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-   -   SSS Bildstabilisator, Brennweitenabhängig?! (https://www.sonyuserforum.de/forum/showthread.php?t=104344)

Shooty 02.06.2011 16:21

SSS Bildstabilisator, Brennweitenabhängig?!
 
Zitat:

Zitat von mrieglhofer (Beitrag 1183415)
Leider nicht, die Kamera meint, es ist ein 50mm Objektiv dran und das wird dir gegen das Verwackeln eines 500mm Objektives nur marginal helfen.

Aber dafür gibt es AF-Confirm Chips, die du ins Objektiv einbauen kannst.

Ich nehm diese Antwort mal beispielhaft zum Anlass um eine Frage loszuwerden die mich schon länger beschäftigt.

Hier wird seit einiger Zeit immer wieder behauptet das die Kamera abhängig von der Brennweite Bewegungen ausgleichen würde.

Ich erinnere mich aber immer nur an offizielle quellen die schreiben das den Verwachlungsbewegungen entgegengewirkt wird.
Rein vom den Überlegungen die ich gerade anstelle ist es dem Sensor doch auch total egal ob da nun ein sehr kleiner Winkel oder ein großer stabilisiert werden muss. Die Linse sorgt ja einfach nur dafür das Licht auf die Kamera fällt.
Wenn ich die ganze Kamere bewege fallen andere Bereiche auf den Sensorpunkt und das Bild wird verwackelt (verschmiert wenn mans so will).
Der Stabi sorgt nun doch einfach dafür das der Sensor quasi träge ist.
Er gleiche die bewegungen der Kamera mit gegenbewegungen des Sensors aus sodas dieser an der gleichen Raumposition stehen bleibt (wenn möglich) obwohl die Kamera ihre Position geändert hat.

Wenn meine Überlegung stimmt wäre die Brennweite absolut egal!

Hat villeicht jemand mal einen offiziellen Beleg das es Brennweitenabhängig ist?

hpike 02.06.2011 17:00

Ich sehe das genauso wie du, ich glaube nicht das der SSS Brennweitenabhängig ist. Wäre dem so, dürfte der SSS mit meinem großen Tele nicht funktionieren oder zumindest nicht genau sein. Das ist er aber wie ich meine. Mein Sigma 170-500 wird von der Kamera als 300 2,8 erkannt. Jedenfalls steht das so in den Exifs und trotzdem funktioniert der SSS meiner Meinung nach tadellos.

aidualk 02.06.2011 18:27

Zitat:

Zitat von Shooty (Beitrag 1183425)
Der Stabi sorgt nun doch einfach dafür das der Sensor quasi träge ist.
Er gleiche die bewegungen der Kamera mit gegenbewegungen des Sensors aus sodas dieser an der gleichen Raumposition stehen bleibt (wenn möglich) obwohl die Kamera ihre Position geändert hat.

Wenn meine Überlegung stimmt wäre die Brennweite absolut egal!

Sehe ich auch so, einfach aus der Erfahrung heraus mit meinem ungechipten Objektiv, bei dem der Anti-Shake genauso gut funktioniert wie mit normalen Objektiven. Alles andere wäre mir auch etwas unlogisch.

viele Grüße

aidualk

der_knipser 02.06.2011 18:31

Mal so aus dem Bauch würde ich behaupten, dass die Brennweite sehr wohl eine Rolle spielt. Der Sensor folgt ja nicht dem Winkel der Kamera, sondern er verschiebt sich parallel innerhalb einer Ebene. Dabei ist es wichtig, dass ein Motivpunkt stets an der gleichen Sensorstelle bleibt. Wenn ich ein langes Tele um einen geringen Winkel verwackle, könnte es sein, dass damit schnell eine halbe Sensorbreite an Verschiebung notwendig ist. Verwackle ich den selben Winkel mit einem Superweitwinkel, verschiebt sich der Motivpunkt nur um einen Bruchteil der Strecke wie beim Tele.

angenommener Extremfall:
Mit einem 500er Tele an der A700 wandert ein Motivpunkt bei 1,8° über die gesamte Sensorhöhe von 16 mm. Nehme ich dagegen ein 10 mm Weitwinkel, dann müsste ich die Kamera um 77° kippen, damit der Punkt genauso weit wandert.

Fazit: Der SSS ist doch brennweitenabhängig.

usch 02.06.2011 18:32

Zitat:

Zitat von Shooty (Beitrag 1183425)
Der Stabi sorgt nun doch einfach dafür das der Sensor quasi träge ist.
Er gleiche die bewegungen der Kamera mit gegenbewegungen des Sensors aus sodas dieser an der gleichen Raumposition stehen bleibt (wenn möglich) obwohl die Kamera ihre Position geändert hat.

Nein, eben nicht. Wenn du die Linse verschiebst, bleibt das Bild eben nicht an derselben Stelle im Raum – das ist genau das Prinzip von Shift-Objektiven. Um eine seitliche Bewegung der Linse auszugleichen, mußt du den Sensor in der Kamera nicht in die entgegengesetzte Richtung verschieben, sondern in dieselbe, und sogar etwas weiter, als sich die Linse bewegt hat; du mußt die Linse also quasi überholen.

