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Startseite » Forenübersicht » Treffpunkt » Café d`Image » Energiewende wird abgewürgt
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Alt 12.07.2023, 17:51   #4181
Porty
 
 
Registriert seit: 06.03.2011
Ort: Im Grenzgebiet zwischen Bayern, Franken und BW
Beiträge: 5.614
Zitat:
Zitat von ha_ru Beitrag anzeigen
Verrückt, oder?
Solche Modellrechnungen zeigen andersherum aber Potentiale auf, wie wir ohne Investionen durch bessere Anreizsysteme den Anteil an Strom aus erneuerbarer Energie steigern und den Einsatz klimaschädlichem Gas und Kohel zur Verstromung reduzieren können.
Gibt es da einen Link dazu?
Irgendwie fehlt es mir an der nötigen Fantasie, wie das funktionieren soll. Arbeiten wir dann nur noch im Sommer bei schönen Wetter? Werden im Büro bei Flaute die Rechner runter gefahren und das Licht ausgeschaltet? Werden im Stahlwerk die Stahlblöcke kalt werden gelassen, nur wei eben das Wetter nicht passt?
Die Anlagen bei uns laufen durch, von Sonntag nacht 22:00 Uhr bis Freitag 22:00 Uhr und in dieser Zeit gibt es kaum eine Möglichkeit, am Stromverbrauch zu drehen. Außer man schaltet ab. Ab- und Anfahren dauert 2 Stunden und macht einige 100 kg Abfall......
__________________
Grüße
Michael


Fotografie ist das Festhalten des flüchtigen Augenblicks.....
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Alt 12.07.2023, 18:14   #4182
turboengine
 
 
Registriert seit: 30.01.2006
Ort: Schaue auf Zürich
Beiträge: 9.289
Zitat:
Zitat von ha_ru Beitrag anzeigen
Anhand eines konkreten Beispiels eines Industruieunternehmens wurde in dem Projekt nachgrechnet, dass das heutige Netzentgeltsystem (Vereinfacht asugedrückt: je mehr man gleichbleibend Strom abnimmt, umso mehr "Rabatt" gibt es auf die Netzentgelte) dazu führt , dass das Industrieunternehmen mehr Strom abnimmt als notwendig und damit rund 3.400 t/a mehr Co2 Emmissonen verursacht als bei optimaler Gestaltung des Produktionsprozesses sein müssten. Dann aber würde der Rabatt kleiner und das Unternehmen "bestraft".

D.h. die aktuellen Marktmechanismen führen dazu, das unnötige Spitzenlasten auftreten in denen Kraftwerke zur Abdeckung hochgefahren werden müssen und das sind oft Gas- oder Kohlekraftwerke.

Verrückt, oder?
Nein, nicht verrückt sondern falsch.

Weil dieser Fehlanreiz seit langem bekannt ist, gibt es einen Antrag zur Anerkennung einer “Atypischen Netznutzung” (StromNEV § 19 Abs. 2, Satz 1).

https://www.bundesnetzagentur.de/DE/..._basepage.html

Dann bekommt man bis zu 80% des Netznutzungsentgelts erstattet. Ich bin mir sicher dass dies in der Beispielrechnung nicht berücksichtigt wurde - die Zahl von ersparten 3400 t CO2 (entspricht ca. 7-8 GWh Strom) wäre sonst nicht plausibel.
__________________
Viele Grüße, Klaus
turboengine ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 15.07.2023, 08:21   #4183
turboengine
 
 
Registriert seit: 30.01.2006
Ort: Schaue auf Zürich
Beiträge: 9.289
Wer steht hinter den verrückten Heizungsgesetz? Politisch natürlich der Minister und sein Staatssekretär Graichen (nun gefeuert als Bauernopfer).
Handwerklich aber eine ganze Phalanx von angeblich wissenschaftlich arbeitenden Instituten.

Zitat:
Das Institut für Energie- und Umweltforschung Heidelberg (Ifeu) [wurde] im Herbst 2021 mit der „Analyse, Bewertung und Erarbeitung von Vorschlägen zur Fortentwicklung von Anforderungen im Gebäude-Energiegesetz“ betraut.

