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Startseite » Forenübersicht » Treffpunkt » Café d`Image » Kommentare, Kritik und das Wort Kunst in der Bildbesprechung
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Alt 10.12.2010, 15:35   #1
amateur
 
 
Registriert seit: 01.10.2005
Ort: Region Hannover
Beiträge: 7.725
Zitat:
Zitat von kuddelmuddel Beitrag anzeigen
Auch was den Ausschuß an Bildern angeht, bin ich fest davon überzeugt, das es früher nicht so viel gab wie heute.
Früher ist der Amateur dem Profi aber auch nicht so auf den Fersen gewesen. Man war mit unterdurchschnittlichen Ergebnissen schon zufrieden. Meine Bilder von damals mag ich mir abgesehen vom reinen Erinnerungswert nicht mehr ansehen.

Im Profilager wurden Bildreihen belichtet, Previews mit Polaroids angefertigt und beim Entwickeln nachbelichtet und abgewedelt, was das Zeugs hält.

Viele Grüße

Stephan
__________________
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Alt 11.12.2010, 20:50   #2
Oldy
 
 
Registriert seit: 15.03.2006
Ort: Duisburg (nahe am LaPaDu)
Beiträge: 3.294
Zitat:
Ein durch wildes drehen an den Reglern der EBV entstandenes Bild mag zwar schön anzusehen sein, ist aber von Kunst weit entfernt.
Warum?
Schlichte Frage.

Uwe
__________________
Achtung: Meine Bilder rauschen, dass es einer Sau graust, sind daher leidlich unscharf bis zur Nichterkennung des Hauptmotivs und grundsätzlich grandios gegen den foreneigenen Wind geschifft.
Bitte nur anschauen / kommentieren, wenn man das alles ohne Herzklabaster ertragen kann. Für Risiko und Nebenwirkungen fragen sie Ihren Moderator oder auch nicht.
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Alt 11.12.2010, 20:57   #3
About Schmidt

Themenersteller
 
 
Registriert seit: 13.10.2007
Beiträge: 22.919
Siehe Zitat aus Wiki
__________________
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Flickr
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Alt 10.12.2010, 14:26   #4
looser
 
 
Registriert seit: 27.10.2003
Ort: D-Hildesheim
Beiträge: 2.681
Hallo Wolfgang,

da stellt sich mir die Frage ob jedes gezeigte Foto hier künstlerisch zu interpretieren sein muss

Ein Seite der Fotografie ist doch auch das dokumentarische. Wenns auch noch schön an zu sehen ist, prima.

Andererseits sind hier doch auch viele Anfänger unterwegs, die noch ihren eigenen Stil suchen bzw. einfach nur am Spaß an der Fotografie mit ihrer Sony haben und mit anderen darüber reden möchten.

Ist das ein Problem? Soll dieses Forum ein Forum für Künstler sein? Oder ein Forum für Sony User, in allen Ausprägungen die es gibt. Sollen keine Dinge gezeigt werden die interessant oder dokumentarisch sind, aber keinen künstlerischen Aspekt beinhalten oder polarisierend sind?

Ich denke Kunst ist alles was gefällt. Wem und wie auch immer. Dazu gehört auch Sachen zu zeigen die anderen möglicherweise nicht gefallen. Wie soll der Zeiger wissen ob sein Geschmack ankommt und wie das gezeigte interpretiert wird, ohne auf die Nase zu fallen...


MFG Michael
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Alt 10.12.2010, 14:26   #5
MarieS.
Forumssekretärin
 
 
Registriert seit: 02.06.2009
Ort: Berlin
Beiträge: 2.965
Tut mir leid Wolfgang, aber ich kann dir leider nicht zustimmen.

Bereits der Ausdruck "das Gesehene fotografisch richtig umsetzen" geht mir sowas von gegen den Strich, dass ich mich einfach äußern muss, denn wer von den hier Schreibenden und Schöpfenden soll denn bitte beurteilen dürfen, die der Fotograf genau diese Szene darstellen wollte?

Sicher sind auch bei den hochgelobten Bildern immer wieder Glückstreffer dabei, aber muss Kunst zwangsläufig reproduzierbar sein? Hat Beuys seine Butter vermessen, ehe er sie in die Ecke der Düsseldorfer Kunstakademie gequetscht hat? Ist Improvisationstheater keine Kunst, weil es jedes Mal anders ist?

