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Startseite » Forenübersicht » Kreativbereich » Foto-Monatsthema » Besprechungen Adventskalender 2025
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Alt 15.12.2025, 03:38   #21
K-H-B
 
 
Registriert seit: 10.11.2022
Beiträge: 344
K-H-B||Soi Sukhumvit Pattaya Hach, dieses Bild holt einen ja gleich mitten hinein ins pralle, leicht chaotische Strassenleben Südostasiens! Kaum geöffnet, kann man förmlich die Mischung aus Abgasen, Garküchendüften und tropischer Nachmittagshitze riechen. Und dann tuckert er da auf einen zu, der Protagonist auf seinem türkisfarbenen Roller, lässig im rosa Hemd und mit Cowboyhut... ein Outfit, das charmant aus der Reihe tanzt. Sehr gut gefällt mir auch die Bildtiefe: der gewaltige, fast einschüchternde Bus links, der in Rot strahlende SUV, das Gewirr aus Stromleitungen und Fassaden, all das erzählt Geschichten von Hitze, Verkehr und diesem ganz eigenen südthailändischen Rhythmus, der irgendwie chaotisch und organisiert zugleich ist. Ein wunderbar beobachtetes Stück Alltagsbühne: laut, bunt, ein bisschen verrückt und voller Leben. Wie gefährlich ist es da eigentlich, die Strasse zu überqueren? Handelt es sich bei den bunten "Regenbogenstreifen" um einen Zebrastreifen Einhornstreifen, oder sind das flachgefahrene Fussgänger?

Hallo Jan, danke für die Zeit. Es ist schon gefährlich, weil viele Thais bei Rot weiterfahren und einige deutlich zu schnell fahren.
Das Foto ist schon für den 15. gedacht. Ich muss sehr früh und muss mein Bike für die Tour herrichten, daher habe ich es schon vorher hochgeladen. Wobei es in Pattaya bereits schonMontag ist.
K-H-B ist offline   Mit Zitat antworten
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Alt 15.12.2025, 22:03   #22
jqsch
 
 
Registriert seit: 28.08.2007
Ort: Bernau bei Berlin
Beiträge: 6.470
Besprechungen 15.12.2025

Es folgt Teil 1 der Bildbesprechung durch Rainer (rainerstollwetter)

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Besprechung 15. Dezember 2025 Teil 1 rainerstollwetter
NameBildBesprechung
K-H-Bit's hot today Wir haben Hochsommer. Fast zur Mittagszeit posiert eine hübsche junge Frau im gelben Minirock und gelbem bauchfreien T-Shirt auf einem Rennrad. Ihre Aufmachung passt nicht zum Rennrad, insbesondere die Sandalen, die sie an den Füßen trägt. Auch die große rosafarbene Sonnenbrille nicht. Sie fährt auf einer Strecke, die sehr außergewöhnliche Markierungen auf der Straße (oder dem Platz, dem Flughafen, oder der Rennstrecke) aufweist. Hinter ihr liegen 3 blaue Felder - auch das Fahrrad und seine Taschen sind blau - wodurch sie mit ihrem gelben Outfit den maximalen Farbkontrast erzielt. Ihr Blick ist in Richtung des Fotografen gerichtet, dem sie die Zunge herausstreckt. Leider liegt ihre Vorderseite im Schatten, auch scheinen ihre Augen geschlossen zu sein. Auch die Position der Frau pass gut. Ein nettes Foto zur Erinnerung an einen heißen Tag.
jqschEbbe im Fleet Das ist erst einmal sehr schön gesehen. Ebbe im Fleet. Ein Fleet ist ein schiffbarer Kanal in norddeutschen Küstenstädten, insbesondere Hamburg. Unser Kanal hier ist zum Teil trocken gefallen, man sieht den grauen Schlamm auf seinem Grund. Dort, wo noch Wasser ist, spiegelt sich die Umgebung gelblich in den Pfützen. Der quadratische Bildzuschnitt passt hervorragend zu diesem statischen Motiv in grau und gelb.
harti20Cala Rafalet Hier sehen wir die Cala Rafalet auf Menorca. Im Vordergrund die steinerne Küste, grau und bräunlich schimmernd, darüber ein flacher grüner Bewuchs aus Gräsern und Moosen und darüber dunkle Regenwolken. Das Meer selbst liegt ruhig da, es sind an den Felsen nur wenige Wellen zu erkennen. Ein ruhiges, besinnliches Bild.
Sir Donnerbold DuckSchafe im Ötztal Wir sind im August im Ötztal. In den umliegenden Bergen sind immer noch Schneefelder auszumachen. Im Vordergrund ein kleiner See, durch dessen spiegel klaren Wasser einerseits die Steine an seinem Grund zu sehen sind, andererseits aber auch die Spiegelung der umliegenden Berge und deren Schneefeldern. Auf dem dazwischenliegenden schmalen und karg bewachsenen Grasstreifen eine kleine Schafherde von 8 Schafen, die nach links zieht. Das Bild ist mit einem leichten Weitwinkel aufgenommen worden und hat sowohl Vordergrund, Motiv und Hintergrund, ist also klassisch aufgebaut. Es könnte ein Bild für die Wand sein.
CB450Betonkathedrale Betonkathedrale - viele der neuen repräsentativen U-Bahnstationen lassen sich so beschreiben. Hier steht der Fotograf unten auf dem Bahnsteig und fotografiert mit 10 mm am Vollformat in Richtung der Rolltreppen, die vor ihm hinauf führen in ein oberes Stockwerk, von dem man nicht weiß, ob es über oder unter der Erde liegt. Man sieht nur das gläserne Geländer und das leicht bläuliche Licht. Noch weiter oben lässt ein rundes Dachfenster natürliches Licht ins Gebäude. Auf unserem unteren Stockwerk sind die Außenwände neben den Gleisen Pastellrot gestrichen. Kein Mensch ist zu sehen, was die Wirkung der Betonkathedrale noch unterstreicht. Das Bild ist sehr sorgfältig komponiert und wie so oft hat CB450 sein Weitwinkel perfekt im Griff!
CrimsonZweisam Das Bild gefällt mir ausnehmend gut! Die Blende 4 bei 50 mm reicht aus, den Hintergrund schwach erkennbar zu halten, ihn jedoch in die unscharfen Bereiche des Bildes zu verweisen. So tritt das Motiv klar hervor: 2 Grashalme recken ihre Blüten ins (Gegen-) Licht. Vorne, ganz scharf, das kleinere Weibchen. Hinten, schon leicht unscharf, das größere Männchen. Der Hintergrund ist vertikal dreigeteilt. Unten Gebüsch, was fast schwarz wiedergegeben wird, darüber blaugraues Wasser und oben hellbeiger Himmel. Die Gräser sind leicht nach rechts aus der Mitte versetzt. Sehr schön stimmungsvoll!
HoStMama Taxi Leider kann ich den abgebildeten Wasservogel nicht identifizieren. Jedenfalls trägt hier das Muttertier ihren Sprössling auf ihrem Gefieder sitzend durchs Wasser. Das Bild ist knackscharf, was angesichts der EXIF-Werte zu erwarten war. HoSt hat das Bild als Hochformat entwickelt, so sehen wir aus den beiden Vögeln noch ihre Spiegelung im Wasser. Ich persönlich finde es etwas zu hell - aber das mag Geschmackssache sein.
perserKoppelpoort Das Koppelpoort in Amersfort. Wie du schreibst: "Dieses mittelalterliche Tor stammt aus dem Jahre 1400 und war Teil der ehemaligen Stadtmauer im niederländischen Amersfoort. Über dieses Portal wurde die Stadt zu Lande wie zu Wasser erreicht, drum schloss man es nachts zu." Solche Tore gibt es in den Niederlanden häufiger. Beispielsweise der Waterpoort in Sneek diente auch dazu, den nächtlichen Zugang über das Wasser zu verhindern. Typisch für die Niederlande auch die Ausführung aus Backstein. Nicht so schön die doch deutlich sichtbaren Verzerrungen, die wahrscheinlich einer Weitwinkeloptik geschuldet sind.
SchartiRitz Das Ritz in London - wahrscheinlich eines der bekanntesten Hotels der Welt. Messinggeländer, Holztüren, ein blauer Teppich vor dem Hotel, eine blaue Markise über dem Eingang und ein blau gekleideter Portier/Bellboy, der ankommenden Gästen den ersten Service bietet. Alle sehr vornehm und edel. Daher heißt es auch: "Puttin’ on the Ritz" - sich für's Ritz fein machen Klick. Blau und Gold scheinen die Farben des Hotels zu sein. Sogar der Zaun, der das Hotel vom Bürgersteig trennt, ist in den Farben gehalten. Danke für's zeigen.
haribeeMinimalismus Was für ein Übergang vom Ritz - Hotel zu den Blütenblättern, die harribie als minimalistisch beschreibt. Wir sehen Teile von drei Blütenblättern, das vordere teilweise scharf, die hinteren unscharf. Was nicht Blütenblatt ist, ist grüner Hintergrund. Unsere Blütenblätter sind mit Tropfen versehen. Einer davon, auf dem vorderen Blütenblatt ist knackscharf abgebildet, man sieht, wie sich die Umgebung in ihm spiegelt. Nicht nur die Schärfe, sondern auch die nahezu zentrale Anordnung des Tropfens weisen ihn als das Hauptmotiv aus. Tolles Bild. Glückwunsch.
zuckerbaer69Spielfreudige Kaiseradler Die Kaiseradler - man unterscheidet 2 Arten den Östlichen Kaiseradler und den Iberischen Kaiseradler. Beide wirken, verglichen mit dem verwandten Steinadler etwas plumper. Da hast du 2 Exemplare, von dem eines beringt ist, bei Spielen erwischt. Oder sind das Revierstreitigkeiten? Ein gelungenes Foto jedenfalls, was die EXIF - Daten nicht unbedingt erwarten lassen. 840 mm bei Blende 9 - das dürfte Offenblende am 200-600 mit 1.4 er Konverter sein. Schade, dass die Adler so einheitlich dunkel gefärbt sind, aber das ist wohl Rassetypisch.
Tom DTreppe1 Ein Treppenhaus windet sich 8 Stockwerke nach oben. Am oberen Ende des Treppenauges, in dem wir stehen, ein Fenster, das Tageslicht in das Treppenhaus fallen lässt. Leider ist es überstrahlt aber vielleicht war mir einer einzigen Aufnahme nicht mehr möglich. Das Treppenauge ist nahezu kreisrund, die Geländer hölzern, mit goldenen Traillen, der Rest des sichtbaren Mauerwerks beige. Die Schärfe reicht nicht bis zu den unteren Etagen - da wäre eine kleinere Blende besser gewesen. Das Treppen haus selbst ist mit seinem runden Treppenauge sicher etwas ganz besonderes. Wo war das?
Jumblino67Mit voller Konzentration Eine Gruppe junger Mädchen führt auf einem Platz vor, was es einstudiert hat. Es ist nicht klar erkennbar, ob es sich um Tanz oder um Akrobatik handelt. Der Boden des Platzes ist mit schwarzer Folie ausgelegt. Die Mädchen tragen Kostüme und Socken. Der Rand des Platzes ist mir weit überwiegend weiblichen Zuschauern belegt. In der entfernten Ecke sieht man wohl 2 Mädchen einer konkurrierenden Gruppe. Sie sind etwa gleich alt und haben andere Kostüme. Obwohl noch Tageslicht herrscht, ist der Einfluss von magentafarbenen Strahlern auf der Haut der Mädchen deutlich erkennbar. Die Gesichter sagen deutlich was Jumbolino67 seine Foto vorangestellt hat: Mit voller Konzentration.
cf1024Treppenhaus Dresden Ein Treppenhaus in Dresden. Dank Blende F5.6 bei 10 mm Brennweite alles scharf. Das Dachfenster oder die Kuppel lässt Tageslicht in das Treppenhaus scheinen, wodurch sich die Farbtemperatur im oberen Teil des Treppenhauses abkühlt. Ein eher ovales Treppenauge bildet das Zentrum. In unregelmäßigen Abständen sind Absätze in die Treppe integriert. Das Geländer ist aus Metall und wir sehen rote Säulen, die den ersten Stock halten. Bei näherem Hinsehen scheint es um 2 Treppen zu handeln, die um 180 Grad versetzt nach oben führen. Schön gesehen.

Rainer


Nachdem Rainer die ersten 14 Bilder besprochen hat und heute zum letzten Mal dieses Jahr als Besprecher sich hervortat, folgen jetzt meine Besprechungen ab Bild 15. Für mich ist heute in diesem Jahr Premiere.

Besprechung 15. Dezember 2025 - 2. Teil von Jürgen (jqsch)
NameBildBesprechung
embeIch bin gespalten Michael. Für Vogelkundler ist es sicher ein interessantes Bild. Und so kann ich nachvollziehen, warum der Kernbeisser Kernbeisser heißt. Und dass Werkzeugmacher sich ihre Vorlagen in der Natur gesucht haben. Fotografisch habe ich meine Probleme. Der unscharfe Ast ist mir einfach zu dominant. Der zieht den Blick sofort auf sich. Und nimmt dem eigentlichen Motiv die Bühne.
Windbreaker Um das Bild beneide ich dich. Du hast sie schneller bemerkt als ich. Und sie setzt auf der Treppe des Lindt Museums in Zürich einen sehr schönen Farbakzent. Zusätzlich leitet das Geländer einen sehr schön durch das Bild. Zusätzlich findet sich auch noch die Farbe des Hutes in den Treppenstufen wieder. Passt für mich alles sehr gut.
Tafelspitz Das Bild mag ich sehr. Du hast Dir für dieses Bild einen sehr schönen Standort gesucht. Ein Bergsee (?) irgendwo in Skandinavien (?). Die Nadelbäume spiegeln sich im See. Im Hintergrund ein Berg. Nur der Sternehimmel spendet natürliches Licht. Sehe ich da die Milchstraße? Ein Bild, was ich nie machen könnte. Mir fehlt zu so etwas vor allem die Geduld. Und ich mag kein Stativ. Hut ab.
nicknameEin Bild Nele, dass auch ich gemacht hätte. Ich habe erst vor kurzem von diesem Purple Path gelesen, als ich die ersten Berichte zur Eröffnung von James Turrell Lichtinstallation Beyond Horizons gelesen hatte. Dieses Lichtkunstwerk wurde am 29.11.2025 in Oelsnitz eröffnet und ist Teil des Purple Path. Lese ich mir die Beschreibung durch, dann symbolisiert es Triangulationspunkte, wie sie in der Landvermessung üblich sind. Was ich gelungen finde, dass Du im wahrsten Sinne des Wortes ins Kunstwerk eingestiegen bist, um nur ein Detail zu zeigen. Gefällt mir gut.
kiwi05Als ich das Türchen öffnete, fragte ich mich auch, ob der Peter auf Gold gestoßen ist. Ich bin, das muss ich zugeben, verwirrt. Ich sehe eine Treppe. Ich sehe Häuser. Ich vermute wir befinden uns in Frankreich. Und in einem Ort, der für seine Goldverarbeitung bekannt war. Und wie die glühende Farbe in der Zeche Zollverein, den flüssigen Stahl symbolisiert, könnte ich mir vorstellen, dass diese Rinne eine Goldscheide war und wir uns hier in einem Museum befinden. Aber das ist nur eine reine Vermutung. Was bleibt ist ein mehr als interessantes richtig gutes Foto, welches einen etwas ratlos zurücklässt.
bruno05Das kommt mir doch irgendwie bekannt vor. Wasser in zwei verschiedenen Aggregatzuständen. Fest und flüssig. Dazu das ganze noch sehr schön präsentiert. Die Eiszapfenziehen den Blick auf sich, das grüne Moos setzt den farblichen Akzent. Und dann die Tropfen des tauenden Eises, dass dem Namen des Wasserfalles Schleierfall wie ein Schleier aus Tropfen dem Namen die Erklärung liefert. Sehr schönes Bild Bruno.
Reisefoto Sehr starkes Bild Matthias. Drei Seeadler auf einen Streich. Fechten die beiden unteren Seeadler gerade einen Kampf aus? Oder ist es eher unabsichtlich, dass sich die Flugbahnen kreuzen? Auf jeden Fall ein beeindruckendes Naturschauspiel. Sehr gut eingefangen. Es stimmt alles. Daumen hoch dafür.
brandyhh Das ist wahrlich ein Lost Place. Alles was man auf dem Bild sieht rottet vor sich hin. Ich rieche schon den Schimmel. Jetzt sicherlich nicht das schönste Foto. Aber wie stellt man auch Verfall auch richtig schön dar. Allerdings ein Foto, das mich traurig zurücklässt. Die Kugelform und der Einstieg in das Auto vorne lassen mich vermuten, dass es sich hier mal um eine BMW Isetta gehandelt hat. Die Knautschkugel fand ich immer wunderschön. Die wenigsten wissen im Übrigen, dass BMW die Isetta nicht selbst entwickelt hat, sondern von der Firma Iso Rivolta entwickelt wurde. BMW war Lizenz nehmer.
Kurt Weinmeister Der König wird seines Thronsaales verwiesen, da er seinen Obolus nicht errichten kann. Das war die Variante für Insider wie mich. Aber dass man ihn des WC verweist, kann man durch den Arm erahnen. Eine feine Street Aufnahme im übrigen. Und um den Bildauftrag für heute zu erfüllen, warum hat ein WC die Nummer 00. In Hotels waren im 19. Jahrhundert die WC’s noch nicht Teil der Zimmer. Und so bekamen die WC’s die neutrale Nummer 00. Eine völlig nutzlose Information.
Dana Eine der Höfe des Chilehauses in Hamburg. Beeindruckend wie exakt Du dieses Bild ausgerichtet hast. Ich ziehe den Hut. Und Du hattest darüber hinaus auch noch Glück mit dem Wetter. Die Wolken und ein wenig blauer Himmel bilden einen schönen Kontrast zur Architektur. Sehr gelungenes Bild Dana!
Dirk SeglObwohl ich diesen Vogel noch nie live gesehen hatte, habe ich ins Blaue geraten und auf Blaukehlchen getippt. Und tatsächlich mit Hilfe von Wikipedia a) sogar richtig gelegen und b) das weißsternige Blaukehlchen erkannt. Hier sieht man den Vogel in seinem natürlichen Umfeld. Die in der Schärfeebene liegenden Grashalme lenken nicht ab. Durch die Positionierung des Blaukehlchens geht der erste Blick sofort auf das strammstehende Männchen. Gefällt mir gut.
catfriendPiLicht und Schatten trifft es bei dieser ICM Aufnahme. Ich erahne einen Nadelwald. Und bin mir aber nicht sicher, wie Du hier diese Aufnahme gemacht hast. Die klassischen Zieher entfallen hier meines Erachtens. Ich tippe hier auf „zittrige Mikrobewegungen“. Besser kann ich es aber nicht ausdrücken. Das Ergebnis aber kommt richtig gut. Das Licht und Schattenspiel werden anders als bei einem klassischen Foto eines Waldes zum eigentlichen Motiv. ICM wie es mir gefällt.
10Heike10Einmal habe ich in Südafrika auch so einen Waran gesehen und gebührend Abstand gehalten. In meiner Erinnerung war das aber ein deutlich größeres Exemplar. Aber Männer und ihre Erinnerungen. ..Grins.. Ein schönes Bild zeigst Du uns mit diesem Waran. Die pinken Blütenblätter in der Unschärfe im Hintergrund, die grünen Blätter im Vordergrund passen gut zum Waranporträt. Ein feines Bild.
erikAuf Wales hätte ich jetzt nicht gewettet, als ich das Bild hinter dem Türchen das erste Mal zu sehen bekam. Aber netterweise hast Du ja in der Beschreibung den Tipp gegeben. Offensichtlich fährst du oder lässt Dich auf der Küstenstraße fahren. Links das Meer, rechts die Steinmauer, die man auch aus Irland kennt. Die Vegetation üppig. Und die mir Respekt einflößt. Möchte man doch die Kaution für das Mietauto nicht verlieren. Dazu die regennasse Straße. Die Straße eingerahmt durch die Vegetation gibt dem Betrachter vor, wie er sich das Bild ansieht. In der Weite hinter der Kurve dann der Fluchtpunkt. Fotografisch gelungen. Was ich mich allerdings frage: Hast Du ein wenig an den Reglern gedreht, um den Eindruck der Landschaft und vor allem der Mauer verstärkt?

So das war es für heute. Danke an Rainer für seine Besprechungen heute und seinen Beiträgen als Besprecher im diesjährigen Adventskalender.
__________________
... und Tschüß...

jqsch ist gerade online   Mit Zitat antworten
Alt 16.12.2025, 23:00   #23
nickname
 
 
Registriert seit: 04.06.2016
Beiträge: 1.389
Heute haben sich Crimson (Markus) im ersten Teil und nickname (Nele) im zweiten Abschnitt euren Beiträgen gewidmet. Es ist wunderbar, was da alles zusammen gekommen ist. So vielfältig. Zum einen weitgereist, zum anderen so nah. Danke dafür!

Besprechung 16. Dezember 2025 - Teil 1 von Crimson
NameBildBesprechung
harti20
Schweden - Schweiz 9 - gleich zu Beginn geht es deftig zur Sache - wundebare Dynamik im Dameneishockey... und offenbar ist nicht nur die Schwedin im Tor gelandet... ganz stark sind die eingefangenen Blicke, von der konzentrierten Schiedsrichterin zu den vier (!) leicht bedröppelt dreinschauenden Schwedinnen... die Schärfentiefe ist groß, sicher bei so schnellem Sport kein Fehler. Sportfotos sind so gar nicht mein Metier, das hier gefällt mir aber sehr gut ich würde es vermutlich etwas enger schneiden, weil die rechte Schwedin eh schon geschnitten ist.
Jumbolino67
Paar in Herbstfarben - und schon sind wir bei Herzerwärmendem... das ist in dieser Jahreszeit auch oft kein Fehler. Schwäne sind oft dankbares Motiv, so gülden im Herbstlicht mal ganz anders und fast ein bisschen weihnachtlich. Die Schärfe sitzt perfekt auf dem vorderen Schwan (ich kann nicht erkennen, wer Männchen und wer Weibchen ist), der Blick auf jeden Fall ist ernst, sehr schön, dass die kompletten Spiegelungen mit im Bild sind - das strahlt viel Ruhe aus. Ich würde es vielliecht ein wenig nach links kippen.
K-H-B
Rot/Weiß - in der Tat... Street von schräg oben ist mal ein wenig anders, passt hier aber. So viele rot-weiße Ebenen, der Titel ist gut, die Linienführung rahmt auch rot/weiß ein und setzt sich bis in den Laden fort. Man kann sich gut eigene Geschichten ausdenken, ob hier mal nicht die Badelatschen zum Strand gehen, sondern letzterer per Kanister vorbeigebracht wird? Ein wenig schade, dass der Schriftzu rechts nicht ein ganz bisschen mehr Platz hat... am schärfsten ist - wenn auch nicht rot/weiß - dass der Hut farblich zum Badge passt
Dana
2 oder 3? - sehr cool an so einer Fassade MUSS man sich abarbeiten und so ist das schon eine typische Dana. Bei so einer Fassade ist es vermutlich gar nicht so leicht, einen Ausschnitt zu finden, wo alles passt. 2 oder 3 - oder 3 oder 4? Je länger ich hingucke, desto unsicherer werde ich... irgendwie findet man so viele Zahlen im Bild, wobei das egal ist - ich gucke so lange drauf, weil es so viel zu entdecken gibt - und überlege die ganze Zeit, ob ich es etwas enger schneiden und mehr (bewusst unnatürlichen) Wumms geben würde... auch um den Kontrast zwischen Fenster und "Schatten" deutlicher zu zeigen... was der Eigentümer aber nun wirklich mal machen könnte: die Fassade besser reinigen aber egal wie, solche Bilder gefallen mir immer sehr
HoSt
Juveniler Nachtreiher - ein eindrucksvolles Exemplar - und das hier sehr gut von Holger erwischt, die Brennweite muss man auch erstmal können - aber wir sind von Dir ja gutes gewohnt Hier stimmt einfach alles, der super passende in der Unschärfe verschwindende Hintergrund (vor dem der Reiher gut getarnt ist und ohne die lange Brennweite vermutlich schnell übersehen wird), die Aufteilung des Bildes, die Dynamik des Starts mit genau dem richtigen Moment und natürlich die fantastische Schärfe des Reihers
jqsch
Messeturm Basel - ich bin auf Messeturm abonniert und wie Jürgen den hier abliefert, ganz großes Kino, schon im Thumb erkennt man Deine Handschrift. Sehr feine Linienführung, eine wunderbar düstere s/w-Umsetzung mit trotzdem genug Lichtern, die Spiegelungen sind super ausgerichtet und mischen sich gut mit Elementen des Inneren... glatt und bedrohlich, wunderbar ich überlege nur ein wenig und immer wieder, ob ich die Lampe unten links abgehängt hätte...
embe
Ostwind - er sieht aus, als würde er frieren, dieser leicht konsternierte Blick des Stars, ob nicht endlich jemand mal den kalten Wind ausmachen könnte... ja, der kommt meistens aus Osten. Ein sehr schönes und durchaus witziges Vogelportrait von Michael, dessen Reiz eindeutig aus der Situation rührt und so kann man die leicht zu weit vorne sitzende Schärfe galant übersehen (hier sieht man dann doch die Unterschiede zu den größeren Knipsen mit besserem AF), auch wegen des sehr passenden kalten blauen Hintergrunds.
CB450
Fenster zur Welt - und noch so ein WOW-Bild... ja, der ein oder andere kennt es schon, es ist zu Recht hier im Adventskalender gelandet. Besser kann man das "Tor" zur Welt nicht schmunzelnd umdichten, es ist - gerade in Hamburg - sowieso viel kommoder, das von drinnen zu betrachten. Fast monochrom innen und - dem Wetter geschuldet - wenig Farbe draußen, das passt einfach perfekt. Das gehört ganz groß an die Wand, nur vorher noch ein winziges bisschen ausrichten (oben links), fällt bei der Präzision dann doch auf... aber ansonsten ein absolut typischer Peter
Dirk Segl
Halb Kolibri ! - erstmal nachgucken ... ein Taubenschwänzchen... ein echter Segl... hammerstark, wie immer stimmt einfach (fast) alles... Aufteilung, Farben, Schärfe und eben auch Unschärfe - gerade hier ist der komplementäre Kontrast zwischen Flügeln und Hintergrund ganz toll zwar "nur" 500mm, dafür hier im Nahbereich mit cremigstem Bokeh und einer fast unglaublichen Schärfe - und die auch noch da, wo sie sein muss. Zum "fast"... gerade bei so einem Bild würde ich auf den unteren Teil mit dem grünen nichtnatürlichen Gitter verzichten und lieber oben was zugeben...
Scharti
Hydepark2 - nein, kein Sport aber Bewegung... ein feiner Street-Mitzieher mit viel Witz und Kopfkino. Bei 1/30 muss der Radfahrer ein ordentliches Tempo draufgehabt haben, dabei den Kaffeebecher so ruhig zu halten, dazu gehört schon was - was genauso für den Fotografen gilt. Nach längerem gucken passt für mich auch die Neigung nach rechts in die Fahrtrichtung, auch die unterstreicht das Tempo. Street im Park zum genau richtigen Zeitpunkt bzw. der genau richtigen Verteilung und Bewegungsrichtung der Protagonisten im Bild
perser
Familienausflug - wenn ich richtig gucke, sind wir in Indien, Harald nimmt uns ja fast immer mit auf weite Reisen. Auch wenn ich nicht ansatzweise so oft unterwegs war, ein wenig vertraut sind mir solche Szenen, man ist dort viel ungezwungener und auch und gerade Fremden gegenüber offener - natürlich nicht jeder, aber viele. Die Behälter ("Koffer") gehören dazu? Dann ist es bestimmt mehr als nur ein Ausflug. Egal wie, ich mag die gerade in Asien oft sehr fröhlichen und ungezwungenen Blicke sehr.
erik
Wales (III) - Erik nimmt uns mit an die walisische Küste und in einen dortigen Farbrausch vom allerfeinsten eine gleichermaßen schroffe unwirtliche und einladende Küste und dazu fast türkisfarbenes aufgewühltes Meer plus durchaus dramatische Bewölkung - und alles in harmonischer Aufteilung - auch das unterstützt die Ruhe. Wer hier abgesehen vom Wind keine Ruhe findet, findet sie nirgendwo. Wo ich schwanke, ist der doch sehr dominante Vordergrund und da vor allem mit dem Stacheldraht - der Abriss wäre aufwendig, ein anderer Schnitt würde allerdings die typische Steinmauer entfernen... eventuell irgendwas dazwischen...
nickname
Die Rose - ja, man muss schon ein paar mal hingucken, das schadet aber sowieso nie. Im Thumb ist die Rose komischerweise (für mich) deutlicher erkennbar, als in der großen Ansicht, das liegt aber vermutlich daran, dass ich das große Bild nicht ganz auf den Monitor bekomme. Es ist schon immer wieder faszinierend, welche Formen beim Frieren entstehen, das dürfte hier schnell gegangen sein. Die Kois (?) irritieren mich ein wenig bzw. lenken von der Eisskulptur ab, man kann mit dem Bild aber noch wunderbar spielen... S/W oder stark entsättigt, mehr Punch, ... viele übersehen solche Motive, mich klar eingeschlossen


