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Ditmar 07.05.2019 17:58

Wie eigentlich immer wieder Tolle Geschichten und vor allem Bilder.
Komme selber im Moment nicht dazu, mache gerade Urlaub an der Nordsee, muss mich ja erholen von Spanien. ;)
Vor allem von den unruhigen Nächten. :P

jhagman 07.05.2019 22:54

Meine Bilder vom 23.04.

Morgens beizeiten wach geworden und erst mal den Rüssel zur Türe rausgestreckt. Und es war trübe und bäääh. Aaaaber die Hügel hinter dem Haus. Das sieht doch......Ja. Das sah ganz nett aus mit dem Nebel und Dunst der da noch in den Tälern steckte. Und ich war nicht alleine. Jens war auch schon unterwegs und Ditmar hatte es dann auch noch geschafft. Ok. Sein Interesse lag eher bei den Gullideckeln *duckundwech*

Wir hatten beschlossen uns für den Tag Tarragona vor die Linse zu legen
Und wieder ging es das Korallenriff hinunter ans Meer.
Frisch war es noch. Was uns aber an einem Eis nicht hindern konnte.
Was man in Italien kann geht in Spanien schon lange. Freifliegende Verkabelung. Immer wieder nett anzuschauen wie hier gearbeitet wird. Nix für den TÜV :-)
Besichtigt haben wir dann altes Römisches Gemäuer.
Die alte Wagenrennbahn. Man denkt am Eingang...ok das ist in 5 Min. abgevespert. Und dann zieht sich das ganze doch ganz schön in die Länge. Auf jeden Fall lohnenswert der Aufstie auf den Turm. Nicht wegen dem Turm. Wegen der Aussicht Erstaunlich das Teile der Altstadt auf den Fundamenten der Römer gebaut wurden.
Weiter richtung Meer zum Amphitheater. Ditmar und Manfred hatten wohl schon qualmende Socken :-) Ich bin alleine rein. Und ein wenig durch die alten Gemäuer gelaufen.
Nach dem Mittagessen ging es zur Romanische und gotische Kathedrale aus dem 12. Jahrhundert mit Glasmalereien, Kreuzgängen und Kunstmuseum. Schlicht gehalten und trotzdem sehr beeindruckendes Bauwerk.Ich konnte mich nicht losreisen und die beiden warteten schon darauf das ich mich endlich richtung Tiefgarage bewegen würde.
Heimfahrt und unterwegs noch einkaufen um die Meute Abends abzufüttern. War schon ganz witzig wie wir zu 3. durch den Markt gelaufen sind und so Stück für Stück die Sachen zusammen gesucht haben. Was nicht zu finden war konnte Ditmar einem Mitarbeiter entlocken.Und dann ging es wieder zurück zur Unterkunft...Koralle..weist schon :-)
Auspacken und in die Küche stürzen. Und nicht das ich den Schießschartenplatz im Auto hatte. Ne...jetzt kamen alle Emotionen hoch und ich brach in Tränen aus...ne ...ach das war wegen den Zwiebeln. Boah was waren die Dinger scharf.
Lecker war es was du uns, Ditmar, da gezaubert hast!





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jhagman 07.05.2019 22:55

Zitat:

Zitat von Ditmar (Beitrag 2062523)
Wie eigentlich immer wieder Tolle Geschichten und vor allem Bilder.
Komme selber im Moment nicht dazu, mache gerade Urlaub an der Nordsee, muss mich ja erholen von Spanien. ;)
Vor allem von den unruhigen Nächten. :P

Drandenken...bei der nächsten Forenreise Chloroform mitnehmen :crazy:

Windbreaker 08.05.2019 19:09

Ich lese Eure Bericht mit viel Freude, dann sie zeigen Stellen, an denen wir nicht waren und Bilder, die wir nicht machen konnten. Vielen Dank dafür!
Und dennoch haben wir uns an diesem Reisetag doch fast alle wieder unabhängig an einem Punkt fast zur gleichen Zeit getroffen.

@Dana: ich dachte doch, dass ich das Bild an dem Kaktus schon kenne. Da hast Du tatsächlich ein altes reingemogelt :D

Hier nun der Bericht von unserem Auto-Team:

Rote Rosen, Ebrodelta und eine teuflische Brücke

„Naturschutzgebiete, Leuchtturm, Reisfelder und viele Vögel“, zählte Andreas auf und wollte Porty und mir die Fahrt zum Ebrodelta schmackhaft machen. Hörte sich doch prima an und außerdem waren wir sowieso ziemlich unvorbereitet in den Urlaub gestartet, so dass ein sinnvoller Vorschlag dankbar angenommen wurde.

In der Nacht hatte es ein bisschen geregnet und die Feuchtigkeit hatte am frühen Morgen eine ganz besondere Sonnenaufgangsstimmung gezaubert. Nebelschwaden waberten über die Landschaft und immer wieder lugte die Sonne blass durch das diesige Weiß und beleuchtet die Nebelfetzen mit warmen Licht.
Nicht nur ich war früh aufgestanden, sondern auch Jürgen und Ditmar waren unterwegs und wir begegneten uns vor dem großen Tor auf dem Parkplatz, um die geheimnisvolle Stimmung einzufangen.


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Dann gab‘s Frühstück und anschließend führen wir mit unserem SUV in Richtung Ebro, um dessen Ufer bis zum Delta zu folgen. Unterwegs machten wir in einem kleinen Dorf halt und ließen die typische Architektur der Region auf uns wirken. Während wir in danach in Richtung Meer fuhren klarte es immer weiter auf und die Sonne ließ sich blicken. In der Ebene angekommen, suchten wir erstmal einen Supermarkt, um Wasser und eine kleine Vesper einzukaufen. Wir fanden einen Lidl und erlebten, dass die Einheimischen fast alle zu ihren normalen Einkäufen einzeln abgepackte Rosen kauften. Heute war St. Jordi, ein Feiertag, an dem die Frauen in Katalonien rote Rosen und die Männer Bücher geschenkt bekommen. Allerdings haben wir niemanden gesehen, der ein Buch gekauft, geschweige denn geschenkt bekommen hatte. Die Rosen waren aber, nicht nur hier allgegenwärtig.
Die Info zu diesem Feiertag hatte uns gestern die Bedienung in Miravet gegeben und so mussten wir nicht über die Rosenkäufe rätseln.
Wir überlegten sogar, unseren weiblichen Mitreisenden auch eine Rose mitzubringen, verwarfen die Idee aber, weil die schönen Blumen den immer sonniger werdenden tag sicher nicht überlegt hätten.

Die letzten Kilometer zum anvisierten Leuchtturm säumten Reisfelder unsere immer enger werdende Straße und schließlich kamen wir am Meer an und stellten fest, dass man den Weg zum Leuchtturm zu Fuß hätte gehen müssen. Das stellte eigentlich kein Problem dar, große Verbotsschilder wiesen und aber darauf hin, dass das Gebiet zwischen Parkplatz und Leuchtturm Naturschutzgebiet und das Betreten strengstens verboten war. Schemenhaft sahen wir zwar unser Ziel, hielten uns aber brav an das Verbot.
Also fotografierten wir das immer noch tobende Meer und beschlossen dann, in die nächste Hafenstadt zu fahren um eine Kleinigkeit zu essen.


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Auf dem Weg bat Andreas darum, nochmal zu dem Aussichtspunkt Cala Bon Caponet zu fahren und wir fanden den Weg sofort und bestiegen eine Klippe, von der man einen tollen Blick auf Meer, Küste und die beeindruckende Brandung hatte.


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Direkt daneben lag L’Ametlla de Mar, ein kleines Fischerdorf mit Hafen. Wir fanden eine kleine Tapasbar und bestellten Kaffee und Tapas um den nötigsten Hunger zu stillen.
Die Tapas waren lecker und wir waren mit unserem Mahl zufrieden.

Wir hatten noch Zeit und wir beschlossen, an der Küste entlang in Richtung Norden zu fahren, um Nach einem römischen Aquädukt zu suchen, das in der Nähe von Tarragona zu finden sein sollte.
Die rund 2000 Jahre alte Brücke (Aqüeducte de les Ferreres oder Pont diable) war tatsächlich beeindruckend und wir gingen in die kostenfreie, parkähnliche Anlage, als uns plötzlich eine Stimme ansprach: „Das ist unser Revier heute!“

Tom saß auf einer Bank und hatte uns Neuankömmlinge entdeckt. Nach und nach begegneten wir noch mehr Hausbewohner doch wir hielten uns nicht lange mit Unterhaltungen auf, denn das Licht der untergehenden Sonne war gerade ideal und hüllte das alte Gemäuer in warme Farben.


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Auf der Heimfahrt mussten wir wieder über die Berge und wir stoppen nach dem letzten Pass an einer Aussichtsstelle, um den Blick über das weite Land zu genießen und natürlich digital festzuhalten.


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Im Haus gab es leckeres Abendessen von Ditmar und später wieder leckere Weine aus der Region.
Besonders der mit dem Igel war ein leckerer. Die Billardspieler zu beobachten und die angeregten Unterhaltungen ließen den Abend wieder lang werden.

Tafelspitz 09.05.2019 07:40

So schön, die verschiedenen Berichte und Fotos :top:
Da hattet ihr ja tatsächlich Traumlicht bei dem Aquädukt. Da hättet ihr mich vermutlich auch eine ganze Weile nicht mehr wegbekommen :D

Dana 09.05.2019 07:59

Ein prima Bericht - und ja, es ist total schön zu sehen, wo ihr wart, was ihr gesehen und erlebt habt! Und dass wir uns abends trafen, war klasse! Es war für die Brücke auch die beste Zeit.

Gut, dass du auch den Brückenweg aufgenommen hast! Ohne Person sieht man zwar die totale Enge nicht so gut, aber es wirkt trotzdem!
Und auch sonst hast du wunderbare Bilder mitgebracht und der Bericht lässt uns teilhaben! :top:

Fehlt noch wer? Sonst würde ich mit dem nächsten Berichtsteilschreiben beginnen.

