![]() |
|
|
![]() |
|||||||||||||
![]() |
||||||||||||||||
|
![]() |
#71 |
Registriert seit: 27.04.2009
Ort: Freigericht
Beiträge: 5.980
|
__________________
Viele Grüße, Tom Ein Foto zeigt nicht die Wahrheit. Es schlägt nur eine Möglichkeit vor._______ |
![]() |
![]() |
Sponsored Links | |
|
![]() |
#72 |
Themenersteller
Registriert seit: 21.08.2008
Ort: Hessen
Beiträge: 34.953
|
__________________
Liebe Grüße! ![]() Blowing out someone else's candle doesn't make yours shine any brighter.
|
![]() |
![]() |
![]() |
#73 | |
Registriert seit: 05.02.2013
Beiträge: 1.260
|
Zitat:
![]() Also: Irland ist sehr schön und bis Schottland hats von hier noch keiner geschafft oder nicht mehr zurück - ein unbekanntes Land. ![]()
__________________
Allzeit gut Licht, Markus |
|
![]() |
![]() |
![]() |
#74 | |
Themenersteller
Registriert seit: 21.08.2008
Ort: Hessen
Beiträge: 34.953
|
Zitat:
![]() Guckst du hier: http://www.sonyuserforum.de/forum/sh...d.php?t=116654 ![]()
__________________
Liebe Grüße! ![]() Blowing out someone else's candle doesn't make yours shine any brighter.
|
|
![]() |
![]() |
![]() |
#75 |
Registriert seit: 01.04.2008
Ort: Drabenderhöhe
Beiträge: 10.672
|
Am Montag hatte ich einen fotografischen Faulenzertag.
Der morgendliche Blick aus unserem Zimmer war einmalig. Ein Licht, wie ich es selten gesehen habe: ![]() -> Bild in der Galerie Das nächste Bild entstand am späten Nachmittag, als Vera und Dana vor einer Traumkulisse das Essen zubereiteten. ![]() -> Bild in der Galerie Und nach dem superleckeren Essen gab es diesen herrlich ruhigen Sonnenuntergang. ![]() -> Bild in der Galerie
__________________
Gruß Gottlieb |
![]() |
![]() |
Sponsored Links | |
|
![]() |
#76 |
Themenersteller
Registriert seit: 21.08.2008
Ort: Hessen
Beiträge: 34.953
|
Wow, ist das letzte Bild schön...
__________________
Liebe Grüße! ![]() Blowing out someone else's candle doesn't make yours shine any brighter.
|
![]() |
![]() |
![]() |
#77 | |
Registriert seit: 05.02.2013
Beiträge: 1.260
|
Zitat:
![]() apropos 'neu sein' Ich habe heute mein erstes Foto ins Forum eingstellt. Das könntest Du als Moderatorin mal wohwollend kommentieren. ![]()
__________________
Allzeit gut Licht, Markus |
|
![]() |
![]() |
![]() |
#78 |
Themenersteller
Registriert seit: 21.08.2008
Ort: Hessen
Beiträge: 34.953
|
Dieses "du als Moderatorin" liebe ich ja.
![]() ![]()
__________________
Liebe Grüße! ![]() Blowing out someone else's candle doesn't make yours shine any brighter.
