-8000km auf Urlaubfahrten etc. wo das nicht der Fall ist. Da "verliere" ich Zeit - wobei wir alters und hundebedingt auch schon mit Verbrenner ca. alle drei Stunden eine Pause gemacht haben. Jetzt wird da halt nachgeladen (und bei 18 Minuten von 10-80% Akku muss man sich schon fast schon sputen, um auf einer Autobahnraststätte / Autohof in der Zeit auf's Klo und wieder zurück zu kommen.

Seit wir elektrisch unterwegs sind, haben wir vielleicht 2mal auf eine freie Säule warten müssen... maximal 10 Minuten.



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200km einfach ist heute auch im Winter nun wirklich nicht mehr die Herausforderung... da gibt es wirklich jede Menge Modelle, die das können. Und selbst wenn(!!) man einmal in die Verlegenheit kommen sollte... bei 2 bis 2:30h Stunden Fahrzeit fallen 10 Minuten nachladen an einer Schnellladesäule wirklich sooo ins Gewicht, dass man deswegen sag, das ein Umstieg nicht möglich ist?
Unsere Fahrzeiten betragen in der Regel unter 2 h. Warum sollte ich da eine Pause oder einen zusätzlichen Ladestopp einplanen wollen?

Daher geht es uns auch nicht um 200 km Reichweite, die heute das Gros der E-Fahrzeuge packt, sondern um mindestens 500 km - um auch im Winter mit Puffer hin- und zurückzukommen, ohne an jedem München Wochenende kostbare Freizeit mit dem Laden zu verbringen.

Zitat:
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Ja... man fährt mit einem BEV anders als mit einem Verbrenner. Aber ich muss für mich sagen, dass ich noch nie so entspannt lange Strecken zurückgelegt habe. Und den Komfort, wie warmes und enteistes Auto im Winter, kühles, vorklimatisiertes Auto im Sommer per Knopfdruck möchte ich auch nicht mehr missen.
Gut, das ist eine Frage der Fahrzeugklasse. Da kann ich mich auch aktuell mit dem Verbrenner alles andere als beschweren.

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Dass das alles nicht von jetzt auf gleich gehen kann ist mir auch bewußt, aber mal ganz ehrlich. Berta Benz musste zum Tanken auch noch in die Apotheke gehen, da gab's auch nicht an jeder Ecke eine Tankstelle. Und die Logistik und die Energie um das ganze Rohöl um die Welt zu schippern, zu raffinieren und dann als Benzin/Diesel wieder unter Verbrauch von Unmengen an Diesel quer durch die Republik zu karren um alle Tankstellen damit zu versorgen gibt's doch auch. Und das smarte an Strom ist, dass man den superbillig lokal durch Sonne und Wind erzeugen kann... ja ich weiß, Strom kann man schlecht lagern. Aber mal ehrlich... da sind wir doch - genau wie bei der Batterie Entwicklung - erst am Anfang.
Das sind aber aktuell schon noch ein wenig Ökoträumereien, die ein wenig an der Realität vorbeigehen, oder? Viel Strom erzeugen wir im Norden des Landes. Den bekommen wir aktuell noch nicht einmal in den Süden transportiert. Dafür verkaufen ihn ihn an der europäischen Strombörse billigst an die Österreicher, ohne ihn dahin transportieren zu können. Um die Verträge dann aber erfüllen zu können, müssen im Süden ganz konventionelle Kraftwerke (Gas, Kohle) den Strom erzeugen, den man den Österreichern verkauft hat.

Daher ist die Frage, wie bekommen wir perspektivisch die Pkws, die Wärmepumpen und die Industrie versorgt, vielleicht sogar noch zu früh gestellt. Wir scheitern schon vorher.

Perspektivisch werden auch wir ein E-Fahrzeug fahren (müssen), aber bis dahin darf sich in der Batterie- und Fahrzeugtechnik sowie der Ladeinfrastruktur noch einiges tun. Bis dahin fahre ich wie unser Kurt den Verbrenner weiter. Die 13 Jahre merkt man ihm noch nicht an.

Zitat:
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Geld ist eigentlich genug da.
Wo?!?

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In Bayern kann man keine Windräder bauen, aber Mini-Atomkraftwerke sollen es jetzt werden. Und billiger in den Gestehungskosten als Wind und Solar geht nun mal nicht.
Mit Wind und Solar allein wirst Du in Bayern nicht weit kommen, insbesondere nicht im Winter. Die Phantasierereien zum Thema Atomstrom keimen rund um den Globus, auch wegen der KI. Zuletzt war es die EU, die das Thema aufgriff. Von daher ist das (leider) nicht nur ein bayrisches Thema. Aber lassen wir das...


Dat Ei
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