Zitat:

Zitat von Windbreaker (Beitrag 2062693)

@Dana: ich dachte doch, dass ich das Bild an dem Kaktus schon kenne. Da hast Du tatsächlich ein altes reingemogelt :D

Ich hab doch nicht gemogelt...ich hab es doch erklärt, dass das auf Sizilien war... :shock:

Porty 09.05.2019 19:29

Zitat:

Zitat von Dana (Beitrag 2062784)


Ich hab doch nicht gemogelt...ich hab es doch erklärt, dass das auf Sizilien war... :shock:


Damit alle Zweifler glauben, dass es auch in der Gegend von El Molar Feigenkakteen gibt ;)



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An der Küste von L’Ametlla de Mar war erstaunlich, mit welcher Unbekümmertheit die Leute bis an das Mehr heran bauen




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Wie lange mag wohl der bröselige grobe Sandstein den Urgewalten des Meeres standhalten ?


abgesehen davon sind die anderen Fotos viel zu gut, als dass ich da noch Nennenswertes hinzufügen könnte.:top:


p.s. Für die Weinfreaks, hier gibt es einen Wein aus dem Weingut Mas dels Frares, zu dem auch unsere Unterkunft gehört. Dort gibt es auch einige Angaben zu dem Weingut und seine Geschichte
https://www.getraenkewelt-weiser.de/...ltr-13107.html

Tom D 09.05.2019 21:38

Zitat:

Zitat von Porty (Beitrag 2062881)

p.s. Für die Weinfreaks, hier gibt es einen Wein aus dem Weingut Mas dels Frares, zu dem auch unsere Unterkunft gehört. Dort gibt es auch einige Angaben zu dem Weingut und seine Geschichte
https://www.getraenkewelt-weiser.de/...ltr-13107.html

Danke für den Link.

Windbreaker 10.05.2019 10:22

Zitat:

Zitat von Dana (Beitrag 2062784)
Gut, dass du auch den Brückenweg aufgenommen hast! Ohne Person sieht man zwar die totale Enge nicht so gut, aber es wirkt trotzdem!

Ich hatte extra gewartet, bis die Brücke (fast) leer war. Nur die zwei, die da hartnäckig ihre Drohne fliegen ließen, haben sich leider die ganze Zeit nicht bequemt, weg zu gehen.

Zitat:

Zitat von Dana (Beitrag 2062784)
Ich hab doch nicht gemogelt...ich hab es doch erklärt, dass das auf Sizilien war... :shock:

Ja ich weiß! Mir kam das Bild nur gleich von vorne herein bekannt vor und ich dachte: "Das ist doch vor Spanien entstanden." Alles gut!

Kleingärtner 10.05.2019 11:09

Ich finde es immer wieder sehr spannend und durchaus auch lustig und kurzweilig
all Eure Geschichten und Anekdoten zu lesen und praktisch miterleben zu dürfen.
Dafür ein Danke von mir. :top: :top:

Dana 10.05.2019 11:12

Soooo, dann wollen wir mal schauen, ob mich der Upload diesmal nicht verlässt...seit gestern Mittag wartet der Teil aufs Onlinestellen... =)

Mi, 24.4.2019 - Erdmandelmilch ist lecker!

Es ist lustig, wenn man gerade ein Kilo Sonnencreme abgeduscht hat, nur, um es gleich wieder drauf zu schmieren. :D Aber das Wetter sollte heute gut werden, vor allem in VALENCIA, wo wir heute endlich hinfahren wollten! Witzig auch, dass ich, egal, wen ich fragte, immer die Antwort bekam: „Nö…eingecremt bin ich nicht…“ und es gab auch einige satte Rottöne die Woche über. :D

Da wir Spätaufsteher und Frühheimkehrer in der Valencia-Gruppe hatten, war die Zeitraumwahl, in dem wir diesen Ferntrip machen wollten, gar nicht so leicht zu finden, wir beschlossen, normal mit zu frühstücken und dann zu fahren; hintenraus dann notfalls die Autos anders zu besetzen, damit die, die früher heim wollten, dies auch konnten. Mit dabei waren Tom, Sascha, Stefan, Volker in einem Auto und Vera und ich im zweiten. Allen anderen war diese Reise zu weit (war sie ja auch echt).

Beim Frühstück gab es dann Brexitgespräche – ein Thema, das momentan halt einfach oben schwimmt…und die meisten einfach ULTRA nervt. Im Gespräch ging es auch um den Ausdruck „die Schotten dicht machen“…und die wichtigste Erkenntnis daraus war:
„Macht die Schotten dicht!“ = „Gebt den Schotten mehr Whisky!“.
Ja…so klug waren wir morgens schon! :cool:

Und los ging es für uns „Valensiner“, wie die Gruppe uns liebevoll nannte.
Wir legten die Tour so an, auf dem Hinweg die Mautstraßen zu vermeiden, das Navi sagte etwas von 25min länger, das nahmen wir in Kauf. Die Strecke von 250km sollte auf der Autobahn knappe zweieinhalb Stunden dauern, auf den mautfreien Straßen 2:50h. Los gings!
Wir fuhren durch illustre Orte, halbwegs nette Landschaften, Tempo zwischen 50 und 80…dann mal Schritt im Ort…und die Uhr tickte…und tickte…irgendwann waren drei Stunden um und wir waren nichtmal in der Nähe von Valencia. Ooooohmann. Es war ein riesiger Fehler, den Umweg für die Ersparnis in Kauf zu nehmen, denn die Maut kostete ungefähr 20 Euro, während über eine Stunde dumm in der Gegend rumfahren, sicherlich nicht viel weniger kostete UND noch die Umwelt belastete. Blöd.

Nach guten vier Stunden (!) passierten wir endlich total entnervt die Stadtgrenze und begaben uns auf die Suche nach dem Parkhaus, das Tom uns vorher für das Navi gegeben hatte. Auf dem Weg dorthin sahen wir schon die Objekte unserer Begierde, die architektonischen Meisterbauten der Ciutat. Ach, was freute ich mich drauf! Rundherum waren Stockparkplätze, auf denen sich die Autos reihten und ich ließ ins andere Auto anfragen, warum wir uns nicht dahin stellten.
„Hast du die Typen gesehen, die dort herum lungern?“
Tom fragte mich das sehr ernst, denn er hatte vorher in Erfahrung gebracht, dass diese freien Parkplätze in Valencia in „einer bestimmten Hand“ waren und wenn man da parkte (kostenfrei), kam sofort einer der „Familie“ und kassierte für den Schutz des Wagens. Da war ein offizielles und korrekt bewachtes Bezahlparkhaus sicher besser.

Wir fanden es auch, nachdem wir ein wenig Abenteuertouring durch Valencia gemacht hatten (einmal falsch im Kreisel raus, hieß halt auch durchaus einiges an Strecke), parkten, fanden es total klasse, dass es dort saubere Klos gab und gingen danach los, das Ziel unserer Reise zu finden. Treppe hoch…und OOOOOHHHHHHHHH….

Die Ciutat erstreckte sich vor uns in wunderschönstem Sonnenlicht, mit blauem Himmel…einfach toll.
„Wo ist meine Sonnencreme?“
Sascha, der sich angesichts des Wetters und der fehlenden Schattenplätze auch für den Schutz entschieden hatte, wandte sich an Volker, der vorher mit seiner Creme eine Zentimeterschicht auf seine feuerroten Arme gepackt hatte.
Volker errötete nun auch auf den Wangen, nahm den Autoschlüssel und latschte nochmals zurück, denn er hatte die Creme dort gelassen. Wir anderen schauten uns schon mal etwas um.

Es war gar nicht so einfach zu sehen, wo wir entlanglaufen sollten, denn überall gab es Eingänge für den Zoo, das Sealife, andere Attraktionen…aber wir wollten ja nirgends davon hin, wir wollten nur die Ciutat anschauen. Gut, dass Stefan schon einmal wenigstens zur Stipvisite hier war, so konnte er uns genau sagen, wie wir laufen mussten, um an allen Kassen vorbei dahin zu gelangen, wohin wir wollten. Das klappte auch und die Ciutat lag kostenfrei und wundervoll vor uns.


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Eine Treppe hatte es mir angetan - auch sonst gibt es da unglaublich viel abzulichten, da kann man JAHRE verbringen.


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Ich möchte ungerne jetzt alles nacherzählen, was es im Internet zu lesen gibt, aber ich verlinke euch mal Kurz-Informationen zur Ciutat:

Klick!

Da kann man schön die Gebäude sehen, ihre Namen und was in ihnen verborgen ist.

Valencia ist mit dieser „Stadt in der Stadt“ wirklich etwas ganz Besonderes.

Leider sehen dies auch viele Menschen so, es war trotz Frühling und Wochenmitte MEGA voll. Die Massen schoben sich – und ich stelle immer wieder fest, wie ich solche Touristenmassen hasse. Aus vollem Herzen. Klar, ich bin eine von ihnen, das ist einfach so…aber ich würde zB niemals jemandem durchs Bild laufen und es ist mir auch nicht egal, eine Situation zu stören, wenn ich sehe, dass jemand gerade auf etwas Bestimmtes wartet. Aber vielen Menschen ist es egal. Total. Ich habe nicht mitgezählt, wie oft ich die Kamera wieder senken musste, weil die Situation nicht mehr einfangbar war…so schade.

Zudem war irgendwie ALLES abgesperrt. Man durfte weder in die Nähe einiger Gebäude, noch die großen Außentreppen hoch, noch hatte man überall freien Blick auf die Gebäude. Teilweise mit Flatterband abgesperrt und mit technischem Gerät „illuster“ vor den schön symmetrischen Fotopunkten. MANN. Natürlich versuchten wir, das Beste draus zu machen. Und dank des Wetters war es ja trotzdem total schön.

Ich zeige euch erst einmal die ersten Eindrücke, als wir unseren Fußmarsch begannen.

