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Alt 15.04.2023, 16:01   #3971
steve.hatton
 
 
Registriert seit: 08.04.2009
Ort: Neusäß (BY)
Beiträge: 14.300
In vielen Städten gibt es leider grundsätzliche Bedenken Wohnhäuser über 5 Vollgeschosse zu genehmigung - nach oben wäre das sicherlich in Bezug auf den Wohnraummangel einiges zumachen.

So gesehen mach dei Diskussion, die die Grünen in Hamburg mit der Bevorzugung von mehrgeschossigem Wohnbau im Gegensatz zur EFH und DHH-Bebauung angestossen haben natürlich sinn, denn das Verhältnis der Versiegelung zum entstehenden Wohnraum ist beim Einfamilienhaus extrem schlecht.

Ich bin da zT sogar relativ "radikal". Wenn jemand ein Haus mehrere Jahre leer stehen lässt sollte dieses mit einer drastischen Sondersteuer belegt werden oder gar enteignet. Die Verweigerung der AfA (Abschreibung für Abnutzung) in Höhe von 2% oder 2,5% zu entziehen ist die einfachste Möglichkeiet aber m.E. kein wirklicher Druck.

Ich selbst habe eine Kundin die ein Haus in der Innenstadt nunmehr seit mehr als 15 Jahren leer stehen lässt, weil sie sich nicht entscheiden kann wie sie sanieren soll - das darf m.E. nicht möglich sein.

Wenn ich nur eine Anlage anschau, die wir betreut haben, 3 Baukörper mit ca. 120 Wohnungen - 1 Etage mehr hätte ca. 20 zusätzliche Wohnungen ergeben.

Auch der im Rahmen der Bebauung errichtete Kindergarten ist ein Beispiel für Flächenfraß - zwei Etagen, anstatt oben noch 2 Etagen Wohnraum zu schaffen - etwas ideenlos, leider.
https://www.augsburg.de/umwelt-sozia...ehlbachviertel
__________________
Gruß aus Bayern

Steve
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Alt 15.04.2023, 23:42   #3972
turboengine
 
 
Registriert seit: 30.01.2006
Ort: Schaue auf Zürich
Beiträge: 9.292
Zitat:
Zitat von frame Beitrag anzeigen
Einfamilienhäuser hassen sie ja auch. Aber ich weiss keine Quelle - hat jemand zufällig das Wahlprogramm der Grünen im Kopf zu diesem Punkt?
Zitat:
Einparteienhäuser verbrauchen viel Fläche, viele Baustoffe, viel Energie, sie sorgen für Zersiedelung und damit auch für noch mehr Verkehr. Wir leben in Zeiten der Klimakrise und des Artensterbens“, sagte Anton Hofreiter dem Magazin „Der Spiegel“ am Freitag (12.2.2021). Die Grünen sorgten sich um die Lebensgrundlagen und den sozialen Zusammenhalt in Deutschland – und Einfamilienhäuser seien eher kontraproduktiv für eine positive Entwicklung.
https://www.fr.de/politik/anton-hofr...-90203193.html

Das Interview wurde angesichts der Entscheidung eines grünen Bezirksamtsleiters in Hamburg geführt, wonach in einem Stadtteil keine neuen Einfamilienhäuser mehr gebaut werden dürfen.
__________________
Viele Grüße, Klaus
turboengine ist gerade online   Mit Zitat antworten
Alt 16.04.2023, 21:34   #3973
steve.hatton
 
 
Registriert seit: 08.04.2009
Ort: Neusäß (BY)
Beiträge: 14.300
Das ist allerding seine ganz normale Sache und passiert im kleineren in jedem Bundesland und jeder Stadt hierzulande. Ein Bebauungsplan wird aufgestellt, ausgelegt und beschlossen und legt mit seiner Rechtskraft fest, welche Art der Bebauung in einem festgelegten Breich (dem Umgriff) stattfinden soll und darf,.
Also Baugebit WA (allgemeiner Wohnbau), mehrgeschosiger Wohnbau bis maximal soundsoviel Volgeschosse oder zB Einfamilien- und zweifamiliehn- oder Reihenhausbebauung.Dann gehen halt nur Ein oder Zweifamilien oder Reihenhäuser , abr eben kein WOhnblock mit x Parteien.

Was eher unüblich ist, war die Variante, dass man die üblicherweise nur nach oben hin beschränkende Grenze (Wohnflächenmaximierung ist das Gebot bei hohen Grundstückspreisen), also z.B. maximal III Vollgeschosse, Geschoss- und(oder Grundflächenzahl etc ) nach unten auch begrenzt.
"Normalerweise" kann man in einem Baugebite mit max III Vollgeschossen sehr wohl ein Einfamilienhaus errichten - das passierte z.B. in Augsburg-Presee in einem Gewerbegebiet (Sheridan Park). Dort errichtete ein Unternehmer einen "Bungalow" als Betriebsgebäude, obwohl die Stadt dort 3-geschossige Gebäude wollte. Ein normaler Bebauungsplan gibt eben nur Maximalwerte vor oder bei der Dachneigung Spannen, also zB 30-38° und untersagt i.d.R. spezielle Dachformen oder Nutzungsarten.
Ganz zum Verwunderung des Bauamtes konnte man ihm den Bau nicht verweigern, da er sich an die Grenzen gehalten hatte.

