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Sorry Horst, vielleicht habe ich die Frage falsch formuliert. Mir ist klar wozu ich mehrere Kanäle benötige. Mir ist aber nicht klar, wie bei einer reinen Kommunikation der Geräte über Blitzfolgen (Lichtsignale) die Kanäle getrennt werden.
Stellt man sich vor, dass die Geräte (Kamera und Blitze) sich über eine Funk-Verbindung unterhalten, realisiert man das indem man auf verschiedenen Trägerfrequenzen sendet. Verwendet man als Datenträger aber eine Reihe gleichartiger Lichtblitze, so ist eine Zuordnung der Daten doch nur über die zeitliche Abfolge und gegebenenfalls die Länge der Lichtsignale möglich. So eine Art Morsecode also. Eine Aufteilung auf verschiedene Kanäle (Frequenzen, Träger) ist dafür nicht erforderlich und IMHO auch nicht möglich. Mir kommt das ganze etwas seltsam vor. - Per Vorblitz wird die Situation ausgemessen. - Dann werden die erforderlichen Blitzleistungen für die entfesselten Blitze berechnet. (In der Kamera oder jeder Blitz selbst für sich?) - Dann werden sicher eine ganze Reihe Daten ausgetauscht (eingestellte Blende und Zeit, Brennweite) - Das Ganze für 4 Blitze gleichzeitig. Schwer vorstellbar, dass so viele Daten in so kurzer Zeit durch eine Abfolge von Licht-Impulsen übertragen werden, die nich einmal auf einer definierten Strecke direkt übertragen werden. Der Sensor des Blitzgerätes sieht doch eigentlich nur eine Helligkeitsschwankung, die abhängig von der Szenerie (Reflexionen, Grundhelligkeit, Anordnung der Blitze) völlig undefiniert ist. Wie funktioniert das? |
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Bei TTL-fähigen Kameras ist das dann auch echtes WL-TTL, bei nicht-TTL-fähigen Kameras (wie unseren digitalen Minoltas) misst der Master die benötigte Lichtmenge. Tobi |
Aha, nach Peanuts ausführlicher Erklärung ist alles klar. Vielen Dank.
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@Peanuts
sauber! :top: und danke, das ist Klasse zur Veranschaulichung. @abec Die Kamera steuert alle Blitze eines Kanals gleich, unterscheidet also nicht einzelne Blitzgeräte innerhalb eines Kanals. |
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Lies dir mal Peanuts' Beitrag durch, der ist echt lesenswert! Danke Peanuts! Tobi |
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Das lässt sich wunderbar aus 'natürlichen' Helligkeitsschwankungen herausfiltern. Den Rest erledigt ein Mikroprozessor. Und was die Zeit angeht: das ganze dauert etliche Millisekunden, das ist in der Elektronik eine halbe Ewigkeit, um ein paar läppische Bits zu übertragen. Meine Oszillogramme oben hab ich mit einer simplen Fotodiode aufgenommen, die direkt am Eingang des Oszilloskops hing. Ohne Messverstärker oder sonstige Elektronik dazwischen. |
Danke, das Du "Licht ins Dunkel" bringst.
Mir Techniklegastheniker ist das zwar immer noch recht theoretisch, dennoch kann ich mit Deinen Beiträgen was anfangen. Gruß Frank |
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Edit: Nochmal nachgelesen. Es scheint sich um das ältere Verfahren zu handeln, bei dem Belichtungssensoren das vom Film reflektierte Licht auswerten um das Stopsignal auszulösen. |
Korrekt, altes Verfahren.
Beim neuen (hab leider keine Oszillogramme davon online) löst die Kamera drahtlos einen Vorblitz der Slaves aus, bestimmt daraus die nötige Blitzleistung und überträgt diesen Wert drahtlos an die Blitze. Die Blitzleistung wird AFAIK als zeitlicher Abstand zwischen zwei Blitzen innerhalb eines Pakets codiert. Wenn der Verschluss dann offen ist, kommt nur noch ein Trigger-Impuls, aber kein Stopp-Signal mehr. |
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