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Startseite » Forenübersicht » Treffpunkt » Café d`Image » Freilaufende Hunde
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Alt 03.11.2018, 15:47   #1
Millefiorina
 
 
Registriert seit: 11.03.2012
Beiträge: 1.163
Freilaufende Hunde

Ich bin ja sicher nicht die Einzige hier, die den "macht er sonst nie" "ist noch jung" "der will nur spielen" Tieren begegnet.

Hier ein meiner Meinung nach interessanter Artikel im Spiegel:

http://www.spiegel.de/panorama/gesel...a-1236237.html
__________________
It's not what you look at that matters, it's what you see!
(Henry David Thoreau)
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Alt 03.11.2018, 16:18   #2
conradvassmann
 
 
Registriert seit: 30.11.2014
Ort: Sachsen
Beiträge: 1.193
Ich hatte letztens zusammen mit meiner Frau beim Spazieren das Erlebnis, dass uns zwei große Hunde bei einem relativ einsamen Grundstück sehr aggressiv begegnet sind und ich mir wünschte, einen Schlagstock oder Tierabwehrspray dabeizuhaben. Das Grundstück war nicht abgesperrt die Hunde kamen heraus. Wir wurden zum Glück nicht gebissen, aber die Situation empfanden wir beide als ziemlich gefährlich und unkalkulierbar. Der Besitzer kam erst nach ca. einer dreiviertel Minute und pfiff die Tiere zurück.Erst dann getrauten wir uns, weiterzugehen.
Auch auf Rad und Wanderwegen außerhalb der Ortschaft treffen wir oft auf freilaufende Hunde und fühlen uns dabei nicht wohl.
Ich würde eine Tierhalter Erlaubnis ähnlich einer Fahrerlaubnis befürworten.
__________________
don't be evil & do the right thing

Geändert von conradvassmann (03.11.2018 um 16:22 Uhr)
conradvassmann ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 03.11.2018, 17:23   #3
Robert Auer
 
 
Registriert seit: 17.11.2012
Ort: Schwerin
Beiträge: 6.811
Bevor ich selbst einen Hund hatte, ging es mir auch schon mal ähnlich. Heute weiß ich, dass man die Hunde nicht anschauen und normal weitergehen soll. Ich gebe aber auch zu, dass das bei großen Hunden schon eine Herausforderung sein kann. Zudem riechen Hunde die Angst. Bei einem Stock wollen manchmal Hunde spielen, was weitere Missverständnisse provozieren kann. Gleiches gilt für das Hochnehmen der Arme. Also alles vermeiden, was die Aufmerksamkeit der Hunde fördert.
Übrigens sind angeleinte Hunde mutiger und meistens auch noch aggressiver. Trotzdem bin ich natürlich für eine umfassende Leinenpflicht und Hundewiesen, wohl sind gut erzogene und ausgeglichene Hunde das Ziel eines verantwortungsvollen Hundehalters
__________________
robert uer

Grüße aus Schwerin, der romantischen Sieben-Seen-Stadt in Ostsee-Nähe
(=> nur ~30km zur German Riviera )

Geändert von Robert Auer (03.11.2018 um 17:29 Uhr)
Robert Auer ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 03.11.2018, 18:38   #4
embe
 
 
Registriert seit: 11.02.2013
Ort: Südbaden
Beiträge: 6.180
Zum letzten Satz, erste Hälfte, volle Zustimmung.

Zu den Ratschlägen davor, kann das denn der Weisheit letzter Schluß sein, dass der Nicht-Hundehalter sich so verhalten muss, dass er das Unvermögen oder die Uneinsichtigkeit des Hundehalters, der sein Tier nicht kontrollieren kann oder will, auszugleichen hat?
Oder habe ich Dich da falsch verstanden?

Hier in Baden-Württemberg gibt es leider keine allgemeine Leinenpflicht, in der gemeindlichen Polizeiverordnung steht drin wo Leinenpflicht herrscht und wo nicht und unsere Gemeindeverwaltung hat dankenswerterweise dazu eine Karte des Gemeindegebietes erstellt in der farbig eingezeichnet ist, wo die Hunde generell angeleint sein müssen.
Aber selbst daran fühlen sich einige Hundehalter hier nicht gebunden.

