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hanito 03.05.2011 23:34

Zitat:

Zitat von Giovanni (Beitrag 1173932)
Alles manuell einstellen und Stangenantrieb sind zwei Paar Stiefel.

Natürlich wird man bei richtigen Kameras auch zukünftig alles manuell einstellen können. Ausschließlich vollautomatische Spielzeugkameras kann man dagegen heute schon durch ordentliche Handys ersetzen.

Manuell einstellen wer will das dann noch, wer kann schneller sein wie ein Computer mit all seinen Möglichkeiten.
Genau das ist es was manche nicht begreifen wollen, richtige Kameras sind dann nicht mehr die nach heutigem Muster. Die werden anders sein, mit Sicherheit und die Jungen werden damit auch kein Problem haben.

Giovanni 03.05.2011 23:55

Zitat:

Zitat von hanito (Beitrag 1173934)
Manuell einstellen wer will das dann noch,

Ich. Kreative Bildgestaltung erfordert nun mal manuelle Einstellung.

Zitat:

Zitat von hanito (Beitrag 1173934)
wer kann schneller sein wie ein Computer mit all seinen Möglichkeiten.

Das ist doch völlig schnurz. Wer schnell knipsen will, ist ein Schnellknipser. Mit Fotografie hat das wenig zu tun - den Job kann wirklich ein Computer machen.

Zitat:

Zitat von hanito (Beitrag 1173934)
Genau das ist es was manche nicht begreifen wollen, richtige Kameras sind dann nicht mehr die nach heutigem Muster. Die werden anders sein, mit Sicherheit und die Jungen werden damit auch kein Problem haben.

Knipsen kann heute schon jeder mit seinem Handy, dazu braucht's nicht mal ne extra Kamera und die meisten Knipser wollen auch gar keine mehr, wenn ihr Handy genug Megapixel hat.

Wer fotografieren will kommt dagegen um die grundlegenden Parameter Blende und Belichtungszeit in Verbindung mit einem halbwegs großen Sensor (oder wahlweise auch Film) nicht herum und das ist gut so. Alle Versuche, diese einfachsten Dinge dem Benutzer aus den Händen zu nehmen und einer Automatik zu überlassen, stellen wiederum höchstens diejenigen zufrieden, die mit einem Handy besser bedient sind.

Fotografieren "von Hand" ist keineswegs altmodisch.

Musiker und richtige Instrumente wurden schließlich auch nicht komplett durch Rhythmusautomaten und Sequencer ersetzt, auch wenn einige Leute das vielleicht vor ein paar Jahren vorhersagten und alle, die anderer Meinung waren, als rückständig belächelten.

oskar13 04.05.2011 01:50

Zitat:

Zitat von Giovanni (Beitrag 1173928)

Lustig, wie die damals verzweifelt waren.:mrgreen:

aidualk 04.05.2011 07:52

Zitat:

Zitat von Giovanni (Beitrag 1173937)
Musiker und richtige Instrumente wurden schließlich auch nicht komplett durch Rhythmusautomaten und Sequencer ersetzt, auch wenn einige Leute das vielleicht vor ein paar Jahren vorhersagten und alle, die anderer Meinung waren, als rückständig belächelten.

Ausser bei der Musik von Dieter Bohlen :lol: ;)

aber in allem anderen was du geschrieben und geantwortet hast, kann ich das exakt so für mich auch wieder geben.
Meine wichtigsten Parameter für die Fotografie, und die werde ich keinem Computer überlassen, es sei denn er kann meine Gedanken lesen, sind: Blende, Verschlusszeit, Belichtungskorrekturfaktoren, ISO und das gepaart mit einem möglichst hoch auflösenden Sensor. Viel mehr brauch und will ich auch nicht.

viele Grüße

aidualk

michaelbrandtner 04.05.2011 09:18

Zitat:

Zitat von Giovanni (Beitrag 1173928)
Trotzdem ist die Richtung insgesamt klar. Besonders bei Sony.

Schöner Link!
Das Zitat:
""We are not interested in the niche world of professionals,”"
Gefällt mir besonders.

