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Welches Objektiv ist gut für Innenräume von Kirchen mit wenig Licht zu fotografieren?
Guten Tag miteinander
Ich besitze die A99 und habe bis jetzt das Monolta AF Lens 20mm 2.8 (22) Objektiv für solche Objekte benutzt. Für grosse Objekte, bei welchen ich eine grössere Detailauflösung möchte, habe ich mir überlegt, ein weiteres Festbrennweite Objektiv zuzulegen. Auch weiss ich nicht, ob dieses 20-iger noch zeitkonform ist für die Digitalphotografie. (Lichteinstrahlung auf den Sensor senkrecht?) Folgende Objektive habe ich in der Engeren Wahl Sony SAL50F18 SonySAL35F18 Sony SAL30M28 Mir ist bewusst, dass diese Linsen alle nicht sehr teuer sind. Dh. wenn ich bei Offenblende etwas Unschärfe habe, kann ich damit leben. Denn meistens Photografiere ich vom Stativ aus mit einer Blende um 11 herum, damit ich genug Schärfentiefe habe. Die längste Belichtungszeit beim Bracketing variert dann bis zu 25-30sec mit meinem 20-iger. Da ab 1,7m alles scharf sein sollte, ergäbe sich dann bei den neuen Objektiven zwangsläufig eine noch höhere Blendenzahl, etwa 13 oder 16. Da käme mir natürlich auch wieder die Lichtstärke zu Gunsten gegenüber meinem vorhandenen AF28-70 2.8 (33) Zoom, welches ich noch nicht dazu verwendet habe, da sich der Zoom nach unten geneigt oft von alleine verstellt. (Könnte ihn natürlich auch mit einem Klebeband fixieren) Frage 1: Sind diese drei Objektive überhaupt alle für Vollformat geeignet? Frage 2: Welches Objektiv würdet Ihr mir empfehlen um eine optimale Bildqualität zu erreichen bei diesen Lichtverhältnissen. Es sollte natürlich auch besser als mein 28-70-er sein. (Es könnte auch Tamron oder Sigma sein) Für Eure Antworten Danke ich zum Voraus! LG, zahu |
Hallo zahu, willkommen im Forum :-)
Wenn ich das nun richtig interpretiert habe willst du quasi eine höhere Brennweite um mehr Details zu bekommen. ad 1) die ersten beiden Objektive sind nur Crop gerechnet, die würde ich gleich mal von der Liste entfernen. Zum dritten kann ich leider nichts sagen, kenne ich nicht. ad 2) Naja, wenn du bei Blende 11-16 Arbeiten willst ist's ja relativ egal, welches Objektiv du verwendest. Schau dir mal das SAL50F14 (~300€) oder das SAL85F28 (~200€) an. Probieren geht über studieren. Ersteres habe ich selbst auch an der A99, damit funktioniert DMF und AF-D einwandfrei. Bajonett ist aus Metall. Bei zweiterem ist dieses auf Plastik gefertigt. Auch hat es einen SAM Motor, wodurch DMF leider nicht funktioniert. |
Zitat:
Wenn du mit f/16 fotografierst, ist es völlig egal, ob die größte Blendenöffnung des Objektivs f/1.4 oder f/5.6 ist. |
Danke Mario 190!
@Quirrlicht Im Prinzip ist es mir schon klar, aber ich dachte, dass ich bei einer lichtstärkeren Optik dann bei derselben Blende statt 30sec nur 15sec belichten müsste. Vielleicht liege auch ich falsch... zahu |
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Aber du brauchst mit nem Porsche für 50km wahrscheinlich weniger Zeit als mit nem Trabi :crazy: |
OK, wenn das so ist, dass egal bei welchem Objektiv, zB. einem 500-er Tele mit 16 Linsen oder bei einem Weitwinkel mit nur 7 Linsen bei Blende 8 immer gleich viel Licht durchgeht, dann habe ich was dazu gelernt.
zahu |
Einen kleinen Vorteil haben die Objektive mit hoher Lichtstärke, auch wenn man sie abgeblendet betreibt: Das Sucherbild ist weniger verrauscht und der Fokus lässt sich besser beurteilen.
