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Alt 06.10.2019, 14:35   #1
Eikazon
 
 
Registriert seit: 14.07.2016
Ort: Baden-Württemberg
Beiträge: 267
Kleiner Ausflugstipp: Historisches Fotoatelier

In den ersten Jahrzehnten der Fotografie arbeiten Fotografen ja oft in speziellen Ateliers, die den Malerateliers nachempfunden waren. Diese hatten große Fenster, teils Dachfenster, die aber mit Stoffbahnen abgehängt werden konnten, um die (Sonnen-)Lichtzufuhr möglichst präzise zu regeln. Dazu kamen die bekannten variablen Hintergründe mit oft kitschigen Landschaftsbildern, vor denen man sich fotografieren lassen konnte, damit es aussah, als stünde man am Golf von Neapel, allerhand Requisiten und diverses Zubehör bis zum berühmten Kopfhalter, der anfangs wegen der langen Belichtungszeit bei Porträts nötig war.

Ich kannte solche Ateliers bisher nur von historischen Abbildungen. Im Freilichtmuseum Beuren (bei Esslingen am Neckar) ist aber ein solches Atelier zu besichtigen. Es stammt aus Kirchheim unter Teck und zählt (laut Infotafel dort) zu den ganz wenigen erhaltenen Studios aus den Kindertagen der Fotografie. Hier eine einfache Innenansicht (von mir):


Bild in der Galerie

Wenn man das Atelier besichtigt, kann man sich die Arbeitsbedingungen unserer Vorgänger doch gleich weitaus lebendiger vorstellen. Außerdem wird einem auch klar, warum nur wenige solche Einrichtungen erhalten sind: Es handelt sich um eine einfache Baracke aus Holz, diese Bauweise war wohl durchaus üblich, machte aber das Leben für den Fotografen sicher nicht einfacher (heiß im Sommer, kalt im Winter ) und war natürlich nicht langlebig.

Der Ausflug dorthin lohnt sich mMn auch für weiter entfernt Wohnende, weil es ja noch die weiteren Gebäude des Museums gibt – von einfachen Scheunen bis hin zu prächtigen Häusern wohlhabender Bauern, meistens mit originalen alten Einrichtungen und didaktisch sehr schön aufbereitet, auch für Kinder gut geeignet. Jetzt im Herbst müsste man einen schönen Tag abwarten, aber spätestens im Frühjahr zur Obstblüte ist das Freilichtmuseum sicher traumhaft – ein großer Teil des Geländes besteht aus Streuobstwiesen.

Nachtrag:
Link zur Aufname in voller Auflösung.

Geändert von Eikazon (13.10.2019 um 08:43 Uhr)
Eikazon ist offline   Mit Zitat antworten
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Alt 06.10.2019, 20:24   #2
fallobst
 
 
Registriert seit: 03.03.2008
Ort: Berlin
Beiträge: 1.531
Danke für deinen interessanten Beitrag.
Der Aufwand war schon beträchtlich, jedoch verglichen mit dem Aufwand für heutige Werbekampagnen wohl lächerlich klein.
fallobst ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 08.10.2019, 09:42   #3
Eikazon

Themenersteller
 
 
Registriert seit: 14.07.2016
Ort: Baden-Württemberg
Beiträge: 267
Zitat:
Zitat von fallobst Beitrag anzeigen
Danke für deinen interessanten Beitrag.
Gerne!

Zitat:
Zitat von fallobst Beitrag anzeigen
Der Aufwand war schon beträchtlich, jedoch verglichen mit dem Aufwand für heutige Werbekampagnen wohl lächerlich klein.
Da hast Du sicherlich recht.
Eikazon ist offline   Mit Zitat antworten
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