|
![]() |
![]() |
![]() |
#79 | |
Registriert seit: 17.01.2004
Ort: D-82041 Deisenhofen
Beiträge: 2.451
|
Zitat:
![]() ![]() ![]() |
|
![]() |
![]() |
![]() |
#80 |
Themenersteller
Registriert seit: 21.08.2008
Ort: Hessen
Beiträge: 34.953
|
Sooooooo, der Mittwoch ist fertig. =)
Ich widme diesen Bericht unserer lieben VERA, denn sie hat heute Geburtstag! ![]() Herzlichen Glückwunsch, meine Liebe, auf dass dein neues Lebensjahr viel Freude, Spaß und Lebenslust mit sich bringen möge! ![]() ----------------------------------------------------- Mittwoch, 10.7.2013 Dass dieser Tag sich zum absoluten Horror-Abschluss entwickeln würde, war uns am Anfang noch nicht wirklich bewusst. ![]() Wir hatten vor, an diesem Tag ins County Clare zu fahren, dem Gebiet, in dem wir das letzte Mal wohnten. Da Stefan, Gottlieb und ich die einzigen drei waren, die auch 2011 schon dabei gewesen sind, wollten wir den Anderen einfach mal zeigen, wie schön diese Gegend war. Ziel waren die Cliffs of Moher, eine der Glanzpunkte Irlands und gern besuchtes Touriziel. Unser Trick: erst abends dort ankommen, wenn die Kasse schon zumacht und die Sonne am Untergehen ist. Dann ist das Licht am schönsten, aber es ist kaum mehr einer da und es kostet keinen Penny. Ansonsten kostet der Aufstieg 6 Euro pro Person, plus Parkgebühren. Da der Weg bis dahin weit war (180km…und das ist in Irland, wo es nur eine Autobahn gibt und der Rest holprige Landstraße ist, SEHR weit), wollten wir sehr früh los. Naja, zehn Uhr war dann nicht SO früh, aber die Sonne ging auch erst gegen halb zehn unter und die Kassen waren bis 21h geöffnet. Wir hatten es also nicht eilig. Stefan, schon ein gebranntes Kind was „bei Zielen ankommen“ anging, wenn ich dabei war ( ![]() ![]() ![]() Es war ein wundervoller Tag. Nicht so heiß wie den Tag davor, es ging allerdings auch kaum Wind…und der Himmel strahlte wieder in sattem Blau. Wunderbar. Wir kamen eigentlich täglich an einem See (Loch Kylemore) vorbei und heute schrie ich STOPP! Heute war der Wasserspiegel endlich mal total ruhig und man konnte herrliche Spiegelungen sehen. Und einmal als Panorama (danke, Gottlieb, fürs Zusammenbauen!) ![]() -> Bild in der Galerie Allerdings währte diese Freude bei uns nicht lange, denn Tino schmiss mit Elan einen dicken Stein ins Wasser. Juhu. Für die nächsten Minuten war er der Teilnehmer der Gruppe, den alle am doofsten fanden. ![]() ![]() Jutta sagte plötzlich Oooooh…und schaute vornüber ins Wasser. Sie hatte einen Schafskopf entdeckt (nein, NICHT Tino!): -> Bild in der Galerie Das Schaf war wohl irgendwann mal verendet und im Wasser gelandet. Weiter uferaufwärts sahen wir auch Rippen und ein Stück Wirbelsäule angeschwemmt liegen…lecker. Das arme Mäh. Auf dem Weg zu den Cliffs gab es das ein oder andere Castle und die ein oder andere Abbey. Da diese in Connemara eher rar gesät waren, steuerten wir ein paar Mauerwerke an. Die erste Abbey stand in Cong, einem Ministädtchen, das total niedlich war. Ich merkte immer wieder, dass ich Abbeys nicht so viel abgewinnen kann und setzte mich einfach eine Weile auf einen Mauervorsprung und wartete auf die Anderen. Eine Dame kam die Treppe herunter geklettert, in der Hand einen Prospekt, mit dem sie sich Luft zufächelte, murrend und stöhnend. Ich lächelte sie an, was sie zum Losplatzen animierte. „Was für ein Wetter! Unglaublich!!“ Ich stutzte und fragte, ob sie sich nicht über den Sonnenschein freue. Sie stemmte die Hände in die Hüften, schüttelte vehement den Kopf und sagte: „Ich komme hier aus der Gegend! Wir sind DIESES Wetter nicht gewöhnt!!