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Registriert seit: 02.04.2019
Ort: Lübeck
Beiträge: 1.327
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Das Jahr 2025 neigt sich dem Ende...
Wieder einmal neigt sich ein Jahr dem Ende zu. Wieder geht es auf Weihnachten zu, und wieder werden jetzt die mehr oder weniger enttäuschten Käufer, die ihr zukünftiges Equipment mangels Veröffentlichung dies Jahr nicht unter dem Weihnachtsbaum finden, an zu überlegen, was ihnen die Hersteller im kommenden Jahr alles so präsentieren.
Vor allem aber habe ich vor einem Jahr ein paar Prognosen gewagt - und da möchte ich mich doch einmal der Selbstkritik stellen, indem ich den Beitrag hervorkrame und prüfe, was davon eingetroffen ist. War das alles bullshit, was ich da abgesondert habe, oder lag ich besser als man es mir zugetraut hat? Angefangen habe ich vor einem Jahr mit Kameras. Zitat:
Aber lag ich wirklich so falsch? Hm, ein kleines Fleißbienchen würd ich mich schon gerne anrechnen. Ich glaube tatsächlich, dass die Kamera im Bereich März/April technisch "veröffentlichungsreif" war. Und ich glaube auch, dass der ursprüngliche Plan war, sie auch zu der Zeit zu veröffentlichen. Nur hat Sony aus taktischen Gründen den Plan geändert und beschlossen, die Veröffentlichung dann doch so deutlich nach hinten zu verschieben. Zum einen war die Nachfrage nach der a1II so groß und Sony bei der Produktion so im Hintertreffen, dass Sony entschieden hat, die Produktion auf eben diese Kamera zu bündeln. Damit war Sony aber auch in der Situation, keine a7V herstellen zu können. Sie dennoch zu präsentieren und Kunden dann möglicherweise ein halbes Jahr warten zu lassen, ergibt tatsächlich wenig Sinn. Und dann kam man zum anderen auch in einen Zeitbereich, in dem Canon seine Kamera vorstellen würde. Ich gebe zu, mit Produktionsproblemen bei Sony hatte ich vor einem Jahr nicht gerechnet. Insofern in summa: ich lag falsch, aber im nachhinein erklärbar. Und inhaltlich? Im Wesentlichen so, wie ich schrieb: Zitat:
Für den APS-C-Bereich lag ich auch richtig: Und gekommen ist: nichts. Aber das war ehrlich gesagt auch nicht sooo schwer. Auch wenn die APS-C-Reihe nun wirklich in die Jahre kommt und es schon fast verzweifelt klingt, wie sehr die a6400 als "für 2025 immer noch eine herausragende Kamera" angepriesen wird, ist das aktuell einfach nicht das große Augenmerk von Sony. Aber das heißt aus meiner Sicht nicht, dass Sony diesen Bereich abschreiben wird. Aber dazu später. Bei der a7SIV bin ich zugegebenermaßen einer konkreten Vorhersage ausgewichen, als ich schrieb: Zitat:
Gleiches gilt auch für die ZV-/FX-Reihe. Auch das hatte ich im Konjunktiv formuliert: Zitat:
Und ich schrieb auch was zur RX-Reihe: Zitat:
Bei den Objektiven bin ich zugegebenermaßen bei konkreten Zahlen wage geblieben, weil mir der Markt zu unübersichtlich geworden war. Ein paar Vermutungen hatte ich dennoch, und zwar in Richtung "ungewöhnliche Brennweiten" und "noch lichtstärkere Zooms". Konkret schrieb ich: Zitat:
Desweiteren schrieb ich: Zitat:
Nicht gekommen sind - wie ich schon fast erwartet hatte - Updates für APS-C-Objektive. Oder wie ich vor einem Jahr schrieb: Zitat:
Ich finde, insgesamt lag ich bei den Objektiven gar nicht so schlecht. Gesamtfazit: Bei den Kameras war ich letztendlich zu optimistisch und musste mich den Produktionsengpässen bei Sony beugen. Ich hatte nicht erwartet, dass Sony die Nachfrage nach der a1II so gar nicht bedienen kann und deshalb Produktionsressourcen von anderen Kameras abziehen musste. Deswegen lag ich zeitlich falsch, und auch deshalb kam die a7V rund neun Monate später als von mir erwartet, womit auch alle anderen "vielleicht"'s bei den anderen großgehäusigen Kameras obsolet waren. Zugute halte ich mir, dass ich bei den Kameras zumindest die Möglichkeit gesehen habe, dass sie nicht 2025 erscheinen. Mit der Vorhersage, dass im Sommer was bei den Kompakten passiert, lag ich aber ziemlich gut. Geirrt hatte ich mich allein im Modell. Bei den Objektiven fühl ich mich bestätigt in meinen Einschätzungen. Sonys Zooms werden noch lichtstärker, die Brennweiten ungewöhnlicher, ein Makro ist auch gekommen - und alles hochpreisige Dinger. Mit dem Ergebnis kann ich leben. Und meine Einschätzungen für 2026? Da muss ich wirklich noch mal in mich gehen, bevor ich konkreter werden möchte. Ein paar Sachen sind ja z.B. bei den Kameras noch offen von meinen letztjährigen Prognosen wie z.B. das Thema a7SIV/FX3II. Grundsätzlich bin ich davon überzeugt, dass Sony seine Zyklen verlängert. Waren es früher gut drei Jahre, waren es bei der a1/a1II und bei der a7IV/a7V schon vier Jahre. Bei der FX3 und der a7SIII sind wir schon bei fünf Jahren. Auch die FX6 ist so alt. Ich kann mir gut