Zu sehen „L’Agora“ und die „Pont de l'Assut de l'Or“, eine Brücke, die es in größer in Dublin gibt, wo sie allerdings mehr wie eine Harfe aussieht.


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Dann erreichten wir den ersten Teil des Hauptplatzes mit dem Museu de les Ciències.
Für die Doctor Who-Fans unter uns: es gibt eine Folge in der „Bill-Staffel“, in der der Doctor mit Bill in so einem sehr spacigen Gebäudetrakt ist und solche kleinen Smiley-Roboter wollen, dass es ihnen gut geht und sie immer lachen (wer es nicht tut, wird von Nanorobotern eingeäschert)…das ist in der Ciutat gedreht worden. Mit ein Grund, warum ich dorthin wollte – mir das einfach mal in Real anschauen. =) Auf den Bildern zu sehen ist das Museumsgebäude, aber auch ein „Rückblick“ in Richtung L’Agora.

Es machte großen Spaß, mir Details rauszusuchen, zu schauen, was auf dem Bild gut aussah. Ich habe wenig fotografiert und wenig Ausschuss gehabt…sehr lange habe ich durch den Sucher geguckt, bis es mir gefiel. Manchmal sind die Nummern der Bilder, die ich für die engste Auswahl ausgesucht habe, sogar fortlaufend. Da ich sonst eher Madame Ungeduld bin, war das für mich eine gute Übung. Einfach warten, bis das, was ich wollte, auch da war.


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Mein Lieblingsbild aus dieser Ecke:


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Während das Tom-Auto die Mitte nahm und geradeaus durch die Anlage lief, gingen Vera und ich links drumrum, damit wir das Gebäude, wie oben gezeigt, auch mal von der seitlichen Totalen aufnehmen konnten.

Hier nochmals ein, zwei, drei Impressionen:


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Ich drehte mich allerdings auch mal mit dem Rücken zu der herrlichen Architektur und sah einen dunklen Schacht, bei dem Treppen endeten.


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Dann kam ein Japaner in roter Jacke, der sich dort hinstellte und guckte.


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Seine Frau kam noch, dann verschwanden die beiden in dem schwarzen Loch.
Interessiert trat ich näher. Ah, da war ein Aufzug drin! Man konnte die Rundtreppe laufen, oder sich bequem nach oben befördern lassen. Da die beiden vor dem Aufzug den Kopf nach oben gewandt hatten, trat ich erst mal an den Schacht heran:


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und dann in das schwarze Loch hinein und schaute ebenfalls nach oben.

WOW.

WOWOWOWOWOWOW.

Das war GANZ meins!! Ich juchzte und dann begann ein fünfminütiges Verbiegen und Bücken, in die Knie gehen…um das Motiv so zu erwischen, wie ich es gerne wollte.


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Eins meiner absoluten Lieblingsbilder dieses Urlaubs.

Wir liefen den Gang weiter, an den Wasserbecken entlang, die nicht nur zur Zierde da waren, sondern auch die Möglichkeit boten, mit Bötchen und Paddelflößen ein wenig Spaß zu haben.


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Hier trafen wir dann auch auf die anderen vier, die sich mittig durchgeschlagen hatten.
„Essen?“
„Essen!“
Ich wollte aber nicht in das dortige Restaurant (bei dem Wetter drinnen???), sondern wollte mir nur bei dem Imbissstand etwas holen. Das war ein Fehler. Es war nicht nur mega unlecker, ich musste auch noch ewig dort stehen und warten, bis alles für mich fertig war. So lange stand ich im Schatten und im totalen Zug, NICHT gut für mich. Es tat mir für die anderen leid, die sich dann ebenfalls gegen das Restaurant entschieden hatten…sorry hier nochmal. Wir aßen dann wenigstens in der Sonne und überlegten dann, wie wir weiter verfahren wollten.

Als ich aufstand, hörte ich ein leises Klicken. Meine A7 war noch an! Hoppala…sowas. Ich machte sie aus…und erst daheim am Rechner sah ich, dass sie wirklich ein Bild gemacht hatte!


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Ok, was heißt das jetzt, dass meine Kamera ALLEINE super Eckläufer hinkriegt?
*mich total nutzlos und überflüssig fühl* :cry:

Das Gebäude „L'Hemisfèric“ war nun an der Reihe, doch leider war auch hier alles abgesperrt! Man durfte nicht jenseits des Geländers, wo auch noch ein super hässlicher, riesiger Baustrahler stand, den ich für mein Bild mit viel Mühe weggestempelt habe.


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In der Nähe stand eine Security. Ich ging hin und fragte mit Welpenblick, ob es möglich sei, doch ZWEI Schritte jenseits des Bandes zu machen, um das Gebäude mittig und ohne Geländer und Strahler aufzunehmen. Es kam ein bedauerndes Kopfschütteln der Westen-Dame…nein, das sei leider absolut NICHT möglich.

Also machte ich das Bild dann halt MIT Geländer...und nach wilder Stempelarbeit, ist der Baustrahler wech...


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Im fast selben Augenblick wurde das Band gelupft und eine Begleitperson schob eine Rollstuhlfahrerin hindurch. Sie liefen innen entlang und verschwanden dann seitlich am Gebäude.
Tom knurrte:
„Hab einfach IMMER deinen Klapprollator dabei!“

Man sah auch, dass in dem Gebäude durchaus Leben war:


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Schade einfach, dass man da nicht näher ran kam.

Wir beschlossen, nun den Mittelweg zu nehmen und in der Sonne zum nächsten Teil der Ciutat zu gehen. Dafür mussten wir erst einmal durch MASSEN an Familien mit Kindern durch. Zurzeit ist dort die Harry Potter Ausstellung…boah. Da WIMMELTE es von Kindern mit Umhängen, Zauberhüten, Zauberstäben…und vielen Eltern, die genervt anstanden, um ihren Kids das Schönste allen Schönen zu bieten. Und wir mussten da durch.

Netterweise hatte sich die Crew etwas ausgedacht, die Wartezeit zu verkürzen. Die Kinder durften sich, wenn sie wollten und das nötige Kleingeld hatten, komplett in Plastik einpacken und aufpusten lassen. Diese Kinderbälle wurden dann aufs Wasser geschmissen und die Kids hatten mega Spaß beim Umfallen, Hinundherrollen und Gegenlaufen auf dem Wasser.


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Wir umrundeten das L'Hemisfèric:


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Und kamen an der Brücke an, deren viele Stufen wir hochkletterten, um oben entlang einen Blick von hinten auf dieses Gebäude zu erhaschen.


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Auch hier wieder….die wissen einfach, wie man so einen Blick stört. Ein riesiger Scheibenputzkran stand MITTEN im Bild…auch wieder viel Stempelarbeit nötig…grrrrr. Das hat Nerven gekostet.

Von der Brücke aus konnte man das Opernhaus „Palau de les Arts Reina Sofía“ im Detail aufnehmen, weil es über die Brücke lunzte:


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Da habe ich zum ersten Mal bemerkt, wie stark die "normale Sicht" abweicht, wenn man die Kamera ans Auge nimmt, da sie ja etwas versetzt angesetzt wird. Ich hatte mich gerade gestellt, genau fixiert...und dann ganz ruhig die Kamera angelegt...und dann stimmte es aber durch den Sucher wieder nicht ganz, also musste ich ganz schön rumwippen, bis alles stimmte. :D

Am Ende der Brücke war ein Überblick über alles möglich und ein Einblick in den „überdachten Park“ der Anlage, „L'Umbracle“.


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So lustig, bei dem Übersichtsbild des Museums und „L’Agora“ dachte ich, ich hätte einen Dreck in der Brücke…


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aber beim näheren Hinsehen entpuppte sich der Dreck als recht scharfes:


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Ich ging zur Mitte der Brücke zurück, um in die andere Richtung das Opernhaus in der Front zu fotografieren, ohne störende Brückengeländer. Ein echt cooles Teil, das ein wenig wie ein Tiefseefisch aussieht…einer der Sorte, die eine „Laterne“ vorne dran haben, womit sie ihre Beute anlocken. So ungefähr sieht das Ding aus. :D


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Tom war schon ein Stück weiter und wartete auf uns. Wir stiegen alle zusammen die Stufen der Brücke auf der anderen Seite wieder hinunter, um das Opernhaus in seiner Gänze zu bestaunen. Aber zuerst setzten wir uns eine Weile auf eine Bank in die Sonne.
Ich hatte noch einen Salat mitgenommen und teilte ihn schwesterlich mit allen, die davon wollten. Stefan war der Letzte, der davon ein wenig aß und leerte die Schüssel. Danach hatte er die ehrenvolle Aufgabe, den Müll zu entsorgen und ich glaube, er warf mir innerlich vor, das sehr taktisch angegangen zu sein, um nicht selbst gehen zu müssen. ;) Würde ich NIEMALS tun.

Während wir dort Pause gemacht hatten, konnte man einen Sportler (Läufer) wahrnehmen, der weiter hinten die vielen Stufen der nächsten Brücke hochhastete…dann eine Weile verschwunden war, um sie dann wieder hoch zu laufen. Immer in anderer Manier, mal vorwärts, mal seitwärts, mal große Stufenschritte über zwei Stufen, mal kleine Trippelschritte… Der trainierte da irgendwas…und als ich später die Stufen selbst wieder emporstieg und von ihm zweimal überholt wurde, da dachte ich nur mal wieder, wie unterschiedlich Wahrnehmungen in Sportarten sind… :lol: Ich würde sowas NIEMALS tun und war froh, die Stufen einmal oben zu sein! :D

Wir liefen dort noch etwas herum und knipsten auch hier den „Hintern“ und andere Eindrücke drumrum.


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Dann waren wir zurück an „L’Umbracle“ und wollten gerne einmal durchlaufen.


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Zwischendurch kurz mal ein Moment draußen, um eine Seitenaufnahme der Gebäude zu machen:


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Innen im Park tschilpte es laut. Wo kam das her…?
Die Sonne stand exakt über dem „Dach“ und man konnte nur im Dunkel erahnen, was da war…ich meinte, einen Vogel wahrzunehmen und knipste in die Dunkelheit. Da kann man jetzt mal sehen, WAS RAW wirklich kann!

