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Themenersteller
Registriert seit: 16.03.2009
Ort: Michigan
Beiträge: 901
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Zitat:
![]() Anfang April ist definitiv zu früh - aus mehreren Gründen. Gründsätzlich ist der Yellowstone ein Kälte- und Schneeloch. Selbst wenn es mal außergewöhnlich warm im April sein sollte... da liegt noch viele Meter hoher Schnee. Mit Schneemobil vielleicht. ![]() Der Park macht die meisten Straßen aber frühestens Mitte Mai auf. Bei einem schneereichen Winter auch später (dieses Jahr wäre es theoretisch früher möglich gewesen - wird aber nicht gemacht). Auch bei uns waren noch alle (!) Nebensträßchen geschlossen. Sogar eine Hauptverbindungsstraße. ![]() Offen ist eigentlich alles (normalerweise) erst ab Memorial Day und dann wird's auch dementsprechend voll. Anfang Juni ist aber sicherlich kein schlechter Termin, wenn man noch viele Jungtiere sehen will. Letztes Jahr lag aber im Juni noch mehr Schnee als bei uns im Mai - war vieles gesperrt. Diese Jahr war das wohl kein Problem - dafür kamen die Mosquitos schon. ![]() Halbwegs wettersicher (und entsprechend voll) ist eigentlich nur der Hochsommer. Leerer wird's dann wieder nach Labour Day Anfang September. Dann haben auch die Geweihe die volle Größe und die Brunftzeit mit entsprechenden Kämpfen beginnt - allerdings steigt das Schneerisiko wieder deutlich an. ![]() Zurück zu dem Bericht: das, was Du bei uns siehst ist eher typisch für Juni. Zitat:
![]() Geht mir mittlerweile auch eher so, aber die meisten "Nicht-Fotografen" sehen das wohl anders... Gruß Michael
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Mein aktueller Reisebericht: 2012 - Yellowstone via Southwest "Und hast du die Ausrufezeichen bemerkt? Es sind fünf. Ein sicheres Zeichen dafür, dass jemand die Unterhose auf dem Kopf trägt." - Terry Pratchett |
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#92 |
Themenersteller
Registriert seit: 16.03.2009
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Tag 16 – 13.05.2012: Yellowstone (Lamar Valley, Old Faithful und Fishing Bridge) - T1
Zum ersten Mal kommen wir deutlich später los als geplant. Als wir nach dem Auschecken mit frischem Kaffee (der Rezeptionist hat den „Frühstückskaffee“ extra für uns eine halbe Stunde früher aufgesetzt
![]() Hier soll es unter anderem auch häufig Wölfe zu sehen geben. Aber nur vor Sonnenaufgang und auch dann gut versteckt und ewig weit von der Straße weg. Grundsätzlich als eher was für „die Leute mit dem Tarnzelt und dem Spektiv“. Darauf können wir uns also schon aus zwei Gründen keine Hoffnung machen. Bei den meisten Wolf-Sichtungen, die es hier gibt handelt es sich mit Sicherheit eigentlich um Kojoten. ![]() Es wird immer heller und bisher haben wir „nur“ ein paar Bisonherden und eine paar schöne Landschaften gesehen. Dann sieht meine Schwägerin (wer auch sonst? ![]() Wir sind allerdings nicht die einzigen, die diese Szene aus nächster Nähe beobachten. Wir freuen uns, denken aber vor allem an die gestrige Situation. ![]() So ein Grizzly in dieser Nähe… das wäre noch was! Anmerkung: man merkt schon – die Ansprüche steigen stetig. ![]() Und nach neuesten Erkenntnissen war es ja sogar einen Grizzly?!? Kurz darauf sehen wir unser erstes Bison-Jungtier – und zwar in vollem „Galopp“. ![]() Ich schieße eine ganze Serie davon, aber mir gelingt nur dieses eine Bild so halbwegs mit einem „Mitzieher“. Irgendwie ist es heute wohl doch noch zu früh für mich. ![]() Die immer noch stark geschlossene Blende beschert mir tendenziell verwackelte Bilder – und das bei ISO 1600. Ein gelungener Mitzieher wäre zwar genial, aber dann bitte mit noch längerer Belichtungszeit. ![]() Eigentlich müsste man ja von den Big Seven sprechen – denn ein „Ram“ (männliches „Big Horn Sheep“) und ein Wolf gehören auch „dazu“. Letztere haben wir uns wie gesagt schon „abgeschrieben“. Auf einen Ram hoffen wir noch. Die Damen dieser Gattung sehen wir an diesem frühen Morgen schon… … das wohl namensgebende Männchen leider nicht. Dafür gibt es auch für Ornithologen etwas zu sehen. ![]() Wir fahren weiter und entdecken eine Bison Herde mit Nachwuchs in schöner Umgebung. Ja, ist es eine Vorgeburt, Nachgeburt oder sonst was? Wir kennen uns mit so was doch nicht aus! Jedenfalls bleiben wir über eine halbe Stunde um das zu beobachten. ![]() Gerade als es uns langsam langweilig wird, zieht die Herde weiter. Ein Zeichen. Auch wir fahren weiter, und sehen auch noch das ein oder andere Tier. Große Highlights bleiben aber aus. Es ist wirklich erstaunlich, wie sehr sich einzelne Bisons, Steine und Grizzlies ähneln können. Letzteres war es jedenfalls nie. ![]() An einem Viewpoint sehen wir immerhin noch dieses putzige Kerlchen. Wir fahren noch ein paar Meilen auf dem Beartooth Highway und drehen dann um. Es soll zum Tower Fall gehen. Auf dem Weg sehen wir noch ein hunde-artiges Tier, erwischen es aber nicht gut mit der Kamera. Astrid überprüft unsere Sichtung mit einer im Visitor Center gekauften „Tier-Erkennungskarte“ – und natürlich… kein Wolf. Ein Coyote. ![]() To be continued...
