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#221 |
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Der Senegalliest von seinen besten Seiten.
![]() → Bild in der Galerie ![]() → Bild in der Galerie ![]() → Bild in der Galerie Geändert von carm (25.01.2018 um 08:47 Uhr) |
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#222 |
Registriert seit: 05.02.2009
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#223 |
Chefheizer
Registriert seit: 30.03.2015
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Bei den Bilder sieht man, dass das mit der großen Optik und vom Stativ aus gemacht worden ist.
Da hat sich die Schlepperei gelohnt.
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So long Peter ....ich administriere nicht, ich moderiere nur.... |
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#224 |
Registriert seit: 05.02.2009
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Und die ersten Löwen. Die waren später Hauptakteure in einem Kampf mit einem Büffel.
![]() → Bild in der Galerie |
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#225 |
Registriert seit: 05.02.2009
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#226 |
Registriert seit: 05.02.2009
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Respekt für die vielen herrlichen Fotos und vor allem auch an Dana für die wiederkehrenden Momente einer unvergesslichen Reise.
![]() ![]() ![]() FG Carlo |
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#227 | |
Chefheizer
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Zitat:
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#228 |
Registriert seit: 30.10.2010
Ort: Mitten im Spreewald
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Das ist schon großes Kino was man von euch hier so zu sehen bekommt. Für die, die dabei waren sicher ein bleibendes Erlebnis. Für die Daheim gebliebenen ein schöner Einblick in die afrikanische Fauna.
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Gruß Hans-Werner Der Naturfotograf mag oft mit leeren Händen heimgehen - aber nie mit leerem Herzen.. (Franz Bagyi) Naturfotografie im Spreewald |
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#229 | |||||||||||||||||||||||||||||||||
Themenersteller
Registriert seit: 21.08.2008
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Beiträge: 34.953
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Vielen Dank, Hans-Werner!
@Carlo: super getroffen, die Löwen! Und auch toll, dass von dir nun auch Bilder kommen! ![]() Nun von mir der nächste Berichtsteil: Sa, 6.1. Von vergessenen Schlüsseln, zu viel Essen und Brandherden Gesehene Tiere: Großes Nichts am Hippohide (ein SEHR häufig vorkommendes Tier… ![]() Inzwischen hatten wir einen richtigen Ritus. Morgens um zwei vor acht trafen wir uns mit Eva und Tim (manchmal war auch Tom am Treffpunkt) und gingen dann zusammen zum Frühstück, das um acht Uhr begann. So saßen wir morgens gemütlich schmausend zusammen, erzählten und die, die sich um uns herum setzten, quatschten mit. Sehr schön! Wir hatten verabredet, dass wir um zehn Uhr zum Hippohide fahren wollten (vielleicht tanzte das Hippo heute mit 16 Schildis mal Samba?), aber ich war schon um kurz nach halb neun mit dem Essen fertig. Irgendwie hatte ich keine Lust auf „Handtuch“ weshalb ich die Gruppe informierte, dass ich gerne schon um neun losfahren wollen würde und die anderen, die nochmals zum Rondavel wollten und Sachen umpacken etc. dann halt selbst Handtuch spielen müssten. ![]() ![]() Der Hippohide war LEER. Megaleer. Komplett leer. Am leersten. NIX los. Das Kroko hing wie hingeschossen am