Besprechung 16. Dezember 2025 – Teil 2 von nickname
NameBildBesprechung
Sir Donnerbold Duck Wow, sehr cool! Beeindruckend thronen Weißkugel und Hintereisferner weit über der Baumgrenze auf nacktem Fels. Der Hintereisferner in den Ötztaler Alpen ist einer der größten Gletscher Tirols. Er schiebt seine Zunge in einem dekorativen Schwung Richtung Nordost. Du stehst gegenüber auf mindestens dreitausend Metern Höhe und genießt den Ausblick auf den Gletscher und die über 3700 m hohe Weißkugel, samt weiteren Dreitausendern. Tipp auf outdooractive: „Eine anspruchsvolle Tour, … wer sommerliche Bergeinsamkeit mit größeren Anstrengungen liebt, wird sich in diesem Dreitausenderrund geborgen fühlen.“ Da lohnt sich die Anstrengung des Aufstieg, wird man doch mit tollen Fotos, körperlicher Fitness und Serotonin & Co belohnt. Du bringst uns von deinen Touren immer wieder tolle Aufnahmen mit.
Tafelspitz Der Mitternachtssonne entgegen nimmt der norwegische Schlepper „Lautus“ Fahrt auf. Im Juni geht die Sonne hier im Norden nicht vollständig unter. Da gibt es viel Potential für stimmungsvolle Aufnahmen am Meer und du hast es genutzt. Dein Bild wäre eine passende Vorlage für ein Gemälde von Johan Christian Clausen Dahl gewesen, einem norwegischen Maler der Romantik und engen Freund Caspar David Friedrichs. Perspektivisch wirkungsvoll gestaffelte Wolkenformation vor komplementärem Himmelsorange und ruhiges, weites, endloses Wasser. „Der einsame Schlepper“ zieht seine Bahn. Die Landschaft, harmonisch horizontal ein zu zwei Drittel aufgeteilt, ist Spiegel der Seele. Ich setze ich mich ans Ufer, ruhe aus und genieße die Aussicht mit. Ein wunderbares, gleichzeitig ruhiges und leicht dramatisches Bild.
Bruno5 Das ganze Jahr über kann man blitzblaue, sonnige Tage erleben, auch gegen Ende des Jahres. Das hier ist kein typisches Novemberbild. Es könnte fast im Sommer gemacht sein, lugten nicht an ein paar wenigen Stellen unbelaubte Bäume hervor. Auf jeden Fall wäre dein Bild vom Geroldsee ein schönes Foto für einen Reiseprospekt, um für einen Urlaub im bayerischen Voralpenland zu werben. Das deutliche Querformat nähert sich vorsichtig dem Panorama an und passt dadurch gut zum Motiv. Nadelwald zieht sich komplett am Seeufer entlang. Die Berge (Karwendel?) thronen majestätisch im Hintergrund. Der tiefe Sonnenstand betont durch das Licht-Schattenspiel die gewaltigen Felsmassen. Ein wenig Schnee hat es da oben auch bereits im November. Was das Bild so anziehend macht, ist die detaillierte wunderschöne Spiegelung auf der ganz leicht gekräuselten Seeoberfläche. Und das schilfbewachsene angeschnittene Ufer links im Vordergrund ist ein guter Tiefenleiter, dessen rotbraune Färbung das Farbspektrum im Bild perfekt abrundet.
zuckerbaer69 Du bebilderst uns mit deinem Stillleben das Märchen von den drei zauberhaften Sumpfschwertlilien. Aus der Basislinie wachsen, leicht gebogen, gelbe Blumen empor. Das Stilleben ist fein arrangiert, so wie die drei Blüten einer Diagonale folgen. Aber nicht streng linear, sondern in lockerer, lebendiger Reihung. Die aparte Anordnung der Blütenblätter passt wunderbar dazu. Am stärksten wirkt die farbige Reduktion auf das leuchtende Gelb der Blüten, das begleitende satte Grün der Stängel und Blätter und das satte Schwarz des Hintergundes. Dieser hüllt das Motiv von allen Seiten ein und erhöht die Farbenleuchtkraft immens. So ein starker Hell-Dunkel-Kontrast kann viel Aufmerksamkeit bewirken und lässt unterschiedlichste Assoziationen zu. Freude und Trauer liegen nah beieinander. Eine minimale Ahnung der Lichtquelle erhalten wir ganz oben, rechts von der Mitte. Diese leichte Aufhellung stört aber nicht und passt sich gut ins Bild ein. Chapeau! Danke für die Blumen! Kleine Zusatzinfo bzw. -frage: Du hast hoffentlich beim Arrangieren gut aufgepasst, sind doch alle Teile der Pflanze giftig.
kiwi05 Allein die Öresundbrücke, die weltweit längste Schrägseilbrücke für kombinierten Straßen- und Eisenbahnverkehr ist es schon wert, sie zu fotografieren. Das reicht Peter aber nicht. Vielleicht ein Bild spätabends machen, wenn die Lichtpunkte der Autos und Ortschaften am fernen Ufer kleine Lichtakzente im dunklen Bild machen? Vorne eine schwarze Vordergrundkulisse als Gegenpol zum etwas helleren Wasser einbauen? Die Bildaufteilung schön gestalten, mit viel dunklem Wetter oben , leicht gebogener, perspektivisch fluchtender Brücke unten? Da geht noch mehr. Und schwupps, genau über den zwei riesigen Pylonen reißt der Himmel auf und lässt das spätabendliche, orange flammende Sonnenlicht in einem kleinen komplementären Streifen auflodern. Kann man das bei Petrus bestellen? Bei dir hat es geklappt. Eine tolle Mischung aus spektakulärem Motiv, Hell-Dunkel-, Komplementär- und Quantitätskontrast. Glückwunsch! Neugierige Fragen zum Schluss: Seid ihr über die Brücke gefahren? Und habt ihr den Preis für Standard-PKW (bis 6m) bezahlt?
cf1024 Auf nach St. Pauli! Hier gibt es, außer der bekannten Unterhaltung auch Preisgekröntes, wie die „Tanzenden Türme“ und das angegliederte „Onyx Hotel“, dessen Fassade samt Onyx Fenstern die Grundlage für eindrucksvolle Spiegelungen bilden kann. Mit deiner Erfahrung findest du nicht nur die guten Spots, sondern auch die richtigen Stellen, die passenden Positionen und holst in der Nachbearbeitung auch die beeindruckenden Effekte heraus. Ich ziehe meinen Hut für all die Klassefassaden, die du uns, inklusive des heutigen Beispiels schon gezeigt hast. Dieses Bild lebt von interessanter Architektur, z. B. den Bullaugenfenstern des Onyx-Hotels, klarer Gliederung, verwirrender Spiegelung in meheren Ebenen und cooler Farbigkeit. Man kann verschiedene, auflockernde Details ausmachen, Jalousien, Vorhänge, geöffnete Fenster. Sogar eine kleine Szene entdecken am Rand, wo zwei Menschlein sich bei der Arbeit befinden. Die gute Bildaufteilung, in Verbindung mit der spannenden, fast malerischen Farbigkeit macht immer wieder Spaß, so oft ich das Bild anschaue. Toll gemacht!
Crimson Bewölkt Und wieder ein echter Markus, zu erkennen im knappen Beschnitt, dadurch mit riesigem Raum über dem Meer, der das Auge immer wieder Richtung Weltall lenkt, obwohl wir recht starke Bewölkung verzeichnen können. Abwechselnd dazu gerät der Blick zum unteren rechten Bildrand, wo ein großes, dunkel beschattetes Schiff, die Grande Scandinavia von Grimaldi Lines langsam nach links fährt. Mein Auge switcht ständig hin und her und so erhält das Bild in all seiner Ruhe eine gewisse Dynamik, die sich auch in der Perspektive der Wolken wiederholt. Die Wolken sind durch ihre Bewegung nach rechts (unsere gewohnte Leserichtung) deutlich schneller als der Autotransporter. Oben flott in der Diagonalen von links nach rechts, die Sonne ahnen lassend, unten gesettelt der Horizontalen entlang Richtung Schlechtwetter fahrend, formen die beiden Bildteile ein spannendes Motiv. Eine weitere Assoziation ist die Wolkenelefantenherde am Horizont. Sehr schön gesehen und geschnitten!
Kurt Weinmeister Diese klassische Linearperspektive zeigt ein Museum der anderen Art. In der Neon-Side-Galerie beleuchten die Lichtreklamen nicht nur die Ausstellung. Nein, sie sind die Ausstellung. In Wrocław (Breslau), im Innenhof der Ruska-Straße 46c hängen 24 historische Neonlichter, die mit der Stadt und Niederschlesien verbunden sind. Der Innenhof wurde, von einer kleinen Sammlung ausgehend, im Rahmen der Europäischen Kulturhauptstadt 2016 geschaffen. Ich habe, während ich das Bild Schön bunt betrachte, gefühlt immer den Kopf im Nacken und schaue auf. Das macht Spaß, herum zu gucken, die grellen bunten Schriftzüge zu entziffern. Durch Vor- und Rücksprünge in der Architektur wird alles noch lebendiger. Die abwechselnde Farbverteilung in Warm und Kalt setzt noch einen drauf. Es ist ein Bild mit Spaßfaktor, fast wie die Grafik eines Computerspiels. Super gefunden, gesehen und sauber umgesetzt.
catfriendPI Da hast du mich. Ich hänge auch ab und zu mal auf dem Steg, über’m Teich und schaue, was da so abgeht. Auch im Herbst und Winter ist es interessant, besonders wenn es sehr kalt ist, denn dann kommen seltene und scheue Wesen an die Wasseroberfläche. Ein besonderes Highlight ist das Erscheinen eines Eismonsters. Hältst du seinem Blick stand, oder gewinnt das Ungeheuer den Wettbewerb „Wer starrt am längsten – ohne zu lachen?“ Auffallend ist der Warm-Kalt-Kontrast, der die Aufnahme in zwei Bereiche teilt. Die bräunliche Farbe könnte von pflanzlichen Elementen, z. B. Seerosenblättern stammen, die sich im natürlichen Alterungsprozess verfärbt haben. Aber vielleicht kannst du uns noch etwas zum Habitat des Teichbewohners erzählen. Das Monster ist übrigens eindeutig Brillenträger und beherbergt in einem der Brillengläser zwei weitere, kleine, niedliche Monsterchen. Ein im wahrsten Sinn des Wortes „cooles“ Bild.
haribee Auf die Blaugrüne Mosaikjungfer, d.h. auf ein Exemplar der Odonata hatte ich tatsächlich schon gewartet, bist du doch einer der maßgeblichen Libellenspezialisten im Forum. Hier handelt es sich um ein farbenprächtiges männliches Tier. Diese Aufnahme kann man kaum toppen, der Libellenkörper befindet sich in der perfekten Schärfeebene. Durch die kurze Belichtungszeit ist sogar ein kleiner Teil der vorderen Flügel scharf abgebildet. Der Rest der vier Propeller zeigt durch Bewegungsunschärfe die Geschwindigkeit, in der die Libelle unterwegs ist. Der Hintergrund verschwimmt in sahnigem Bokeh, mit Naturfarben sind hier dezent an den richtigen Stellen I-Tüpfelchen gesetzt. Von solchen Aufnahmen träumen eine ganze Reihe deiner ForumskollegInnen, mich eingeschlossen. Du hast sie immer mal wieder für uns par excellence parat. Diese eleganten Flieger wohnen auch in meinem Garten. Und wenn sich mal einer davon ins Wohnzimmer verirrt, und heftig gegen die Scheibe scheppert, wird er sanft wieder ins Freie begleitet. Ansonsten freue ich mich an der Power, die von den Großlibellen ausgeht. Danke, dass du mich an den Sommer erinnert hast.
Windbreaker Ein Bild, das die Phantasie anregt. Es kann Teil einer zweckerfüllenden Wand in der U-Bahn Station Hafencity/Universität sein, aber auch eine Darstellung, in der Licht, Tragödie, Feuer, oder Natur eine Rolle spielen. Dazu später mehr. Mir gefällt, dass du die Schriftzüge, die Klemme mit Nummerierung, die Halterung für das Rechteckrohr, einen Teil des Schotterbetts und der Gleise nicht entfernt hast und dadurch nicht mit dem Motiv in die Abstraktion gehst. Trotzdem ist es, durch die Farbigkeit und gewischte Struktur der Flächen ein sehr malerisches Bild. Die blauen Lichtkuben der Station werfen ein intensiv ultramarines Licht auf die bronzefarbenen Kacheln. Den Kick gibt die rote Reflexion in der Mitte. Man kann sich einen Vulkanausbruch, Feuer in der Stadt oder ein anderes dramatisches Szenario vorstellen (Ergebnis meiner Umfrage Zuhause ). Die Position zwischen realer Welt und Imagination hält bei mir das Gleichgewicht. Ein faszinierendes Bild.
Reisefoto Polarlicht Lofoten mit Laowa 10mm Ein Traumbild! Wollen wir nicht alle einmal Polarlichter erleben und sie möglichst effektvoll fotografieren? Du machst das einfach. Da könnte fast Neid aufkommen, aber wir gönnen es dir von Herzen. Wir, hier im Forum genießen einfach mit. Da die Sonne dieses Jahr einen Höhepunkt im 11-jährigen Zyklus hat, sind die Polarlichter z.T. so stark, dass man sie sogar in Deutschland sehen kann. Du hast dieses Bild im hohen Norden auf den Lofoten gemacht. Die Polarlichter sind sehr stark, bedecken fast die gesamte Fläche des Himmels und wabern wundervoll in sanften Kurven. Die nördliche Landschaft bietet einen perfekten Gegenpol, kühl aber trotzdem heimelig, Berge, Wasser, die Ortschaft mit wunderschönen Lichtern, Spiegelungen im Wasser und angenehm zurückhaltenden Vordergrund. Ein superstarkes Bild! Gibt es hier einen Stellplatz für unseren Camper?
Brandyhh Ein Fischernetz, dessen Maschen alle unterschiedliche Formen haben. Es ist aufgespannt, wodurch die waagerechten und senkrechten Reihen sehr lebendig verlaufen. Die Schärfe liegt, von der Mitte ausgehend, im linken unteren Teil. Hier kann man wunderbar die gleichmäßigen Knoten erkennen, die das Ganze gliedern. Die Hauptfarbe ist ein, in vielen Abstufungen vorhandenes Graugrün, das sich im völlig unscharfen, mit wenigen leicht bräunlichen Flecken gesprenkelten Hintergrund wiederholt. Ein unspektakuläres Motiv, dessen Ästhetik man erst einmal erkennen muss. An dem viele wahrscheinlich achtlos vorbeigehen würden. Einfach, aber schön, wie sich das Motiv an den Rändern verliert.
10Heike10 Der Glanzhaubenturako sitzt stolz, das Bild ausfüllend auf einem Ast und blickt interessiert auf den Betrachter. Das ist wahrscheinlich eine recht vermenschlichte Beschreibung des Tieres, aber bestimmt nachvollziehbar. Dass er auf Ästen gut und schnell laufen kann, kann ich mir auch gut vorstellen. Da das Tier wohl sehr scheu ist, kann man dir zu diesem feinen Portrait gratulieren. Der Vogel ist super platziert, mit schönen Details im Gefieder. Makutsi lässt grüßen. Ein wenig fremdle ich mit der starken Entsättigung und gleichzeitigen Aufhellung der Umgebung. Der eigentlich wunderschön gefärbte Glanzhaubenturako wirkt durch das viele Weiß und Hellgrau ein wenig verloren und ebenfalls leicht entsättigt. Da würde mich das Originalbild interessieren. Danke für’s Zeigen.


So, feddisch!
__________________
Liebe Grüße
Nele

Geändert von nickname (16.12.2025 um 23:09 Uhr)
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Alt 17.12.2025, 22:20   #24
Vera aus K.
 
 
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Hallo in die adventliche Runde!

Nur kurz vorweg: Ich habe mich ja schon seit einiger Zeit etwas hier zurückziehen müssen, und möchte die Gelegenheit nutzen, zu bestätigen, dass dies rein persönliche Gründe hat.

Aber heute durfte ich noch mal ran in Sachen Bilder betrachten, Bilder bestaunen und Bilder besprechen. Ich freue mich wirklich, dieses Jahr erneut bei den Besprechungen Eurer Bilder mitwirken zu können (wenn auch etwas reduziert)! Es waren wieder ganz wunderbare Aufnahmen dabei!

Der erste Teil kommt von Holger (HoSt ), und er war so nett, mehr als eine Tageshälfte zu übernehmen, und so konnte auch ich es schaffen, meinen Part zu bewältigen. Vielen Dank dafür!


Los geht’s:



