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Roland Hank 28.03.2014 18:16

Zitat:

Zitat von Jahresprogramm (Beitrag 1564774)
Ich finde die zweite Version nicht besser. Da wurden so viel weggeschnittenen, z.B. die Dame mit Regenschirm ganz links, oder der gesamte Vordergrund...

Was braucht den die Bildaussage mehr als den Mann, das fahrende Auto und den Zebrastreifen? Wie heisst es immer so schön, ein gutes Bild ist es dann, wenn du nichts mehr weg lassen kannst. Wenn schon "Suchbild", dann mit ganz klarer Schärfe, und riesengroß präsentiert. Da kann man dann mit dem Auge auf Suche nach Details gehen, aber doch nicht hier.

Der Mann darf, weil er sich bewegt, auch Bewegungsunschärfe zeigen, ebenso wie das Auto. Nur der Zebrastreifen sollte als fixer Bezugspunkt scharf sein. Das ist doch im beschnitten Bild alles sehr stimmig, egal ob jetzt Zufall oder nicht, das Ergebnis zählt. Wenn jetzt als zusätzliches Bildelement noch eine unscharfe (bewegte) Laterne dazu kommt, bricht das ganze Kartenhaus zusammen. Eine Laterne bewegt sich nun mal nicht (höchstens bei Erdbeben). Dann tritt deutlich zu Tage, daß es eigentlich eine verwackelt Aufnahme ist. Eine angeschnittene Frau am Bildrand braucht es auch nicht.

Ich finde dies ein wunderbares Beispiel wie man aus einer misslungenen Aufnahme nur durch den Beschnitt ein tolles Bild machen kann. Nur leider wurde hier die falsche Version vorgeschlagen.

Gruß Roland

amateur 28.03.2014 18:39

Zitat:

Zitat von Roland Hank (Beitrag 1565248)
Ich finde dies ein wunderbares Beispiel wie man aus einer misslungenen Aufnahme nur durch den Beschnitt ein tolles Bild machen kann. Nur leider wurde hier die falsche Version vorgeschlagen.

Ich folge Dir dort gar nicht! Ich empfinde den urbanen Kontext wichtig für die Stimmung, die das Bild für mich transportiert.

Dann wird das Bild ohne Beschnitt links und rechts durch vertikale Linien eingerahmt, die gerade den Halt bieten, den man vielleicht wegen der fehlenden Schärfe vermisst. Und finally ist das rot sowohl der Säule als auch der Ampel ein farblicher Akzent in einem ansonsten gelb-grünen-Bild.

Der Mann mit Schirm ist dabei ohnehin so dominant, dass es keinen Zweifel gibt, was das Hauptmotiv des Bildes ist und man in keinster Weise von einem Suchbild reden kann.

Stephan

Jahresprogramm 28.03.2014 21:09

Hallo Roland,

Zitat:

Zitat von Roland Hank (Beitrag 1565248)
Wenn jetzt als zusätzliches Bildelement noch eine unscharfe (bewegte) Laterne dazu kommt, bricht das ganze Kartenhaus zusammen. Eine Laterne bewegt sich nun mal nicht (höchstens bei Erdbeben). Dann tritt deutlich zu Tage, daß es eigentlich eine verwackelt Aufnahme ist.

... aber auch im beschnittenen Bild sind die Gebäude in Hintergrund verwackelt. Warum dann den mEn so wichtigen wenn auch unscharfen Vordergrund wegschneiden und das Bild um eine Ebene bringen? Das Bild ist so oder so unschaf. Dennoch funktioniert es für mich. Die beschnittene Version verliert deutlich an Tiefe, Inhalten bzw. den so spannenden :D Details.

Übrigens hat für mich das Bild ein bisschen was von einer alten Lomo Aufnahme.

Grüße
Alex

Dana 29.03.2014 10:50

Kunst fängt da an, wo die Technik perfektioniert ist?
Eine gewagte These.

Mir reichen die scharf angedeuteten Zebrastreifen durchaus, denn die Schärfe war für mich beim ersten Hingucken überhaupt nicht wichtig, sondern nur das Gefühl, das ich beim Aufklicken des Bildes hatte. Und das war: "boah, mega...".

Die Farben sind genial, das Urbane ist genial, gerade das "leicht Wimmelige" ist toll, die Atmosphäre ist toll und spannend, das Motiv absoluter Glückstreffer...ich mag das Bild sehr und frage mich, ob es durch klassisch durchgezeichnete Schärfe nicht sogar verloren hätte.

