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#1 |
Registriert seit: 08.09.2003
Ort: Erkrath bei Köln
Beiträge: 7.446
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In der Zeit gab es einen interessanten Artikel dazu, wie ein 1EUR-H&M-T-Shirt hergestellt wird, trotz aller Kontrollen und Selbstverpflichtungen ist da vieles im Argen.
Teurer zu kaufen hilft ledier häufig auch nicht, man erhöht den Gewinn oder die Einnahmen Dritter (MArketing- und Werbemenschen, Innenarchitekten für Designershops etc.). Vielleicht hilft der Rückgriff auf fair gehandelte Produkte . Die allgemeine Kritik oder das Unverständnis über unsere Art des Wirtschaftens teile ich unbedingt. Jan |
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#2 |
Registriert seit: 09.08.2008
Beiträge: 506
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Auf ARD wirst du Frontal21 nicht finden. Die Sendung läuft auf ZDF.
http://www.zdf.de/ZDFmediathek/haupt...dung/Frontal21 |
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#3 |
Registriert seit: 12.08.2008
Ort: Nürnberg
Beiträge: 4.198
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Ich habe schon bei der Vorankündigung des Machwerks gesehen worauf das (wieder) hinführt. Es reiht sich ein in die Reihe von Machwerken, die in ekelhaft effekthascherischer Art die "Kontroverse Marke Apple" für die reine Quote missbrauchen. Es hilft den Betroffenen in den Firmen nicht, wenn derartige "Journalisten" immer von neuem den Mythos befeuern, dass derartige Ausbeutung etwas ist das irgendwie speziell mit Apple oder deren Produkten zu tun hätte.
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#4 | |
Registriert seit: 02.08.2009
Ort: München
Beiträge: 8.180
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Zitat:
---------- Post added 07.10.2011 at 00:21 ---------- Das Problem heißt ganz einfach "Kapitalismus", genauer "entfesselter Turbokapitalismus". Bis vor ein paar Jahren habe ich bei derartigen Diskussionen immer gesagt, wir in demokratischen Ländern haben ja eine gewisse Kontrolle darüber und haben uns bzw. den Firmen Regeln und Gesetze auferlegt die die üblen Auswirkungen dieses Systems abmildern. Bei Konstellationen wie Foxconn - turbokapitalistische Taiwan-Firma nützt billige Arbeitskräfte in totalitärem China aus, sehr wahrscheinlich (wie oben schon angedeutet) sogar noch unter Missachtung der nach unseren Maßstäben schon minimalen Vorgaben der VR China - wird das voll auf dem Rücken der Arbeitnehmer ausgetragen. Ich glaube auch dass die meisten Arbeiter bei Foxconn froh sind einen Job in der Firma zu haben, dass es trotzdem so viele Selbstmorde gibt spricht meines Erachtens aber um so mehr für die miesen Zustände dort. Da sie in dem totalitären System, das noch dazu korrupt ist, kaum Möglichkeiten haben sich zu wehren wissen manche irgendwann eben nicht mehr weiter. Seit der Finanzkrise und ganz besonders dieses Jahr habe ich allerdings den Glauben daran dass wir bei uns hier in unserem "demokratischen" System noch eine wie auch immer geartete Kontrolle haben endgültig verloren. Die Wirtschaft - allen voran natürlich der Finanzsektor - hat die Politik voll unter Kontrolle, die Politik schert sich kaum noch um den Willen der Wähler und macht was die Lobbyisten wollen, die Wähler haben - verständlicherweise - jedes Vertrauen in die Politik verloren, also wird das System immer ausbeuterischer. Die Reichen werden immer reicher, die Masse verarmt, und das immer schneller. Das geht so lange noch gut bis der nächste Crash kommt, und der wird nicht mehr lange auf sich warten lassen. It's the rat race... |
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#5 |
Registriert seit: 12.08.2008
Ort: Nürnberg
Beiträge: 4.198
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@wus
Da bin ich anderer Meinung. Ich kann es nicht gutheißen, dass dem Amüsement einiger Apple-Hasser wegen die dringend notwendige seriöse Berichterstattung geopfert werden soll. Wieso gibt es denn "trotzdem so viele Selbstmorde" dort? Es mag unmenschlich klingen, aber die Quote bei Foxconn liegt unter der offiziellen Quote der VR China, die wiederum als weltweit eher gering gilt. Bitte nicht falsch verstehen - nach meinem Empfinden ist jeder einzelne Mensch zuviel - allerdings sind es gefühlt vor allem deshalb "viele" weil das die in den Medien gewünschte Wahrnehmung ist um von unserer kollektiven Empörung zu profitieren. Apple ist da ideal - da kommt Neid auf Erfolg mit genereller Abneigung gegen Marketinghype amerikanischen Stils und wohlgepflegtem Sonderlinghass zusammen. Am Stammtisch, der Zigarettenpause und beim täglichen zusammensitzen in der Firmenkantine kann man sich so im kollektiven Hass heimelig zusammenraufen und schulterklopfend, kopfschüttelnd ereifern. Es ist jedem Journalisten klar, dass die Quote durch eine Assoziation