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Leica Digital-Modul-R
Sicherlich ist allen Leica-Freunden unter Euch bekannt, dass Leica an einem digitalen Rückteil zur R8 und R9 arbeitet. Damit wäre es die erste Kleinbildkamera für Film UND Digital. Diese Rückteile (Film <--> digital) kann jeder User selber austauschen.
Den Chip baut Eastman Kodak in Rochester, USA, die Software und Verpackung die dänische Firma Imacon, der Spezialist für digitale Rückteile von Mittelformatkameras. Der FF-CCD-Chip wird aus 6.8 µm Pixeln bestehen und eine Auflösung 3976x2584 haben. Das ergibt rund 10 Megpixel und eine Dateigröße von rund 30 MB pro Bild. Bei einem 300 dpi-Druck gibt das eine Bildgröße von 18x30 cm. Erst Exemplare sollen im Spätherbst 2004 fertig sein, Verkaufsstart voraussichtlich nicht vor Weihnachten 2004. Der Verkaufspreis soll sich auf rund € 4500.- belaufen. Wer sich für die Entwicklung interessiert, kann diese Newsletter kostenlos abonnieren unter http://www.leica-camera.com/produkte...ter/index.php3 Heute erhielten die Abonnenten der Newsletter erste detaillierte Informationen über den Entwicklungsstand. |
Hey Winsoft,
~10 Megapixel = ~30 MB? Besitzt jedes Pixel alle drei Grundfarben oder wird jedes Pixel in 24bit Farbtiefe gespeichert? Dat Ei |
Hallo Dat Ei,
ich habe nur aus den Newslettern zitiert. Mehr weiß ich nicht. |
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Steht in den News auch drin, wie der Chip saubergehalten wird. Denn ein Staukorn wird zum Felsbrocken. Andys |
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Das Gesamtgewicht entspricht der R8/R9 mit angesetztem Motor-Drive. Verlängerungsfaktor: 1.37, ISO 100-800, SD-Speicherkarten, RAW-TIFF-JPEG, FireWire, Lithium-Ionen-Akku. Säubern kann der User selber. Dazu wird der Chip kratzfest gemacht. |
Zitat:
Andys |
Ohne daß ich mich mit Leica auskenne:
Ich frage mich, auf welche Benutzergruppe ein solches Produkt ausgerichtet ist. Lohnt sich ein solches Produkt sich nur für die, die bereits eine umfangreiche Sammlung von Leica-Objektiven besitzen und diese weiterbenutzen möchten? Für mich ergibt sich einfach folgende Rechnung: Für EUR 4500,- bekomme ich eine 10D mit einer soliden Grundausrüstung von guten Objektiven (mindestens etwa das 4/70-200, 1.8/50, 4/17-40). Ich habe dann zwar nur 6 mp, aber dies sollte für die meisten Anwendungen ausreichen. Bei anderen Herstellern kann man vermutlich durchaus ähnliche Rechnungen aufstellen. Meinung? |
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Also ich habe meine Bedenken . Die R8 und 9 waren ja schon keine Renner mehr. Und das ganze ohne Autofocus. Für Leic a ist das die letzte Chance. Wenn das flopt, haben wir eine Edeldeutsche Firma weniger. Andys |
Zitat:
Das dürfte die 24bit-TIFF-roh-Größe sein, die wird oft als Bildgröße angegeben: 8 bit Farbtiefe = 1 Byte; 1 Byte x 3 Farben x 10 MP = 30 MB. (jaja, ich weiß, der 1024-Faktor, ist nur Pi_x_Daumen) Das Raw-Format dürfte dann höchstens 14 MB groß sein (wenn sie nicht den gleichen Fehler wie Minolta machen, und 12bit in 2 Byte abspeichern). Wenn sie es richtig machen, dann komprimieren sie auch das Raw-Format à la Canon, so daß man vielleicht bei gut 8 MB landet. Zitat:
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Gruß Dennis. |
Irgendwelche Spekulationen zum Leica Digital Modul R, ob Spezifikationen, Preis oder Anwenderkreis sind absolut verfrüht. Schließlich entwickelt im Moment nur Kodak den Chip. Imacon muss ja noch warten bis der Chip fertig und lieferbar ist. Leica ist dann der letzte Abnehmer (und Auftraggeber) in der Kette.
