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Zitat von Porty
Hast du eine Ahnung, wie Elektrolysezellen aufgebaut sind?. Da braucht es auch etwas mehr als ein paar m² Eisenblech und ein paar Kupferdrähte. Die negativen Elektroden bestehen aus platinbeschichteten Titanelektroden. der an den Elektroden entstehende Sauerstoff zerfrisst die meisten anderen Materialien im Zeitraffer. Platin ist verdammt knapp und die gewinnbaren Vorräte reichen nur noch wenige Jahre. Titan ist zwar ein häufiges Metall, aber der Herstellungsprozess ist exterm aufwendig und energieintensiv. Dementsprechend teuer ist das Material. Die Hauptproduzenten China (natürlich), Japan und Russland. Deutschland hat keine eigenen Kapazitäten und kauft das Halbfertigprodukt Titanschwamm.
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Muss ich davon Ahnung haben? Aber danke für deine Problembeschreibung. Dass es da noch Entwicklungsbedarf und ggf. auch Lösungen zur Verwendung umweltfreundlicher Materialien gibt, hatte ich schon vermutet. Aber ich habe ja auch nicht behauptet, dass die Technologie schon ausentwickelt ist. Zudem sehe ich es als Rentner auch nicht als meine persönliche Aufgabe an, eine Fortentwicklung der Elektrolyse forcieren zu müssen. Da gibt es wohl klügere Köpfe als mich. Gleiches gilt natürlich auch für die Materialauswahl und die Beschaffung der Rohstoffe.
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Zitat von Porty
Zum Biogas zitiere ich mich mal selbst: ......
Die 10000 kwh/ ha sind aufs Jahr gerechnet (8750 Stunden) etwas mehr wie 1 kW. Daraus kann man etwa 400 W Strom machen. Macht für ein normales Kraftwerk mit 1 GW einen Flächenbedarf von 25 000 km² oder etwa 7% der Fläche Deutschlands. Ist also nicht wirklich ergiebig.
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Irgendwie beschleicht mich der Eindruck, dass du bevorzugt nach 1:1 Ersatzlösungen suchst und nicht akzeptieren kannst, dass man beim Umstieg auf klimafreundlichere Technologien auch auf ein ganzes Bündel weniger ausgereifter Technologien zurückgreifen muss und es die große Herausforderung unserer Zeit ist, diese Alternativen auch sukzessive weiter zu entwickeln. Die eine Lösung gibt es nicht, darum gilt für mich die Devise: das eine tun und das andere nicht lassen. Und viele kleine Lösungen summieren sich auch zu größeren.
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Zitat von Porty
Um den Strom für den oben angesprochen Verbrauch des Flughafens Frankfurt von 23 Großkraftwerken mit Windkraft zu erzeugen Benötigt man über den Daumen 10 000 WKA der 6 MW- Klasse (160 m Rotordurchmesser/ 150 m Nabenhöhe). Das ist ein Windpark von Flensburg bis Garmisch, 10 Reihen tief. Nur für Frankfurt. Da kommen dann noch 10 Reihen für München und Köln dazu sowie 5 Reihen für Hamburg, Düsseldorf, Stuttgart, Berlin und den restlichen Kleinkram. Dann hast du aber noch keinen Strom......
Da wird Deutschland irgendwann zu klein für.
Kleiner Spaß am Rande Der Flughafen Stutgart wird nach wie vor per Tank- LKW mit Kerosin versorgt. Das sind etwa 1000 t je Tag üder 50 LKW- Fuhren. Dort wird zwar heftig an der Bahninfrastruktur gebaut, ein Gleisanschluss für die Treibstoffanlieferung ist nicht vorgesehen.
Fast alle anderen großen Flughäfen hängen entweder an einer Pipeline oder werden per Bahn versorgt. Sogar der viel und zu Recht gescholtene Berliner Fllughafen hat ein eigenes Bahnterminal zur Treibstoffanlieferung. Sagt einiges über das Umweltverstädnis im Großraum Stuttgart.
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Ja, ohne deine Berechnungen kontrollieren zu wollen, du zeigst mir auf alle Fälle eindrucksvoll wie klimaschädlich Fliegen ist und dass es da dringenden Einsparungsbedarf bei vermeidbaren Flügen gibt! Schluss mit den Fehlanreizen durch Billigfliegerangebote, der Subvention von Kerosin usw.. Man muss im Leben nicht jede Möglichkeit ausreizen, manchmal ist das Einfache sogar das Schönere.
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Zitat von Porty
Aber dafür gibt es jetzt in Stuttgart flächendeckend Tempo 40 auf allen Hauptstraßen und rote Welle. Blöd nur das die meisten Autos bei 50- 60 ihr Verbrauchsminimum haben und darunter der Verbrauch wieder deutlich ansteigt. Je größer das Auto und je mehr PS umso schlimmer.
