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Der als scharf empfundendene Bereich ist bei diesen Brennweiten (24mm u. 30mm) viel zu gross. "Spiele" mal ein wenig mit dem Schärfentieferechner (click mich). Mit einem Trick und Inkaufnahme einer insgesamt etwas grösseren Unschärfe hätte man etwas Freistellung erreichen können: Nämlich mit der (manuellen) Fokussierung auf einen deutlich vor dem Objekt liegenden Punkt. Ganz grob umrissen ist tendenziell mit möglichst offener Blende (kleine Blendenzahl) bei grösstmöglicher Brennweite das grösste Freistellungspotenzial erreichbar. Leider ist die Offenblende bei diesem Kitobjektiv bei längerer Brennweite schon sehr weit "zu" und damit eine Freistellung nur unbefriedigend möglich. Zitat:
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Das ist ein Super Tipp mit dem Rechner, vielen Dank an dich und den Urheber!
An das Fokussieren vor dem Objekt hätte ich im Leben nicht gedacht (Fokus ist sogar manuell gesetzt :roll:), das werde ich ausprobieren, auch dafür vielen Dank! Ich verstehe richtig, dass mein Fehler hierbei war, die Brennweite so gering zu wählen? Der Turnschuh-Zoom und meine 50 mm (f1,8) Festbrennweite wären wohl die bessere Wahl gewesen? Habe ich schon wieder etwas gelernt, die Brennweite hab ich bisher nicht richtig beachtet, werde ich doch noch etwas kaufen müssen :lol: (wie schade :crazy:) Nach wie vor würde ich mich dennoch über Anregungen freuen. |
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Probier doch einfach mal mit einem Testmotiv mit vielen Details über das ganze Bild (z.B. Blumenwiese) aus, wie sich der Schärfebereich bei verschiedenen Blendeneinstellungen (und Brennweiten) verändert. |
Vielen Dank für deine Antwort.
Die Brennweite ist jetzt erst in mein Bewusstsein gerückt, genau sowas brauch ich. Ich werde mich morgen mal auf die Wiese legen und genau das machen.:top: |
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Entfernung
Hallo liebe Gemeinde,
dazu habe ich dann eine Frage. Wenn ich diesen Rechner habe, dann fehlt mir aber die genaue Entfernung und die zeigt mir die Kamera (A99 / RX100) aber wohl nicht an, oder? Ich mag meine beiden Kameras, aber meine alte analoge Canon EOS 650 hatte dafür ein schönes Programm: Depth 1 und Depth 2 - einmal aufs vordere Objekt halten und halb auslösen, einmal auf das hintere Objekt visieren und halb auslösen und dann das finale Foto und auslösen. Warum geht das heute nicht mehr??? Wie kann ich die Entfernung genau bestimmen? Die Abblendtaste zur Schärfentiefenkontrolle halte ich für keine große Hilfe. Danke und Gruß Markus |
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oder hast noch ausschliesslich Linsen mit den Schärfentiefen Angaben drauf? |
Entfernung
Danke für Deine Antwort. Na wenn ich den Autofokuspunkt habe und die Entfernung kenne, könnte ich den Schärfetiefenbereich mit einer Tabelle oder einer App ermitteln um das Fotoobjekt frei zu stellen und nicht schon die Ohren unscharf zu haben.
