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Sony FE 70-200 mm F4 Macro G OSS II - Erfahrungen und Praxis
Grau ist alle Theorie. ;) Ich habe ein Sony FE 70-200 mm F4 Macro G OSS II hier und spiele mit ihm herum. ;)
Trotz des, für mich, unerwartet hohen Gewichts und der Größe bin ich, nach kurzer Enttäuschung nach der Vorstellung, doch sehr an dem Objektiv interessiert. Ein 2.8 ist mir einfach zu groß und auch zu schwer. Das ältere F4 hatte meine Frau mal einige Zeit, aber ich war damit nie zufrieden gewesen (an der A7RII), obwohl es damals allgemein sehr gelobt wurde. Meine Frau hat es dann bald gegen das 70-350mm G OSS getauscht. Erster Eindruck: - Ja, es ist größer und schwerer als ich mir erhofft hatte, aber es ist gerade eben noch so im Rahmen dessen, dass man es 2 Stunden an der Kamera am Handgelenk baumeln lassen kann (ohne Stativschelle). Aber mehr geht, zumindest bei mir, dann nicht mehr, ohne dass sich die Schulter dann bemerkbar macht. - Im Vergleich zu meinem 135mm Batis kann es bei Bl. 4 gerade so mithalten und bei Bl. 5.6 kann es gut mit halten (an der A7RV). Das Batis ist aber ein echtes Apo, das merkt man auch. - Im Vergleich zu meinem 85mm Loxia kann es bei Bl. 4 nicht ganz mithalten, aber bei Bl. 5.6 kommt es dem Loxia schon sehr nahe (an der A7RV). - An der A7IV (33MP) kann man es für Landschaft problemlos offen nutzen bis auf die 200mm. Da sollte man auf 5.6 abblenden für die Ränder. - An der A7RV (61MP) sollte man es für Landschaft auf 5.6 abblenden. Bei 200mm sollte man sich den Kompromiss suchen. Bl. 8 bringt die besseren Ränder, aber man merkt schon in der Mitte den Rückgang der Leistung durch die Beugung, wenn man etwas stärker hinein croppt oder pixelpeept. - Der AF ist über jeden Zweifel erhaben und ich bin überzeugt, dass nicht das Objektiv irgendwo der limitierende Faktor sein wird. Entweder die Kamera oder der dahinter. ;) - Vom Bokeh bin ich angenehm überrascht. Von Zooms bin ich schlechteres gewohnt. - Der Arbeitsabstand bei 200mm und 1:2 Makro ist tatsächlich nicht wirklich der Rede wert. Wer ein längeres Makro sucht als die üblichen 90mm oder 105mm kann es vergessen und sollte sich anderweitig umschauen. Für Fluchtdistanz bringen die 200mm überhaupt nichts. |
Ein paar Bildbeispiele:
→ Bild in der Galerie → Bild in der Galerie leicht gecroppt: → Bild in der Galerie → Bild in der Galerie → Bild in der Galerie stark gecroppt: → Bild in der Galerie → Bild in der Galerie |
Alle mäßig stark gecroppt:
→ Bild in der Galerie → Bild in der Galerie → Bild in der Galerie → Bild in der Galerie → Bild in der Galerie → Bild in der Galerie → Bild in der Galerie → Bild in der Galerie |
Die Bilder sind wirklick OK!
Macht es Dir etwas aus in den nächsten Tagen ein paar Bilder "Pseudo Makro"(Quasi Makro) zu machen und hier zeigen? |
Mir erscheinen die Reiherbilder etwas "überschärft" oder brauch ich jetzt doch eine neue Brille ?
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Auf meinen Monitor zu Hause sehen sie ok aus. Wenn ich sie aus dem Forum heraus aufrufe, empfinde ich sie tatsächlich leicht unscharf. :zuck:
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Zitat:
Arbeitsabstand bei 1:2 im direkten Vergleich zu einem älteren Sigma 105mm Macro: Ich muss bei den 200mm tatsächlich näher heran ans Motiv als es bei dem 105mm Macro der Fall ist. Damit habe ich nicht nur keinen Gewinn für Fluchtdistanzen durch die 200mm sondern tatsächlich sogar noch einen Verlust. Und das alte Sigma ist nicht mal auszugsfokussiert. → Bild in der Galerie |
Danke, die Abbildungen sind eindeutig. Da ist der Vorteil von 200mm pulverisiert!