Rand: ![]() → Bild in der Galerie Vielleicht verdaute es immer noch den Pavian, keine Ahnung…und sonst kam NICHTS vorbei. Kein Käfer, keine Laus, nix. Ich habe keine weiteren Bilder gemacht. ![]() Als die Zehnergruppe dann kam, hatte ich die Nase voll. Obwohl ich ja noch da bleiben wollte, erklärte ich, dass ich nun zurück fuhr, um trainieren zu gehen, das sei einfach zu frustrierend. Vera nickte verständnisvoll, gab mir einen Knutscher und versuchte nun ihrerseits ihr Glück im Unterstand, während ich mit Beate und Birgit heim fuhr. Als wir fast daheim waren, entfuhr mir ein Schrei: „NEIN!!!!“ Alles schreckte zusammen. „WAS??“ „Vera hat den Schlüssel!“ Och neeeeeeeeeeeeeeeeeeeeee….ich hatte vergessen, mir von Vera unseren Rondavelschlüssel geben zu lassen, nun konnte ich nicht mal an meine Sachen. GRRRRRRRRR…… Heike, die eine Chefin, die uns gerade fuhr, gab mir den Tipp, die Zimmermädchen zu suchen und die zu finden, die meinen Rondavel im Programm hatte. Die würde mich reinlassen. Wenn das nicht funktionierte, würde sie mich nochmals an den Hippohide fahren. WIE NETT, oder?? Da bin ich drösselig, aber sie würde nochmals aus dem Office raus, nochmals zum Hippohide, nochmals zurück… Total klasse. Trotzdem setzte ich alles daran, die Dame zu finden, die heute netterweise unser Häuschen wischte und fand sie auch. Sie grinste: „Yeeeeeeeesss….of cooouuurse….“ Wir verabredeten, dass ich den Schlüssel drin stecken lassen sollte, weil sie eh demnächst zum Putzen hoch käme. Ich zog mich in Windeseile um, machte die Tür zu, ließ den Schlüssel stecken und ging zum Pool. Dort trainierte ich meine Runden, bis Vera zurückkam. Wahrscheinlich war sie auch schon ziemlich in Sorge, weil ihr sicher auch eingefallen war, dass der Schlüssel noch in ihrer Tasche steckte (er wiegt ungefähr zwei Tonnen, weil er ein riesiges Holzstück dran hat. ![]() „Hm?“ Ihr war das nicht mal aufgefallen! ![]() ![]() Sowas. Aber so hatte sie wenigstens entspannte Minuten dort und war nicht unter Druck. Das hatte sie sich auch verdient. Wir blieben am Pool, Vera kam dann auch dazu und schwammen, lasen und ließen es uns gut gehen. Ich las gerade ein Buch von Terry Pratchett, das mir BodenseeTroll geschenkt hatte (lieben Gruß an dich, lieber Obi und SCHADE, dass ihr nicht mit wart!!). Das Mittagessen hatten wir für halb zwei bestellt, davor gingen wir uns umziehen, duschen und unsere Rucksäcke packen, denn dann ging es auf SIMBA-Safariiii! Yaaaay! Fünf Stunden lang mit dem Landi durch die Gegend! Ich hatte mir extra diesmal KEINE Suppe und keinen Salat bestellt, sondern eine Fleischpastete, weil wir bis 20h durchhalten mussten. Die Simbasafari begann um 15h und endete halt später als es sonst Abendessen gab. Während ich mampfte, kam irgendwer vorbei. „Ah…ihr habt gleich Simba, ne?“ „Jawoll, schnell noch stärken vorher!“ „Aber..ihr wisst schon, dass es während der Tour einen Snack gibt, oder?“ „WAS??? Gnaaaaaaaaaaaaaaaaaa….“ Aber da war die Pastete schon gegessen. Wir würden noch dick und rund werden, denn an den leckeren Snacksachen, die die immer hatten, kam man echt nicht vorbei. Gerösteter Mais, Popcorn, getrocknetes Fleisch, Käse, Gurken…all das war einfach ZU lecker, als dass man „nein danke“ sagen konnte. ![]() ![]() Um kurz vor drei standen da zwei Landrovers bereit und Jesco trieb unsere blaue Gruppe in seinen, während Birkus den Landi mit einer uns fremden Gruppe bestieg. Jesco und Birkus machten vorher noch ab, wer wie rum führe, denn, was ich total genial finde, sie fahren nie hintereinander. Sie fahren „sich entgegen“, was bedeutet, dass der eine am Nordende beginnt und der andere am Südende (oder West und Ost, ist wurscht, halt andere Seite!). So auch diesmal. Wir fuhren los: ![]() → Bild in der Galerie Im Auto war zwar leises, aber dauerndes Gespräch zu hören. Jesco fuhr zur Seite und bremste hart. Dann drehte er sich um: „Also…wir können auch gern hier erst einmal warten, bis ihr mit euren Unterhaltungen durch seid!