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Zitat von Mario190
Nun möchten wir hiervon knapp 30kJ in zwei Minuten aufladen, damit komme ich auf etwas unter 250W die benötigt würden.
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Bei dieser Rechnung gehst Du anscheinend auch von der Nennspannung von 3,7 Volt aus, damit käme ich auch auf knapp 250W. Aber um zu laden - damit Strom in den Akku fließt - muss die von außen angelegte Spannung natürlich höher sein als die des Akkus selbst. Heutige LiIon (und ich glaube auch LiPo) Schnelladegeräte legen dazu eine Spannung an die etwas höher ist als die Ladeschlussspannung, die derzeit bei den gängigen Li-Akkutypen bei 4,2 Volt liegt. Also 4,5 Volt. Und dann habe ich einfach einen Wirkungsgrad des Ladereglers von knapp 90% angenommen, und dass er aus 5 Volt gespeist wird.
Ziemlich viele Annahmen, ich weiß... genau genommen wissen wir ja noch nicht mal ob der neue Akkutyp das gleiche Spannungsniveau hat wie bisherige LiIons. Das muss nicht so sein, es gibt auch letzt schon andere Technologien, auch wenn sie sich nicht auf breiter Basis durchgesetzt haben...
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Zitat von dude700
Außerdem dauert es von "Erfolgsmeldungen" aus der Wissenschaft bis zum fertigen, erschwinglichen Massen-Produkt doch seine Zeit, daher möchte ich - zwar ungern aber doch - die Vorfreude etwas dämpfen...
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Das weiß ich nur zu gut, ich verfolge derartige Entwicklungen schon seit den frühen 90ern und habe immer wieder von märchenhaften Entwicklungen und technologischen Durchbrüchen gelesen. Auf die Realisierung in käuflich erwerblichen Produkten der meisten warte ich heute noch ... allerdings kamen die meisten derartigen Meldungen aus USA oder Europa. Diese Meldung hier dagegen kommt aus Singapur ... mal sehen ob das einen Unterschied macht.
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Zitat von steve.hatton
Da sind die Ladeströme auch weniger ein Problem weil mit 380V/400V oder gleich mit Doppellader im Auto ( s.Tesla) mit 32A geladen werden kann, womit sogar "zuhause" in weniger als 2 Std eine Ladung für ca. 200km Wegstrecke erfolgen kann.
Rechnet man das auf die o.g. neuere Akkutechnoligie hoch wird`s mehr als hochinteressant.
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"hochinteressant" ist da ein sehr zweifelhafter Ausdruck. Wenn man heute mit 400V / 32A Drehstrom 2h braucht um einen E-Auto-Akku aufzuladen (ergibt rein rechnerisch, ohne Berücksichtigung irgendwelcher Verluste, 76 kWh - schon ein ziemlich fetter Akku) dann braucht man rein rechnerisch wieviel um einen Akku gleicher Kapazität in 2 min auf 60% zu laden? Schlappe 400V / 1152A. Oder man könnte auch 1000V Drehstrom nehmen, dann bräuchte man "nur" 460A. In Leistung ausgedrückt: 1,4 Megawatt!
Wirklich hochinteressant
Irgendwie klingt das doch ziemlich weit jenseits alles heute üblichem.