Matthias, mit einem allgemeinen "Abtun" des Menschen als "armselig" stellt man meiner Meinung nach eine Einstellung zur Menschheit dar, die erstens sehr stark generalisiert, zweitens allgemein abwertet (auch die vielen Menschen, DIE sich einsetzen), drittens unbeweglicher macht (Frust, "es ändert sich ja doch nix...") und viertens die Chance des Menschen im Einzelnen, sich NICHT dieser Armseligkeit zu beugen, abtut.
Natürlich kann man die Entwicklung oder den Ist-Zustand im Auge haben und ihn als Motor für die eigene Entwicklung nutzen - aber einfach "es ist SO schlimm, der Mensch ist so armselig und die Welt so schlecht" zu sagen und kopfschüttelnd daneben zu sitzen (und damit meine ich jetzt nicht Wolfgang im Speziellen, es gibt genug Menschen, die das so tun, das kann bis in die Depression gehen), ist durchaus "gefährlich", denn auch hier stecken fehlende Reflektion und Gedankenlosigkeit drin.
Die Menschheit ist viel vielschichtiger, auch wenn natürlich im roten Faden gewisse Paralellen immer wieder auftauchen, die einem Bauchschmerzen bereiten, lohnt es sich einfach, den Mensch nicht generell als armselig abzuschreiben, sondern selbst immer wieder aufs Neue dafür zu kämpfen, dass irgendwann und immer wieder ein sterbendes Delphinbaby als solches erkannt wird...
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