Registriert seit: 26.11.2004
Ort: Region Basel (CH)
Beiträge: 5.547
|
Vierter Advent! Winteranfang! Sonnenwende! Kürzester Tag! Längste Nacht! Die Ereignisse überschlagen sich mal wieder 
Weihnachtstee ist eingeschenkt, Plätzchen liegen lagen bereit *rülps*... und es gibt auch heute einen grossen Berch an tollen Fotos 
Heute ist wieder das Dynamische Duo Dana & Dominik dran (die Schöne und das Biest)
Das erste Wort, bzw. die ersten ca. 2500 hat Dana:
| Danas halbe Besprechung 21. Dezember 2025 |
|---|
| Name | Bild | Besprechung | | Jumbolino67 |  | Im vollen Galopp Lieber Hendrik, ich weiß nicht, ob es mir leid tun soll, dass du bei diesem Bild ausgerechnet an mich geraten bist, oder ob es nicht vielleicht gut ist. Ich machte das Bild auf und mir zog es beim Anblick dieser Pferde sofort den Bauch zusammen. Ich war heute bei meiner Schwester, die Pferdephysiotherapeutin war und Pferde für Turniere einreitet und vorbereitet, um mir erklären zu lassen, ob das, was ich da empfunden habe, auch wirklich so ist. Fakt ist, dass die Tiere mit Gebissen geritten werden, die so absolut nicht in Ordnung sind, dass das vordere Pferd für den Reiter viel (!) zu schmächtig ist, dass es gerade in diesem Moment viel (!) zu kurz gerissen wird, dass es nur auf Rennen trainiert ist (die Hintermuskeln sind heftig, vorne am Hals und an der Brust hat es kaum welche, Missbalance) und dass die Tiere auf einem Marktplatz zwar auf Sand geritten werden, dass dieser Belag aber durchaus besser sein könnte für Pferdehufe. Dass es immer noch Festivitäten gibt, in denen die Tiere zweitrangig sind, ist schlimm. Schön ist das für diese Pferde nicht. Das kann sogar ein Laie sehen. Am schlimmsten noch, dass sie dann zugelost werden und mit Reitern klar kommen müssen, die sie nicht kennen und kein Vertrauen entwickeln konnten etc. Pferde als Maschinen und Material. Insgesamt ist Profi-Pferdesport und Show-Pferdesport nur etwas für die Menschen, nichts für die Tiere, jedenfalls in den meisten Fällen. Man hat ja genug gehört in der letzten Zeit. Nur - solange es Menschen gibt, die das nicht sehen oder die das sehen und gutheißen oder die sagen: "Meine Güte, das ist halt Tradition!", oder nur auf den Reiter blicken und nicht auf das Pferd darunter, solange wird es nicht besser. Und dein Bild zeigt genau das. Du hast es aufgenommen, weil eine irre Dynamik drin steckt und zeigst es, weil es ein toller Mitzieher ist. Ich sehe das Pferd, das über den Marktplatz getrieben wird - unter doofen Bedingungen. Und da scheiden sich eben die Geister. Die, die das abnicken, weil es halt ein Event dort ist, die, deren Fokus woanders liegt und die, die den Fokus auf dem Tier haben. Und solange da kein Umdenken stattfindet, wird es weiterhin die Möglichkeit geben, solche Bilder zu machen. Ich möchte dich keinesfalls als gedankenlosen Menschen hinstellen, es gibt einfach verschiedene Sichtweisen dazu. Und meine Sichtweise ist die, ein Tier nicht grundlos zu belasten, was hier aber passiert. Tiere sind kein Material. Das gilt für Supermarkt-Fleisch und krasse Haltung genauso wie für Sport, der Tieren zu viel abverlangt. | | Effjotter |  | auf zu neuen Taten Wenn im Frühling die kleinen Enten- und Gänseküken auf diese Weise im See herumdümpeln und ihrer Mama hinterher schwimmen, ist das immer so unglaublich zuckersüß. Genauso, wie dein Bild. Ich gehe davon aus, dass sie das machen, um flächiger und somit größer zu wirken (gegen Fressfeinde)? Auf jeden Fall ein kleiner Federhaufen Liebreiz, den du wunderschön eingefangen hast. Schönes Licht drauf, schöne Schärfe...und bei diesen sechs kleinen Entenküken-Zuckerbällchen bleibt ja eh kein Herz verschlossen. Hoffe ich. Inhaltlich ein Volltreffer und auch technisch bin ich voll zufrieden, denn alle Küken sind, obwohl leicht diagonal im Bild, komplett in der Schärfeebene, die ja nicht gerade groß ist. Gut gemacht! | | erik |  | St Pancras Station, London Wer diesen Poller da gesetzt hat, gehört vermöbelt. Und der, der die Fliesen gelegt hat, gleich mit. Eieieieieiei! Da ist ja NIX gerade und NIX symmetrisch! Da kannste als Fotograf stehen und den Gang so gerade wie möglich aufnehmen, es ist nie in der Balance. So ein schöner Durchgang, gerade auch mit diesen Lampen und dem Farbkontrast warm-kühl zum Hinterausgang hin und dann diese Unordnung vorne. Gut, dass Dosen da rumstehen, hast du eigentlich immer, seit es Pfandsammler gibt. Ich selbst stelle Pfand tatsächlich auch dicht neben den Mülleimer, dass die Sammler nicht in den Müll reinkriechen müssen, das gehört zum Stadtbild, aber