Das Bild hat Dynamik und Bewegung und fängt einen mit Farben und Stimmung ein. Für mich als Betrachterin völlig gelungen. :top:

Jahresprogramm 01.04.2014 14:27

WOW, 105 Stimmen...

Günni 01.04.2014 14:54

Mann im Regen
 
Wann, was Kunst ist, lässt sich wohl schwer eingrenzen, hat aus meiner Sicht, da folge ich Dana, nichts mit Kunst ist fängt da an wo Technik perfektioniert ist oder für mich ist auch ein NOGO Kunst ist mit allen Mitteln gegen alle geltende Regeln zu verstossen.

Zum Bild selber:
Folgende Punkte gefallen mir nicht: das Taxi ist mir zu laaaaaaaaaaannnnnnng.
Eine kürzere Verschlußzeit wäre besser gewesen (Bewegungsunschärfe nicht so stark), dann wäre auch die Verwacklung nicht so extrem gewesen, - mein 2ter Kritikpunkt - ,
und ausser dem Zebrastreifen wären noch andere Elemente scharf abgebildet (rote Säule z.Bsp). Den Beschnitt von Roland finde ich sehr extrem, da gefällt mir das vorliegende Bild besser. Wenn ich das Bild beschneiden würde, dann nur den oberen Teil, dass die gelben rechteckigen was auch immer nicht mehr zu sehen sind.

Aber trotz der Unzulänglichkeiten, die die Aufnahme für mich hat, spricht sie mich sehr an und deswegen ein Ja

cdan 01.04.2014 15:07

Das Bild wurde nicht in die Ausstellung gewählt und wird daher in den Bilderrahmen zurück geschoben.

laker4life 01.04.2014 15:45

Hallo Zusammen,

auch wenn es das Bild nicht die Austellung geschafft hat möchte ich mich bei allen für die positive wie auch negative Kritik bedanken :top:

Es ist wirklich schwierig einzuschätzen, wenn ich etwas schneller oder früher reagiert hätte ob es dem Bild geholfen oder doch eher geschadet hätte. Ich denke, hätte ich länger Zeit gehabt mich eine um Bildkomposition zu kümmern, wäre es zwar teschnisch gesehen "sauber" geworden aber vllt. hätte dann das gewisse etwas gefällt.

Ich bin trotzdem mit meinen Ergebnis sehr zufrieden, eine halbe Sekunde später und ich hätte ggf. überhaupt kein Bild gehabt und das hätte mich mehr geärgert.

Jahresprogramm 01.04.2014 16:04

Zitat:

Zitat von Günni (Beitrag 1566456)
Wann, was Kunst ist, lässt sich wohl schwer eingrenzen, hat aus meiner Sicht, da folge ich Dana, nichts mit Kunst ist fängt da an wo Technik perfektioniert ist oder für mich ist auch ein NOGO Kunst ist mit allen Mitteln gegen alle geltende Regeln zu verstossen.

MEn ist es ein super Beispiel dafür, dass ein gutes Bild technisch nicht perfekt sein muss. Es kann ja auch wie bei z.B. Lomografie die "nicht perfekte Technik" zu einem Gestaltungsmittel oder gar einen Erkennungsmerkmal werden.

Grüße
Alex

matti62 01.04.2014 20:12

Zitat:

Zitat von Roland Hank (Beitrag 1565248)
...

... Wenn jetzt als zusätzliches Bildelement noch eine unscharfe (bewegte) Laterne dazu kommt, bricht das ganze Kartenhaus zusammen. Eine Laterne bewegt sich nun mal nicht (höchstens bei Erdbeben). Dann tritt deutlich zu Tage, daß es eigentlich eine verwackelt Aufnahme ist. Eine angeschnittene Frau am Bildrand braucht es auch nicht.

Gruß Roland

Aus meiner Sicht ist die Laterne der Hintergrund. Wenn das nicht wäre, wäre das Bild in Allem fast perfekt. Aber ansonsten finde ich den Moment auf Grund der beschriebenen Situation schon gut eingefangen.


Zitat:

Zitat von Kerstin (Beitrag 1496566)
Für diese Motive alleine liebe ich New York!
Würde mich interessieren, ob die Photoshopfunktion das Verwackeln ausgleichen kann.

ja das würde mich auch interessieren ob das jemand hinbekommt. Meine Tests greifen da bis jetzt immer ins Leere (bei manchen Bildern habe ich auch Laternen, die ich gerne beseitigen möchte).


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