Besprechung 17. Dezember 2025 – Teil I von HoSt
NameBildBesprechung
nicknameDas Bild Lichterkettenbaumschwenkdrehzieher ist eine visuelle Metapher für Bewegung, Zeit und Wahrnehmung. Die Lichterketten verlieren ihre ursprüngliche Funktion als dekoratives Objekt und verwandeln sich in reine Energie- und Bewegungsformen. Der Titel unterstreicht diesen spielerischen Ansatz: Er verweist augenzwinkernd auf die Kombination aus Motiv (Lichterkette, Baum) und fotografischer Handlung (Schwenken, Drehen). Dein Bild hat - wie eigentlich alle Fotos dieser Art - einen experimentellen Charakter. Besonders gelungen ist die klare Trennung von Licht und Dunkelheit sowie die rhythmische Dichte der Lichtspuren, die das Bild lebendig und spannungsvoll machen. Kritisch kann man vielleicht anmerken, dass die Bildmitte sehr stark dominiert und der Blick kaum Ruhepunkte findet.
K-H-BDein Schwarzweißfoto auf dem Weg zur Arbeit zeigt eine einzelne Person von hinten, angeschnitten auf Beine und Unterkörper, die sich auf einem nächtlichen oder frühmorgendlichen Gehweg bewegt. Der bewusste Verzicht auf Gesicht und Oberkörper anonymisiert die Person. Der Bildaufbau ist stark reduziert und asymmetrisch. Die Person befindet sich im rechten Bilddrittel und schreitet aus dem hellen Lichtkegel in einen dunkleren Raum hinein. Der großzügige, dunkle Negativraum links verstärkt das Gefühl von Isolation und Leere. Inhaltlich erzählt das Bild von Alltag, Routine und vielleicht auch von Einsamkeit. Der Titel verleiht der Szene eine banale, fast nüchterne Bedeutung, die im Kontrast zur ästhetischen Inszenierung steht. Die anonymisierte Figur wird zur Stellvertreterin vieler Menschen, deren täglicher Weg unspektakulär, aber notwendig ist. Die hohen Absätze und die Plastiktüte können Assoziationen an prekäre Arbeitsverhältnisse, Nachtarbeit oder einen Lebensalltag am Rand gesellschaftlicher Sichtbarkeit wecken.
perserDie Polizisten füllen den Vordergrund nahezu vollständig aus und bilden eine kompakte, horizontale Linie. Diese Blockhaftigkeit vermittelt Stabilität und Abschottung. Der Pariser Hintergrund mit historischer Steinarchitektur und kahlen Bäumen bleibt klar erkennbar, ordnet sich jedoch visuell der dominanten Präsenz der Figuren unter. Die transparente Schutzschilde und hochgeklappte Visiere erlauben nur eingeschränkt Blicke auf die Gesichter, was die Anonymität weiter verstärkt. Der Titel Flics – umgangssprachlich und leicht provokativ für die Polizisten– setzt einen bewussten Kontrast zur formalen Strenge des Bildes. Dein Street thematisiert die Macht, Kontrolle und staatliche Präsenz im öffentlichen Raum. Die Beamten erscheinen weniger als Individuen, sondern als Teil eines Apparates, dessen Aufgabe Abschreckung und Ordnungssicherung der Pro-Palästina-Demonstration ist. Die geschlossene Formation und die defensive Ausrüstung lassen auf eine Situation potenzieller Spannung schließen, auch wenn keine direkte Handlung sichtbar ist. Gerade diese Abwesenheit von Aktion verstärkt die Wirkung: Es geht nicht um das Ereignis selbst, sondern um die latente Möglichkeit von Konflikt.
embeDas Bild MoFi_2025-09-07 zeigt den Mond während einer Mondfinsternis am 07.09.2025 vor tiefschwarzem Himmel. Der Mond ist deutlich aus der Bildmitte nach rechts versetzt. Diese asymmetrische Platzierung nutzt den negativen Raum wirkungsvoll und verstärkt das Gefühl von Weite und Isolation. Der leere Raum links fungiert als visuelles Gegengewicht und lenkt den Blick unweigerlich auf das zentrale Motiv. Die charakteristische rötlich-orange Färbung des "Blutmondes" dominiert die Bildwirkung. Sie entsteht durch das gefilterte Sonnenlicht in der Erdatmosphäre und wird fotografisch klar und gesättigt wiedergegeben. Der sanfte Übergang von helleren zu dunkleren Bereichen auf der Mondscheibe vermittelt Plastizität und Tiefe. Die Mondoberfläche ist gut durchzeichnet: Mare, Kraterstrukturen und Schattierungen bleiben sichtbar, ohne überzeichnet zu wirken. Die klare Abgrenzung zum schwarzen Himmel betont die Präzision der Aufnahme.
Jumbolino67Du zeiogst und eine Momentaufnahme der in der Nacht stattfindenden Trainingsläufe der Contrade (Stadtteile), die vor dem eigentlichen Palio di Siena Rennens abgehalten werden und eine wichtige Phase der Vorbereitung sind, um die Pferde an die Atmosphäre und die Strecke zu gewöhnen. Der Hauptakteur befindet sich im rechten Bilddrittel und bewegt sich dynamisch in den Raum hinein. Die schräge Linienführung der Bahn sowie der abfallende Verlauf der Strecke verstärken die Bewegungsrichtung „hinab“ und geben dem Titel Hinab in die Senke eine visuelle Entsprechung. Der Hintergrund mit Zuschauerrängen ist bewusst unscharf gehalten und bildet einen rhythmischen, fast abstrakten Rahmen. Du arbeitest mit gezielter Bewegungsunschärfe. Während Pferd und Reiter vergleichsweise scharf bleiben, verschwimmen Hintergrund und Teile des Vordergrunds. Dadurch entsteht ein starkes Gefühl von Geschwindigkeit und körperlicher Anstrengung. Das Bild überzeugt durch seine starke Dynamik und die gelungene Nutzung von Bewegungsunschärfe, die Geschwindigkeit nicht nur zeigt, sondern spürbar macht. Kritisch ließe sich anmerken, dass der Hintergrunds trotz der Unschärfe etwas ablenkend wirkt. Vielleicht ein wenig abdunkeln oder oder noch ein bisschen unschärfer machen.
Kurt WeinmeisterDie Breslauer Jahrhunderthalle - polnisch [/B]Hala Stulecia[/B] - früher ausschließlich Hala Ludowa- Volkshalle - ist eine Veranstaltungshalle aus Stahlbeton, die von 1911 bis 1913 in Breslau nach einem Entwurf des Architekten und Stadtbaurates Max Berg errichtet wurde. Das Foto zeigt den Innenraum der Halle in einer streng symmetrischen, zentralperspektivischen Komposition. Der Standpunkt ist leicht erhöht und exakt auf die Mittelachse ausgerichtet, wodurch sich die monumentale Raumstruktur klar und geordnet entfaltet. Die großen Betonbögen rahmen den Blick und führen ihn direkt zur zentralen Kuppel, die als visuelles und architektonisches Zentrum fungiert. Die Linienführung ist eines der stärksten Gestaltungselemente: Bögen, Tribünen, Geländer und die kreisförmige Dachkonstruktion arbeiten zusammen und erzeugen eine ausgeprägte Tiefenwirkung. Die Wiederholung der Formen vermittelt Rhythmus und Stabilität. Die orangefarbenen Sitze setzen einen warmen Kontrast zu den kühlen Grautönen des Betons und verhindern eine zu sachlich-kühle Wirkung. Das Licht fällt weich durch die Fenster der Kuppel und der Seitenwände ein. Es ist gleichmäßig verteilt, modelliert die Betonoberflächen und betont deren Textur, ohne harte Schatten zu erzeugen. Technisch ist die Aufnahme - wie von Dir gewohnt - sehr sauber; hohe Schärfe bis in die Tiefe, kontrollierte Belichtung und eine natürliche Farbwiedergabe, die dem Raum gerecht wird. Die Halle ist menschenleer, fast sakral. Diese Abwesenheit von Leben lenkt den Fokus vollständig auf die Konstruktion selbst und macht die Hala Stulecia zu einem Symbol für ingenieurtechnische Vision, Fortschrittsglauben und kollektiven Raum. Insgesamt eine sehr souveräne Architekturfotografie, die den Raum klar, respektvoll und mit großer formaler Sicherheit interpretiert und die monumentale Qualität des Bauwerks überzeugend zur Geltung bringt.
SchartiDas Bild zeigt eine weitläufige Landschafts- und Ortsansicht der südtriroler Gemeinde Tramin - bekannt für den Weionbau, insbesondere der Rebsorte Gewürztraminer und den traditionellen Egetmann-Umzug, der am Faschingsdienstag in ungeraden Jahren durchgeführt wird - aus erhöhter Perspektive. Der Vordergrund wird klar von den streng rhythmisierten Rebzeilen dominiert, deren diagonale Linien den Blick in die Tiefe des Bildes führen. Diese Linienstruktur schafft Dynamik und leitet direkt zum Ortskern mit seinem markanten Kirchturm, der als vertikaler Fixpunkt im linken Bilddrittel steht. Die Komposition folgt einer klassischen Staffelung: Vordergrund (Weinberge), Mittelgrund (Dorf mit Kirche) und Hintergrund (Talebene und Bergkette). Diese Dreigliederung sorgt für große räumliche Tiefe und Übersichtlichkeit. Die Platzierung des Kirchturms nahe der Drittellinie wirkt ausgewogen und verleiht dem Bild eine klare visuelle Hierarchie. Die Farbgebung ist natürlich und harmonisch. Das satte Grün der Reben kontrastiert angenehm mit den warmen Erdtönen der Dächer und Mauern sowie den kühlen Blau- und Grautönen der Berge. Das Tageslicht ist weich, vermutlich leicht diffuses Sonnenlicht, wodurch Details gut sichtbar bleiben und keine harten Schatten dominieren. Die technische Umsetzung überzeugt durch hohe Schärfe, ausgewogene Belichtung und eine realistische Farbwiedergabe.
Dirk SeglWitzig... gestern mein Nachtreiher, heute Deiner Eine nette Erinnerung an unser Treffen dort vor Ort an der Nidda. Dein Bild Jungspund! zeigt den - unter Birdern kurzfristig im Rhein-Main-Gebiet einen Hype auslösenden - juvenilen Nachtreiher in der Seitenansicht, stehend auf einem Stein im flachen Wasser. Die Komposition ist klar und wirkungsvoll: Der Vogel befindet sich im rechten Bilddrittel, blickt nach links und erhält dadurch ausreichend Raum in Blickrichtung. Diese offene Bildseite verstärkt die Spannung und suggeriert Aufmerksamkeit und Erwartung. Der Hintergrund ist weich und unaufdringlich. Die dunklen, leicht spiegelnden Wasserflächen sorgen für eine ruhige Bühne, vor der sich der Vogel mit seinem gemusterten Gefieder deutlich abhebt. Die geringe Tiefenschärfe trennt das Motiv sauber vom Umfeld, ohne den Lebensraum völlig zu abstrahieren – Wasserstruktur und Lichtreflexe bleiben als Kontext erkennbar. Besonders auffällig ist die Detailzeichnung: Das gestreifte Halsgefieder, das noch etwas „struppige“ Jugendkleid sowie die feinen Federstrukturen sind scharf wiedergegeben. Das Licht ist weich und natürlich, vermutlich diffuses Tageslicht, das keine harten Schatten erzeugt und die Farben realistisch hält. Die gedeckten Braun-, Ocker- und Grüntöne fügen sich harmonisch zusammen und unterstreichen den natürlichen Charakter der Szene.
TafelspitzDein Bild Auge um Auge zeigt einen stark abstrahierten Blick auf das London Eye, aufgenommen aus einer extremen Untersicht. Die Komposition ist konsequent symmetrisch angelegt: Die beiden massiven Tragrohre laufen von oben links und rechts diagonal auf die Bildmitte zu und treffen dort auf die zentrale Nabe. Von diesem Punkt aus spannen sich die Seilzüge fächerförmig nach unten und bilden ein dichtes Netz aus Linien. Diese Linienführung dominiert das Bild vollständig und erzeugt eine enorme grafische Spannung. Der Bildaufbau ist klar geometrisch, fast konstruktivistisch: Diagonalen, Radiallinien und Bögen greifen ineinander und lenken den Blick unweigerlich ins Zentrum. Die Reduktion auf Schwarzweiß verstärkt diesen Effekt, da Formen, Kontraste und Strukturen wichtiger werden als Material oder Kontext. Der Himmel ist hell und weitgehend strukturlos, was als neutraler Hintergrund fungiert und die dunklen Stahlkonstruktionen klar freistellt. Die Belichtung ist ausgewogen: Die hellen Flächen sind nicht ausgefressen, die dunklen Bauteile behalten Zeichnung und Textur. Insgesamt entsteht ein sehr präzises, fast technisch wirkendes Bild mit hoher formaler Strenge. Der Titel „Auge um Auge“ spielt vielschichtig mit der Form und Bedeutung des Motivs. Zum einen verweist er direkt auf das London Eye als „Auge“, das über die Stadt blickt. Zum anderen wird der Betrachter selbst Teil dieses Blicks: Man schaut in das „Auge“ hinein, genau in dessen Zentrum. Es entsteht eine Art visuelle Konfrontation zwischen Beobachter und Objekt – ein gegenseitiges Ansehen.
Sir Donnerbold DuckLuzern bei Nacht zeigt die Kapellbrücke mit dem markanten Wasserturm in einer nächtlichen Langzeitaufnahme. Die Komposition ist klar horizontal angelegt: Die Brücke zieht sich als dominante Linie von links nach rechts durch das Bild und führt den Blick sanft in die Tiefe. Der Wasserturm fungiert als vertikaler Gegenpol und stabilisiert die Bildmitte als zentrales visuelles Gewicht. Die Perspektive ist leicht erhöht und trotzdem nah genug an der Wasseroberfläche gewählt, wodurch die Spiegelungen der Beleuchtung einen zweiten, fast gleichwertigen Bildraum schaffen. Diese Reflexionen verlängern die Brücke optisch nach unten und verstärken die räumliche Tiefe. Die Lichtgestaltung ist das zentrale Gestaltungsmittel: Warmes, gelbliches Kunstlicht aus dem Inneren der Brücke kontrastiert wirkungsvoll mit dem kühlen, tiefblauen Nachthimmel. Die langen Belichtungszeiten sorgen für ruhiges, leicht strukturiertes Wasser, in dem sich die Farben weich und malerisch auflösen. Die Details der Holzkonstruktion bleiben gut erkennbar, ohne dass die Lichter ausbrennen – ein Zeichen sorgfältiger Belichtung. Die Farbpalette ist harmonisch und reduziert: warme Braun- und Goldtöne der Brücke treffen auf dunkle Blau- und Schwarztöne von Himmel und Wasser. Die roten Blumen entlang der Brücke setzen einen subtilen, aber wirkungsvollen Farbakzent. Dein Bild vermittelt eine ruhige, beinahe zeitlose Stimmung. Die menschenleere Szene lässt die Stadt still und gesammelt erscheinen, als habe sie sich vom Tag zurückgezogen.
zuckerbaer69Dein Bild MMhhh! lecker! zeigt vermutlich ein Europäisches Ziesel (Citellus citellus) in aufrechter Haltung im hohen, frischen Gras, während es ein Stück Apfel mit den Vorderpfoten hält und frisst. Die Perspektive ist niedrig gewählt, etwa auf Augenhöhe des Tieres, was Nähe und Gleichwertigkeit zwischen Betrachter und Motiv erzeugt. Das Tier befindet sich leicht rechts der Bildmitte, umgeben von einer natürlichen, grünen Grasfläche, die als ruhiger Hintergrund dient. Durch die geringe Schärfentiefe hebt sich das Tier klar vom weich verschwommenen Vorder- und Hintergrund ab. Der Fokus liegt präzise auf Auge, Kopf und Pfoten – dem emotionalen und narrativen Zentrum des Bildes. Die Lichtführung ist natürlich und weich. Diffuses Tageslicht modelliert das Fell plastisch, ohne harte Schatten zu erzeugen. Die feinen Strukturen des Fells und die zarten Barthaare sind gut erkennbar. Farblich dominiert ein frisches Grün, das mit den warmen Braun- und Beigetönen des Fells sowie dem hellen Gelb-Rot des Apfelstücks harmoniert. Dein Titel „MMhhh! lecker!“ verleiht dem Bild eine humorvolle, fast vermenschlichende Ebene. Das Tier wirkt genießerisch und konzentriert auf den Moment des Fressens. Diese Momentaufnahme aus dem Alltag eines Wildtieres vermittelt Unmittelbarkeit, Lebensfreude und eine gewisse Unschuld.
bruno5Abendrot zeigt eine weite Landschaft in der Dämmerung mit einem dramatisch gefärbten Himmel über einer dunklen, Silhouetten haften Berg- und Waldkulisse. Die Bildkomposition ist klar horizontal geschichtet: Im unteren Drittel liegt eine dunkle, ruhige Wiesenfläche, darüber der geschlossene Waldsaum und die Bergsilhouetten, während der Himmel den größten Teil des Bildraums einnimmt und als zentrales Gestaltungselement fungiert. Die Licht- und Farbgestaltung ist das prägende Merkmal. Das intensive Abendrot in Orange-, Rot- und Gelbtönen kontrastiert stark mit den kühlen Blau- und Grautönen der oberen Wolkenschichten. Die dunklen Silhouetten im Vordergrund verstärken diesen Kontrast und lassen den Himmel umso leuchtender erscheinen. Die Wolkenstrukturen sind fein differenziert und verleihen dem Himmel Dynamik und Tiefe. Dein Bild vermittelt den Moment des Übergangs - vom Tag zur Nacht, von Aktivität zu Ruhe. Die brennenden Farben des Himmels stehen sinnbildlich für ein letztes Aufbäumen des Tageslichts, bevor die Dunkelheit übernimmt. Die Landschaft darunter wirkt still, fast kontemplativ, als würde sie dieses Schauspiel schweigend aufnehmen.
ReisefotoSeeadler Lofoten 2 zeigt einen Seeadler im Moment des Beutefangs über der Wasseroberfläche. Der Vogel ist zentral, leicht nach rechts versetzt im Bild platziert, mit weit ausgebreiteten Schwingen, die nahezu die gesamte Bildbreite einnehmen. Diese dynamische Diagonale der Flügel verleiht der Aufnahme enorme Spannung und lenkt den Blick unmittelbar auf das Hauptmotiv. Die Perspektive ist leicht erhöht und auf Augenhöhe mit dem Adler gewählt, was Nähe und Unmittelbarkeit erzeugt. Der Hintergrund besteht ausschließlich aus Wasser und ist bewusst ruhig und strukturell weich gehalten. Dadurch hebt sich der Adler klar und plastisch vom Hintergrund ab. Besonders hervorzuheben ist die Schärfeleistung: Gefieder, Krallen und Schnabel sind gestochen scharf, selbst feine Details der Flügelstruktur sind klar erkennbar. Die eingefrorenen Wassertropfen verstärken den Eindruck eines exakt getimten Moments. Die Belichtung ist ausgewogen; die hellen Flügelunterseiten und die dunkleren Gefiederpartien behalten Zeichnung, ohne ausgefressene Lichter oder zugelaufene Schatten. Die Farbgestaltung ist natürlich und zurückhaltend: Die kühlen Blau- und Grautöne des Wassers bilden einen harmonischen Kontrast zu den warmen Braun- und Gelbtönen des Adlers und seiner Beute. Das Bild zeigt die rohe Kraft und Präzision eines Greifvogels in seinem natürlichen Lebensraum. Der Moment des erfolgreichen Fischfangs steht für Überlebenskunst, Instinkt und Anpassung. Der Adler wirkt souverän und kontrolliert – trotz der Bewegung und der Nähe zum Wasser strahlt er Ruhe und Dominanz aus.
CB450Dockland zeigt das gleichnamige Bürogebäude in Hamburg in einer streng reduzierten, klar strukturierten Komposition. Der Baukörper ist leicht links der Bildmitte platziert und ragt keilförmig in den offenen Raum von Wasser und Himmel. Diese asymmetrische Platzierung erzeugt Spannung und betont die dynamische, nach vorne gerichtete Architektur des Gebäudes. Die Perspektive ist frontal-seitlich gewählt, wodurch die markante Dreiecksform und die horizontale Staffelung der Ebenen besonders gut zur Geltung kommen. Die Linienführung – vor allem die Diagonalen der Fassade – lenkt den Blick konsequent nach rechts, in die Weite des Bildes. Der niedrige Horizont verstärkt den monumentalen Eindruck des Bauwerks. Die Lichtstimmung ist weich und diffus, typisch für bedecktes Wetter. Harte Schatten fehlen, wodurch Materialien, Glasflächen und Stahlstrukturen gleichmäßig und sachlich dargestellt werden. Die lange Belichtungszeit (sichtbar am geglätteten Wasser) verleiht dem Bild Ruhe und eine beinahe meditative Atmosphäre, die im Kontrast zur kantigen Architektur steht. Die Farbpalette ist bewusst zurückgenommen: kühle Grau-, Blau- und Brauntöne dominieren. Diese Reduktion unterstützt den minimalistischen Charakter der Aufnahme und lenkt die Aufmerksamkeit vollständig auf Form, Struktur und Geometrie.
CrimsonIllusion zeigt eine Architekturaufnahme, die durch eine Spiegelung Wasseroberfläche verfremdet wird. Zentral im Bild steht ein historischer Kirchturm, dessen vertikale Achse nahezu mittig ausgerichtet ist. Diese strenge Symmetrie verleiht dem Motiv zunächst Stabilität und Ruhe, wird jedoch durch die Spiegelung bewusst gebrochen. Der Bildaufbau wirkt zweigeteilt: Im oberen Bereich erscheint der Turm klar und aufrecht vor einem ruhigen, blauen Himmel, ist aber auch im Wassergespiegelt. Im unteren Bereich wird das Gebäude auch durch Wasseroberfläche gespiegelt – allerdings stärker verzerrt durch Unebenheiten, Schmutz und leichte Bewegungen im Wasser. Diese Verzerrung erzeugt die titelgebende, doppelte Illusion und lässt Realität und Spiegelbild ein wenig unklar in der Abgrenzung. Die Perspektive ist niedrig gewählt, was die Spiegelung überhaupt erst ermöglicht und dem Betrachter das Gefühl gibt, selbst am Boden zu stehen und den Blick nach oben zu richten. Die Schärfe ist insgesamt gut, wobei die Spiegelung weicher und unruhiger wirkt – ein natürlicher Effekt der Wasseroberfläche. Die Illusion lädt dazu ein, die eigene Wahrnehmung zu hinterfragen: Was ist real, was Projektion? Die Spiegelung wirkt fast wie eine alternative Realität, die ebenso präsent ist wie das eigentliche Bauwerk.
erikDein Bild Wales (IV) zeigt eine weitläufige Küstenlandschaft aus erhöhter Perspektive. Der Blick reicht über eine geschwungene Bucht hinaus auf das offene Meer, dessen Oberfläche vom einfallenden Licht silbrig schimmert. Die Horizontlinie ist hoch angesetzt, wodurch die Wasserfläche den Großteil des Bildraums einnimmt und ein Gefühl von Weite und Offenheit erzeugt. Die Komposition lebt von klaren, ruhigen Flächen und sanften Linien: Die Küste zieht sich als dunkle, organische Form von links in die Bildmitte und gliedert das helle Wasser. Diese Linie fungiert als visuelle Führung und verhindert, dass das Bild trotz seiner Reduktion an Spannung verliert. Die dunkleren Landmassen im Vorder- und Hintergrund bilden einen natürlichen Rahmen und verstärken die Tiefenwirkung. Farblich dominiert eine kühle Palette aus Blau- und Grautönen, ergänzt durch warme, goldene Lichtreflexe auf dem Meer. Dieser Farbkontrast sorgt für eine subtile Dynamik und verleiht der Szene eine beinahe meditative Stimmung. Die Lichtführung ist weich und diffus; harte Schatten fehlen, was auf tief stehende Sonne oder leicht bewölkten Himmel hindeutet. Die Schärfe ist gleichmäßig und unterstützt den landschaftlichen Charakter. Details treten zugunsten der Gesamtwirkung zurück – das Bild setzt klar auf Fläche, Atmosphäre und Licht statt auf einzelne markante Motive. Die Landschaft erscheint unberührt und zeitlos, fast menschenleer. Das Meer wirkt zugleich ruhig und mächtig, als dominierendes Element, dem sich das Land unterordnet.
cf1024Das Bild Durchblick zeigt eine streng symmetrische Architekturszene aus der Untersicht. Der Blick richtet sich nach oben durch eine großflächige Glas- und Stahlkonstruktion, deren geometrisches Raster das gesamte Bild dominiert. Die Aufnahme ist zentralperspektivisch angelegt: Alle Linien streben auf die Bildmitte zu und erzeugen eine starke visuelle Ordnung sowie einen Sog nach innen. Die Komposition lebt von Wiederholung und Symmetrie. Das netzartige Tragwerk bildet ein fast organisch wirkendes Muster, das an Spinnennetze oder Zellstrukturen erinnert. Die zwei Metallstützen fungieren als visuelle Gegengewichte und stabilisieren die strenge Konstruktion. Gleichzeitig rahmen sie den Blick in die Mitte und verstärken den Eindruck eines kontrollierten Durchblicks. Dagegen stehen noch die vier orange gefassten Gebäudeunterseiten als Dreiecke und bilden zum spinnennetzartigen ein geometrisches Gegengewicht. Farblich ist das Bild überwiegend kühl gehalten: Grau-, Blau- und Silbertöne bestimmen die Glasflächen und den Himmel. Diese Zurückhaltung wird gezielt durch warme Lichtakzente unterbrochen – kleine, orangefarbene Leuchtelemente an den Stützen und Kanten setzen Kontrapunkte und verleihen dem Bild Tiefe sowie eine subtile Spannung zwischen Technik und Atmosphäre. Die Schärfe ist durchgehend hoch, was die Vielzahl an Linien und Kreuzungen klar herausarbeitet. Die Texturen des Glases und die Spiegelungen der umliegenden Gebäude sind deutlich sichtbar, ohne das Bild zu überladen. Die Belichtung ist ausgewogen: Trotz der großen Helligkeitsunterschiede zwischen Himmel und Stahlkonstruktion bleiben Details erhalten. Der Architekt des Hamburger Einkaufszentrums Westfield im Überseequartier hat Dir hier wahrlich eine scheinbar unlösbare Aufgabe gestellt - keine Ahnung, ob dieses Konstrukt überhaupt "ausgerichtet" abgelichtet werden kann... schön zu sehen, dass du hier damit zu kämpfen hast - als ausgemachter Perfektionist kennt man das von Dir ja eher nicht



