Zitat:
Zitat von bjoern_krueger
Ok, was nervt mich am iPad? (könnte länger werden...)
|
Ich möchte nochmal für die folgenden Fragen das Macuser-Forum empfehlen, wo du für alle deine Aussagen kompetente Ansprechpartner finden kannst, auch zustimmende, das will ich ausdrücklich betonen. Aber ich nehme mir auch jetzt ein bisschen Zeit, dir auf deine Punkte zu antworten. Vielleicht ist auch etwas dabei, was du noch nicht kanntest.
Zitat:
Fensterverwaltung
Ich arbeite sehr viel mit 2 Apps gleichzeitig, und zwar mit Goodnotes und dann entweder einem Browser oder einer PDF im Acrobat-Reader.
Der Anwendungsfall ist, dass ich oft Texte lesen, und mir dazu handschriftliche Notizen machen muss.
Ok, man kann die beiden Fenster ja nebeneinander anordnen. Das geht auch.
Aber: ich möchte das gerne ÜBEREINANDER haben!
|
Ich kann dir nur sagen, dass ich Fenster nur dann per Splitscreen nebeneinander anordne, wenn ich Drag&Drop von einem zum anderen vornehme. Ansonsten gehe ich am unteren Bildschirm auf den weißen Strich, der extra dafür gedacht ist, und wische ihn nach recht oder links, und zwar von der einen zur anderen Fullscreen-Darstellung. Das geschieht absolut weich und verzögerungsfrei. Das Fenstergefummele mit den Fingern mache ich nicht und nutze auch nicht den Stage Manager, weil damit zuviel Bildschirmfläche verloren geht.
Ich möchte dich aber mal fragen, warum du überhaupt den Adobe Reader verwendest. Das iPad kann serienmäßig mit PDFs umgehen und der Mac ebenfalls (mit der App "Vorschau").
Zitat:
Dann die Anordnung von Fenstern frei auf dem Display. Geht auch nicht besonders gut. Man kann die Fenster weder frei positionieren noch frei skalieren. Es ist ein sehr grobes Raster, was die Sache total unflexibel macht.
|
Wie gesagt: es ist ein fingerbedienbares Tablet. Und Apple hat die iPads sehr konsequent auf die Fingerbedienung optimiert. Nicht so, wie es bei den flexiblen Surface-Tablets ist, wo die meisten User noch eine Maus daneben liegen haben, weil Windows ja eben nicht gut fingeroptimiert ist.
Zitat:
Mit dem Stage-Manager geht das alles etwas besser, aber wirklich frei bewegen oder skalieren kann man da gar nichts. Und es gibt immer Ränder drumherum, die nutzlos viel Platz verschwenden.
|
Ich habe dem Stage Manager eine Zeitlang eine Chance gegeben, ihn aber aus diesem Grunde ebenfalls abgeschaltet. Nein, am besten ist das iPad beim Hin- und Her-Wischen zwischen den Fullscreen-Darstellungen.
Zitat:
Was mich daran so aufregt: es geht besser! Mein 8 (!) Jahre altes Samsung Tablet S3 kann das alles ohne mit der Wimper zu zucken. Sogar mein Android Smartphone kann das.
|
Dann darfst du aber nicht unterschlagen, dass Android- wie auch Windows-Tablets sich beim Drehen der Ausrichtung erstmal 1-2 Schrecksekunden gönnen, bevor sie ruckelnd und nach einer kurzen Dunkelpause endlich den Bildschirm hinterher drehen.
Das geht beim iPad völlig verzögerungsfrei und weich animiert. Überhaupt ist das Wischen und Schieben (auch Drag&Drop) viel natürlicher und optimierter als bei einem Android-Tablet. Es hat wahrscheinlich mit einer unterschiedlichen Berechnung der Bildschirmanpassung (hoch, quer) zu tun.