ich werde es nie verstehen, warum man bei einer so schönen Architektur nicht auch ein wenig drauf achtet, wie man sie einbindet. Dazu, fast ironisch, passt die Person hinten, die eher unmotiviert aus dem Bild rausschlappt. Keine Körperspannung, sie trottet. Für mich passt das auf herrliche Art und Weise in dieses Bild, das sich bemüht, es aber nicht schafft - und das, obwohl der Fotograf NICHTS dafür kann. Gut, du hast den Bogen nicht genau mittig genommen, links ist etwas mehr Platz, aber ansonsten ist es eine sorgfältige Aufnahme von dir, die schön verschiedene Kontraste zeigt. Warm gegen kühl (Innenbereich Gang zu Innenbereich Bahnhof), Alt gegen modern (Säulengang gegen Bahnhof), Bewegung gegen Immobilität (Person gegen Poller) und so weiter. Und dass ich eine ganze Weile an dem Bild war, sagt ja auch was aus.  | | HoSt |  | Eyes Ach, ist das ein tolles Bild geworden. Es hat fast so etwas von einer Kunst-Holzschnitzerei, dieser Bogen mit dem Eulchen drin. Dazu dieses tolle Licht, das die Augen so richtig strahlen lässt und auch das Gefieder toll anmalt und der natürliche Hintergrund mit Schatten-Ästen und Gräsern. Da die Eule beringt ist, warst du da wahrscheinlich in einer Aufzuchtstation oder einer Greifvogel-Station und die Eule hatte einen pittoresken Platz, den sie sicher öfter anfliegt. Trotzdem ist das Bild wirklich super gelungen, es muss nicht immer 100% Wildlife sein wie bei deinen Uhus. Hast du mal geguckt, ob du den vorderen senkrechten Ast wegkriegst? Der sperrt das Vögelchen so etwas ein und stört den Astbogen, der sich so wunderschön über der Eule spannt. Ich könnte mir vorstellen, dass das noch besser wirkt, wenn der weg ist. Das Bild ist wirklich sehr, sehr süß und gut gelungen! | | kiwi05 |  | Le Boucher Erster Gedanke: "oooh, solche alten Straßen mit abgeblätterten Häusern LIEBE ich." Dann kam das Schild dazu: "Oh...Metzgerei, Schlachterei...morbid!" Dann kam das eingekratzte Bild dazu, wo ich mich vorbeugte und überlegte, ob der Typ tatsächlich ein Beil in der Hand hat und ob er damit den Hund....also...uiiiii Und dann kam der Lacher, weil ein Stück weiter rechts ein Mädel ganz harmlos Ball spielt. In diesem Bild steckt SO viel! Die Perspektive der Straße, die alten, verblassten Farben, die Verlassenheit des Ortes, der Lostplace-Charakter, vieles ist schon kaputt und löchrig, das skurrile Kratz-Bild auf dem beschichteten Rollo, das spielende Kind, das weiter drüben gemalt oder auch gekratzt ist - der "Ball" war sicher vorher da und das Kind wurde noch dazu gesetzt, um dem Ganzen Witz zu geben...und es zeigt, wie aufmerksam du einfach durch die Welt gehst. Wieviele Menschen gehen da vorbei. Du bliebst stehen...und hast es sorgsam archiviert. Wer weiß, wie lange es noch da ist. Ich lieb's. | | cf1024 |  | Treppe Berlin Oh, die kenne ich noch gar nicht! Jetzt war ich schon SO oft in Berlin, auch mit Ditmar und Jürgen...und trotzdem gibt es da wohl noch Schätzchen. Auch diese Treppe lebt durch die Farben - und vor allem durch den kleinen Knick, den das Geländer macht und der sich bis nach unten fortsetzt. Dieser Knick macht die Treppe besonders, weil sie nicht einfach nur rund in die Mitte "spiralisiert", sondern immer so einen kleinen Kneifer in den Blick setzt (also nicht die Brille, sondern so mit zwei Fingern...*kneif*) und das ist frech und wirkt klasse. Die Farben tun ihr übriges und deine Ausrichtung gibt den letzten "Anstrich". Ich mag es auch, dass oft die Treppen an der Wand noch eine gemalte Fortführung der Stufen bekommen, das wirkt natürlich super. Diesmal geht die Treppe nach unten und das hereinkommende Licht ist etwas bläulich-flau, aber gerade das ist auch mal erfrischend anders. Nicht strahlend, nicht ins Helle gehend, sondern gegenteilig. Das Rot ist eher matt und auch sonst kann man das Alter der Treppe gut herauslesen. Ich mag es sehr, dass wir von dir nicht nur modern-geleckte Treppen sehen. Diese hier hat Charme. Und wenn man sie hinuntergeht, bleibt man jedes Mal am Knick einen Moment hängen...herrlich.  | | K-H-B |  | Familienausflug in Pattaya Jede*r Deutsche kreischt hier. Zwei Kinder auf einem Roller, nicht angeschnallt, nicht gesichert, einfach nur bei ihren Eltern. Würde hier Kontroversen auslösen! Dort, in Thailand, ist es einfach die Realität und Normalität. Und? Klappt auch. Früher haben wir auch gesagt bekommen: "Halt dich fest!" und los gings. Heute hättest du das Jugendamt auf dem Hals. Ein tolles Bild. Ein super Mitzieher und eine einprägsame Szene einer völlig anderen Welt als unserer deutschen. Details zeigen auch, wie sehr in Ordnung das gerade ist. Das Mädel vorne guckt so entspannt, es ist das Fahren auf dem Roller gewohnt. Der Papa hat den gemeinsamen Rucksack um den Bauch gespannt, damit die Mama und das Kleine hinten mehr Platz haben...alles ist gut organisiert und durchaus sorgsam geplant. Man hofft jetzt für die Mutter, dass das Kleine sich nicht gegen die Fahrt wehrt und stark zappelt, das wäre dann ein Gefahrenmoment, aber sonst? Viel Spaß, wohin auch immer ihr fahrt! Wunderbares Bild! | | Dirk Segl |  | Blaukehlchen Aaaawww. Also. Es gibt einfach kein Bild von dir, das ich nur so "naja" finde. Egal, was du einstellst, es ist immer so "OHMEINGOTT"-gut. Ein wunderschönes Portrait eines Blaukehlchens. Ich habe bisher erst ein einziges Mal eins in freier "Wildbahn" gesehen und das Bild dazu ist ein "ok, ja, könnte eins sein"-Suchbild. Großartig. So eine Schärfe, so eine Plastizität, so eine Klarheit...und dann noch diese Pose und diese Freistellung...nur ein einziges Rohr, das Licht, das den Glanzpunkt ins Auge setzt und für schöne Farben im Bokeh sorgt...herrlich einfach. Ich habe eine große Bitte an dich: ich liebe ja Rotkehlchen über alles. Schießt du mir mal ein Rotkehlchenbild? =) Ich habe dieses Jahr auch ein gutes hinbekommen, aber deine Bilder toppen alles, was ich bisher an Tierfotos hingekriegt habe. Einfach toll, Dirk. | | CB450 |  | SAP Garden Dieses Bild ist perfekt. Da gibt es nicht mal ein MÜ, das irgendwie besser gehen könnte. Du meine Güte. Ich habe mir erst mal durchgelesen, was die SAP-Garden-Arena so ausmacht und bin ziemlich begeistert über den Bau. Nicht nur, dass es für die Sportler und Zuschauer so genial gemacht ist, es ist auch begrünt, nachhaltig geplant und umweltschonend umgesetzt. Klasse. Und dann diese Aufnahme. Es wirkt vom Licht so perfekt-genial, dass es fast wie eine Studio-Modell-Aufnahme aussieht...wäre da nicht der Mensch, der die Treppen runtergeht! Dein Bearbeitungsprofil für dieses Bild würde mich brennend interessieren. Es sieht unglaublich aus. Diese Schattenbereiche, die Lichtbereiche, die genau sitzen, kein Strahl Licht zu viel, keiner zu wenig...es wirkt fast unwirklich und der Mann, der da die Treppe runterjoggt, holt wieder etwas Realität hinein. Das geht echt nicht besser. WAS ein Bild. Tja...du kannst halt nicht nur lilarosa-See-Herzaufgeh-Impressionen.  | | Crimson |  | Abendlicht Du willst es echt wissen, ne. "Wieviel kann ich reduzieren, dass das Bild noch interessant genug ist?" Geht grad noch. Besonders macht das Bild der kleine Licht-Bereich, nicht so dramatisch, wie letztens bei kiwi-Peter, es strahlt Ruhe aus, aber es ist ein schöner Abendmoment, den man, wenn man am Meer ist, auch wirklich genießt. Die letzten Vogelrufe, ein leises Rascheln, das Rauschen des Meeres...und die Gewissheit, dass das Licht bald gegangen ist. Die Baumgruppe reicht als Eyecatcher für mich und der milde Übergang in die Dunkelheit der Nacht lässt das Auge öfter ins Himmelsgestirn wandern, um dann wieder in der kleinen Licht-Insel anzukommen. Im Schwarzbereich des Strandes ist noch etwas Zeichnung...hier weiß ich nicht, ob ich sie nicht wegmachen würde. Sie "stört" für mich den Scherenschnitt und mein Auge sagt: "Naja, wenn ich DAS noch sehen kann, will ich mehr sehen!" Andere sprechende Augen sagen vielleicht was anderes, aber meins hätte gerne mehr oder nix. Ansonsten transportierst du einfach wohltuende Ruhe und einen schönen Tagesabschluss. Wunderbar. | | Tafelspitz |  | Im Trollfjord Der Trollfjord ist ja sowieso schon ein Bombenmotiv. Diese Fjord-Enge, die von beiden Seiten mit hohen Bergen gesäumt ist...einfach atemberaubend. Ein unerfahrener Betrachter würde hier sagen: "Jo, das iss schön, so mit dem Wasserfall un so." Sobald man sich mit Fotografie etwas auskennt, sieht man, wie genau du gearbeitet hast. Du hast beim Schiff-Fahren (!) exakt den Moment abgepasst, in dem die Sonne an der Kante des Berges steht und anfängt, Strahlen abzusondern. Und so ein Schiff fährt ja jetzt nicht gerade mega langsam. Super erwischt! Dazu noch den schönen Wasserfall links und, als wirklich interessantes Gimmick, die Außenreling des Ausflugsbootes, in dem ihr die Tour gemacht habt. Dieses ist von der Sonne angestrahlt und bietet so einen tollen Gegensatz zum schattigen Berg. Schade, dass du wohl ein Objektiv hattest, dass diese genialen Sonnensterne nicht kann (oder?) sonst hätten die noch etwas mehr Zauber ins Bild gebracht. Aber auch so ist es der perfekt abgepasste Moment während einer Bewegung (Fahrt), die dem