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Kerstin 30.09.2009 20:42

Zitat:

Zitat von cheaptrick (Beitrag 899315)
Hallo,

interessanter Thread...:top:

Wenn auf einer Familienfeier ein Berufsfotograf und mehere Gäste mit Kamera (was ja bestimmt immer der Fall ist) zugegen sind, kann man sich ja absprechen bzw. ergänzen.
Denn mit einen Vertrag den Gästen vor der Nase herumwedeln :evil:, das jene dies und das nicht dürfen stösst bei manchen bestimmt auch Sauer auf.
Professionalität bedeutet auch ein wenig Taktgefühl zu haben...die anwesenden Gäste mit Kamera sind oft doch Amateure.

Gruss
Andreas

Ähem .... wir sprechen uns mal wieder wenn du deine erste PAY-Hochzeit als professioneller Fotograf hinter dir hast. Das ganze ist nämlich kein entspanntes Geknipse, sondern harte Arbeit, da musst du permanent auf den Punkt arbeiten und was ganz sicher nicht geht ist noch ein paar Diskussionen mit Gästen zu führen, warum man es jetzt nicht so schön findet, dass sie gerade genau im Weg stehen :evil:.
Meist ist man als Fotograf für einen fixen Zeitraum gebucht, der Zeitplan ist straff und es liegt in der Aufgabe des Fotografen, alles für das Paar in der Zeit zu tun, wofür man bezahlt wird. Und auch, jegliche Probleme vom Brautpaar fernzuhalten. Die haben dafür keinen Kopf, das ist nur meine Aufgabe.
Neulich hatte ich sogar mal eine Dame, die mich noch - ganz freundlich - gebeten hat, ob ich noch von ihr und ihrer Familie ein paar Bilder machen könnte .... meine Antwort war ein bestimmtes und sehr undiplomatisches: Nein, sorry, aber ich bin hier um die Hochzeit abzulichten und ich habe einfach jetzt keine Zeit dafür.

gpo 30.09.2009 22:02

Zitat:

Zitat von T-Rex (Beitrag 899334)
Hab ich recht oder nicht?

Nein....hast du nicht denn....am Geld scheiden sich die Geister :top:

und gleich dazu, ich meine NICHT das Profi-Honorar sondern die Kohle...
die vom Brautpaar investiert wird, die Nobellkarossen mit denen man auftrumpfen will,
der Gesamtaufwand der ...."den anderen zeigen soll wo der Hammer hängt"

und DAS wollen die Auftraggeber...fotografisch dokumentiert haben:top:
alles andere ist weicheiergelaber:oops:

Zitat:

Zitat von bossi40 (Beitrag 899339)
So ist es!!!:lol:
Wobei, mit dem Berufsfotografen habe ich kein Wort gewechselt, er hat wirklich gut seinen Job erledigt.
Bossi

Bossi...wenn ich da gestanden hätte mit meinem automatisch eingebautem 360° Rundumblick....
hätte ich auch kein Wort verloren und mein Assi/stentin hätte das auf "Blickkontakt erledigt :cool:...
du glaubst doch nicht im ernst, das der "zauberkünstler" nicht auch nervös ist,
der MUSS ein tolle Ergebnis abliefern....ist da nicht klar geworden :roll:

Zitat:

Zitat von Kerstin (Beitrag 899355)
Ähem ......Nein, sorry, aber ich bin hier um die Hochzeit abzulichten und ich habe einfach jetzt keine Zeit dafür.


Kerstin....du bist ja eine echte Powerfrau...so kenne ich das gar nicht:top::top::top:
und hast sogar noch den Vorteil, das man konsequenten Frauen das eher abnimmt...
als bärtigen Altfotografen:evil::P:cool:
Mfg gpo

cheaptrick 30.09.2009 22:21

@ kerstin:

...bin selbst kein professioneller Fotograf, fotografieren tue ich in meiner Freizeit:).
Hmm, es ist eine Hochzeitsfeier zu der man eingeladen wird und da kann es schon vorkommen das einigen Gästen der anwesende Fotograf einfach egal ist ob mit oder ohne Bezahlung. Man feiert, hat Spass unterhält sich ,tanzt oder man trinkt einen mehr oder weniger. Den seine Probleme werden wohl in diesem Moment recht wenige Gäste interessieren...man ist zum feiern da.