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Ich lese/höre an vielen Stellen, das Objektiv sei parfokal. Meines kann ich nicht als parfokal bezeichnen.
Wenn ich auf 70mm fokussiere und dann auf 200mm zoome, ist das Bild völlig unscharf und ich muss deutlich nachfokussieren. Fokussiere ist auf 200mm und zoome zurück auf 70mm ist das Bild nur leicht unscharf. In diese Richtung könnte man es, mit 1,5 zugedrückten Augen, evtl. als parfokal bezeichnen. |
Gelöscht
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Zitat:
Bitte diesen thread einigermaßen übersichtlich belassen und nicht genauso mit Themenfremden posts abfüllen wie den anderen. Danke |
Ist OK, habs gelöscht! Danke für Dein Engagement ,welches wichtig ist und sehr förderlich! Zeigt sehr gut die Realität auf:top:.Danke
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Man kann schon sehr nah ran mit diesem Objektiv. Nur lese/höre ich doch öfter, es würde neue Bereiche erschliessen, indem man bei 200mm bis 1:2 kommt und damit die Fluchtdistanz erweitert. Und das ist eben ein Trugschluss. Ich habe auch deutlich geschrieben:
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Brennweiten Breathing
Mich würde interessieren, ab welcher Entfernung (Nähe) das Brennweiten Breathing stark wird
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Das ist nicht so einfach zu beantworten: Wenn man von einem normalen Abstand kommt (näher als unendlich oder fast unendlich) und dann auf die Nähe fokussiert, wird das Motiv so schnell so unscharf, dass man es nur noch schwer beobachten/beurteilen kann.
Im 'normalen' Betrieb, ausserhalb von 'Macro', ist das Fokus-breathing sehr gering. In der Praxis beim Filmen würde ich es als vernachlässigbar ansehen. Ich habe das eben mal getestet. Von ca. 4m bis unendlich und zurück kann ich kaum ein breathing erkennen. Ich kann auch keinen Unterschied erkennen, ob ich die breathing Korrektur eingeschaltet habe oder nicht. Aber alles unter dem Vorbehalt, dass das Motiv an der Weit-Einstellung und an der Nah-Einstellung dann wirklich jeweils schon sehr unscharf wird und sich das daher nicht ganz einfach beurteilen lässt. |
Zitat:
Aus meiner (bescheidenen) Erfahrung muss man für einen Abbildungsmassstab von 1:2 oder 1:1 nah ran, daran führt kein Weg vorbei. Für Tiere, die eine ungünstige Fluchtdistanz haben, muss man mit einem Zoom- oder Tele-Objektiv mit einer kleinen Naheinstellgrenze arbeiten. Hier wird ja z.B. das SEL100400GM öfters gelobt und von einigen auch für Nahaufnahmen verwendet. ... Aber nicht alle Nahaufnahmen sind auch Makroaufnahmen :D |
Danke Oli :top:
Auf meiner Liste steht es wenn überbaupt erstmal weit unten. Aber man überlegt ja permanent neu. Hier jetzt im Urlaub in den Alpen ist das 16-35/4 G tatsächlich mein meistgenutztes Objektiv, und das 65/2 DG DN ergänzt das sehr gut. Für telelastige Landschaftsaufnahmen ist es meist zu diesig, ich habe mehr an Brennweite noch nicht vermisst. Ein interessanter Kompromiss ist es dennoch auf jeden Fall. |
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Ich habe irgendwo gehört / gelesen, dass bei Verwendung eines TK der Mindestabstand gleich bleibt. Der aufzunehmende Ausschnitt sich jedoch verringert, sodaß es einem echten Makro gleich kommt.