Bild viel verleiht. Und den Trollfjord mal nicht von oben sondern von "mitten durch" zu sehen, schindet ebenfalls Eindruck. Toll! | | embe |  | Schiibefüür Das Scheibenfeuer...ich habe mich erst mal schlau gemacht, was ich da sehe, denn mir gefällt das Bild ausnehmend gut. Bevor ich las, war mir schon klar, dass es irgendwas mit der Fastnacht zu tun haben muss, denn die Schweizer sind dafür ja bekannt, dass es dann heiß wird. Holzscheiben werden brennend katapultiert...und im Scheibenfeuer glühend gemacht. Hier sehen wir die zugehörigen Feuer...und wunderbar im Scherenschnitt dazu die Menschen, die dabei stehen und wahrscheinlich ihre Scheiben demnächst losschicken. Es ist einfach großartig, man sieht SO wenig, aber die Geschichte ist völlig klar erzählt. Die Feuer, die Dunkelheit, die Menschen, die man wahrnehmen kann ...brillant. Mir gefällt es, gerade durch die völlige Reduktion und die genaue Platzierung der fürs Foto wichtigen Elemente so gut! Klasse! | | Scharti |  | Deisterrollerrundfahrt2 Dieses Bild katapultiert einen ja direkt in die 50er Jahre! Wie krass... Wie aus der Zeit gefallen... hast du eine Zeitreise gemacht? Da passt ja alles zusammen. Die alte Vespa, der Koffer hinten drauf, die Blumen, die Kulisse der Häuser, der alte Kopfsteinpflaster-Belag...alles ist stimmig und zueinander passend und wirkt grandios. Man fühlt sich sofort in diese Zeit versetzt, tastet nach seiner Haartolle auf der Stirn und schwingt den Petticoat. War das ein Shooting? EDIT: ok, jetzt habe ich mal nach "Deisterroller" gegoogelt und bekam die Erklärung, dass das ein 125km langer Rundweg ist, der auch durch alte Gebiete führt, so dass man als Vespafahrer das Gefühl der Vergangenheit hat. DAS ist dir gelungen mit diesem Bild, wie du an meinen Anfangssätzen siehst! Ein tolles Bild. Ich weiß nicht, ob du da Mitglied bist, aber ich glaube, da würde sich der Besitzer/die Besitzerin mega freuen oder auch der Club. Wunderbar. | | Sir Donnerbold Duck |  | Auf dem Eis des Aletschgletschers Memo an mich: wenn ich irgendwann mal auf nen Berg will, dann nur mit Jan, der hat einfach das Wetter. Wahnsinn. WOW. Was für ein Foto. Diese Eisschichten in so vielen Farben, auch diese türkisen Adern, die sich da durchziehen und die Wasser-Rinnsale...der Gipfel, der hoch aufragt, im besten Licht und dazu dieser knallblaue Himmel...einfach ein Traum. Mit welchem Werkzeug kraxelst du denn dort oben rum? Da braucht man doch sicher Spikes für die Schuhe? Und wenn ich mich nicht irre, sehe ich sogar rechts hinten eine Gletscherspalte? Puh...gefährliches Terrain! Aber fotografisch hat sich das mehr als gelohnt. SO ein tolles Bild! Gerade ich, die in solche Höhen eher nicht vordringt, sitze hier und genieße diese Aussicht, stelle mir vor, wie ich da stehe, die saubere Luft atmend und die Kälte aber auch die Wärme spürend...herrlich. =) |
|
Es folgt Teil zwei von Tafelspitz.
Und irgend jemand hat mir alle Weihnachtspöätzchen weggefuttert. Ts. So kann man doch nicht arbeiten!
| Tafelspitz' andere halbe Besprechung vom 21. Dezember 2025 |
|---|
| Name | Bild | Besprechung | | Kurt Weinmeister |  | Herr Weinmeister, habe die Ehre Heute blau und morgen blau ist mir gerade spontan eingefallen, als ich das Bild geöfftet hatte. Allerdings hast du bei der Aufnahme und Bearbeitung gewohnt exakt gearbeitet, so dass ich intoxikation während der Arbeit hier ausschliessen würde. Was wir hier sehen, ist zunächst einmal Ordnung. Sehr viel Ordnung. Das Auge läuft brav von links nach rechts, zählt fast automatisch die Module, und es wird ruhig im Kopf. Architektur als Beruhigungstablette. Vermeintlich! Denn dann, plötzlich, KAWAMM! Stösst es (also das Auge) an diesen Kandelaber in der rechten unteren Bildecke (ich hoffe, ich habe bei der Kollision nichts kaputt gemacht). Ein Fremdkörper im streng durchkomponierten System. Für mich ist er der eigentliche heimliche Protagonist, da er die perfekte Ordnung durchbricht und Spannung schafft. Auch die Drähte der Oberleitung, die im oberen Drittel durchs Bild laufen, tragen zur Spannung bei (ungefähr 15'000V ), weil auch sie die strenge Ordnung etwas mildern. Manch einer hätte hier vermutlich den Stempel angesetzt, aber ich finde es gut, dass du diesem Drang widerstanden hast. Insgesamt gehe ich mit dir einig: auch Ich fand es ganz nett | | bruno5 |  | Huch, ähm.... jaaa, da geht es ja voll zur Sache, dass die Fetzen (bzw. Federn) fliegen Die Höckerschwäne 2 sorgen dafür, dass es auch nächstes Jahr noch ebensolche geben wird. Naturdoku in HD, ungefiltert und ohne