Das war jetzt nur eine Parallelverschiebung. Mindestens genauso stark ins Gewicht fallen aber unbeabsichtigte Drehbewegungen der Kamera, und da leuchtet es unmittelbar ein, daß eine Verdrehung um sagen wir 0,5° sich bei einem Gesamt-Bildwinkel von 6° (300mm an Crop) mehr auswirkt als bei einem Gesamt-Bildwinkel von 60° (24mm an Crop).

Wenn die Brennweite für die Funktion des Stabis egal wäre, dann düfte die Verwacklungsgefahr ohne Stabi auch nicht von der Brennweite abhängig sein. Die Erfahrung zeigt aber, daß man ein 300er doch eher verreißt als ein 24er.

hpike 02.06.2011 18:40

Ich glaube wir reden da ein wenig aneinander vorbei. Natürlich muss der SSS bei größeren Brennweiten anders arbeiten als bei Weitwinkeln und ist somit auch manipuliert von der Brennweite, aber das macht der nicht weil es ihm das Objektiv sagt, sondern automatisch. Ich glaube jedenfalls nicht, das ein Objektiv dem SSS sagt, hallo ich bin ne 500er Brennweite und du musst jetzt so und so arbeiten. Ich glaube der SSS arbeitet einfach automatisch ohne Vorgaben vom Objektiv und wenn er keine Vorgaben vom Objektiv bekommt, ist der SSS in dem Sinne auch nicht Brennweitenabhängig.

frame 02.06.2011 18:49

Zitat:

Zitat von hpike (Beitrag 1183454)
aber das macht der nicht weil es ihm das Objektiv sagt, sondern automatisch. Ich glaube jedenfalls nicht, das ein Objektiv dem SSS sagt, hallo ich bin ne 500er Brennweite und du musst jetzt so und so arbeiten.

wie soll das "automatisch" denn dann funktionieren? Natürlich weiss die Kamera die Brennweite, steht ja auch in den EXIFs später. Warum sollte sie das dem SSS nicht weitersagen?

Ich hab's jetzt nicht nachgerechnet (wer ist denn hier der Physiker), aber ich kann zur Indiziensammlung beitragen dass bei Olympus die "guten" M24 etc. -Adapter programmierbar sind mit der Brennweite damit der IS besser arbeiten kann..

hpike 02.06.2011 18:51

Zitat:

Zitat von frame (Beitrag 1183455)
wie soll das "automatisch" denn dann funktionieren? Natürlich weiss die Kamera die Brennweite, steht ja auch in den EXIFs später. Warum sollte sie das dem SSS nicht weitersagen?

Bei meinem Sigma 170-500 sagt das Objektiv der Kamera es sei ein 300mm 2,8 und der SSS funktioniert trotzdem einwandfrei und meines Wissens funktioniert der SSS auch bei Objektiven die keinen Rom besitzen und nur manuell bedient werden können.

frame 02.06.2011 19:00

Zitat:

Zitat von hpike (Beitrag 1183456)
Bei meinem Sigma 170-500 sagt das Objektiv der Kamera es sei ein 300mm 2,8 und der SSS funktioniert trotzdem einwandfrei und meines Wissens funktioniert der SSS auch bei Objektiven die keinen Rom besitzen und nur manuell bedient werden können.

natürlich funktioniert er (das tut er auch bei Oly bei billigen Adaptern, allerdings kann man in dem Fall die Brennweite in der Kamera konfigurieren wenn man will), aber woher weiss man ob er mit der korrekten Brennweite nicht besser arbeiten würde?

hpike 02.06.2011 19:04

Zitat:

Zitat von frame (Beitrag 1183457)
aber woher weiss man ob er mit der korrekten Brennweite nicht besser arbeiten würde?

Weiß man nicht, aber ich bin damit absolut zufrieden wie er arbeitet. Wird wohl ewig ein Geheimnis bleiben;) und da er so gut arbeitet wie er es tut, gehe ich davon aus, das der SSS die Brennweitendaten nicht braucht um korrekt zu arbeiten. Der hat seine Vorgaben wie er arbeiten muss bzw. was er erreichen muss und das tut er auch. Scharf ist scharf, egal bei welcher Brennweite.

sgjp77 02.06.2011 19:20

Zitat:

Zitat von hpike (Beitrag 1183456)
Bei meinem Sigma 170-500 sagt das Objektiv der Kamera es sei ein 300mm 2,8 und der SSS funktioniert trotzdem einwandfrei und meines Wissens funktioniert der SSS auch bei Objektiven die keinen Rom besitzen und nur manuell bedient werden können.

Halt, soweit ich mich erinnere gibt es einmal die Lens-ID für die "Bezeichnung" der Linse, aber auch separate Daten für die Brennweite. Ich meine das die Brennweite vom LensROM immer richtig ist, auch bei Sigma und anderen.
Ich denke nicht das die LensID für den SSS genommen wird sondern die Brennweite.

frame 02.06.2011 19:22

Zitat:

Zitat von hpike (Beitrag 1183459)
Wird wohl ewig ein Geheimnis bleiben;)

das muss es ja nicht - du kannst ja eine Testreihe machen - dein 170-500 bei 200m gegen ein vergleichbares Objektiv mit 200 das die korrekte BW überträgt, jeweils 10 Bilder machen mit und ohne SSS und vergleichen ...