Besprechung 17. Dezember 2025 – Teil 2 von Vera
NameBildBesprechung
kiwi05Grünblaue Mosaikjungfer Ein Zungenschnalzer direkt zu meinem Einstieg! Wer sich mal an Libellen versucht hat, der weiß, dass diese schillernden Insekten einen mit ihrem unsteten Bewegungsdrang zur Verzweiflung treiben können. Gerade hat der Fokus dort gepackt, wo sie sich niedergelassen haben, und schon sind sie längst weitergeflogen. Hier nun die Königsklasse: Libelle im Flug! Mit 1/1250 hast Du die Belichtungszeit genau so gewählt, dass Körper und insbesondere die Hinterleibsegmente knackscharf sind, während die Flügel in leichter Unschärfe die Dynamik vermitteln, mit der das Insekt unterwegs ist. Sauber mitgezogen! Besonders fein wirkt das Bild durch den schön aufgelösten Hintergrund und für mich ist das I-Tüpfelchen, dass die Thorax Farbe exakt der überwiegenden Hintergrundfarbe entspricht. Beim Ast unten rechts bin ich mir unsicher, ob er ein wenig stört. Aber wie Du, lasse auch ich bei Naturaufnahmen gerne erkennen, dass dieses Bild keine "Studioaufnahme" ist; vielleicht einfach durch ein wenig Aufhellen etwas zurücknehmen? Auf jeden Fall: Saubere Arbeit, lieber Peter und ein wirklich cooles Bild!
jqschGhost Elegante Schemen, Schatten und Schattierungen! Google hat mir geholfen und verraten, dass diese Aufnahme im Kunstmuseum in Basel entstanden ist. Neben dem symmetrischen Aufbau und der Kunstinstallation als Blickfänger besticht das Bild durch die kühle Reduktion auf schwarz-weiß Abstufungen und den Rotton im Hintergrund, der durch die Spiegelung im Boden eine für das Auge angenehme Verbindung zum vorderen Raum herstellt. Da ich weiß, wie Du arbeitest, bin ich sicher, dass Du die Perspektive mit Bedacht gewählt hast; ich glaube ich hätte dennoch mit einem Schritt nach links die Durchsicht auf die leiterartige Installation im nächsten Raum aus dem Bild genommen. Noch ein Gedanke: Da die Lampen am oberen Bildrand etwas aus dem Bild laufen, könnte ich mir denken, dass ein ganz schmaler schwarzer Innenrand Halt geben würden. Für mich ist das eine sehr geschmackvolle und fein reduzierte Abbildung dieser geisterhaften Installation!
HoSt GEM Als ich GEM las dachte ich spontan an das englishe Wort für Edelstein, Kleinod - und das passt ja auch ganz hervorragend zu den ungezählten unterschiedlichen Winkeln im Bild - wie der Schliff eines Juwels. Tatsächlich steht GEM aber für Grand Egyptian Museum, das Holger hier ins Bild gesetzt hat. Wie gut, dass Du den winzigen Menschen mit in die Gestaltung aufgenommen hast! Nur so vermittelt sich der monumentale Charakter dieses Baus. Symmetrie, Winkel und Ausrichtung konnten sie dort von jeher in Perfektion. Wer sich mit den enormen architektonischen, astronomischen und bautechnischen Fähigkeiten der alten Ägypter befasst, kommt nicht umhin, fasziniert zu sein. Pyramiden in allen Ausrichtungen, ebenso erhaben wie zurückgenommen charakterisieren die Flächen, was durch die von Holger gewählte monochrome Darstellung ohne Ablenkung herausgearbeitet wird. Ich denke diese Wirkung ließe sich durch etwas mehr Kontrast noch eine kleine Ecke verstärken; aber das ist wie immer Geschmackssache. Dort würde ich mich auch gerne mal fotografisch abarbeiten. Vielen Dank für den fotografischen Tipp!
Danamirror 2 Ist das noch von dieser Welt, oder ist es direkt einem Fantasyfilm entsprungen? Was für eine Kulisse hat die Natur da gestaltet und wie sorgsam hat Dana das ins Bild gesetzt und mit feiner Klinge herausgearbeitet! Der perfekt gewählte Beschnitt vermittelt ruhige Ausgewogenheit und gleichzeitig genügend Spannung, um den Blick mit Freude im Bild wandern zu lassen. Wundervoll, wie glatt die Wasserfläche die exakten Spiegelungen insbesondere von den Bäumen auf dem Inselchen erlaubt. Fast wirken sie wie Bonsai Bäume und tragen so zum im wahren Sinne des Wortes phantastischen Eindruck bei. Erst bei genauem Betrachten offenbart sich eine Straße und die Brücke, die über den Wasserlauf führt. Typisch für Irland folgen die Wege dem natürlichen Geländeverlauf und fügen sich fast unmerklich in die Natur ein. Man spürt dem Bild Danas Liebe für dieses Land an. Diese leicht dunkel, entrückte Atmosphäre fängt einen ein und versetzt einen unmittelbar in ein Empfinden von Ruhe und Naturverbundenheit. Starkes Bild!
haribee Parkplatz vor dem Kindergarten Da musste ich aber wirklich gerade lachen. Wie putzig! Klare Botschaft: Laufen, nein danke! Roller, ja, bitte! Und als Außenseiter: Ein Dreirad in pink MIT SICHERHEITSGURT ... Bunt geht es zu, und die verschiedenen Modelle lassen das Wiederfinden des eigenen Fahrzeugs machbar erscheinen. Immerhin wurden diese Kinder nicht mit dem Auto zum Kindergarten gekarrt, sondern kommen aus der näheren Umgebung (und in dem Alter sicher in Begleitung) zur Tagesbetreuung. Schön, denn bei Wohnortnähe können sie später ihre Freunde und Freundinnen auch eigenständig aufsuchen. Genug Boomer-Talk! Vielen Dank, lieber Harald für diese farbenfrohe Auflockerung!
Windbreaker Diener & Diener Die Schweizer Architekten Marcus und Roger Diener (Vater und Sohn, wie ich lernen durfte) zeichnen für das Motiv dieses Fotos verantwortlich. Es ist Teil des Novartis Campus in Basel, nicht nur ein Mekka der modernen Architektur, sondern auch immer noch ein aktiver pharmazeutischer Industriestandort mit einer Gestaltung, wie man sie sich anderenorts nur erträumen kann. Soweit zum Motiv, - aber für dieses sehr ansprechende Bild ist Jens verantwortlich. Der symmetrische Aufbau fordert vom Fotografen präzises Arbeiten, und so selbstverständlich die genaue Ausrichtung der Vertikalen erscheinen mag - und so fein die EBV das heute kann - ich tippe auf Jens' sorgsame Handarbeit bis es dann wirklich gepasst hat. Für mein Empfinden hast Du auch die Perspektive genau passend gewählt, denn zum einen kann man aus diesem Einblickwinkel sehr schön sowohl den mehrschichtigen Aufbau erfassen, als auch die von weitem vorherrschende flächenartige Erscheinung der Fassade . Bei Überwiegen der kühleren Grün- und Blautöne bietet sich uns farblich die gesamte Bandbreite des Regenbogens. Technisch hätten mich hier Brennweite, ISO und die Gerätschaft interessiert; verrätst Du mir das noch? Nicht selten entdeckt man im Adventskalender spannende Ziele für die eigene Bucket List - so auch hier. Vielen Dank für den Tipp, lieber Jens!
brandyhh pastos Das ist Kunst! Beides! Da muss man erst mal drauf kommen, diesem Kunstwerk im Detail (und vermutlich mit einem Makro) auf den Leib zu rücken. Die Maltechnik mit Pastos lebt von der Textur und der punktuell oft intensiven Farbgebung; Heike hat hier genau die Stelle ins Zentrum von Schärfeebene und in den goldenen Schnitt gesetzt, die sowohl farblich als auch durch die Erhabenheit das Auge auf sich zieht. Welch ein kraftvolles Bild! Ich muss gestehen, dass ich mich an den geschwungenen und in sich gedrehten Strukturen mit der starken Farbigkeit gar nicht satt sehen kann! Keine Ahnung warum - nicht mein Fachgebiet, nicht mein Motiv ... aber Du hast mich damit gefangen genommen! Ich kann es ja nicht mal erklären. - Muss einfach ein gutes Bild sein!
harti20 Bernierente Was vielleicht nicht allen hier klar ist (zumindest mir war es nicht bewusst) – die Bernierente ist einer der seltensten Vögel der Welt, und ihr Bestand geht u.a. wegen Bejagung leider immer weiter zurück. War das etwa auf Madagaskar, dem einzigen natürlichen Vorkommensgebiet? Aber auch wenn es eine Aufnahme aus einem Zoo ist, ändert das ja nichts daran, dass dies ein seltenes Tier ist und vor allem, dass Du es sehr schön ins Bild gesetzt hast! Trotz ISO 4000 ist das Bild bei 600mm Brennweite scharf und gut aufgelöst; allenfalls könnte man den Hintergrund noch ein wenig entrauschen, aber das fällt eigentlich nur unten links ein wenig auf. Falls Du noch etwas Bildmaterial haben solltest, könntest Du der feinen Spiegelung am unteren Bildrand noch etwas mehr Luft geben. Ich könnte mir denken, dass es damit noch besser wirken würde. Ein schönes Tierportrait! Nehmen wir es stellvertretend als Erinnerung an die vielen vom Aussterben bedrohten Tierarten. -
catfriendPI Wespenspinne Faszinierend! Ich muss mich da gar nicht überwinden, sondern schaue Spinnen wirklich gerne an! Je mehr man - wie hier Barbara - mit dem Makro ins Detail geht, desto interessanter und eindrucksvoller werden die Achtbeinigen, finde ich. Den ganzen Körper in die Schärfeebene zu bekommen ist da kaum möglich; während man die Haare an den Beinen zählen kann, rutscht der eindrucksvolle Leib schon leicht aus der Schärfe; eine etwas kleinere Blende hätte da wahrscheinlich etwas geholfen. Bei der Wespenspinne sind übrigens die Weibchen ausnahmsweise mal die Attraktiveren der Geschlechter, was man hier schön sieht. Was mir besonders gut gefällt, ist der weiche Hintergrund in zurückgenommener Färbung und eher dunkler Tonung. Für meinen Geschmack hätte die Spinne selbst etwas heller nach vorne treten dürfen; aber das nur als kleine Anregung. - Ich muss ja gestehen, dass ich als ebenfalls "catfriend" ein kleines wenig bisschen auf eine Katz gehofft hatte ... ... aber ich danke trotzdem für die kurzfristige Entführung in die Spinnenwelt!
10Heike10 Guten Appetit Google lens weiß Bescheid: Eine Rotschnabeldrossel - allerdings schaue ich gerade bei Vögeln doch lieber noch mal in meine Bücher (oder frage Ingo, wenn es Zweifel gibt), - aber hier sieht es eindeutig aus, wem Heike da guten Appetit wünscht. Konntest Du erkennen, was es Leckeres gab? Bei der Bestimmung hilft natürlich auch, wenn man weiß, dass Heike vor nicht allzu langer Zeit im Verbreitungsgebiet der Drossel Südafrika war. (Schön da! ) Man erkennt schön den typisch drosselartigen Körperbau und auch das Auge ist trotz 600mm gut scharf! Schade, dass sie sich nicht Dir zugewandt hat, aber ich kenn das mit den unkooperativen Viechern nur zu gut.
Effjotter Watt mutt, datt mutt Prust!!! Das nenne ich mal die richtige 1/2000 Sekunde abgepasst! Super! Und was für ein eleganter Bogen unter sorgfältiger Umgehung des Stammplatz-Felsen (das hat offensichtlich zuvor nicht bei allen Kormoranen so gut geklappt)! Man beachte auch die eindrucksvolle Bugwelle, die das Auftreffen im Wasser verursacht hat. Da war schon ordentlich Schmackes dahinter! Besten Dank für die Erheiterung!! (Und schau doch bei Gelegenheit mal, ob Deine Kamera vielleicht das falsche Jahr eingestellt hat?)

Das war's für heute. Lasst es euch gut gehen!
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Viele Grüße,

Vera
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Für die, die meine Bilder (teilweise) nicht angezeigt bekommen hier steht die Lösung!
Vera aus K. ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 18.12.2025, 23:11   #25
perser
 
 
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Auch heute teilte sich ein Trio die Lust der Last und verkürzte damit sich und uns allen die vorfreudige Wartezeit bis zur Bescherung. Immerhin, liebe Leute, in nicht einmal mehr einer Woche kommt der Weihnachtsmann…

Das Angebot an eingereichten Fotos war wieder reichhaltig und höchst vielfältig. Es verlief quer durch die Welt, führte bergauf und treppab, verharrte gewohntermaßen etwas länger in der heimischen Tierwelt, ließ keine Jahreszeit aus und beeindruckte immer wieder durch teils unerwartete Ein- und Ausblicke. Es machte uns denn sichtlich Spaß, uns all der gelungenen Bilder anzunehmen.

Viel Spaß also beim Blättern, Lesen und anschließenden Kommentieren! Möge sich vor allem niemand ungerecht beurteilt fühlen.


Besprechung 18. Dezember 2025 – Teil 1 von Peter, @kiwi05
NameBildBesprechung
Jumbolino67Welch ein Start in meinen Besprechungstag. Sozusagen maßgeschneidert auf mich. Wieso? Weil die „Mille Miglia Storica“, die Wiederbelebung eines historischen Autorennens auf öffentlichen Straßen, ganz weit oben auf der Liste meiner noch unerledigten Wünsche steht. Aber der Termin passt uns irgendwie nie. Hendrick zeigt eine Szene auf der Piazza del Campo in Siena, schön erkennbar durch die Schatten des Palazzo Pubblico. Dort weist ein Marshall, durch die gewählte Schärfe das Hauptmotiv, einem Ferrari 430 Scuderia den Weg zur Tagesetappe. Oder verweist er ihn gar des Platzes? Der Titel Ein Marshal greift durch könnte genau das ausdrücken. Denn eigentlich sind bei der Mille Miglia Storia nur historische Fahrzeuge zugelassen, deren Typen seinerzeit gestartet sind. Aber der Kommerz hat diese Regel inzwischen aufgeweicht und so gibt es für betuchte Enthusiasten die Möglichkeit im Rahmenprogramm an der Veranstaltung teilzunehmen.
harti20Jetzt musste ich gerade laut lachen. Warum? Als ich schauen wollte, wer sich hinter dem Fotografen @harti20 verbirgt, finde ich den Namen Urs. Kein Wunder, dass er uns einen Vertreter der Katzenbären präsentiert. Urs lebt nicht weit weg von Zürich. Das Bild Kleiner Panda befindet sich in ganz ähnlicher Form, natürlich in wesentlich weniger guter Qualität, in meinem Fundus.....geschossen 1974 im Züricher Zoo. So nehme ich also an, dass auch diese Kleine Panda nicht in freier Natur fotografiert wurde. Vielleicht sehe ich hier den Urururur-Enkel meines Kleinen Pandas, wie er zielsicher zu seinem bevorzugtem Futter, den Bambusblättern, hochklettert. Ich selbst habe und hätte auch in diesem Fall, dem Kleinen Panda etwas mehr Luft über dem Kopf gelassen und auch den hübschen Puschelschwanz, der fast so lang ist wie das Tier selbst, hätte ich nicht so kupiert. Rätseln lassen mich die gewählten Einstelungen ISO 32000 bei 1/2000s . Auf jeden Fall ein Bild mit hohem Niedlichkeitsfaktor.
ReisefotoNachdem uns Urs schon einen Vertreter aus dem fernen Himalaya präsentiert hat, geht es mit Matthias richtig in den Osten und zwar an die Strandbar Ko Phi Phi Holiday Resort, auf einer Insel in Thailand. Morgens um 9.00 Uhr ist dort allerdings so gar nichts los, jede Menge unbesetzter Stühle und Tische schauen raus auf das phantastische Meer und die in der leichten Brandung schaukelnden Longtail-Boote (Ruea Hang Yao) mit ihren charakteristischen Motoren, die hier fast wie Angeln aussehen. Sie sorgen bei Bedarf für Vortrieb und dienen gleichzeitig als Steuerruder. Im Hintergrund eine Insel mit schroffem Fels,....vielleicht das Ziel der Boote. In der rechten Bildhälfte entdecken wir ein kleines "Pagödchen" mit farblich passenden Blumenkränzen geschmückt. Insgesamt ein Platz an dem man gerade jetzt bei hier grauem Winterschmuddelwetter gerne verweilen würde. Das Bild selbst, soviel Kritik sei aber erlaubt, ist mir mit zu vielen, nicht bildwichtigen Objekten überladen.
nicknameNele zeigt uns heute ihre schöne Heimat. Vom Dronketurm auf dem Mäuseberg (561m, sogar mit kleinem Skilift) hat man einen tollen Rundumblick. Hier schauen wir in Richtung Gemünden, das dem unten liegenden Maar den Namen gibt und Daun, das sich hinter der ersten Bergkuppe rechts versteckt. Die kräftigen Herbstfarben geben dem Bild den Namen Indian Summer, hier in der Version "Eifel-Colours" mit mehr Rotbraun als in den USA oder Kanada mit ihren vielen roten Ahörnern und gelben Espen. Die Bildaufteilung ist klug gewählt, ein Drittel Himmel, zwei Drittel Eifel. In der Mittel sieht es aus, als hätte jemand den Blätterwald nach rechts und links weggeschoben, damit die Bühne frei wird für eines der berühmten, dunklen Eifelaugen, wie die als Maare bezeichneten Vulkankrater auch genannt werden.
K-H-BUnd nochmal geht es Richtung Osten, als wolltet ihr meine Westward Bound Gesinnung etwas neu justieren. Karl-Heinz (?) zeigt uns einen einheimischen Fischer, wie er geschickt und geübt ein kleines Netz auswirft, in der Hoffnung noch etwas Feines für das Abendessen rauszufischen. Er wird schon wissen, dass dies ein sehr geeigneter Zeitpunkt ist. Die Sonne geht in weiter Ferne hinter den Bergen am Horizont gerade unter...etwas zu sehr ist sie noch sichtbar, was den Himmel dadurch leider ausgefressen zeigt. Aber wer will schon diesen Moment verpassen. Hier ist der Sonnenuntergang nur der zweite Star im Bild. Allerdings könnte ich mir gerade deshalb einen Beschnitt vorstellen, der schon ein wenig über den beiden Felsen im Vordergrund endet. So wäre der Fischer das einzige Motiv und die wunderschöne Bewegungsunschärfe an den Enden des Fischernetzes würden mehr in den Blick geraten. Nur ein Vorschlag...
HoStHolger haut wieder einen raus. Also einen aus der Rubrik, beharrlich wie ein Graureiher warten, bis etwas passiert. ....und was man dank Pre-Capture nun auch nicht mehr verpasst. So beharrlich warten kann ich auch, aber häufig bin ich dann nicht schnell genug und der perfekte Moment ist vorbei. Und nicht immer bekommt man eine zweite Chance. Aber egal mit welcher Technik: Man muss das Verhalten der Akteure kennen und ein Näschen dafür haben, was passieren könnte. Erst danach kann einem die Technik helfen. Die mittige Bildaufteilung passt, lässt sie doch Platz für eine Spiegelung und die konzentrischen Wellen, vom Eintauchen beim Fang unter Wasser. Der kräftige Flussbarsch, wahrlich ein Big Fish, wehrt sich heftig, noch hat er die Chance, dass ihn der Reiher, wenn er ihn umdreht um der stacheligen, aufgestellten Rückenflosse zu entgehen, doch noch verliert. Wie ist das kleine Drama ausgegangen?
Dirk SeglNachdem Dirk schon gestern mit einem versehentlich falsch benamten Vogel zu Bett gehen musste, läuft er heute schon wieder Gefahr, dass der Besprecher in solch einen Fettnapf tritt. Ich sag dann mal der Kleine(r) Schreihals ! ist ein Rohrsänger. Ob Teich-, Drossel-, Schilf-, Sumpf-, Brauen- oder sonst noch irgend ein anderer Rohrsänger, das darf uns Dirk selbst sagen. Perfekt sitzt er da, festgeklammert am Schilf, dass sich zur "Freude" des Fotografen immer mehr oder weniger sacht hin- und her wiegt, dass immer wieder ein ander Halm vor dem Blick auf das Vögelchen stört. Weil so schön, wie man hier meinen könnte, sind sie im Schilfdickicht natürlich nicht auszumachen. Auch wenn sie sich wirklich laut bemerkbar machen, hier beeindruckend treffend eingefangen, sie nur zu entdecken ist meist nicht einfach. Gut gemacht Dirk....wie von dir gewohnt.
Sir Donnerbold DuckMit Jan geht es immer mal wieder hoch hinauf. Heute geht es zum Märjelensee auf ca. 2300m Höhe. Gelegen im Schweizer Kanton Wallis mit seinen mächtigen Gipfeln, in der Nähe meiner letzten Pässetour mit dem Rennrad über Susten-, Furka- und Grimselpass; lang ists her. Unweit des Aletschgletschers zeigt sich der inzwischen recht kleine See, umrahmt von Wollgras, das in verschiedene Richtungen zeigt. Also ist es nicht arg windig, was auch die nur leicht gekräuselte Wasseroberfläche zeigt. Aber doch genug, um Jan die erhoffte Spiegelung der gegenüberliegenden Berggipfel zu vereiteln. Wirklich schlimm ist das aber nicht, wer wollte sich bei einer Rast bei Kaiserwetter an einem solchen Ort über eine solche Kleinigkeit beschweren. Danke, dass ich ein Stück mitwandern durfte, Jan.

Besprechung vom 18. Dezember 2025, Teil 2 von Jan, @Sir Donnerbold Duck
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TafelspitzDominik lässt die Alpenglühen (ja, da fehlt eine Leerstelle). Was für ein prachtvoller Anblick! Was ist die Schweiz doch schön! Die Berge glühen gleich doppelt, denn sie spiegeln sich herrlich in der Wasseroberfläche. Die Schattenkante ist bis ans Eis hochgekrochen, die unteren Felsen liegen in kühlem Dunkeln und über dem Eis ist alles in warmes Licht getaucht. Dem Eis ist leider deutlich anzusehen, dass es gelitten hat, die Felsflächen unterhalb davon sehen noch zu frisch aus, um schon lange Wind und Wetter ausgesetzt zu sein. Der Schönheit der Aufnahme tut das aber keinen Abbruch. Mich interessiert natürlich, welche Berge du da so toll abgelichtet hast?
CrimsonNur Wasser und Wolken, aber was für eine Dynamik! Ich hoffe, du bist da nicht 18 - Nass geworden? Eine Wolke aus Gischt wird vom Wind über den Steg nach links getrieben und ist mit 1/2000 s eingefroren. Ich rieche die See, schmecke das Salz in der Luft auf den Lippen und freue mich gerade, dass ich in diesen Genuss kommen kann, ohne meine Brille oder gar die Frontlinse danach putzen zu müssen. Dein Bild zeigt eindrucksvoll die Gewalt und Macht der See! Ich habe etwas gegrübelt, ob das nun ein Farbbild oder sw ist, aber das kleine fahle Himmelseck links oben zeigt mir, dass das Farbe bzw. natürliches sw ist. Schön gelungen ist dir die Belichtung: Gischt im Sonnenschein neigt zum strukturlosen Ausbrennen, aber hier ist jeder Wassertropfen zu erkennen, was sehr zum Reiz des Bildes beiträgt.
SchartiDas Datum verrät es, du hast Camilla und Charles bei der Militärparade "Trooping the Colour" deine Aufwartung gemacht. Diese Parade findet jährlich im Juni statt zur Feier des königlichen Geburtstages. Charles hat zwar im November Geburtstag, aber da ist meist das Wetter nicht paradetauglich. Das ist nichts neues, schon seit 1748 wird so verfahren. Eigentlich wäre Charles Platz auf einem Pferd, aber aus gesundheitlichen Gründen musste er mit diesr Tradition brechen. Das hat die die Gelegenheit gegeben, Charles und Camilla Seite an Seite zu fotografieren. Ein Bild von einem echten König - und dazu noch in dieser Qualität - haben hier wohl nur die Wenigsten in der Sammlung. Ein schönes Detail finde ich die winkende Hand im Vordergrund, der die beiden ruhig etwas Aufmerksamkeit widmen sollten. Es wäre natürlich interessant zu wissen, was die beiden da so konzentriert besprechen, aber das bleibt ihr Geheimnis.
embeBei diesem Rapsweißling - der nicht auf Raps sitzt - dürfte es sich um ein männliches Exemplar handeln. Im Gegensatz zu Säugetieren sind die Männchen hier übrigens homogametisch, d.h. sie haben zwei gleiche Geschlechtschromosomen (ZZ). Bei Säugetieren sind die Männchen aber heterogametisch (XY) und die Weibchen homogametisch (XX). Das tut aber nichts zum Bild. In dem sitzt der Rapsweißling sehr fotogen in seinem Habitat und du hast in mit einer langen Brennweite in dieser wackeligen Position erwischt. Der Lichteinfall ist nicht ganz günstig, aber das kann man sich nicht aussuchen. Schwierig ist ja bei solchen Aufnahmen (gerade mit langer Brennweite), dass sich allerlei Grashalm und anderes störend den Blick aufs Motiv verstellen. Das ist hier überhaupt nicht der Fall. Insgesamt ein schönes Naturdokument.
jqschEine Kinderzentrifuge, ein Spielplatzgerät ist die Vitra Rutsche sicherlich nicht, auch wenn sie auch dazu taugt. Vielmehr ist dieser Bau des Künstlers Carsten Höller Rutsche, Aussichsturm und Kunstwerk zugleich. Als solches hast du es hier inszeniert. Die Umsetzung in hartem Schwarzweiß ist hier sehr passend und betont schöne das Metallische der Rutsche. Das sieht aus wie ein riesiges außerirdisches Schneckenhaus oder ein seltsamer Riesenbohrer in einem SciFi-Film. Eine schöne Variation der Treppenhausfotografie, die ja mit ähnlichen Perspektiven und Mustern spielt.
Kurt WeinmeisterDer Titel Abreise beschreibt die Situation in diesem Bild in einem schlichten Wort. Ebenso hättest du das Bild auch "Wenn's mal wieder länger dauert" nennen und der Dame ein Snickers reichen können. Ihre ganze Körperhaltung und ihr Blick, der irgendwo zwischen gelangweilt, genervt und fatalistisch resigniert einzuordnen ist, sprechen eine deutliche Sprache. Eine Alltagsszene, wie sie sich täglich an den Bahnhöfen und Postämtern (da stand ich heute ganz ähnlich) abspielt. Das Bild lebt von der ungestellten Natürlichkeit der Szene, es ist ein Blick aus der Ferne auf einen Moment, der eigentlich gar nicht für die Öffentlichkeit gedacht ist, und schafft so eine große Nähe zum Motiv. Ich kann der Dame nachfühlen, wie es in so einer Schlange hinter dem Menschen mit dem komplizierten und zeitintensiven Spezialwunsch ist.
erikWieder ein feines Bild aus Wales (V) und wieder so eine kleine unspektakuläre Szenerie, die einfach schön anzusehen ist und unheimlich ruhig und friedvoll wirkt. Ein Hafenidyll in Fishguard, einem kleinen Hafenort mit gerade mal 3400 Einwohnern. Die sinkende Sonne taucht das beschauliche abendliche Treiben in ein warmes Licht. Der Blick wird durch die sich auffächernde Bugwelle ins Bild hineingezogen. Links und rechts dieses Bootes balancieren die beiden Boote das Bild aus. Das linke Boote finde ich sehr schön, offenbar eine Art Rudermannschaft bei der Abendrunde. Ein sehr entspanntes und entspannendes Bild!
perserDas freut das Herz des Physikerlehrers (also meins): das Roque-de-los-Muchachos-Observatorium auf La Palma, ein Teil des European Northern Observatory und des Cherenkov Telescope Array zur Gammastrahlen-Astronomie. Dein erhöhter Aufnahmestandort zeigt mit dem Blick die tiefer liegenden Wolken schön die Höhe, in der das Observatorium liegt (ca 2350 m). Der Standort ist mit Bedacht gewählt, verheißt er doch beste Sicht in die Weiten des Alls. Die Straße führt den Blick schwungvoll ins Bild zum Observatorium, das mit seiner weißen Farbe und der großen Teleskopkuppel einen Blickfang sondergleichen bildet. Du hast hier einen Ort, der der Nacht gehört, sehr schön im Tageslicht festgehalten. Gefällt mir sehr gut!