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Als Anwohner an einer stark frequentierten Einfallstraße könnte ich mir auch vorstellen, dass Tempo 40 auch andere Gründe als die Energieeinsparung zum Ziel hat. Zudem habe ich mich hier bereits mehrfach für Gewichtsreduktionen von Fahrzeugen ausgesprochen und habe selbst schon vor Jahren von meinem Scenic auf einen kleinen und gebrauchten Modus umgeswitcht.
ps.: Angeblich gibt es erste Regionen, wo man als SUV-Fahrer/Fahrerin bereits schon schief angeschaut wird. Schwere SUVs müssten uncool werden, über den Preis lässt sich das m.E. nicht steuern - ein geringes Leistungsgewicht müsste angesagter sein!
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Zitat von Porty
Was erwartest du von den Vorständen großer Unternehmen. Da zählt nur der nächste Quartalsbericht und vielleicht noch die nächste Bonuszahlung. Inzwischen werden sogar die A380 aus der Abstellung geholt und es ärgern sich all die Äirlines, die diese Flugzeuge schon verkauft oder gar verschrottet haben. Kommt aber auch total überraschend, dass die Leute wieder gierig auf Urlaub sind.
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Auch das habe ich bereits thematisiert und solange (insbesondere die deutschen) Hersteller mit großen schweren Fahrzeugen ihre Rendite machen, hilft wohl nur eine politische Steuerung zur fairen Entflechtung dieser Fehlentwicklung. Dies ist dificil, denn kleine Fahrzeuge werden zur Zeit nur von den weniger angesagten bzw. ausländischen Herstellern Skoda, Hundai, Renault, Fiat usw. gebaut. Das 3L Auto war halt ein Ladenhüter.
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Zitat von Porty
Übrigens ist der CO2- Print einer Fahrt von 2 Personen im SUV mit Dachbox von Norddeutschland zum Skiurlaub nicht besser wie der Flug auf die Kanaren oder Madeira. Flugzeuge sind mittlerweile sehr sparsam geworden.
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Aber wohl immer noch nicht so sparsam, dass es bereits einer Neubewertung der Klimaschädlichkeit vom Fliegen bedürfte? Oder?
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Zitat von Robert Auer
...... Aber ich kann darauf verweisen, dass
- selbst die Fluggesellschaften nicht damit gerechnet haben, dass die Fliegerei wieder so schnell an Fahrt gewinnen wird (Urlaub ist vielen Leuten offenbar wichtiger als Klimawandel).....
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Zitat von Porty
Was meist du jetzt damit?
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Die Fluggesellschaften selbst haben gar nicht damit gerechnet, dass es nach Corona und den immer sichtbarer werdenden Auswirkungen des Klimawandels mit der Fliegerei bald wieder und so unverändert weiter gehen könnte als bisher. Sie haben Flieger verkauft und Personal reduziert. Aber die Kunden: Alle jammern über Inflation und zu hohe Energiepreise und erwarten staatliche Alimentation, aber auf den Gedanken selbst die eigenen Einsparpotenziale zu heben oder auch nur mal im eigenen Lande, ja in der oft unbekannten eigenen Region, Urlaub zu machen, kommen nur wenige.
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Zitat von Porty
Wir haben hier ein Zementwerk um die Ecke, da laufen momentan umfangreiche Rekonstuktionsarbeiten. Die Ensparungen liegen dabei im niedrigen einstelligen Prozentbereich. Aber schon vorher lief das Werk fast ausschließlich auf Ersatzbrennstoff (Industriemüll)
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Es gibt zur Zeit eine Menge von TV-Sendungen, in denen Wissenschaftler, Hochschulen und Fachfirmen Lösungen zeigen, wie sich beim Bauen mit (oder ohne) Beton bis zu 90% des CO2-Ausstosses einsparen lassen. Ein Beispiel: Zement lässt sich mit anderen Stoffen vermengen, sodass nur viel geringere Brenntemperaturen notwendig sind. Ferner gibt es diverse Leichtbetonvarianten. Damit die Stabilität stimmt und Korrosion der Armierungen unterbleibt, lässt sich Beton z.B. durch Beimengungen und Kohlefasern leichter, dauerhafter und konstruktiv effizienter mischen. Vor diesem Hintergrund kann ich deine Aussagen auch nur schwer verstehen. Leider finde ich derzeit keinen Link auf die letzte m.E. durch die vielfältigen Praxisbeispiele besonders interessante Sendung dieser Tage:
https://programm.ard.de/TV/Programm/...81074000694765
Gleiches gilt übrigens für viele Energieeinsparungsmöglichkeiten in anderen Industriebereichen. Das und die voranschreitende Energiewende machen mir Hoffnung, auch wenn ich dafür als Träumer diskreditiert werde. Ja, auch ich weiß, dass manches mehr Zeit braucht, aber auch die längste Reise benötigt die ersten Schritte.