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A2Freak 28.04.2006 08:43

Zitat:

Zitat von Echidna
PS: Es macht deutlich mehr Spaß, so einen Thread über ArtPeterP zu lesen, als diverse "Diskussionen" über Art43. :top:

:top:

Henning 28.04.2006 09:06

Zitat:

Zitat von Echidna
Es bedarf schon eines sehr stacheligen Charakters (sagt der Schnabeligel ;)), Spaß an der ständigen Provokation zu haben.

Oder eines sonnenkindischen Gemüts ;)

ich konnte es mir einfach nicht verkneifen!

Gruß
Henning

Ps.: Solche Diskussionen mag ich und sobald ich mehr Zeit hab bin da dabei.

amateur 28.04.2006 09:45

Hallo Peter,

für mich hat das Besprechen von Bildern einen doppelten Sinn. Zunächst einmal für den Kritisierenden, der sich in der intensiveren Auseinandersetzung mit einem (Deinem) Bild selbst Fragen stellen und analysieren muss, warum oder eben warum nicht bestimmte Dinge gefallen. Dies geht weit über das auf einen kurzen 1. Blick gefällte (empfundene) Urteil des Betrachters hinaus.

Also muss man jede Besprechung auch als Nutzen für den Schreiber betrachten und nicht nur für den Fotografen, der ein Bild eingestellt hat. Und hier kann auch einmal ein schlechtes Bild (kann technisch oder aber auch dar Motiv sein) helfen.

Hauptadressat ist natürlich der Fotograf eines Bildes. Dieser sollte sich die Bemerkungen schon gut durchlesen und sein eigenes anfängliches Urteil bzgl. seines Bildes bei jeder Kritik hinterfragen.

Das heisst aber noch lange nicht, dass man sich dem Urteil anderer anschliessen oder gar anpassen sollte. Vielleicht resultiert das Hinterfragen des eigenen Bilds aus der Perspektive eines anderen, dass man das Bild in Zukunft anders machen würde. Aber vielleicht auch anders, als der Kritisierende es als Verbesserung vorgeschlagen hat. Vielleicht ist man nach einer solchen Kritik aber noch gefestigter in der ursprünglichen Auffassung des eigenen Bildes.

Und dann finde ich es auch wichtig, auf welcher Ebene sich der Fotografierende sich bewegt. Wenn man die Technik noch kaum beherrscht, aber gleich Fotos machen möchte, die mit allgemeinen Gestaltungsgrundsätzen fast immer brechen, obwohl diese selbst noch nicht verinnerlicht sind, halte ich dies für den falschen Ansatz.

Gestaltungsregeln und Technik sollte erst dann teilweise gebrochen werden, wenn man diese tatsächlich beherrscht und dies also eine wirklich Intention und nicht Zufall ist. Anfänger tun meiner Meinung nach also gut daran, erst einmal vielen zu gefallen, da die Sicht der vielen oft eben die Synthese allgemeiner Regeln darstellt.

Ist man soweit, dass das technisch gekonnte Foto einem selbst nicht mehr ausreicht, dann muss man sich eben von der Meinung aller befreien können und sich eine Nische suchen. Durch die Beherrschung von Technik entsteht hier aber in der Regel auch ein gewisseses Selbstvertrauen. In diesem Stadium kann teilweise die Meinung eines geschätzten Anderen mehr wert sein, als Lob oder Kritik von 10 Kritikern, mit denen man nicht auf einer Wellenlänge liegt.

Ganz ohne Bestätigung durch Dritte kann ich mir das Hobby Fotografieren allerdings für mich nicht vorstellen.

So, und nun zu dem Beispielbild:

Ich finde es für ein Selbstportrait schade, dass man das Gesicht nicht sehen kann. Tina hat da ein schönes Bild in der Bratislava-Serie gemacht, wo sie die Kamera bei der Auslösung vor den Oberkörper gehalten hat. Es ist weiterhin ein Portrait eines Fotografen, aber er versteckt sich nicht hinter der Kamera. Ohnehin ist der Blick durch die Kamera doch eine Pose, die beim Fotografieren seltener ist, als mit der Kamera in Bereitschaft die Umgebung zu beobachten.

Und dann finde ich den rechten Teil des Bildes (die Dinge im Regal) nicht im Zusammenhang mit der Säge. Wäre im Regal auch Werkzeug zu sehen, hätte ich eine klare Assoziation, dass die Kamera eben auch ein Werkzeug für Dich ist. So wirkt das ein wenig zufällig. Der Bildaufbau an sich inkl. Schärfeverlauf gefällt mir gut. Aber lass Dich davon nicht allzu sehr beeinflussen ;-)

Viele Grüße

Stephan

newdimage 28.04.2006 09:56

Ich finde Selbstportraits mit vorgehaltener Kamera klasse, ein absolutes Lieblings-Selbstportrait hat(te) Hans(auweiler) als Avatar.