“ Ich fragte erstaunt, ob sie denn lieber Nebel und Regen haben wollen würde. „Lieber als DAS hier!!!“ Danach musste ich erstmal auf den Steinen sitzen bleiben und das verarbeiten. ![]() ![]() So wollten wir gegenüber auf der anderen Straßenseite zum „Hungrigen Mönch“ gehen, um dort unseren Flüssigkeitshaushalt auszugleichen und gleich noch dem Magen etwas Gutes zu tun. Das Städtchen war wirklich niedlich. In Irland und Schottland gibt es total viele wirklich kleine Restaurants. Kleine Zimmer mit vier, fünf Tischen, fertig. Eine kleine hausmännische Küche, manchmal sogar Familienbetrieb. Finde ich total toll. Die Speisekarten sind meist dann sehr klein, aber man findet immer was. So auch da. Ich aß einen Salat mit warmem Ziegenkäse und bestellte extra Honigsenfdressing dazu…mit etwas Feige drin. Haaaaaaammer. Manch einer lästert gerne darüber, dass ich die Mahlzeiten mit erwähne (so zB meine Mutter ![]() Tino hatte sich als „Nachtisch“ eine heiße Schokolade mit Marshmallows bestellt. Der ultimative Zuckerschock. Ich kenne nichts, was SO süß ist wie diese Mischung! Und genauso verhielt er sich danach auch. Er war NOCH mehr voller Tatendrang als sonst, wollte überall runterspringen und hochklettern…es war eine …Freude. Nächster Halt sollte Galway sein, wir wollten den Anderen die Kathedrale zeigen. Aber bevor wir nach Galway einfuhren, sahen wir rechterhand noch ein Castle aufblitzen, fuhren spontan ab und suchten einen Weg dort hin, der sich zwar etwas versteckte, aber von uns doch gefunden wurde. DAS Castle gefiel mir dann auch besser: So ging ich mit Freude auch mit hinein, allerdings werde ich sicher in meinem Leben keine "begnadete Castle-Fotografin" mehr: Wir waren nicht die Einzigen, die das Castle gerade besichtigten. Eine englische Frau mit ihrem Mann war ebenfalls dort. Nachdem wir uns innerhalb des Castles zweimal begegnet waren und uns angelächelt hatten, beschloss sie, dass ich nun bekannt genug war (FRIEND!), um mir ihr Geheimnis anzuvertrauen. Sie zog mich am Ärmel, schleifte mich durch das Castle und erzählte währenddessen, dass sie jetzt schon das zweite Mal in Irland seien und auch zum zweiten Mal dieses herrliche Castle besuchten. Sie hätte beim ersten Mal etwas entdeckt, das sonst sicher niiiieeeemand entdecken würde…sie stubste mich in Position und wies dann nach schräg oben. Und tatsächlich, da schmiegte sich eine kleine Jesusstatue in den Stein. -> Bild in der Galerie Schwer zu sehen, eigentlich nur, wenn man auf die Mauer zu ging und just in dem Moment zufällig nach oben guckte. Ich fand das goldig, dass sie mir das gezeigt hatte und machte auch gleich das oben gezeigte Bild und zeigte es ihr. Darauf strahlte sie und freute sich, ein gutes Werk getan zu haben. Hachja. ![]() Dieses Bild heißt „das Spinnchen“: -> Bild in der Galerie ![]() Danach ging es ohne Verzögerung nach Galway, der Blick auf die Uhr zeigte: wir waren gut in der Zeit. In Galway angekommen, kamen wir wieder in den Genuss der irischen Freundlichkeit. An der Kathedrale kann man nur Tagestickets ziehen (für vier Euro), doch keiner blieb da eigentlich so lange…so verschenkte man die Tickets weiter und weiter…bis es Abend war. Man brauchte nur einen Moment zu stehen, es kam IMMER jemand vorbei, der gerade den Parkplatz verließ und fragte: „Do you need a ticket?