Nur wenn sie sich nicht bewegen.
Das Sensorrauschen läßt sich rechnerisch aufteilen in eine Zeit- und eine Ortskomponente. Die Zeitkomponente ist das, was man im Sucher als ungeordnetes Flimmern oder buntes "Schneegestöber" sieht; dieser Anteil mittelt sich bei längeren Belichtungszeiten raus und stört im fertigen Bild immer weniger, je länger man belichtet. Das ist genau der Effekt, den man bei der "Multiframe-Rauschminderung" ausnutzt.
Die Ortskomponente dagegen addiert sich bei längeren Belichtungszeiten, und das zwar von Pixel zu Pixel unterschiedlich, aber bei jedem einzelnen Pixel bei gleichen Zeiten immer gleich stark. Das kann man ausnutzen, indem man zwei Aufnahmen mit der gleichen Belichtungszeit macht, wobei auf einer der beiden idealerweise "nichts" sein sollte, und die voneinander abzieht. Dadurch hebt sich das Störsignal auf, und das Nutzsignal bleibt erhalten. Wenn du in den Sucher schaust, siehst du bei maximaler Vergrößerung eventuell einzelne Pixel, die zwar unregelmäßig, aber immer wieder an derselben Stelle aufblinken. Das sind gute Kandidaten für die Langzeit-RM.
Und kann es wie oben gesagt Pixel auf dem Sensor geben, die "festsitzen" und immer ein Signal abgeben, unabhängig von der tatsächlichen Belichtung. Die kriegt man aber normalerweise gar nicht erst zu sehen, weil die von der Kamera schon gleich zu Anfang ausgeblendet werden, bevor sie überhaupt mit der eigentlichen Bildverarbeitung anfängt.
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