Jugendfreigabe. Man hört das Fauchen förmlich und ist fast versucht, einen Schritt zurückzugehen... sicher ist sicher Wenn wir uns einmal von der expliziten Szene lösen, gefällt das Bild aber auch gestalterisch. Die aufgewühlte Wasseroberfläche verstärkt die Dynamik der, äh, "Aktion" und bildet einen Hintergrund, der ruhig genug ist, um nicht abzulenken, aber lebendig genug, um nicht wie eine sterile Kulisse zu wirken. Die feinen Spritzer und Tröpfchen in der Luft und am Schnabel von Herrn Schwan sind das Sahnehäubchen. Kleine Details, die man erst auf den zweiten Blick richtig wahrnimmt Insgesamt ein starkes, dynamisches Wildlife-Bild von zwei schönen und eleganten Tieren  | | Dana |  | Ach wie schön, eine Abendstimmung am Meer. Die Sonne bricht durch die Wolken und schickt ein paar hübsche Strahlen auf die Erde, damit du sie mit deiner Kamera auffangen konntest. Dieses Licht hat etwas Beruhigendes, fast Tröstliches, als wolle es den Tag noch nicht ganz gehen lassen. Die Farben wirken angenehm fein und zurückhaltend, nichts knallt und nichts schreit, also genau richtig für diese Tageszeit. Die brechende Welle im Vordergrund bringt Schwung und Dynamik in die ansonsten recht kontemplative Szene. Du hast da punkto Bewegung genau die richtige Belichtungszeit erwischt (bzw. eingestellt natürlich; sowas überlässt man ja nicht dem Zufall). Gerade so viel Struktur im Wasser, dass man die Kraft der Welle spürt, ohne dass sie zu einer undefinierbaren Wattefläche verkommt. Das gefällt mir sehr gut. Der Surfer im Wasser, dein Protagonist beim Warten auf die Welle, wirkt auf mich, als sässe er dort schon seit Stunden. Sein abgewandter Blick in Richtung offenes Meer scheint zu sagen: „Ja wo bleibtse denn, die Welle?“ Diese kleine menschliche Note gibt dem Bild eine schöne Geschichte und verhindert, dass es "nur" eine hübsche Landschaftsaufnahme bleibt. Man fragt sich unweigerlich, ob gleich noch etwas passiert oder ob der gute Mann irgendwann frustriert an Land paddelt Richtiges Kopfkino in wunderschöner Kulisse. Und während ich mir vorstelle, wie kalt das Wasser vermutlich ist, surfe ich lieber im Internet. Da braucht man keine Wellen und wird erst noch nicht nass  | | zuckerbaer69 |  | Ah, ein Makro! Davon gibt es dieses Jahr im Adventskalender nicht so viele. Und was für ein tolles! Du hast uns eine hübsche Sandwespe mitgebracht, die gerade an einer kugeligen Blüte weidet (ich werfe hier einfach mal mit vermeintlichen Fachbegriffen um mich; ich bin ja schliesslich gefürchtet für meine umfassenden Kenntnisse in Botanik und Entomologie ) Very beeindrucking kommt auf dem Bild die sprichwörtliche Wespentaille zur Geltung Die bekommt bestimmt auch nach den Feiertagen ihre Hose noch zu, selbst wenn sie die Blüte noch komplett leerrüsselt. Aber auch abseits dieser anatomischen Besonderheit ist das Tier wunderbar detailreich dargestellt. Die Schärfe sitzt genau dort, wo sie sitzen muss, und erlaubt einen schönen Blick auf Kopf, Augen und die feinen Strukturen des Körpers Der Hintergrund ist gerade noch ruhig genug, dass er der die Wespe wunderbar freistellt. Farblich wirkt das Ganze sehr harmonisch und natürlich; nichts ist nervös oder lenkt unnötig ab. Ein sehr gelungenes Makro, das zeigt, wie spannend und ästhetisch die kleinen, oft übersehenen Dinge und Lebewesen unserer Umwelt sein können, wenn wir nur mit offenen Augen durch die Welt gehen | | Tom D |  | Angesichts des Bildtitels fragt man sich zunächst: "Verhütungsmittel oder Treppenhaus?" Aber deine Spirale ist natürlich eine Vertreterin der letzteren Kategorie. Über mindestens acht Etagen windet sie sich, einer Bohnenranke gleich, dem Oberlicht entgegen. (Hach, ich habe gerade eine poetische Phase. Aber keine Sorge, die geht normalerweise schnell vorüber … ähnlich wie diese kurzen „Spinn-Einlagen“ von Katzen (IYKYK ).) ...Ähm, wo waren wir? *am Kopf kratz* Ach ja, Treppengehäuse. Du hast die durchaus schwierige Lichtsituation recht gut im Griff. Einerseits die Mischung aus warmem Kunstlicht und kühlem Tageslicht, andererseits der hohe Dynamikumfang zwischen hell und dunkel - das ist fotografisch alles andere als trivial. Lediglich beim "Licht am Ende des Tunnels" hast du im Oberlicht eine leicht ausgefressene Stelle (ha, das klingt wie eine Beleidigung: "Du hast ja wohl eine ausgefressene Stelle im Oberlicht!" ). Aber das finde ich nicht weiter schlimm, schliesslich ist der eigentliche Star des Bildes ja die Treppe selbst und nicht das Dachfenster. Sehr gut gefällt mir, dass du dich nicht sklavisch an eine perfekte Symmetrie