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#9 |
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Registriert seit: 10.04.2004
Beiträge: 31
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Hi,
das Rauschen innerhalb eines Bildes zu entfernen oder zu unterdrücken funktioniert grundsätzlich nur "spatial", d.h. über die Fläche, also durch mehr oder minder geschickte Verrechnung von Nachbarpixeln. Das kostet deshalb immer auch Bildqualität weil es nur ein Verhältnis ist. Ganz anders, wenn man mehrere Bilder schiessen kann, hier wird durch die Mittelwert- Bildung das "Signal" vom "Rauschen" weiter getrennt, was das Rauschen reduziert ohne das Signal auch nur im Mindesten zu verändern (siehe Artikel dazu). Gerade weil es mit einer Digikam einfach ist, sehr viele Bilder in kurzer Zeit zu erstellen, ist es auch nicht immer nötig das die Szenen völlig unbewegt sind. Wenn sich bei 50 Bildern etwas drei oder viermal bewegt, wird es keinen sichtbaren Anteil haben, fahrende Autos und laufende Menschen verschwinden spurlos, wenn die Anzahl der Bilder nur hoch genug ist. Selbst periodische Bewegungen müssen nicht zwingend in einer unschönen Wischbewegung resultieren. Je nach Anzahl und Verteilung der Bilder können auch diese verschwinden oder sogar scharf erscheinen. Ich kann nur raten, diesbezüglich selbst zu experimentieren, denn die Resultate sind oft sehr erstaunlich. Macht mal über eine Stunde hinweg 200 gleiche Fotos z.B. von einer Kirmes oder einem Jahrmarkt. Das Vermitteln von unterschiedlichen Belichtungen ist eine weitere Möglichkeit die auch durchaus nützlich sein kann, aber nichts mit DRI zu tun hat. Auch die anderen Beispiele und Artikel zu DRI, die auf Überblendungen, Retuschen oder Maskierungen basieren sind kein DRI. DRI bedeutet das die Tonwerte der Bilder, ihrer Belichtung entsprechend(!), nebeneinander(!) gelegt werden, wodurch Werte entstehen die ausserhalb des sichtbaren Raumes liegen - eben die vergrößerte Dynamik. Danach erst wird dieser Raum gleichsam auf den maximal darstellbaren Kontrast reduziert, was in der Regel wieder 8-Bit sind. Und weil die Dynamik dann wieder so "klein" ist wie zuvor, heisst das korrekterweise auch "Vergrößerung der sichtbaren(!) Dynamik". Mit den üblichen Grafikprogrammen und Tools ist das nicht möglich, hier behilft man sich, indem man die Bilder übereinander(!) legt, wodurch natürlich gleiche Tonwerte aufeinander geraten, obwohl sie gänzliche andere Intentsitäten darstellen. Anschließend wird durch Retusche, Montage, Masken, Gradationen oder schlichter Handarbeit versucht, das falsche "übereinander" zu korrigieren. Das ist zwar auch oft sinnvoll und nützlich, hat aber nichts mit DRI zu tun. Grüße, Stephan Stoske |
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