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Und auch hier kommen die Besprechungen vom 02. Dezember.
[ | Besprechung 2. Dezember 2025 - Teil 1 von rainerstollwetter |
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| Name | Bild | Besprechung | | Jumbolino67 |  | Im Kölner Dom Der Kölner Dom in einer einmal nicht so reißerischen Ansicht. Man sieht gotische Fenster, nicht die modernen, von modernen Künstlern geschaffenen. Man sieht den Balkon (heißt der so?) und dahinter weitere Fenster. Natürlich ist des Bild nach oben fotografiert, viel Platz ist ja nicht und die Höhe der Kathedrale ist erheblich. Damit sind stürzende Linien nicht zu vermeiden und auch hier deutlich zu sehen. Beim Bildbeschnitt musstest Du Kompromisse eingehen, den die Rahmen der vordersten Fenster sind angeschnitten. Ich denke da hast Du rausgeholt, was ging. | | nickname |  | Haareis Das berühmte Haareis auf seiner Lieblingsunterlage, einem vermoderten Stamm. Dies ist relativ selten und erfordert die Mitwirkung von Pilzen. Ja, tatsächlich. Wer es nicht glaubt, kann es hier nachlesen: Haareis. Ein schönes und scharfes Bild einer selten gesehenen Erscheinung. Danke, dass Du es uns nahegebracht hast. | | Tafelspitz |  | Drei auf einen Streich Drei der berühmten englischen Telefonzellen. Wohl schon außer Betrieb werden sie für künftige Generationen geschützt. So steht es zumindest auf dem Schild an der vordersten Zelle geschrieben steht. Irgendwie sehen die Zellen seriöser aus, als die letzten magentafarbenen der Telekom. Beide jedoch von der Zeit überholt. | | Sir Donnerbold Duck |  | Schwedische Reihenhäuser Auch diese Bild wirft eine Menge von Fragen auf. Sehen wir hier Gebäude in einem Museum, oder werden die Häuser wirklich noch bewohnt? Wo sind die zugehörigen Autos? Erfolgt der Zugang von der Seite? Sind die wirklich aus Holz gebaut, oder ist das nur die Außenverkleidung? Ist das holprige Pflaster, welches ich nur aus Freilichtmuseen kenne, nicht fürchterlich unbequem, gerade für Frauen mit hohen Absätzen? Das Bild ist idyllisch, die Fragen bleiben. Vielleicht kannst Du ja helfen? | | embe |  | Hufeisenazurjungfer (m) (Coenagrion puella) embe stellt einen Eckläufer für den zweiten Dezember ein. Eine Hufeisenazurjungfer sitzt auf einer Blüte, deren Stängel aus der unteren linken Ecke kommt. Der Hintergrund ist grün und unscharf, sodass sich die Jungfer mit ihrem blauen Panzer wunderschön abhebt. Die Schärfe liegt auf dem Vorderkörper der Jungfer. Im Hintergrund sind schemenhaft noch einige Pflanzenteile zu erkennen. Ich frage mich, warum Du das Bild nicht quadratisch beschnitten hast. Dann wäre die rechte "leere" Bildhälfte kleiner und Stängel und Libelle würden die Hauptdiagonale bilden. Aber wie auch immer - gut getroffen hast Du die Jungfer auf jeden Fall. | | CB450 |  | Spiegelung Das Bild ist nicht so klinisch sauber, wie wir es sonst von Dir gewohnt sind. Aber nachdem ich es mir eine Weile angeschaut habe, bin ich der Meinung: Genau dies macht dieses Bild aus. Es stellt Fragen, auf die ich, der ich den Ort nicht kenne, nicht beantworten kann. Warum ist das Gebäude im Hintergrund so verkommen? Sind das Bauzäune, die es sichern sollen? Was spiegelt sich in den Gebäuden links und rechts und was ist real? Sind da wirklich 2 symmetrische Treppenaufgänge oder ist einer davon eine Spiegelung? Fragen über Fragen und die führen dazu, dass der Betrachter im Bild verweilt. Aufgenommen mit 16 mm an Vollformat werden die stürzenden Linien voll in das Motiv integriert. Das hast Du gut hinbekommen. Respekt. | | Scharti |  | Hatzenbach Das ist jetzt schon etwas blöd - von Motorsport und dem Fotografieren beim Motorsport habe ich leider überhaupt keine Ahnung. Immerhin konnte ich googeln, dass der Hatzenbach Teil der Nordschleife des Nürburgrings ist und nahe einem Ort Hatzenbach liegt. Wir sehen jedenfalls 6 Rennwagen auf uns zu fahren. Vorne ein BMW, dahinter ein Audi und der sechste ist wohl auch ein Audi. Die Schärfe liegt auf dem vorderen BMW, allerdings erscheint das Bild nicht ganz scharf, vielleicht war die Belichtungszeit mit 1/400 Sek. schon zu groß. Die Dynamik der Situation ist durch die leichte Unschärfe jodoch perfekt wiedergegeben.  | | HoSt |  | Lepelaar Der Titel des Bildes ist nicht eindeutig. Einerseits ist "Lepelaar" ein Campingplatz an der niederländischen Küste, andererseits die niederländische Bezeichnung für den Löffler, ein Vogel aus der Familie der Ibisse und Löffler. Bei Google findet man zuerst den Campingplatz. Da hast Du wirklich Glück gehabt. Ich habe selten einen so gut ausgeleuchteten Löffler durch Wasser stapfen sehen. Allein - warum ist der Vogel so zentral im Bild und warum soviel Wasser außen rum? Mir fällt da Robert Capa ein: "Wenn deine Bilder nicht gut genug sind, warst du nicht nah genug dran." OK - bei 600 mm geht es vielleicht nicht anders. | | Crimson |  | Still Sehr eindrucksvoll! Wir stehen auf einem Friedhof. Das Bild ist in S/W gehalten und zeigt uns bei großer Blende einen Grabstein von der Rückseite. Die Farbe Weiß bis Mittelgrau. Rechts unten im Vordergrund verursacht etwas eine Unschärfe - was, ist nicht zu erkennen. Der Schärfepunkt liegt auf dem oberen Grabsteinrand. Dahinter noch einige helle Grabsteine, sehr unscharf, und schwarzes Gebüsch. Gerade die Tatsache, dass unsere Seite des Grabsteines nicht beschriftet ist, verstärkt das Gefühl der Stille. Wirklich gut gesehen und ausgearbeitet. | | erik |  | Apfelbaum Ein Apfelbaum in eigenartigen Licht. Der Hintergrund weiß. Unter dem Apfelbaum Gras, dahinter Feld, beides bräunlich. Der Apfelbaum selbst hat gar keine Farbe, lediglich die an seinen Stamm angelehnten Hölzer und Latten sind bräunlich. Auch Früchte sind nicht zu sehen. Am 1.10. kann doch noch kein Winter sein? Ist nicht so meins. Vielleicht kannst Du erklären, was Du uns zeigen wolltest? | | haribee |  | Der Mond spielt Verstecken Ein wirklich bemerkenswertes Bild zeigst Du uns da. Im Vordergrund ein Bergrücken, unten beleuchtet, oben beim Gipfelkreuz aber im Schatten und dahinter, nur zu einem Teil sichtbar, der Mond. Der Himmel azurblau, keine Wolke zu sehen, aber gleichwohl leicht dunstig, denn der Mond nimmt mit seinen dunklen Teilen die azurblaue Farbe an. Mir gefällt das Bild ausnehmend gut. War das Zufall oder hast Du auf die Konstellation gewartet?  | | Dirk Segl |  | Reichsburg Trifels Die Reichsburg Trifels aus dem Pfälzer Wald zeigt uns Dirk heute anstelle der üblichen Vögel . Wie soll man da drauf kommen, ist doch klar, dass ich das falsche Bild besprochen habe. Wir sehen die Burg am Abend, die Sonne in unserem Rücken spiegelt sich in den Burgfenstern. Fotografiert wurde von einem Nachbarberg wieder mit dem 500er Sigma nehme ich an. Über der Burg, einer "nicht originalgetreu teilrestaurierte Ruine einer mittelalterlichen Felsenburg", steht strahlend der Vollmond und verbreitet sein gelbliches Licht am Himmel. Interessant ist dabei, dass der Mond das Bild ausbalanciert - ohne Mond hat die rechte Seite ein deutliches Übergewicht. Ein gelungenes Bild, meiner Meinung nach - auch wenn mir der Stelzenläufer noch besser gefiel. Du kannst einfach sehr gut mit den langen Brennweiten umgehen . | | perser |  | Weiße Riesen Die vier Weißen Riesen aus dem dänischen Esbjerg. Du hattest sie bereits im Stadtmöbel Monatsthema eingestellt. Ein sehr eindrucksvolles Kunstwerk mit dem Namen "Der Mensch am Meer". Ich finde es besonders schön und wichtig, dass solche Kunstwerke nicht nur angeschaut werden, sondern darüber hinaus für die Menschen Bedeutung erlangen. Das kann ein Erinnern sein, oder auch ganz