Besprechung 18. Dezember 2025 – Teil 3 von Harald, @perser
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zuckerbaer69Ringelnattern Treff Bin begeistert: ein Schlangennest!! Das gehört auch noch zu den fotografischen Zielen im tierischen Bereich, die ich mal noch umsetzen möchte. Ich habe zwar mal vor langer Zeit eins in Frankreich gesehen, aber da hielt ich mehr auf Abstand, da ich nicht sicher war, ob es sich um giftige Schlangen handelt. Aber die friedfertigen Ringelnattern hier! Du warst zwar auch nicht so ganz dicht dran, wie man an den 400 mm sieht, aber sicher vor allem, um die Schlangen nicht zu verjagen. Und so schauen sie ungestört und relaxt und genießen ihre gegenseitige Nähe. Schön, dass man alle vier Schlangenköpfe samt der Augen sieht! Wo hast Du dabei gestanden? Hast Du die Aufnahme von oben gemacht, vielleicht von einem Steg, der ins Uferschilf reicht? Der Aufnahmewinkel ist jedenfalls günstig gewählt.
cf1024Spirale aus Licht und Stein Wenn ich solche Bilder sehe, schaue ich erst einmal ein paar Sekunden mit offenem Mund drauf! Einfach weil solch ein Motiv für mich weit mehr rüberbringt als eine moderne, elegante Wendeltreppe mit marmornen Platten und einer dekorativen, zentralen Beleuchtungsinstallation. Es ist einfach eine ausgewogene Ästhetik, die sich hier zeigt. Sicher bereits vorgegeben durch die Architektur des Treppenhauses, aber auch dann kann man noch so viel verhunzen beim Ablichten, wenn man nicht den richtigen Blickwinkel, die richtige Aufnahmeposition, die richtige Beleuchtung einbringt. Und ehe ich dann neidisch werde, sage ich mir gewöhnlich, na ja, aufgenommen mit einem tollen Weitwinkelobjektiv, wie ich es gar nicht habe… Doch selbst das stimmt hier ja nicht bei 28 mm! Ich glaube, ich muss mich auch mal in solchen Perspektiven versuchen, statt zunächst nur schnell mal jemand ans Treppengeländer zu stellen, der dann zwar freundlich nach unten schaut, aber damit letztlich den Gesamteindruck schmälert. Schauen wir mal…
WindbreakerEinblick Es gibt Bilder, die sprechen einen an, ohne dass man sagen kann, warum konkret, selbst weil sie keinen klaren Fokus auf irgendeine Situation, ein Objekt, eine Person legen. So wie bei diesem Stillleben hier, das gewissermaßen im Vorübergehen entstanden scheint – beim Blick von außen in eine Lokalität. Vielleicht ist es die Harmonie der Farben? Oder die Ausgeglichenheit, in der die Lampenschirme hängen und ihre Lichter noch auf die gegenüberliegenden Scheiben verteilen? Alles wirkt irgendwie beruhigend, durchdacht, würdevoll. Und dass man noch den sich spiegelnden Fotografen erkennt, lässt einen zusätzlich schmunzeln. Ich denke, Du hast diese Konstellation genauso empfunden, als Du sie erspäht hast und dann eben beherzt abgedrückt. Und dass Du Dir das Bild immerhin bis zum 18. Tag des Monats aufgehoben hast, zeigt, dass Du dessen Wirkung ebenso positiv empfindest…
bruno5Im letzten Licht Der Bildtitel passt gut. Es ist schon lustig, wie die sinkende Sonne gerade diese Baumgruppe noch fast komplett erhellt, während sie in dieser Höhenlage ringsherum schon fast untergegangen scheint. Gut gesehen! Eine gewisse Dynamik schafft auch noch der schmale Grünlandstreifen, der sich leicht diagonal vor den Fichten entlangzieht. Solche Diagonalen schaffen halt immer eine zusätzliche Spannung. Wenn man dann noch auf das Aufnahmedatum schaut (30. Oktober), kann man sich gut vorstellen, dass es mit dem Sunset auch sofort merklich kühler wird und man dann tunlichst den Heimweg antritt. Vielleicht in eine wohlig warme Baude, in der schon ein Sundowner wartet – ehe man dann die Bilderausbeute des Tages begutachtet…
haribeeAnsitzjäger Es gab Adventskalenderjahrgänge, da sah man gefühlt jeden Tag einen Eisvogel. Heute ist es, wenn ich mich nicht vertan habe, erst der zweite in diesem Dezember. Das erhöht natürlich den Wert des einzelnen! Du hast hier, wie man anhand der orangenen Schnabelunterseite erkennt, ein possierliches Weibchen belauert. Zudem an einem vermutlich kalten Dezembertag, auch wenn es mittags vielleicht etwas angenehmer ist. Immerhin sind Eisvögel in diesen Wochen besser zu beobachten, da sie auffälliger wirken, zumal im nunmehr kahlen Geäst. Brut- und Jungenaufzuchtzeit ist derzeit nicht, aber sicher müssen die Vögel nun ausreichend Kräfte sammeln, ehe es ab Februar/März wieder ernsthaft zur Sache geht. Drücken wir ihnen die Daumen, dass der Winter nicht zu hart wird, so dass die Bäche nicht zufrieren und sie stets ausreichend Beute machen können…
DanaAbendstimmung am Loch Dein „Loch“ ist, wenn mich Google nicht auf eine falsche Fährte gelockt hat, der Bassenthwaite Lake in der nordwestlichen Grafschaft Cumbria. Und das Bild erfüllt ohne Frage alle meine Vorurteile gegenüber der schummrig-schaurig-regnerischen englischen Natur. Wie kann man dort nur urlauben wollen?! Und dann auch noch im Oktober! Bei solch einem Wetter hätte ich nicht einmal die Kamera mitgenommen, allein schon, um sie vor Nässe zu schützen… Allenfalls zöge es mich in den Lake District, um hier Fischadlern (die die Briten Ospreys nennen) aufzulauern. Davon soll es hier nicht wenige geben, wohl auch weil der Bassenthwaite Lake sehr flach ist. Aber nun mal im Ernst, liebe Dana, Dein Bild ist stark!! Allein schon, wie Du hier mit Licht und Schatten spielst, differenzierte Pastelltöne eingefangen hast und selbst die wenigen Sonnenstrahlen dramaturgisch elegant in Szene setzt! Nichts ist zu hell, nichts ist zu dunkel. Sicher, die Berge um den Skiddaw hast Du ein wenig entrauscht, mithin geglättet. Doch damit gewinnt die ganze Stimmung noch, es verstärkt die Konturen und entschärft die Kontraste. Ein würdiges Bild für einen 18. Dezember!!
catfriendPIVögelchen in Südafrika Ein Streifenkopf-Heckensänger, wenn ich richtig im Netz recherchiert habe, auch Bearded Scrub-Robin genannt. Der markante Fliegenschnäpper lebt in waldnahen Savannen, versteckt sich scheu in dichter Bodenvegetation, gefällt aber durch sein melodiöses Pfeifen – und verrät sich auch damit. Vielleicht hast Du ihn dadurch aufgespürt und bist ihm dabei Dank Deiner RX10 IV überraschend nahegekommen. Auch deren 1-Zoll-Sensor hat die Entfernung gut gepackt – selbst die gefährlich lang und spitz wirkenden Krallen, mit denen Dein Vögelchen offenbar gut Halt findet im Dickicht.
kiwi05Sonnenuntergang Mont Blanc Europas Dach vor brennendem Himmel. Welch eine Dramatik im frühoktoberlichen Abendrot! Schon Dein Bild macht Lust auf die französischen Alpen. Vielleicht standen Jacques Balmat und Michel-Gabriel Paccard, die beiden Erstbesteiger, anno 1786 auch zunächst auf dem Plateau des Semnoz und genossen diese Aussicht – wie Du hier bei dieser Aufnahme. Immerhin musstet ihr dazu auch schon respektable knapp 1700 m hoch, über einen 17,4 km langen, kurvigen Anstieg mit 7-prozentiger Steigung, was selbst im Auto sicher nicht ohne ist. Wobei ich bei Dir eher vermute, dass Dich diese Höhe mehr deshalb reizte, weil hier hinauf 2013 eine Etappe der 100. Tour de France führte… Respekt auch, wie Du die Kontraste des Abendhimmels gemeistert hast. Auch die Bildaufteilung, die dem Himmel gut die Hälfte des Platzes einräumt, scheint mir sehr gelungen. Es erhöht die Bewegtheit dieser eigentlich statischen Situation. Ein Bild, das so womöglich bei Euch in der Kaminecke hängt. Verdient hätte es das!
CB450In Bewegung Bin ich verwirrt? Oder die Figur mit rotem Hut, die hier durch eine Metrostation läuft? Oder der Fotograf? Oder mein Laptop? Es gehören neben Experimentierfreude auch Fantasie und Mut dazu, mit einer Drittelsekunde einen zügig gehenden Menschen – samt dem dahinter rollenden Zug – abzulichten. Hast Du die kleine Kamera dazu nur hüfthoch gehalten und quasi versteckt ausgelöst oder aber gezielt durch den Sucher geschaut? War es überhaupt Absicht, oder hattest Du – vielleicht auf einer Bank sitzend – nur ein wenig herumgespielt und dabei versehentlich draufgedrückt? Ich wäre wohl nie auf diese Idee gekommen, aber ich gebe zu, irgendwie hat das Bild etwas. Allein die Symmetrie erzeugt ihren eigenen Reiz. Auch die Farben grenzen sich gut voneinander ab und schaffen damit gewissermaßen scharfe Kanten als Rahmen für die wirbelnde Unschärfe. Wer weiß, vielleicht gäbe es jemand, der für jene Aufnahme einiges hinblättern würde, so wie etwa für abstraktes Gemälde. Unschärfe ist letztlich ein mächtiges Stilmittel in der Fotografie, um das Auge zu lenken, Emotionen zu wecken und Dynamik zu erzeugen. Ich würde es Dir gönnen…
brandyhhSpiegelung I Der goldene Herbst verdoppelt sich. Und warum auch nicht?! So wie er sich hier sichtlich ins Zeug legt, um ein einzigartiges Kaleidoskop an Gelb-, Braun-, Beige- und Grüntönen zu kreieren, darf er gern auch unter Wasser oder genauer: auf der spiegelnden Wasseroberfläche weiter schwelgen. Ein warmherziges Bild irgendwo an einem kleinen Bach, noch rechtzeitig vorm grauen, tristen, farblosen November geschossen, das allein durch seine Dichte besticht und dem Auge guttut. Auch der Beschnitt gefällt mir, da er sich klar auf die unteren, noch gut blattbehangenen Etagen des Gesträuches fokussiert. Geradezu ein Wimmelbild also, das auch von der ruhigen Wasseroberfläche partizipiert, wodurch erst ein authentischer Spiegelungseffekt entsteht. Sehr schön!
10Heike10Und die Singvögel verstummten ... Ja, das kenne ich aus der Zeit, als ich noch in Sachsen lebte. Stets im zeitigen Frühjahr, wenn die Obstbäume noch nicht wieder Blätter trugen, saß bei uns im Garten ein Sperber. Er bewegte sich kaum, wirkte wie angebunden, aber die Singvögel wussten, was die Stunde geschlagen hatte – und schwiegen. Denn eine kleine Vorwitzigkeit konnte ihr Ende bedeuten. Immerhin gilt der Sperber als schnellster Vogel hierzulande. Doch in diesem Fall, liebe Heike, frage ich mich, ob Du ein klein wenig mogelst. Denn auf dem Bild ist ein Zwergsperber. Der frisst auch kleine Vögel, aber er lebt in Afrika und dort unterhalb der Sahara. Vermutlich hast Du ihn in Makutsi erwischt… Aber dessen ungeachtet: ein schönes Bild eines schönen Vogels im schönen Licht. Gut getroffen!
__________________
Gruß Harald

Die größten Kritiker der Elche waren früher selber welche.
perser ist offline   Mit Zitat antworten
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Alt 19.12.2025, 22:00   #26
Dana
 
 
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Gut, dass ich nur ein paar Tage bespreche, ich würde SO arg zunehmen.

Immer ein paar Plätzchen, immer Kaffee und Schoki...und Weihnachtsmusik...so muss das sein. Und dann ganz viele visuelle Leckereien! Wie schön, dass die nicht dick machen!

Sorry, wenn die Besprechungen heute etwas kürzer sind...ich konnte erst um 18:24 Uhr anfangen... und los geht's!!

Besprechung 19. Dezember 2025
NameBildBesprechung
jqschFotoshooting *schmunzel* Eine sehr interessante Haltung hat dein Modell da eingenommen. Der Witz: ich mach das Bild auf - und das erste, was mir so einfiel war "Shining!"...kennst du diesen Horrorfilm von Stephen King mit dem verschneiten Hotel und allem, was darin passiert? Dieser Gang mit diesen heftigen Farben erinnert mich stark daran und dann diese groteske Haltung von...? verstärkt das noch. Gerne würde ich das Pendant dazu sehen. Auf jeden Fall hast du da ein sehr interessantes Gebäude entdeckt, das durch seine Farbgebung sehr speziell ist. Anscheinend darauf ausgelegt, dass sich niemand lange in den Fluren aufhält... Durch dein Modell wird das Bild halt eher lustig, wie ein Schnappschuss, obwohl es so exakt ist und so perfekt ausgerichtet. Mit einer dunklen Person, die gerade, den Rücken zugewandt, entlangschreitet, wäre es sicher ein großartiges seriöses Foto geworden, aber so ist es uns sicher näher - sobald wir wissen, wer es ist.
CB450Der Tag kommt Hachja...der Peter und seine Idyllen. Jacke an, Schal und Mütze über...und dann einfach da stehen und genießen, während die Kamera auf dem Stativ einen begleitet. Eine wunderschöne Szenerie, die nicht nur von der Komposition lebt (Baum, Boot, Haus, Hintergrund), sondern vor allem auch von den verschiedenen Farb-Temperaturen. Während es draußen frostig kalt ist, was die schneebedeckten Gipfel und die Eiskanten am Boot belegen, ist es innen drin kuschelig. Dieses warme Licht wirkt sofort heimelig und man freut sich, nach dem Genuss dieser Atmosphäre in die Wärme des Innen zu kommen. Ein Bild, das viele Sehnsüchte weckt UND befriedigt und durch seine Ruhe sofort im Herzen ankommt. Was ich besonders mag, ist, dass hier zwei Lichtquellen total sanft die Szenerie einnehmen. Das "Naturlicht", das die Umgebung färbt, den See schon in leichtes Licht taucht, das Boot dadurch schon mit hineinnimmt in dieses Licht und somit den Tag einläutet und das Licht im Inneren, das die Bereiche direkt nebendran und aber auch den Baumstamm leicht bescheint. Ein Bild, bei dem man da steht, es betrachtet und sofort lächeln muss. Halt ein CB450.
Jumbolino67Gitarrist Dein Titel zeigt mir, was du mit dem Bild sagen wolltest - du wolltest den Gitarristen portraitieren. Und das ist er auch in wunderbarem Maße. Die konzentrierten Gesichtszüge, die schöne Haltung beim Spiel, die spielenden Armmuskeln, dazu die typischen Konzertfarben, die die Stimmung verstärkten - superschön. Und gleichzeitig war mein erster Gedanke: "Das Licht über seinem Kopf zieht (für mich und meine Wahrnehmung) alles etwas ins Lächerliche. Als sei ihm "ein Licht aufgegangen", oder "Gitarristen-Engel" oder was alles für Ideen durch meinen Kopf schossen, bis ich das ablegen und wirklich auf den Menschen schauen konnte. Ich nehmen an, das liegt an der Art des Lichts. Es ist wie ein PING. Wäre es zB ein Objektiv-Stern, der ins Bild gleißt...keine Ahnung, ob das dann eine andere Wirkung auf mich hätte. Aber so konzentriere ich mich als erstes auf dieses grüne Licht direkt mittig "auf seinem Kopf" und nehme das Bild nicht ernst, es sei denn, ich zwinge mich. Das gelingt zwar, aber es braucht Zeit. Ich glaube, hier würde ich wirklich stempeln, weil der Spot dem Musiker nicht hilft. Natürlich ist das nur mein Meinungsbild, es können viele anders sehen - du auch. Aber man konzentriert sich besser auf den Musiker und sein Tun, wenn dieses grüne "DING!"-Licht weg ist.
harti20Oldtimer im Wald Mein erster Gedanke: ui, ein sehr, sehr cooles Auto! Man beginnt sofort die ganzen Details anzuschauen und zu erfassen, was die Autobauer damals alles so an Autos gebaut haben, zB diese Schlangen-/Drachenköpfe...das ist ja der Wahnsinn. Und dann beginne zumindest ich den Blick nach außen - anders herum als so oft, wo erst das Gesamtbild wirkt. Und wenn ich so auf dem Weg nach außen bin, bin ich irritiert, warum dieses schöne Gefährt im Wald auf einer schnöden Decke aus Mulch steht, mit zwei hochragenden nackten Stämmen im Hintergrund. Warum dort? Für mich ist er so nicht wirklich in Szene gesetzt, sondern mehr geparkt. Für Liebhaber vielleicht ein tolles Bild, weil sie das Auto lieben und begeistert sind, es zu sehen. Mir als Auto-Möger stellt sich halt die Frage, ob das Auto woanders nicht besser gewirkt hätte. Alles um das Auto rum ist sehr unruhig und verwirrt mehr als dass es hilft. Also MICH. Wie immer: meine Wahrnehmung. Natürlich ist das Auto gut abgelichtet und technisch völlig ok. Es wirkt nur auf mich nicht richtig, der Mulch unter den Rädern macht es für mich eher profan, was dem Auto nicht gerecht wird. Aber vielleicht sehe nur ich das so. Wenn der Besitzer das so wollte, hast du mit dem Bild alles richtig gemacht.
nicknameAm Pilsensee Ein schöner Ort zum Verweilen. Hinten die tolle Staffelung der Hügel, dazu die schöne Färbung von Himmel und Wasser. Zuerst dachte ich, es fehle mir irgendwas im Wasser, das die mir etwas zu leere Info füllt, aber beim Scrollen kamen dann unten die beiden ins-Wasser-fällt-ein-Stein-Kreise (oder die ein-Fisch-ploppt-kurz-durch-die-Wasseroberfläche-KReise), die das Bild untenrum interessant machen und völlig ausreichen. Sehr schön! Trotzdem würde ich es auf 2:3 beschneiden. Momentan dürfte es 4:3 haben, wenn ich nicht irre. Ein kleines Stück unterhalb der beiden Wasserkreise und oben halt dann den Rest. Für mich wirkt das Format beschnitten besser, konzentrierter. Sollte das hier 2:3 sein, wäre die nächste Möglichkeit 16:9. Einfach oben und unten etwas wech. Ansonsten ist es ein schönes See-Bild, das einen tollen Ausblick nach hinten bietet und mit diesen zwei Kreisen vorne ein schönes Gegengewicht hat, wenn die Augen mal vom In-die-Ferne-Schweifen genug haben.
K-H-Bsie hat es noch voll drauf DAS hättest du gar nicht dazu schreiben müssen, das brüllt dein Bild richtig raus! Ich kenne diese Schlagzeugerin nicht, aber das Bild ist genial. Knackscharf auf Gesicht und Runzeln, knackscharf auf diesem von völliger Freude erfüllte Lachen, knackscharf bei den Drums, die Bongos schon leicht in der Unschärfe, weil davor...super Licht und dann die Sticks in Bewegungsunschärfe! Geeenial. Dieses Bild strotzt vor Spaß am Musikmachen. Respekt, dass sie das in dem Alter noch auf diese Weise praktiziert. Und Respekt für dein Foto, das diesen Moment so perfekt einfängt, dass es eigentlich keinen Titel bräuchte, weil es sich dem Betrachtenden sofort selbst vermittelt. Besser kann's nicht laufen.
TafelspitzStabben Fyr Aaawwww....wenn ein kleiner Leuchtturm mitten im Wasser auch noch aussieht wie eine kleine Kapelle...dann kann man nur noch Aaaawww machen. Wie NIEDLICH. Anscheinend habt ihr eine Nachtbootsfahrt gemacht, um diese tolle Atmosphäre der Sommersonnenwend-Zeit zu genießen. Das Licht ist SO besonders...es ist immer mehr so pastellig, fast etwas "undefiniert"...auf jeden Fall guckt man sofort nach der Uhrzeit und wird bestätigt. Hast du den Fyr aufgehellt? Wahrscheinlich, oder? Ich glaube, ich hätte ihn ein klein wenig dunkler gelassen, damit das Licht, das außen am Leuchtturm die Wand anleuchtet, ein klein wenig besser zur Geltung kommt. Es ist ja schließlich auch eine Sunset-Stimmung, da darf das schon auch etwas dunkler daherkommen. Ansonsten eine wirklich süße Aufnahme eines sehr süßen Gebäudes, da hätte ich auf jeden Fall auch abgedrückt - und gerade auch in dieser Umgebungsstimmung. Kann man den Leuchtturm auch vom Land aus so erwischen, wenn man zB ein Tele drauf macht? Dann würde sich sicher auch mal eine LZB lohnen, die das Wasser beruhigt und die Wolken weicher macht. Die Farben tun dann ihr Übriges. Aber auch dieses Bild ist schön, wie es ist und entlockt mir einen Seufzer, wie goldig doch dieser Leuchtturm ist. =) Man will mit dem Boot anlegen und für eine Weile dort wohnen.
Sir Donnerbold DuckSchwarzwald Hhhhhhhhhmmmmmmmmmmmmhhhhhhh....ooohja. Dieses Bild müsste eigentlich "göttlicher Schwarzwald" oder "überdimensional geniales Schwarzwaldfoto" heißen. Diese Dunststaffelung ist dir PERFEKT gelungen. Sowas zu kriegen, ist einfach großes Glück. Im richtigen Wetter an der richtigen Stelle zu sein, ist bestimmt etwas, das dich genauso glücklich macht, wie es mich immer macht, wenn das passiert. Es ist einfach nur WOW und gehört groß an die Wand! Ich kann mich gar nicht satt sehen, wie toll sich das staffelt...und dann oben noch der Lichtstreifen, der dem Bild noch die helle Krone aufsetzt. Ich erinnere mich an ein Bild von Jens (Windbreaker) von vor ein paar Jahren, da war ich ähnlich begeistert. Vielleicht sogar dieselbe Stelle? Auf jeden Fall gibt es auch hier ein "besser geht's nimmer".
Dirk SeglWasseramsel Und WAS für eine. Wow. Die ist wirklich großartig erwischt. Wie schön sie ihren Kopf dreht, mit dem scharfen, klaren Auge, wie das Wasser unten noch aus den Federn perlt...und dann das schön sahnige Umgebungsbokeh...herrlich. So ein nahes Portrait habe ich hier im Forum noch nie gesehen, dein 500er (Zoom oder FB?) und du, ihr seid ein tolles Team und zeigt Menschen, die manche Tiere noch nie live oder noch nie so nah gesehen haben, wirklich tolle Ausblicke. Schön auch, dass sie auf überspülten Steinen steht und so ihren Lebensraum mit vorstellt. Bisi Licht fehlt, im Weiß bist du allerdings schon an der Grenze und kannst die Kurve nicht noch mehr ausreizen, aber das ist auch wurscht, es ist ein hervorragendes Portrait.
SchartiBritish Museum Ein Bild, das einen wunderschönen Raum zeigt. Die Decke ist ja der Ultrahammer und auch die Bücher geben dem Raum einen wunderschönen Flair. Der Ausschnitt, den du gewählt hast, kann ich voll nachvollziehen, so hat man von allem etwas und kann die ganze Pracht zeigen. Sicherlich auch nicht so einfach, da überhaupt Einstellungen zu finden, die die Gänze irgendwie bannen könnnen. Das ist dir hier gelungen. Zwei Sachen gibt es, über die ich stolpere: der Beschnitt unten...warum ist dieser blaue Bereich noch mit drauf? Und dann die Linien, die alle in alle möglichen Richtungen stürzen...siehst du da eine Möglichkeit auf Ausrichtung? Ich finde den Ausschnitt wirklich gut und kreativ, aber es ist meinem Empfinden nach alles irgendwie schief. Ich würde da mal ein wenig mit Gezerre an den Start gehen und schauen, ob ich das Bild nicht noch in die Senkrechte kriege und es noch etwas beschneide, damit nur Bücher, Geländer und Decke drauf sind. Nach meiner Wahrnehmung ist das auch nicht ZU eng. Es konzentriert sich dann aufs Wesentliche. Die Form und die Wirkung werden meiner Meinung nach nicht geschmälert. Ein tolles Bild von einem tollen Gebäude!
Crimson-weg Ich wusste es...es geht NOCH krasser. Ich meine, das Bild auch schon gesehen zu haben. Es kitzelt mich in der Nase, so scharf außen ist es bei all dem Nichts. Es ist wirklich wie ein Niesreiz...man will sich entspannen, möchte Ruhe und Frieden...und kriegt ihn nicht. Aber das DARF! Es darf genau so, auch wenn ich raune, schwitze, knurre und alles etwas mehr mittig und höher schieben will, um Erlösung zu finden. Schade, dass die Boje nicht noch etwas weiter vorne war, dann hätte man noch mit dem Rahmen spielen können und sie quasi außerhalb des Rahmens, diesen durchstoßend, platzieren können. Aber auch so ist es ein $/&%$/&%$&%$-AAAAAAARGH-Bild. und genau, wie es ist, richtig für meine Begriffe. Geht es im Himmel eigentlich noch etwas heller? Ist da noch Rest-Kurve? Ist aber auch so schon sehr gut. Aufgabe für nächste Vorhaben: so ein knappes Meerbild und drei Möwen, die knapp über der Wasseroberfläche fliegen. Das wäre dann wirklich alles ausgereizt (und ja, alles, denn zwei Möwen wirken nicht mehr. )
Kurt WeinmeisterBreslau Wasser ist nicht nur ein Naturelement, es ist auch ein Kunstelement, wie ich immer wieder finde. Wo Wasser die Umgebung spiegelt, wirkt es immer edel und die Bilder haben oft einen malerischen Wow-Effekt, gerade Nachtaufnahmen. So auch deins. Wie schön, dass du uns auch so etwas mal präsentierst. Das Bild ist wunderschön. Diese klare Spiegelung im Wasser, die vielen Lichtersterne, die dem Bild etwas Romantik einhauchen, die ganze Gebäude-Zeile, die sich über dem Boden erhebt und als Mittelpunkt die Kirche. Das ganze Bild ist eine einzige Wohlfühl-Atmosphäre und man schaut lächelnd hin und her. Die Blätter (?) vorne im Wasser hast du mit Absicht belassen und das ist gut, denn sie wirken wie Bernstein und geben noch zusätzlich Glanzpunkte ins Bild ab. Kleiner Gedanke: du hast sehr perfekt gezogen, aber links wirkt es schon etwas überzogen, was schnell passiert, wenn man ein Weitwinkel absolut exakt geraderichtet. Hier würde ich eine minimale Stürzung in Kauf nehmen, um diese Zugwirkung nach außen abzumildern. Rechts hast du es auch so gemacht, das wirkt natürlicher. Der Kirchturm mittig sollte eigentlich unter ein wenig "Rückzug" am Rand nicht leiden...vielleicht magst du mal gucken? Ansonsten ist es ein grandioses Stadtbild, das von der Aufnahmehöhe unweit des Bodens extrem profitiert hat. So können wir all die Augenweiden dieser Nachtaufnahme doppelt genießen!
kiwi05Morups Tange NR Nicht ganz so extrem wie bei Crimson, was mir ein etwas entspannteres Gucken ermöglicht. Für mich ist die Aufteilung perfekt, was vor allem auch am Lichtbereich liegt. Der sitzt perfekt, um die kleine Scherenschnitt-Szene unten mit Haus und Bäumchen noch so gaaaanz leicht anzuscheinen, um Konturen sichtbar im Bild zu belassen. Das Bild ist für mich perfekt komponiert. Dieser bedrohliche Himmel und unten dieses süße Häuschen, das unter einer Licht-Insel sitzt. Das Dunkle muss genau SO, alles, was ich sehen muss, kann ich noch sehen, da hast du einfach mega genau gearbeitet, ich bin total begeistert. Was ich an dem Haus besonders mag, ist dieser kleine weiße Senkrechtstrich, der genau an der richtigen Stelle dem Haus ein Detail gibt und das winzige Bisschen Licht an den Steinen, die unten das Ufer säumen. Super. Diese Stimmung, diese Mini-Szenerie...herrlich. Mag ich dolle.
haribeeVerblühte Pracht Wie schön, dass du auch dem Ende des natürlichen Lebens deine Aufmerksamkeit nicht versagst. So bekommen wir ein wunderbar bearbeitetes Pfingstrosen-Bild zu sehen. Fast wirkt es wie ein altes Brautkleid...so seidig sehen die Blätter aus. Und wenn meine Fantasie weiter tanzt, dann sehe ich einen Tänzer/eine Tänzerin mit rotem Hut und breitem roten Kragen, die sich in einem prächtigen Kleid, einer prächtigen Seidenrobe gerade verbeugt...andächtig und noch in sich versunken. Durch deine Bearbeitug hat das Bild richtig Poesie bekommen, das Morbide kommt hervorragend durch, das Licht an der richtigen Stelle erzeugt eine enorm plastische Wirkung...man will die Blätter streicheln, der Rose Mut zusprechen...oder sie trösten, dass, auch wenn ihr Auftritt nun vorüber ist, der Rosenstamm nächstes Jahr zu neuem Leben erwachen wird...und wer weiß, wenn die Blätter fallen, vielleicht deckt sich eine Fee noch mit einem der Blättchen zu?
embewet tit Vorgangsbeschreibung, als ich dein Bild öffnete: "Ok...nix...*scroll*...nix...ähm...*scroll* AAAAAAAAAAHHHHHHHHHHHHHHHHHH!!!" In einem Comic wären mir Herzchen aus den Augen gequollen. GOTT, ist diese kleine Meise süß!! Und so nass! Man will sie trocknen, wärmen, sie füttern und herzen und sagen "wird alles gut, bald isses dir wieder wärmer". Die hast du ja sowas von schön erwischt. Knackscharf, bis in die letzte nasse Feder, die Blätter, auf denen sie sitzt, geben dem Bild so viel 3D-Wirkung mit, das ist klasse. Dazu noch alles nass und mit Tropfen versehen... Ich bin so entzückt...dieses kleine, mitleiderregende Etwas...ich zerfließe. Wunderbar getroffen, wirklich. Und da soll mal jemand sagen "iss doch nur'n Vogel"...aber WAS für einer. *mir ans Herz fass* Starke Nummer für emotionale Tierliebende.
zuckerbaer69Es wird geblitzt, bitte lächeln! Wow, was für eine mega Szene. Für mich, die bisher zu doof war, Blitze wirklich einzufangen (und auch dort lebt, wo kaum welche sind und auch nicht rausgeht, wenn welche da sind), ist so ein Bild mit Seltenheitswert verbunden und ich staune, wie gut dir das gelungen ist. Auch die Belichtung! Der Blitz nicht überbelichtet und trotzdem sieht man noch wunderbar die Umgebung in einem gespenstisch lila Licht. Ich würde noch etwas weiter entrauschen, es rauscht doch ziemlich. Womit ich etwas hadere, sind die Regentropfen auf der Linse. Vielleicht vertrittst du den Standpunkt, dass sie da sind und es natürlich aussieht, weil es ja auch geregnet hat. Für mich machen sie das Bild kaputt. In meiner Wahrnehmung würde ich mich da lange dransetzen und die Flecken rausmachen. Sie wirken ja nur wie viele Schatten, die Struktur aus dem Bild nehmen. Ich glaube, ich würde mir da die Rechenarbeit machen, da sie das Bild meines Erachtens nicht unterstützen. Wir haben diese feine Blitz-Struktur, die feinen Wolken und die sanften Hügel unten...und dann überall diese reinwämmsenden Tropfenteile. Für mich ein eindeutiges Wech damit! Das wird Zeit kosten (wobei...wer weiß, was die KI in den neueren Versionen alles kann?), aber ich glaube, das wird sich so richtig lohnen. Wirklich tolle Atmosphäre mit hohem Potenzial.
cf1024Fassade GWH Kassel Funfact: du hast dieser Fassade ein so dermaßen krasses Detailreichtum erhalten, dass die Bildseite sich eben in VIER Schritten aufgebaut hat! Und das, obwohl das Forum schnurrt. Wahnsinn. Die Struktur sieht aus wie ein Stoff...und die Fassade lebt durch diese verschiedenen "Einschnitt-Formen" und durch das Licht, das vor dunklem Himmel hart von links kommt. Die SW-Ausarbeitung wirkt stark (ich würde gerne wissen, wie das in Farbe aussieht? Nicht, um das SW zu ersetzen, einfach nur, damit ich es mir vorstellen kann) und ist auf den Punkt. Heftige Architektur...es sieht aus, als sei die Oberfläche mit einem riesigen Skalpell einfach aufgeschlitzt worden. Ich glaube auch, dass es das Licht braucht, das du an dem Tag gehabt hast. Nur so wirken diese verschiedenen Fassadenteile und die Oberflächenstruktur so eindrücklich wie auf deinem Bild. Chapeau, Klaus!
HoStWe are family Immer, wenn solch ein Bild kommt, denke ich: "Meine Güte, hat der da ein Himmels- und Erdenglück gleichzeitig gehabt, das alles mitzuerleben! Hier sitzen Elternteil und Kind miteinander im Baum, das Kind guckt allerdings gerade, als habe der Blitz irgendwo eingeschlagen, während das Elternteil chillt. Eine sehr süße Familienszene, die durch das zerzauste Aussehen und den Blick des Jungvogels noch mehr an Herz gewinnt. Ich mag die Klauen, die so plastisch um den Ast gekrallt sind und den Ast, der diagonal durchs Bild geht. Also noch zusätzlich gut komponiert und nicht nur "Vogel geknipst". Klasse!
bruno5Graureiher im Nest Sind das junge Graureiher?? Ich kenne mich da zu wenig aus, kenne Graureiher aber sonst etwas anders...ich habe allerdings auch noch keine Jungen gesehen. Mein erster Gedanke war: "Welchen Radiosender empfangen sie gerade?" Wie süß da dieses schwarze Bürzel, das bei ausgewachsenen Graureihern edel nach hinten gelegt ist, da absteht! Zu niedlich! Ich ziehe meinen Hut, wie toll du die erwischt hast. Worüber ich sehr begeistert bin, ist die Qualität deiner Aufnahme. Du hast mit ner 77,2 fotografiert und bist bei Crop 900 mm gelandet?? Mit Zwischenringen? Irre. Und dann sowas Klares, Scharfes und Detailreiches...wow, echt. Man sieht ja sogar den Mini-Mückenschwarm zwischen den beiden Vögeln! Ich bin echt beeindruckt. Erzähl doch mal, mit welchem Objektiv oder welchen Hilfen du das gemacht hast.
WindbreakerElbbrücken Mein erster Impuls bei Sichtung dieses Bildes war, dich zu schubsen. Und zwar ein Stückerl nach links. Das ist eine sehr starke Perspektive, die dir da gelungen ist, allerdings ist sie nicht exakt. Natürlich kenne ich die Begebenheiten da nicht, ich weiß nicht, ob direkt neben dir 20m Abgrund vorherrschen oder ob du noch auf einer Galerie entspannt hättest rücken können, aber das wäre ein wirklich geniales Bild geworden, hättest du es genau mittig-symmetrisch aufbauen können. Man sieht richtig, wie alle Formen sich etwas seitlich strecken, sowohl die Gleise, die eine schöne Perspektive ins Bild hinein fahren, als auch die Figuren der Decke, die sich nicht auf die Weise spiegeln, wie sie es könnten. Gut gesehen, perfekte Idee gehabt - nur optimierungswürdig in der Ausführung für mein Betrachten.
perserAm See Das ist ein schönes Urlaubsfoto. Deine Frau scheint immer mehr zu entspannen, wenn du sie ablichtest. Mehr ist es allerdings hier für mich nicht...einfach ein nettes Urlaubsfoto deiner Liebsten, die gerade entspannt am See auf dem Steg steht. Die Pose ist für mich nicht deutbar (will sie sich die Haare wegstreifen oder was tut sie da?) und auch sonst sieht man nicht viel, außer einem Stück Steg und dem Uferbewuchs, plus einem Minibisschen Wasser und einem Ministück Segelboot (?). Sie steht da, lächelt entspannt...und du drückst ab und hast den Moment deiner Liebsten eingefangen. Ab ins Familienalbum!
erikQueen's House, Greenwich Oooh, ist die schön. Was für eine tolle Rundung und dieses Geländer! Und dann das Licht, das das Geländer auch noch so schön in Szene setzt. Wie herrlich. Erik kann also auch Treppen. Was hier sehr schön wirkt, ist die Farbe. Das Blau des Geländers gegen die warmen Töne, sie sich nach oben hin erhellen und in diesem schönen Fenster dem Licht entgegengehen. Gibts nichts weiter zu sagen, außer SUPERGUT!
brandyhhEnsemble Ha, selbst, wenn ich nicht gewusst hätte, dass das Bild von dir ist, wäre es mir beim ersten Sichten sofort klar gewesen. Ich glaube, bei mir hätte das Bild "still" geheißen, aber auch mit deinem Titel ist es ein typisches Heike-Flaschenbild. Das "dreckige SW" kommt supergut, die Kontraste sind toll, die Komposition und auch der Aufnahmestandpunkt gefallen mir ausnehmend. Es ist echt interessant, wie gut sich Glasmüll bei dir fotografieren lässt. Es sieht einfach IMMER stylisch aus und könnte so irgendwo an eine Wand. Was ich auch lustig finde, ist die Mischung der Flaschen...einmal Wasser still, einmal Rharbarberschorle und ein Bier mit irgendwas drin...buärgs. (Also zu letzterem) Alles in allem ein wirklich tolles Altgas-Bild. Wie halt immer.
catfriendPIim Versteck DAS mag ich! Obwohl so viel drauf ist und die Löwen versteckt liegen, hat es ein tolles Flair. Die Sandfarben, gepaart mit den Brauntönen und dem leichten Grün...klasse. Und da ich weiß, wie ein Herz hüpft, wenn man so einer Szenerie begegnet, ist sie mir sehr nahe. Und die Löwen in ihrem natürlichen Habitat so abzulichten, finde ich fast noch schöner als wenn sie clean vor einem rumstehen. Ein toller Ausschnitt und eine schöne, natürliche Sichtung, liebe Barbara! Ich hab auch Sehnsucht nach Makutsi...irgendwann muss ich da auch mal wieder hin.
aidualkPerseide in Zeitlupe Iso 102400...ich breche zusammen. Wie krass ist DAS denn?? Ein Filmausschnitt zudem...unglaublich, was die Technik und DU heutzutage können. Wunderschön zu sehen die Mehrfarbigkeit dieser Sternschnuppe...das habe ich schon von dir gelernt, dass man sie daran erkennen kann. Wie schön, dass du für uns den Moment eingefangen hast, in dem sie so sichtbar war...und nun dürfen wir uns alle etwas wünschen... *Augen zukneif*....jawoll. =) Vielen Dank für diesen konservierten tollen Moment, der sonst so schnell vergangen ist...
ReisefotoEnergie beim Sundowner Schöner Titel. Und was für ein Bild. BÄMM. Klasse Energie, nicht nur, weil da ein Mast steht, den du total gut ins Bild integriert hast, auch die Energie der untergehenden Sonne knallt aus dem Foto heraus und direkt in Auge und Herz. Was für eine Stimmung! Interessant, dass der Mast das Bild null stört, sondern ihm eine ganz eigene Note gibt. Auch wie die Sonne sich quasi hinter ihm versteckt. Super. Man hat viel zu entdecken, auch die Stimmung unten rechts an den Sträuchern und Bäumen...eine Mischung aus klaren Formen und romantischer Stimmung. Das muss man erst mal vereint kriegen - und das ist dir hier super gelungen!
10Heike10Mittagspause Die sind SO SÜSS, diese Eisvögel in Südafrika...und du hast den mega toll erwischt. Aus dem Auto heraus 600mm zu halten, ist ja auch nicht ohne - und das Vögelchen hat eine tolle Schärfe. Die sind ja so klein! Ich glaube, ich würde rechts und oben noch etwas wegschneiden, um den Kleinen noch mehr in den Fokus zu rücken. Ansonsten gibt es nichts zu beanstanden. Über dieses Foto freust du dich bestimmt sehr...und ich freue mich mit dir. Famos gelungen!