Hier das Original:


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Und hier das, was nach Bearbeitung zu sehen war.


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Zwar habe ich immer noch keine Ahnung, was ich genau da sehe…einen Sittich? Einen Grünpapagei oder was….INGOOOOOO…. Auf jeden Fall war er SEHR laut. :D

„So langsam hätte ich gerne nen Kaffee…“
Vera schaute auf die Uhr und auch die meisten Anderen wollten einen. Wir gingen zum Restaurant zurück, das ich vorher verschmäht hatte und auch diesmal wollte ich nicht hinein und versprach, in der Nähe zu bleiben. Ich wollte zu einem Stand mit zwei großen Kühltanks, aus der eine kleine, sehr alte Spanierin ein gelb-milchiges Zeug goss. Ich war neugierig und wollte mal sehen, was das war. Sascha wollte ebenfalls keinen Kaffee und kam mit mir mit.

Wir liefen zu dem Stand und die alte Dame freute sich, uns in aller Länge erzählen zu können, was sie verkaufte. Englisch, Spanisch, Hand und Fuß, alles wurde genutzt und wir konnten tatsächlich verstehen, dass es um eine Art „Mandel“ ging…eine so genannte Erdmandel. Sie ließ uns eine probieren. Ich, als Nussallergiker, probierte sehr vorsichtig und gemeinsam kauten wir auf dem für uns völlig fremden Lebensmittel herum.

Es schmeckte sehr anders…ein wenig nach Kokos, ein wenig nach Nuss, ein wenig nach Stroh… :D aber schon irgendwie interessant. Ich war auf jeden Fall mutig genug, das Zeug zu probieren, was da in den Tanks war.
„Erdmandelmilch!“ Das Wort, konnte die Frau sogar in Deutsch. :D
Da ich nicht auf die Nuss reagiert hatte (beim Verzehr einer richtigen Mandel hätte ich nach ein paar Sekunden die Quittung gehabt), traute ich mich. Sascha schüttelte den Kopf.
„Laktose…“
Die Frau schüttelte vehement den Kopf und versicherte, es sei nur geschredderte und gepresste Erdmandel, Wasser und Zucker. Sascha freute sich und ich lud ihn auf einen Drink ein, da Sascha einer der großzügigsten Menschen ist, die ich kenne und IMMER von allem abgibt, was er dabei hat.
Wir zutschelten an unseren Strohhalmen und setzten uns in die Sonne, um auf die Anderen zu warten.
Einen großen Nachteil hat das gesamte Areal. Es zieht wie Hechtsuppe, sobald auch nur ein kleiner Wind geht. Der Wind fängt sich zwischen den Gebäuden, weht über die Becken…und trifft Wartende mit ziemlicher Wucht. :D Ich weiß zwar nicht, warum es heißt, „es zieht wie Hechtsuppe“…aber mir war binnen ein paar Sekunden kalt, wenn die Sonne weg war.

Als die Anderen wieder zu uns stießen, bekam ich von Vera ein Flutscheis mitgebracht (ich LIEBE diese Dinger, die nur aus Wasser und Ungesundem bestehen und aus der Tüte gedrückt werden) und ich stellte fest, dass die Temperatur meiner Finger und die des Eises recht deckungsgleich waren. :D Trotzdem schmeckte es mir vorzüglich! Ich hatte ein wenig Mandelmilch aufgehoben, um alle probieren zu lassen, aber so richtig überzeugen konnte ich sie nicht…warm schmeckt sie nämlich nicht mehr sooo dolle. ;)

Nun hielten wir Gruppenrat ab, denn es nahte die Entscheidung, wie der Abend verbracht werden sollte. Tom wollte gern im Restaurant der Oper etwas Kleines Abendessen gehen und dann fahren. Volker fuhr mit, der Rest wollte später heim kommen. Wir gingen aber dann alle erst einmal zurück zum Opernhaus. Diesmal unten lang:


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Und betraten das Restaurant. Beim Blick in die Karte war uns nicht ganz klar, ob wir wirklich hier bleiben wollten, es war ziemlich teuer. Logisch. Aber dann wurde uns die Entscheidung in Gestalt der sehr freundlichen Bedienung abgenommen, die uns erklärte, dass das Restaurant erst in eineinhalb Stunden öffnete und nur Drinks gereicht werden könnten. Wir beschlossen also, zu den Autos zu gehen, um dann erst einmal etwas zu Essen zu besorgen. Danach wollten wir vier eigentlich wieder zurück gehen.

Allerdings merkte ich, wie platt gelaufen meine Füße waren…und auch sonst war die Stimmung eher aufbrüchig. Sascha verloren wir unterwegs kurz, denn er war eine andere Strecke gelaufen. Wir verabredeten uns am Parkhaus und Sascha lief unten lang, während wir oben entlang gingen. Er war schneller, so bekamen wir kurz vor dem Parkhaus eine etwas irritierte Whatsapp:
„Ähm…also…hier ist alles zu…sowohl die Eingänge zu den Plätzen als auch die zu den Parkhäusern…und da, wo wir vorhin rein sind, ist das Rolltor unten…

Oups. Ooooohweh.

Das Parkhaus war an das Sealife angeschlossen und schloss mit der letzten Vorstellung. Super. Alles dicht, kein Mensch mehr da.
Tom ballte die Hände zu Fäusten, sah er uns schon hier auf der Parkbank übernachten. :D
Da sah ich ein Auto aus einer der Ausfahrten kommen. AHA, RAUS ging also noch!
Ich stapfte los.
„Mir ist das egal, ich laufe jetzt einfach „illegal“ da die Ausfahrt runter! Und wenn mich einer anmotzt, dann kriegt er es mit einer müden und frustrierten Dana zu tun!“
Das schien den Anderen als Drohung zu reichen, sie liefen mir brav hinterher. :D
Und tatsächlich war es kein Problem, alle HIER NICHT!!!!!!-Schilder ignorierend, die Ausfahrt hinunter zu laufen. Sie war zwar eng und wir beteten, dass kein Auto um die Kurve geschossen kam, aber da im Parkhaus insgesamt nur noch ungefähr drei Wagen standen (zwei davon unsere), war die Chance gering, auf einem Kühlergrill zu landen.

Bei den Autos angekommen, merkte ich, wie DURCH ich war. Ich besprach mich mit den Vieren und wir beschlossen zusammen, einfach jetzt mit den Anderen mitzufahren und die Blaue Stunde zu lassen. Das musste man mal machen, wenn man sich für die Ciutat mehr Zeit nehmen konnte…aber ein Hauruckverfahren…das tat ja keinem gut. Wir verließen also mit beiden Autos das Parkhaus (ging ohne Probleme) und fuhren aus Valencia Stadt heraus. In einem Vorort schickte uns das Navi runter, Tom hatte ABENDESSEN eingegeben und das Navi wusste, es sollte lieber schnell etwas finden. ;)

Wir aßen leidlich bis gut in einer Pizzeria und wurden sehr seltsam angeguckt, dass wir um diese Uhrzeit (halb sieben oder so) schon etwas zu Essen haben wollten. :D

Und dann ging es über die Autobahn zurück. Zwar mit Maut, aber wir waren wesentlich schneller daheim! Die letzten Recken unserer Gesamttruppe waren noch wach und hießen uns Willkommen. Es gab noch einen Schluck Rosé und dann fiel alles ins Bett.

Ein SEHR heftiger Tag…aber durchaus auch ein schöner.
Gute Nacht!

Windbreaker 10.05.2019 15:04

Jaaaa! der Ausflug und die Strapazen haben sich echt gelohnt!

Die Mühe, die Du Dir mit den Bildern gegeben hast, spürt man bei jedem Einzelnen!
Gerade dafür gönne ich Dir die Entdeckung des tollen Blicks in den Schacht, in dem der Japaner verschwunden ist.
Deine Serie gefällt mir sehr und vor allem Deinen Blick für die Details bewundere ich gerade mal wieder.
Wenn es nicht so weit gewesen wäre, hätte ich auch viel Spaß in Valencia gehabt.

Die Bilder rücken den lebhaft erzählten Bericht fast in den Hintergrund, aber nur fast. Ich bin schon gespannt wie es mit deinen Berichten weitergeht und was Du uns noch alles zeigst.

hpike 10.05.2019 15:39

Da ich ja mal Angler war und mich das mit der Hechtsuppe schon immer interessiert hat, hab ich mal für mich und vor allem für Dana, mal gegoogelt, für alle anderen natürlich auch ;). Auf das Ergebnis wäre ich jedenfalls nie im Leben von alleine gekommen.

Dieser hebräische Ausdruck wurde in den jiddischen Sprachgebrauch übernommen. Man sagte also, es zieht wie "hech supha", wie ein Sturmwind. Wie bei der Flüsterpost entstand daraus im Laufe der Zeit die Redensart "es zieht wie Hechtsuppe".

Dana, wie immer alles toll und spannend zu lesen und wie immer auch amüsant. :top: Auch alle anderen hier machen das toll. :top:

Dana 10.05.2019 15:51

Jens: vielen Dank! Du rührst mich!

Guido: Wie cool ist das denn?? :D Danke fürs Nachgooglen!! Again what learned...

Tom D 10.05.2019 17:26

Tolle Bilder hast du aus Valencia mitgebracht. Deine erklärten Lieblingsbilder sind auch meine + das letzte Bild aus der zweiten Reihe.

Eine kleine Korrektur: Das Navi, das uns Abends zum Essen führte, war das von Sascha - Ehre, wem Ehre gebührt ;).

Und hier nun meine Bilder aus Valencia:

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Das hier gefällt mir selbst ganz gut. Ich nenne es Crossing Lines.

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ingoKober 10.05.2019 18:04

Ach, so viele schöne Bilder...ich habe leider keine Zeit, groß darauf einzugehen. Aber wie immer ein Bericht, der einen dabei sein lässt.
Dana, Dein Sittich ist ein Mönchsittich, die vermehren sich an der Costa Brava fleissig.
Der Schnabek ist Dir beim Bearbeiten etwas dunkel geraten, aber es kommt trotzdem eigentlich nichts anderes in Frage.