vorstellen, dass wir im nächsten Jahr in dem Bereich sehr wohl etwas sehen werden. Aus dem Bauch heraus würde ich der FX-Reihe den Vorzug vor einer a7SIV geben, aber ich gebe auch zu, dass Video nicht so mein Ding ist. Ganz totschreiben würde ich eine a7SIV aber nicht. Ansonsten sind die anderen Vollformat-Kameras eigentlich alle noch nicht reif für ein Update. Ich geh da noch mal in mich, aber der Bauch sagt mir, dass 2026 eher ein "Video-Jahr" wird. Noch mehr Staub setzt allerdings die APS-C-Reihe an. Die a6400 ist von 2019 und wird schon fast krampfhaft als "die Kamera für den Einstieg" beworben, die a6600 aus 2019 hat auf halber Strecke mit der a6700 ein sanftes Update bekommen, und von der a6100 spricht niemand mehr - und für mich ist sie eigentlich auch tot. Aber ist Sonys APS-C-Fotokamera-Serie damit damit in Gänze tot? Manch einer behauptet das vehement. Aber Sony kann aus diversen Gründen sein Engagement im APS-C-Bereich nicht sterben lassen. Deswegen ich setze meine Wetten darauf, dass Sony uns 2026 oder 2027 neue APS-C-Kameras (Mehrzahl!) präsentieren wird. Aber ich glaube auch, dass Sony dies nutzen wird, um seine APS-C-Reihe in gewisser Weise "neu aufzustellen", quasi als "Relaunch" mit einer gänzlich neuen Nomenklatur. Sony könnte die Fotokameras wie bei den FX-Kameras auf ein Ziffernsystem umzustellen, wonach die Vollformat-Kameras einstellig und die APS-C-Kameras zweistellig sind, um dann mit Versionsnummern zu arbeiten. Die "alten" zweistelligen Kameras zumindest sind schon ziemlich lange passé, so dass das kaum stört, und eine Kamera mit zweitstelliger Nummer und abschließender 0 (also z.B. eine a60) gab es mWn. noch nie. Reif wäre die a6400 auf jeden Fall für einen Nachfolger. Und die FX30 (die ja auch eine APS-C-Kamera ist) ist aus 2022. Auch wenn es sicher nicht das große Rennpferd ist, ist APS-C ist kein totes Pferd. Bei den Objektiven wird Sony vermutlich seinen eingeschlagenen Weg fortsetzen und sich auf die qualitativ (und damit preislich) hochwertigen Objektive konzentrieren. Die "holy trinity" wird auf jeden Fall in den nächsten Monate nach unten mit einem 16-28mm f/2 vervollständigt (hier glaube ich den Gerüchten und sehe keinen Anlass, Produktionsengpässe zu fürchten). Und ansonsten? Pfff… Alte Versionen durch neue ersetzen steht vermutlich auf dem Plan (Stichwort "leichter, schneller, schärfer"). Bei den Festbrennweiten ist seit dem 135/f1.8 2019 alle Festbrennweiten G- oder GM-Linsen, bei den Zooms war das 28-60/f4-5.6 in 2020 das letzte Objektiv ohne dieses Gütesiegel. Den Qualitätsanspruch wird Sony meines Erachtens weiterverfolgen und sich aus dem Markt der "einfachen" Objektive zurückziehen. Super-Zooms wie das 24-240/f3.5-6.3 überlässt Sony anderen. Wenn ich mir die Liste der schon vorhandenen Objektive anschaue, frage ich mich, was noch fehlen könnte. Irgendwas signifikant unter 14mm? Ein 200mm/f4-Makro? Ja, Gott, wenn ihnen sonst nichts einfällt, dann vielleicht das Auch wenn ich es persönlich genial fände, rechne ich nicht damit. Aber insb. nach oben sind doch ansonsten alle Wünsche erfüllt, oder? Oder will wirklich jemand ein natives 800mm/f5.6-Objektiv durch die Gegend tragen, dass man mit Konverter noch auf 1.600mm hochjubeln Warum? Nur weil es als GM eine geniale Linse wäre? Wer will das bezahlen? Und bei den Zooms? f2 werden wir ab kommendem Jahr von 16mm bis 150mm haben. Vielleicht will ja jemand noch ein 100-200/f2, um auch wirklich den alten Brennweitenbereich wiederzuhaben (den Brennweitenbereich hatten wir tatsächlich mal bei Minolta, wenn auch lichtschwächer). Aber braucht es das wirklich? Nur weil es geil ist? Ganz ehrlich: Sicher lässt sich da noch irgendeine absurde Brennweite zwischendrücken, aber die Löcher haben die Dritthersteller eigentlich schon recht gut gestopft. Ich denk da z.B. an das Tamron 35-150/f2-2.8. Vielleicht fällt Sony ja noch irgendein irrer neuer Glastrick ein und wir bekommen ein "echtes" 35-150/f2. Aber auch da: ich weiß nicht. Nein, Sony wird das Thema "gänzlich neue Brennweiten" erst mal etwas beruhigen und und statt dessen mehr und systematischer alte Objektive durch neue Nachfolger ersetzen und dabei eine kleine Lichtstärkenverbesserung einbauen. So, und wenn sich man dann noch darauf einlassen mag, dass 2026/2027 sich etwas bei den APS-C-Foto- und -Videokameras bewegt, ergibt sich auch im Bereich der Objektive ein nicht unlogisches Bild. Genug Stoff also, darüber nachzudenken.
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"Die ersten 10.000 Bilder sind die schlechtesten" - wahlweise Henri-Cartier Bresson, Jackson Pollock oder Helmut Newton zugeschrieben Geändert von DerGoettinger (04.12.2025 um 14:42 Uhr) |
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