Bei meinem 50-500 jedenfalls bin ich mit dem SSS bei 500mm nicht wirklich glücklich, da nehme ich lieber ganz kurze Zeiten und schalte ihn aus

Zusatz: Blödsinn, Jens hat recht - was dein Objektiv als Id meldet ist völlig uninteressant, es kommt drauf an ob die korrekte BW in den EXIFs steht ..

hpike 02.06.2011 19:26

Wie auch immer, das Bild/Licht fällt auf den immer gleich großen Sensor. Dem Sensor ist es denke ich ziemlich egal ob das Licht von einem 20mm Objektiv oder von einem 500mm Objektiv kommt. Dann fängt der SSS an zu arbeiten und gleicht meine wackelige Objektivhaltung aus und ich denke das es dabei ziemlich egal ist was ich da vorn für ein Objektiv drauf habe. Wenn ich wackel, gleicht es aus, mehr nicht. Mich gleicht es aus bzw .mein wackeln und ich glaube wirklich überhaupt nicht, das es anders ausgleicht je nachdem was ich für ein Objektiv benutze. Wenn ich wackel, gleicht es aus und dabei ist es vollkommen schnuppe oder ich mit 20mm wackel oder mit 500mm.

Edit sagt: Das SSS System gleicht doch den Sensor aus bzw. das wackeln des Sensors und nicht das Objektiv , dabei spielt die Brennweite doch überhaupt keine Rolle.

buerokratiehasser 02.06.2011 19:42

Ich habe auch nie verstanden, wozu die Brennweite gut sein soll. Wackler um x mm muß doch gar nicht in Winkel umgerechnet werden.

Sie wird allerdings benötigt für die Verwacklungswarnung im Sucher (die mir regelmäßig zu pessimistisch scheint), denn da macht derselbe Wackler bei 200 mm eben zehnmal mehr Pixel kaputt als bei 20 mm.

fbe 02.06.2011 20:52

Zitat:

Zitat von buerokratiehasser (Beitrag 1183468)
Ich habe auch nie verstanden, wozu die Brennweite gut sein soll. Wackler um x mm muß doch gar nicht in Winkel umgerechnet werden.

Stimmt. Aber wenn Du dich um x Grad drehst, muss die Kamera das in mm umrechnen. Und dazu braucht man die Brennweite.

Zur Kompensation der Verschiebung der Kamera während der Aufnahme muss man die Brennweite nicht kennen. Zur Kompensation der Rotation, der_knipser hat es hier beschrieben, schon.

Wenn beobachtet wurde, dass die Brennweite für den SSS keine Rolle spielt, schließe ich daraus, dass der SSS keine Kippbewegungen kompensieren muss.

bruno5 02.06.2011 21:11

Ich hatte zur Frage, ob die Brennweite den SSS beeinflusst, auch schon mal einen Thread aufgemacht (siehe http://www.sonyuserforum.de/forum/sh...ad.php?t=66929). Der Konsens war damals, dass die Brennweite doch eine recht wichtige Rolle spielt. weberhj hat das in einem der posts sehr schön erklärt. :top:

Viele Grüsse

Bruno

hpike 02.06.2011 21:12

Ich hab das von Gottlieb grad mal gelesen. Das würde ja, wenn ich das richtig verstanden habe, bedeuten das der SSS fast jede Verwacklung ausgleichen könnte. (im normalen Rahmen natürlich) Bei mir in der Praxis ist es aber so, das ich während des Anvisierens des Zieles bei 500 mm Brennweite, praktisch die ganze Zeit die Anzeige des SSS im Sucher beobachte bis sie nur noch einen, höchstens zwei Ballken anzeigt. Erst dann löse ich aus. Das führt dann aber dazu, das ich selber dabei die Kamera immer ruhiger halten muss um auf den Minimalwert der SSS Anzeige zu kommen. Was im Umkehrschluss bedeuten würde, das der SSS nur noch ganz wenig nachregeln müsste. Mit anderen Worten, der SSS diszipliniert mich durch die Anzeige, die Kamera ruhig zu halten und zwar solange, bis er in der Lage ist den Sensor auszugleichen. Wäre das regeln des SSS von der Vorgabe Brennweite abhängig um optimal arbeiten zu können, gäb es ja nicht die Unterschiede von 2 oder 3 Blenden sondern der SSS könnte sich ja auf die jeweilige Brennweite einstellen und dann immer optimale Ergebnisse erzielen, also nicht manchmal nur 1 oder 2 Blenden sondern immer die jeweilige Höchstmögliche Blende.

Shooty 02.06.2011 23:19

Ich fasse mal kurz zu einem zwischenresümee mit meinen Erkentnissen zusammen :

- niemand kennt bislang eine offizielle Quelle oder Aussage dazu.

- Ganz leienhaft ausgedrückt kann sich der Sensor nur in zwei richtungen bewegen. Er kann sich auf zwei Achsen bewegen und damit hoch, runter und kombinationen von diesen bewegeungen ausgleichen.
-Ein Ausgleich der Kamera nach vorne oder nach hinten ist überhaupt nicht möglich. Wenn der Sensor sich nach vorn bewegen würde wäre der Sensor ja auch garnichtmehr im Schärfebereich ^^

-Rotationsbewegungen der Kamera können ebenfalls NICHT ausgeglichen werden, weil der Sensor sich eben auch nur auf seinen zwei Achsen bewegen kann.
Ein anderes Beispiel villeicht dazu, das Gottlieb villleicht gut nachvollziehen kann.
Wenn ich die Kamera kippe, also um eine gewisse Gradzahl verschenke und das nicht um den no paralaxe Point ("Nodalpunkt") mache dann verschieben sich ja Gegenstände die hintereinander stehen gegeneinander. Das kann sowiso nicht ausgeglichen werden.
Das einzige was die Kamera somit ausgleichen können muss ist das horizontale und vertikale parallelverschieben der Kamera auf Bildsensorebene.

