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Startseite » Forenübersicht » Kreativbereich » Nach der Aufnahme » RAW für was?
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Alt 13.05.2011, 10:14   #1
unWesen
 
 
Registriert seit: 21.09.2010
Ort: Schweiz, Büsserach SO
Beiträge: 212
Yep. Ich meine, wozu das Negativ behalten, wenn man die Abzüge hat?

__________________
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Meine unWesentlichen 10 Cent dazu...
unWesen ist offline   Mit Zitat antworten
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Alt 13.05.2011, 10:23   #2
John W
 
 
Registriert seit: 18.12.2009
Ort: Emsland
Beiträge: 202
Mit Raw verlagere ich die 'Bildentwicklung' von der Kamera auf den PC. Wenn ich bei der Aufnahme Fehler gemacht habe, sind damit die Möglichkeiten deutlich größer, diesen Fehler auszugleichen.

VG, John W
John W ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 13.05.2011, 10:38   #3
Anaxaboras
Chefkoch, verstorben
 
 
Registriert seit: 11.02.2005
Ort: Starnberg
Beiträge: 13.622
Zitat:
Zitat von weselit Beitrag anzeigen
Wenn ich alle Möglichkeiten meiner Alpha 900 ausreize, brauche ich kein "RAW".
Ohne RAW kann man die Möglichkeiten seiner 900 gar nicht alle ausreizen .
Du holst mit RAW locker +1 bis +2 EV mehr Dynamik (Belichtungsspielraum) heraus. Du kannst dir einen exakten WB sparen und später die Farbtemperatur sogar für Schatten und Lichter getrennt einstellen.
Kontraste und Gusto legst du bequem am Bildschirm fest (und nicht umständlich durch verschiedene Testaufnahmen)

Ich könnte die Liste jetzt endlos fortsetzen. Wer RAW fotografiert, hat alle Möglichkeiten, die man früher mit einem Heimlabor hatte. JPEG-Fotografen verlassen sich halt auf die "Fertigkost", die ihnen die Kamera liefert.


Zitat:
Zitat von John W Beitrag anzeigen
Mit Raw verlagere ich die 'Bildentwicklung' von der Kamera auf den PC. Wenn ich bei der Aufnahme Fehler gemacht habe, sind damit die Möglichkeiten deutlich größer, diesen Fehler auszugleichen.
Das auch . Und ich bekomme Möglichkeiten zur kreativen Bildbearbeitung, die ich mit JPEGs einfach nicht habe.

Und noch was: Das Demosaicing (also die Interpolation des Bayer-Patters) ist bis einschließlich der 900 schlecht. Das kann mein RAW-Konverter deutlich besser (die für Linux kenne ich nicht). Die Folge: Bei höheren ISOs (ab 800) sind die JPEGs deutlich detailärmer und verrauschter als mein "entwickelten" RAWs.

Martin
Anaxaboras ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 13.05.2011, 10:43   #4
o.teske

Themenersteller
 
 
Registriert seit: 19.03.2011
Ort: 61440 Oberursel
Beiträge: 698
Das mit den 16/8-Bit leuschtet natürlich ein. So könnte ich mir vorstellen, dass ich evtl. aus schwarz oder weiß dann evtl. noch etwas zeichnung rausholen kann. Auch versuche ich bei den meisten Bildern immer noch mal die Helligkeitswerte anzupassen, das bringt in RAW evtl. mehr als in einem Jpg. Ob man den Unterschied sieht keine Ahnung.

Geändert von o.teske (13.05.2011 um 10:45 Uhr)
o.teske ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 13.05.2011, 10:50   #5
o.teske

Themenersteller
 
 
Registriert seit: 19.03.2011
Ort: 61440 Oberursel
Beiträge: 698
Zitat:
Das auch . Und ich bekomme Möglichkeiten zur kreativen Bildbearbeitung, die ich mit JPEGs einfach nicht habe.
das genau ist halt meine Frage gewesen.