“ total klasse. Wir bekamen sogar von zwei Seiten eins und konnten dann selbst noch eins weiter verschenken. Sowas macht einfach Spaß. Ich musste dann erstmal aufs Klo rennen, kam dort an (die Toiletten sind da in der Nähe der Sakristei) und musste feststellen, dass kein Klopapier da war. Ich trug an dem Tag eine schwarze Pluderhose, ein weißes T-Shirt und eine hellgrüne, lange Leinenweste. Luftig leicht halt. Ich lief zum Infoschalter und erbat mir Klopapier, mit dem ich dann wieder zurück in die Toilette (unisex mal wieder) ging. Und anscheinend war meine Aufmachung so, dass jeder dachte, ich sei die Klofrau!! Ich wurde um Klopapier gebeten, mir wurde erklärt, dass die eine Toilette nicht richtig ablief…hätte ich mal ein Tellerchen für 50cent-Münzen hingestellt! Sollte mir das jetzt bezüglich meines modischen Geschmacks zu Denken geben?....hmpf. Die Kathedrale ist übrigens von außen eher…na ja. -> Bild in der Galerie Aber es ist ja oft so, dass die inneren Werte zählen. ![]() Ich hatte mir das Fisheye von Gottlieb drauf geschnallt, da ich ja schon mal drin war und „neue Perspektiven“ mitnehmen wollte. Das Peleng bildet fast einen Vollkreis am Vollformat ab, daher entsteht ein großer schwarzer Rand…aber gerade das fand ich sehr cool, es wirkte, als würde man durch Bullaugen in das Kircheninnere blicken…so ließ ich die schwarzen Ränder einfach dran. ![]() Ich hatte SO einen Spaß, wild mit dem Fisheye durch die Gegend zu knipsen. ![]() Vera war vorher skeptisch und sich nicht sicher, ob sie wirklich in die Kirche wollte, bzw lange drin verweilen wollte. „Doooch, Vera, komm! Die ist innen total schön!“ Vera trat zögernd ein…und als ich später an ihr wieder vorbei kam, saß sie da und genoss. Diese Kirche zieht die Menschen einfach in ihren Bann. Die Farben sind unglaublich, die Formen…die Größe…einfach toll. Ich kenne keine Kirche, die so schön ist wie diese Kathedrale in Galway, Irland. Als wir dort herum liefen, stellte eine kleine Gruppe Menschen gerade ein Cembalo auf, das dann auch sofort gestimmt wurde. „Ploing…ploing“…wir setzten uns erwartungsvoll hin, weil wir davon ausgingen, dass danach auch drauf gespielt würde…aber nachdem der Stimmer uns eine Viertelstunde vollgeploingt hatte, kamen wieder ein paar Menschen und trugen das Ding weg!!! MANNO! Protest!! Egal, wir hatten genug gesehen und machten uns wieder auf den Weg. „Hey, liegt Dunguaire-Castle nicht auf dem Weg zu den Cliffs?“ Ja, tat es, also nahmen wir das auch noch mit. Diesmal war sogar das Meer anwesend und es sah vor dem Castle nicht so aus, als hätten Schweine eine Schlamm-Orgie gefeiert. Mittlerweile war es ca. 19h… (achja...ich hatte meine Kameras nicht zeitumgestellt, also bitte die Zeiten nicht genau nehmen) und nicht mehr weit bis zu den Cliffs. Der Hunger meldete sich und wir schauten, dass wir etwas zu Essen bekamen. Immer die Uhr im Blick. Wir nahmen in einem total niedlichen Biergarten eines kleinen Restaurants Platz und bestellten Steak und Burger. Ich bestellte mein Steak medium-rare. Es dauerte EWIG, bis das Essen kam. Die Bedienungen dort total freundlich, aber alles hatte „Ruhe und Frieden“…beides brauchten wir gerade nicht, hatten wir es doch etwas eilig. Dann kam ENDLICH das Essen und wir machten uns fröhlich drüber her. Ich schnitt mein Steak an, um den Garzustand zu prüfen: durch. Na super. Ich schaute wohl traurig, denn die Bedienung warf einen Blick auf mein Steak, erschrak sichtlich und kam sofort. „Oh, ich habe dem Koch gesagt, Sie wollten es medium-rare haben und er hat wohl das Gewicht mehr auf medium gelegt…zu dumm! Ich gehe und sage es ihm!