“ Leichtes Gekicher, man konnte die Gesichtsröte auch erahnen, ohne sich umzudrehen. ![]() „Ok. Also können wir nun auf die Pirsch gehen?“ Das laute JA!, das dann kam, war natürlich auch wieder falsch. ![]() Wir fuhren und Jesco witzelte: „Also, ihr müsst schon Bescheid geben, wenn ihr Leoparden seht! Ich fahre sonst einfach weiter!“ Jo, Leoparden, das wäre nett. Aber ich war vor allem traurig, dass wir keine Elefanten zu sehen bekommen würden. Was mussten die auch genau JETZT weg sein! Die blöden Viecher. ![]() „Und wieder nicht aufgepasst!!“ Jesco bremste wieder hart und fuhr ein Stück zurück. Er wies nach rechts. „Nashörner!“ Hä…das war wieder so eine „Ich bin blind“-Geschichte. Da ich in der Reihe hinter Jesco saß, hörte ich sein leises Stöhnen. „Dana….“ Er fuhr zurück. Wies nochmals. „DA.“ Naja, das war wieder so ein Suchmichspielchen von den Tieren gewesen, manno! ![]() → Bild in der Galerie Jetzt stellt euch vor, dass ihr recht schnell ne Straße lang fahrt und rechts, tief im Gebüsch (NICHT gleich neben der Straße!) liegen die beiden SO im Versteck. Würdet IHR sie sehen? Man kann einfach keinen Vergleich ziehen zwischen einem ausgebildeten Ranger mit langer Erfahrung und uns bzw mir. Ingo und Tim waren in der Sichtung von Tieren schon ziemlich gut (vor allem Tim hatte sein Fernglas dabei und sah viele Sachen schon wesentlich früher), aber auch Eva kam mit der Sicht immer mehr heran. Nur ich sah meist nix. ![]() ![]() ![]() Da Jesco ein Vogelfreund ist und es ein Hobby für ihn darstellt, Vögel zu bestimmen und zu finden, war der Anfang etwas vogellastig. Ich knipste nicht alle. Ich mag Vögel zwar, aber ich mag auch größere Tiere, die nicht fliegen und dauernd weg sind, wenn man die Linse hebt. ![]() Trotzdem hier mal ein Artgenosse, ein europäischer Bienenfresser: ![]() → Bild in der Galerie Impalas und Warzenschweine säumten unseren Weg:
Es war MEGAheiß und die Sonne brannte sich zu uns durch.
(Ich gehe davon aus, dass sie allerdings für das romantische Loch im Blätterdach [Bild2] NICHT verantwortlich war. ![]() Plötzlich roch es im Auto aber unglaublich verbrannt. Ich erschrak. Wenn das Auto jetzt Schaden nahm, war das nicht so lustig, mitten unter der sengenden Sonne. Es würde etwas dauern, bis Ablöse kam und man durfte ja nicht aussteigen.... Doch Jesco, der sich auch aufmerksam umschaute, sah auf Ingo, der neben ihm vorne saß: „Da brennt was bei DIR!!“ Ingo bewegte sich flink, um zu schauen, was los war. Und tatsächlich, bei ihm qualmte es irgendwie! „Ach du meine Güte!“ Er riss den Blitz von der Kamera und hielt ihn in den Schatten. Da hatte die Sonne den Bouncer als Lupe genutzt und in den Lenscoat von seinem 150-600 ein richtiges Loch gebrannt! Glücklicherweise hatte er einen Lenscoat drum, sonst wäre das nicht so nett für das Objektiv gewesen. Puh! Ingo überlegte, wie er das denn nun abdecken konnte, um nicht noch mehr Brandherde in sein Equipment zu burnen, aber Jesco griff ins Auto-Innere, zog eine Baseballkappe hervor und haute sie ihm über den Blitz. „Geht so?