Viele Grüße

Ingo

KSO 10.05.2019 18:15

Spannend zu sehen, eure unterschiedlichen Sichtweisen und Ausarbeitungen.:top:
Die Gesichtsskulptur von Dana gefällt mir am besten und von Tom D die sw Version der Brücke.
und wie immer sehr schön zu lesen. :D

Die Erdmandelmilch oder Horchata, wie der Valenzianer sagt, fand ich jetzt auch nicht soooo aufregend, mir etwas zu süß für ein Erfrischungsgetränk, scheint dort aber wirklich recht beliebt zu sein, gibt es in fast jedem Café oder sogar in speziellen Horchatarias.

Reisefoto 10.05.2019 21:37

Eure Bilder aus Valencia gefallen mir sehr gut! Tolle Archchitektur die gekonnt fotografiert wurde!

Mainecoon 10.05.2019 22:15

Um Dana mal zu zitieren:

WOW.

WOWOWOWOWOWOW!

Eigentlich zieht es mich ja als dichtbefelltem-dickgepolstertem Kater nicht so in den Süden, aber diese Architektur ist der Hammer!

Ganz großes Kino, das ihr beide, Dana und Tom da zeigt! Toll!

Mainecoon

Dana 10.05.2019 22:53

Vielen Dank. =)

@Tom: ich kann mich anschließen, es ist total klasse, wie unterschiedlich unsere Blickwinkel sind...und wie schön deine Bilder aussehen!
Ich finde die dunklen Schwarzweißbilder richtig super!
Und das vorletzte Bild sieht aus wie Dark Vader! :D
Und das letzte ist extrem pfiffig...super gesehen!

Tafelspitz 11.05.2019 11:53

Zitat:

Zitat von Dana (Beitrag 2062959)
die Ciutat lag kostenfrei und wundervoll vor uns.

Ich habe jetzt deinen Bericht mit einem breiten Grinsen im Gesicht gelesen.
Wirklich sehr lebhaft und unterhaltsam. Vielen Dank!

Und ich kann mich nur anschliessen: mega Bilder, die ihr da gemacht habt. Ich hatte noch nie etwas von dieser Ecke dort gesehen oder gehört. Very beeindrucking!
Spontan haben mich die Farben und teile der Architektur an RIVEN erinnert (das Computerspiel). Wer es kennt, wird wissen, was ich meine. (Die anderen können sich hier einen Eindruck verschaffen) :D

Zitat:

Zitat von Dana (Beitrag 2062959)
Ok, was heißt das jetzt, dass meine Kamera ALLEINE super Eckläufer hinkriegt?
*mich total nutzlos und überflüssig fühl* :cry:

https://www.cosgan.de/images/smilie/traurig/k055.gif

Windbreaker 11.05.2019 13:51

@ Tom: Deine Bilder ergänzen die von Dana ja wunderbar. Sie gefallen mir alle sehr und der Plan, selbst mal nach Valencia zu reisen, reift immer mehr in mir. Besonders gut gefallen mir dein 3., dein 5. und das letzte Bild.

Und hier kommt nun das Kontrastprogramm zum blau-weißen Valencia.

Andreas, Porty und ich waren in der anderen Richtung unterwegs und sind nach Norden nach Lleida gefahren. Mein plan war ja insgeheim, von dort ebenfalls solch tolle Architekturbilder mitzubringen aber Porty und Andreas weigerten sich strikt, das Wahrzeichen von Lleida weiß zu tünchen, so dass ich dann die alten Gemäuer original ablichten musste. Porty hätte ich ja vielleicht noch überredet bekommen, aber Andreas war irgendwie anderweitig beschäftigt und an Malerarbeiten überhaupt nicht interessiert.

Hier also:

Viel Lleida und nicht jedes Flix ist ein Bus

Dana hatte sich Valencia in den Kopf gesetzt und diesen Ausflug aufgrund der Wetterprognose gestern auf heute verschoben. Für Andreas, Michael und mich waren die über 250 Kilometer lange Anfahrt zu weit und wir suchten deshalb eine Alternative innerhalb einer kürzeren Entfernung.
Ditmar, Manfred und Jürgen wollten nach Zaragossa, doch das war uns auch zu weit weg.
Wir entscheiden uns für Lleida, einer Stadt nördlich unseres Hauses, die weniger als 100 Kilometer entfernt war.

Dazu mussten wir wieder ins Ebrotal um diesmal dem Fluss ins Landesinnere zu folgen. Die Straße war gut ausgebaut und wir kamen gut voran. Vorbei an Solarpannels, Windrädern und einem Kernkraftwerk folgten wir der C-12 bis wir in den Ort Flix kamen. Ein Burgturm thronte über der kleinen Stadt und wir beschlossen, auf dem Rückweg dort noch anzuhalten.
In Flix verließen wir das Ebrotal und folgten der C-12 weiter nach Norden und irgendwann kam Lleida in Sicht. Über der recht umtriebigen Stadt saß auf einem Hügel eine Wehranlage mit Kathedrale, die schon von weitem sichtbar war und uns unmissverständlich die Ankunft an unserem Ziel ankündigte.

In Lleida fanden wir schnell ein ziemlich enges Parkhaus und stellten unseren Hybrid ab. Wir waren mitten im Zentrum gelandet und wir bummelten erst einmal durch die recht schöne Altstadt. Vorbei an der prachtvollen Stadtverwaltung sanden wir dann den Weg hinauf zur Bastion.

Freundlicherweise mussten wir keine Treppen steigen, denn die Stadtväter hatten den Besuchern ihres Wahrzeichens den Weg dahin mit einer Rolltreppe und einem allerdings gefährlich klappernden Aufzug erleichtert. Die Tatsache, dass einer der beiden Aufzüge defekt sein musste und die Türe kurzerhand mit ein paar Schrauben und Flacheisen zugeschraubt waren, erhöhte die Vertrauenswürdigkeit nicht wirklich.
Dennoch waren wir für die willkommene Aufstiegshilfe dankbar, und die Dankbarkeit sollte sich während unseres Aufenthaltes noch weiter erhöhen.


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Oben angekommen besichtigten wir erst einmal den äußeren Verteidigungsring bevor wir von hinten durch einen Tunnel in die Anlage eintraten. Das Wahrzeichen der Stadt war gepflegt und es gab eine Toilette am Eingang zum zahlungspflichtigen Bereich. Natürlich wollten wir die Kathedrale und das ehemalige Kloster besichtigen doch die freundliche Dame an der Kasse machte uns klar, dass sie nur noch eine halbe Stunde geöffnet hätten und keine neuen Besucher mehr einlassen würden.
Wir könnten nach der Mittagspause gerne wiederkommen und dann die Gebäude besuchen.

„Hmmmm, also knapp zwei Stunden Zeit, was sollen wir tun“, berieten wir uns kurz und waren uns schnell einig, die Zeit mit einer kleinen Mahlzeit zu überbrücken. Also wieder zurück in die Stadt (glücklicherweise mit dem Aufzug) und dort fanden wir schnell ein sehr vertrauenswürdiges Restaurant, wo wir ein vorzügliches Tagesmenü verspeisen konnten. Es gab leckeren Fisch und hausgemachten Kuchen und Schokoladencreme. Wir hatten wirklich ein gehobenes Restaurant mit günstigen Preisen gefunden und waren sehr zufrieden.

Mit vollen Mägen ging‘s zurück auf die Festung. Der Aufzug klapperte immer noch bedenklich aber er funktionierte. Wir besichtigten den Wundervollen Kreuzgang, informierten uns über die Geschichte und Andreas und ich kletterten auf den 378 Stufen hohen Turm, von dem man eine herrliche Aussicht über die ganze Stadt und die Region hatte. Das immer freundlichere Wetter tat sein Übriges.


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Andreas der alte Schwerenöter bandelte auf dem Turm mit einer Gruppe junger Mädels an, die er auch fotografierte und einer der jungen Damen das Bild gleich mailte. Böse Zungen behaupten, dass er immer noch in regem Kontakt mit der zugegeben hübschen Dame steht. Aber das sind nur unbestätigte Gerüchte. Porty und ich hielten uns da von vorne herein raus, wir sind schließlich moralisch gefestigt!
Nach der Festung besuchten wir auch noch den benachbarten Königspalast, der informativ nicht so ergiebig war, aber noch einmal eine mit einem Aufzug erreichbare Aussicht bot.


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Auf dem Rückweg hielten wir, wie besprochen in Flix und fanden auch eine Tankstelle, um unseren sparsamen Hybrid wieder voll zu tanken. Wieder im Haus gab es die Reste der Vortage und Spaghetti mit dem mitgebrachten Bärlauchpesto von Tom und mir.


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Bei Rotwein und anderen alkoholischen Getränken warteten wir fast bis Mitternacht, bis die Valenciafahrer wieder im Haus eintrafen. Dann war auch dieser schöne Tag zu Ende.

Tom D 11.05.2019 15:42

Zitat:

Zitat von KSO (Beitrag 2063023)
Spannend zu sehen, eure unterschiedlichen Sichtweisen und Ausarbeitungen.:top:
Die Gesichtsskulptur von Dana gefällt mir am besten und von Tom D die so Version der rücke.


Zitat:

Zitat von ingoKober (Beitrag 2063019)
Ach, so viele schöne Bilder...

Zitat:

Zitat von Reisefoto (Beitrag 2063051)
Eure Bilder aus Valencia gefallen mir sehr gut! Tolle Archchitektur die gekonnt fotografiert wurde!

Zitat:

Zitat von Mainecoon (Beitrag 2063067)

Ganz großes Kino, das ihr beide, Dana und Tom da zeigt! Toll!