Kannst Du das bestätigen? (Soweit Du natürlich einen 1.4 bzw 2.0 TK besitzt ;)) (Bei dem 2.0 TK wird dann aus der Anfangsblende f4 eine f8) |
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Danke. Gleicht der AF-C die Unschärfe nicht schnell aus? Macro wäre mir nicht so wichtig, aber die gleiche Anzahl AF Motoren, wie beim GM lassen mich auf Speed hoffen ... |
Das hatte ich so nicht gemeint. Natürlich passt sich der AF sofort an (so dass auch die nicht wirkliche Parfokalität nahtlos ausgeglichen wird).
Aber wenn du von nah nach fern gehst, um das breathing zu beobachten, wird der Nahbereich sehr schnell so unscharf, dass man das breathing nur schwer bewerten kann. Umgekehrt genauso: Du gehst von fern zu nah, dann wird der Fernbereich auch sehr schnell sehr unscharf, so dass man die Details nicht mehr erkennen kann und damit auch Probleme hat, das breathing zu bewerten. Bei einem WW-Objektiv ist das viel einfacher zu erkennen. ;) |
Ich habe einen 1.4 Telekonverter und ihn mal an das neue Objektiv montiert. Entfernung ca. 30m - 280mm (mit Telekonverter) vs. 200mm (ohne Telekonverter, dafür hochskaliert mit PS, ohne irgendwelche speziellen KI Programme).
Hier die Übersicht mit den jeweiligen Ausschnitten - mit Konverter: → Bild in der Galerie die 100% crops: Etwas ausserhalb der Bildmitte: → Bild in der Galerie Bildrand, von dem Telekonverterbild - von der normalen Aufnahme ist das dann natürlich das Halbfeld → Bild in der Galerie Welche Seite ist mit Telekonverter gemacht und welche ist hochskaliert? ;) Es ist jeweils das Ergebnis mit der besten Blende bei dem Vergleich genommen. |
Rechtes Bild ist hochskaliert!
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Links mit TC :D
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Beim Hochskalieren wird ja nachgeschärft.
Da stellt sich die Frage ob das mit TK auch nachgeschärft worden ist, damit man es 'auf Augenhöhe' vergleichen kann. Ich würde sagen, das linke ist nicht nachgeschärft. |
so oder so, das Objektiv performt mit und ohne TC :top:
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Ja, jeweils links ist die Version mit TC und rechts ist die hochskalierte Version.
Beide Seiten sind mit Bl. 5.6 gemacht. Ohne TC ist bei 200mm die Bl. 4 weicher, besonders am Rand. Und mit TC ist die Blende 8 auch auch schon wieder etwas weicher als 5.6 (am 61MP Sensor). Ich war erstaunt, wie wenig Vorsprung der TC tatsächlich nur bietet. |
Zitat:
Zu Zeiten der Dynax 7D mit 6 Megapixeln und AA-Filter hat praktisch jedes Objektiv noch von einem TK profitiert. Bei 60 Megapixeln ohne Tiefpass ist das schon schwieriger. |
Zitat:
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Wo du grad nichts besseres zu tun hast, vergleiche das doch mal mit der A7IV ;)
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Done ;)
Der Vorsprung für den Telekonverter ist in der 100% Ansicht erkennbar, aber nicht wirklich groß. In einer 4K Ansicht kann ich gar keinen Unterschied mehr erkennen. Wenn ich entscheiden würde, dazu kaufen oder nicht? Ich würde den TC weg lassen. |
Danke :top:
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Vielen Dank, aidualk, für Deine wie immer akribischen und präzisen Tests! :top: Ich finde sie viel aussagekräftiger als diese ganzen YouTube-Influencer-Videos usw. In Sachen Auflösung ist das Objektiv demnach für ein Zoom wirklich sehr gut.
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Zitat:
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Vielen Dank
Zitat:
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nicht dass du den Verkauf des Batis eines Tages bereust ;)
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Wen es interessiert hier in Link zu einem Test des Objektivs mit Testdaten Download
https://www.connect-living.de/testbe...v-3205538.html |
Zitat:
Auch hatte ich an der A7RV Probleme mit dem Stabi, bzw. der Zusammenarbeit der beiden Stabis. Ich empfand hier Unsicherheiten, wie ich es an anderen Kameras so nicht kenne. Das war hier im Forum auch schon mal Thema. Beides ist mit dem neuen Zoom nun deutlich anders - von daher ... ;) |
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