Zitat:
Dateihandling
Wie oft habe ich es, dass ich eine Datei von irgendwo runterlade, die dann irgendwo gespeichert wird, ich sie aber nicht finden kann.
|
Im Download-Ordner bzw. dort, wo du sie hinspeicherst. Wo denn sonst? Ich speichere alle Downloads grundsätzlich in iCloud Drive auf dem Schreibtisch. Und da ich den Desktop meines Macs über die iCloud synchronisiere, finde ich die downgeloadete Datei anschließend auch auf dem Desktop meines Macs und auf dem iPhone/iPad in der Dateien.app im iCloud Drive Ordner.
Zitat:
Oder ich habe eine Word-Datei, die ich in ein PDF umwandle. In der Dateiliste sehe ich nicht welche Datei was ist, da die Endungen ausgeblendet sind. Vielleicht kann man das irgendwo einstellen, ich habs aber nicht gefunden
|
Du gehst in der Dateien.app in den Ordner, in der sich die Word-Datei befindet, tippst oben auf das zweite Symbol von rechts und dann auf "Datstellungsoptionen". Darin aktivierst du "alle Dateinamensuffixe einblenden". Und schon siehst du, um welche Datei es sich handelt.
Auch aus Word heraus geht das Speichern direkt als PDF, aber anderes. Aber danach hast du ja nicht gefragt. Mach das bloß nicht auf dem Umweg über den Adobe Reader!
Zitat:
Oberfläche iPad vs. MacBook
Auf dem iPad ist alles anders als auf dem MacBook. Sogar die Einstellungen sind komplett anders. Ein völlig unterschiedliches Bedienkonzept. Ich dachte immer, dass bei Apple alles so aufeinander abgestimmt ist, aber was Oberflächen betrifft, ist da nichts Einheitliches.
|
Nun, das iPad ist ein Tablet für die Fingerbedienung und ein Macbook ist ein Notebook mit Tastatur- und Touchpad-Bedienung. Es sind zwei völlig unterschiedliche Gerätetypen. Aber die Geräte sind schon sehr gut aufeinander abgestimmt, besser als es mit jedem andern System möglich ist. Du kannst z.B. ohne zusätzliche Installationen drahtlos das iPad als zweiten Bildschirm für dein Macbook Nutzen und dann auch mit dem Pencil in das Mac-Fenster hineinschreiben oder-malen.
Du kannst Objekte auf dem Mac kopieren und über die gemeinsame Zwischenablage auf dem iPad einfügen (auch umgekehrt). Und wenn du Apps sowohl auf dem Mac als auch auf dem iPad installiert hast, wird alles miteinander synchronisiert. Im Grunde so wie es bei OneDrive mit Office funktioniert, nur dass es dort ausschließlich mit Office geht und beim Mac und iPad (und iPhone) mit allen Programmen.
Ich könnte auch jetzt diesen Kommentar auf dem iPad beginnen zu schreiben, mittendrin aufhören, zum Mac oder zum iPhone wechseln und dort weiterschreiben, weil die Fenster und Tabs des Safari über alle Geräte hinweg synchronisiert werden.
Weiterhin gibt es das unkomplizierte AirDrop, was soviel ich weiß Samsung auch unter einem anderen Namen hat, was aber nicht mit Huawei oder Lenovo oder Xiaomi funktioniert und auch nicht mit Windows, sondern nur mit anderen Geräten von Samsung.
Das sind natürlich Dinge, wo man sagen könnte "joah, ganz nett, aber brauche ich nicht, das andere ist mir viel wichtiger. Aber das ist subjektiv. Ich kann nur sagen, dass ich die von mir beschriebenen Funktionen täglich brauche, und zwar zwischen Mac, iPad und iPhone. ich habe mich so sehr daran gewöhnt, dass ich auf keine dieser Funktionen mehr verzichten möchte.
Was ich dir auch noch ans Herz legen möchte ist die App "Kurzbefehle" (auf allen Apple-Geräten vorhanden), womit du ganze Ketten von Arbeitsabläufen auf eine Schaltfläche (oder einen Siri-Befehl) legen kannst.