So wie es aussieht hat Sony derzeit den höchsten Anteil bei den Systemkameras seit der Übernahme von KoMis DSLR-Sparte und sind sehr stabil auf Platz 2 bei den verkauften Kameras überhaupt.
Das machen sie komplett mit kompakten Knipskisten, den kleinen NEX und den kleinen Alphas (ich denke mal die A900 spielt keine sehr große Rolle mehr).

Und diese Produktpolitik ziehen sie ja auch durch, statt A77 kommt erst mal eine neue NEX 3 und A33, die beide noch relativ neu am Markt sind.
Vermutlich wird es auch noch Updates der 5er geben und Ersatz für A2xx und A3xx, dann kommt wohl mal wieder eine A77. Die A850 wurde kommentarlos eingestellt und wann die angegraute A900 ersetzt wird steht völlig in den Sternen.

Im Grunde haben sie schon 2006 alles gesagt ...

michaelbrandtner 04.05.2011 09:27

Zitat:

Zitat von aidualk (Beitrag 1173960)
Meine wichtigsten Parameter für die Fotografie, und die werde ich keinem Computer überlassen, es sei denn er kann meine Gedanken lesen, sind: Blende, Verschlusszeit, Belichtungskorrekturfaktoren, ISO und das gepaart mit einem möglichst hoch auflösenden Sensor. Viel mehr brauch und will ich auch nicht.

Ich frage mich, ob mal ein Hersteller diesen Markt bedient.
Derzeit laufe ich öfter mit einer Canon AE1 durch die Gegend, mit einer A1 ging die Fotografiererei vor 15 Jahren oder so los. Dieses Ding ist ein Genuß!

Ein Hersteller mit einem simplen Modell ohne diesen ganzen Schnickschnack, in einem soliden Gehäuse, das würde ich sofort kaufen.

Ich habe den Eindruck heutzutage ist es schwieriger die Automatiken zu verstehen als die Grundlagen des Fotografierens.

Tira 04.05.2011 13:41

Zitat:

Zitat von michaelbrandtner (Beitrag 1173976)
So wie es aussieht hat Sony derzeit den höchsten Anteil bei den Systemkameras seit der Übernahme von KoMis DSLR-Sparte und sind sehr stabil auf Platz 2 bei den verkauften Kameras überhaupt.

Sie waren mal Marktführer bei den Digiknipsen.:flop: Und bzgl. der 11,9% Marktanteil an den Systemkameras 2010 muss man sich klarmachen, dass sie dieses mit 2 Systemen und sage und schreibe 9 (neun) neuen Kameramodellen in 2010 erkämpfen mussten. Alles billige Plastikknipsen im Einsteigersegment: A450, A290, A390, A33, A55, A560, A580, Nex-3 & 5.

Teile davon (Nex & SLT) wurden mit erheblichen Marketinggetrommel und vielen gekauften Reviews in den Markt gedrückt. Und trotzdem sind nur knapp 12% des Marktes in Stückzahlen hängengeblieben. Umsatzbezogen sieht es bestimmt noch schlechter aus. Ein massiver Fehlschlag.:flop:

Sony hat es leider einfach nicht kapiert. Sie hatten mit A100, A700 und A900 ein so gutes Line-Up auf dem Weg. 2009 eine A750 mit dem 14 MP Sensor und einem ausgebauten und verbesserten AF-Modul, 2010 eine A950 mit einem noch weiter verbesserten AF-Modul und einer 14Bit-Datenverarbeitung + 1 fps mehr, 2011 eine A790 mit einem richtig präzisem AF-Modul, 24 MP 100%-Sucher, 14bit, LiveView über den Hauptsensor, aber immer noch mit der genialen Ergonomie der A700. Zwischendurch jährlich eine jeweils etwas ausgebaute Nachfolgerin der A100.

Ich bin mir sicher, wir würden jetzt über mehr als 20% Marktanteil reden, und die Nexe kämen noch obendrauf. Auf Augenhöhe mit Nikon wäre Sony bestimmt.

Aber so ist es halt nicht gelaufen. Die D90 war und ist bis heute bei Nikon ein absolutes Volumenmodell. Sony hat dieses Marktsegment 2009 einfach fallen lassen. Und statt dessen die A900 abgespeckt. Die 850 setzte dann preislich da ein, wo vorher die 900 stand, während diese einfach wieder teurer wurde. Man wollte die fortgeschrittenen Amateure auf die A850 zwingen - aber das konnte nix werden, nicht in der Masse. In dem Segment ist es halt doch bei vielen Kunden ein bisschen schwerer, sie zu verars..en.