@ MD800

Ja das wäre bestimmt Ideal...aber bestimmt eine Feier :flop:

AlexDragon 01.10.2009 06:06

@ Kerstin,

Du sprichst mir aus der Seele - Es ist wirklich Knochenarbeit ;)

oetzel 01.10.2009 07:56

Wenn's Knochenarbeit ist, dann muss sich das eben im Lohn wiederspiegeln.

Von der anderen Seite: Ich habe kürzlich geheiratet, und um so etwas zu vermeiden, habe ich erst gar keinen Fotografen bestellt. Denn wenn ich hätte wählen müssen zwischen einem Gast und dem Fotograf, wäre der Fotograf gegangen. Auf meiner Feier sind meine Gäste König.

AlexDragon 01.10.2009 08:11

Zitat:

Zitat von oetzel (Beitrag 899492)
Wenn's Knochenarbeit ist, dann muss sich das eben im Lohn wiederspiegeln.

Von der anderen Seite: Ich habe kürzlich geheiratet, und um so etwas zu vermeiden, habe ich erst gar keinen Fotografen bestellt. Denn wenn ich hätte wählen müssen zwischen einem Gast und dem Fotograf, wäre der Fotograf gegangen. Auf meiner Feier sind meine Gäste König.

Also bei den meißten Hochzeiten, wo ich als Fotograf war, habe ich das aus Freundschaft, entweder zur Braut, oder zum Bräutigam, getan und war nur auf wenigen Hochzeiten als "Reiner" Fotograf, so das sich die Frage, von wegen Gast, oder nicht, garnicht erst gestellt hat ;)
Und wenn ALLE so denken würden, gäbe es keine Fotografen mehr auf Hochzeiten ;)

oetzel 01.10.2009 08:21

Zitat:

Zitat von AlexDragon (Beitrag 899504)
Also bei den meißten Hochzeiten, wo ich als Fotograf war, habe ich das aus Freundschaft, entweder zur Braut, oder zum Bräutigam, getan und war nur auf wenigen Hochzeiten als "Reiner" Fotograf, so das sich die Frage, von wegen Gast, oder nicht, garnicht erst gestellt hat ;)
Und wenn ALLE so denken würden, gäbe es keine Fotografen mehr auf Hochzeiten ;)

Wenn man halb Gast halb Fotograf ist, ist das ja auch nochmal etwas anderes :D. Du musst Dir nur vorstellen, Du gibts jemand 500-1000 Euro mit auf die Reise und er fängt an Deine Gäste zu drangsalieren :lol:

Und klar: Ich hab natürlich hauptsächlich keinen (professionellen) Fotografen gehabt, weil es mir einfach nicht so wichtig war ;). Da setzt jeder seine Prioritäten anders.

Traumtraegerin 01.10.2009 08:53

Wenn ich auf einer Familienfeier sehe, dass ein Profi am Werk ist, halte ich mich mit meinem Apparat zurück und lasse den Mann/die Frau schalten und walten. Denn er wird dafür bezahlt und muss einen guten Job für gutes Geld machen. Die Auftraggeber haben sich etwas dabei gedacht, wenn sie jemanden engagiert haben.
Auf der Konfirmation meines Patenkindes fotografierte ein Fotograf vor der Kirche und viele Eltern stellten sich dazu, um die Kids abzulichten. Das Gewusel könnt ihr euch ja wohl vorstellen. Ich bewunderte die Ruhe, die der Fotograf dabei an den Tag legte... und wartete ab, bis er seinen Job erledigt hatte ;-)