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So genau ist bei "biologischen" Zielen nicht mal ein Laserentfernungsmesser. Da hilft nur die Beurteilung im Sucher oder der Einsatz eines mechaniscben Messmittels. Ganz ohne Scherz. Das ist zB. in der professionellen Filmerei immer noch Stand der Technik für das punktgenaue Schärfeziehen. Für die Ermittlung der Schärfentiefe alleine ist aber ein Schätzwert genau genug, wenn es mehr als ca 20fache Brennweite weg ist. Nicht zuletzt ist diese Ungenauigkeit den Automatiken zu verdanken, auf die man ja nicht verzichten will. Für mich persönlich ist der AF nur bei abgesetzer Bedienung oder wenn der Schärfebereich unkritisch und groß genug ist, das Mittel der Wahl. |
so so
klar muss es einen Grund geben, warum es den Beruf des Fotografen / der Fotografin gibt. Nur verstehe ich halt nicht, warum die neueren Digitalkameras im Gegensatz zu den alten analogen Spiegelreflexkameras keinen depth-of-field calculator mehr an Bord haben. Oder halt als Krücke wenigstens eine Entfernungsanzeige, um es dem Nutzer zu Beginn etwas leichter zu machen, damit ich es nicht mehr mit Try-and-Error lerne. Ich persönlich kann halt sehr schwer Entfernungen abschätzen, da ich mit maximal 100x160mm zu tun habe :-)
Aber am Wochenende konnte ich Bilder meiner Cousine begutachten, die ein Profi von ihr als Schützenkönigin gemacht hat. Da war meine Cousine genau so scharf darauf abgebildet, wie der 50-100m dahinter stehende Wald. Somit relativierte sich für mich die Hochachtung vor diesem professionellen Fotografen. Wie in jedem Berufszweig gibt es auch hier Deppen. Den Autofokus nutze ich nur noch, wenn es schnell gehen muss. Den manuellen Fokus mit Kantenanhebung und dem Zoom finde ich schärfer. Wobei ich es bedaure, das das Gesamtbild nicht im kleinen Fenster sichtbar ist. Üben üben üben und eines Tages hilft uns dann doch die Software wieder, ein Update wird es dann aber sicher für die A99 nicht geben. Schließlich soll ich eine neue Kamera kaufen, die über diese tolle Funktion verfügt. |
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Und wenn du es dir leisten kannst bei Events manuell die Schärfe zu ziehen... nimm ruhig alles von f/2.8 aufwärts. Dann ist es aber egal, ob das Bild im Hunsrück oder auf Hawaii aufgenommen worden ist... *Ich* muss Bilder lieferen, wo bei 10 Leuten auch jemand in der dritten Reihe noch scharf ist, man erkennen kann *wo* sie aufgenommen wurden und natürlich auch bei welchem Anlass! |
mmh also ich dachte immer, wenn ich beispielsweise auf einer Hochzeit fotografiere, dass ich die Personen durch die Wahl einer geeigneten Blende frei stelle und das Brautpaar/ die Gäste somit hervor hebe und nicht alles Scharf stelle. Weil der Wald einen Kilometer dahinter interessiert an diesem Tag wohl kaum jemand. Aber dann bin ich wohl ein "Schlaumeier" und falsch informiert.
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Und da du gerade von Hochzeitsbildern sprichst: Schau doch mal in die Galerie. Du wirst dich wundern. Es kommt immer darauf an, was man will. Bei uns nebenan im Botanischen Garten werden bei gutem Wetter oft Hochzeitsbilder gemacht. Wenn man die Protagonisten immer durch Freistellen hervorhebt, warum geht man dann in den Botanischen Garten, wenn der Hintergrund danach nur noch nicht erkennbares Bokeh ist? Fazit: Man kann, muss aber nicht. Alles einer Frage der Situation und des gewünschten Ergebnisses. euch Uwe |
Botanischer Garten
na in einem Botanischen Garten würde ich es verstehen, aber nicht mit einem hässlichen Wald dahinter und in weiter Ferne ein blauer Drahtzaun.
Bei meiner letzten Hochzeit habe ich das Brautpaar in ein Meer von Blumen gestellt und trotzdem freigestellt. Auch das sah geil aus. Du siehst so richtig eine scharfe Ebene und Mittig das Brautpaar, umgeben von wunderschönen Blumen. Oder Mittig hinter dem Brautpaar saß bei der Trauung die Schwester des Bräutigams, die sich mit einem Taschentuch die Tränen abwischte. Die habe ich frei gestellt und das Bild kam sehr gut an. Du siehst Ansatzweise das Brautpaar und sie, wie sie Rotz und Wasser heult. Egal - Schönheit liegt im Auge des Betrachters. Folgendes Bild finde ich beispielsweise schön freigestellt: nicht meins. Was juckt mich da der Wald im Hintergrund? Ich suche mein perfektes Bild und vielleicht finde ich es eines Tages :-) |
bei aller Diskussion um Schärfentiefe möchte ich mal anmerken, dass mir das erste Bild im Querformat deutlich besser gefällt. Zum einen ist dieses lustige Ding, was immer es ist, nicht so mittig platziert und erschlägt einen dadurch weniger, zum anderen ergibt sich aus den Pollern am Ufer entlang, dem kleinen Trampelpfad und dem Rand auf dem dieses Ding steht ein hübsches Dreieck, das dem Bild ein wenig Struktur gibt.
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Willkommen im Teletubby-Land ;).
Jan |
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Ich sage nicht, dass Freistellung über die Unschärfe schlecht ist. Wenns passt passt es! Aber es ist doch nicht die *einzige* Möglichkeit. Du kannst doch ein Bild nicht automatisch abqualifizieren, nur weil der Hintergrund womöglich im Fokus ist... Zitat:
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Gruß: Joachim |
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