Zitat:

Zitat von Dana (Beitrag 2063076)
Vielen Dank. =)

@Tom: ich kann mich anschließen, es ist total klasse, wie unterschiedlich unsere Blickwinkel sind...und wie schön deine Bilder aussehen!
Ich finde die dunklen Schwarzweißbilder richtig super!
Und das vorletzte Bild sieht aus wie Dark Vader! :D
Und das letzte ist extrem pfiffig...super gesehen!

Danke sehr :oops:

Und auch dir, Jens, vielen Dank für deine Berichte und Beschreibungen, sowohl textlich als auch bildlich, der Orte, an denen wir nicht waren. Überaus interessant.
Das 4., das 15. sowie die letzten beiden Bilder gefallen mir sehr gut.
Kannst du mir das 17. Bild erklären? Sehen wir da einen Spiegel am Boden? Ich bekomme das im Kopf nicht zusammen.:shock:

Windbreaker 11.05.2019 17:03

@ Tom: Ja da lag tatsächlich ein großer Spiegel am Boden, in dem man die Kuppel des Raums aus anderer Perspektive betrachten konnte.

Ditmar 11.05.2019 22:33

Könnt Ihr nicht mal ein wenig langsamer machen, ich alter Mann komme mit dem lesen gar nicht hinterher. :oops:
Liegt aber wohl auch daran, das hier etwas mehr und auch von anderen geschrieben wird.
Es macht immer wieder Spaß zu lesen und die Bilder zu schauen, vor allem weil die eigenen Erinnerungen irgendwie schneller verblassen, was das wohl sein mag. :cool:

Harry Hirsch 12.05.2019 08:56

Ich gebe zu, dass ich im Moment nicht dazu komme mir alles durchzulesen. Aber ich überfliege es, bleib an der einen oder anderen Stelle hängen und lese diese Teile mit Interesse oder schmunzeln.
Eure Bilder blätter ich immer und mit großer Bewunderung durch.

Schöne Tour, die ihr da gemacht habt und ich stelle fest: Ich muss auch mal nach Spanien :top:

Windbreaker 12.05.2019 12:38

A.l.s.o. g.u.t., d.e.r. n.ä.c.h.s.t.e. T.e.i.l. d.e.s.B.e.r.i.c.h.t.s. w.i.r.d. s.p.e.z.i.e.l.l. f.ü.r. D.i.t.m.a.r. e.t.w.a.s. .l.a.n.g.s.a.m.e.r. !.!.!.!

Dana 12.05.2019 12:50

Jens, da hattet ihr aber auch einen ganz tollen Tag!
Das Spiegelbild ist ja total genial. Was für eine Idee...

Und auch sonst spiegeln deine Bilder die gute Laune eines guten Tages wider!
Schön!

Ich traue mich jetzt nicht, den nächsten Bericht zu tippen...sonst weint Ditmar noch... :shock: ;)

Tom D 12.05.2019 13:38

Zitat:

Zitat von Dana (Beitrag 2063248)

Ich traue mich jetzt nicht, den nächsten Bericht zu tippen...sonst weint Ditmar noch... :shock: ;)

Wenn Ditmar nicht so schnell lesen kann, musst du einfach langsamer tippen. :D

Ditmar 12.05.2019 15:04

Zitat:

Zitat von Tom D (Beitrag 2063262)
Wenn Ditmar nicht so schnell lesen kann, musst du einfach langsamer tippen. :D

Danke, aber es darf ruhig weiter gehen. ;)

Porty 12.05.2019 16:53

Auch wenn den tollen Fotos von Jens eigentlich kaum was hinzu zufügen ist (besonders das Foto in den Spiegel ist super!), möchte ich auch ein paar Fotos dieser für mich sehr beeindruckenden Stadt zeigen.
Besonders die ehemalige Kathedrale mit ihren beeindruckenden Kreuzgang hat bei mir einen tiefen Eindruck hinterlassen. Beides gefühlvoll restauriert, vor allem, wenn man bedenkt, dass das ganze Gelände über Jahrhunderte bis in die Vierziger Jahre als Festung und Kaserne genutzt wurde!
Für mich ein mystischer Ort mit besonderer Ausstrahlung....




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Die Kirche wurde wohl schon vom Militär ihrer eigentlichen Ausstattung beraubt, nur eine kleine Orgel lässt vermuten, dass sie auch heute noch hin und wieder ihren eigentlichen Zweck erfüllen darf




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Ich vermute, Andreas hat versucht, die Orgel mit dem 10er formatfüllend abzulichten ;)


Auch ich habe das Vergnügen gehabt, mit dieser speziellen wie auch faszinierenden Linse einige Fotos zu machen



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Auch die Innenstadt hat einige schöne alte Gebäude, so wie dieser Palazzo, wo heute ein Teil der Stadtverwaltung ihren Sitz hat



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zum Schluss noch ein Bild des Aufzuges zur Festung. Das Teil sieht nicht nur wie ein Förderturm aus, auch die Fahrt erinnerte mich sehr an die Seilfahrt in einer alten walisischen Kohlengrube :roll::).



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So ich habe bewusst wenig geschrieben- wegen Ditmar,,,,,

Dana 13.05.2019 14:15

Do, 25.4. – Immer, wenn ich eine nackte Frau sehe, denke ich an Eva.

Es regnete. Bindfäden.
Kühl, grau…so ganz das, was man sich in Spanien erhofft. ;)

Naja, so konnte man sich beim Frühstück etwas entspannter aufhalten und einfach ein wenig quatschen.
Trotzdem beschlossen wir (unsere gewohnte Truppe) aufzubrechen – und zwar nach Tarragona, einer der größeren Städte in der Umgebung.

Als wir dort ankamen, regnete es immer noch. Zwar nur leicht und nieselig, aber schön geht anders.


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Das „Cappuccino“ war ein uns empfohlenes Restaurant und ich ging hinein, um für uns elf Personen Plätze zu reservieren. Um halb drei wollten sie uns empfangen, bis dahin wollten wir die Stadt unsicher machen….wobei wir das lieber TROCKEN getan hätten.

Wir schlichen von Überdach zu Überdach und, versuchten, nicht total zu durchweichen (vor allem Menschen ohne Regenjacke, wie meinereiner) oder bekamen ab und an von einem rettenden Schirm (danke, Pelle!) einen Moment der Entspannung. In Tarragona gibt es viel „Altes“ zu sehen, Ausgrabungen, Gemäuer…aber das kostet, meine Güte. So standen wir etwas unschlüssig herum, als wir sahen, dass die Ausgrabungsstätten richtig abkassierten. Und als wir nicht freudig sofort die Geldbörsen aus den Taschen zogen, wurden wir recht unfreundlich weggeschickt, weil wir den Laden wohl aufhielten.

So beschlossen wir, erst einmal zur Kathedrale zu gehen, denn die Kirchen in der Umgebung waren leider geschlossen und boten uns keinen Schutz. Leider regnete es heftiger, was natürlich auf dem Foto durchaus gut aussieht, so mit nassen Straßen:


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...aber nicht an eh schon nassen Klamotten, so beschlossen wir, den Weg zur Kathedrale mit fluchtartigem Betreten der auf der Strecke vorhandenen Shops zu strecken. Da gab es die tollsten Sachen und es machte Spaß, sich alles anzuschauen. Von gruseligen Gesichtern an großen Puppen, bis hin zu tollen Olivenschalen, von leckerem Süßkram bis hin zu kleinen Jungs-Figuren, die…ja…ähm…die…also…mit nacktem Oarsch in der Hocke also…*hust* naja, was man halt dann so ins Töpfchen macht, wenn man mit nacktem Popo irgendwo in der Hocke sitzt!

Wir rissen die Augen auf. Warum um GOTTES WILLEN gab es solche Figuren?? Und nicht nur eine, da könnte man ja noch Geschmacksverirrung der Geschäftsleitung unterstellen, nein, da waren ganze Regale voll! Und nicht nur mit kleinen Jungen, da gab es auch noch andere Figuren…und bekannte Größen, so dargestellt. Meine Güte.

Wie wir heute wissen, war das kleine Scheißerle tatsächlich so etwas wie ein Wahrzeichen oder eine Kultfigur! Es gibt ganze Geschichten dazu. Genannt wird er „Caganer“ und es gibt sogar Krippenszenen an Weihnachten, die mit ihm „verziert“ werden. Total bekloppt.

*Blauweißlängsgestreifte Hose anzieh und „Die spinnen, die Spanier…!!“ sag*

Weiter ging es, Richtung Kathedrale.


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Kurz davor sah ich rechts am Straßenrand einen Mann in den Zwanzigern stehen. Er erfüllte alle Klischees eines Mannes, dem man abends eher nicht begegnen wollte und unterhielt sich mit einer Frau, der man auch abends eher nicht begegnen wollte. Dabei hatten sie zwei französische Bulldoggen. Oh Gott. Beide waren total krank, unglaublich abgemagert und kaum fit genug, sich auf den Beinen zu halten. Das Weibchen hatte wohl gerade geworfen, das Gesäuge schleifte fast auf der Straße. Opfer von Vermehrern…ich konnte das überhaupt nicht mit ansehen.
Ich ging zu den Hunden hin…beide schauten mich an und drückten sich an mich…ich streichelte ihnen über die Knochen…denn Fell und Haut war das eigentlich nicht mehr. Und dann bekam ich Wut.
Ich ging zu dem Typen hin und erklärte ihm recht deutlich mit Hand und Fuß, dass die Hunde viel zu dünn und krank seien und dass er gefälligst was tun solle. Er schaute mich groß an. Ich blieb dabei und hielt seinen Blick. „ESSEN! FOOD!“ Ich zeigte auf die Tiere und googelte schnell: „Enfermo!“
Er guckte mich weiter an, zuckte die Schultern, nickte beschwichtigend.