Zum Thema Fotograf auf einer Hochzeit habe ich bereits Erfahrungen gesammelt ;-)
Ich habe ja bereits 2 eigene Hochzeiten hinter mir. Für die erste vor 25 Jahren hatten wir damals extra einen Fotografen an der Seite, der beim Standesamt, in der Kirche und anfangs auf der Feier fotografierte.
Vor zwei Jahren dann die 2. Hochzeit; ganz ohne Profi. Das Ergebnis war, dass einige Gäste für sich Fotos machten und es dauerte sehr lange, ehe wir alle beisammen hatten. Die letzten trudelten erst vor 2 oder 3 Wochen bei uns ein :-( Die schönsten und witzigsten Fotos hat mein Junior (damals 14) mit meiner A 100 gemacht. Sowieso muss ich feststellen, dass er es auf Partys immer wieder schafft, die Leute zu begeistern, sich fotografieren zu lassen. :-)
Trotzdem gibt z.B. kein Familienfoto, auf dem alle in eine Richtung kucken. Aaaaaaaaber.... die schönsten Erinnerungen sind auf meiner persönlichen Festplatte gespeichert... meine Erinnerungen an die Band, die schon in der Kirche einen Wahnsinns-Auftritt hatte; an meinen Mann, der extra ein Lied geschrieben und gesungen hat... DAS bekommt kein Fotograf zustande- egal ob Profi oder nicht - ;-)

Ach ja: Die Fotos von der ersten Hochzeit sind kürzlich alle in den Müll gewandert... nicht wegen der Erinnerungen an meinen Ex-Mann, sondern weil sie mir einfach zu gestellt und steril wirkten....

Kerstin 01.10.2009 10:48

Zitat:

Zitat von gpo (Beitrag 899409)
Kerstin....du bist ja eine echte Powerfrau...so kenne ich das gar nicht:top::top::top:
und hast sogar noch den Vorteil, das man konsequenten Frauen das eher abnimmt...
als bärtigen Altfotografen:evil::P:cool:
Mfg gpo

NEIN zu sagen ist eine Kunst, die muss man sich aber dabei antrainieren. Und jeder lernt durch seine Erfahrungen.
Ich hatte mal einen Auftrag, eine Familie abzulichten. 13 Personen glaub ich. Besprochen war: Gruppenbilder sowie Kleingruppenbilder der zusammengehörenden Familien. Daraus wurde dann letztlich sowas wie: Kerstin, bitte, kannst du auch noch alle Brüder mit dunklen Haaren und blauer Hose etc. etc..... Erkenntnis: aus einem Shooting wurden plötzlich 20 oder mehr Sets, ich habe nicht nein gesagt, ich habe meine Zeit vergeudet, und die Leute hatten plötzlich Bilder für einen Abzugspreis der ja nichtmal so hoch war. Mir sind potentielle Einzelshootings durch die Lappen gegangen, die sie so jetzt einfach mit abgestaubt haben.
Hätte ich einfach mal nein gesagt, hätte ich mir a) viel Zeit und b) auch viel Nachbearbeitung erspart.
Und so lernt man mit der Zeit, auch mal einer Bitte nicht nachzukommen.

gpo 01.10.2009 11:06

Zitat:

Zitat von oetzel (Beitrag 899508)
Du musst Dir nur vorstellen, Du gibts jemand 500-1000 Euro mit auf die Reise und er fängt an Deine Gäste zu drangsalieren :lol:

Zitat:

Zitat von Traumtraegerin (Beitrag 899522)

Ach ja: Die Fotos von der ersten Hochzeit sind kürzlich alle in den Müll gewandert... nicht wegen der Erinnerungen an meinen Ex-Mann, sondern weil sie mir einfach zu gestellt und steril wirkten....

Moin
wie wir lesen können...

haben 100 Leute auch 150 Varianten zu bieten :shock::lol::top:
heißt nur auf Hochzeiten ist ALLES möglich....:!:

ich spreche ja überwiegend für Berufsfotografen
und da muss man auch unterscheiden, ob der nur aus Freundschaft bestellt wurde...
( so wie ca. dreimal bei mir...mache sonst Keine Hochzeiten!)

oder....
totall arrangierte Events mit allem drum und dran!

wer also eine teure Hochzeit betreibt, will auch Ergebnisse(denkt an Türkenhochzeiten)und dann muss es eben "professionell ablaufen"

das gilt für Profis genauso für Semis....