Viele Grüße von Zippo! |
Hallo Zahu,
da sich Dein Zoom (welches m.E. ganz gut geeignet wäre) bei Aufnahmen in vertikaler Achse verstellt, ist die Anschaffung einer Festbrennweite sinnvoll. Mit der A99 kann man durchaus bis 11-16 abblenden, doch fällt die dabei entstehende Beugungsunschärfe m.E. objektivabhängig unterschiedlich aus. Ich selbst liebe die kompakten Minoltas und empfehle Dir einmal mit diesem Link eine qualitative Vorauswahl zu treffen: http://artaphot.ch/minolta-sony-af/objektive Hier geht man auch darauf ein, welches Objektiv bei welcher Blende optimal abbildet. |
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(Die Blendenzahl hängt übrigens nur von der Brennweite und dem Durchmesser der Blendenöffnung ab, nicht von der Anzahl oder Dicke der Linsen. Die hat höchstens einen Einfluss auf den Transmissionswert - der Unterschied ist aber so gering, daß man ihn unter normalen Umständen nicht bemerkt.) |
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Um die Belichtungszeit zu halbieren muss du tatsächlich die Blende um eine Stufe mehr öffnen (oder den ISO-Wert verdoppeln). Da ist offenbar noch Lernbedarf. ;) |
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Am besten, Du liest Dich in das Thema "Beugungsunschärfe kurz ein, damit Du weißt, um was es geht, und dann nimm Dir ein Stativ und ein Motiv Deiner Wahl, das ruhig eine große Tiefe haben sollte. Fokussiere immer sorgfältig auf den selben Punkt, und mach eine komplette Blendenreihe (ganze Stufen reichen) von f/2,8 bis f/22. Vergleiche danach die Bilder. Du wirst sehen, dass die Schärfentiefe bei jeder Blende zunimmt, aber dass die Bildschärfe etwa ab Blende f/8 mehr oder weniger deutlich wieder abnimmt. Bei Blende f/22 ist oft nur noch Matsch zu sehen, wo man vorher noch Details erkennen konnte. Bitte nicht nur lesen, sondern selbst ausprobieren. Das ist etwas Aufwand, aber nicht schwer, und die Erkenntnisse prägen sich viel besser ein. |
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Was nun aber dazu kommt: Bei einem Weitwinkelobjektiv ist der scharf abgebildete (Abstands-)Bereich bei gleicher Blendenzahl viel grösser als bei einer längeren Brennweite. Der Effekt ist um so deutlicher, je kürzer der Abstand zum Zielbereich ist. |
Die Lichtdurchlässigkeit verschiedener Linsen bleibt für den normalen Anwender wahrscheinlich ein Geheimnis. Die Blende ist ein Verhältniswert, der den Durchmesser der Eintrittspupille zur Brennweite beschreibt. Damit ist noch nichts über den Lichtverlust innerhalb des Linsensystems gesagt. Verschiedene Glassorten haben verschiedene Durchlässigkeitswerte, und die Vergütungen spielen auch eine Rolle. Ich bin nicht so sicher, ob bei allen Objektiven bei gleichem Blendenwert tatsächlich hinten die gleiche Lichtmenge herauskommt. Insofern finde ich die Frage interessant. Trotzdem halte ich sie in der Praxis nur für untergeordnet. Bei meinen Objektiven habe ich zwar noch keinen direkten Vergleich gemacht, aber die Unterschiede können nur ziemlich gering sein.