geklammert hast. Die leichte Verschiebung, das nicht ganz Zentrale, macht das Bild lebendig und verleiht ihm Charakter. Wäre alles klinisch exakt ausgerichtet, hätte es schnell etwas von einem Architektur-Lehrbuch oder einer technischen Zeichnung. So hingegen bleibt es spannend und organisch, fast schon ein wenig wie ein Schneckenhaus  | | Reisefoto |  | Mathias zeigt uns heute ein schönes Selbstporträt! Nee, Momenmt mal *Brille putz* das ist ja ein Affe im Khao Yai Nationalpark, Thailand. Niedlich, wie er leicht beömmelt aus der Wäsche schaut. Vermutlich war es ein langer Tag mit vielen Touristen Ein erstaunlich ruhiger, beinahe nachdenklicher Ausdruck. Fast menschlich. Und genau das macht das Bild so stark, wie ich finde. Du hast ihn sehr schön auf Augenhöhe erwischt, was sofort Nähe erzeugt. Man begegnet ihm nicht von oben herab, sondern auf gleicher Ebene, was bei Tierporträts immer ein grosser Pluspunkt ist. Die Schärfe sitzt perfekt auf den Augen, und die sind hier ganz klar der emotionale Anker des Bildes. Dieses warme Braun zieht einen sofort hinein und hält den Blick fest. Alles richtig gemacht Wäre es mein Bild, würde ich diesen bräunlichen Fleck rechts neben dem Äffchen selektiv etwas entsättigen, denn er lenkt mich ein kleines Bisschen vom Hauptmotiv ab. Aber unterm Strich ein sehr gelungenes Tierporträt, das weniger auf Action setzt, sondern auf Ausdruck und Charakter  | | perser |  | Seekühe Wie cool ist das denn da hast du wirklich den perfekten Wortwitz-Titel für dein Bild getroffen. Hier war ich wirklich froh um deinen erläuternden Text im Beschreibungsfeld ("Relikt einer Cow Parade auf dem Dieksee in Malente, Schleswig-Holstein"), denn ohne diesen Kontext wäre es tatsächlich etwas schwierig, die Szene einzuordnen. Nun ja, aus rein fotografischer Sicht ist das Ganze vielleicht nicht unbedingt preisverdächtig im klassischen Sinne. Aber darum geht es hier auch gar nicht. Als dokumentarisches Werk mit viel Witz, Charme und Augenzwinkern ist das selbstverständlich absolut kalendertauglich Genau solche Bilder bleiben hängen, weil sie eine Geschichte erzählen und einen schmunzeln lassen. Die bunten Kühe sehen dabei aus. als hätten sie schon einiges mitgemacht: Wind, Wetter, Wasser. Ist das ein Vogelnest zu ihren Füssen (Enten vielleicht?) Danke für den Schmunzler zwischendurch! | | catfriendPI |  | Nein, wie putzig!  Diese beiden Buschhörnchen würde man doch am liebsten gleich adoptieren und zu Hause im Garten ansiedeln. Sind das Jungtiere, die da gerade daran sind, die Welt zu entdecken? So neugierig, wie sie aus ihrer Baumhöhle lugen, könnte man das jedenfalls gut vermuten. Das linke scheint dabei fast ein wenig mutiger zu sein, während das rechte lieber noch einen halben Schritt Deckung hält Auf jeden Fall hast du sie in einer wirklich niedlichen Pose erwischt, und das auch noch ausreichend scharf bei 600 mm. Das war vermutlich gar nicht so einfach, zumal die kleinen Racker ja selten lange stillhalten. Umso schöner, dass beide Köpfe gut sichtbar sind und man ihren Gesichtsausdruck so wunderbar lesen kann. Auch der Bildaufbau mit der rauen Rinde als Rahmen gefällt mir gut. Was mich bei dem Bild allerdings etwas stört, ist der insgesamt geringe Kontrast. Ich würde am liebsten die Tonwertkurve links etwas zupfen, damit der Schwarzwert ein wenig satter wird und die beiden Hörnchen weniger verwaschen wirken. Aber das ist ja etwas, das du schnell und unkompliziert noch korrigieren kannst. Davon abgesehen ein wirklich schönes Tierdoku-Bild, das dir da gelungen ist! Solche Momente muss man erst einmal sehen, festhalten und dann auch noch sauber umsetzen  | | haribee |  | Ein Vogel ohne Kopf Ach nein, Moment... der putzt sich ja bloss Bei dem kleinen Reinlichkeitsfanatiker handelt es sich wohl um eine Meise, soweit wage ich mich aus dem Fenster zu lehnen Jaja, Gross und Klein muss sauber sein, schliesslich weiss man ja nie, wer noch so alles zu Besuch kommt. Ich staune, wie detailliert und scharf das Gefieder der kleinen Federkugel abgebildet ist. Flauschig, aber strukturiert, wirklich toll! Man möchte fast mit dem Finger über die feinen Federchen streicheln (lässt man dann aber wohl doch lieber). Auch der sahnige Hintergrund trägt dazu bei, den kleinen Sänger schön freizustellen. So geschniegelt darf man sich dann auch wieder unter Artgenossen blicken lassen Ein schönes Detail am Rande sind die kräftigen Krallen, mit denen sie sich auf ihrem hölzernen Ansitz verankert hat. Das hält  | | nickname |  | Nele hat ein Zimmer frei... allerdings eines ohne