Ich persönlich wünschte sehr, dass der letzte namhafte deutsche Kamera-Hersteller (Leitz seit 1849!) damit überleben kann. Die Leute in Solms haben es ja in den vergangenen Jahren schon schwer genug gehabt, erst die Ausgliederung aus Ernst Leitz, Wetzlar, dann verschiedene Übernahmen (Wild Heerbrugg, Deutsche Bank, etc.). Man muss kein Patriot sein, um innerdeutsche Arbeitsplätze und deutsche Steuerzahler gesichert zu wünschen. Was andys wohl mit "Leicakunden waren bisher gutbetuchte ältere Herren. Die sterben nun mal aus." sagen will? Denkt andys so über Leica-Liebhaber? Na, ja, dann hoffe ich trotzdem noch auf ein paar weitere Lebensjahre... Zum Autofokus: Leica hat vor einiger Zeit öffentlich klar und deutlich gesagt, dass es für eine tiefgreifende Systemumstellung auf Autofokus nicht die Entwicklungskapazitäten hat. Das würde ja eine grundlegende Änderung in der Kamera und Neukonstrktionen der gesamten Objektivpalette bedeuten. Das ist nicht drin! Mir jedenfalls hat ein Autofokus in Jahrzehnten Leica-R-Fotografie nie gefehlt. Und den professionellen Leica-Fotografen auch nicht. |
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Ich kann mir das nicht vorstellen, dass 30 jährige mit einer digitalen Leica durch die Gegend rennen, dazu ist ihnen dieses Status symbol einfach viel zu schwer. Schon das Gehäuse ist ja für sehr Viele eine Last. Andys |
@ andis
Ich glaub Winsoft meint ne richtige Leica, nicht eine die man ausm Türkeiurlaub mit Mammi und Pappi mitbringt. Mach doch einfach mal aus Deiner Leica das Bleigewicht (sind so ca. 400 Gramm) raus, und Du wirst sehn sooooo schwer sind se gar nicht. SCNR Gruß oder so |
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Leica/Minolta.... Da fällt mir noch was dazu ein. In den 70er Jahren hatte Minolta und Leica gemeinsam den Titan-Metalllamellen-Schlitzverschluß entwickelt, als andere noch mit einem Tuchverschluß arbeiteten.
Dieser Schlitzverschluß wurde damals in der Leica R3 verwendet und bei Minolta in der XE-1 verbaut. Diese beiden Kameras ähnelten sich doch sehr. Die XE-1 habe ich Heute immer noch. Vielleicht kann sich Winsoft noch daran erinnern. Ich glaube das war so um 1975 herum. |
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Andys |
Hallo hami,
ja, die R3 hatte ich damals auch. So viel ich noch weiß, bezog Leica den Rohling von Minolta. Weitere Podukte der damaligen Kooperation waren u.a. die Objektive 16er Fisheye, 24er, Zoom 80-200 und der Winkelsucher. Auch ein 8/500er Spiegelobjektiv von Minolta war kurzzeitig im Leica-Programm. Ansonsten gibt und gab es auch Kooperationen mit anderen Herstellern. So stammte das frühere Super-Elmar-R 3.5/15 von Zeiss, das Super-Angulon-R 4/21, und das aktuelle Shift-Objektiv PC-Super-Angulon-R 2.8/28 stammt von Schneider-Kreuznach. |
Es gab auch mal ein Sigma Zoom als Vario- Elmar. Die Optische Qualität des (ich glaube) 35-70 war unbestritten Spitze, doch die Fassung war so mickrig wie man sich es nur vorstellen konnte. Deswegen hat Leitz auch "nur" die Linsensätze angekauft und die Fassung in Leica Qualität selbst hergestellt. Mit dem Effekt, das das Leica- Sigma ziemlich genau das 10 fache des Sigma- Sigma gekostet hat. ;)
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Gruß Dennis. |
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Andys |
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Gruß Dennis. |
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Andys |
Leica-Kameras sind bei Weitem nicht nur Kameras für ältere Hobby-Fotografen-Herren ........