Und ich hätte kotzen können, hier nicht mehr tun zu können. Aber mir war klar, dass die Polizei hier genauso Schulterzucken würde und bis der Tierschutz vor Ort wäre…Ich gab den Tieren noch ein paar Streicheleinheiten, die sie dankbar annahmen und schickte mal ein Gebet los, hier eine Portion HIRN zu senden…und Herz…

Dann hatte ich erst einmal schlechte Laune und als der Eintritt in die Kathedrale von Tarragona echt teuer war, verweigerte ich mich da. Am Schluss war es nur Sascha den Eintritt wert und er ging, sich das Innenleben anschauen, während wir Anderen ein wenig durch die Stadt spazierten.

Wir liefen um die Kathedrale herum und Tim lief eine bestimmte Strecke ab, da er sich davon Schönes versprach. Wir erwarteten seine Rückkehr und stellten fest, dass er in einer sehr illustren Straße auf uns zu lief:


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(Nochmal mit Auto, aber ohne Tim):


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Ja, da sei es schön! sagte er. Wir spazierten die Straße hoch, bogen durch einen Torbogen und standen vor einer Uni. Der Regen hatte mittlerweile aufgehört und die Sonne hatte sich Bahn gebrochen:


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Ich setzte mich dort eine Weile auf die Bank, die die Sonne schon getrocknet hatte und genoss die Wärme, die kam. Als die Anderen die Bank passierten, blieb keiner stehen, alle liefen weiter.
„Wo wollt ihr hin?“
„Mal da hinten gucken…vielleicht ist es da interessant.“
Ich erhob mich und schlenderte hinter ihnen her.
Und ja, da WAR es nicht nur interessant, sondern cool! Eine große Stadtmauer grenzte die Stadt ein…und dort zu stehen war toll!


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Danach hieß es Beine in die Hand nehmen, um pünktlich beim bestellten Mittagstisch aufzuschlagen. Wir liefen an engen Gässchen vorbei


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und waren sehr erstaunt über den Mut, den manche LKW-Fahrer in Spanien an den Tag legten!


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Das waren keine drei Zentimeter! Der Einweiser hatte auch alle Hände voll zu tun, das Monstrum so zu winken, dass der Fahrer wirklich keine Häuserecke mitnahm. Das ging hin und her, vor und zurück...und hinten dran eine Schlange spanischer Autos, die in Seelenruhe abwartete. In Deutschland wären alle ausgerastet. :D

Ein Süßigkeitenladen hielt uns dann noch vom Einlaufen in den Zielhafen ab – und als wir dann (trotzdem pünktlich!) beim Cappuccino ankamen, waren wir schwer bepackt mit Süßkram!

Das Essen war soooo lecker…es gab ein Menü für 15 Euro (FÜNFZEHN!!!) mit Vorspeise, Hauptspeise, Nachtisch und Getränk. Ich weiß nicht, wie die kalkulieren, aber mein Riesenpott Muscheln, mein gegrillter Tintenfisch (gute Quali!) und meine Crema Catalan plus Coke waren unglaublich lecker und für diesen Preis der Hammer. Vera hatte als Vorspeise einen Ziegenkäsesalat, der schon als Hauptspeise gereicht hätte, so riesig war der.

Hinter mir hing an der Wand ein Bild, das eine nackte Frau zeigte, ein Pferd, einen Arm mit Apfel…alles in Blau gehalten und sehr merkwürdig. Ich schielte drauf und sagte dann:
„Immer, wenn ich eine nackte Frau und einen Apfel sehe, muss ich an Eva und das Paradies denken…“ (Erbsünde, Eva lockt Adam mit einem verbotenen Apfel)
Vera riss die Augen auf: „WAS?? Immer, wenn du ne nackte Frau siehst, denkst du an Eva???“
Tosendes Gelächter am Tisch. Jaja, so entstehen Gerüchte. ;)

Das Essen hatte sich also echt gelohnt und satt und zufrieden marschierten wir eine erneute Runde, diesmal Richtung Ausgrabungen und Meer, das sich ja vor Tarragona erstreckte.

Auch jetzt wollten wir den Eintritt nicht zahlen und gingen stattdessen weiter Richtung Strand, wo ein altes Amphitheater sein sollte. Jawoll, war es auch!


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Und der Blick von dort über das Meer und in alle Richtungen war auch wirklich schön.


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Nachdem wir dort eine Weile gestanden hatten, pressierte es mir ein wenig, da ich abends mit dem Kochen dran war und wir noch einkaufen mussten. Da Sascha mit einkaufen wollte, schloss er sich uns an, die Anderen waren eher träge und man merkte, dass sie noch nicht aus Tarragona weg wollten. Kein Problem, wir verabschiedeten uns und gingen los, Richtung Parkhaus. Zuvor sollte es noch ein Eis geben von einer Eisdiele, die ebenfalls empfohlen worden war.

Doch als wir an der Straße an der Ampel warteten, kam plötzlich der Rest der Truppe auch! Ach, wie schön! Man hatte sich entschieden, teilweise Weinverkauf zu suchen, teilweise mit uns in den Supermarkt zu kommen. Das freute mich total.

Das Eis war superlecker (Orange und Zitronensorbet) und Sascha versuchte, im gut sortierten Fischladen nebenan noch Thunfisch zu kaufen für sein Essen einen Tag später.
Er kam ohne Fisch wieder heraus:
„Öhm…45 Euro das Kilo…“
Was für einen guten Fisch natürlich völlig ok ist, aber unser Budget doch leicht sprengte…. ;)

Nun brachen wir auf...ein Blick noch über den nun sonnigen Platz:


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und auf ging es!

Stefan hatte einen Carrefour in seiner Handymap entdeckt, der als „Verbrauchermarkt“ betitelt war. Er war größer als die normalen Supermärkte und hatte sicher alles, was wir brauchten.
Hatte er. Und…noch ein wenig mehr.
Als wir den Laden betraten, konnte man kaum dessen Ende erkennen. Vorbei an Sicherheitspersonal, Buden, ja KLEINWAGEN…liefen wir an einer Reihe von Kassen vorbei, die kein Ende zu nehmen schien. Ich glaube, wir liefen sicher zwei Minuten einfach geradeaus…
„WO zum Himmel ist der Eingang???“
Wir überlegten schon, uns an einer der Buden Proviant und etwas zu Trinken zu besorgen, damit wir diese Reise auch auf jeden Fall schafften, doch dann war der Eingang endlich in Sichtweite. Nur noch eine Viertelstunde Fußweg…das war zu schaffen!

Und glaubt mir…es liest sich deutlich mehr übertrieben als es das war!

Das Erste, was uns auffiel, nachdem wir die weiten Hallen betreten hatten, war die Tatsache, dass die Mitarbeiter hier zT auf Rollerskates herumfuhren! Die Wege waren so weit, dass sie so schneller waren. Und wenn man sich in solch einem Laden nicht auskennt, ist das echt mit Laufwegen verbunden, die man völlig unterschätzt. Sascha kaufte für sein Essen dann auch gleich alles ein und wir verbrachten über ZWEI STUNDEN in diesem Ding…keine Minute ruhend, immer laufend, immer suchend, immer Produkte in die Wagen kippend. Das Essen, das für 20 Uhr angesetzt war, lachte uns in seinen Einzelteilen aus dem Einkaufswagen heraus laut aus…es war klar, das würden wir niemals packen.

Wir informierten also die Anderen, dass es leider später würde und versuchten, uns irgendwie zu beeilen. Es fühlte sich allerdings eher wie desorientierte, aufgeregte Hühner an, die quer durcheinander rannten. Die Wagen füllten sich, doch leider konnten wir bis zum Schluss das logische System des Marktes nicht erkennen, so dass wir viele Wege mehrfach laufen mussten, weil Gesuchtes dort gefunden wurde, wo es am wenigsten logisch war.
Ein Königreich für Inlineskater.

Dann ein hetziges Heimfahren, aber sich doch noch die Zeit nehmen, direkt vor der Haustür die beschienenen Berge zu fotografieren:


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(Mäh...sorry, beim letzten Bild habe ich die Sensorflecken vergessen weg zu machen...)

Danach wurde wild gekocht, so schnell es ging. Das, was schon daheim an Zutaten gewesen war, war schon geschnippelt worden und ich hatte viele Helferhände, die mir zur Seite standen.
So gab es dann doch endlich etwas zu Essen und danach sank ich erst müde in den Sessel…und dann doch recht schnell in mein Bett.

Tom D 13.05.2019 17:14

Tarragona hat sich durchaus gelohnt. Die Gässchen und Häuserfassaden präsentieren sich durchaus malerisch. Vielen Dank für das virtuelle Mitnehmen.

Ich hatte an dem Tag ja frei. Nach dem anstrengenden Tag in Valencia brauchte ich etwas Erholung und ich entschied mich, im Haus zu bleiben.

Nachdem ich alle verabschiedet und das Eingangstor verschlossen hatte (der Hausverwalter machte uns am Morgen mit Händen und Füssen klar, dass er und seine Frau den Tag über weg fahren würden und wir abschliessen müssten), musste ich erst einmal eine Regenphase überbrücken. Nochmal ein Stündchen hingelegt und etwas gelesen und am iPad gedaddelt. Dann wurde es plötzlich richtig schön. Riesige Wolkenlücken taten sich auf und es wurde schön warm.
Da bot es sich doch an, mal den Pool auszuprobieren. In die Badehose geschlüpft und ab in den Pool gehüpft. Ok, eher vorsichtig hineingeglitten. War schon ein bisschen frisch, aber nach einer Weile ließ es sich gut aushalten. Also ein wenig geplanscht und 10 Bahnen geschwommen und dann auf die Sonnenliege zum Lufttrocknen.
Dann meldete sich der Magen und nach einer kurzen Dusche nahm ich mein Mittagessen in Form von TUC-Crackern mit Käse ein.

Als nächsts stand Billardtraining auf dem Programm. Hat nur leider nicht viel gebracht. Zusammen mit Sascha konnte ich gegen Stefan und Kerstin am Abend immerhin ein Unentschieden (1:1) erreichen :oops:

Gegen vier kamen dann schon die ersten Ausflügler heim.
Nachdem sich abzeichnete, dass die Kochtruppe spät heimkommen würde, fingen wir schon mal an, alles, was da war und später gebraucht wurde, vorzuschnippeln.

