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Registriert seit: 01.04.2008
Ort: Drabenderhöhe
Beiträge: 10.679
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Die Kommentare zu Deinem Punkt 2. würden aber noch mehr Seiten füllen, um zu erklären, welche Aufnahmen Du mit diesen Einstellungen alle nicht machen kannst. Lerne und übe alle Einstellungen, die Deine Kamera beherrscht. Finde heraus, was auf Bildern mit unterschiedlichen Blenden anders ist. Erforsche, warum 1/50 keine universelle Belichtungszeit ist. Lies und probiere, wie unterschiedliche ISO-Einstellungen ein Bild beeinflussen. Überlege, welche Kombinationen der vorgenannten Belichtungseinstellungen für Dein Bild am wichtigsten sind, und wie die anderen Einstellungen optimal dazu passen, ohne dass die Bildqualität darunter leidet. Entscheide, ob eine der vielen Automatiken Dir helfen kann, bestimmte Werte für Dich zu überwachen, ob Du die Automatik beeinflussen musst, oder lieber doch vollständig manuell einstellen willst. Wenn Du die technischen Einstellungen soweit beherrschst, achte darauf, was auf dem Bild zu sehen ist. Das ist eigentlich noch wichtiger als die korrekten Belichtungseinstellungen. Was ist Dein Motiv? Wieviel und welchen Ausschnitt möchtest Du davon zeigen? Oder wieviel leeren Platz braucht Dein Motiv, um interessant zu wirken? Gibt es eine interessante Linienführung? Willst Du einen unwiederbringlichen Moment aus dem Leben festhalten, der in seiner Konstellation einzigartig, witzig oder bedeutsam ist? Zu welcher Tageszeit (falls Du die Wahl hast) ist das Licht stimmungsvoll? Wie stellst Du ein interessantes Motiv am besten frei, so dass das Bild spannend wird? Durch Schärfentiefe? Mit Kompementärfarben? Als s/w-Bild mit Kontrasten? Wie gehst Du mit bewegten Motiven um? z.B. Autos, Menschen, Züge, Schiffe, Vögel? Willst Du Bewegungen einfrieren oder zeigen? Was wirkt interessanter? Mitzieher? Bewegungsunschärfen bei gleichzeitiger Schärfe der unbewegten Motive? Denk daran, ein Stativ zu verwenden! Findest Du Details, die Du zu Hause nicht antriffst? Wie zeigst Du sie? Wie verteilst Du Linien, Flächen, Formen, Farben auf einem Bild? Wie setzt Du Motive, die unbedingt zusammen gehören, in Szene? Welche Perspektive wählst Du? Welche Brennweite ist für das Motiv förderlich? Wie bringst Du die Dinge ins Bild, die man erleben, aber nicht unbedingt sehen kann? Düfte? Hektik? Musik? Wind? Atmosphäre? Wetter? andere Empfindungen? Du merkst schon, dass die wichtigen Gestaltungsmerkmale von keiner Automatik entschieden werden können, und fundierte Kenntnis der Einstellungen und ihrer Auswirkungen voraussetzen. Deine Frage ist leider, leider nicht einfach zu beantworten, und deshalb wiederhole ich meinen anfänglichen Tipp: Genieße Deinen Aufenthalt in New York. Mach Bilder, aber erwarte nicht zu viel von ihnen. Sie werden für Dich eine gute und schöne Erinnerung sein, und wenn Du später noch einmal die Gelegenheit hast, dorthin zu kommen, dann wirst Du mehr Übung haben, und einiges besser machen, und ein geschulteres Auge für lohnende Motive haben. Ich wünsche Dir eine erlebnisreiche Zeit!
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Gruß Gottlieb |
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