Crimson war so lieb, eine Besprechung zu meinem Bild zu schreiben und sie mir per PN zu schicken. Danke dafür! Es ist schön, dass die Besprecherbilder nicht untergehen.

Besprechung Danas Bild von Crimson, 19. Dezember 2025
NameBildBesprechung
DanaLichterflut - wie passend doch dieser Titel ist. Auf den kleinen Blick fast unspektakulär knallt es in groß - und wie. Eine Wolkenvignette, die außen schon richtig bedrohlich schwarz ist, nur in der Mitte nach unten hin aufgerissen und durch dieses kleine Loch mit schönen dünnen weißen Wolkenrändern schickt die Sonne alles, was sie hat. Ich weiß nicht, ob ich irgendwo schon mal real Lichtstrahlen so deutlich gesehen habe, die auch das Dunkel im Hintergrund fast ganz aufhellen - irre. Es ist fast ein bisschen wie aus einem barocken Kirchengewölbegemälde ausgeschnitten. Was ich mich frage, wie fokussiert man das sauber? Hast Du gut eine Kante erwischt, oder war das manuell? Ein Bild mit ganz klarer Dana-Handschrift und mir gefällt es ausgeprochen gut

Puh...Punktlandung...um 20:58h fertig...
__________________
Liebe Grüße!
Blowing out someone else's candle doesn't make yours shine any brighter.
Dana ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 20.12.2025, 01:57   #27
K-H-B
 
 
Registriert seit: 10.11.2022
Beiträge: 344
K-H-B||sie hat es noch voll drauf DAS hättest du gar nicht dazu schreiben müssen, das brüllt dein Bild richtig raus! Ich kenne diese Schlagzeugerin nicht, aber das Bild ist genial. Knackscharf auf Gesicht und Runzeln, knackscharf auf diesem von völliger Freude erfüllte Lachen, knackscharf bei den Drums, die Bongos schon leicht in der Unschärfe, weil davor...super Licht und dann die Sticks in Bewegungsunschärfe! Geeenial. Dieses Bild strotzt vor Spaß am Musikmachen. Respekt, dass sie das in dem Alter noch auf diese Weise praktiziert. Und Respekt für dein Foto, das diesen Moment so perfekt einfängt, dass es eigentlich keinen Titel bräuchte, weil es sich dem Betrachtenden sofort selbst vermittelt. Besser kann's nicht laufen.

Danke Dana für Deine Zeit und die nette Besprechung. Es ist Jill Saward von Shakatak beim Jazz Festival letztes WE in Pattaya
K-H-B ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 20.12.2025, 22:10   #28
Tom D
 
 
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Ort: Freigericht
Beiträge: 6.040
Zitat:
Zitat von jqsch
Heute am 20.12.2024 haben TomD und meiner einer jqsch die Ehre eure Bilder zu besprechen. Und wie der Adventskalender langsam sich dem Ende neigt umso mehr steigert sich Qualität der gezeigten Bilder. Wie sagte Henri Cartier-Bresson. Ein gutes Foto ist ein Foto, auf das man länger als eine Sekunde schaut. Der Adventskalender in seiner vielfältigen Auswahl von Fotos aus den verschiedenen Bereichen untermauert dieses Zitat eindrucksvoll.
Besprechung 20. Dezember 2025 Teil 1 jqsch
NameBildBesprechung
TomDMeinem „Mitstreiter“ heute gebührt die erste Besprechung Tom D. Tom führt und uns auf das Meer. Das Meer glitzert um die Wette. Allerdings scheint der Wind etwas heftiger zu sein, wenn ich die Welle sehe, die über den Felsen sich bricht. Das Segelboot, das wahrscheinlich sein Beiboot hinter sich her zieht, segelt gerade in den dunkleren Bereich. Das Boot müsste eine klassische Yacht sein, wenn ich die Segel so sehe. Aber ich bin kein Experte. Jan sollte das besser wissen.
ErikZuerst einmal musste ich nachlesen, was das altenglische Stow- on- the-Wold bedeutet. Es ist die Stadt auf dem Hügel, die zu Gloucestershire, England gehört. Das St. Edwards schon im Mittelalter (11. Jahrhundert) gebaut wurde, findet man durch das Foto bestätigt. Die Eiben, welche die Tür einrahmen, dürften demnach auch schon Jahrhunderte alt sein. Diese Türen mit den Bäumen sollen angeblich die Inspiration von Tolkiens Türen in Duirin gewesen sein. Das kann ich mir gut vorstellen. Und das dieses Städtchen mit seiner Umgebung als das Herz von England bezeichnet wird, kann ich mir ebenfalls gut vorstellen. Ein beeindruckendes Detailfoto eines beeindruckenden Gebäudes. Ein Foto, dass eine richtige Lust macht, dieses auch einmal zu sehen. Kleine Anmerkung meinerseits: Ich hätte vielleicht versucht, den Violett Anteil am Bild etwas zu reduzieren.
Jumbolino67 Radsport zum ersten. Hendrick hat Platz genommen kurz vor Ende des Einzelzeitfahrens in Pisa beim diesjährigen Giro d’Italia. Er zeigt uns ein Portrait der besonderen Art. Im Visir des Helmes spiegelt sich die Strecke. Die ganze Konzentration und Anpassung zeigt sich, wie der Fahrer die Zunge in den linken Mundwinkel gelegt hat. Ob er sich die haare mit Alpecin heute morgen gewaschen hat, um den letzten Booster für das Zeitfahren heraus zu kitzeln? Eine phantastische Studie!
K-H-B Ein Foto wie gemacht für s/w. Schon der Boden mit seinen weißen und schwarzen Fliesen schreit förmlich: Bearbeite mich in s/w. Dann die Punkt und Linien Kombination von Person und Boden. Und um das ganze dann auf die Spitze oder gewissermaßen in die Höhe zu treiben, kommt dann noch die Stahlkonstruktion mit ihren Lichtpunkten. Das dann noch der Mensch zwischen den beiden Glasscheiben angeordnet ist, ist das Zitronencremebällchen auf dem Dessert. Das mir das Bild gefällt, muss ich wohl nicht noch erwähnen.
kiwi05 Nicht Giro sondern der Tour de Luxembourg. Auch hier ein Einzelzeitfahren. Peter hingegen nimmt sich Rad und Fahrer als Motiv. Der Fahrer fliegt an Peter vorbei. So schreibt es ja auch der Sponsor Emirates vor. Und das Ganze wird als gelungener Mitzieher präsentiert. Richtig gelungen finde ich, dass einem das Visier einen Blick in die Augen erlaubt. Die Augen fixieren das persönliche Ziel einer guten Zeit. Die Kraftanstrengung ist dem Fahrer deutlich ins Gesicht geschrieben. Hier sieht man darüber hinaus deutlich die Kraftanstrengung im Gesicht. Eine richtig gute Sportaufnahme.
perserEin grausames Foto. Nicht die Qualität, sondern das was es zeigt. Es zeigt den Todeskampf eines Kaimans. Es ist das genaue Gegenteil der schönen Tierbilder. Und trotzdem meine ich, dass dich alle Naturfotografen um dieses Bild beneiden. Ich glaube ich hätte mich vor diesem Schauspiel abgewandt. Hut ab für dieses Bild.
Nickname Ein Bild wie gemalt. Ich stelle mir vor wie ein Caspar David Friedrich diesen Steg entdeckt, um ihn später in seinen Phantasie Landschaften zu verwenden. Auf den Steg platziert er noch vielleicht einen Wanderer von hinten. Oder ich sehe Gabriele Münter vor mir, wie sie diese Ansicht, das erste Mal sieht und sie später in bunten Farben darstellt. Bei deinem Bild Nele sieht man, wie nah Malerei und Fotografien sich doch sind. Die bewusste Linienführung des Steges, dessen Geländer zum Fluchtpunkt im Horizont führt. Den Horizont dann genau da platziert, wo das Geländer den Horizont treffen würde. So haben Maler über Jahrhunderte ihre Gemälde entwickelt. Aber das Highlight sind die Blätter auf dem Steg. Woher stammen diese Blätter. Die Bäume im Hintergrund können diese Blätter auf dem Steg nicht erzeugt haben. Ein grandioses Bild.
cf1024 Eine schöne Treppe aus den 50er Jahren. ¬Die goldenen Stäbe, der Handlauf aus schwarzem Kunststoff. Dazu die schwarzen Treppenstufen und die roten Fliesen in den einzelnen Ebene des Stockwerkes. Und am Ende das Treppenauge ebenfalls in Rot. Das ist eine wunderschöne Treppe. Und Du hast sie wunderbar in Szene gesetzt. Ein feines Bild für den Adventskalender.
embe Das muss man erstmal sehen. Feuervogel passt natürlich als Titel. Als ich Titel und Bild das erste Mal sah, hörte ich im Geiste Johnny Cash seinen Ring of Fire singen. Ich zitiere mal den Refrain I fell into a burning ring of fire I went down, down, down and the flames went higher And it burns, burns, burns, the ring of fire, the ring of fire. Eine Firma wollte das Lied für sein Hämorrhoiden Medikament verwenden. Doch man lehnte ab. Ein Bild mit einem hohen Schmunzelfaktor Michael.
CB450 Gemeinsam einsam als Titel passt wie Faust auf Auge. Alle schauen auf ihr Handy. Jeder einzelne Person belegt genau eine Bank für sich. In Schleswig Holstein gilt eine Kneipe als überfüllt, wenn an jedem Tisch eine Person sitzt. Daran erinnerte mich dein Bild. Wie werden sich die Nackenmuskeln weiterentwickeln, wenn alle Menschen auf ihr Handy schauen? Das Bild muss man erstmal sehen und dann die Ricoh aus der Tasche ziehen und schnell abdrücken. Glänzend gesehen. Darauf einen Doppel Burger.
Dirk Segl Nach den zwei „atypischen“ Naturfotos jetzt wieder ein Portrait eines mir bisher unbekannten Vogels. Dirk proudly presents: Die Beutelmeise. Hier sehen wir sie im Schilf. Ein schöner kleiner Vogel, den Du hier mit deinem Foto würdigst. Wenn ich das richtig sehe, dann steht er auf der roten Liste. Insofern denke ich auch, dass Du dich über das Foto sehr gefreut hast. Mir gefällt es gut. Der Vogel ist schön präsentiert. Die Umgebung lenkt nicht vom Vogel ab, die Schärfe sitzt auch. Was will ich mehr.
Scharti Eigentlich hätte es mir klar sein müssen, dass es auch Beach Handball gibt. Ich verlinke hier mal den zugehörigen Wikipedia Artikel. Denn die Regeln sind schon sehr ungewöhnlich. https://de.wikipedia.org/wiki/Beachhandball .Hier treten offensichtlich die Nordlichter gegen die Beach Babis (?) an. Das Bild hat eine ungeheure Dynamik. Die beiden Feldspielerinnen der Nordlichter in der Luft. Das Beach Babis im Kreis hat wohl gerade geworfen. Die Torhüterin erwartet den Ball. Die blaue Linie entspricht wohl dem Torraum im Hallenhandball. Gratuliere Dir zu diesem tollen Bild. Den Sport würde ich auch gerne fotografieren. Das Bild hat Lust darauf gemacht.
Crimson Im Monatsthema Beleuchtetes hattest Du ein einzelnes Hasenschwanzgras gezeigt. Ich vermute mal das ist derselbe Ort. Und da schrieb ich u.a. : Im Thumb ahnt man nur, welche Perle sich beim Draufklicken gleich einem eröffnet. Das "Was auch immer Gras" wunderbar beschienen. Die Pflanzenhaare phantastisch durchleuchtet. Und das gilt auch für diese „Gesamtaufnahme“.. Fotografie heißt ja Malen mit Licht. Und hier ist wunderbar mit Licht gemalt. Landschaft im Hochformat ist schon ungewöhnlich. Daneben hast Du auch noch die Weiter der Landschaft ins untere Drittel platziert. Mit diesem ungewöhnlichen Format und der Platzierung hast Du ein wunderschönes Bild komponiert. Hut zieh.
HoSt Den jungen Uhu hast Du wunderbar erwischt. Die Federn wunderbar durchleuchtet. Die Landung super eingefangen. Wenn da nicht auch der für mich zu unruhige und zu helle Hintergrund wäre. Dazu hat das Bild einen Stich ins Grüne. Ich weiß von vielen deiner und Jens Uhu Fotos, dass sich in einer solchen Umgebung das Nest befindet. Vielleich kannst Du den Hintergrund in LR oder PS noch nachbearbeiten. Der Uhu muss so bleiben.
Zitat:
Zitat von jqsch
Das war es von mir. Ab jetzt übernimmt Tom.
Und hiermit übernehme ich

