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Brauche ich geringe Tiefenschärfe, dann blende ich so weit wie notwendig (und nicht etwa so weit wie möglich!) auf, brauche ich dagegen möglichst viel Schärfe sowohl auf Motivzentrum als auch im Hintergrund sowie Vordergrund, dann blende ich selbstverständlich soweit ab, wie es erforderlich ist. Insofern ist die - feste - Wahl von Blende 8 kontraproduktiv... |
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Ich bin noch nie mit einem Objektiv, so fest an einer Blendenöffnung festgeklebt, wie bei dem! |
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Na ja, die Beurteilung von Bilder am Monitor, die dann ausgedruckt werden, ist nicht ganz so einfach. 100% Ansicht zeigt jedenfalls nicht den Bildeindruck, den ein üblicher Ausdruck an der Wand den hat. Man kann das auch gerne z.B. mit Nik Sharpener ausprobieren. So wie ein auf Druck optimiertes Bild da dann aussieht, kommt einem das Grauen. Aber das Ergebnis stimmt.
Ich verwende meist 50%, das kommt bei mir den tatsächlichen Ergebnissen recht nahe. |
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Früher, mit älteren Filmkameras wie der Dynax 8000i, bei der die Programmautomatik noch nicht ganz so gut war, war A mein Standardmodus. Aber bei meiner Art der Fotografie (Reisefotografie, lebende Tiere die nicht still halten, Schnappschüsse) muss es oft schnell gehen, und dann ist es mir doch ab und zu passiert dass ich vergessen habe darauf zu achten was vom vorhergehenden Foto für eine Blende eingestellt war, und das Foto ging in die Hose. Darum bin ich später - mit der Dynax 7 - zunehmend auf P als Standardmodus umgeschwenkt. Wenn ich Zeit habe und ein Motiv sehe bei dem ich mir denke das könnte von einer kleineren oder größeren Blende profitieren dann schalte ich auf A um und stelle eine entsprechende Blende ein. Wenn es wirklich um die Tiefenschärfe geht verwende ich auch die Abblendtaste und seit ich die A55 habe auch die geniale Sucherlupe um einen realistischen Eindruck vom Tiefenschärfenaufbau des Fotos zu kriegen bevor ich dann abdrücke. Wie schon von anderen hier bemerkt ist es nicht sinnvoll einfach immer möglichst mit Blende 8 zu arbeiten. Mein Immerdrauf ist auch das 16-80Z. Es ist verdammt teuer, aber es ist auch wirklich gut und daher bereue ich das viele Geld das ich dafür ausgegeben habe nicht. Mein Telezoom ist das 70-400G, für das Teil gilt das gleiche. Daneben habe ich noch diverse lichtstarke Minolta Festbrennweiten, die auch alle gut oder sehr gut sind (die beiden 1.4er Festbrennweiten müssen natürlich ein gutes Stück weit abgeblendet werden damit sie richtig gut sind). Die älteren Minolta Standardzooms die ich von meinen Filmkameras her noch habe können bildqualitätsmäßig mit dem 16-80Z nicht mithalten - selbst mit Blende 8 erreichen sie noch nicht die Schärfe die das 16-80Z schon bei Blende 4,5 erreicht. Schon von daher kann ich sie für hoch auflösende moderne Kameras nicht empfehlen. Außerdem sind die Brennweitenbereiche derartiger Zooms an Kameras mit Crop Sensor nicht sehr praktisch. Aktuelle Kit-Objektive kenne ich aus eigener Erfahrung nicht. Man liest einerseits immer wieder dass sie erstaunlich gut sind, andererseits liest man aber auch immer wieder dass 16-80Z oder auch das 16-105 halt doch deutlich besser sind. Daher würde ich das "erstaunlich gut" mal so einordnen dass es wohl relativ zum Preis zu verstehen ist - da die Kit-Objektive ja nicht viel kosten kann man wohl realistischerweise auch nicht all zu viel erwarten, auch wenn es für nicht ganz so anspruchsvolle Fotografen durchaus o.k. ist. |
Mein Tip für richtig scharfe Fotos:
Stativ. Und zwar ein stabiles mit einem stabilen Kopf. Dann noch richtig fokussieren und scharfen Fotos steht nichts mehr im Weg. Die Wahl des Objektives halte ich hier für weniger wichtig. Grüße Uwe |
Tiefe der Schärfe ?
Hallo!
Ich habe eine Frage: Wie soll die Schärfe sein? Von nah bis fern, oder nur partiell (frei gestellt)? Ich verwende meist Festbrennweiten (SAL 35mm F1,8 DT oder SAL 85mm F2,8 oder ältere manuelle Objektive von guter Qualität). Dann kommt noch ein Stativ dazu. Wenn ich 100% Kontrolle über die Schärfepunkt haben will, dann fokussiere ich manuell mit Live View und Sucherlupe. Wenn es dann nicht scharf wird, hat die Kamera einen Defekt. |
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mein derzeit schärfstes ist das Minolta 50mm F2,8 Makro. (allerdings muss man bei manchen motiven aufpassen dass dieser berüchtigte helle fleck in der mitte nicht auftritt) Das SAL70400 bildet auch excellent ab, offenblende schon gut scharf und bei einmal geblendet gehts schon richtig knackig zu. es kommt auch darauf an wie die kamera mit den linsen harmoniert. wenn die kamera n back- oder frontfokus hat, dann nützen alle scharfen linsen nix. dann muss erst die cam justiert werden. ich teste alle objektive erstmal bei offenblende, abgeblendet zählt für mich nicht, denn dabei werden die meistens scharf. als immerdraquf habe ich das tamron 17-50 f2,8. das ist ganz gut, zumindest hab ich n gutes erwischt, da sollen ja auch nicht so gute im umlauf sein( hohe serienstreuung) ansonsten ist wohl immerdrauf-zoom das 16-80zeiss zu empfehlen, allerdings auch doppelt so teuer. gruß |
Hallo Berti,
ich würde Dir raten, Dich nicht zum Kauf neuer Objektive überreden zu lassen! Denn Du hast das Potential Deiner Objektive noch lange nicht ausgereizt. Dazu kommt, dass es oft nicht an Schärfe, sondern an Schärfeeindruck mangelt. Was kannst Du also tun? - Kamerainterne Parameter (Schärfe, Sättigung, Kontrast) hochstellen - Nachbearbeiten (Tonwertkurve, Unscharf maskieren) - Abblenden (aber dabei immer Priorität Bildgestaltung!) - Vor allem: Bessere Lichtsituationen suchen! Bei den Zoo-Bildern war das Licht ungünstig (Flamingos im Schatten, Panda im grauen Wintergrau), bei der Schlange und im Vatikan schier zu dunkel! - Die Rose mit dem Schnee drauf ist schlicht totgeblitzt. In schwierigen Situationen auch mal eins mit und eins ohne Blitz versuchen. - Bei den ISO lieber mal höher als 400 gehen (ISO-Automatik geht nur bis 400), dann hast Du weniger Verwackeln Das mit den scharfen Bildern kommt mit Übung und Erfahrung. Neue teure Objektive helfen Dir dabei nicht. |
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