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Hallo,
eine ähnliche Diskussion hat vor kurzem im Bibble Forum stattgefunden [http://support.bibblelabs.com/forums...7664&hilit=DNG, englisch] und ein paar Argumente daraus könnten allgemein interessant sein. Bibble unterstützt einige Kameras, die DNGs als Raw schreiben, aber keine DNGs, die vom Adobe Konverter erzeugt werden. Natürlich wäre es besser wenn Bibble das auch tun würde und es steht auch auf der to-do Liste der Entwickler (aber ich glaube die Liste ist lang und es steht weit unten :)) aber die spannend fand ich die Aussagen warum es noch nicht implementiert ist: Ein von einer Kamera geschriebenes DNG ist wie jedes Raw-Format fest definiert (nur von der Kamerafirmware abhängig) und insofern ein Original und kann von unabhängigen Konvertern eingemessen und unterstützt werden. Der Adobe Konverter ist hingegen eine "BlackBox", dessen Ausgabe nicht konstant ist, sondern sich mit den Version des Konverters ändern kann. Außerdem gehen Informationen verloren oder werden zumindest so transformiert, dass man sie anderes einlesen muss, weshalb eine voll DNG Unterstützung einen großen Aufwand bedeuten würde. Soweit die Aussage der Bibble Entwickler (in meinen Worten), was ich mich frage, und vielleicht hat sich da ja schon jemand eingelesen: Wie ist es eigentlich mit den Farbprofilen? Jede Kamera hat ihren eigenen, in der Regel recht großen, kameraspezifischen Farbraum, weshalb die Rawkonverter immer auch Farbprofile für die unterstützten Kameras mitliefern. Capture One kann sogar Bilder im Kamerafarbraum ausgeben, was zumindest bei 16bit Tiff sicher eine interessante Option zur Weiterverarbeitung ist. Was passiert damit bei der dng Konvertierung? Bleibt der Kamerafarbraum erhalten, oder wird schon alles nach z.B. ProPhotoRGB konvertiert? beste Grüße, Alison |
Hallo,
Ich habe es selbst noch nicht überprüft, aber werden im DNG die herstellerspezifischen EXIF Erweiterungen von Minolta und Sony mitkopiert? Außerdem kann in DNG das original RAW mit eingebettet werden, worduch dann die Datei mindestens doppelt so groß wird. Ob das Sinn macht? Gruß, Wolfram |
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Probiere es aus. Benenne ein DNG in TIFF um und fast jede Software zeigt auf einmal ein Vorschaubild an ;). Bezüglich der EXIFs bei KoMiSo kann ich nicht viel sagen, bei Canon wird aber alles mit weggespeichert. Selbst so Sachen wie die Seriennummer des Gehäuses, mit dem die Aufnahme angefertigt worden ist. Was übrigens sehr praktisch ist, da man dann mit Lightroom die Bilder auch nach Fotograf sortieren lassen kann, selbst wenn es mehrere 7D oder 50D im Feldeinsatz gibt :top:. Die Farbtiefe sollte übrigens immer 16 Bit sein, wobei ich es von einigen Leica-Kameras kenne, kann diese ein sogenanntes komprimiertes DNG abspeichern, wobei wohl die Farbtiefe auf 8 Bit abgesenkt wird. Desweiteren ist der DNG-Converter so clever, Daten die er nicht dekodieren kann, gleich unverändert mit ins DNG zu schreiben. Sollte irgendwann einmal die Spezifikation des Herstellers vorliegen, so können zukünftige Varianten diese Werte dann auslesen. Von irgendwelchen Qualitätsverlusten (technisch beweisbar) habe ich im übrigen noch nie etwas gesehen. Ganz davon abgesehen, dass die heutigen Sensoren so eine Datenflut liefern, dass selbst mit jeder Anfänger-DSLR heute schon Bildmaterial für die Druckvorstufe hergestellt werden kann und ein Verlust selbst im Prozentbereich zu verschmerzen wäre. (Solch einen Verlust hätten aber "unabhängige" Tester bestimmt schon aufgedeckt ;) ). Ich habe den Schritt nie bereut, meinen ganzen Datenbestand zu DNG migriert zu haben und sollte irgendwann einmal der Tag kommen, an dem Adobe pleite geht, ja dann kaufe ich einfach eine 5 Terabyte-Platte (die es bis dahin geben wird) und lasse meine letzte Lightroom-Version den ganzen Katalog als TIFF, JPEG2000 etc. exportieren :). See ya, Maic. |
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der in der Kamera eingestellte Farbraum spielt bei RAW keine Rolle, nur für evtl. gleichzeitig abgespeicherte jpg-Dateien. Dass man diese bei den :a: einstellen kann, ist eigentlich ein Fehler in der Firmware der Kamera. Bei "nur RAW" müsste dies Option deaktiviert sein. Erst beim Entwickeln einer RAW-Datei wird ihr ein Farbraum zugeordnet. Übrigens haben die derzeitigen RAW-Dateien drei 12-Bit-Farbkanäle, die als "16-Bit-Farbtiefe" weiterverarbeitbar sind. |
Hallo,
noch ein Hinweis von mir: * bei den arw-Dateien der :a:100 und auch nach dng-Konvertierung (mit Adobe DNG Converter 5.6) sind Adobe Bridge CS3 und CS5 (ARC 6.2) nicht in der Lage den verwendeten Objektivtyp anzuzeigen, wohl der Sony-Konverter für die :a:100 diesen richtig wiedergibt, er also enthalten ist. * bei den arw-Dateien der :a:550 werden die Objektivtypen jedoch mit Bridge CS5 angezeigt. |
Solange es keinen offenen DNG Konverter auf Linux gibt und solange es keinen Konverter gibt, der aus einem DNG wieder ein ARW macht, behalte ich lieber das original ARW.
Wenn ein Rawkonverter mein ARW nicht unterstützt, dann konvertiere ich mit dcraw in ein gängiges 16 Bit Tiff Format, welches die Eingabedatei für den zickigen Rawkonverter wird. Bisher hat das immer geklappt. |
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Gruß, Alison |
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DNG ist ein "Industriestandard" wie ihn sich neben Microsoft wohl wirklich nur Adobe ausdenken kann. In erster Linie mal ist es ein Containerformat, in welches man natürlich nahezu beliebige Infos speichern kann - aber ob sie von einem Drittprogramm dann auch verstanden werden ist mehr als fraglich. So ist es strittig, ob der Adobeconverter wirklich alle Daten der .ARWs übernimmt und ob Adobe bei Bugs wirklich etwas fixt. Adobe hat ja nicht umsonst den Ruf, eher progressiv neue Features zu bauen als endlich mal alte Bugs zu fixen. Ich halte es für praktikabler die originalen RAW-Dateien zu archivieren. Die RAW-Formate sind durch diverse OpenSource-Projekte gesichert - man wird immer an die Daten rankommen und kann so jederzeit in ein zeitgenössisches Format konvertieren. Zur Not legt man noch ein kleines VM-Image mit der dazu benötigten Original-Software ab. Gruß Jochen |
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