Was mir jedoch bei Objektiven mit manueller Blende aufgefallen ist, dass die Mechanik regelmäßig etwas hängt. Blende f/8 ist nicht gleich Blende f/8. Es ist ein Unterschied, ob ich von f/5,6 auf f/8 schließe, oder ob ich von f/11 auf f/8 öffne. Durch das vorhandene Spiel in der Mechanik ist die Öffnung im ersten Fall größer. Ebenso gibt es Abweichungen von der nominalen Brennweite, das ist ja kein Geheimnis. Ein "wissenschaftlicher" Vergleich eines ambitionierten Fotografen, der nicht über spezielle Messtechnik verfügt, ist aufgrund vieler Toleranzen kaum möglich, und erscheint mir daher müßig. |
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Wenn wir dann mal "dagegenhalten" dass manch renommierter Kamerahersteller die Nutzer teilweise um einen ganzen Blendenwert in der ISO-Anzeige - vor allem bei den oberen ISO-Werten - besch... -bei niedrigeren ISO ist der Wert oft "nur" um einen halben Blendenwert geschönt - und es merkt in der Praxis kaum jmd., ist die Relevanz des relativ geringen Lichtverlusts in Objektiven passend einzuordnen. |
Ich hätte mir gar nicht gedacht, dass ich mit meiner Frage so eine interessante Diskussion entfachen würde.
Warum ich grosse Schärfentiefe brauche ist, dass ich für Kugelpanos, hätte ich vielleicht noch erwähnen sollen, den Boden unter dem Stativ wie auch die Decke und die hinterletzte Ecke der Kirche scharf abgebildet haben möchte. Bei kleineren Kirchen funktioniert das prima, aber bei riesegen, welche schätze ich mal 10-15m hoch sind, da hätte ich schon ein Objektiv, welches mir die Details der verzierten Decke besser erfasst. Klar, das gibt dann mehr Bilder pro Umgang und mehr Reihen, bis ich dann beim Boden ankomme. Und da ich den Fokus nicht verändern sollte, da sonst die Stitchsoftware Probleme beim Stitchen bekommt, da sich durch das Fokussieren auch die Brennweite leicht verändert, sollte die Hyperfokaldistanz von 1,7m bis gegen unendlich, oder sagen wir mal der Schärfebereicht bis max 30m einstellbar sein. Und das erreicht man doch nur mit dem Abblenden, so viel wie ich davon verstanden habe bis jetzt. Die Beugungsschärfe gebe ich zu, ist für mich etwas neues, aber das werde ich noch studieren! Danke für den Hinweis ;-) zahu |
@ Robert
Danke für den Interessanten Sony-Minolta Link. http://artaphot.ch/minolta-sony-af/o...ny-af-20mm-f28 In dem Fall müssen die Minolta Klassiker gar nicht so schlecht für den digitalen Vollformatsensor sein... Schliesslich war dies schon damals ein ziemlich teures Objektiv. Eben so was in der Art suche ich, einfach zwischen 30mm und 50mm. |
In welcher Größe möchtest Du die Kugelpanos denn präsentieren, dass Du relativ lange Brennweiten dafür verwendest? Ich fotografiere die meisten Kugeln mit einem 8mm-Fisheye, da habe ich mit dem Fokus natürlich kein Problem. Die Auflösung liegt bei ca. 11000x5500 Pixeln, von denen ich im Netz aber nur selten alle zeige. Meistens reduziere ich auf 8000 bis 10000.
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Mein Vater hat in Seiner Fotokiste noch folgendes gefunden :-):
http://artaphot.ch/minolta-sony-af/o...ta-af-50mm-f17 Das ist vielleicht auch was für meinen Zweck. In dem Fall sollte ich noch etwas zw. 24 u. 40mm haben. Eben 30 oder 35mm, oder hat jemand gute Erfahrungen mit Sigma oder Tamron in diesem Bereich gemacht? |
Zitat:
:lol: ... aber du hättest wenigstens etwas freundlicher schauen können mit dem Rosenstrauß in der Hand... :lol: :top: sorry für OT, aber ich hab eben so gelacht... :mrgreen: |
Jetzt wo Du es sagst... :oops:
Ich werd mich mal in Mundwinkelretusche üben. :lol: |
Zitat:
Das Minolta 24mm F/2,8 ist auch zu empfehlen. Doch für Kugelpanos würde ich das SAL 16F28 Fisheye einsetzen. Oder noch kürzere Brennweiten, wie hier bereits empfohlen. |
Zitat:
. http://www.smiliemania.de/smilie.php?smile_ID=8356 |
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