grosse Aussicht, wie mir scheint Dafür definitiv im Grünen. Location ist ja beim Wohnen alles, wer braucht da noch Fenster? Die müsste man ja ohnehin nur immer putzen. Dafür gibt es hier vermutlich eine exzellente Klimabilanz, natürliche Beschattung und ein Raumklima, von dem moderne Passivhäuser nur träumen können, ganz ohne Förderantrag Inklusive Vogelkonzert am Morgen, ganz ohne Aufpreis. "Zimmer frei" trifft es also ganz gut, allerdings wohl eher für Spinnen, Käfer und diverse andere Insekten als für zahlende Gäste mit Rollkoffer. Buchbar vermutlich nur saisonal und mit sehr flexiblen Komfortansprüchen Unterm Strich ein herrlich schräges Motiv, das zeigt, wie sich die Natur langfristig alles zurückholt. Und mal ehrlich: Dachbegrünung ist doch wieder voll im Trend. Wir haben vor zwei Jahren viel Geld dafür ausgeben müssen  | | Harebr |  | Der Begriff Supermond wird ja seit ein paar Jahren medial ziemlich aufgeblasen, als würde uns da ein Himmelskörper in Planetengrösse erwarten. Realistisch betrachtet hält sich der Unterschied allerdings sehr in Grenzen. Ein Supermond ist im Vergleich zu einem "normalen" Vollmond gerade einmal rund 6–7% grösser im Durchmesser und etwa bis zu 14% heller. Mit blossem Auge ist dieser Unterschied eigentlich kaum wahrnehmbar, ausser man bekäme zwei Monde direkt nebeneinander zum Vergleich serviert (was bislang leider noch nicht passiert ist, aber Junge, wäre das mal ein geiles Fotomotiv ) Der eigentliche Wow-Effekt entsteht also weniger durch die Physik, sondern vielmehr durch gute Platzierung, stimmungsvolle Umgebung und ein bisschen fotografisches Know-how. Und genau da kommt dein Bild ins Spiel! Denn die Platzierung des Vollmondes über der beleuchteten Burg ist ein richtiger Hingucker geworden und funktioniert visuell ganz hervorragend. Die warme Beleuchtung der Burg bildet einen schönen Kontrast zum kühlen Mondlicht und sorgt für eine sehr stimmige, fast schon märchenhafte Atmosphäre. Dass du den Mond etwas kräftig, schon fast künstlerisch bearbeitet hast, gefällt mir hier im Zusammenhang sehr gut. Das hat etwas von einem Filmplakat für einen Horrorfilm man wartet förmlich darauf, dass gleich noch etwas Unheimliches passiert. Ich würde vielleicht noch die zwei hellen Sterne abschiessen (siehe Star Wars ) und die beiden Lampen der Burgbeleuchtung eliminieren, um die Bühne komplett den beiden Protagonisten (dem Mond und der Burg) zu überlassen, aber das ist natürlich Geschmacksache und eher Feintuning als echte Kritik. | | Windbreaker |  | "Aaaaaaaaaaaaaaarghhhhhhhhrrrrrmmmbllll!" Nein, das ist trotz Fettdruck nicht der Bildtitel Aber so oder ähnlich ist es mir entfahren, als ich dein Bild geöffnet habe Dabei fehlen wirklich nur etwa 4-5 Zentimeter, die du weiter nach links hättest stehen müssen, um die perfekte Symmetrieachse für dein Bild zu treffen. Zu viel für "passt schon", zu wenig für "bewusst so gewollt" Aber ich weiss aus eigener Erfahrung, wie herausfordernd es vor Ort sein kann, mit dem satten Weitwinkel angeflanscht im Sucher den perfekten Standort und die perfekte Neigung der Kamera zu finden. Zu Hause auf dem grossen Monitor kommt dann die Wahrheit gnadenlos ans Licht Aber, lieber Jens, ich möchte beileibe nicht auf diesem Detail herumreiten, sondern mich den positiven Aspekten deiner U-Bahn Station Übrseequartier widmen. Denn davon gibt es mehr als reichlich. Als bekennender Weitwinkelfan zieht mich das bild sehr in seinen Bann. Diese strenge, fast schon klinische Ordnung, die kühlen Blautöne der Kacheln, dazu der Kontrast aus Edelstahl, Glas und Kunstlicht – das hat richtig Wumms. Bei all den Linien, Lampen, Rolltreppen und Spiegelungen benötigt man definitiv mehr als nur einen kurzen Blick, um zu erfassen, was jetzt Spiegelung ist, was Glas und was tatsächlich "Wirklichkeit". Genau dieses visuelle Rätsel macht für mich den Reiz des Bildes aus. Man schaut hin, schaut noch einmal hin und entdeckt immer wieder neue Details. Faszinös!  | | harti20 |  | Ich glaub, mich laust der Affe! Das ist ja bereits das zweite Affenbild heute in meiner Schicht. Wollt ihr mir, so ganz subtil, irgend etwas mitteilen? Bei diesem Modell hier handelt es sich um einen Dschelada im Zoo Zürich. Den Zürcher Zoo kenne ich persönlich, da wir immer mal wieder gerne einen Ausflug dorthin unternehmen. Denn selbst als Basler mit eigenem, tollem Zoo müssen wir neidlos eingestehen, dass der Zürcher Zoo sich in den letzten Jahren wirklich zu einer grandiosen Anlage gemausert hat (no pun intended ) Nun aber zu dir, bw. deinem Bild... also deinem Bild des Dscheladas (Kurve noch gekriegt? ) Was dein Bild besonders stark macht, ist dieser leicht entrückte, beinahe majestätische Blick des Dscheladas. Er wirkt, als würde er gerade über die grossen Fragen des Lebens nachdenken. Oder darüber, ob es gleich schon wieder Futter gibt . Die Schärfe sitzt wunderbar im Gesicht, und das dichte, leicht zerzauste Fell kommt sehr plastisch und detailreich zur Geltung. Auch der ruhige, natürliche Hintergrund hält sich angenehm zurück und lässt dem affigen Hauptdarsteller genau den Raum, den er verdient. Dabei sind keine Zäune, Gitter oder andere Zoo-Komponenten zu sehen, so dass man fast meint, es mit Wildlife zu tun zu haben. Ein tolles Porträt ist dir da gelungen!  | | brandyhh |  | Grün! Grün! Da, ganz unten habe ich nebst all dem Blau / Gelb auch noch einen Streifen Grün entdeckt Was hier sofort zündet, ist natürlich die Farbkombination. Dieses satte, leicht abgeranzte Blau der Hütte und der Wand im Hintergrund gegen das knallige, fast schon freche Gelb dieses Sofas. Das ist schon ein ziemlicher Kontrast-Knaller, der einen sofort am Kragen packt. Hat man das einmal mental überwunden, stellen sich einem natürlich Fragen: Warum steht da dieses komische Sofa? Wer hat es da hingestellt? Warum ist es so dermassen quietschig gelb? Haben wir irgendwo noch ein paar Weihnachtsplätzchen? Gestalterisch mag ich die strenge Ordnung im Bild sehr. Die vertikalen Linien der Wellblechwand, die klare Mittelachse, das Häuschen als symmetrisches Gegengewicht. Alles wirkt ruhig, kontrolliert und sehr bewusst gesetzt. Fast schon ordentlich. Und dann steht da dieses Sofa Völlig deplatziert und völlig absurd. Aber genau deshalb ist es so grossartig Auch, oder vielleicht gerade weil einen das Bild mit mehr Fragen zurücklässt, als es beantwortet, funktioniert es so gut. Es erzählt keine Geschichte, sondern öffnet ein kleines Kopfkino, in dem jede*r seine eigene Erklärung basteln darf  | | jqsch |  | Ich bin ja inzwischen auch schon nuschelundfünfzig Jahre alt, aber bei dieser Rutschbahn würde ich sofort und unbedingt rutschen wollen! Meine Frau und ich haben das bei einer ähnlichen Installation in einem Einkaufszentrum vor einigen Monaten gemacht. War toll! Lästig sind nur die ganzen Kinder, die man immer verscheuchen muss Hach, ich gerate heute dauernd ins Schwafeln, und dabei wollen wir ja noch gemeinsam mit Jürgen In die Röhre schauen Die spiralförmige Führung, also die Linien, die sich durch das Rohr winden, erzeugen einen schönen Sog und machen das Bild angenehm "unruhig", ohne chaotisch zu wirken. Man bleibt hängen, wandert mit den Augen und entdeckt immer neue Details. Sehr fein! Die Schwarzweiss-Umsetzung ist aus meiner Sicht die richtige Entscheidung. Die Texturen des Metalls, die Kratzer, Gebrauchsspuren und Lichtreflexe können so wunderbar zur Geltung kommen. Besonders gelungen finde ich das Spiel aus Licht und Schatten, durch den das Rohr schön dunkel und geheimnisvoll wirkt. Was erwartet uns wohl am anderen Ende des Tunnels? Das Licht? Ein Bälle-Bad? Keifende Eltern, weil man wieder eimal ihre Emma-Schantall zur Seite geschubbst hat, um schneller rutschen zu können? Eines wollen wir aber trotzdem noch wissen: hast du nur geguckt oder bist du auch gerutscht? | | 10Heike10 |  | "Morgenspaziergang" klingt ja erst mal harmlos. Fast idyllisch. So nach frischer Luft, Vogelgezwitscher und einem gemütlichen Schlendern vor dem Frühstück. Ich liebe ja Katzen, egal wie gross oder klein. Aber sagen wir mal so: ich würde bei diesem Morgenspaziergang vermutlich trotzdem eher zügig die Strassenseite wechseln wollen Was für ein starkes Bild! Die Löwin im Vordergrund dominiert die Szene mit einer Präsenz, die man förmlich spürt. Dieser direkte, ruhige Blick hat etwas ungemein selbstverständliches. Kein Drohen und kein Hast, einfach souveräne Gelassenheit. Man merkt sofort: hier ist jemand unterwegs, der weiss, dass der Weg ihm gehört. Punkt. Keine Diskussion Ganz grossartig finde ich auch die Staffelung der Tiere im Bild. Die beiden Junglöwen im Hintergrund folgen brav, fast ein wenig tapsig mit ihren grossen Pfoten. Mama vorne, Nachwuchs hinten: Familienausflug, Savannen-Edition Ein Morgenspaziergang, den man sich lieber aus sicherer Entfernung anschaut, am besten mit Kamera und langem Tele. Wobei du da mit 200mm ja eigentlich noch relativ nah am Geschehen warst. Von einem Geländewagen aus, nehme ich an? Es muss ein absolut beeindruckendes Erlebnis sein, diese Tiere so unmittelbar zu erleben, ganz ohne Glasscheibe oder Gitter dazwischen  |
|
|