Und so kann man Sony eigentlich für die bisherige Leistung nur bescheinigen: Sie haben sich stets bemüht.

michaelbrandtner 04.05.2011 14:05

Zitat:

Zitat von Tira (Beitrag 1174066)
Sie waren mal Marktführer bei den Digiknipsen.:flop: Und bzgl. der 11,9% Marktanteil an den Systemkameras 2010 muss man sich klarmachen, dass sie dieses mit 2 Systemen und sage und schreibe 9 (neun) neuen Kameramodellen in 2010 erkämpfen mussten. Alles billige Plastikknipsen im Einsteigersegment: A450, A290, A390, A33, A55, A560, A580, Nex-3 & 5.

Die SLTs sind da praktisch nicht dabei.
Die letzten Meldungen für Q1/2011 waren wohl ~15%.
Aber klar, sie machen das ganze praktisch ausschliesslich mit den "Billigknipsen", böse ausgedrückt.

Deswegen fand ich das Zitat vom Sony-Chef aus 2006 ja so interessant.
Sony ist an der Nische "professionelle Kameras" nicht interessiert.
Die bisherige Marktpolitik bestätigt das ja auch ganz klar, mit den Ausreissern A700 und A900/850, aber die hatte Minolta wohl schon fast fertig.

Zitat:

Zitat von Tira (Beitrag 1174066)
Sony hat es leider einfach nicht kapiert. Sie hatten mit A100, A700 und A900 ein so gutes Line-Up auf dem Weg.

Es hat ja keiner die echten Zahlen, aber die A700 und A900 waren wohl Flops.
Was nicht verwundert, wenn die Investitionen größer werden, dann schaut man schon auf die Sicherheit des Systems und investiert folgerichtig bei Canon oder Nikon.
Um im Bereich der ambitionierten Amateure und Profis punkten zu können, hätte Sony einen längeren Atem gebraucht.

Zitat:

Zitat von Tira (Beitrag 1174066)
2009 eine A750 mit dem 14 MP Sensor und einem ausgebauten und verbesserten AF-Modul, 2010 eine A950 mit einem noch weiter verbesserten AF-Modul und einer 14Bit-Datenverarbeitung + 1 fps mehr, 2011 eine A790 mit einem richtig präzisem AF-Modul, 24 MP 100%-Sucher, 14bit, LiveView über den Hauptsensor, aber immer noch mit der genialen Ergonomie der A700. Zwischendurch jährlich eine jeweils etwas ausgebaute Nachfolgerin der A100.

Sony macht das anders rum.
Der Bereich A100 wurde aufgesplittet auf A2xx,A3xx,A4xx,A5xx,A3x und A5x.
Alles drüber: A900 und zukünftig wohl A7x. Wenn die A7x gut geht, dann gibts vielleicht auch eine A9x. Wenn die A7x floppt dürfte sich das auch ereldigt haben.
Sony hat keine "fotografischen Ansprüche", die machen einfach alles was elektronisch ist und Geld bringt.

Zitat:

Zitat von Tira (Beitrag 1174066)
Und so kann man Sony eigentlich für die bisherige Leistung nur bescheinigen: Sie haben sich stets bemüht.

Nö.
Man muss sich nur gedanklich davon trennen, dass Sony das "bessere Minolta" ist.
Auf "Augenhöhe" mit Nikon und Canon wollen sie nicht sein, das ist ihnen zu teuer.
Auf das Volumen von Nikon oder Canon kommen sie auch so (Sony verkauft deutlich mehr Kameras als Nikon und fast so viele wie Canon). Ich kann mir auch gut vorstellen, dass Sony im Bereich der EOS1xxxD und EOSXXXD bzw. Nikon D3xxx und D5xxx bald das Wasser anteilsmässig abgräbt. Bei den Spiegellosen sind C+N noch gar nicht präsent.