Ich habe zB. irgendwann keine Lust mehr gehabt den Weg unten am Fluß zum Joggen oder spazierengehen zu benutzen, weil ich alle paar hundert Meter stehen bleiben musste um nicht den Hasen für den nächsten freilaufenden Hund (dort keine Leinenpflicht) zu geben.
Und dann mach das ganze mit Kind, dem auch ein mittelgroßer Hund bis ans Gesicht kommt, und freue Dich über die bekannten Kommentare der Hundehalter, nachdem der Hund eben NICHT aufs Wort gehorcht und bei Fuß kommt, und freudig am vor Panik erstarrten Kind hochspringt.

Ausdrücklichen Dank an dieser Stelle an diejenigen Hundehalter, die in einer entsprechenden Situation den Hund zu sich rufen und festhalten oder eben auch anleinen.
Die gibt es ja glücklicherweise auch.

Trügt mich da mein Eindruck, oder sind diejenigen Hundehalter die sich solcherart vernünftig verhalten auch meistens diejenigen, die Ihren Hund gut erzogen und offensichtlich auch unter Kontrolle haben (so von wegen Ähnlichkeiten von Hund und Herrchen/Frauchen )?
__________________
Viele Grüße,
Michael

Do what you can, with what you've got, where you are.
Bill Widener, of Widener Valley, Virginia, as quoted by Theodore Roosevelt in 'An Autobiography'
embe ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 03.11.2018, 19:11   #5
Ernst-Dieter aus Apelern
 
 
Registriert seit: 10.02.2005
Ort: 31552 Apelern
Beiträge: 19.572
Der Besitzer eines Hundes muß immer mit einer unvorhersehbaren Aktion des Hundes rechnen.Hunde riechen wirklich wenn eine Person Angst hat.
__________________
APS-C wird weiter gepflegt bei Sony
Mein flickr
Ernst-Dieter aus Apelern ist offline   Mit Zitat antworten
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Alt 03.11.2018, 19:27   #6
BeHo
verstorben
 
 
Registriert seit: 11.08.2004
Ort: Woinem
Beiträge: 32.059
Idioten gibt es halt immer wieder. Vernünftige Menschen gibt es Gott sei Dank auch.

Ich erinnere mich gerade daran, wie wir vor einigen Jahren in den Vogesen erschöpft von einer 30km-Wanderung mit deutlich über 1.000 Höhenmetern zurück zum Parkplatz kamen und uns zwei große und kräftige freilaufende Hunde laut bellend entgegenkamen. Uns rutschte das Herz in die Hose, und kurz danach tauchte der Hundehalter mit dem Spruch "Keine Angst, die wollen nicht spielen. Die beißen nur." (Sic!) auf. Das fand der auch noch lustig.

Die Hunde waren letztendlich nicht wirklich aggressiv, aber das kann man im ersten Moment schwer einschätzen, wenn man sie nicht kennt oder vielleicht keine großen Erfahrungen mit Hunden hat. Eine vielleicht falsche aber verständliche Notwehrreaktion kann zu schlimmen Konsequenzen führen. Dafür ist meiner Meinung nach selbstverständlich der Hundehalter verantwortlich, solange die Notwehr begründet werden kann. Der Spiegel-Artikel ist recht ausgewogen. Mit dem Thema sollte sich meiner Meinung nach auf jeden Fall jeder Hundehalter beschäftigen.

Geändert von BeHo (03.11.2018 um 19:47 Uhr)
BeHo ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 03.11.2018, 19:51   #7
joker13
 
 
Registriert seit: 20.02.2009
Ort: Vorderpfalz
Beiträge: 2.094
Ja, das ist ein ständiges Problem mit Hundehaltern. Wir sind häufig mit unserem Wohnmobil unterwegs.
Auf einem Wohnmobilstellsatz wurde ich kürzlich von einem freilaufenden Kampfhund angefallen, als ich mit dem Fahrrad auf Stellplatz zurückgekehrt bin. Der Hund ist knurrend auf mich zu gerannt, ist dann hoch gesprungen und hat mich mit den Krallen am Bein verletzt, er wollte sicher zubeißen. Ich konnte den Hund per kräftigen Fusstritt abgewehrt, was der Hundebesitzerin nicht gefallen hat. Sie hat mich wüst beschimpft. Ihr Ehemann hat mit Schläge angedroht. Der Hund wollte angeblich nur spielen!
Bei einem Kampfhund hört der Spaß auf!
Einige Hundehalter sehr nur ihren Liebling, alles andere soll sich gefälligst dem unterordnen.
__________________
-----------------------------
Gruß aus der Pfalz