Wenn ich das experimentell weiterdenke und eine Linse in gleichem abstand zu einem Schirm paralell verschiebe dann sehe ich wie das Bild wandert, ein anderer Bildausschnitt wird auf dem Schirm dargestellt. Wenn ich den Sensor nun dazu zwinge quasi "losgelößt" an seiner vorherigen position zu verharren, die Linse (inkl Body) aber weiter wandern lasse bekomme ich ein stabilisiertes Bild.

Ich komme letztendlich mit dieser Überlegung zum schluss das die Brennweite eben KEINEN einfluss darauf haben KANN.

Und bitte tut mir den gefallen und schreibt nicht "aber bei meinem 500 mm Objektiv is das so und so ..."
Wir wissen das der SSS funktioniert, und wir wissen bei welchen Brennweiten er gut und schlecht ist.
Und selbst ein test mit und ohne Chip ist für meinen geschmack recht sinnfrei, weil es dann schon eine größere Blindstudie sein müsste bei der der Fotografierende nicht weis ob da nun ein chip drin ist oder nicht.

Man sollte das ganze auch durch nachdenken lösen können.
Meine Gedanken basierend auf den Bewegungsmöglichkeiten des Sensors hab ich ja dargestellt.
Was meint ihr?

stevemark 03.06.2011 00:02

Zitat:

Zitat von Shooty (Beitrag 1183425)
Ich nehm diese Antwort mal beispielhaft zum Anlass um eine Frage loszuwerden die mich schon länger beschäftigt.

Hier wird seit einiger Zeit immer wieder behauptet das die Kamera abhängig von der Brennweite Bewegungen ausgleichen würde.

Ich erinnere mich aber immer nur an offizielle quellen die schreiben das den Verwachlungsbewegungen entgegengewirkt wird.
Rein vom den Überlegungen die ich gerade anstelle ist es dem Sensor doch auch total egal ob da nun ein sehr kleiner Winkel oder ein großer stabilisiert werden muss.


Der Stabi sorgt nun doch einfach dafür das der Sensor quasi träge ist.
Er gleiche die bewegungen der Kamera mit gegenbewegungen des Sensors aus sodas dieser an der gleichen Raumposition stehen bleibt (wenn möglich) obwohl die Kamera ihre Position geändert hat.

Wenn meine Überlegung stimmt wäre die Brennweite absolut egal!

Nun ja, und die Erde ist ja auch eine Scheibe... :)

Zitat:

Zitat von hpike (Beitrag 1183438)
Ich sehe das genauso wie du, ich glaube nicht das der SSS Brennweitenabhängig ist.

Zitat:

Zitat von aidualk (Beitrag 1183450)
Sehe ich auch so, einfach aus der Erfahrung heraus mit meinem ungechipten Objektiv, bei dem der Anti-Shake genauso gut funktioniert wie mit normalen Objektiven. Alles andere wäre mir auch etwas unlogisch.

viele Grüße

aidualk

Klar, und die Sonne kreist um die Erde herum. Das sieht ja nun wirklich jeder Trottel - alles andere ist vollkommen unlogisch :P

Zitat:

Zitat von hpike (Beitrag 1183459)
Weiß man nicht, aber ich bin damit absolut zufrieden wie er arbeitet. Wird wohl ewig ein Geheimnis bleiben;)

Tja ... Gegen Gehirnträgheit hilft nur eines: Klar und scharf nachdenken ...

Zitat:

Zitat von buerokratiehasser (Beitrag 1183468)
Ich habe auch nie verstanden, wozu die Brennweite gut sein soll. Wackler um x mm muß doch gar nicht in Winkel umgerechnet werden.

Zitat:

Zitat von Shooty (Beitrag 1183524)
Ich fasse mal kurz zu einem zwischenresümee mit meinen Erkentnissen zusammen :
...
Man sollte das ganze auch durch nachdenken lösen können.
...
Was meint ihr?

Genau. Also - fangen wir an.

TATSACHE 1:
Das Sucherbild auf der Mattscheibe ist genau identisch mit dem Bild, das auf den Sensor projiziert wird (das ist ja das Prinzip der SLR)

GEDANKENEXPERIMENT, TEIL 1:
Stellen wir eine A900 auf ein Stativ, mit dem 2.8/20mm dran, Antishake AUS, und schubsen wir leicht an der Cam. Ein Millimeter Bewegung. Wenn wir nun durch den Sucher sehen, wackelt das Bild kaum.

GEDANKENEXPERIMENT, TEIL 2:
Gleicher Versuch mit dem AF 4/600mm: Wieder ein Millimeter Bewegung mit der Cam - und das Sucherbild wackelt wie wild.

SCHLUSSFOGERUNG AUS "TATSACHE 1" SOWIE DEN BEIDEN GENADNEKEXPERIMENTEN:
Bei Verwackeln der Kamera um einen Millimeter pro Sekunde bewegt sich das Bild auf dem Sensor
1) nur wenig, wenn man ein Superwide drauf hat
2) sehr viel, wenn man ein Supertele drauf hat

Damit jeder einzelne Pixel während der ganzen Belichtungszeit "scharf" wird, muss er genau dem sich bewegenden Bild nachgeführt werden.