Im professionellen Bereich spielt die Marke Leica zwar nur eine kleine Rolle, aber immerhin eine größere, als z.B. Minolta oder Pentax (bei KB). In meinen jetzt gut 13 Jahren Bildagentur-Geschäft, habe ich mehrere Berufsfotografen mit Leica-Ausrüstung kennengelernt, die darauf geschworen haben und mehr oder weniger verächtlich auf die Canon- und Nikon-Fotografen herabblickten (ist sicher etwas überspitzt formuliert), bzw. nicht mit Canon oder Nikon getauscht hätten. Einer z.B. ist ein Fotograf, der auf Tieraufnahmen in der hohen Arktis spezialisiert ist (Eisbären, Eisfüchse, etc.) und der auch schon spektakuläre Aufnahmen z.B. bei National Geographic und für große Werbecampagnien hatte. Der schwört zum einen auf die überlegene Abbildungsleistung der Leitz-Objektive und auch auf die Robustheit seiner Kameragehäuse bei den extremen klimat. Bedingungen. Er sagte auch, er hätte schon verschiedene Nikon- und Canon-Objektive (speziell bei langen Brennweiten) ausprobiert, aber nie die ganz gleichwertige Qualität der Leica-Objektive gefunden. Er hatte immer spezielle Metallkoffer dabei mit Ausrüstung/Objektiven, etc. für mehrere 100.000 DM ............ :roll: Er hatte z.B. auch eine spezielle Profi-Vereinbarung mit Leica, die ihm garantierte, dass er an jedem halbwegs erreichbaren Ort der Erde (jedenfalls auch in der tiefsten Arktis) Ersatzkameras oder -objektive innerhalb von 24 Stunden bekommen konnte. Einen anderen Fotografen habe ich kennengelernt, der nur mit Leica-M-Kameras gearbeitet hat, weil er möglichst leise und unauffällig arbeiten wollte und Wert auf höchste Abbildungsqualität gelegt hat (wobei solche eher geringe Qualitätsunterschiede nur für bestimmte Verwendungen eine Roles spielen und in vielen Fällen für die meisten Leute nicht immer zu sehen sind). Dass also nur ältere, wohlhabende Herren solche Kameras verwenden und kaufen, ist m. E. daher nicht so ganz richtig .......... Und für den einen oder anderen Profi, der Leica verwendet, spielen die 4 - 5000,- Euro für das Digitalrückteil keine sooo große Rolle (speziell in Relation zur sonstigen Leica-Ausrüstung), wenn er damit vielleicht den einen oder anderen Auftrag ergattern kann, bei dem digitale Daten verlangt werden (was immer mehr vorkommt, auch wenn es nicht immer so ganz sinnvoll ist). |
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Andys |
Leica war noch nie eine Kameramarke, die die Jugend angesprochen hat. Sie hat schon immer auf eine Klientel gesetzt, die ihren Anspruch an Qualität über den Preis setzt, und für die Perfektion ihrer selbst Willen ein Kaufargument ist. Daß das meist ältere Herren sind, liegt halt nun mal daran, daß sich junge Mädels nicht sonderlich für Kameras interessieren. Aber genauso wenig, wie die jungen Mädels aussterben, sterben die älteren Herren aus. Ob jetzt die Anzahl der gut betuchten Herren wächst oder schrumpft, unterliegt einem ewig währenden Wandel, denke ich. Dazu mein Stichwort Erbengeneration. Schau Dir mal den Werdegang der Armbanduhren in den letzten 40 Jahren an. Besonders bei qualitätsbewussten jungen Menschen sind mechanische Uhren ohne Schnickschnack sehr gefragt, bis man allerdings einen 5-stelligen Eurobetrag investieren kann, reift man meistens zum älteren Herren. Außerdem reagiert Leica sehr wohl auf die Zeichen der Zeit, und verkauft unter ihrem Label aufgepäppelte Massenkameras.
Außerdem: Totgesagte leben länger. |
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Andys |
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Natürlich trifft dies nur auf private Kunden zu. |
@andys
Natürlich, das ist klar. Aber Leica schafft sich damit Einnahmequellen, um weiterhin hochpreisige und wenig liquide Kameras bauen zu können. Meine Einschätzung. @ horst 1. was tut Dein Einwand zur Sache? 2. bin ich ich so sachlich, wie man es bei Vorurteilen oder Allgemeinplätzen nur sein kann. Laß mal Deine Voreingenommenheit stecken. Der Beitrag von holgi zeigt, daß man es auch richtig verstehen kann. Gerne höre ich auch Deine sachliche Meinung hierzu. Gruß Dennis. |
Hallo
Jetzt aber mal eine andere Frage zum Digital-Modul. Ich nehme an, dass kann nach belieben gewechselt werden. Also zwischen analog und digital. Hier steht ja, dass der Chip hinter einem Glas ist, und er darum praktisch gereinigt werden kann. Wie sieht es aber mit dem Analogen-Back aus? Nach möglichkeit wäre es gut, wenn der Film beim wechseln nicht zu stark belichtet wird 8) Wie ist das denn gelöst? Ist das Rückteil so gross das die halbe Kamera gewechselt wird? |
Ich denke mal, das es sich nicht wie bei MF um ein Wechselmagazin handelt. Also kann man das nur wechseln, wenn kein Film eingelegt ist. So wie eine Datenrückwand muß man sich das vorstellen. Das die R8 Wechselmagazine hat, hab ich noch nie gehört.
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Wechselmagazine wären aber praktisch!