“ Ich wollte abwehren. Es war zwar doof, aber das Fleisch schmeckte gut und wir hatten es eilig. Aber die Bedienung war schon losgerannt. Sie kam mit wehenden Kitteln zurück. „Er macht Ihnen GERNE ein neues!!“ „Nein danke, das ist nicht nötig, ich esse dieses hier…es ist zwar nicht ganz mein Garzustand, aber wir haben es etwas eilig und das passt schon…“ Sie wollte das nicht auf sich beruhen lassen. „Aber es geht wirklich! Der Koch macht das! Er hat das missverstanden!“ Sie schaute mich erwartungsvoll an. Ich lächelte freundlich: „Es ist wirklich ok. Keine Sorge. Ich esse das.“ „Wirklich????“ „Jaaaaa, wirklich.“ Ich weiß nicht, wie oft sie noch kam…und wie sehr sie mir versicherte, dass sie es GENAU ausgerichtet habe, der Koch das aber falsch…. Alles schmeckte wirklich gut, vor allem ein riesengroßer Pilz, den es zu dem Steak gab. Da stand schon „Steak with Mushroom“…und ich war schon erstaunt gewesen, dass der Pilz nicht in Mehrzahl dort gestanden hatte. Das war aber auch ein Riesenflatscher! Und er war GUT!!! Irgendwie sanft in Wein gegart…total lecker. Gottlieb war müde und abgekämpft und hatte irgendwie nicht die richtige Lust, etwas zu essen, er trank nur etwas, aber ich wollte, dass er mal diesen unglaublichen Pilz probierte. Gottlieb sagte „gerne!“ und nahm mir die Gabel ab. Er stopfte sich das Stück Pilz in den Mund…und sah im nächsten Moment aus, als wollte er erbrechen. „Waff ift daf???“ „Ei…der Pilz!!!“ „Iff daffte, daff ift Fteak!!!“ Die Gruppe brach in Gelächter aus. Oups…hatte er nicht genau hingehört und gedacht, ich hätte ihm ein Stück Steak angeboten, der Pilz sah dem Fleisch von der Färbung sehr ähnlich… ![]() ![]() ![]() Als wir endlich zahlten, war eine gute Stunde um. 20.15h. Um halb zehn ging, wie wir überlegt hatten, die Sonne unter. Ohgott. Das Navi sagte EINE STUNDE bis zu den Cliffs!!! Au Backe…sollte es wirklich so sein, dass wir erst nach Sonnenuntergang dort ankommen sollten?? Wir mussten ja auch noch hochlaufen! Ich sah schon alle Felle wegschwimmen und mahnte Gottlieb zur Eile. Er fuhr dann auch wie ein Henker, um noch rechtzeitig zu kommen. Die Fahrt war der blanke Horror. Wir wussten ja, dass das Navi auch noch ein paar Minuten drauf rechnete, da wir niemals die vorgeschriebenen Tempi fahren konnten (als Ausländer…), wir waren immer etwas langsamer. Jutta bemühte sich, im hinteren Auto Schritt zu halten, was für sie sehr anstrengend war. Wir fuhren gegen die Zeit. Die Sonne immer im Blick. „Sie ist noch weit oben!!“ „Immer noch!!“ Irgendwann dachte ich, es könne doch nicht sein, dass die Sonne um halb zehn unterginge, wenn sie jetzt noch so hoch oben stünde…und Tino schaute mal auf seine Kamera, wann er die letzten Sonnenuntergangsbilder gemacht hatte. „Also gestern iss die Sonn um 21:50h unnergegannge.“ ………………OHMANN. Wir hatten also noch zwanzig Minuten mehr Zeit. Das war gut. Wir regulierten das Selbstmördertempo etwas und kamen um 21:20 an den Cliffs an. Sofort sprangen alle aus den Autos und stürmten gen „Gipfel“. Die Leute kamen uns alle entgegen, auch ein paar Fotografen mit Stativen, die uns mitleidig anschauten. Ich hätte ihm am liebsten mein Geraffel um die Ohren gehauen. Für sie war anscheinend das Licht schon weg…für mich kam es gerade erst! Wir hatten zwar nicht bedacht, dass die Sonne wesentlich weiter „drüben“ untergehen würde, also wesentlich weiter „rechts“ und die Cliffs schnell außerhalb des Lichts lagen, aber dafür war der andere, rechte Teil, den wir 2011 eher vernachlässigt hatten, diesmal unglaublich toll. Der Turm stand genau in der Sonne, wenn man etwas weiter ging und der Sonnenuntergang war auch schön. Tino war gleich zu Anfang verschwunden und tauchte dann strahlend wieder auf. „BOAH, SO GEIL!!!!!