“ Ingo nickte. Man kann sich heute fast ausschütten, wenn man sich das nochmals in Erinnerung ruft, aber da war es echt für einen Moment eher zum Fürchten. ![]() Wir kamen erst an einem kleinen Wasserloch samt Graureiher: ![]() → Bild in der Galerie und dann an einem größeren Wasserloch vorbei. DA war es schön! Ein toller, malerischer Baum auf einer Mini-Insel im Wasser und Hippos beim Dösen! Auch Reiher waren da, Krokos und Warane. Ach, toll! Das Licht war zwar gerade nicht ganz gut, weil noch nicht Abendstimmung, aber trotzdem war das eine Stelle, für die sich die Tour schon gelohnt hatte. Was ein wunderhübsches Plätzchen! Leider war mir irgendetwas ins Auge geflogen, irgendein Viech. Das hatte ich öfter, dass so kleine Fliegen mir gerne ins Auge flogen und dann in meiner Tränenflüssigkeit ertranken. ![]() „Au…“ „Was ist?“ Jesco hatte sich umgedreht. „Ich habe etwas im Auge und bekomme es nicht raus.“ „Möchtest du spülen?“ „Ja…bitte.“ Er reichte mir eine 1,5L-Wasserflasche, na wenn die nicht reichte. ![]() Ich ließ das Wasser über meine eine Gesichtshälfte ins Auge laufen und es wurde auch tatsächlich sofort besser. Gottseidank. Nun konnte ich die Schönheit des Ortes auch wieder voll genießen.
„DA!“ Jesco deutete wild: „Nilgänse!!“ Keine Reaktion. Er guckte erstaunt nach hinten, alles gähnte. „Hä?“ „Jesco…Nilgänse…wenn du mal hundert auf einmal sehen möchtest, fährste nach Frankfurt…das ist voll von denen…“ Jesco staunte zum ersten Mal. Bei ihnen waren die nicht sooo häufig, wie anscheinend in unseren Gefilden. ![]() Aber da sie Küken dabei hatten, erbarmten wir uns doch mal für ein Foto: ![]() → Bild in der Galerie Drei andere Grazien waren am Ufer zu sehen: ![]() → Bild in der Galerie Das fand Ingo bemerkenswert, weil die eine nicht dazu gehörte und trotzdem da mitten drin stand. Jesco fuhr weiter und stellte fest, dass der Fluss da, wo er hinüber wollte, zu tief für den Landi war. Eigentlich wollten wir aber auch noch die Hippos von der anderen Seite her sehen, so drehte er und fuhr einen Umweg außen herum. Beobachtet wurden wir von einer kleinen Süßen: ![]() → Bild in der Galerie Jesco heizte ziemlich. Die Straße staubte, es war sehr warm, ich musste dauernd aufpassen, dass ich die 1,5L-Flasche nicht schon wieder zum Ausspülen brauchte und kniff leicht die Augen zusammen. Und das, obwohl ich eine Sonnenbrille trug! Kurzes Zwischenbremsen für eine Blauracke und einen Heuschreckengelbschnabeltokoooo (yaaay)! Die Blauracke beäugte uns kritisch:
Jesco fuhr wie ein Verrückter. Immer schneller – und vor allem von den Hippos weg! Mit großen Augen (ich vergaß kurz das Zusammenkneifen) sah ich zu, wie wir uns immer mehr von dem Wasserloch entfernten…aber…wir…hm… Ich murmelte leise meine Irritation vor mich hin, sagte aber nichts weiter laut. Jesco fuhr und fuhr…und dann bremste er plötzlich mit einem vollen Ruck, riss seinen Arm hoch und streckte ihn gen linke Buschseite aus. Und da hätte ich fast heulen können. Jesco drehte sich um, grinste und sagte leise: „Aber ich fahre dich auch wieder gern zu den Hippos.“ ![]() ![]() ![]() ![]() Gut, dass DAS keiner gehört hatte… ![]() ![]() Nachdem wir uns an den tollen Elefanten (die endlich zurück waren!!!!) reichlich Glück eingeschaufelt hatten (denn satt sehen konnte man sich daran nicht) und sie langsam im Busch verschwanden, fuhren wir wieder in die andere Richtung. Ich machte noch ein Bild eines Gelbschnabeltokos <3: ![]() → Bild in der Galerie als wir plötzlich den bekannten Ruf hörten: „GWAI!! GWAI!!!!!“ Der Go-Away-Bird! Ich hatte ihn ja schon beschrieben, als lauten, jägerfeindlichen Schreihals, der dann Gefahr lief, auf dem Grill zu landen. ![]() ![]()
Und dann fuhr Jesco doch nochmals zu den Hippos! =) =) =) Mittlerweile stand die Sonne tiefer und die Seenlandschaft lag in einem tollen Licht.