Meiner Meinung nach kann auch auf der Suche nach seinem Stil ein Fotograf bereits Kunstwerke hervorbringen, denn ich halte es nicht mit Fulda, das Kunst von Können kommt, sondern sehr im Auge des Betrachters liegt. Für den einen ist Anne Geddes Kunst, für den anderen Kitsch, gleiches gilt für Expressionismus, Kubismus, Dodekaphonie etc. etc. Die Liste wäre endlos. Ich finde es deshalb sehr vermessen, jemandem absprechen zu wollen, eine Fotografie für sich als Kunst oder Krempel einordnen zu können.

Und wenn wir schon definieren wollen, was m.E. bei Kunst unmöglich ist, warum dann nicht die zitieren, die sich regelmäßig mit dem Grundrecht der Kunstfreiheit auseinandersetzen müssen:

"Der Lebensbereich "Kunst" ist durch die vom Wesen der Kunst geprägten, ihr allein eigenen Strukturmerkmale zu bestimmen. Von ihnen hat die Auslegung des Kunstbegriffs der Verfassung auszugehen. Das Wesentliche der künstlerischen Betätigung ist die freie schöpferische Gestaltung, in der Eindrücke, Erfahrungen, Erlebnisse des Künstlers durch das Medium einer bestimmten Formensprache zu unmittelbarer Anschauung gebracht werden. Alle künstlerische Tätigkeit ist ein Ineinander von bewußten und unbewußten Vorgängen, die rational nicht aufzulösen sind. Beim künstlerischen Schaffen wirken Intuition, Phantasie und Kunstverstand zusammen; es ist primär nicht Mitteilung, sondern Ausdruck und zwar unmittelbarster Ausdruck der individuellen Persönlichkeit des Künstlers."

Sorry, aber ich lese da nichts von Blende und Belichtungszeit.
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MarieS. ist offline   Mit Zitat antworten
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Alt 10.12.2010, 23:03   #6
Anaxaboras
Chefkoch, verstorben
 
 
Registriert seit: 11.02.2005
Ort: Starnberg
Beiträge: 13.622
Zitat:
Zitat von About Schmidt Beitrag anzeigen
Mir mangelt es seit einiger Zeit hier im Forum an guten und vor allem richtig formulierter Bildkritik.
Hallo Wolfgang,

mit diesem Satz sprichst du mir sehr aus der Seele . Wie oft habe ich in letzter Zeit erlebt, dass sich jemand mit einem Foto wirklich Mühe gegeben hat. Wird es dann im "Fotoalbum" mit der "Bitte um substantielle Bildkritik" gezeigt, folgt eine Flut an Kommentaren, die sicher keine 30 Sekunden Zeit in Anspruch genommen haben. Diese bestehen oft aus den immer gleichen Stereotypen:
  • ich würde oben/unten/links/rechts noch etwas wegschneiden
  • die Schärfe liegt nicht exakt auf dem Auge/der Blüte/dem sonstwas
  • das Bild kippt (minimal) nach links/rechts
  • das Bokeh ist nicht schön, blende weiter auf/verwende ein STF
  • besonders substantiell: ein knappes

Was waren das früher noch für Zeiten, als sich ein Horst oder der "hart-aber-herzlich"-Peter (um nur einmal zwei Namen zu nennen) noch intensiv mit den Bildern auseinandergesetzt haben. Und vor allem: uns Ihre Gedanken fernab der schnarch-langweiligen "links-noch-beschneiden-die-Ohren-sind-nicht-scharf"-Kommentare mitgeteilt haben.

Dass heute das Foto-Album immer mehr zum Chat der verschiedenen Cliquen hier im Forum verkommt, hat sicherlich auch damit zu tun, dass das Forum immer größer wird. Die tägliche Bilderflut im Album lässt halt kaum noch zu, dass man sich mit jedem Bild intensiv auseinandersetzt.

Ein Patentrezept gegen diese Misere habe ich auch nicht. Letztendlich gestalten wir User das Forum. Was ich aber mal probieren würde: Die Zahl der Threads/Bilder pro User und Woche stark einzuschränken. Wenn z. B. jeder User nur zwei Bilder wöchentlich zu Diskussion stellen darf, wählt man diese beiden Fotos sicher sehr bewusst aus. Und wenn es weniger Fotos zu besprechen gibt, hat man halt auch mehr Zeit für die einzelnen Bilder im Album.

Martin
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