Unteraufträge gingen unter anderem an das Öko-Institut, die Deutsche Energieagentur, die Stiftung Umweltenergierecht und Econsult. „Der Festpreis für alle Arbeitspakete des Gutachtens inklusive der separat zu beauftragenden optionalen Arbeitspakete beträgt insgesamt 1.809.695 Euro netto zuzüglich Mehrwertsteuer“
Das Ganze kam auf anfrage des Linken-Abgeordneten Dietmar Bartsch zu Tage.

https://www.welt.de/wirtschaft/artic...eizgesetz.html

“Dass die Ampel das GEG unverändert Anfang September beschließen wolle, sei „ein Affront gegenüber Bundesverfassungsgericht und Bundestag“.

Dem kann man zustimmen.

„Eine Lehre für die Zukunft sollte sein“, erklärte Bartsch, „dass der Einfluss externer Dritte auf Gesetze radikal reduziert wird.”

Das ist wiederum falsch. Der Bundestag und die Ministerien haben überhaupt nicht die Sachkunde dafür. Aber Diskussionen über Gesetzesentwürfe mit den Betroffenen (die oft als “Lobby” verunglimpft werden) sind absolut unabdingbar um nicht praktikable Gesetze und handwerkliche Fehler zu vermeiden bzw. bessere Vorschläge einzubringen.

Die Energiewende ist ein schönes Beispiel wo fehlgeleitete, korrumpierte Politikberatung aus der Pseudoforschung die Politik in eine völlig falsche Richtung getrieben hat. Das Heizungsgesetz war nur der Tropfen der das Fass zum Überlaufen brachte.
Die Energiewende insgesamt wurde von einem sich selbst verstärkenden Prozess unter tätiger Mithilfe der Medien (die ebenfalls keine Sachkenntnisse haben) systematisch in eine falsch Richtung getrieben.

Eigentlich müsste man sich nun hinsetzten und alles von Grund auf neu denken - mit echten Wissenschaftlern und mit Praktikern aus der Wirtschaft. Staatlich alimentierter Aktivismus führt nicht zu Lösungen sondern zu immer mehr Problemen.
__________________
Viele Grüße, Klaus

Geändert von turboengine (15.07.2023 um 08:33 Uhr)
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Alt 15.07.2023, 09:30   #4184
amateur
 
 
Registriert seit: 01.10.2005
Ort: Region Hannover
Beiträge: 7.698
Nun ist es aber erst einmal ja nicht falsch, Wärmepumpen als effiziente Technologie zum heizen zu verwenden. Schlecht gemacht sind halt nur das Timing und die fehlende Grundsatzarbeit an der Energieversorgung vorher.

Ich habe selbst mit dem IFEU Institut zu tun gehabt und die Leute, mit denen ich da zu tun hatte sind schon sehr um gute Datenquellen und saubere Berechnungen bemüht. Ich würde deren Arbeit als Input für ein Ministerium nicht pauschal abtun. Aber dieser Input ergibt natürlich nicht ein gesamtgesellschaftliches und gesamtwirtschaftliches Bild. Das ist ja auch nicht deren Aufgabe. Das ist am Ende genau die Aufgabe der Politik, alle Erkenntnisse dann in eine Gesamtbalance zu bringen und entsprechend administrativ umzusetzen.

Stephan
__________________
Für mehr Kategorischen Imperativ dieser Tage!
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Alt 15.07.2023, 10:51   #4185
turboengine
 
 
Registriert seit: 30.01.2006
Ort: Schaue auf Zürich
Beiträge: 9.289
Zitat:
Zitat von amateur Beitrag anzeigen
Nun ist es aber erst einmal ja nicht falsch, Wärmepumpen als effiziente Technologie zum heizen zu verwenden.
Dem mag ich nicht widersprechen - ich habe selbst eine Sole-Wärmepumpe mit Erdsonde.
Das Haus ist aber dafür gebaut worden.

Zitat:
Zitat von amateur Beitrag anzeigen
Schlecht gemacht sind halt nur das Timing und die fehlende Grundsatzarbeit an der Energieversorgung vorher.