“ Er war die Klippen hinunter geklettert und hatte für sich einen wunderbaren Standpunkt gefunden. Tino ist eh jemand, den man NIE schlecht gelaunt erlebt. Wenn es einem selbst schlecht geht, muss man sich von ihm nur volllabern lassen und schon geht es wieder besser. ![]() Als die Sonne dann fast weg war, kamen die Mücken in Scharen. Und zwar keine großen, nein, so GANZ kleine! Die waren kleiner als zwei Millimeter, aber bissen SEHR fies. Vera, die sowieso die ganze Woche die „Mutter der Nation“ war und IMMER Hilfe eingepackt hatte, hatte natürlich auch für diesen Fall etwas dabei und wir autanten uns alle ein. Danach ging es etwas besser, aber wir ließen uns recht schnell vertreiben. Die anstrengende Fahrt hierher, die Mücken, der schlimme Stress vorher...er hatte bei einigen von uns durchaus seine Spuren hinterlassen. Die Cliffs of Moher liegen ungefähr fünf Minuten von unserem anderen Zuhause von 2011 weg. Zu gerne wollte ich dieses Haus einfach nochmals sehen und kurz dort stehen, wo 2011 alles angefangen hatte. Auch eine heilige Quelle wollten wir eigentlich vorher noch besucht haben, was aber aufgrund der Zeitnot nicht mehr geklappt hatte. Unser Auto war noch voller Tatendrang. WENN wir schon das alles auf uns genommen hatten, dann wollten wir das auch ausnutzen. Keiner hatte was dagegen, dass wir noch zu dem Haus fuhren und Tino wollte danach unbedingt noch zu der Heiligen Quelle, da ich so geschwärmt hatte. Wir breiteten dem anderen Auto unsere Pläne aus. „NEIN, auf KEINEN FALL!“ Jutta lachte hysterisch auf. Ihr lag der Stress der letzten zwei Stunden sehr im Magen, für sie war das der Horror gewesen und sie wollte nur noch heim, es war ja auch schon nach elf. Die anderen beiden teilten ihren Wunsch, so trennten wir uns. Das eine Auto fuhr nach Hause, das andere machte sich auf einen neuen Weg. Ziele: unser altes Zuhause, die Heilige Quelle und „Mitternachtsshopping“ in Galway, weil uns ein paar Dinge im Haus fehlten, vor allem Vorräte. Es gab einen Tesko in Galway, der 24h geöffnet hatte. Edappe 1: Diskret machte ich an unserem alten Heim ein Foto: -> Bild in der Galerie Es war schon sehr dunkel und ich wollte nicht, dass die Bewohner (es standen Autos dort) sich bedroht fühlten. Etappe 2: Wir gaben die Quelle ins Navi ein, um schnellstmöglich dorthin zu gelangen. Unterwegs hatte Tino ein beleuchtetes Haus gesehen, das er unbedingt mit Stativ ablichten wollte, also blieben wir dort stehen und warteten. Auf einer Weide waren Kühe, was bei der Abendstimmung sehr witzig aussah: -> Bild in der Galerie Als Tino total glücklich wieder ins Auto gehoppst kam, fuhren wir nonstop zur Quelle durch. Es war stockduster. Nix mit "Silberstreif am Horizont". Tino hatte zwar seine Taschenlampe dabei und fuchtelte damit wild herum, aber ansonsten sah man die Hand vor Augen nicht. Wer mich kennt, weiß, dass ich im Dunkeln panische Angst habe. HORROR! Da setzt dann alles in meinem Kopf aus. In dem Moment, in dem ich aus dem Auto stieg, kämpfte ich gegen die aufsteigende Panik an. Ich machte richtig „Therapie“ gegen die Angst und es gelang mir zuerst auch richtig gut. Ich lenkte mich mit dem Quellwasser ab, das ich in großen Zügen trank (und das so unglaublich schmeckte!!) und spielte