Die Bilder müssen dann nicht zwangsläufig gestellt aussehen...
das liegt einzig an der Erfahrung des Fotografen....nur mal ein Beispiel:

### Gäste bekommt man gut päarchen- oder gruppenweise...vor dem Essen abgelichtet:top:
da sortieren sich alle ein, sitzen dann erwartungsvoll am Tisch...das Essen dauert etwas bis es kommt...

das ist die Gelegeheit für alle Fotografen... 2-6 Personen als Gruppen am Tisch abzulichten:top::top::top:
die Leute sind guter Stimmung schauen in die Kamera, können am Tisch nicht weglaufen:top:

direkt beim Essen....fotografiert man gar nicht:evil::flop::cool:
zu häufig kommen Bilder dabei raus, wo eine Dame die Hähnchenkeule gerade im Dekolltee versenkt, der Herr sich die weiße Weste mit Rotwein bekleckert:shock::oops::lol:

Das Paar selbst...
sollte ein eigenes Timing haben...:top:
also eine feste Zeit, wo Assistenten oder Helfer einen Ort vorbereitet haben,
ein wenig die Wimpern ausgetuscht werden, die Haare gerichtet und....
wo JEMAND ist der DIE im Griff hat...
so wären gute Ergebnisse garantiert, und alle sind zufrieden....:top::top::top:

Kellner und Bedienung....
ich kann nicht erinnern jemals von der Bedienung behindert worden zu sein...
die schauen cool nach allen Seiten und bekommen ihr Essen auch hin, wenn ein Fotograf darumfuselt:top:

daran sollten "andere Fotografen" sich ein Beispiel nehmen :top::cool:
danke fürs Zuhören:D
Mfg gpo

alberich 01.10.2009 12:40

Zitat:

Zitat von gpo (Beitrag 899582)
....(denkt an Türkenhochzeiten)....

"türkische Hochzeiten"
so viel Zeit muss sein.

binbald 01.10.2009 13:27

Zitat:

Zitat von Kerstin (Beitrag 899571)
NEIN zu sagen ist eine Kunst, die muss man sich aber dabei antrainieren.

Wobei das bei Leuten, die man kennt schwerfällt - bzw. diese nicht immer die Grenze zwischen Auftrag und persönlichem Gefallen verstehen. Insofern sagen da manche gleich von vornherein: Nein, holt Euch lieber gleich einen andern, der von außen dazukommt.

Zitat:

Zitat von alberich (Beitrag 899639)
"türkische Hochzeiten"
so viel Zeit muss sein.

Solange es keine getürkten Hochzeiten sind...

Kerstin 01.10.2009 13:28

... Bauernhochzeiten :P ... :mrgreen:

kearny 01.10.2009 15:20

Verstehe wer will, welcher Popanz da aufgebaut wird wegen ein paar spießiger gestellter Fotos, die bestenfalls eingerahmt auf dem Kaminsims der Schwiegereltern neben dem verblichenen Dackel stehen oder als Grußkarte an einer Pinnwand vergilben und eh ins Altpapier wandern.

Sobald mit dem Fotografieren Geld verdient wird, scheint das Ganze für manche eine spaßfreie Angelegenheit zu sein. Nicht mehr lange, und man wird auf Hochzeiten Unterlassungserklärungen unterschreiben müssen, wenn man die Kamera nicht wegpackt, weil der vertraglich gebundene Profi sonst verschwindet.

Kerstin 01.10.2009 15:30

Zitat:

Zitat von kearny (Beitrag 899703)
Verstehe wer will, welcher Popanz da aufgebaut wird wegen ein paar spießiger gestellter Fotos, die bestenfalls eingerahmt auf dem Kaminsims der Schwiegereltern neben dem verblichenen Dackel stehen oder als Grußkarte an einer Pinnwand vergilben und eh ins Altpapier wandern.

Sobald mit dem Fotografieren Geld verdient wird, scheint das Ganze für manche eine spaßfreie Angelegenheit zu sein. Nicht mehr lange, und man wird auf Hochzeiten Unterlassungserklärungen unterschreiben müssen, wenn man die Kamera nicht wegpackt, weil der vertraglich gebundene Profi sonst verschwindet.