Jesco war auch ein herrlicher Stimmenimitator und ich wollte mich ausschütten vor Lachen, als er die Hippos voll anknurrte/anröhrte und erklärte, dass er gerade ihr Territorium streitig machte. ![]() ![]() Mittlerweile waren wir ungefähr drei Stunden unterwegs, aber von „Snack“ war immer noch keine Rede gewesen. Das fiel uns aber gar nicht auf, wir waren ja voll Adrenalin. ![]() Allerdings wussten WIR nicht, was er tat. ![]() Er hielt den Wagen an und fing laut an zu klatschen! ![]() ![]() ![]() Als brave Landrover-Insassen blieben wir natürlich ruhig, aber wir wunderten uns arg. Er hielt die Hand hoch, wie er es oft tat, wenn er unsere Aufmerksamkeit nach vorne lenken wollte…dann klatschte er erneut. Ich hielt es nicht mehr aus und fragte flüsternd: „Was machst du denn da?“ Er sprach völlig normal laut: „Da vorne ist eine Rotschopftrappe. Ich habe sie eben kurz gesehen, jetzt ist sie irgendwo da hinten im Gebüsch.“ Er klatschte wieder, rhythmisch, erst langsamer, dann schneller. Danach gab er noch ein paar Laute von sich, von denen man SEHR verwundert war, dass sie aus einer menschlichen Kehle heraus kamen. ![]() „Das ist der Ruf eines Widersachers…normalerweise würde sie antworten und wenn wir Glück haben, dann auffliegen!“ Er klatschte erneut, stoppte und deutete dann wild in die Luft. Die Luft um uns herum war lauter als wir. Ich hielt sogar den Atem an, glaube ich. ![]() Und tatsächlich, DA war ein „Gegenklatschen“! Es tackte aus dem Busch, langsam, dann immer schneller. Stille. Der Ruf am Schluss fehlte. Jesco wiederholte seine Trappen-Provokation. Nix. Nochmal. Und da, wieder ein Tacken aus dem Busch…und danach kam tatsächlich so ziemlich derselbe Laut, den Jesco auch ausgerufen hatte! „Schaut in die Luft!“ Wir taten es…aber nix. Sie flog einfach nicht auf. Nach mehreren Versuchen gab Jesco dann doch auf. Aber alleine, das mal zu hören, wie ein Wildhüter mit einem Vogel kommuniziert, war genial. =) Nun brach die Dämmerung herein. Die Tiere standen und genossen die letzten Sonnenstrahlen:
Wir Menschen auch:
Manches lag dann auch schon im Schatten. ![]() ![]() → Bild in der Galerie Und dann hielt Jesco den Landrover an einem kleinen Wasserloch an, das komplett abgeschirmt war. Ein Buschbock stand dort und guckte uns an. ![]() → Bild in der Galerie Wir durften aussteigen, bekamen eine Picknickdecke über die Front des Autos gelegt, darauf die Snacks und durften einen Moment rasten. So lecker. Aber es war schon kurz vor sieben…um acht gab es Abendessen…ach EGAL. ![]() „Wer mag Apfelschorle? Traubenschorle? Wasser?“ Birgit hatte sich bei Traubenschorle gemeldet (und zwar bei roter) und ging dann aber schnell mal auf die Buschtoilette (einfach hinters Auto, das war so Pflicht). Jesco sah mich fragend an. „Ich weiß nicht…Ingo, darf ich mal an Birgits roter Traubenschorle probieren?“ „Klar…“ Jesco reichte mir die schon geöffnete Dose. Ich probierte. Lecker! „Aber ist es nicht zu süß?“ Er reichte mir eine andere Dose, die blau war. Ich konnte doch jetzt nicht eine Dose aufmachen, probieren und dann sagen „nee, ist nix…so entgegnete ich: „Ich nehm auch eine rote.