So können parallel auch mehrere analoge Filme geführt werden. Solche mit verschieden Empfindlichkeiten oder Dia-Filme. Unpraktisch ist es, wenn das digitale Back nur angebracht werden kann, wenn kein Film eingelegt ist. |
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Andys |
andys, Du irrst gewaltig. Es gab nach meinem Wissen nur eine KB-SLR (Rolleiflex SL2000) mit Wechselmagazinen.
Wenn Du meinst, daß KB bald ohnehin überflüssig ist, brauchst Du Dir keine Gedanken über ein Digitalrückteil für eine A-SLR zu machen (es sein denn, Du hast noch reichlich Leica R-Objektive oder die Kombination, die Leica da anbieten wird, hat eine wirklich überragende Qualität). Grüße, Jan |
Natürlich ist es kein Wechselmagazin für die Leica, sondern wie eine auswechselbare Rückwand mit dem integrierten Chip.
Auswechselbare Rückwände an sich für professionellere Kameras sind ja keine neue Erfindung, die gab es ja schon lange. Dass nichts mehr für Film spricht ....?? Das ist schon ein ziemlicher Irrtum! Wenn ich von einem sehr guten Dia mit sehr gutem Scanner eine Bilddatei von 15 bis 18 Megapixel bekommen kann, dann kommt da derzeit noch keine KB-DSLR ganz mit ....... Und es wird auch noch einige Zeit dauern (sicher länger als ein Jahr), bis alle Kunden, die Bilder einsetzen/kaufen, auf den rein digitalen Workflow umgestiegen sind und damit auch richtig umgehen können. |
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Jan schreibt: Wenn Du meinst, daß KB bald ohnehin überflüssig ist, brauchst Du Dir keine Gedanken über ein Digitalrückteil für eine A-SLR zu machen (es sein denn, Du hast noch reichlich Leica R-Objektive oder die Kombination, die Leica da anbieten wird, hat eine wirklich überragende Qualität). Ich mache mir darüber auch keine Gedanken, schon alleine weil ich eine M Leica habe. Ich habe kein Intersse an Spiegelreflex. . Ob die Leica in Kombination mit dem Rückteil diese Leistung wirklich ausspielen kann, möchte ich bezweifeln. Sie wird besser sein als die Japaner, aber nicht überragend. Denken wir alleine an das Rauschen bei 10 Mill. Andys |
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Und eine gute Digitalkamera bringt allemal, das was ein Diafilm bringt. Das was schon bei der Canon D60 ermittelt worden. Sie war die erste Kamera, bei der man gesagt hat, sie sind gleichwertig. Es gab Motive, die mit dem Film und andere die digital besser waren. Andys nachtrag: Da ich gerade das PS Tool bei DForum suchen wollte _ ich habe keinen Reiter Software gefunden - bin ich zufällig auf - Kamera - D60 - Negativ gestoßen. Da wird die D60 mit dem Negativ verglichen. Die Bilder erscheinen nicht, bestätigt wird mein Thema. Sogar das Verhältnis zum Negativ ist besser. Das Thema im Fachbereich ist durch. Andys |
Das Rauschen bei KB(ähnlichen)- Sensoren ist eigentlich nicht das Thema. Zumindest nicht bei CCD, so wie ihn Kodak für das Digi- Rückteil entwickelt. Die 14 MP der Kodak 14n und die 11 MP der EOS 1DS rauschen auch nicht mehr als die "normalen" 6MP Kameras. Da kann man sicher 30 MP oder höher erreichen, ohne in Rauschprobleme zu kommen.
Nur, ob man wirklich 30 MP braucht? So um die 10 MP wie das Leica- Rückteil haben soll, ist schon ein sehr guter Kompromiss zwischen Dateigröße, Objektiv- Leistungsfähigkeit und Bildqualität. Ich denke, ungefähr in diesem Bereich wird sich die (KB) Auflösung einpendeln. Damit kann man alle typischen (analogen) KB Arbeitsbereiche digital abdecken. Deutlich höhere Auflösungen erreichen dann eher Mittelformat Niveau (und Kosten). |
Zitat:
Andys |
@andys:
Wenn Du meinst, dass eine 6 MP DSLR gleichwertige Ergebnisse liefern könnte, wie ein hochwertiger Trommelscan eines erstklassigen KB-Dias, dann möchte ich Dich gerne in Deinem Irrglauben lassen ......... ;) Da ich beruflich mit diesen Dingen zu tun habe, weiß ich, was unsere Prepress-Fachleute dazu sagen und weiß es daher ganz anders ....... Aber wie gesagt, ich will Dich gerne in Deinem Glauben belassen, auch wenn ich das doch für etwas naiv halte ...... |
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