Da das Bild sich bei identischer Kamerabewegung (!) je nach Objektivbrennweite ganz unterschiedlich schnell/weit über den Sensor hin bewegt, muss auch die Kompensationsbewegung des Sensors brennweitenabhängig sein.

Wer das nicht nachvollziehen kann, nimmt seine A900 und belichtet OHNE Antishake (!) eine Sekunde lang, während er die A900 um einen Millimeter "verwackelt" - je nach Objektivbrennweite (20mm oder 400mm) werden die Unschärfe-Bereiche komplett verschieden gross sein. Und genau diese Unschärfebereich muss der "Wackeldackel" kompensieren: natürlich brennweitenabhängig.

Gr ;) Steve

der_knipser 03.06.2011 00:05

Zitat:

Zitat von Shooty (Beitrag 1183524)
.... Und selbst ein test mit und ohne Chip ist für meinen geschmack recht sinnfrei, weil es dann schon eine größere Blindstudie sein müsste bei der der Fotografierende nicht weis ob da nun ein chip drin ist oder nicht.

Ein solcher Test würde mehr Klarheit bringen. Warum ist das eine Blindstudie? Ich kann ein Objektiv mit Chip verwenden und eine Aufnahmereihe machen. Dann lege ich ein Papier zwischen die Kontakte und mache eine ähnliche Reihe nochmal. Das müsste zwar alles bei Offenblende sein, aber trotzdem machbar.
Die Stärke des Wackelns ist natürlich nie eine feste Größe, aber wenn die Reihe lang genug ist, könnte man eine Tendenz erkennen.

Zitat:

Man sollte das ganze auch durch nachdenken lösen können.
Das glaube ich nicht, denn Probieren geht über Studieren. Wir kennen ja nicht mal die theoretischen Grundlagen, welche Bewegung wirklich vom Sensor gegengesteuert wird. Ist es Wackeln in der Sensorebene? Oder vertikales/horizontales Kippen der Kamera? Oder eine Kombination aus allem?
Nein, ich glaube durch Nachdenken bekommt es niemand gelöst.

Shooty 03.06.2011 00:38

@Steve

Dein Gedankenexperiment klingt auf den ersten Blick schlüssig.
Das die Erde eine Scheibe ist erklärst du mir bitte aber auch nochmal ;)

Zitat:

Zitat von der_knipser (Beitrag 1183538)

Wir kennen ja nicht mal die theoretischen Grundlagen, welche Bewegung wirklich vom Sensor gegengesteuert wird. Ist es Wackeln in der Sensorebene? Oder vertikales/horizontales Kippen der Kamera? Oder eine Kombination aus allem?
Nein, ich glaube durch Nachdenken bekommt es niemand gelöst.

Natürlich kennen wir die Bewegung.
Die MUSS in der Sensorebene sein. Schrägstellen würde die Schärfeebene verschieben ^^
Zudem sieht man die Bewegung ja auch auf diversen Demosensoren und die is dann immer nur seitlich ;)

der_knipser 03.06.2011 00:49

Zitat:

Zitat von Shooty (Beitrag 1183545)
Natürlich kennen wir die Bewegung.
Die MUSS in der Sensorebene sein. Schrägstellen würde die Schärfeebene verschieben ^^
Zudem sieht man die Bewegung ja auch auf diversen Demosensoren und die is dann immer nur seitlich ;)

Klar, der Sensor bewegt sich nur innerhalb seiner Ebene nach links/rechts und oben/unten.
Wer hat denn herausgefunden, wie ein Fotograf seine Kamera verwackelt? Das wird ganz sicher in mehr als diesen zwei Richtungen sein. Wenn ich die Kamera beim Verwackeln neige, muss der Sensor trotzdem mit einer Schiebebewegung gegensteuern, um das Motivbild stabil zu halten. Und zwar (aus genannten Gründen) beim Tele viel mehr als beim Weitwinkel.

mrieglhofer 03.06.2011 01:02

Diese theoretischen Ansätze sind ja alle recht schön, stimmen aber tlw. nicht.

Fakt ist:
1) Drehbewegung wird nicht ausgeglichen, weil sich der Sensor derzeit nicht dreht/drehen kann.
2) Kippenn kann theoretisch nicht ausgeglichen werden, weil dann der Sensor auch kippen müßte. Wird es aber, wenn der Abstand groß genug und der Kippwinkel dazu klein ist. Und das ist der Arbeitspunkt des SSS.

Für das Testen gab es bei Minolta damals eine Art künstliche Hand. Man scheint herausgefunden zu haben, dass die Hand im Bereich weniger Hz 5-10 wackelt.

Würde die Hand genau parallel zur Schärfenebene horizontal oder vertikal sich bewegen, braucht es bei großen Entfernungen keine Stabilisierung. Darauf beruhen die Schwebestative. Und für den Makrobereich gab es immer in der Bedienungsanleitung die Warnung, dass der SSS da weniger genau ist. Logisch, die Brennweite entspricht nicht der Nominalbrennweite und die nichtwinkelabhängige Verwackelung nimmt zu. Ein Indiz, dass das nicht ausgeglichen wirs.