Ich habe selbst mit dem IFEU Institut zu tun gehabt und die Leute, mit denen ich da zu tun hatte sind schon sehr um gute Datenquellen und saubere Berechnungen bemüht. Ich würde deren Arbeit als Input für ein Ministerium nicht pauschal abtun.
Das ist ja gerade das Problem - die Wissenschaftler liefern das was bestellt wurde ohne nach links und nach rechts zu schauen. Und dem Gesamtkonzept zu widersprechen kommt einer Meuterei gleich, welche mit dem Verstoß aus der wissenschaftlichen Community gleichkommt. Das ist keine Erfindung von mir sondern meine Erkenntnis aus einer Vielzahl von Gesprächen mit Betroffenen.

Es gibt mittlerweile erste zarte Versuche im akademischen Umfeld sich aus dieser Gleichschaltung zu lösen und ich bringe mich da aktiv ein. Im September halte ich wieder einen Vortrag an einer Hochschule in Zürich - wie schon Ende Wintersemester an der Uni Karlsruhe (KIT). Das Thema ist die Energiekrise in 2022 - wie es dazu kommen konnte und wie staatliche Akteure vorwiegend in Deutschland den Energiemarkt im August nahezu zum Kollaps gebracht haben. Das ist ein Thema welches sehr oft durch das Raster fällt weil Technik und Ökonomie da gerne gegenseitig ausgespielt werden.
__________________
Viele Grüße, Klaus

Geändert von turboengine (15.07.2023 um 10:56 Uhr)
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Alt 15.07.2023, 19:33   #4186
frame
 
 
Registriert seit: 24.10.2007
Ort: Kehl und Oftringen
Beiträge: 3.078
Zitat:
Zitat von amateur Beitrag anzeigen
Nun ist es aber erst einmal ja nicht falsch, Wärmepumpen als effiziente Technologie zum heizen zu verwenden. Schlecht gemacht sind halt nur das Timing und die fehlende Grundsatzarbeit an der Energieversorgung vorher.
Das ist schon richtig, aber die Grundsatzarbeit an der Energieversorgung ist nicht unerheblich. Standard Luft-Wasser-Wärmepumpen haben einen Bilvalenzpunkt von um die -5°. Dann schaltet sich der Zusatzheizer ein und der ist nur ein Heizstab mit Effizienz eins. UNSERE WP (Altbau) zieht dann halt 10,5 kW statt 3,5. Und verbraucht an einem Tag der durchgehend unter -5° ist ca. 80-100kWh.

Wenn nun alle Häuser Wärmepumpen haben (sollen) ist das denke ich eine ganz erhebliche Last die das Netz erstmal liefern muss.

Sole-WP haben das Problem sehr viel tiefer (um die -25°), es gibt auch LWWP die tiefer können, aber das sind spezielle Geräte.
__________________
Some say I don’t play well with others…
frame ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 16.07.2023, 06:57   #4187
turboengine
 
 
Registriert seit: 30.01.2006
Ort: Schaue auf Zürich
Beiträge: 9.289
Zitat:
Zitat von twolf Beitrag anzeigen
Mir wäre Neu das dieses Endgültig ist, wir befinden uns in einen Prozess, und Entschieden ist da nix.
Versuchst du schon wieder was als Fakt zu verkaufen, was nicht festgeschrieben oder Endgültig ist.
Guckst Du hier:

https://www.spiegel.de/wirtschaft/se...9-ae7a7589bceb

Zitat:
Warum Robert Habeck jetzt 50 neue Gaskraftwerke braucht

Wind und Sonne allein reichen nicht: Um bis 2030 aus der Kohle auszusteigen, muss Deutschland neue Gaskraftwerke bauen. Doch Berlin und Brüssel streiten über die Subventionen, mit denen die Reserve finanziert werden soll.
Die dümmste Energiepolitik der Welt funktioniert eben nicht.
__________________
Viele Grüße, Klaus
turboengine ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 16.07.2023, 16:37   #4188
twolf
 
 
Registriert seit: 19.10.2003
Ort: Franken
Beiträge: 6.338
Zitat:
Zitat von turboengine Beitrag anzeigen
Guckst Du hier:

https://www.spiegel.de/wirtschaft/se...9-ae7a7589bceb



Die dümmste Energiepolitik der Welt funktioniert eben nicht.
Eben, nix ist durch, alles im Fluss, und du wirst schon wieder Panisch.
__________________
Man kann auch mit der besten Kamera scheiß Bilder machen.
twolf ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 16.07.2023, 16:40   #4189
twolf
 