Zitat:
Und noch was: Das Demosaicing (also die Interpolation des Bayer-Patters) ist bis einschließlich der 900 schlecht. Das kann mein RAW-Konverter deutlich besser (die für Linux kenne ich nicht). Die Folge: Bei höheren ISOs (ab 800) sind die JPEGs deutlich detailärmer und verrauschter als mein "entwickelten" RAWs.
Auch das könnte für mich evtl. intersssant sein weil ich viel in Museen mit hoer ISO Einstellung fotografiere (muss). Wenn ich dadirch das Rauschen mindern könnte währe das für mich mehr als nur ein Spielzeug.

Es hat mich halt mal interessiert wie Ihr das Thema seht und ob es überhaupt Sinn macht oder ob es mit Kanonen auf Spazen ist.


Ich danke Euch für die Infos und werde Euch über meine Erfahrungen berichten.

Gruß
Oli
o.teske ist offline   Mit Zitat antworten
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Alt 13.05.2011, 11:19   #6
gpo
 
 
Registriert seit: 15.03.2004
Ort: Hamburg
Beiträge: 12.012
Moin

ich drehe den Spieß nochmal um

für diverse Kunden habe ich nur im JPG gearbeitet
der Grund>>>
erstens der Kunde will nicht mit hundert RAW Kovertern rummachen die zwangsläufig kommen
bei vielen Fotografen mit unterschiedlichen Kameras
zweitens zwingt man den Fotografen wie früher "sehr sorgfältig" schon vorher das Bild einzurichten...
also Kurven und WB zu kontrollieren....dann kommen nämlich auch gute JPGs raus,
aber natürlich alle bei NULL Schärfe und Kundenprofil
drittens ist in der Weiterverarbeitung auch>>> mit deutlichen Verlusten zu rechnen...
als das was man im RAW "reinrechnen" kann...kommt faktisch NIE im Druck an

###ein wenig auf die Kamera/Objektiv...kommt es natürlich auch an...
meine Kodaks DCS Pro bringen immer noch direkt die schärfsten Bilder direkt vom Sensor gegen ALLES moderne

Amateure müssen ja nicht nun JEDES Bild auf HighEnd trimmen....
viele Sonnenuntergänge oder auch Irlandbilder kann man beruhigt auch nur im JPG machen und zwar ungestraft

wenn man aber nun gezielt loslegt, wie du sagst TableTop...
sich was ausdenkt, eine gute Qualität erzeugen will....dann macht RAW einen Sinn

Kreativprogramme...sind eigentlich ein NoGo....
man sollte mal eine feste Serie damit machen...und im Gegenzug ein RAW...
dann die Gammakurven vergleichen, da gehen dir die Augen auf(sollte zumindest)
sonst Martin&Co habens gesagt
Mfg gpo
gpo ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 13.05.2011, 12:03   #7
Anaxaboras
Chefkoch, verstorben
 
 
Registriert seit: 11.02.2005
Ort: Starnberg
Beiträge: 13.622
Zitat:
Zitat von gpo Beitrag anzeigen
erstens der Kunde will nicht mit hundert RAW Kovertern rummachen die zwangsläufig kommen bei vielen Fotografen mit unterschiedlichen Kameras
Der Kunde muss ja nicht wissen, dass ich in RAW aufnehme. Der bekommt fertig entwicklte JPEGs. (Ich würde niemals RAW-Dateien weitergeben - man weiß ja nie, das daraus gemacht wird )

Zitat:
Zitat von gpo Beitrag anzeigen
zweitens zwingt man den Fotografen wie früher "sehr sorgfältig" schon vorher das Bild einzurichten...
also Kurven und WB zu kontrollieren....dann kommen nämlich auch gute JPGs raus,
aber natürlich alle bei NULL Schärfe und Kundenprofil
Ob dieser Zwang ein Vorteil ist, sei mal dahin gestellt. (Ein wenig schwingt hier für mich der "Vorwurf" mit: Wer nicht richtig fotografieren kann/zu faul dazu ist, nimmt RAW .) Davon abgesehen: Es gibt halt durchaus Situationen, in denen man einfach keine Zeit hat, das Bild vorher sehr sorgfältig einzurichten (nicht jedes Foto entsteht im Studio). Anstatt "on location" lange an der Kamera rumzufummeln, -zig Testschüsse zu machen etc. entwickle ich doch lieber abends bequem am Bildschirm meine RAWs und genieße vielleicht noch einen leckeren Rotwein dazu .