Die Drehbewegung der Kamera kann derzeit nicht ausgeglichen werden und führt zum Verwackeln der Ränder. Ausgleich mit Einbeinstativ;-)

Bleibt also logischerweise nur die Winkelbewegung bei großen Entfernungen. Und hier hängt die Korrektur von der Brennweite ab. Daher ist auch SSS nur sinnvoll, wenn die Brennweite übertragen wird. In allen anderen Fällen wird von 50mm ausgegangen. Damit stabilisiert das tlw oder zuviel.

ulle300 03.06.2011 10:06

Ich weiß wie es geht:

Der SSS in meiner Kamera funktioniert wie ein Schiffskompass in einer Kardanischen Aufhängung. Da werden die Bewegungen des Schiffes reduziert und die Lage des Kompasses bleibt relativ ruhig.
Wie jetzt aber Sony den Kompass in meiner Kamera eingebaut hat, kann ich auch nicht sagen. :-)

aidualk 03.06.2011 10:53

Steve: Mein Anti-Shake funktioniert zumindest auch mit ungechipten Objektiven. Ob er mit Chip und korrekter Brennweite noch besser wäre, kann ich freilich nicht sagen, aber dass er auch ohne geht ist ein fakt.

Aber die Diskussion ist wohl ähnlich derer im Nachbarforum vor einiger Zeit, wo einige daran zweifelten, dass die Multisegmentbelichtungsmessung auch ohne Chip funktioniert, bis es 2 bewiesen hatten, dass es doch genauso funktioniert wie mit Chip.

.... und sie dreht sich doch ;) :P

Systemwechsel 03.06.2011 12:59

Zitat:

Zitat von aidualk (Beitrag 1183590)
Steve: Mein Anti-Shake funktioniert zumindest auch mit ungechipten Objektiven. Ob er mit Chip und korrekter Brennweite noch besser wäre, kann ich freilich nicht sagen, aber dass er auch ohne geht ist ein fakt.

Aber die Diskussion ist wohl ähnlich derer im Nachbarforum vor einiger Zeit, wo einige daran zweifelten, dass die Multisegmentbelichtungsmessung auch ohne Chip funktioniert, bis es 2 bewiesen hatten, dass es doch genauso funktioniert wie mit Chip.

.... und sie dreht sich doch ;) :P

Placebowirkung durch die Anzeige im Sucher? Ohne Brennweiteninformation macht SSS keinen Mucks... Einfach mal ohne Objektiv mit langer Zeit auslösen und sehen ob der Sensor sich bewegt.

hpike 03.06.2011 12:59

@Steve

Und ich weiß jetzt jedenfalls das, wenn ich mal wieder ein paar dumme, arrogante Sprüche hören möchte, an wen ich mich zu wenden habe.:top:

Tom 03.06.2011 14:05

Mal davon abgesehen, daß das Thema "Funktionsweise des SSS/AS" hier schon in dutzenden Threads in allen denkbaren Details durchgekaut wurde:

Ja, selbstverständlich benötigt das System die Brennweite, da es nur "Winkel"-Verwackelung durch x-y-Verschiebung des Sensors annähernd kompensieren kann, und dabei die Brennweite multiplikativ (als Faktor) einbringt.
Je größer dabei die Winkelabweichung ist, desto eher kommt das System an seine Grenzen (weil eine Verschiebung des Sensors keine Verzerrungen durch Kippen der Perspektive ausgleichen kann).
Deshalb ist es bei Teleobjektiven effektiver, als bei Weitwinkelobjektiven, welche aber aus Gründen der Strahlenoptik schon weniger verwackelungsanfällig sind.

Der Grund, warum das System bei Makroaufnahmen weniger effektiv ist, sind die "Wackelbewegungen" der Kamera durch Verschiebung in x-, y- (und z-) Richtung.
Um diese Bewegungen zu kompensieren, müßte die komplette Kamera in x-, y- (und z-) Richtung eine Gegenbewegung ausführen, und nicht nur der Sensor.
Durch Verschiebung der Kamera ergibt sich immer eine veränderte Perspektive (Parallaxe), was grundsätzlich nicht durch Positionsänderung des Sensors kompensiert werden kann. Bei größeren Distanzen (Teleobjektiv) machen sich solche Parallaxefehler nur noch sehr wenig bis gar nicht mehr bemerkbar.

Blitz Blank 03.06.2011 15:36

Zitat:

Zitat von Systemwechsel (Beitrag 1183602)
Placebowirkung durch die Anzeige im Sucher? Ohne Brennweiteninformation macht SSS keinen Mucks...

Jein.
Der SSS stellt ja einen Regelkreis dar, mit Sensorik (Gyrometer) und Aktorik (Piezos, Sensorshift).

Man kann den SSS, wenn er eingeschaltet ist, deutlich hören, auch ohne angesetztes Objektiv. Es gibt aber keinerlei Sensor-Verschiebung. Und das ist jetzt keine Theorie sondern geprüft mit einem M42/AF-confirm Adapter (und nur dem Adapter, also ohne Objektiv) und ganz ohne Adapter/Objektiv.
Der Sensor zeigt ohne Objektivinformation keine Verschiebung, weder an a100 noch an a850, also auch nicht mit Defaultwerten, wie bereits spekuliert wurde, denn mein M42/AF Adapter simuliert ein 50/1.7

Dennoch bringt der SSS empirisch eine Verbesserung der Ausbeute an unverwackelten Bildern was für mich im Moment nur dadurch erklärbar ist, daß der Sensorikteil ja aktiv ist und den von der Kamera ermittelten Grad der Verwacklung im Sucher anzeigt. Ich hätte zwar eher darauf getippt, daß ich beim Auslösen mehr auf das Sucherbild selbst als auf die SSS Anzeige achte, aber mglw. nimmt man die unbewußt durchaus wahr und richtet sich auch danach.