 
Registriert seit: 19.10.2003
Ort: Franken
Beiträge: 6.338
Zitat:
Zitat von frame Beitrag anzeigen
Das ist schon richtig, aber die Grundsatzarbeit an der Energieversorgung ist nicht unerheblich. Standard Luft-Wasser-Wärmepumpen haben einen Bilvalenzpunkt von um die -5°. Dann schaltet sich der Zusatzheizer ein und der ist nur ein Heizstab mit Effizienz eins. UNSERE WP (Altbau) zieht dann halt 10,5 kW statt 3,5. Und verbraucht an einem Tag der durchgehend unter -5° ist ca. 80-100kWh.

Wenn nun alle Häuser Wärmepumpen haben (sollen) ist das denke ich eine ganz erhebliche Last die das Netz erstmal liefern muss.

Sole-WP haben das Problem sehr viel tiefer (um die -25°), es gibt auch LWWP die tiefer können, aber das sind spezielle Geräte.
Wieder die Antwort die du nicht hören willst, falsch Ausgelegt!
Je nach dem wo du wohnst, sollte die WP an deinen Begebenheit Ausgelegt werden.
Wenn du einen Porsch kaufst, aber eine Kombi brauchst, dumm Gelaufen.
__________________
Man kann auch mit der besten Kamera scheiß Bilder machen.
twolf ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 16.07.2023, 17:04   #4190
turboengine
 
 
Registriert seit: 30.01.2006
Ort: Schaue auf Zürich
Beiträge: 9.289
Zitat:
Zitat von twolf Beitrag anzeigen
Eben, nix ist durch, alles im Fluss, und du wirst schon wieder Panisch.
Ich werde nicht panisch. Ich stelle nur fest dass sich die Katze nun endgültig in den eigenen Schwanz beisst.

50 (!) Gaskraftwerke - wo man doch von Gas wegkommen will?

In den Haushalten muss man auf Teufel komm raus Gasthermen gegen Wärmepumpen ersetzen obwohl das technisch absoluter Unfug ist. Aber gleichzeitig baut man Gaskraftwerke um den Strom dafür produzieren zu können.

Ich brauche dann im Winter den Strom aus 50 neuen Gaskraftwerken, wenn der Wind nicht weht und/oder die Sonne nicht scheint. Warum verbrenne ich das Gas nicht gleich? Der Wirkungsgrad / CO2 Emission wäre dieselbe - und ohne neue Kosten.

die Kosten des GEG und neue Kraftwerke dürften wohl in Richtung 200 Milliarden gehen. Und das Ganze ohne irgendeinen Nutzen. Die Häuser waren vorher schon warm und die CO2-Einsparung ist minim - wenn überhaupt.

Das ist ein Offenbarungseid der Energiewende. Aktionismus von technisch nicht informierten aber ideologisch Fehlgeleiteten. Und das Ganze begleitet von aktivistischen Medien im ÖRR und den Zeitungsredaktionen.

Man müsste dieses Heizungsgesetz wegen groben Unfugs sofort stoppen.

Und wie verträgt sich das alles mit dem Narrativ der Energiewende wie es so gerne von Politik, Medien und vom Ausland finanzierten grünen Vorfeldorganisationen wie "Agora Energiewende", "Deutsche Umwelthilfe" und ähnlichen propagiert wird?
Es ist schon riesiger irreparabler Schaden entstanden aber den Weg des Irrsinns ganz bis zum Schluss gehen zu müssen ist halt sehr deutsch.

Und zum Vertuschen der Webfehler der Energiewende erfindet man immer weiter neues Framing. Das Verklappen von Überproduktion bzw. die Kompensation von Abschaltungen versteckt man hinter dem Wort „Ausfallarbeit“ und "Einspeisemanagement".

Klingt irgendwie nach "Beitragsservice" statt GEZ. Kosten und Service sind dabei sehr ungleich verteilt zum Nachteil des Verbrauchers. Der Service ist vorwiegend die Abwehr von Widersprüchen.
__________________
Viele Grüße, Klaus

Geändert von turboengine (16.07.2023 um 17:19 Uhr)
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