Dann gab es etwas verspätet leckeren Lothringer Nudelauflauf von Dana und Salat mit Spezialdressing von Vera.

Windbreaker 13.05.2019 22:26

@ Dana; Boah bist Du schnell! Da komm ich ja fast nicht nach. Ich stelle wieder fest, dass Deine Bilder von Tarragona wieder ganz andere sind, als meine. Deine Augen (und damit deine Kamera erfassen einfach andere Details. Deine Sicht von Tarragona gefällt mir aber sehr gut!

@Tom: Danke für die Einblicke in deinen Faulenzertag!

Wie man sich die Fahrt im Behindertenaufzug erschleicht oder: „Ich hab‘ keinen Bock mehr auf totes Gestein“

Tarragona! Da wollten wir hin. Das Wetter war regnerisch und damit ideal für einen Städtetrip. Tarragona lag ziemlich nahe, am Meer und war reich an alten Mauern aus er Römerzeit.
„Mitten in der Stadt ist ein Parkhaus unter dem zentralen Platz“, hatten uns Jürgen und Ditmar erzählt, die schon einige Tage zuvor in der alten Römersiedlung und vom Besuch ganz angetan waren. Nur schei.. eng sei es, das Parkhaus, warnten uns die beiden vor.

Andreas, Porty und ich fuhren also los um uns die alten Steinhaufen der Geschichte mal näher anzusehen. Wir fanden das Parkhaus auf Anhieb und eng war noch höflich untertrieben. Noch im Parkhaus trafen wir auf die anderen, die ebenfalls auf Römertour waren, doch wir trennen uns gleich wieder, als noch am Parkhausausgang die Sprache schon aufs Essen kam. Wir wollten nicht jetzt schon ein Restaurant aussuchen und uns auf eine Essenszeit festlegen. Also trennten wir uns vom Rudel und stiegen die ansteigende Straße hin zur Kathedrale auf.
Unterwegs kaufte ich mir in einem Lederladen einen Lederhut, weil der regen immer fieser und mein Rundummele (Buff oder Multifunktionstuch) schon nach wenigen Schritten total durchnässt war und nicht mehr vor dem regen schützte.
Die Kathedrale ließen wir aber aufgrund des hohen Eintrittspreises links liegen. Der Preis wäre gar nicht allein das Problem gewesen aber für das viele Geld hätten wir noch nicht mal drinnen fotografieren dürfen. Also suchten wir uns ein Café um dem stärker werdenden Regen zu entgehen.


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Nach Kaffee und Wasser hörte der regen plötzlich auf und wir entschlossen uns, nach dem Amphitheater zu suchen, das es hier geben sollte. Wir waren schon dran vorbeigefahren und wussten zumindest die grobe Richtung.
Durch einen schönen Park gehend, fanden wir die antike Bespaßungsstätte und diesen Eintritt bezahlten wir gerne. Wir enterten das alte Gemäuer und fanden uns in der Arena wieder. Nachdem wir uns reichlich umgesehen hatten (Überall standen Informationsstelen, auf denen die einzelnen Punkte erklärt waren, sprach uns eine deutsche Dame mit zwei Kindern an und wollte die Funktion eines beschriebenen Krans erklärt bekommen.
Das war die große Stunde unseres Andreas und während Porty und ich uns amüsierten (Stichwort moralisch gefestigt), machte unser Hamburger einen auf Lehrer und kümmerte sich intensiv um Katja (so stellte sich die Dame vor) und ihre Kids.



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Irgendwann hatten es die Kids dann kapiert (oder einfach keinen Bock mehr auf weitere Erklärungen) und Andreas stieß wieder zu uns. Wir verließen die Arena und orientierten uns wieder in Richtung Zentrum, kamen dabei aber an der ehemaligen Rennbahn vorbei. DA wir den Eintritt für diese Ruine bereits mit der Arena mit bezahlt hatten, schauten wir uns diese Überreste eben auch an.
Da ging es durch Tunnel und Gänge und wir landeten schließlich an einem Turm, der bestiegen werden konnte. Verwöhnt von Lleida wollten wir uns die Stufen sparen und gingen zum Aufzug. Eine nette aber bestimmte Spanierin machte uns jedoch klar, dass eine Fahrt nur für behinderte Menschen erlaubt war. Daraufhin machte Porty sofort auf sterbenden Schwan und Andreas spielte die Begleitperson. Ich dagegen erklomm den Turm auf klassischem Weg, was zwar länger dauerte, mich aber noch an interessanten Exponaten und besichtigungswerten Stockwerken vorbeiführte.

Das war meinen zwei Treppenlegasthenikern aber völlig schnuppe und wir genossen einfach nur die Aussicht von oben über die Stadt.
Wieder runter nutzte ich dann auch den Lift, auch weil oben niemand über die ordnungsgemäße Nutzung wachte.


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Auf dem Platz vor dem Turm saßen wir einen Moment in der Sonne. „Sollen wir noch die dritte Location ankucken, die wir im Eintritt mit dabei haben“, fragte ich vorsichtig nach und kannte die Antwort eigentlich schon. „Ich hab keinen Bock mehr auf alte Steine“, brummte Porty und Andreas nickte zustimmend. Auf dem Weg zum Parkhaus kauften wir noch was zu trinken und Süßigkeiten, während Andreas die Häuser von Tarragona mit seinem „10er“ malträtierte.


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Dann ging‘s mit dem Auto durch die enge Ausfahrt ins Freie. Wir wollten eigentlich auch zum Carrefour aber wir verpassten die Ausfahrt und suchten dann nen anderen Supermarkt auf dem Heimweg.
Wieder im Haus strahlte die untergehende Sonne die umliegenden Berge feuerrot an.


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Das musste natürlich noch auf die Speicherkarte.

Ditmar 14.05.2019 09:17

Schöne Berichte wieder von Dana, Tom den Faulenzer ;), und von Jens.
Es kann also weiter gehen, übrigens haben wir nicht gefragt ob man in der Kathedrale fotografieren darf, sondern es einfach gemacht. :oops:

Windbreaker 14.05.2019 09:39

Danke, Ditmar! Fragen mussten wir auch nicht, es standen große Verbotsschilder am Eingang.

jhagman 14.05.2019 10:59

Zitat:

Zitat von Windbreaker (Beitrag 2063542)
Danke, Ditmar! Fragen mussten wir auch nicht, es standen große Verbotsschilder am Eingang.

Was für ein Schild? :crazy:

Ditmar 14.05.2019 11:11

Zitat:

Zitat von jhagman (Beitrag 2063559)
Was für ein Schild? :crazy:

Das habe ich mir auch gedacht, habe selber nichts gesehen, genau so wie in Saragossa. ;)

jhagman 14.05.2019 21:53

Den 24. lasse ich aus und gehe gleich zum 25.4 über.

Miami und der Betrug am Foristen

Das Wetter war.....bescheiden. Trübe und bäääh. Egal.Was kann uns schon mieses Wetter anhaben wenn Miami um die Ecke liegt?
Nach einem ausgiebigen Frühstück ging es los. Der Blick nach vorne durch die Scheibe wurde so langsam besser. Fahrer und Beifahrer hatten das Navi besser im Griff und waren nicht ständig mit dem Teil beschäftigt. So das ich hinten mehr vom geschehen auf der Straße mitbekommen habe. Ok. Es wäre vielleicht besser gewesen wenn sich die Probleme mit der Technik noch etwas hingezogen hätten *fg*




Nein. Alles gut. Wir waren immer safe unterwegs :-)

Ok. Miami.
Irgendwie verbindet man ja Miami mit türkisfarbenen Wasser, blauen Himmel und Strand soweit das Auge reicht.
Nunja

Das könnte man vielleicht noch Miami zuordnen.Auch wenn weder Strand noch blauer Himmel......ok nicht Miami


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Hier wird es schon garantiert nicht mehr Miami


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Ditmar und Manfred haben Stadtmitte Miami angefahren und sich Koffein einverleibt. Während ich die Küste entlang gelaufen bin und die Aussicht samt Mistwetter genossen habe. War nett und gab ein wenig Bewegung. Und traumhafte Ausblicke :crazy:

Also der Betrug mit Miami ist recht fix aufgeflogen und wir haben uns nach einer Stärkung aufgemacht Richtung Genitalbrause.

Sandburg in Genial


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Blick vom Strand auf Burg und Zentrum


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Enge und verwinkelte Gassen.


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Vermutlich hat der Hunger die beiden Navi-Spezialisten ins nächste Restaurant gezogen.
Ich wollte in die Burg. Also ging ich an die Kasse und hab mein Ticket geholt.
und ging zum Eingang der Burg. Und hielt meine Eintrittskarte dem Mitarbeiter hin. Tja. eine heftige Windboe wedelte mir den Papierfetzen aus der Hand und schon war die Eintrittskarte weg. Der Mensch hinter der Scheibe schaute mich ungläubig an und ich....machte gute Miene...
Runter gelaufen in die Richtung in der die Karte liegen müßte und natürlich nix gefunden. Dank Manfred , der sie entdeckt hatte , konnte ich dann doch noch in die Burg rein
Ich kann hier ja fast nicht zugeben das die Burg was die Ausstattung mit Möbeln und Historischem eher seeehr mager ausgestattet war. Ein Audioguide wäre hier hilfreich gewesen.
Egal.
Den einen oder anderen netten Ausblick gab es trotzdem


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Die Balkone, wenn vorhanden, sind von unten sehenswert. Wie die von oben aussehen, keine Ahnung


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Bergab schaffen die beide jede Steigung :-)


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Ich sehe dich :-)


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Abschluß mit Blümchen


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hpike 14.05.2019 22:04

Zitat:

Zitat von jhagman (Beitrag 2063630)
und wir haben uns nach einer Stärkung aufgemacht Richtung Genitalbrause.

In bitteschön was für eine Brause?:shock::oops:

Schöner Bericht mal wieder, mit tollen Bildern, die uns einen guten Eindruck von eurer Reise geben.:top:


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