mit diesem Feindbild durch die Decke geht. Gleichzeitig werden die paar Apple-Fanboys ebenfalls entrüstet zur Quote beitragen. Das ist ein medialer Selbstläufer - eine ebenso durchsichtige wie naive und trotzdem durchschlagend erfolgreiche Strategie. Übrigens habe ich über die Jahre festgestellt, dass die unkritischsten, krassesten und nervigsten Apple-Fanboys frische "Switcher" von Windows sind. Diese sind oft besonders emotional enttäuscht und sehen sich gleichzeitig in der Verantwortung ihre Entscheidung ständig zu rechtfertigen. Langjährige Applenutzer entwickeln meist eine eher gemäßigte Einstellung: Entweder sind sie sowieso Desinteressiert an Windows und jeglicher Diskussion darüber oder sie sind sowieso bei mehreren Plattformen heimisch und kennen Stärken und Schwächen jedes Systems. Geändert von Neonsquare (07.10.2011 um 00:53 Uhr) |
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#6 | |
Themenersteller
Registriert seit: 08.04.2009
Ort: Neusäß (BY)
Beiträge: 14.502
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Zitat:
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#7 |
Registriert seit: 02.08.2009
Ort: München
Beiträge: 8.180
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Das seh' ich natürlich anders, wie Du sicher verstehen wirst. Ich habe übrigens nicht an Dich gedacht als von kritiklosen Apple Jüngern schrieb, dazu kenn ich Dich inzwischen schon gut genug. Es sind auch keineswegs nur Menschen dieser Art die Sendungen wie Frontal21 eher ungern anschauen, es sind genau genommen die wenigsten. Das Thema ist nämlich einfach lästig, das will eigentlich kaum jemand wirklich hören oder sehen. Und das wissen auch Journalisten. Da bietet ein Ereignis wie der Tod von Steve Jobs dann einfach einen Anlass, das Thema mal wieder in Erinnerung rufen zu können. Damit nicht alle nur Steve nachtrauern und er posthum engültig in den Gott-Status gehoben wird. Ich finde das in Ordnung. Bei anderer Gelegenheit klagen die Medien bestimmt Intel, HP oder vielleicht auch mal Sony an.
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#8 |
Registriert seit: 07.09.2003
Ort: im Grünen
Beiträge: 11.873
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Menschen dieser Art .... Na du kennst dich ja aus!!
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Ciao - Kerstin - NO MATTER HOW YOU FEEL... GET UP. SHOW UP. DRESS UP. AND NEVER GIVE UP. Der Klügere kippt nach ![]() |
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#9 |
Registriert seit: 27.04.2009
Ort: Freigericht
Beiträge: 5.980
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Gut, darüber, dass hier einseitig über sog. Machenschaften von Apple berichtet wurde, scheint ja wohl Einigkeit zu bestehen.
Ebenso darüber, dass in den diversen Produktionsstätten schlechte, menschenunwürdige Arbeitsverhältnisse vorherrschen. Auch darüber, dass keiner gezwungen ist, solche Produkte zu kaufen. Aber seien wir doch mal ehrlich, welche Alternative gibt es denn? Dann müssten wir eigentlich alles an Unterhaltungselektronik, Kameras, Kommunikationselektronik und Computertechnik, welche am Markt vorhanden sind, boykottieren. Zurück ins Mittelalter. Boykott ist meiner Meinung nach kein geeignetes Mittel. Denn, was passiert, wenn wirklich ein umfassender Boykott durchgesetzt werden könnte, an dem sich wirklich alle oder zumindest die überwiegende Mehrheit beteiligen? Dann würde die Produktion in diesen Werken eingestellt werden und die dort arbeitenden Menschen würden auch noch das wenige, was sie jetzt haben, verlieren. Und wenn es auch noch so schlecht ist, für viele Menschen dort ist das die einzige wirtschaftliche Grundlage, die sie haben, so mies das auch klingen mag. Fragt mal die Mitarbeiter in einer solchen Produktionsstätte, was sie davon halten würden, wenn dort alles dicht gemacht würde. Vielmehr müssten wir alle bereit sein, auch mal einen etwas höheren Preis für ein Produkt zu bezahlen (ähnlich wie Fairtrade, obwohl da sicher auch nicht alles Gold ist was glänzt - aber immerhin). Weiter müsste dafür gesorgt werden, dass das so mehr eingenomme Geld auch dort ankommt. Keine einfache Aufgabe, aber besser als ein die wirtschaftliche Grundlage raubender Boykott. So, und jetzt könnt ihr mich steinigen.
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Viele Grüße, Tom Ein Foto zeigt nicht die Wahrheit. Es schlägt nur eine Möglichkeit vor._______ |
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#10 |
Registriert seit: 24.09.2005
Ort: z.Zt. Hannover, NDS, Deutschland
Beiträge: 465
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Das Problem ist nur China mit seiner menschenverachtenden Politik. Warum werden im Kommunismus - dem Paradies für Werktätige - derartige Produktionsstätten zugelassen?
RREbi |
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