Es ist prinzipiell bei Wohnraumknappheit und gleichzeitiger Begrenzheit der Fläche (man kann ja schlecht die Ostsee zubetonieren...) sicherlich sinnvoll die Grenzen auch nach unten zu definieren - insbesondere bei Gewerbe- und Einzelhandelsflächen halte ich es für haarsträubend, was an Fläche verschwendet wird nur um einen eingeschossigen Schuhkarton für den Supermarkt zu errichten - plus hunderte QM versiegelte Parkflächen (weil der Kunde offenbar nicht in der Lage oder bereit ist von der TG aus in den Supermarkt hochzugehen?!??.

Die Fa. Strüby zB errichtete in der Schweiz u.A: sehr viele Landi-Märke (in Holzbauweise) - eingeschossig.
Mittlerweile bauen sie vermehrt 3-4 geschossige Gebäude hierfür und nutzen die Obergeschosse für Büros und Praxen - das ist m.E. der einzig richtige Weg.

Dass die Presse die Hamburger Initiative - zumal von den Grünen angestossen - gleich wieder als "Bauverbot für Einfamilienhäuser" ausschlachtete, wie seinerzeit beim vorgeschlagenen Veggie-Day, als die "Zeitung" mit den großen Buchstaben damit titelte, die Grünen wollten uns das Fleisch verbieten, ist wieder eine andere Sache.
__________________
Gruß aus Bayern

Steve

Geändert von steve.hatton (16.04.2023 um 21:42 Uhr)
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Alt 16.04.2023, 21:52   #3974
Crimson
 
 
Registriert seit: 16.01.2004
Beiträge: 6.174
man muss seine Narrative bedienen
__________________

Crimson ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 17.04.2023, 08:21   #3975
turboengine
 
 
Registriert seit: 30.01.2006
Ort: Schaue auf Zürich
Beiträge: 9.292
Zitat:
Zitat von steve.hatton Beitrag anzeigen
"Normalerweise" kann man in einem Baugebite mit max III Vollgeschossen sehr wohl ein Einfamilienhaus errichten - das passierte z.B. in Augsburg-Presee in einem Gewerbegebiet (Sheridan Park). Dort errichtete ein Unternehmer einen "Bungalow" als Betriebsgebäude, obwohl die Stadt dort 3-geschossige Gebäude wollte. Ein normaler Bebauungsplan gibt eben nur Maximalwerte vor oder bei der Dachneigung Spannen, also zB 30-38° und untersagt i.d.R. spezielle Dachformen oder Nutzungsarten.
Ganz zum Verwunderung des Bauamtes konnte man ihm den Bau nicht verweigern, da er sich an die Grenzen gehalten hatte.
Einen Fall mit Bungalow im Sheridan-Park in Augsburg-Pfersee kenne ich persönlich - der Bauherr ist einer meiner besten Schulfreunde. Er ist ist aber kein Unternehmer und es ist auch kein Betriebsgebäude. Und der Fall ist auch schon 15 Jahre her denke ich.

Er hatte einfach ein Grundstück von der Stadt gekauft und mit einem Architekten ein Einfamilienhaus geplant. Der Architekt hat sich während der Planung mit dem Bauamt beraten - da hiess es noch: "Bungalow? Kein Problem".

Plötzlich wurde ihm und seiner Frau die Genehmigung versagt weil das Haus "nicht ins Ensemble passt". Die Leiterin dort hatte wohl ästhetische Ansprüche, die aber nirgendwo verbindlich fixiert waren. Es gab einige Ortstermine mit Schulterzucken auf allen Seiten - aber am Ende hat er sich durchgesetzt.
Wenn Du mich fragst sieht das Haus dort wirklich deplatziert aus, ich hätte da wohl auch eher so eine dem Stile Mies van der Rohes nachgeäffte Wohnschachtel mit Dachterrasse reingstellt.