Frank

mrieglhofer 03.06.2011 17:40

Zitat:

Der Sensor zeigt ohne Objektivinformation keine Verschiebung, weder an a100 noch an a850, also auch nicht mit Defaultwerten, wie bereits spekuliert wurde, denn mein M42/AF Adapter simuliert ein 50/1.7
Kann sein, dass ich das falsch in Erinnerung hatte. Kann sein, dass die normalen AF-Adapter mit Confirm Chip auf 50mm eingestellt sind und daher das verwechselt hatte.

Fakt ist, wenn der SSS ordentlich funktionieren soll, braucht er die Brennweite und damit einen Chip, mit dem die Brennweite einstellbar oder eingestellt ist. Bedeutet, dass man für jedes Objektiv den Chip anpassen lassen muß.

Shooty 03.06.2011 22:11

Zitat:

Zitat von mrieglhofer (Beitrag 1183550)
In allen anderen Fällen wird von 50mm ausgegangen. Damit stabilisiert das tlw oder zuviel.

Woher ist diese Info schonwieder?

Wenn das irgendwo belegt wäre dann bin ich ja zufrieden.

Ich hatte nemlich heute beim Autofahren eine Idee wie der SSS sich eine art "Verwacklungsindex" anlegen kann ohne das die Brennweite übermittelt werden müsste.
Das sollt ebesonders bei den neuen Alphas gut gehen:

Durch eine Kontrastmessung nimmt man einen Punkt des Sensors und speichert seine momentane Position. Wenn nun verwackelt wird könnte die Kamera einfach schauen wohin das punkt gewandert ist und wie stark die Verpacklung war.
Dieser Wert könnte dann zum ausgleich hergenommen werden ohne eine Brennweiteninfo zu haben.

Ich denke NICHT das soetwas eingebaut ist, aber es wäre theoretisch möglich und würde nicht gechipte Linsen sehr gut stabilisieren.

Also hat jemand schriftliche offizielle Infos über den SSS oder bleiben wir weiter beim vermuten? :D :top:

Blitz Blank 03.06.2011 22:24

Shooty, erst den Thread komplett lesen, dann posten ;-)

Frank

Shooty 03.06.2011 22:32

Zitat:

Zitat von Blitz Blank (Beitrag 1183741)
Shooty, erst den Thread komplett lesen, dann posten ;-)

Frank

Ja hatte tatsächlich die letzten 2 nur überflogen um schnell mein Posting loszuwerden ;)

Habs auch nochmal mit lose gedrehtem Objektiv an der 100 getestet.
Dann wird nix stabilisiert ..... also der wackel dackel wackel dackelt nich ^^

stevemark 03.06.2011 23:46

Zitat:

Zitat von aidualk (Beitrag 1183590)
Steve: Mein Anti-Shake funktioniert zumindest auch mit ungechipten Objektiven. Ob er mit Chip und korrekter Brennweite noch besser wäre, kann ich freilich nicht sagen, aber dass er auch ohne geht ist ein fakt.

Nun, es ist ganz klar - und stand so auch in den Werbeinfos zur Dynax 7D! -, dass die Kamera für eine optimale Funktion des Antishakes eben die Brennweiteninfo braucht. Da sich bei den Minolta-Makros die effektive Brennweite durch das Fokussieren relativ stark ändert (und da die effektive Brennweite wohl nicht ausgelesen werden kann), verschlechtert sich die Wirksamkeit des AS bei ebendiesen Objektiven im Nahbereich zunehmend. Bei Zoomobjektiven bekommt der Kameracomputer ide effektive Brennweite natürlich übermittelt!

Und nun zu Deinen ungechipten Objektiven - ich hab's gerade mal mit den beiden folgenden Objektiven probiert (jeweils fünf Aufnahmen pro Objektiv):

1) A900 & ungechippt adaptiertes MinMD 2.8/200mm, f2.8, 1/20s, AS ein
2) A900 & MinAF 2.8/200mm APO, f2.8, 1/20s, AS ein

Wie zu erwarten, waren bei 1/20 s die Aufnahmen mit dem ungechippten MD 2.8/200mm alle verwackelt: zwei mässig, drei stark. Alle Aufnahmen mit dem gechipten AF 2.8/200mm APO hingegen waren tadellos scharf. Hier die Crops aller zehn Aufnahmen:

http://artaphot.ch/images/stories/a900_antishake.jpg

Somit ist gezeigt, dass der Antishake auf die (Brennweiten-)Informationen aus den Objektivchips angewiesen ist, um korrekt zu funktionieren. Bei ungechipten Objektiven funktioniert er nicht korrekt.

Zitat:

Zitat von aidualk (Beitrag 1183590)
Aber die Diskussion ist wohl ähnlich derer im Nachbarforum vor einiger Zeit, wo einige daran zweifelten, dass die Multisegmentbelichtungsmessung auch ohne Chip funktioniert, bis es 2 bewiesen hatten, dass es doch genauso funktioniert wie mit Chip.