Besprechung 20. Dezember 2025, Teil 2 (Tom D)
NameBildBesprechung
haribeeEin Wintertag in der Lagune von Venedig Still ruht der See - ähm, die Lagune. Das Foto zeigt eine ruhige, melancholische Hafenszene mit einem abgesenkten Fischernetz im Vordergrund. Der Himmel, die Wolkenformation ist dramatisch, die Sonne ist teilweise verdeckt und sorgt für ein diffuses, weiches Licht, das sich spiegelnd auf der glatten Wasseroberfläche fortsetzt. Farblich dominiert eine zurückhaltende Palette aus Grau-, Blau- und Brauntönen. Diese Reduktion unterstützt die Stille und lenkt die Aufmerksamkeit auf Formen und Kontraste statt auf kräftige Farben. Das Bild vermittelt ein Gefühl von Einsamkeit und lädt dazu ein, einen Moment innezuhalten und die Szene auf sich wirken zu lassen.
brandyhhTreppe Wir sehen eine klassische Wendeltreppe aus der Untersicht. Die Entscheidung für Schwarzweiß verstärkt die Formensprache. Licht und Schatten heben die geschwungenen Flächen und die Wiederholung der Stufen und Geländer hervor. Die Kontraste sind ausgewogen und unterstützen den grafischen Charakter des Bildes. Der Blick nach oben ins Zentrum und vermittelt einen Sog und erzeugt Dynamik. Eine sehr gelungene architektonische Aufnahme, die durch farbliche Reduktion, klare Linienführung und eine bewusste Lichtgestaltung besticht und den Betrachter zum längeren Verweilen einlädt.
Sir Donnerbold DuckAbends im Schwarzwald Das Bild zeigt eine eindrucksvolle Stimmung oberhalb einer geschlossenen Nebeldecke, aus der sanfte Hügel und Baumwipfel hervorragen. Das warme, orangefarbene Licht des Himmels des Sonnenuntergangs kontrastiert wirkungsvoll mit den kühlen Blau- und Grautönen des Nebels sowie dem Scherenschnitt der Landschaft. Das Bild vermittelt Ruhe, Weite und Erhabenheit. Es lädt zum Innehalten ein und zeugt von Naturverbundenheit. Da möchte ich gerne stehen, tief durchatmen und zur Ruhe kommen.
Kurt WeinmeisterAbstrakt Das Bild zeigt eine abstrakte Komposition aus vertikal verlaufenden, fließenden Formen in unterschiedlichen Blautönen. Die Linien wirken wie Lichtreflexionen auf Wasser oder Glas und erzeugen einen starken Eindruck von Bewegung und Tiefe. Es könnte aber auch ein Vorhang aus einem blauen Seidenstoff sein ??? Durch die Wiederholung der vertikalen Strukturen entsteht ein beinahe hypnotischer Effekt. Die Farbwahl beschränkt sich hauptsächlich auf Blau, Weiß und dunkle Akzente, was dem Bild eine kühle Anmutung verleiht. Eine klare Gegenständlichkeit fehlt, was Raum für Interpretation lässt. Man kann an Wasserfälle, Lichtinstallationen, digitale Datenströme oder abstrakte Architektur denken. Diese Offenheit macht den Reiz des Bildes aus und lädt dazu ein, eigene Bedeutungen hineinzulesen.
bruno5Höckerschwäne 1 Eine starke Momentaufnahme zweier weißer Schwäne. Da ist richtig Action im Bild, wild spritzt das Wasser auf. Das wirkt ungeheuer dynamisch. Sehen wir ein Balzritual/eine Paarung? Sehr schön ist der starke Kontrast zwischen dem hellen Gefieder der Schwäne und dem dunkleren, ruhig wirkenden Hintergrund des Wassers. Dadurch heben sich die Tiere klar vom Umfeld ab und werden zum eindeutigen Mittelpunkt des Bildes. Die eingefrorenen Wassertropfen verleihen dem Bild zusätzliche Spannung und Dynamik.
Danaupstairs Das ist eine der Treppen, die wir in Hamburg gemeinsam aufgesucht haben Von mir wird auch noch eine Interpretation dieser Treppe kommen. Die runde Architektur dominiert die Komposition und zieht den Blick des Betrachters unweigerlich in die Bildmitte, wo ein kreisförmiges Oberlicht zu erkennen ist. Durch diese zentrale Perspektive entsteht eine starke Tiefenwirkung, die dem Bild fast eine gewisse Endlosigkeit verleiht. Die geschwungene Form der Spirale wirkt gleichzeitig dynamisch und harmonisch. Auch eine leichte hypnotische Wirkung kann sich bei längerer Betrachtung einstellen. Die Schärfe ist gleichmäßig über das gesamte Bild verteilt. Sämtliche architektonischen Details – von den Geländern bis zu den Wandflächen – sind klar erkennbar und sauber abgebildet. Die Belichtung ist sehr ausgewogen. Helle Flächen sind nicht überstrahlt, während dunklere Bereiche genügend Zeichnung behalten. Besonders anspruchsvoll ist der Umgang mit den Lichtquellen im Treppenhaus: Die warmen Lampen und das helle Oberlicht sind kontrolliert belichtet, ohne starke Kontraste oder Detailverluste zu erzeugen.
TafelspitzMars(und Mond) Du hast da einen Hotpixel rechts unten im Bild . Ach so, nein, das muss der Mars sein Das Bild zeigt den Mond in beeindruckender Klarheit vor einem tiefschwarzen Nachthimmel. Der große negative Raum verstärkt die Wirkung des Motivs und lenkt den Blick vollständig auf die Mondoberfläche. Der kleine Mars rechts unten setzt einen feinen Akzent und vermittelt ein Gefühl von Maßstab und Tiefe, ohne vom Hauptmotiv (und das ist der Mond totz des Titels) abzulenken. Sehr schön, nicht nur für astronomisch interessierte Betrachteri.
jqschLindt Museum Basel Wir sehen eine atmosphärisch dichte Szene in einem dunklen Ausstellungs- oder Inszenierungsraum. Im Zentrum steht eine einzelne Person in heller, fast klinisch wirkender Kleidung und Kochmütze. Ein interessanter Einblick in den -wie ich vermute- Prozeß der Schokoladenherstellung, genau erkennen kann man es nicht, was der gute Mann da treibt. Der Aufbau der Dekoration sieht aus wie eine Planetenkonstellation. Dazu die Lichter an den Wänden, die wie Sterne aussehen - man könnte meinen, der Ausstellungsraum hieße "Universum der Schokolade" oder "Schokoladenwelten".
aidualkLeuchtende Nachtwolken Besonders reizvoll sind die zarten, wellenartigen Wolkenstrukturen, die dem Himmel eine beinahe malerische Anmutung verleihen. Sehr schön, wie gut das Leuchten der Wolken zu erkennnen ist. Eine ruhige Landschaft in der Dämmerung, in der Himmel und Erde in einem ausgewogenen Zusammenspiel stehen. Die silhouettenhaften Bäume und Sträucher im Vordergrund bilden eine ruhige, fast grafische Ternnungslinie, die dem Bild Tiefe verleiht, ohne vom Himmel abzulenken. Weitere Highlights sind der Mond und die vereinzelt sichtbaren Sterne.
WindbreakerAndere Treppe Das Bild zeigt eine moderne Lichtinstallation. Eine Treppe kann man nur erahnen, daher 'Andere Treppe'. Der Blick von unten nach oben erzeugt eine starke Tiefenwirkung und lässt die Installation geradzu monumental erscheinen. Der Kontrast zwischen der dunklen Deckenfläche und den hell leuchtenden Glaselementen verstärkt die Wirkung des Lichts. Das Bild überzeugt durch die gelungene Perspektive und die bewusste Reduktion auf Schwarz und Weiß.
catfiend PIDurch die Blume ... nennst du das Bild. Wahscheinlich war eine Blüte "im Weg", dadurch kommt ein Schleier zustande, fast wie ein Traumbild. Die Farbgebung ist das prägende Gestaltungselement: Das satte Goldgelb erinnert an frühes Morgen- oder spätes Abendlicht und erzeugt eine fast traumhafte, malerische Stimmung. Details treten bewusst in den Hintergrund, Konturen lösen sich teilweise auf. Dadurch wird weniger das konkrete Motiv als vielmehr die Stimmung der Landschaft betont. Ein geradezu 'poetisches' Bild.
harti20Regenbogenlori Das Bild zeigt einen farbenprächtigen Lori, der seinem Namen alle Ehre macht. Besonders beeindruckend ist die Farbintensität des Gefieders. Leuchtendes Grün, kräftiges Blau, warmes Rot und Gelb stehen in starkem Kontrast zueinander und erzeugen eine nahezu spektakuläre Wirkung. Die feinen Strukturen der Federn sind präzise herausgearbeitet und zeugen von hoher technischer Qualität der Aufnahme. Ein wenig hadere ich mit der Schärfenebene. Da hätte ich mir mehr Schärfe über den gesamten Vogel gewünscht. Aber das ist Jammern auf hohem Niveau. Insgesamt eine sehr gelungene Tierfotografie.
ReisefotoAngkor Wat Wir sehen den monumentalen tempelkomplex von Angkor Wat. Die zentrale Perspektive lenkt den Blick entlang des Weges direkt auf das Hauptbauwerk. Die im Vordergrund sichtbaren Besucher erfüllen eine wichtige erzählerische Funktion: Sie geben dem Bauwerk eine menschliche Dimension und verdeutlichen dessen Größe und historische Bedeutung. Das Bild bietet eine schöne Balance zwischen Architektur, Natur und menschlicher Präsenz. Es lädt dazu ein, die hisotische und kulturelle Bedeutung des Ortes auf sich wirken zu lassen.
zuckerbaer69Kroatien, Primosten Eine wunderschöne sommerliche Strandszene mit einem sanft geschwungenen Kiesstrand im Vordergrund und einer kleinen, dicht bebauten Stadt im Hintergrund. Besonders auffallend ist die Farbgestaltung. Das intensive Türkis des Meeres bildet einen starken, aber harmonischen Kontrast zum hellen Kiesstrand und harmonisiert mit dem klaren Blau des Himmels. Die warmen, rötlichen Dächer der Häuser setzen einen zusätzlichen Farbakzent. Das Bild vermittelt ein Gefühl von Ruhe und sommerlicher Leichtigkeit und lädt den Betrachter dazu ein, gedanklich an diesen Ort zu reisen.
10Heike10Futtersuche Das Foto zeigt einen Reiher in ruhiger, konzentrierter Haltung, ja, vermutlich sondiert er Umgebung. Er wurde von dir beobachtet aus einer gewissen Distanz , teilweise verdeckt von unscharfen Vordergrundelementen. Diese bewusste Unschärfe erzeugt eine natürliche Rahmung und vermittelt das Gefühl, selbst verborgen zu sein – wie bei einer stillen Tierbeobachtung (am Makutsi Hippo Hide ).
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Viele Grüße, Tom

Ein Foto zeigt nicht die Wahrheit. Es schlägt nur eine Möglichkeit vor._______
Tom D ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 21.12.2025, 22:09   #29
Tafelspitz
 
 
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Vierter Advent! Winteranfang! Sonnenwende! Kürzester Tag! Längste Nacht! Die Ereignisse überschlagen sich mal wieder
Weihnachtstee ist eingeschenkt, Plätzchen liegen lagen bereit *rülps*... und es gibt auch heute einen grossen Berch an tollen Fotos
Heute ist wieder das Dynamische Duo Dana & Dominik dran (die Schöne und das Biest)

Das erste Wort, bzw. die ersten ca. 2500 hat Dana:

Danas halbe Besprechung 21. Dezember 2025
NameBildBesprechung
Jumbolino67Im vollen Galopp Lieber Hendrik, ich weiß nicht, ob es mir leid tun soll, dass du bei diesem Bild ausgerechnet an mich geraten bist, oder ob es nicht vielleicht gut ist. Ich machte das Bild auf und mir zog es beim Anblick dieser Pferde sofort den Bauch zusammen. Ich war heute bei meiner Schwester, die Pferdephysiotherapeutin war und Pferde für Turniere einreitet und vorbereitet, um mir erklären zu lassen, ob das, was ich da empfunden habe, auch wirklich so ist. Fakt ist, dass die Tiere mit Gebissen geritten werden, die so absolut nicht in Ordnung sind, dass das vordere Pferd für den Reiter viel (!) zu schmächtig ist, dass es gerade in diesem Moment viel (!) zu kurz gerissen wird, dass es nur auf Rennen trainiert ist (die Hintermuskeln sind heftig, vorne am Hals und an der Brust hat es kaum welche, Missbalance) und dass die Tiere auf einem Marktplatz zwar auf Sand geritten werden, dass dieser Belag aber durchaus besser sein könnte für Pferdehufe. Dass es immer noch Festivitäten gibt, in denen die Tiere zweitrangig sind, ist schlimm. Schön ist das für diese Pferde nicht. Das kann sogar ein Laie sehen. Am schlimmsten noch, dass sie dann zugelost werden und mit Reitern klar kommen müssen, die sie nicht kennen und kein Vertrauen entwickeln konnten etc. Pferde als Maschinen und Material. Insgesamt ist Profi-Pferdesport und Show-Pferdesport nur etwas für die Menschen, nichts für die Tiere, jedenfalls in den meisten Fällen. Man hat ja genug gehört in der letzten Zeit. Nur - solange es Menschen gibt, die das nicht sehen oder die das sehen und gutheißen oder die sagen: "Meine Güte, das ist halt Tradition!", oder nur auf den Reiter blicken und nicht auf das Pferd darunter, solange wird es nicht besser. Und dein Bild zeigt genau das. Du hast es aufgenommen, weil eine irre Dynamik drin steckt und zeigst es, weil es ein toller Mitzieher ist. Ich sehe das Pferd, das über den Marktplatz getrieben wird - unter doofen Bedingungen. Und da scheiden sich eben die Geister. Die, die das abnicken, weil es halt ein Event dort ist, die, deren Fokus woanders liegt und die, die den Fokus auf dem Tier haben. Und solange da kein Umdenken stattfindet, wird es weiterhin die Möglichkeit geben, solche Bilder zu machen. Ich möchte dich keinesfalls als gedankenlosen Menschen hinstellen, es gibt einfach verschiedene Sichtweisen dazu. Und meine Sichtweise ist die, ein Tier nicht grundlos zu belasten, was hier aber passiert. Tiere sind kein Material. Das gilt für Supermarkt-Fleisch und krasse Haltung genauso wie für Sport, der Tieren zu viel abverlangt.
Effjotterauf zu neuen Taten Wenn im Frühling die kleinen Enten- und Gänseküken auf diese Weise im See herumdümpeln und ihrer Mama hinterher schwimmen, ist das immer so unglaublich zuckersüß. Genauso, wie dein Bild. Ich gehe davon aus, dass sie das machen, um flächiger und somit größer zu wirken (gegen Fressfeinde)? Auf jeden Fall ein kleiner Federhaufen Liebreiz, den du wunderschön eingefangen hast. Schönes Licht drauf, schöne Schärfe...und bei diesen sechs kleinen Entenküken-Zuckerbällchen bleibt ja eh kein Herz verschlossen. Hoffe ich. Inhaltlich ein Volltreffer und auch technisch bin ich voll zufrieden, denn alle Küken sind, obwohl leicht diagonal im Bild, komplett in der Schärfeebene, die ja nicht gerade groß ist. Gut gemacht!
erikSt Pancras Station, London Wer diesen Poller da gesetzt hat, gehört vermöbelt. Und der, der die Fliesen gelegt hat, gleich mit. Eieieieieiei! Da ist ja NIX gerade und NIX symmetrisch! Da kannste als Fotograf stehen und den Gang so gerade wie möglich aufnehmen, es ist nie in der Balance. So ein schöner Durchgang, gerade auch mit diesen Lampen und dem Farbkontrast warm-kühl zum Hinterausgang hin und dann diese Unordnung vorne. Gut, dass Dosen da rumstehen, hast du eigentlich immer, seit es Pfandsammler gibt. Ich selbst stelle Pfand tatsächlich auch dicht neben den Mülleimer, dass die Sammler nicht in den Müll reinkriechen müssen, das gehört zum Stadtbild, aber ich werde es nie verstehen, warum man bei einer so schönen Architektur nicht auch ein wenig drauf achtet, wie man sie einbindet. Dazu, fast ironisch, passt die Person hinten, die eher unmotiviert aus dem Bild rausschlappt. Keine Körperspannung, sie trottet. Für mich passt das auf herrliche Art und Weise in dieses Bild, das sich bemüht, es aber nicht schafft - und das, obwohl der Fotograf NICHTS dafür kann. Gut, du hast den Bogen nicht genau mittig genommen, links ist etwas mehr Platz, aber ansonsten ist es eine sorgfältige Aufnahme von dir, die schön verschiedene Kontraste zeigt. Warm gegen kühl (Innenbereich Gang zu Innenbereich Bahnhof), Alt gegen modern (Säulengang gegen Bahnhof), Bewegung gegen Immobilität (Person gegen Poller) und so weiter. Und dass ich eine ganze Weile an dem Bild war, sagt ja auch was aus.
HoStEyes Ach, ist das ein tolles Bild geworden. Es hat fast so etwas von einer Kunst-Holzschnitzerei, dieser Bogen mit dem Eulchen drin. Dazu dieses tolle Licht, das die Augen so richtig strahlen lässt und auch das Gefieder toll anmalt und der natürliche Hintergrund mit Schatten-Ästen und Gräsern. Da die Eule beringt ist, warst du da wahrscheinlich in einer Aufzuchtstation oder einer Greifvogel-Station und die Eule hatte einen pittoresken Platz, den sie sicher öfter anfliegt. Trotzdem ist das Bild wirklich super gelungen, es muss nicht immer 100% Wildlife sein wie bei deinen Uhus. Hast du mal geguckt, ob du den vorderen senkrechten Ast wegkriegst? Der sperrt das Vögelchen so etwas ein und stört den Astbogen, der sich so wunderschön über der Eule spannt. Ich könnte mir vorstellen, dass das noch besser wirkt, wenn der weg ist. Das Bild ist wirklich sehr, sehr süß und gut gelungen!
kiwi05Le Boucher Erster Gedanke: "oooh, solche alten Straßen mit abgeblätterten Häusern LIEBE ich." Dann kam das Schild dazu: "Oh...Metzgerei, Schlachterei...morbid!" Dann kam das eingekratzte Bild dazu, wo ich mich vorbeugte und überlegte, ob der Typ tatsächlich ein Beil in der Hand hat und ob er damit den Hund....also...uiiiii Und dann kam der Lacher, weil ein Stück weiter rechts ein Mädel ganz harmlos Ball spielt. In diesem Bild steckt SO viel! Die Perspektive der Straße, die alten, verblassten Farben, die Verlassenheit des Ortes, der Lostplace-Charakter, vieles ist schon kaputt und löchrig, das skurrile Kratz-Bild auf dem beschichteten Rollo, das spielende Kind, das weiter drüben gemalt oder auch gekratzt ist - der "Ball" war sicher vorher da und das Kind wurde noch dazu gesetzt, um dem Ganzen Witz zu geben...und es zeigt, wie aufmerksam du einfach durch die Welt gehst. Wieviele Menschen gehen da vorbei. Du bliebst stehen...und hast es sorgsam archiviert. Wer weiß, wie lange es noch da ist. Ich lieb's.
cf1024Treppe Berlin Oh, die kenne ich noch gar nicht! Jetzt war ich schon SO oft in Berlin, auch mit Ditmar und Jürgen...und trotzdem gibt es da wohl noch Schätzchen. Auch diese Treppe lebt durch die Farben - und vor allem durch den kleinen Knick, den das Geländer macht und der sich bis nach unten fortsetzt. Dieser Knick macht die Treppe besonders, weil sie nicht einfach nur rund in die Mitte "spiralisiert", sondern immer so einen kleinen Kneifer in den Blick setzt (also nicht die Brille, sondern so mit zwei Fingern...*kneif*) und das ist frech und wirkt klasse. Die Farben tun ihr übriges und deine Ausrichtung gibt den letzten "Anstrich". Ich mag es auch, dass oft die Treppen an der Wand noch eine gemalte Fortführung der Stufen bekommen, das wirkt natürlich super. Diesmal geht die Treppe nach unten und das hereinkommende Licht ist etwas bläulich-flau, aber gerade das ist auch mal erfrischend anders. Nicht strahlend, nicht ins Helle gehend, sondern gegenteilig. Das Rot ist eher matt und auch sonst kann man das Alter der Treppe gut herauslesen. Ich mag es sehr, dass wir von dir nicht nur modern-geleckte Treppen sehen. Diese hier hat Charme. Und wenn man sie hinuntergeht, bleibt man jedes Mal am Knick einen Moment hängen...herrlich.
K-H-BFamilienausflug in Pattaya Jede*r Deutsche kreischt hier. Zwei Kinder auf einem Roller, nicht angeschnallt, nicht gesichert, einfach nur bei ihren Eltern. Würde hier Kontroversen auslösen! Dort, in Thailand, ist es einfach die Realität und Normalität. Und? Klappt auch. Früher haben wir auch gesagt bekommen: "Halt dich fest!" und los gings. Heute hättest du das Jugendamt auf dem Hals. Ein tolles Bild. Ein super Mitzieher und eine einprägsame Szene einer völlig anderen Welt als unserer deutschen. Details zeigen auch, wie sehr in Ordnung das gerade ist. Das Mädel vorne guckt so entspannt, es ist das Fahren auf dem Roller gewohnt. Der Papa hat den gemeinsamen Rucksack um den Bauch gespannt, damit die Mama und das Kleine hinten mehr Platz haben...alles ist gut organisiert und durchaus sorgsam geplant. Man hofft jetzt für die Mutter, dass das Kleine sich nicht gegen die Fahrt wehrt und stark zappelt, das wäre dann ein Gefahrenmoment, aber sonst? Viel Spaß, wohin auch immer ihr fahrt! Wunderbares Bild!
Dirk SeglBlaukehlchen Aaaawww. Also. Es gibt einfach kein Bild von dir, das ich nur so "naja" finde. Egal, was du einstellst, es ist immer so "OHMEINGOTT"-gut. Ein wunderschönes Portrait eines Blaukehlchens. Ich habe bisher erst ein einziges Mal eins in freier "Wildbahn" gesehen und das Bild dazu ist ein "ok, ja, könnte eins sein"-Suchbild. Großartig. So eine Schärfe, so eine Plastizität, so eine Klarheit...und dann noch diese Pose und diese Freistellung...nur ein einziges Rohr, das Licht, das den Glanzpunkt ins Auge setzt und für schöne Farben im Bokeh sorgt...herrlich einfach. Ich habe eine große Bitte an dich: ich liebe ja Rotkehlchen über alles. Schießt du mir mal ein Rotkehlchenbild? =) Ich habe dieses Jahr auch ein gutes hinbekommen, aber deine Bilder toppen alles, was ich bisher an Tierfotos hingekriegt habe. Einfach toll, Dirk.
CB450SAP Garden Dieses Bild ist perfekt. Da gibt es nicht mal ein MÜ, das irgendwie besser gehen könnte. Du meine Güte. Ich habe mir erst mal durchgelesen, was die SAP-Garden-Arena so ausmacht und bin ziemlich begeistert über den Bau. Nicht nur, dass es für die Sportler und Zuschauer so genial gemacht ist, es ist auch begrünt, nachhaltig geplant und umweltschonend umgesetzt. Klasse. Und dann diese Aufnahme. Es wirkt vom Licht so perfekt-genial, dass es fast wie eine Studio-Modell-Aufnahme aussieht...wäre da nicht der Mensch, der die Treppen runtergeht! Dein Bearbeitungsprofil für dieses Bild würde mich brennend interessieren. Es sieht unglaublich aus. Diese Schattenbereiche, die Lichtbereiche, die genau sitzen, kein Strahl Licht zu viel, keiner zu wenig...es wirkt fast unwirklich und der Mann, der da die Treppe runterjoggt, holt wieder etwas Realität hinein. Das geht echt nicht besser. WAS ein Bild. Tja...du kannst halt nicht nur lilarosa-See-Herzaufgeh-Impressionen.
CrimsonAbendlicht Du willst es echt wissen, ne. "Wieviel kann ich reduzieren, dass das Bild noch interessant genug ist?" Geht grad noch. Besonders macht das Bild der kleine Licht-Bereich, nicht so dramatisch, wie letztens bei kiwi-Peter, es strahlt Ruhe aus, aber es ist ein schöner Abendmoment, den man, wenn man am Meer ist, auch wirklich genießt. Die letzten Vogelrufe, ein leises Rascheln, das Rauschen des Meeres...und die Gewissheit, dass das Licht bald gegangen ist. Die Baumgruppe reicht als Eyecatcher für mich und der milde Übergang in die Dunkelheit der Nacht lässt das Auge öfter ins Himmelsgestirn wandern, um dann wieder in der kleinen Licht-Insel anzukommen. Im Schwarzbereich des Strandes ist noch etwas Zeichnung...hier weiß ich nicht, ob ich sie nicht wegmachen würde. Sie "stört" für mich den Scherenschnitt und mein Auge sagt: "Naja, wenn ich DAS noch sehen kann, will ich mehr sehen!" Andere sprechende Augen sagen vielleicht was anderes, aber meins hätte gerne mehr oder nix. Ansonsten transportierst du einfach wohltuende Ruhe und einen schönen Tagesabschluss. Wunderbar.
TafelspitzIm Trollfjord Der Trollfjord ist ja sowieso schon ein Bombenmotiv. Diese Fjord-Enge, die von beiden Seiten mit hohen Bergen gesäumt ist...einfach atemberaubend. Ein unerfahrener Betrachter würde hier sagen: "Jo, das iss schön, so mit dem Wasserfall un so." Sobald man sich mit Fotografie etwas auskennt, sieht man, wie genau du gearbeitet hast. Du hast beim Schiff-Fahren (!) exakt den Moment abgepasst, in dem die Sonne an der Kante des Berges steht und anfängt, Strahlen abzusondern. Und so ein Schiff fährt ja jetzt nicht gerade mega langsam. Super erwischt! Dazu noch den schönen Wasserfall links und, als wirklich interessantes Gimmick, die Außenreling des Ausflugsbootes, in dem ihr die Tour gemacht habt. Dieses ist von der Sonne angestrahlt und bietet so einen tollen Gegensatz zum schattigen Berg. Schade, dass du wohl ein Objektiv hattest, dass diese genialen Sonnensterne nicht kann (oder?) sonst hätten die noch etwas mehr Zauber ins Bild gebracht. Aber auch so ist es der perfekt abgepasste Moment während einer Bewegung (Fahrt), die dem Bild viel verleiht. Und den Trollfjord mal nicht von oben sondern von "mitten durch" zu sehen, schindet ebenfalls Eindruck. Toll!
embeSchiibefüür Das Scheibenfeuer...ich habe mich erst mal schlau gemacht, was ich da sehe, denn mir gefällt das Bild ausnehmend gut. Bevor ich las, war mir schon klar, dass es irgendwas mit der Fastnacht zu tun haben muss, denn die Schweizer sind dafür ja bekannt, dass es dann heiß wird. Holzscheiben werden brennend katapultiert...und im Scheibenfeuer glühend gemacht. Hier sehen wir die zugehörigen Feuer...und wunderbar im Scherenschnitt dazu die Menschen, die dabei stehen und wahrscheinlich ihre Scheiben demnächst losschicken. Es ist einfach großartig, man sieht SO wenig, aber die Geschichte ist völlig klar erzählt. Die Feuer, die Dunkelheit, die Menschen, die man wahrnehmen kann ...brillant. Mir gefällt es, gerade durch die völlige Reduktion und die genaue Platzierung der fürs Foto wichtigen Elemente so gut! Klasse!
SchartiDeisterrollerrundfahrt2 Dieses Bild katapultiert einen ja direkt in die 50er Jahre! Wie krass... Wie aus der Zeit gefallen... hast du eine Zeitreise gemacht? Da passt ja alles zusammen. Die alte Vespa, der Koffer hinten drauf, die Blumen, die Kulisse der Häuser, der alte Kopfsteinpflaster-Belag...alles ist stimmig und zueinander passend und wirkt grandios. Man fühlt sich sofort in diese Zeit versetzt, tastet nach seiner Haartolle auf der Stirn und schwingt den Petticoat. War das ein Shooting? EDIT: ok, jetzt habe ich mal nach "Deisterroller" gegoogelt und bekam die Erklärung, dass das ein 125km langer Rundweg ist, der auch durch alte Gebiete führt, so dass man als Vespafahrer das Gefühl der Vergangenheit hat. DAS ist dir gelungen mit diesem Bild, wie du an meinen Anfangssätzen siehst! Ein tolles Bild. Ich weiß nicht, ob du da Mitglied bist, aber ich glaube, da würde sich der Besitzer/die Besitzerin mega freuen oder auch der Club. Wunderbar.
Sir Donnerbold DuckAuf dem Eis des Aletschgletschers Memo an mich: wenn ich irgendwann mal auf nen Berg will, dann nur mit Jan, der hat einfach das Wetter. Wahnsinn. WOW. Was für ein Foto. Diese Eisschichten in so vielen Farben, auch diese türkisen Adern, die sich da durchziehen und die Wasser-Rinnsale...der Gipfel, der hoch aufragt, im besten Licht und dazu dieser knallblaue Himmel...einfach ein Traum. Mit welchem Werkzeug kraxelst du denn dort oben rum? Da braucht man doch sicher Spikes für die Schuhe? Und wenn ich mich nicht irre, sehe ich sogar rechts hinten eine Gletscherspalte? Puh...gefährliches Terrain! Aber fotografisch hat sich das mehr als gelohnt. SO ein tolles Bild! Gerade ich, die in solche Höhen eher nicht vordringt, sitze hier und genieße diese Aussicht, stelle mir vor, wie ich da stehe, die saubere Luft atmend und die Kälte aber auch die Wärme spürend...herrlich. =)

Es folgt Teil zwei von Tafelspitz.
Und irgend jemand hat mir alle Weihnachtspöätzchen weggefuttert. Ts. So kann man doch nicht arbeiten!