Hans
joker13 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 03.11.2018, 20:07   #8
Dornwald46
 
 
Registriert seit: 09.07.2007
Ort: Karlsruhe
Beiträge: 6.163
Zitat:
Zitat von BeHo Beitrag anzeigen
Idioten gibt es halt immer wieder.
....was ja auch meist das größte Problem ist: Unvernunft, Uneinsichtigkeit, Unwille am anderen Ende der Hundeleine.
__________________
freundliche Grüsse, Hermann
Dornwald46 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 04.11.2018, 13:05   #9
Dana
 
 
Registriert seit: 21.08.2008
Ort: Hessen
Beiträge: 34.953
Zitat:
Zitat von conradvassmann Beitrag anzeigen
Ich würde eine Tierhalter Erlaubnis ähnlich einer Fahrerlaubnis befürworten.
...weil alle, die eine Fahrerlaubnis haben, verantwortungsvoll fahren?

Sorry fürs leichte Hopsnehmen, aber es gibt die Verantwortungslosen und Merkbefreiten in fast jeder Sparte. Sei es Tierhaltung, Fahrweise, Behandlung seiner Familie, Umgang mit Mitarbeitern, Gesundheitswesen was auch immer.

Das Blöde ist ja, dass die, die es betreffen würde, meist unter die Kategorie "da gehöre ich ja nicht dazu!" fallen und man daher kaum durch kommt.
Wie oft habe ich beim Gassigang dumme Leute getroffen, die nicht merken, was ihr Hund für eine Körpersprache hat und dann verwundert bis biestig reagieren. Die Situationen kennt jeder Hundehalter und jeder kann die dollsten Geschichten dazu erzählen.

Hier eine von mir:

Ich war mit Sam und ihrem Freund Snoopy (Pudel) im Feld. Beide unangeleint, weil Sam aufs Wort hörte und Snoopy darin auch immer besser wurde. Jedenfalls ließ er sich inzwischen rufen und anleinen, weshalb ich, wenn Hunde in Sichtweite kamen, ihn immer rief und anleinte.

Wir liefen einen Weg hinunter und ich hörte mehrfaches aggressives Bellen (also mehrere Hunde) und schaute um die Ecke.
Unten an der Straße lud eine ältere Dame drei Hunde aus ihrem Wagen. Zwei kleinere und ein mittelgroßer. Die drei gingen sofort aufeinander los, aggressiv bellend und rumspinnend. Ich nahm Snoopy an die Leine und wir liefen ein großes Stück zurück in den Weg hinein, weil ich eine Begegnung vermeiden wollte. Snoopy ist ein kleiner Angsthase, aber mit hohem Proll-Potential. Sam war von mir so erzogen, dass sie einfach vorbei ging.

Als die Dame mit ihren Hunden (alle frei laufend) an der Kreuzung vorbei ging, brüllte sie zu mir hinein: "DAS HÄTTEN SIE NICHT GEMUSST! DA TUT KEINER WAS!!" und dann etwas leiser etwas von "immer diese Übervorsichtigen..." Ich sagte freundlich in einer Lautstärke, dass sie es über die Entfernung auch verstehen konnte:
"Ich wollte in diesem Fall keine Begnung. Gehen Sie bitte weiter."

Die Dame tat dies, sichtlich pikiert und rummotzend...und ihre drei rannten ihr hinterher. Ich wartete, ging dann zurück zur Kreuzung, bog rechts ab, in die Richtung, aus der sie gekommen war. Snoopy und Sam ganz brav an meiner Seite, keiner der beiden machte einen Muks.