Zitat:
Zitat von gpo Beitrag anzeigen
drittens ist in der Weiterverarbeitung auch>>> mit deutlichen Verlusten zu rechnen...
als das was man im RAW "reinrechnen" kann...kommt faktisch NIE im Druck an
Einspruch, Euer Ehren! Ein RAW wird erstmal nicht "bearbeitet" sondern "entwickelt". Natürlich ist hier bei extremen Einstellungen ebenfalls mit Verlusten zu rechnen. Da das alles aber im 16-Bit-Modus geschieht, fallen die Verluste wesentlich geringer aus als bei JPEGs.

Und dass im Druck nix von dem ankommt, was man in RAWs reinrechnet, unterschreibe ich auch nicht. Außerdem geht es auch um das, was man rausrechnet, etwa Bildrauschen, Vignettierung etc.

Martin
Anaxaboras ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 13.05.2011, 12:18   #8
Schmiddi
abgemeldet
 
 
Registriert seit: 24.11.2004
Beiträge: 2.735
Zitat:
Zitat von Anaxaboras Beitrag anzeigen
Der Kunde muss ja nicht wissen, dass ich in RAW aufnehme.
Schon richtig - aber Gerd verdient sein Geld damit. Somit hockt der sich nur endlose Zeiten für die Nachbearbeitung von Bilders vor den Rechner, wenn sein Kunde ihm das bezahlt. Für den einen, der da A3-Kunstdruck macht, trifft das dann vielleicht zu - alle anderen wollen "nur" kleine Bildchen für 'nen Katalog. Ergo zahlt da keiner viel, somit muss es bei Gerd schnell gehen

Unsereiner macht das aus Spaß - wie viele Stunden man also nachher mit Optmierungen / Ausbügelung von Fehlern, die man bei der Aufnahme hätte vermeiden müssen, zubringt, ist letztlich egal...

Andreas
__________________
Einige Bilders: Homepages sind wg. der DSGVO abgeschaltet!

Status: Tschüss , alles ist weg --- "reduziert" auf E-Size
Schmiddi ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 13.05.2011, 14:50   #9
gpo
 
 
Registriert seit: 15.03.2004
Ort: Hamburg
Beiträge: 12.012
Zitat:
Zitat von Anaxaboras Beitrag anzeigen
Der Kunde muss ja nicht wissen,

Martin
Moin
wir beide kennen uns ja gut genug ...damit weißt du auch wie es gemeint war...
was aber stört, sind deine Verdrehungen die ich sooo nicht gesagt habe

es ist nicht nur mein Grosskunde der JPGs fordert...eben unter den beschriebenen Verhältnissen...
sondern auch andere ( nur das muss den Amateur nicht umtreiben)

RAWs machen und JPGs abgeben...
funktioniert in diesem Falle eben nicht, weil dort(beim Kunden) echte EBV Experten rumlungern,
die dir sofort, hier und da Kurven bemänglen, die sie gerne "anders" hätten

und ebenso nicht von der Hand zu weisen....
5 Fotografen setzen 7 verschiedene Kameras ein,...haben damit unter Umständen auch 7x verschiedene RAW Konverter...
die müsten dann inkl. aller Ups bei der Druckvorstuge vorliegen und bedienbar sein....
ein Umstand der nicht(kaum) erfüllbar ist

du weißt es sicher....das wird dauernd in der Nachbereitung viel rumgesülzt...
aber wenn man die "was eingemachtes" abfragt...kommen schon mal sehr merkwürdige Antworten