Es ist Arbeit - ganz einfach! Und wenn man arbeitet sollte tunlichst niemanden haben, der einem im Weg rumsteht und einen an der Ausübung derselben hindert. So einfach ist das nämlich.
Und die spießigen gestellten Fotos sind nunmal in der Regel, so man sie nicht ausschließt, Bestandteil des Vertrages und ja: Es gibt Abnehmer dafür! Weil jeder Gast möchte sich auf den Bildern der Feier wiederfinden, jeder. Gibt nichts Schlimmeres, als jemanden nicht aufgenommen zu haben. Daher ist ein zeitiges Gruppenfoto noch immer Pflicht.
Daher verstehe ich gar nicht, warum das so wenig verstanden wird.
Klar, es ist um einiges relaxter wenn ich mal eben so rumknipsen kann. Aber eine Hochzeit 3-4 h zu fotografieren und alles mitzunehmen von den Formals über die Emotions und nichts und niemanden auch zu übersehen ist mehr als Rumgeknipse. Das ist volle Konzentration auf den Auftrag. Und zwar unabhängig davon, ob ich dafür Geld bekomme oder als gebuchte Fotografin ohne Bezahlung arbeite, weil es sich um Freunde oder Familie handelt.

Tobi. 01.10.2009 15:38

Zitat:

Zitat von About Schmidt (Beitrag 898568)
Es ist doch so, wenn man nicht stört, dürfte es auch keinen Berufsfotografen aus der Ruhe bringen. Sei denn, er hat die Befürchtung, man liefert besseres ab, als er. Dann ist er eh fehl am Platz.

Ähnlich kenne ich das auch. Ich hab allerdings auch einmal einer Fotografin der lokalen Zeitung gezeigt, was ich von ihren Bildern halte. ;-)

Sie stellte eine Gruppe auf, voll im Sonnenlicht, vor grausigem Hintergrund. Als sie ihre Bilder fertig gemacht hatte, hab ich auch erst brav eins so aufgenommen und dann die komplette Gruppe neu woanders aufgestellt, um meine Bilder zu machen. Da kam sie dann wieder an, und wollte doch nochmal...

Tobi

Tobi. 01.10.2009 15:39

Zitat:

Zitat von chri$ti@n (Beitrag 898508)
Du lieferst zuerst die CD und dann entscheidet das Brautpaar, welche Abzüge sich möchten und anschließend wird dann erst bezahlt? Wenn ja - das kenne ich definitiv anders.

Es gibt auch Hochzeitsfotografen, die einfach am Ende eine CD mit großen Bilddateien und einen Stapel Abzüge abgeben. Ist vielleicht etwas unkonventionell, spart ihm aber viel Verwaltungsarbeit und lässt dem Brautpaar freie Hand bei der Auswahl.

Tobi

Tobi. 01.10.2009 15:46

Zitat:

Zitat von CB450 (Beitrag 898947)
Bei jedem zweiten Bild lächelt meine Tochter in eine andere Kamera.
Aber wie soll ich "Uncle Bob" mütterlicherseits vergraulen, ohne hinterher Ärger mit meiner Frau zu bekommen.:lol:

Wenns partout nichts wird, kann man auch einfach mal nett sagen, dass man selbst gerne im Zentrum der Aufmerksamkeit sein möchte. Dann muss man nur noch einen der zu fotografierenden, der gerade zufällig in eine andere Kamera schaut, nochmal drauf hinweisen, danach klappts. Und alle anderen können zwar noch Bilder machen, aber haben hoffentlich keine Aufmerksamkeit mehr. :-)

Zugegeben, bei Kindern oder sehr großen Gruppen wird das wieder schwer. Aber sonst...

Tobi

Tobi. 01.10.2009 15:48

Zitat:

Zitat von Ellersiek (Beitrag 899174)
Mir fällt da gerade noch eine Situation ein:
Im Durchgang am Pheno in Wolfsburg (moderne Betonarchitektur, ohne das man das Pheno jetzt hätte auf den Bildern erkennen können) konnte ich mal eine Session mit Modell, Nebel und Requisiten beobachten.