Plötzlich hatte ich ein ungutes Gefühl und drehte mich um. Ich sah, wie die drei, sicher 100m hinter mir, sich alle umgedreht hatten und uns fixierten. Plötzlich preschten alle drei gleichzeitig los... Ich nahm meine Hunde hinter mich, Snoopy an der Leine, Sam bekam einen Befehl...und dann machte ich drei Schritte auf die anrasende Meute zu, machte mich groß und brüllte sie sowas von an, dass alle drei von 100 auf 0 in zwei Sekunden runterbremsten und groß guckten. Hinten das Frauchen, das verzweifelt rumwimmerte, dass ihre drei lieben Süßen doch bitte wieder kommen sollten...

Die drei zogen eingeschüchtert ab und ich schrie nach hinten:
"Da sehen Sie, wie Ihre drei NICHTS MACHEN!!"

Sowas hat jeder schon mal erlebt, der einen Hund hat...und das wird sich auch nicht ändern. Auch nach solchen Artikeln nicht. Es gibt zu viele Hundehalter, die keine Ahnung haben, was ihr Hund macht. Wie oft habe ich Halter schon aufklären müssen, dass die Körpersprache ihres Hundes gerade NICHT freundlich, sondern fixierend und prollend wirkt...und es kein Spielverhalten darstellt. Selbst ein wedelnder Schwanz ist nicht immer "lieb". Und meist wird man belächelt, weil man seinen eigenen Hund ja besser kennt...

Seinen Hund besser lesen zu können, wäre wünschenswert, das hieße aber "Beschäftigung mit dem Thema"...und dafür nehmen sich viele leider nicht die Zeit. Zudem sollte genau überlegt werden, welche Art von Hund sich für einen eignet.
Wenn ich eine 50kg-Dame mit einem fast genauso schweren Ridgebackrüden sehe, der sie einfach nur hinter sich her schleift, dann frage ich mich, was die Frau geritten hat, als sie sich den kleinen süßen Welpen anschaffte... Oder eine Familie, die gassifaul ist, aber einen kleinen Terrier hat, der aus Bewegungsnot heraus total durchdreht...

Nunja...ein riesiges Thema.
__________________
Liebe Grüße!
Blowing out someone else's candle doesn't make yours shine any brighter.
Dana ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 04.11.2018, 13:26   #10
baerle
 
 
Registriert seit: 24.01.2010
Ort: Rheinfelden (D)
Beiträge: 1.401
Ich bin da ganz bei Dana - wir haben auch keinen Hund mehr nachdem wir uns vom letzten trennen mussten ... auch wenn es nach Jahren noch immer gelegentlich schwer fällt. Das hat zwei Gründe - zum einen Zeit und Aufwand und zum anderen das Theater mit anderen Hundebesitzern und Nicht-Hundebesitzern.

Unser Hund Kuro war auch sehr gut erzogen, hat die meisten anderen Hunde einfach ignoriert und sehr gut gefolgt - leider ist das nur bei den wenigsten der Fall. Und oft habe ich den Eindruck je kleiner der Hund desto kleiner die Ahnung von der Haltung

Ich könnte da einige Geschichten erzählen ... eine der lustigsten war vielleicht die Oma mit ihrem kleinen WasWeißIchFürEineSorte-Hund ... mein Kuro läuft ganz cool an dem Köter vorbei, ignoriert den völlig. Als wir schon vorbei sind dreht sich der kleine Mistkerl um, verbellt meinen Hund und schnappt nach ihm. Der wiederrum dreht sich auch um, bellt 1x und zeigt die Zähne. Da schnappt sich die Oma das kleine Ding, reisst es sich auf die Arme und motzt mich an weil mein Hund aggressiv sei. Ich hab spontan meinen Hund auf den Arm genommen (40kg oder so, etwas kleiner wie Schäferhund), irgend sowas wie "Ihrer hat angefangen - Kuro wir gehen" gemurmelt, umgedreht und weggelaufen. Gesichtsausdruck von meinem Hund und Oma war unbezahlbar ...

Was die Zeit für den Umgang mit Hunden betrifft: wenn ich mir die heutigen Zustände mit Kita fast direkt nach der Geburt anschaue wundert mich das nicht. Und dann gibt es noch die anderen Extremfälle wo Hunde Kinder ersetzen - teilweise absurd und keineswegs zum Wohl des Tieres ...

Heisses Thema das ganze

LG Manuel
__________________

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