dazu käme....es bezahlt mir keine der RAW Workflow...
und während "ein paar Bilder" sicher nicht DAS Problem sind...
aber jedes mal ne volle Tagesproduktion durchziehen, kann sich stundenlang hinziehen
(und so nebenbei...neulich maulte eine Agenturcheffe rum, weil ihm seine Server platzen...
die(seine) Fotografen haben schiss Fehler zu machen und liefern ihm immer ALLES,
also ganze (dauer)Serien von RAWs und JPGs, in der Annahme das es ihm gefällt
nun muste er neue Server anschaffen )

Verluste...
ich sprach von "Drucken" und nicht von "Printen" was die meisten hier ja machen...
dabei geht alles nochmal duch die DTP-CYMK Maschine, dann kommt die Papierklasse und...
garantiert so ein schlaumeier dem ...irgendwas nicht gefiel,
der dann noch "ein wenig in PS geschraubt" hat...

diese Mängelliste ist mittlerweile ellenlang und würde wirklich den Rahmen hier sprengen
ist aber bedingt durch die "heutigen leichten Möglichkeiten" was zu ändern, fast bei jedem zweiten Job angekommen

Zeitfaktor bei der Aufnahme...
den....akzeptiere ich gar nicht mehr....geb aber zu mittlerweile durch Forengelaber auch "versaut" zu sein...

wenn ich aber rückblicke gibt es fast kein Argumtent>>> zu schnellen Bildern,
was nicht auch mit ein paar Minuten vorher fummeln erledigt sein könnte...
das ging früher und es geht erst recht heute digital
immerhin entfällt der Faktor>>> ist tatsächlich das auf dem Film was ich gesehen habe

RAW oder/und JPG
ist ja gar keine Frage mehr, alles ist längst geklärt, jeder kann machen was er will...

wenn ich allerdings schaue, was da an unützen Monsterdaten bewegt, verwaltet, gesichtet und bearbeitet werden muss...
vor allem was kaum zusätzliche Sicherheit bringt...ist das schon bedenklich

nu ja...und deshalb stirbt dieses Thema wohl auch nicht so schnell aus
Mfg gpo
gpo ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 13.05.2011, 18:46   #10
steve.hatton
 
 
Registriert seit: 08.04.2009
Ort: Neusäß (BY)
Beiträge: 14.502
Zitat:
Zitat von Anaxaboras Beitrag anzeigen
.. lieber abends bequem am Bildschirm meine RAWs und genieße vielleicht noch einen leckeren Rotwein dazu ...
Martin
ENdlich sagt auch mal einer was RAW eigentlich heißt: Rotwein-Abend-Workshop!

Danke.


Kleiner Anhang von mir: Ich machte einen Ausflug zu den Geiern in 2010 und hatte meine Kamera falsch eingestellt (A350 auf JOG) und musste wegen des bedeckten Wetters mit ISO 800 bis 16000 photographieren - die Bilder sind eigentlich fast alle für die Tonne weil die A350 mit Iso nicht der Brüller ist.

GPO´s Hinweis auf die korrekte Arbeit vor dem Abdrücken greift hier natürlich - ein Klassiker sozusagen.

NUR: Hätte ich in RAW geschossen wären dieBilder halbwegs brauchbar gewesen - trotz A350 - so habe ich versucht mit DxO (Raw-Konverter) die JPGs aufzufrischen, aber viele Funktionen greifen bei JPGs gar nicht mehr...

Nachdem ich das gleiche nun nochmal gemacht habe - nein nicht die JPG Einstellung - waren die Bilder verwertbarer - deutlich verwertbarer. Gut auch die neue Kamera hat dazu beigetragen, aber nachdem 90% der Probleme immer noch hinter dem Sucher sitzen/stehen, denke ich dass man zumindest einige davon nachträglich mit RAW besser ausmerzen oder zudendest zurecht rücken kann.
steve.hatton ist offline   Mit Zitat antworten
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