Tira 04.05.2011 14:40

Zitat:

Zitat von michaelbrandtner (Beitrag 1174077)
Die letzten Meldungen für Q1/2011 waren wohl ~15%.
Aber klar, sie machen das ganze praktisch ausschliesslich mit den "Billigknipsen", böse ausgedrückt.

Woher kommt diese Zahl?

Zitat:

Es hat ja keiner die echten Zahlen, aber die A700 und A900 waren wohl Flops.
Bei der A700 in ich mir da nicht so sicher. Die hatte ganz schön Momentum erzeugt. Da hätte Sony nur dranbleiben müssen.

Zitat:

Um im Bereich der ambitionierten Amateure und Profis punkten zu können, hätte Sony einen längeren Atem gebraucht.
Genau!

Zitat:

Wenn die A7x floppt dürfte sich das auch ereldigt haben.
Sony hat keine "fotografischen Ansprüche", die machen einfach alles was elektronisch ist und Geld bringt.
D90 und Canon 550/600D sind doch absolute Cash-Cows. Und genau da ist Sony nicht präsent, ganz zu schweigen von 60D/7D/D7000/D300(S).

Zitat:

Nö.
Man muss sich nur gedanklich davon trennen, dass Sony das "bessere Minolta" ist.
Doch, sind sie irgendwie. Die A900 ist die digitale KB-Minolta, die Minolta nie hatte...;)

Zitat:

Auf "Augenhöhe" mit Nikon und Canon wollen sie nicht sein, das ist ihnen zu teuer.
Müssen sie aber, denn die verkaufen die Mengen, und sacken die Gewinne ein! Und genau das will Sony doch. Aber sie müssen halt kapieren, dass man dafür eben seine Kunden auch zufriedenstellen muss! Mit Verars..e und kastrierten Modellen erreicht man keine langfristige Kundenbindung - bei solchen Systemen ist das aber die entscheidende Voraussetzung.

Zitat:

Auf das Volumen von Nikon oder Canon kommen sie auch so
Eben nicht. Canon hat 2010 das Vierfache von Sony an Systemkameras verkauft - und das mit nur einem System und wesentlich weniger Modellen. Das sollte doch endlich mal in den Sony-Gehirnen klingeln.

Edit: Ich musste es nachlesen. Canon hat 2010 genau 2 Modelle rausgebracht. 550D und 60D. Ich gehe jede Wette ein, dass Canon mit jeder verkauften Kamera erheblich mehr verdient als Sony mit seinen vielen Billigknipsen.

michaelbrandtner 04.05.2011 15:02

Zitat:

Zitat von Tira (Beitrag 1174081)
Woher kommt diese Zahl?


http://www.bloomberg.com/news/2011-0...ew-models.html

Zitat:

Zitat von Tira (Beitrag 1174081)
Bei der A700 in ich mir da nicht so sicher. Die hatte ganz schön Momentum erzeugt. Da hätte Sony nur dranbleiben müssen.

Ja, zu Zeiten von A100/A700/A900 waren alle glücklich - die Befürchtungen sind nicht wahr geworden und Sony ist auf einem guten Weg.

Trotzdem war der Marktanteil niedriger (10%) als heute und den hat die A100 mehr oder weniger im Alleingang gemacht.
Ich hab' mal eine Analyse gelesen, nach der der Marktanteil nach dem Erscheinen der A700 sogar gesunken ist.

Oder andersrum überlegt:
Wenn Sony die A700 gut verkauft hätte, dann würden sie das Segment nicht zwei Jahre unbesetzt lassen.
Die A100 und lief zweifelsfrei gut und sie haben dieses Segment so gut wie möglich abgegrast (afaik bis zu 6 Modelle gleichzeitig).
Canon und Nikon dagegen haben rund um Semipro-APS-C 2-3 Modelle positioniert.

Zitat:

Zitat von Tira (Beitrag 1174081)
Eben nicht. Canon hat 2010 das Vierfache von Sony an Systemkameras verkauft - und das mit nur einem System und wesentlich weniger Modellen. Das sollte doch endlich mal in den Sony-Gehirnen klingeln.

Vor ein paar Jahren zu Zeiten der EOS 350D hat Canon mit diesem einen Modell 80% des DSLR-Umsatzes gemacht.
Es wird auch heute noch so sein, dass die <1000€-Bereich das Volumen macht.


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