profan die Nutzung des Kunstwerkes als Bank, Sitzgelegenheit oder sonst etwas. Wirklich eindrucksvoll aus der Froschperspektive aufgenommen. So wirken die Figuren noch größer. | | cf1024 |  | Wo ist mein Rad Darf man diese Situation in ein witziges bild verwandeln? Ich denke ja. Hier wird nicht die Hilflosigkeit der Person ausgenutzt, sondern die Situation der Frau, die sich, schwer bepackt, mit einem Blindenstab in der Fußgängerzone Orientierung verschaffen will, wird angesichts der herumstehenden Fahrräder humorvoll aufgenommen. Passt wunderbar. Glückwunsch. | | zuckerbaer69 |  | Ich hoffe auch mal Superman vor die Linse zu bekommen! Der sieht wirklich unheimlich aus. Da kein Größenvergleich vorhanden ist, kann ich nicht einmal einschätzen, ob es sich um eine Fledermaus oder um einen fliegenden Hund handelt. Du hast deine Spitzenhardware jedenfalls hervorragend genutzt. Da kann man nur gratulieren. Auch der Focus sitzt auf dem Gesicht, die Flügel sind schon unscharf.  | | Bruno5 |  | Blässhuhn Ein Blässhuhn auf einem Stein in Ufernähe. Auffällig sind insbesondere die Zehen mit den Schwimmlappen - die heißen tatsächlich so. Sehr schöne Schärfe, hebt sich gut vom Hintergrund ab. Zentraler Motivstandpunkt. Schön gesehen. | | harti20 |  | Schwanportrait Ein Höckerschwan vor grauen unscharfen Hintergrund. Wir sehen einen kleinen Teil des Halses, Kopf und Schnabel. Die Schärfe liegt auf dem sichtbaren Auge, auch Höcker und Schnabelansatz sind scharf. Im Kopfgefieder sind die Tropfen vom letzten Gründeln zu sehen. Ein ausdrucksstarkes Bild!  | | catfriendPI |  | Scheuer Blick Eine Katze schaut uns aus dem Gebüsch mit, wie catfriendPI schreibt, mit scheuem Blick an. Das Bild ist fast monochrom (Weiß- und Brautöne) nur die grünen Augen der Katze stechen hervor. Leider kann ich auf dem Bild keine scharfe Stelle ausmachen. Vielleicht war die Belichtungszeit von 1/20 Sek. bei 221 mm Brennweite doch etwas optimistisch. Oft stellt auch der Autofokus bei einem so dichten Gewirr verschiedener Abstände nicht auf den gewünschten Punkt scharf. |
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| Besprechung 2. Dezember 2025 – Teil 2 von cb450 |
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| Name | Bild | Besprechung | | jqsch |  | Wie schön ist es doch die kleine Ricoh immer am Mann zu haben. Dann entgehen dir solche Motive niemals. Dein Bild überzeugt durch seine klare, grafische Struktur und die starken diagonalen Linien der Rolltreppen, die das gesamte Motiv dynamisch durchziehen. Das kühle Metall im Vordergrund bietet einen passenden Kontrast zum warmen Hintergrund. Die Spiegelungen im Glas bringen eine zusätzliche Ebene in das Bild. Die Personen sind als Ankerpunkt in der Szene gut platziert. Einzig die Bewegungsunschärfe wäre leicht zu kritisieren. Du zeigst uns ein sehr ausgewogenes, rhythmisches Bild, das Bewegung, Architektur und Alltag auf ansprechende Weise miteinander verbindet. Gefällt mir sehr gut. | | reisefoto |  | Dieses Bild fällt sofort durch die vielen kräftigen Rottöne auf, die in chinesischen Tempeln typisch sind und für Glück und positive Energie stehen.(sagt Google) Die vielen Laternen an der Decke schaffen eine dichte, fast festliche Atmosphäre, die den ganzen Raum füllt. In der Mitte geben die drei goldenen Buddha-Statuen dem Foto einen ruhigen, klaren Mittelpunkt. Die symetrische Perspektive führt den Blick automatisch nach vorne und sorgt für Ordnung in all den vielen Details. Insgesamt zeigt das Foto sehr eindrucksvoll die besondere Stimmung dieses Tempels in Bangkok und verbindet Farben, Kultur und Architektur auf eine stimmige Weise. Wenn auch der Mensch vorne nicht so auffällt, so ist er doch wichtig für die Szenerie. Ein sehr gefälliges Bild, mit dem du deinem Namen alle Ehre machst. | | kiwi05 |  | Was soll den bei so einem Motiv schiefgehen, möchte man meinen. Doch gibt es genügend Möglichkeiten auch das zu vermasseln, was dir natürlich nicht passiert. Dein Bild lebt von der beeindruckenden Himmelsstimmung, die sich in starken Farbverläufen von tiefem Blau bis zu einem warmen Orange zeigt. Aber du hast in der Komposition alles richtig gemacht. Sehr gelungen ist die Dreiteilung des Motivs: der strukturreiche Himmel nimmt den oberen Bereich ein, die ruhige Wasserfläche bildet den unteren Teil, und dazwischen liegt der schmale, klar gesetzte Horizont als verbindendes Element. Diese Aufteilung wirkt ausgewogen und gibt dem Bild eine natürliche Ordnung. Die Reflexionen im Wasser greifen die Farben des Himmels schön auf und verstärken die ruhige, weitläufige Stimmung. Insgesamt ein stimmungsvolles Bild, das durch seine klare Komposition und die Vielfalt der Farben überzeugt. | | Windbreaker |  | Der junge Uhu sitzt gut getarnt im dichten Efeu, sodass er sich harmonisch in die Umgebung einfügt. Die Schärfe auf den Augen ist gut getroffen und bringt diesen wunderbar skeptischen Blick zur Geltung – als würde er sich fragen, wer da gerade ungefragt Fotos macht. Die gleichmäßige Beleuchtung hebt die Struktur des Gefieders hervor und zeigt schön die Mischung aus flauschigem Jugendkleid und ersten markanten Federn. Die vielen Grüntöne im Hintergrund bilden einen klaren, natürlichen Kontrast zu den warmen Brauntönen des Vogels. Ein stimmungsvolles Naturbild, das den Charakter des Tieres sehr überzeugend abbildet. Als bekennender Vignettenfan würde ich mir eine solche hier wünschen. Zumindest ganz, ganz leicht…  | | Brandyhh |  | Das Rotkehlchen hast du in einem sehr lebendigen Moment erwischt – mitten im Gesang, als würde es gerade sein Revier mit voller Überzeugung unterhalten. Die Schärfe sitzt schön auf Kopf und Brust, sodass das leuchtende Rot gut zur Geltung kommt. Die leicht diffuse, graue Hintergrundstimmung passt gut dazu und lässt das Motiv klar hervortreten, auch wenn einige Äste durchs Bild laufen. Die natürliche Umgebung wirkt authentisch und zeigt das Rotkehlchen genau dort, wo man es erwartet: mitten im Geäst und voller Energie. Ich finde, das ist ein stimmungsvolles Naturfoto, welches sowohl den Charakter des kleinen Sängers als auch den Moment gut einfängt. | | Dana |  | Oh ja, das ist eine wunderbar minimalistische Architekturaufnahme. Exzellent gesehen, bearbeitet und präsentiert. Diese ruhige, fast klinische Ästhetik mag ich sehr. Die diagonale Linie der Treppe setzt einen starken grafischen Akzent und bringt Dynamik in eine ansonsten sehr statische und klare Architektur. Die großen Fensterflächen sorgen für spannende geometrische Formen, die sich gegenseitig spiegeln und überlagern, ohne das ruhige Gesamtbild zu stören. Die hellen und kühlen Farbtöne bringen eine angenehme Leichtigkeit ins Bild. Insgesamt ein perfekt reduziertes und modernes Bild. Gratuliere zu dieser Aufnahme. | | 10heike10 |  | Wenn dem Fahrzeug namens Trabi etwas nachhängt, dann ist es ein gewisser Hauch der Trostlosigkeit. Sorry, wenn das grundlegend falsch ist und lediglich in meinem Kopf so zementiert ist. Dein Bild beweist ja auch das Gegenteil. Die Bildkomposition wirkt lebendig, weil sich viele Details entdecken lassen – von den bunt lackierten Fahrzeugen bis hin zum riesigen „Welt“-Ballon, der dem Ganzen eine fast surreal wirkende Kulisse verleiht. Dazu kräftige Farben unter einem blauen Himmel. Ein Stück Ostgeschichte das hier popkulturell verpackt ist und sympathisch präsentiert wird. Sehr schön. |
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Schöne Grüsse,
Peter
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Geändert von CB450 (03.12.2025 um 11:40 Uhr)
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