mit Erwin rum, was blöd und ablenkend war, allerdings bei 1/3 Sekunde keine Chance auf Schärfe hatte: -> Bild in der Galerie Aber dann hörten wir plötzlich Propellergeräusche und sahen einen Helicopter schräg über uns kreisen. Und schon bekam ich Panik und dachte mir, ob die vielleicht gerufen wurden, weil wir an der Quelle mit den Taschenlampen rumhantierten?? Ich wurde total nervös und als Tino mit seiner Taschenlampe, die sehr hell war und weit leuchtete, sogar fast gen Himmel herum wuselte, rastete ich halb aus. Ich wollte ENDLICH heim, die blöden Kerle sollten damit aufhören! Wir würden noch alle im Knast landen! ![]() Tja, im Dunkeln geht nix mehr bei mir. Ist halt so. Da kann das Hirn vernünftig reden, alles andere walzt es nieder. Da die Anderen das ja wussten, beruhigten sie mich, machten mir keine Szene und entsprachen meiner dringenden Bitte, endlich einzusteigen. Wir fuhren weiter und überlegten, was der Heli da wohl zu suchen hatte. Dann entdeckten wir einen Lichtkegel auf dem Wasser…die suchten jemanden! Die suchten das Wasser ab! Meine Aufregung wandelte sich in einer Sekunde in absolutes Mitleid. Ohgott. Hoffentlich war kein Kind ertrunken oder einem Erwachsenen etwas passiert…wir konnten nur hoffen. Wissen erlangten wir nicht mehr. Wenn man nachts in Irland unterwegs ist, gibt es keine Straßenlaternen. Die Iren haben etwas VIEL Besseres! Sie haben lauter Katzenaugen auf den Straßen. Das sieht dann so aus, als würde man durch riesige Lichterketten fahren: -> Bild in der Galerie Ich LIEBE das! Das sieht so toll aus! Und man findet sich auch ohne Laternen schnell zurecht. Trotzdem war ich hundemüde und konnte mich kaum wach halten. Dauernd klappten meine Augen wieder zu und ich schreckte nach ein paar Sekunden wieder auf, mich mühsam orientierend und mit der Fahrerei von Gottlieb (er fuhr total normal!) überfordert. Das ist ein total blödes Gefühl. Da ich wusste, dass Gottlieb auch müde war und er uns wach brauchte, damit auch er wach blieb, zwang ich mich dazu, wach zu bleiben, was unglaublich schwer war. Es war ja auch schon nach ein Uhr nachts! Etappe 3, der Tesko. Gegen halb zwei kamen wir in Galway beim Tesko an. Tino ging mal „die Lage peilen“, rüttelte an den Türen des großen Einkaufszentrums, in dem der Markt sich befand…nix. Ein irischer Taxifahrer rüttelte mit ihm, die beiden schauten sich die Tür genau an, unterhielten sich kurz und Tino kam zurück. „Der Tesko ist seit HEUTE (!!!!) nachts geschlossen, weil die umbauen.“ GNAAAAAAAAAAA. Also heim und morgen früh halt einkaufen. Toll. Dafür waren wir nun extra nach Galway reingefahren. Wir machten, dass wir fort kamen und der Horror entfaltete sich so richtig. Erst die Dunkelheit, die mich schon aus der Spur gebracht hatte und dann noch diese Müdigkeit! Ich glaube, es war die schwerste Strecke, die ich je Beifahrer war…und als wir um kurz nach halb drei ENDLICH daheim ankamen, war ich mit den Nerven total runter. Ich wankte an Vera vorbei, die als Nachteule auf uns gewartet hatte und froh war, dass wir endlich auch zu Hause waren und fiel einfach nur noch um…ins Bett. Gut, ich putzte vorher noch Zähne…aber DANN… Was für ein Tag. Sollten wir so was nochmals machen, mussten wir das echt anders organisi….. weiter kam ich nicht…da war ich schon eingeschlafen.
__________________
Liebe Grüße! ![]() Blowing out someone else's candle doesn't make yours shine any brighter.
|
![]() |
![]() |
Sponsored Links | |
|
![]()
|
Themen-Optionen | |
Ansicht | |
|
|