Zitat:
Kopplung MacBook an iPad für Internetzugang
Da es fürs Macbook ja leider keine integrierte Lösung für mobile Daten gibt, muss ich mein MacBook wenn ich online gehen will immer erst ans iPad koppeln.
Nur leider kommt es sehr häufig vor, dass das iPad gar nicht in der Liste der verfügbaren Netze angezeigt wird. Eine Logik konnte ich noch dazu nicht finden. Mal ist es da, mal nicht.
Ich kann dann nicht mit dem MacBook online gehen, muss dann erst auf meinem Android Smartphone den Hotspot aktivieren.
|
Möchtest du wirklich in jedes Gerät eine SIM-Karte stecken? Bei mir ist das iPhone der Hotspot und wenn ich mit meinem iPad oder Macbook außerhalb eines WLAN eine Webseite aufrufe, aktiviert sich automatisch der Hotspot in meinem iPhone. Dort habe ich unbegrenztes Datenvolumen im Telekom-Netz.
Zitat:
Das sind alles so Dinge, die mir in der täglichen Arbeit auf den Wecker gehen. Sicher, auch bei Windows/Android gibt es bestimmt Fallstricke, über die kann ich mich dann ärgern, wenn es soweit ist.
Nun mag man sich fragen, warum ich mir überhaupt ein iPad gekauft habe. Nun, es wurde und wird ja immer als das non-plus-ultra angepriesen, da dachte ich, wird schon gut sein.
|
Was der eine anpreist, muss nicht automatisch auch für Jeden das Beste sein. Es macht zum Beispiel überhaupt keinen Sinn, irgendein Apple-Gerät zu kaufen, welches dann das einzige Apple-Gerät im Gerätepark ist. Die Stärken des Apple-Ökosystems erschließen sich erst, wenn man mehrere Apple-Geräte besitzt, weil diese eben untereinander ständig Daten austauschen, außer man schaltet den Austausch bewusst ab. Aber dann bleibt vom System Apple eigentlich auch nur das Einzelgerät übrig. Da ist es im Grunde egal, ob das ein Windows- oder Android-Gerät ist. Auch jemand, der die oben beschriebenen Funktionen, die Apple-exklusiv sind, gar nicht nutzen möchte, wird lediglich ein iPad sehen mit einem hervorragenden Display, aber das gibt es auch bei anderen Herstellern.
Zitat:
Und außerdem brauchte ich für die Ausbildung etwas, worauf ich gut handschriftlich arbeiten kann. Und da gibt es Goodnotes, was es mit allen Funktionen nur fürs iPad gibt. Als ich das iPad gekauft habe, gab es Goodnotes für Android überhaupt noch nicht.
|
Ja, Goodnotes ist sehr gut, aber die Notizen.app von Apple ist ebenfalls sehr gut (in mancher Beziehung besser, aber anders). Und mittlerweile hat Apple auch serienmäßig "Freeform" auf allen Geräten, welches bis auf eine etwas rudimentäre Dokumentenverwaltung auch sehr gute Dienste leistet, genau wie Pages, Numbers und Keynote.
Zitat:
Nach der Ausbildung brauche ich das allerdings nicht mehr, und dann kommt das iPad weg und ein Tab S9 Ultra zieht ein. Das passt dann auch gut zu meinem S24 Ultra.
(...)
Und im Großen und Ganzen klappt die Arbeit mit MacBook/iPad ja auch ziemlich gut. Es ist Meckern auf hohem Niveau. Und bestimmt weiß ich manches auch einfach nicht. Vielleicht gibt es Lösungen für manche der genannten Punkte. Aber dann sind sie gut versteckt.
|
Es gibt einige gute Spezialtutorials bei YouTube. Auch ich lerne immer wieder Neues dazu.
Aber letztlich ist das meiste wirklich nur Gewöhnungssache. Das, was man (noch) nicht kennt, vermisst man halt nicht. Das, was plötzlich anders funktioniert, erscheint einem unvorteilhaft, ab und zu stolpert man aber auch über eine Lösung, die sich unerwartet perfekt in den persönlichen Workflow integriert.