Der Fotograf zeigt im Selbstportrait, das er gerne fotografiert, mit der verdeckten Gesichtshälfte baut er ein kleines, spannendes Geheimnis auf (wie sieht der wohl in echt aus?).
Ein Bild, das eine Geschichte erzählt und neugierig macht :top:

Bei Tinas Bild sehe ich mehr das Spiegelkabinett als Bildinhalt, nicht die Idee eines Selbstportraits.
Tinas Mittel zum Zweck bzw. Kompromiss ist, das sie halt selbst mit auf dem Bild ist.


Für mich also zwei komplett unterschiedliche Bildideen.

Frank

Sodele, auch hier: "a43" hat seinen Zwech erfüllt, die Diskussionen um Bilder werden besser, inhaltsreicher, es macht Spass.

amateur 28.04.2006 10:22

Hallo Frank,

Zitat:

Zitat von newdimage
Ich finde Selbstportraits mit vorgehaltener Kamera klasse, ein absolutes Lieblings-Selbstportrait hat(te) Hans(auweiler) als Avatar.

Und ich finde die langweilig, weil ich Kameras an sich langweilig finde. Ich kann mich über meine Minolta freuen, weil Sie so ein schönes Werkzeug ist (Usability), aber nicht weil Sie so schön aussieht.

Und bei der Fotografie ist mir das Auge des Fotografen viel wichtiger, als die verwendete Kamera. Und genau das sieht man hier nicht. Ist vielleicht eher eine Frage, ob man mehr Freude an der Technik oder am Motiv hat, für das man nur das geeignete Werkzeug gesucht hat.

Zitat:

Zitat von newdimage
Der Fotograf zeigt im Selbstportrait, das er gerne fotografiert, mit der verdeckten Gesichtshälfte baut er ein kleines, spannendes Geheimnis auf (wie sieht der wohl in echt aus?).
Ein Bild, das eine Geschichte erzählt und neugierig macht :top:

Genau das kommt bei mir nicht an. Und da haben wir es wieder. Viele Leute, viele Sichtweisen. Peter sollte sich unsere Diskussion durchlesen und selbst reflektieren, ob dies sein ursprüngliches Bild beeinflusst hätte. :top:

Zitat:

Zitat von newdimage
Bei Tinas Bild sehe ich mehr das Spiegelkabinett als Bildinhalt, nicht die Idee eines Selbstportraits.
Tinas Mittel zum Zweck bzw. Kompromiss ist, das sie halt selbst mit auf dem Bild ist.

Ich glaube, dass Tinas Bild wesentlich stärker komponiert ist, als Du unterstellst, aber dass wird nur Tina wissen ;-) Auslöser des Bildes war sicherlich die Spiegelung, aber es sind nun einmal zwei Personen auf dem Bild zu sehen und das Bild würde in meinen Augen stark abfallen, wenn eine der Personen eine Kamera vor das Gesicht hielte.

Viele Grüße

Stephan

newdimage 28.04.2006 10:33

Hallo Stephan,

Tina wird da schon keinen Schnappschuss gemacht haben, da gebe ich Dir recht. Tina zählt für mich zu den kreativsten Köpfen in unserem forum und ich mag viele Ihrer Bilder in www.momente.info .
Ich wollte nur meine Vermutung darstellen, das Tina die Spiegelung und nicht das Selbstportrait als Bildidee hatte.

Schade, das Dir Deine Minolta nicht so gefällt, ich finde meine kleine Nikon wunderschön, ein dankbares Motiv ;) .
Diese Art von Selbstportrait zeigt den Fotografen als gestalterischen, kreativen Menschen mit seinem Werkzeug, für mich passt das, ist es eine sehr gelungene Möglichkeit, sich und sein Hobby in einem Bild vorzustellen.

Gruß
Frank

D@k 28.04.2006 10:38

Peter hat das Thema gut angeschnitten, gefällt. Auf diesen Thread hat mich Frank aufmerksam gemacht - danke! Selbst habe ich einen Vorschlag unterbreitet, vielleicht kann man was daraus machen. Der andere Thread ist bereits lang und ecklig geworden, vielleicht gucken nur noch wenige rein.

Gruß

elch 28.04.2006 12:32

Zitat:

Zitat von Henning

Oder eines sonnenkindischen Gemüts ;)

ich konnte es mir einfach nicht verkneifen!

Gruß
Henning

Ps.: Solche Diskussionen mag ich und sobald ich mehr Zeit hab bin da dabei.

:shock: :flop:

newdimage 28.04.2006 12:51

Zitat:

Zitat von elch
Zitat:

Zitat von Henning

Oder eines sonnenkindischen Gemüts ;)

ich konnte es mir einfach nicht verkneifen!

Gruß
Henning

Ps.: Solche Diskussionen mag ich und sobald ich mehr Zeit hab bin da dabei.

:shock: :flop:

Ich denke, Henning meint die Diskussion in diesem und in Jornadas Thread hier im Cafe ;) .

gerrica 28.04.2006 13:40

Hallo zusammen,
eine schöne Diskussion, die Peter da angestoßen hat. Wenn viele kontroverse Kommentare erscheinen, dann heißt das nur, daß Geschmacksfragen diskutiert werden und keine Fragen der technischen Umsetzung. Es ist also wichtig, daß möglichst viele Kommentare kommen, um sich die Info draus zu holen, die man braucht oder haben möchte.

Gruß Gerald


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