Was wäre gewesen, wenn ich für meine privaten Zwecke, also keine Veröffentlichung, natürlich mit Abstand und diskret, hier mitfotografiert hätte? Ich hätte mich auf jedenfall nicht gewundert, wenn mich der Fotograf inmeine Schranken verwiesen hätte.

Hätte ihn vermutlich nicht gestört, er hätte es vielleicht nicht einmal mit bekommen. Und wenn doch, hättest du eventuell ganz schnell einen großen Assistenten mit großem Reflektor vor dem Objektiv gehabt.

Ansonsten wäre das in dem konkreten Fall auch eher Sache des Models, denn für das gibts immer noch das Recht am eigenen Bild.

Tobi

binbald 01.10.2009 16:04

Zitat:

Zitat von Tobi. (Beitrag 899720)
Es gibt auch Hochzeitsfotografen, die einfach am Ende eine CD mit großen Bilddateien und einen Stapel Abzüge abgeben. Ist vielleicht etwas unkonventionell, spart ihm aber viel Verwaltungsarbeit und lässt dem Brautpaar freie Hand bei der Auswahl.

Genauso habe ich das öfters mitbekommen. CD (bzw. heute mehrere DVDs) und eine Ausbelichtung der kompletten Serie. Kostet ein klein bisschen mehr - aber beide Seiten sind danach fertig und zufrieden.

Ellersiek 01.10.2009 17:56

Hi Tobi,
Zitat:

Zitat von Tobi. (Beitrag 899727)
...Ansonsten wäre das in dem konkreten Fall auch eher Sache des Models, denn für das gibts immer noch das Recht am eigenen Bild....

War es nicht so, dass das Recht am eigenen Bild sich auf die Veröffentlichung nicht aber auf das Fotografieren bezieht. Will sagen: Ich hätte soviele Fotos machen können, wie ich gewollt hätte, nur veröffentlichen hätte ich sie nicht dürfen, oder?

Gruß
Ralf

Tobi. 01.10.2009 18:02

Zitat:

Zitat von Ellersiek (Beitrag 899810)
War es nicht so, dass das Recht am eigenen Bild sich auf die Veröffentlichung nicht aber auf das Fotografieren bezieht. Will sagen: Ich hätte soviele Fotos machen können, wie ich gewollt hätte, nur veröffentlichen hätte ich sie nicht dürfen, oder?

Ja, aber da gibts auch noch den Passus der drohenden Veröffentlichung, bei der die Erstellung der Bilder verweigert werden kann.

Tobi

Ellersiek 01.10.2009 20:40

Zitat:

Zitat von Tobi. (Beitrag 899815)
Ja, aber da gibts auch noch den Passus der drohenden Veröffentlichung, bei der die Erstellung der Bilder verweigert werden kann.

Tobi

Tja, wieder mal etwas dazu gelernt:
Zitat:

Recht_am_eigenen_Bild:

Wurde das Recht am eigenen Bild durch eine unbefugte Veröffentlichung verletzt, oder droht die unberechtigte Veröffentlichung eines Bildes, kann der Betroffene einen Unterlassungsanspruch gem. §§ 12, 862, 1004 Abs. 1 S. 2 BGB analog in Verbindung mit § 823 Abs. 2 in Verbindung mit §§ 22,23 KUG gegen das jeweilige Medium geltend machen (Verbreiterhaftung) um die Erstveröffentlichung des Bildes oder eine wiederholte Veröffentlichung zu verhindern.
Nur verstanden habe ich es nicht: Wann droht den eine Veröffentlichung? Droht die nicht eigentlich immer?

Grüßend, aber nicht drohend,
Ralf

Tobi. 01.10.2009 20:43

Zitat:

Zitat von Ellersiek (Beitrag 899923)
Nur verstanden habe ich es nicht: Wann droht den eine Veröffentlichung? Droht die nicht eigentlich immer?

Seitdem es 'Leserreporter' gibt, eigentlich schon. Ich kenne mich mit der Rechtssprechung in der Richtung aber nicht aus, insofern kann ich da leider nicht weiterhelfen.

Tobi


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