“ „Sicher? Das ist aber echt PAPPsüß. Der weiße Traubensaft (blaue Dose) ist besser.“ „Den roten hab ich schon probiert, den nehme ich.“ Jescos Gesicht zeigte genau, was er davon hielt, dass ich nicht ALLE Alternativen getestet hatte, gab mir aber natürlich eine rote Dose. Ich trank. Puh, irgendwie war der Probeschluck NICHT so süß gewesen, aber egal, es schmeckte gut. Da mir die Kohlensäure aber nicht gut bekommt, musste ich langsam trinken und war noch lange nicht fertig, als wir wieder einpackten. Ich füllte mir daher den Rest in meine Trinkflasche und bat Jesco um noch etwas Wasser. Hätte ich mal lassen sollen. ![]() Jesco kriegte das Grinsen nicht mehr aus dem Gesicht. „ZU SÜSS, HÄ??“ Hach, was sollte es. Ihm jetzt zu erklären, den Saft strecken zu wollen, würde ihn nur mehr feixen lassen. Also zwinkerte ich und sagte: „N nnnnnein.“ Er lachte und gab mir Wasser. Bitte, sollte er doch Recht behalten. Von mir aus auch SENKrecht. ![]() Der Buschbock stand tatsächlich bis zum Schluss an derselben Stelle und guckte uns beim Essen und Lachen zu. Lustig. Völlig schmerzbefreit. ![]() Weiter ging die Fahrt, es sollte sich ja noch eine Stunde Nachtfahrt im Dunkeln anschließen. Wir fuhren auf den Weg zurück, wo ich eine kleine, schwarzweiße Schlange sah, die unter dem Auto schnell weiter geschlängelt war, als wir gehalten hatten. Sie war aber so schnell im Gebüsch verschwunden, dass ich nichts sagte. Als ich es Ingo erzählte, dass da eben eine Schlange war, flippte er fast aus. „Warum sagst du nicht STOPP??“ „Na…weil…die war ja gleich weg…“ ![]() Ingo und seine Viecher. ![]() Eine Herde Impalas kreuzte unseren Weg. Wir lernten, dass diese Tiere jetzt NICHT schlafen gingen, da sie einen völlig anderen Rhythmus hätten als wir. Da hieß es nicht „soooo, Abend, ab ins Bett!“, da hieß es „ausruhen und dann weiter!“. ![]() → Bild in der Galerie Die Sonne ging unter: ![]() → Bild in der Galerie (Sorry, freihand, da war nicht mehr drin) Es wurde echt schwarz um uns herum. Jesco hatte einen Suchscheinwerfer dabei und ich war basserstaunt, wie er fuhr. Er fuhr den Weg gerade entlang, guckte rechts, guckte links, leuchtete rechts, leuchtete links, warnte uns vor Ästen, die in den Weg hingen und zeigte uns lauter Kleinvieh, das sich in den Bäumen versteckte! KEINEN leisen Schimmer, wie er DAS machte! Ich fahre ja schon immer in die Richtung, in die ich gucke! Wenn ich seitlich länger raus schaue, fährt mein Auto hinterher, also weiß ich, dass ich das beim Fahren nur darf, wenn ich NICHT am Steuer sitze (denn wenn ich am Beifahrersitz seitlich rausgucke, lässt das mein Auto kalt). Das war echt irre. Die Nachtfahrt war unglaublich, auch wenn ich es aufgab zu fotografieren. Ohne Blitz war das einfach kaum möglich, aber ich hatte mich bewusst dagegen entschieden und genoss die Fahrt auch einfach so. Afrika hat in dieser Tageszeit einen wunderschönen Duft. Honig, Kräuter, warme Erde….die Luft wird klarer, der Staub legt sich…aber immer noch ist eine wohlige Wärme da, die dich umhüllt. Ich hätte heulen können, so schön war das. Ingo erahnte wohl, wie es dem ein oder anderen da so erging und sagte leise: „Wenn ihr Afrika richtig fühlen wollt, macht jetzt den Mund auf…lasst die Luft hinein und schmeckt das Land.