Tafelspitz' andere halbe Besprechung vom 21. Dezember 2025
NameBildBesprechung
Kurt WeinmeisterHerr Weinmeister, habe die Ehre Heute blau und morgen blau ist mir gerade spontan eingefallen, als ich das Bild geöfftet hatte. Allerdings hast du bei der Aufnahme und Bearbeitung gewohnt exakt gearbeitet, so dass ich intoxikation während der Arbeit hier ausschliessen würde. Was wir hier sehen, ist zunächst einmal Ordnung. Sehr viel Ordnung. Das Auge läuft brav von links nach rechts, zählt fast automatisch die Module, und es wird ruhig im Kopf. Architektur als Beruhigungstablette. Vermeintlich! Denn dann, plötzlich, KAWAMM! Stösst es (also das Auge) an diesen Kandelaber in der rechten unteren Bildecke (ich hoffe, ich habe bei der Kollision nichts kaputt gemacht). Ein Fremdkörper im streng durchkomponierten System. Für mich ist er der eigentliche heimliche Protagonist, da er die perfekte Ordnung durchbricht und Spannung schafft. Auch die Drähte der Oberleitung, die im oberen Drittel durchs Bild laufen, tragen zur Spannung bei (ungefähr 15'000V ), weil auch sie die strenge Ordnung etwas mildern. Manch einer hätte hier vermutlich den Stempel angesetzt, aber ich finde es gut, dass du diesem Drang widerstanden hast. Insgesamt gehe ich mit dir einig: auch Ich fand es ganz nett
bruno5Huch, ähm.... jaaa, da geht es ja voll zur Sache, dass die Fetzen (bzw. Federn) fliegen Die Höckerschwäne 2 sorgen dafür, dass es auch nächstes Jahr noch ebensolche geben wird. Naturdoku in HD, ungefiltert und ohne Jugendfreigabe. Man hört das Fauchen förmlich und ist fast versucht, einen Schritt zurückzugehen... sicher ist sicher Wenn wir uns einmal von der expliziten Szene lösen, gefällt das Bild aber auch gestalterisch. Die aufgewühlte Wasseroberfläche verstärkt die Dynamik der, äh, "Aktion" und bildet einen Hintergrund, der ruhig genug ist, um nicht abzulenken, aber lebendig genug, um nicht wie eine sterile Kulisse zu wirken. Die feinen Spritzer und Tröpfchen in der Luft und am Schnabel von Herrn Schwan sind das Sahnehäubchen. Kleine Details, die man erst auf den zweiten Blick richtig wahrnimmt Insgesamt ein starkes, dynamisches Wildlife-Bild von zwei schönen und eleganten Tieren
DanaAch wie schön, eine Abendstimmung am Meer. Die Sonne bricht durch die Wolken und schickt ein paar hübsche Strahlen auf die Erde, damit du sie mit deiner Kamera auffangen konntest. Dieses Licht hat etwas Beruhigendes, fast Tröstliches, als wolle es den Tag noch nicht ganz gehen lassen. Die Farben wirken angenehm fein und zurückhaltend, nichts knallt und nichts schreit, also genau richtig für diese Tageszeit. Die brechende Welle im Vordergrund bringt Schwung und Dynamik in die ansonsten recht kontemplative Szene. Du hast da punkto Bewegung genau die richtige Belichtungszeit erwischt (bzw. eingestellt natürlich; sowas überlässt man ja nicht dem Zufall). Gerade so viel Struktur im Wasser, dass man die Kraft der Welle spürt, ohne dass sie zu einer undefinierbaren Wattefläche verkommt. Das gefällt mir sehr gut. Der Surfer im Wasser, dein Protagonist beim Warten auf die Welle, wirkt auf mich, als sässe er dort schon seit Stunden. Sein abgewandter Blick in Richtung offenes Meer scheint zu sagen: „Ja wo bleibtse denn, die Welle?“ Diese kleine menschliche Note gibt dem Bild eine schöne Geschichte und verhindert, dass es "nur" eine hübsche Landschaftsaufnahme bleibt. Man fragt sich unweigerlich, ob gleich noch etwas passiert oder ob der gute Mann irgendwann frustriert an Land paddelt Richtiges Kopfkino in wunderschöner Kulisse. Und während ich mir vorstelle, wie kalt das Wasser vermutlich ist, surfe ich lieber im Internet. Da braucht man keine Wellen und wird erst noch nicht nass
zuckerbaer69Ah, ein Makro! Davon gibt es dieses Jahr im Adventskalender nicht so viele. Und was für ein tolles! Du hast uns eine hübsche Sandwespe mitgebracht, die gerade an einer kugeligen Blüte weidet (ich werfe hier einfach mal mit vermeintlichen Fachbegriffen um mich; ich bin ja schliesslich gefürchtet für meine umfassenden Kenntnisse in Botanik und Entomologie ) Very beeindrucking kommt auf dem Bild die sprichwörtliche Wespentaille zur Geltung Die bekommt bestimmt auch nach den Feiertagen ihre Hose noch zu, selbst wenn sie die Blüte noch komplett leerrüsselt. Aber auch abseits dieser anatomischen Besonderheit ist das Tier wunderbar detailreich dargestellt. Die Schärfe sitzt genau dort, wo sie sitzen muss, und erlaubt einen schönen Blick auf Kopf, Augen und die feinen Strukturen des Körpers Der Hintergrund ist gerade noch ruhig genug, dass er der die Wespe wunderbar freistellt. Farblich wirkt das Ganze sehr harmonisch und natürlich; nichts ist nervös oder lenkt unnötig ab. Ein sehr gelungenes Makro, das zeigt, wie spannend und ästhetisch die kleinen, oft übersehenen Dinge und Lebewesen unserer Umwelt sein können, wenn wir nur mit offenen Augen durch die Welt gehen
Tom DAngesichts des Bildtitels fragt man sich zunächst: "Verhütungsmittel oder Treppenhaus?" Aber deine Spirale ist natürlich eine Vertreterin der letzteren Kategorie. Über mindestens acht Etagen windet sie sich, einer Bohnenranke gleich, dem Oberlicht entgegen. (Hach, ich habe gerade eine poetische Phase. Aber keine Sorge, die geht normalerweise schnell vorüber … ähnlich wie diese kurzen „Spinn-Einlagen“ von Katzen (IYKYK ).) ...Ähm, wo waren wir? *am Kopf kratz* Ach ja, Treppengehäuse. Du hast die durchaus schwierige Lichtsituation recht gut im Griff. Einerseits die Mischung aus warmem Kunstlicht und kühlem Tageslicht, andererseits der hohe Dynamikumfang zwischen hell und dunkel - das ist fotografisch alles andere als trivial. Lediglich beim "Licht am Ende des Tunnels" hast du im Oberlicht eine leicht ausgefressene Stelle (ha, das klingt wie eine Beleidigung: "Du hast ja wohl eine ausgefressene Stelle im Oberlicht!" ). Aber das finde ich nicht weiter schlimm, schliesslich ist der eigentliche Star des Bildes ja die Treppe selbst und nicht das Dachfenster. Sehr gut gefällt mir, dass du dich nicht sklavisch an eine perfekte Symmetrie geklammert hast. Die leichte Verschiebung, das nicht ganz Zentrale, macht das Bild lebendig und verleiht ihm Charakter. Wäre alles klinisch exakt ausgerichtet, hätte es schnell etwas von einem Architektur-Lehrbuch oder einer technischen Zeichnung. So hingegen bleibt es spannend und organisch, fast schon ein wenig wie ein Schneckenhaus
ReisefotoMathias zeigt uns heute ein schönes Selbstporträt! Nee, Momenmt mal *Brille putz* das ist ja ein Affe im Khao Yai Nationalpark, Thailand. Niedlich, wie er leicht beömmelt aus der Wäsche schaut. Vermutlich war es ein langer Tag mit vielen Touristen Ein erstaunlich ruhiger, beinahe nachdenklicher Ausdruck. Fast menschlich. Und genau das macht das Bild so stark, wie ich finde. Du hast ihn sehr schön auf Augenhöhe erwischt, was sofort Nähe erzeugt. Man begegnet ihm nicht von oben herab, sondern auf gleicher Ebene, was bei Tierporträts immer ein grosser Pluspunkt ist. Die Schärfe sitzt perfekt auf den Augen, und die sind hier ganz klar der emotionale Anker des Bildes. Dieses warme Braun zieht einen sofort hinein und hält den Blick fest. Alles richtig gemacht Wäre es mein Bild, würde ich diesen bräunlichen Fleck rechts neben dem Äffchen selektiv etwas entsättigen, denn er lenkt mich ein kleines Bisschen vom Hauptmotiv ab. Aber unterm Strich ein sehr gelungenes Tierporträt, das weniger auf Action setzt, sondern auf Ausdruck und Charakter
perserSeekühe Wie cool ist das denn da hast du wirklich den perfekten Wortwitz-Titel für dein Bild getroffen. Hier war ich wirklich froh um deinen erläuternden Text im Beschreibungsfeld ("Relikt einer Cow Parade auf dem Dieksee in Malente, Schleswig-Holstein"), denn ohne diesen Kontext wäre es tatsächlich etwas schwierig, die Szene einzuordnen. Nun ja, aus rein fotografischer Sicht ist das Ganze vielleicht nicht unbedingt preisverdächtig im klassischen Sinne. Aber darum geht es hier auch gar nicht. Als dokumentarisches Werk mit viel Witz, Charme und Augenzwinkern ist das selbstverständlich absolut kalendertauglich Genau solche Bilder bleiben hängen, weil sie eine Geschichte erzählen und einen schmunzeln lassen. Die bunten Kühe sehen dabei aus. als hätten sie schon einiges mitgemacht: Wind, Wetter, Wasser. Ist das ein Vogelnest zu ihren Füssen (Enten vielleicht?) Danke für den Schmunzler zwischendurch!
catfriendPINein, wie putzig! Diese beiden Buschhörnchen würde man doch am liebsten gleich adoptieren und zu Hause im Garten ansiedeln. Sind das Jungtiere, die da gerade daran sind, die Welt zu entdecken? So neugierig, wie sie aus ihrer Baumhöhle lugen, könnte man das jedenfalls gut vermuten. Das linke scheint dabei fast ein wenig mutiger zu sein, während das rechte lieber noch einen halben Schritt Deckung hält Auf jeden Fall hast du sie in einer wirklich niedlichen Pose erwischt, und das auch noch ausreichend scharf bei 600 mm. Das war vermutlich gar nicht so einfach, zumal die kleinen Racker ja selten lange stillhalten. Umso schöner, dass beide Köpfe gut sichtbar sind und man ihren Gesichtsausdruck so wunderbar lesen kann. Auch der Bildaufbau mit der rauen Rinde als Rahmen gefällt mir gut. Was mich bei dem Bild allerdings etwas stört, ist der insgesamt geringe Kontrast. Ich würde am liebsten die Tonwertkurve links etwas zupfen, damit der Schwarzwert ein wenig satter wird und die beiden Hörnchen weniger verwaschen wirken. Aber das ist ja etwas, das du schnell und unkompliziert noch korrigieren kannst. Davon abgesehen ein wirklich schönes Tierdoku-Bild, das dir da gelungen ist! Solche Momente muss man erst einmal sehen, festhalten und dann auch noch sauber umsetzen
haribeeEin Vogel ohne Kopf Ach nein, Moment... der putzt sich ja bloss Bei dem kleinen Reinlichkeitsfanatiker handelt es sich wohl um eine Meise, soweit wage ich mich aus dem Fenster zu lehnen Jaja, Gross und Klein muss sauber sein, schliesslich weiss man ja nie, wer noch so alles zu Besuch kommt. Ich staune, wie detailliert und scharf das Gefieder der kleinen Federkugel abgebildet ist. Flauschig, aber strukturiert, wirklich toll! Man möchte fast mit dem Finger über die feinen Federchen streicheln (lässt man dann aber wohl doch lieber). Auch der sahnige Hintergrund trägt dazu bei, den kleinen Sänger schön freizustellen. So geschniegelt darf man sich dann auch wieder unter Artgenossen blicken lassen Ein schönes Detail am Rande sind die kräftigen Krallen, mit denen sie sich auf ihrem hölzernen Ansitz verankert hat. Das hält
nicknameNele hat ein Zimmer frei... allerdings eines ohne grosse Aussicht, wie mir scheint Dafür definitiv im Grünen. Location ist ja beim Wohnen alles, wer braucht da noch Fenster? Die müsste man ja ohnehin nur immer putzen. Dafür gibt es hier vermutlich eine exzellente Klimabilanz, natürliche Beschattung und ein Raumklima, von dem moderne Passivhäuser nur träumen können, ganz ohne Förderantrag Inklusive Vogelkonzert am Morgen, ganz ohne Aufpreis. "Zimmer frei" trifft es also ganz gut, allerdings wohl eher für Spinnen, Käfer und diverse andere Insekten als für zahlende Gäste mit Rollkoffer. Buchbar vermutlich nur saisonal und mit sehr flexiblen Komfortansprüchen Unterm Strich ein herrlich schräges Motiv, das zeigt, wie sich die Natur langfristig alles zurückholt. Und mal ehrlich: Dachbegrünung ist doch wieder voll im Trend. Wir haben vor zwei Jahren viel Geld dafür ausgeben müssen
HarebrDer Begriff Supermond wird ja seit ein paar Jahren medial ziemlich aufgeblasen, als würde uns da ein Himmelskörper in Planetengrösse erwarten. Realistisch betrachtet hält sich der Unterschied allerdings sehr in Grenzen. Ein Supermond ist im Vergleich zu einem "normalen" Vollmond gerade einmal rund 6–7% grösser im Durchmesser und etwa bis zu 14% heller. Mit blossem Auge ist dieser Unterschied eigentlich kaum wahrnehmbar, ausser man bekäme zwei Monde direkt nebeneinander zum Vergleich serviert (was bislang leider noch nicht passiert ist, aber Junge, wäre das mal ein geiles Fotomotiv ) Der eigentliche Wow-Effekt entsteht also weniger durch die Physik, sondern vielmehr durch gute Platzierung, stimmungsvolle Umgebung und ein bisschen fotografisches Know-how. Und genau da kommt dein Bild ins Spiel! Denn die Platzierung des Vollmondes über der beleuchteten Burg ist ein richtiger Hingucker geworden und funktioniert visuell ganz hervorragend. Die warme Beleuchtung der Burg bildet einen schönen Kontrast zum kühlen Mondlicht und sorgt für eine sehr stimmige, fast schon märchenhafte Atmosphäre. Dass du den Mond etwas kräftig, schon fast künstlerisch bearbeitet hast, gefällt mir hier im Zusammenhang sehr gut. Das hat etwas von einem Filmplakat für einen Horrorfilm man wartet förmlich darauf, dass gleich noch etwas Unheimliches passiert. Ich würde vielleicht noch die zwei hellen Sterne abschiessen (siehe Star Wars ) und die beiden Lampen der Burgbeleuchtung eliminieren, um die Bühne komplett den beiden Protagonisten (dem Mond und der Burg) zu überlassen, aber das ist natürlich Geschmacksache und eher Feintuning als echte Kritik.
Windbreaker"Aaaaaaaaaaaaaaarghhhhhhhhrrrrrmmmbllll!" Nein, das ist trotz Fettdruck nicht der Bildtitel Aber so oder ähnlich ist es mir entfahren, als ich dein Bild geöffnet habe Dabei fehlen wirklich nur etwa 4-5 Zentimeter, die du weiter nach links hättest stehen müssen, um die perfekte Symmetrieachse für dein Bild zu treffen. Zu viel für "passt schon", zu wenig für "bewusst so gewollt" Aber ich weiss aus eigener Erfahrung, wie herausfordernd es vor Ort sein kann, mit dem satten Weitwinkel angeflanscht im Sucher den perfekten Standort und die perfekte Neigung der Kamera zu finden. Zu Hause auf dem grossen Monitor kommt dann die Wahrheit gnadenlos ans Licht Aber, lieber Jens, ich möchte beileibe nicht auf diesem Detail herumreiten, sondern mich den positiven Aspekten deiner U-Bahn Station Übrseequartier widmen. Denn davon gibt es mehr als reichlich. Als bekennender Weitwinkelfan zieht mich das bild sehr in seinen Bann. Diese strenge, fast schon klinische Ordnung, die kühlen Blautöne der Kacheln, dazu der Kontrast aus Edelstahl, Glas und Kunstlicht – das hat richtig Wumms. Bei all den Linien, Lampen, Rolltreppen und Spiegelungen benötigt man definitiv mehr als nur einen kurzen Blick, um zu erfassen, was jetzt Spiegelung ist, was Glas und was tatsächlich "Wirklichkeit". Genau dieses visuelle Rätsel macht für mich den Reiz des Bildes aus. Man schaut hin, schaut noch einmal hin und entdeckt immer wieder neue Details. Faszinös!
harti20Ich glaub, mich laust der Affe! Das ist ja bereits das zweite Affenbild heute in meiner Schicht. Wollt ihr mir, so ganz subtil, irgend etwas mitteilen? Bei diesem Modell hier handelt es sich um einen Dschelada im Zoo Zürich. Den Zürcher Zoo kenne ich persönlich, da wir immer mal wieder gerne einen Ausflug dorthin unternehmen. Denn selbst als Basler mit eigenem, tollem Zoo müssen wir neidlos eingestehen, dass der Zürcher Zoo sich in den letzten Jahren wirklich zu einer grandiosen Anlage gemausert hat (no pun intended ) Nun aber zu dir, bw. deinem Bild... also deinem Bild des Dscheladas (Kurve noch gekriegt? ) Was dein Bild besonders stark macht, ist dieser leicht entrückte, beinahe majestätische Blick des Dscheladas. Er wirkt, als würde er gerade über die grossen Fragen des Lebens nachdenken. Oder darüber, ob es gleich schon wieder Futter gibt . Die Schärfe sitzt wunderbar im Gesicht, und das dichte, leicht zerzauste Fell kommt sehr plastisch und detailreich zur Geltung. Auch der ruhige, natürliche Hintergrund hält sich angenehm zurück und lässt dem affigen Hauptdarsteller genau den Raum, den er verdient. Dabei sind keine Zäune, Gitter oder andere Zoo-Komponenten zu sehen, so dass man fast meint, es mit Wildlife zu tun zu haben. Ein tolles Porträt ist dir da gelungen!
brandyhhGrün! Grün! Da, ganz unten habe ich nebst all dem Blau / Gelb auch noch einen Streifen Grün entdeckt Was hier sofort zündet, ist natürlich die Farbkombination. Dieses satte, leicht abgeranzte Blau der Hütte und der Wand im Hintergrund gegen das knallige, fast schon freche Gelb dieses Sofas. Das ist schon ein ziemlicher Kontrast-Knaller, der einen sofort am Kragen packt. Hat man das einmal mental überwunden, stellen sich einem natürlich Fragen: Warum steht da dieses komische Sofa? Wer hat es da hingestellt? Warum ist es so dermassen quietschig gelb? Haben wir irgendwo noch ein paar Weihnachtsplätzchen? Gestalterisch mag ich die strenge Ordnung im Bild sehr. Die vertikalen Linien der Wellblechwand, die klare Mittelachse, das Häuschen als symmetrisches Gegengewicht. Alles wirkt ruhig, kontrolliert und sehr bewusst gesetzt. Fast schon ordentlich. Und dann steht da dieses Sofa Völlig deplatziert und völlig absurd. Aber genau deshalb ist es so grossartig Auch, oder vielleicht gerade weil einen das Bild mit mehr Fragen zurücklässt, als es beantwortet, funktioniert es so gut. Es erzählt keine Geschichte, sondern öffnet ein kleines Kopfkino, in dem jede*r seine eigene Erklärung basteln darf
jqschIch bin ja inzwischen auch schon nuschelundfünfzig Jahre alt, aber bei dieser Rutschbahn würde ich sofort und unbedingt rutschen wollen! Meine Frau und ich haben das bei einer ähnlichen Installation in einem Einkaufszentrum vor einigen Monaten gemacht. War toll! Lästig sind nur die ganzen Kinder, die man immer verscheuchen muss Hach, ich gerate heute dauernd ins Schwafeln, und dabei wollen wir ja noch gemeinsam mit Jürgen In die Röhre schauen Die spiralförmige Führung, also die Linien, die sich durch das Rohr winden, erzeugen einen schönen Sog und machen das Bild angenehm "unruhig", ohne chaotisch zu wirken. Man bleibt hängen, wandert mit den Augen und entdeckt immer neue Details. Sehr fein! Die Schwarzweiss-Umsetzung ist aus meiner Sicht die richtige Entscheidung. Die Texturen des Metalls, die Kratzer, Gebrauchsspuren und Lichtreflexe können so wunderbar zur Geltung kommen. Besonders gelungen finde ich das Spiel aus Licht und Schatten, durch den das Rohr schön dunkel und geheimnisvoll wirkt. Was erwartet uns wohl am anderen Ende des Tunnels? Das Licht? Ein Bälle-Bad? Keifende Eltern, weil man wieder eimal ihre Emma-Schantall zur Seite geschubbst hat, um schneller rutschen zu können? Eines wollen wir aber trotzdem noch wissen: hast du nur geguckt oder bist du auch gerutscht?
10Heike10"Morgenspaziergang" klingt ja erst mal harmlos. Fast idyllisch. So nach frischer Luft, Vogelgezwitscher und einem gemütlichen Schlendern vor dem Frühstück. Ich liebe ja Katzen, egal wie gross oder klein. Aber sagen wir mal so: ich würde bei diesem Morgenspaziergang vermutlich trotzdem eher zügig die Strassenseite wechseln wollen Was für ein starkes Bild! Die Löwin im Vordergrund dominiert die Szene mit einer Präsenz, die man förmlich spürt. Dieser direkte, ruhige Blick hat etwas ungemein selbstverständliches. Kein Drohen und kein Hast, einfach souveräne Gelassenheit. Man merkt sofort: hier ist jemand unterwegs, der weiss, dass der Weg ihm gehört. Punkt. Keine Diskussion Ganz grossartig finde ich auch die Staffelung der Tiere im Bild. Die beiden Junglöwen im Hintergrund folgen brav, fast ein wenig tapsig mit ihren grossen Pfoten. Mama vorne, Nachwuchs hinten: Familienausflug, Savannen-Edition Ein Morgenspaziergang, den man sich lieber aus sicherer Entfernung anschaut, am besten mit Kamera und langem Tele. Wobei du da mit 200mm ja eigentlich noch relativ nah am Geschehen warst. Von einem Geländewagen aus, nehme ich an? Es muss ein absolut beeindruckendes Erlebnis sein, diese Tiere so unmittelbar zu erleben, ganz ohne Glasscheibe oder Gitter dazwischen
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Liebe Grüsse
Dominik
∞ ∞ Infinite Landscapes ∞ ∞
Dieser Satz kein Verb.
Tafelspitz ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22.12.2025, 16:29   #30
Kurt Weinmeister
 
 
Registriert seit: 06.03.2015
Ort: Berlin
Beiträge: 4.847
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Zitat von Dana Beitrag anzeigen
Besprechung 19. Dezember 2025
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Kurt WeinmeisterBreslau [...] Kleiner Gedanke: du hast sehr perfekt gezogen, aber links wirkt es schon etwas überzogen, was schnell passiert, wenn man ein Weitwinkel absolut exakt geraderichtet. Hier würde ich eine minimale Stürzung in Kauf nehmen, um diese Zugwirkung nach außen abzumildern.
Liebe Dana, vielen Dank für Deine ausführliche und liebevolle Beschäftigung mit meiner Pfütze.
Du hast natürlich recht -> ich hätte da etwas weniger ziehen können.
Ob und wann ich dazu kommen werde, Deine Anregung umzusetzen, weiß ich nicht nicht.
Ich brauche ja schon alleine ein paar Tage, um auf ein Bild hier zu reagieren. Habe momentan einfach zu viel um die Ohren ... und wollte deswegen ja auch keine Bilder einstellen. Nun wird es doch eine Breslau-Serie
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Das Leben ist eine Illusion, hervorgerufen durch Alkoholmangel (Bukowski).
Chefexeget an der Rudolf-Steiner Schule
Kurt Weinmeister ist offline   Mit Zitat antworten
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