Die Brennweite bleibt gleich, aber Bildwinkel ändert sich. Mit einem 100mm Objektiv erhältst Du an einer APS-C Kamera den gleichen Bildausschnitt wie mit einem 150mm Objektiv an einer Vollformatkamera bei gleichem Betrachtungsabstand. Der scharfe Bereich des Bildes (in die Tiefe gesehen) dehnt sich bei APS-C aber weiter aus.
Kameras mit kleinen Sensoren, wie z.B. Deine Fuji, haben Brennweiten von wenigen mm. Der Crop-Faktor ist dort noch viel größer. Bei abnehmender Brennweite nimmt die Schärfentiefe zu. An der Fuji mit Minisensor (für eine Kamera der Klasse allerdings vergleichsweise groß) ist der scharf abgebildete Bereich also besonders groß (sehr viel größer als bei einer DSLR), während er bei einer Vollformatkamera bei gleichem Bildausschnitt besonders klein ist. Vollformat und APS-C liegen dabei wesentlich dichter zusammen als APS-C und Kompaktkamerasensor.
Damit weißt Du schon einen ersten wichtigen Unterschied, den es zu beachten gilt. Zweitens nehmen die Kompakt- und Bridgekameras eine viel aggressivere Bildbearbeitung vor. Es wird viel mehr geschärft, die Farben werden mehr gesättigt und der Kontrast wird weiter aufgedreht als bei einer DSLR in Standardeinstellung. Das sieht erstmal poppig aus, geht aber zu Lasten von Details und feinen Abstufungen sowie auch der Sauberkeit bei größerer Betrachtung. Stell´ mal die Schärfe bei der A350 auf +2, den Kontrast auf +1 und die Sättigung auf +1. Dann bist Du der FS100 schon etwas näher.
Das 18-70 ist mit der A350 auch schon sehr gefordert. Mit dem neuen Kit 18-55 oder dem Zeiss 16-80 hast Du schon bessere Karten. Wenn Du dann noch in RAW aufnimmst und die RAWs z.B. mit Adobe Camera RAW (enthalten in Photoshop Elements, Photoshop und Lightroom) entwickelst, wirst Du noch mehr Details bekommen.
Wer bei guten Licht (also Aufnahmebedingungen für ISO 100) auf die Schnelle knackige Aufnahmen bekommen möchte, ist in vilen Fällen mit einer Kompaktkamera oder Bridge besser bedient als mit einer DSLR. Bei der DSLR muss man genauer wissen, was man tut und wofür man welche Einstellungen nimmt. Da hilft vor allem Einlesen und Üben. Am Ende kann man dann aber vieles machen, was mit einer Bridge nicht so gut geht.
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