Ob genauso würde ich mal bezweifeln. Eher wird die Cam bei Fehlen gewisser Daten "einen Schritt zurückschalten" und aus den vorhandenen Infos das beste machen. Zumindest bei der Blitzmessung macht die A900 das: Bei Objektiven ohne Distanz-Encoder rechnet sie aus den Umdrehungen und der Überstzung des AF-Getriebes die ungefähre Distanz des Objektives aus; diese Info fliesst dann mit ein in die Kalkulation der notwendigen Blitzleistung (Quelle: Scheibel und eigene Versuche).

Gr Steve

Tom 05.06.2011 16:52

Zitat:

Zitat von stevemark (Beitrag 1183769)
Somit ist gezeigt, dass der Antishake auf die (Brennweiten-)Informationen aus den Objektivchips angewiesen ist, um korrekt zu funktionieren. Bei ungechipten Objektiven funktioniert er nicht korrekt.

Wenn Du jetzt noch eine Bildreihe mit abgeschaltetem AS hinzufügst, wissen wir auch, ob er ohne Chip nicht nur "nicht korrekt" oder aber gar nicht funktioniert.

Um die These "ohne Chip werden 50mm Brennweite angenommen" zu überprüfen, könnte man die drei Testreihen (AS=AUS / AS=EIN + Objektiv ohne Chip / AS=EIN + Objektiv mit Chip) mal mit 50mm-Objektiven durchführen.
Natürlich mit einer Belichtungszeit, bei der man ohne AS den Tatterich schon deutlich wahrnimmt (1/10-1/5 s?).
Wenn die These zutrifft, sollte die Erfolgsquote zwischen AS=EIN + Objektiv ohne Chip und AS=EIN + Objektiv mit Chip gleich groß sein, und gleichzeitig immer noch deutlich höher als bei ausgeschaltetem AS.

Blitz Blank 05.06.2011 22:27

Zitat:

Zitat von Tom (Beitrag 1184130)
Wenn Du jetzt noch eine Bildreihe mit abgeschaltetem AS hinzufügst, wissen wir auch, ob er ohne Chip nicht nur "nicht korrekt" oder aber gar nicht funktioniert.

Das wissen wir längst (wenn wir den Thread gelesen hätten) ;-)

Frank

Tom 06.06.2011 10:24

Zitat:

Zitat von Blitz Blank (Beitrag 1184261)
Das wissen wir längst (wenn wir den Thread gelesen hätten) ;-)

Frank

Schön für "Euch", daß "Ihr" den Thread gelesen habt.
Ich habe das auch (mehrfach), sehe diese Aussage aber nicht so deutlich...

Was mich viel mehr interessiert, woher stammt eigentlich die Information, daß die Kamera 50mm Brennweite annimmt, wenn ein chiploses Objektiv angeflanscht ist?
Ist das Hörensagen, Erfahrungswert oder schwarz-auf-weiß irgendwo offiziell nachzulesen?

Shooty 06.06.2011 14:59

Zitat:

Zitat von Tom (Beitrag 1184365)
Was mich viel mehr interessiert, woher stammt eigentlich die Information, daß die Kamera 50mm Brennweite annimmt, wenn ein chiploses Objektiv angeflanscht ist?
Ist das Hörensagen, Erfahrungswert oder schwarz-auf-weiß irgendwo offiziell nachzulesen?

Darum gings mir ja auch unter anderem. Ich wollte das endlich mal belegt haben. Bin aber erst im nachhinein auf die Idee gekommen das schnell selbst testen zu können.

Also ich schreibs nochmal.
Wenn du das Objektiv einen tick lose drehst arbeitet der SSS einfach garnichtmehr.

Das heisst somit sollten auch keine 50 mm angenommen werden. Und selbst wenn die 50 mm angenommen werden, der Sensor bewegt sich nichtmehr, also stabilisiert sich auch nix *G* ganz einfach das ;)

Ihr könnts ja selbst testen!
Einfach Objektiv ein bischen lose schrauben und mit langer belichtungszeit abdrücken. Schon hört man kein SSS rattern/rauschen mehr wenn man die Kamera bewegt (oder einfach nur in der Hand hällt).

mrieglhofer 06.06.2011 15:21

Zitat:

Woher ist diese Info schonwieder?

Habe ich eh schon früher korrigiert. Habe ich mit den AF Confirm Adaptern verwechselt, die meist auf 50mm eingestellt sind. Daher gehen sie auch mit anderen Brennweiten nicht gut.

Blitz Blank 06.06.2011 19:28

Zitat:

Zitat von Shooty (Beitrag 1184487)
Einfach Objektiv ein bischen lose schrauben und mit langer belichtungszeit abdrücken. Schon hört man kein SSS rattern/rauschen mehr wenn man die Kamera bewegt (oder einfach nur in der Hand hällt).

Bei der a850 hört man bei Auslösung ganz deutlich, wenn der SSS eingeschaltet ist, egal ob mit oder ohne Objektiv.
Der Sensor wird bei SSS off aber nicht mehr verschoben.

Zitat:

Zitat von Shooty (Beitrag 1184487)
Ihr könnts ja selbst testen!

Tja...

Frank


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