Vollbremsen auf der Autobahn ohne "Grund" ist doch sowieso verboten. Sie ist insgesamt nur aufgrund eines "zwingenden Grundes" erlaubt, egal ob Autobahn oder Landstraße.
Tiere, vor allem Kleintiere, gehören nicht zu den "zwingenden Gründen", auch wenn das schade ist. Da gilt es, sich selbst zu schützen. Der Bremser hat sich selbst in üble Gefahr gebracht und viele andere auch.
Sicher ist es "nobel", für ein Tier zu bremsen, aber die Folgen sind oft ja gar nicht einzuschätzen. Beim ADAC gibt es sogar Schulungen, wie du diesen "Ausweichmechanismus" auschalten kannst. Bei Wild wird ja sogar geraten: "Beschleunigen", damit sich die Autohaube hebt und man das Wild eher unter sich begräbt und die Gefahr, dass es durch die Scheibe schlägt, geringer ist.
Ich liebe Tiere - sehr. Ich setze mich auch für den Tierschutz ein. Aber wenn mein Leben und das von anderen dran hängt, dann hat man einfach kein Recht, all dies aufs Spiel zu setzen wegen ein paar Küken...
Ich habe mal in einer großen, breiten 50erZonen-Kurve angehalten, weil ein Rehkitz von seiner Mama getrennt war und den Weg durch die Lücken der Leitplanken nicht zurück in den angrenzenden Waldstrich fand. Es rannte kopflos auf der Straße hin und her, die Mutter hörte man schreien. Ich parkte aber am Rand und viele Autos danach auch, als sie mich und das Kitz auf der Straße rumrennen sahen. Wir bildeten eine Kette (viele fremde Menschen fassten sich an der Hand) und trieben das Kleine zu den Lücken, wo es dann mit der Mama wieder vereint werden konnte. Danach klatschte man sich ab, grinste sich an...aber das war eine völlig andere Situation, in der keine Gefahr für Leib und Leben ausging.
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