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Alfisti 20.07.2010 14:46

Das hört sich ja interessant an!

Also um es kurz zu fassen: Ich bezahle Geld z.b. an Amazon und bekomme dafür quasi Speicherplatz auf deren Festplatten zur Verfügung gestellt? Hab ich das so grob richtig verstanden?

Backbone 20.07.2010 15:38

Jupp so läuft das. Wobei Amazon diese Dienstleistung eher nicht direkt an Endkunden verkauft (geht schon ist aber weniger sinnvoll). Firmen steht es aber frei Dienste und Produkte zu entwickeln und im Hintergrund diese Infrastruktur zu nutzen.
Zwei Beispiele einer deutschen Firma.
Astaro ist ein in Karlsruhe ansässiger Anbieter von sogenannten UTM-Lösungen. Im Prinzip sind das Blechkisten die Netzwerke von Unternehmen, Behörden, Schulen etc. nach außen hin abdichten. Die machen dann so Sachen wie Firewall, Intrusion Detection, Filtern Viren und Spam aus Emails, Passen auf das die User sich nix einfangen wenn sie auf bösen Webseiten sind oder sperren bestimmte Webseiten ganz (Pornos in Schulen oder Unternehmen). Das funktioniert natürlich nur wenn diese Blechschachteln regelmäßig mit updates versorgt werden. Nun ist es blöd tausende und abertausende dieser Kisten von einem einzelnen Server in Karlsruhe aus mehrmals täglich upzudaten. Die notwendigen Leitungen wären unbezahlbar und es würde ewig dauern. Also lädt Astaro sein Zeug in eine speziele, selbstprogrammierte Anwendung bei Amazon und die dicken Amazon-Rechenzentren (sind ja viele auf der ganzen Welt) verteilen es dann schön gleichmäßig und zügig.

Zweites Beispiel: Man kann bei Astaro einen Emailarchivierungsdienst kaufen. Unternehmen müssen geschäftsrelevante Emails archivieren (ist sehr lästig). Astaro bietet an, dass im Hintergrund auf einem Webdienst in der AmazonCloud zu machen, der Server schiebt alle eingehenden und ausgehenden Mails parallel dort in diesen cloud-Dienst (verschlüsselt versteht sich). Man erhält gegen Gebühr unbegrenzten Speicherplatz für seine Firmenmails ohne eigene Speichersysteme kaufen und warten zu müssen.

Und da gibts noch viele viele andere Beispiele. Simpler Speicherplatz ist da nur das allereinfachste was man heutzutage machen kann.

Backbone

robert0176 20.07.2010 15:51

Ich nutze via 1&1 das SmartDrive, dort habe ich 100 Gigabyte. Die sind bei mir im Vertrag inklusive. Wenn ich mehr brauche/will, müsste ich auch zahlen. Das reicht erstmal eine Zeitlang für meine Bilddaten. Sehr gut gefällt mir die sehr einfache Art und weise, wie ich mit Freunden/Bekannten die Bilder teilen kann. Bin mir aber nicht sicher, ob die den Service auch für Kunden ohne DSL-Anschluss anbieten :zuck:

Alfisti 22.07.2010 10:46

Zitat:

Zitat von Backbone (Beitrag 1044498)

Zweites Beispiel: Man kann bei Astaro einen Emailarchivierungsdienst kaufen. Unternehmen müssen geschäftsrelevante Emails archivieren (ist sehr lästig). Astaro bietet an, dass im Hintergrund auf einem Webdienst in der AmazonCloud zu machen, der Server schiebt alle eingehenden und ausgehenden Mails parallel dort in diesen cloud-Dienst (verschlüsselt versteht sich). Man erhält gegen Gebühr unbegrenzten Speicherplatz für seine Firmenmails ohne eigene Speichersysteme kaufen und warten zu müssen.

Und da gibts noch viele viele andere Beispiele. Simpler Speicherplatz ist da nur das allereinfachste was man heutzutage machen kann.

Backbone

Und das geht auch für Privatkunden? Was kostet denn der Spaß ungefähr mal über den Daumen gepeilt? Finde diese Möglichkeit sehr interessant.

Anstatt mir immer wieder externe Festplatten zu kaufen, kauf ich mir halt Speicherplatz auf nem Server. Scheint doch ne gute Sache zu sein, oder?

Backbone 22.07.2010 12:51

das Astaro Mail Archiving richtet sich meines Wissens nur an Unternehmenskunden. Das Lizenzmodell ist dementsprechend auch eher an professionellen Ansprüchen orientiert. :twisted:

Letztlich kannst du dir auch mal die üblichen Online-Speicherdienste anschauen. 2GB gibts meistens umsonst, danach wird man zur Kasse gebeten. Leider hörts oft auch schon wieder bei 50 oder 100GB auf oder wird exorbitant teuer. Insofern lohnt sich das für den RAWs-hortenden Fotoamateur meistens nicht. Hier mal ein Beispiel:

www.dropbox.com
100GB kosten satte 200$/Jahr.

Das Ding ist aber aus einem anderen Grund noch einen Blick wert. Man installiert sich ein kleines Programm und bekommt in "Eigene Dateien" einen neuen Unterordner namens "My Dropbox" (dort kann man weitere Ordner dann anlegen). Schmeißt man dann Datein dorthin werden die automatisch im Hintergrund auf den Server gespielt. Man kann die Dateien dann ganz normal über die Weboberfläche von überall aus wieder runter laden.
Richtig cool ist das aber wenn man mehr als einen Rechner hat. Einfach auf dem zweite, dritten, vierten... auch Dropbox installieren, per Klick verbinden und im Hintergrund werden alle Dateien in "My Dropbox" syncronisiert. Heißt, ich pack eine Datei im Rechner A in den Ordner, dann erscheint sie kurz darauf in denselben Ordnern der Rechner B, C, D ..... und online ist sie auch verfügbar.

Ich brauch seit dem kaum noch USB-Sticks...

Backbone


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