“ Und das tat ich…und es war SO großartig… Plötzlich hielt Jesco und sein Suchscheinwerfer ging fast direkt neben unser Auto. Da musste ich mir echt einen Quietscher verbeißen (erfolgreich!), denn direkt neben unserem Auto stand das Löwenmännchen und war „not amused“! Es knurrte, grunzte und röhrte leise, die Zähne zeigend. Leider war es mir mit meinen Einstellungen nicht möglich, zu diesem Moment ein gescheites Bild zu bringen, aber die Sichtung war auch so phänomenal. Der Prachtkerl wackelte mit dem Hintern und ging betont langsam vorne am Landi vorbei, über die Straße und nebendran ins Feld, ungefähr einen Meter von der Straße weg. Dort legte er sich hin! ![]() → Bild in der Galerie Meine Güte, zeigte er uns, wie egal wir ihm waren. ![]() „Der ruft seine Löwinnen!“ kam von Ingo und wirklich konnten wir ihn laut rufen hören. Wahnsinn, wenn man direkt daneben steht! Wir fuhren weiter, weil Jesco befürchtete, die Löwinnen würden nicht kommen, wenn wir da weiter stünden, so schauten wir uns in der Umgebung noch etwas um. Eine kleine Nachtschwalbe (auch Ziegenmelker genannt) sahen wir noch, auf einem kleinen Ast sitzen und diesmal (HA!!) sah ich dat Viech mal, im Gegensatz zu anderen aus unserer Gruppe. SO. Jaha. ![]() → Bild in der Galerie Wenig weiter kamen wir an den Außenbezirken von Makutsi vorbei, wo die meisten der Arbeiter wohnten. Es waren kleine Bungalows, alle aneinander, wie Reihenhäuschen, aber nicht sehr groß. Die Menschen hängten Wäsche auf, saßen auf der Veranda…während 300m von ihnen entfernt, ein Löwe seine Frauen rief. ![]() Leider fuhren wir danach doch nicht mehr zu dem Löwenrudel, weil wir einfach heim und an den Trog mussten. Wir alle pappsatt, aber hey, da ging bestimmt noch was. ![]() Ich möchte nicht wissen, wie wir gestrahlt haben, als wir heim kamen. Wir bedankten uns bei Jesco für die wunderschöne Safari und gingen beschwingt zum Restaurant, wo für uns „Spätsimbas“ ein Tisch freigehalten worden war. Ich habe mir für diesen Abend nicht notiert, was es zu essen gab. ![]() ![]() ![]() „NEEEIIIN….ich bin satt!“ Charlotte blitzte ihre Mutter an. „Ich hatte doch nur gesagt, dass du dein Fleisch…“ Der Rest ging im Gelächter unter. Was war das für ein toller Tag gewesen. Später, im Bett, den Kopf übermüdet ins Kissen kuschelnd, lächelte ich immer noch… ![]()
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Liebe Grüße! ![]() Blowing out someone else's candle doesn't make yours shine any brighter.
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#230 |
Registriert seit: 12.07.2005
Beiträge: 16.214
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Immer wieder eine Freude hier mitzulesen.
![]() Ich weiß nicht ob ich mehr gesehen hätte wie du Dana, aber eins weiß ich, für die Natur, egal ob jetzt hier in Deutschland oder in Afrika, muss man sehen lernen. Es dürfte klar sein, das ich nicht das normale Sehen meine. ![]() ![]() ![]()
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Gruß Guido A-Mount lebt! Es kommt anders wenn man denkt. |
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