Zitat:
Zitat von Kurt Weinmeister
Man muss ja nicht bei H2 bleiben, sondern könnte daraus auch NH3 herstellen.
Das ergibt aber nur dann Sinn, wenn man es zu 100% aus nicht fossilen Energieträgern gewinnt. Das Haber-Bosch Verfahren ist relativ energieintensiv und wird heute noch zum größten Teil mit fossilen Brennstoffen betrieben.
Leider ist Ammoniak stark toxisch … aber als Energiespeicher nicht sooo schlecht.
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Was NH3 angeht, bin ich gespaltener Meinung. Zu einem lässt es sich wesentlich effektiver lagern und transportieren, und hat eine gute Energiedichte.
Andererseits ist es halt eine ziemlich unangenehme Chemikalie, in geringen Dosen von unangenehmen, penetranten Geruch und wenn es mehr wird, tödlich giftig.
In Erfurt ist 1985 ein Anhänger mit 5 t NH3 umgekippt:
https://www.youtube.com/watch?v=ZLfkEdDetFM
Ergebnis 3 Tote und auf Monate unbewohnbare Wohnungen.
Mit dem Sohn des getöteten Dr. Rambach war ich 1987 zusammen zur Reserve.......
Bei meinen Eltern in der Nähe war eine große Schweinezuchtanlage. Das sich aus der Schweinegülle entwickelde Ammoniak sorgte für massive Schäden in den umliegenden Wäldern.
Auch wenn es in kleinen Mengen ein wertvoller Stickstoffdünger ist, wenn es zu viel wird, haben auch Pflanzen damit ihre Probleme.
Also wenn verwendbar, dann nur in entsprechend sorgfältig abgedichteten und überwachten Großanlagen. Als Ersatz für den Gastank im Wohngebiet - Bitte nicht.
Der Einsatz von gasförmigen NH3 für Düngezwecke wurde nach diesen Unfall in der DDR aufgegeben und verboten.