Aber er hat nur ein Kind und eine riesige Modellbahnanlage - die hat im grossen Keller super Platz und er braucht nach eigenen Angaben kein zweites Geschoss.
Des Menschen Wille ist sein Himmelreich und Schlampigkeit bei den Ämtern setzt dem dann keine Grenze. Die Geschichte geht noch weiter - aber das ist eher was für ein persönliches Gespräch beim Bier und nicht für die Öffentlichkeit bestimmt.
__________________
Viele Grüße, Klaus

Geändert von turboengine (17.04.2023 um 11:23 Uhr)
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Alt 17.04.2023, 12:16   #3976
amateur
 
 
Registriert seit: 01.10.2005
Ort: Region Hannover
Beiträge: 7.699
Zitat:
Zitat von turboengine Beitrag anzeigen
Des Menschen Wille ist sein Himmelreich und Schlampigkeit bei den Ämtern setzt dem dann keine Grenze. Die Geschichte geht noch weiter - aber das ist eher was für ein persönliches Gespräch beim Bier und nicht für die Öffentlichkeit bestimmt.
Vielleicht war Dein Bekannter aber auch naiv und der Architekt nur mittelmäßig. Kann ja auch sein, oder?

Wenn es keinen Bebauungsplan gibt, dann plant man eben ein, dass es bis zum bewilligten Bauantrag Unsicherheit gibt. Und die kann man selbst minimieren, wenn man sich wirklich an die Nachbarbebauungen anpasst. Und alles andere ist eben ein Risiko.

Stephan
__________________
Für mehr Kategorischen Imperativ dieser Tage!
amateur ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 17.04.2023, 15:04   #3977
steve.hatton
 
 
Registriert seit: 08.04.2009
Ort: Neusäß (BY)
Beiträge: 14.300
Wenn es keinen B-Plan gibt, ja, dann gilt §34, also "Nachbarschaftsbebauung".

Wenn aber ein rechtskräftiger B-Plan vorliegt ist das Baurecht sofern man sich an die Vorgaben hält nicht zu verweigern!
Es gelten die hierin beschriebenen Grenzen (bitte nicht nur den Plan sondern auch den Textteil beachten!!!) , mit einigen Befreiungsmöglichkeiten (i.d.R. kostenpflichtig) - aber das sind keine Mindestmaße, sondern Maximalangaben - also geringeres oder kleineres Bauvolumen scheint für Behörden nicht "vorstellbar"...

@ Klaus - ich kenne ihn persönlich nicht, das Thema wurde mir in einem Architektengespräch zugetragen, deshalb die "Ungenauigkeiten"
__________________
Gruß aus Bayern

Steve

Geändert von steve.hatton (17.04.2023 um 15:17 Uhr)
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Alt 18.04.2023, 09:45   #3978
turboengine
 
 
Registriert seit: 30.01.2006
Ort: Schaue auf Zürich
Beiträge: 9.292
Zitat:
Zitat von amateur Beitrag anzeigen
Vielleicht war Dein Bekannter aber auch naiv und der Architekt nur mittelmäßig. Kann ja auch sein, oder?
Nein, das schließe ich aus. Ich kenne ihn seit über 40 Jahren und wir treffen uns regelmässig. Ich habe das Projekt in der Planungsphase miterlebt. Die Naivität war da zu 100% auf Behördenseite.
__________________
Viele Grüße, Klaus
turboengine ist gerade online   Mit Zitat antworten
Alt 18.04.2023, 12:28   #3979
turboengine
 
 
Registriert seit: 30.01.2006
Ort: Schaue auf Zürich
Beiträge: 9.292
Zitat:
Zitat von steve.hatton Beitrag anzeigen
@ Klaus - ich kenne ihn persönlich nicht, das Thema wurde mir in einem Architektengespräch zugetragen, deshalb die "Ungenauigkeiten"
Da bin ich mir nicht sicher - in Augsburg ist er durchaus prominent. Den Namen wirst du Du sicher kennen. Aber weitere Internas gerne bilateral.
__________________
Viele Grüße, Klaus
turboengine ist gerade online   Mit Zitat antworten
Alt 26.04.2023, 13:16   #3980
turboengine
 
 
Registriert seit: 30.01.2006
Ort: Schaue auf Zürich
Beiträge: 9.292
Nach den Gaspiplines ist nun die Offshore-Windenergie ins Fadenkreuz des russischen Geheimdiestes geraten. Russland nutzt Forschungsschiff offenbar zum Ausspionieren von Windparks, Seekabeln und anderer Infrastruktur der nordischen Staaten.

Zitat:
Im Fall eines Konflikts mit dem Westen wisse Russland, wie sich die dänische Gesellschaft paralysieren lasse, zitierte der dänische Sender DK einen Mitarbeiter des dänischen Inlandsnachrichtendienstes PET. Ein norwegischer Geheimdienstler äußerte sich ebenfalls alarmiert.
https://www.spiegel.de/ausland/russl...0-1314e758f491

Nur einseitig auf Windenergie zu setzten wird sich auch hier rächen. Man wird wouhl erheblichen Aufwand in die Sicherung (Sabotageprävention, Marine) stecken müssen.
__________________
Viele Grüße, Klaus

Geändert von turboengine (26.04.2023 um 13:18 Uhr)
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