Zitat:
Zitat von Oswald74
... wurde mir grad von einem User mitgeteilt, das das Objektiv einfach nicht mehr kann und wenn ich schärfere Bilder haben will, muss ich nachschärfen oder näher am Vogel dran sein.
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Ich denke, Lars, da hat er Recht. Das Sony 200-600 (ich habe es auch schon vier, fünf Jahre) ist gerade am langen Ende dann am besten, wenn das Motiv nicht zu weit entfernt ist. Will man Singvögel möglichst formatfüllend ablichten und ist dazu 50 m von ihnen entfernt, ist es sehr tauglich, sprich: scharf.
Reizt man aber die Entfernung aus und denkt, dank jenen 600 mm Brennweite kann ich mich auch ein paar hundert Meter entfernt auf die Lauer legen, schwächelt es nach meiner Erfahrung sichtbar. Ich glaube auch nicht, dass da eine Frischzellenkur bei Schuhmann noch viel auswetzen kann.
Aber mal am Rande noch ein Wort zu Helgoland. Ich war Anfang Februar dort und hatte das 200-600 nicht mit dabei. Denn erstens braucht man es für die Robben auf der Düne nicht, da diese teils so nah sind, dass man aufpassen muss, nicht über die zu stolpern. Da reichen locker 300 oder 400 mm, auch angesichts der von den Naturschützern vorgegebenen Mindestabstände.
Und zweitens, wenn man an den roten Vogelfelsen auf der Hauptinsel Tölpel oder Lummen fotografieren will, finde ich das 200-600 schlicht zu schwer, um es lange und vor allem ruhig gegen den permanent drückenden eisigen Wind halten zu können. Aber auch hier braucht es eigentlich – nach meiner Erfahrung – nicht zwingend die 600 mm, um die Vögel groß genug draufzubekommen.
Nimm also, sofern Du hast, lieber noch kleinere Linsen mit.