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#93 |
Registriert seit: 26.11.2004
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Wie immer stimmige Bilder
![]() Wenn ich deine Schilderungen so lese, bin ich ja froh, dass wir einen Tacken später dort waren als ihr. Schnee hätte ich jetzt dort wirklich nicht gebraucht. Ich hasse Winter. Von der Reisezeit her war es für unseren Geschmack ideal (31. Mai bis 7. Juni): kein Schnee mehr (ausser auf dem Pass), alle Strassen und Facilities offen und noch nicht zuviele Leute und Moskitos. Während den letzten drei Tagen unseres Aufenthaltes konnte man aber bereits eine deutliche Zunahme der Besucherzahlen feststellen. Wir waren dann froh, dass wir es die ganze Woche davor noch sehr ruhig hatten und wir waren uns einig, dass es später keinen Spass mehr gemacht hätte. |
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#94 |
Themenersteller
Registriert seit: 16.03.2009
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Wie sah es denn bei Euch mit Bear Management Areas aus?
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#95 |
Registriert seit: 26.11.2004
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Ich muss gestehen, dass ich diesen Ausdruck heute zum ersten mal höre
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#96 | |
Registriert seit: 07.12.2006
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Es macht nach wie vor riesig Spaß deinen/euren Reisebericht zu lesen und zu sehen (wenn dadurch nicht das Fernweh käme). Vielen, vielen Dank dafür.
Zitat:
Hattet Ihr eigentlich Terminvorgaben oder habt Ihr euch eure Reisezeit freiwillig so ausgesucht? Gruß Ralf PS.: Nach langem Hin und Her habe ich mich übrigens für die Variante mit Steg entschieden.
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"Wer immer die Wahrheit sagt, kann sich ein schlechtes Gedächtnis leisten" (Theodor Heuss). "Erinnerungen, die noch nicht stattgefunden haben, sind umgehend nachzuholen" (Matthias Brodowy) "Alles, was ihr tut, geschehe in Liebe": Was für eine Jahreslosung! Da kann dieses Jahr nur gut werden! |
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#97 | ||||
Themenersteller
Registriert seit: 16.03.2009
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Ich denke, das beantwortet meine Frage.
![]() Zitat:
![]() Zitat:
Zitat:
Zitat:
![]() Falls Ihr Verbesserungsvorschläge habt. Nur zu. ![]() Gruß Michael
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#98 |
Themenersteller
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Tag 16 – 13.05.2012: Yellowstone (Lamar Valley, Old Faithful und Fishing Bridge) - T2
Die Fahrt zum Tower Fall zieht sich ewig… und wir sind ziemlich enttäuscht. Das gesehene beeindruckt wenig. Der Trail runter zu Fuß des Wasserfalls ist gesperrt. Sehr zu Astrids Erleichterung, denn natürlich wäre sie mit runter gegangen.
![]() Auch die Restrooms haben noch geschlossen – es wird immer wieder deutlich, dass der Park noch nicht so richtig „wach“ ist in dieser noch sehr jungen Saison. Auf dem Weg zurück (hier ist zu dieser Jahreszeit noch „Sackgasse“) machen wir bei einem weiteren Viewpoint halt um nach Big Horn Sheep in den Hängen Ausschau zu halten. Laut „Photographing Yellowstone“ sollen die hier häufiger zu sehen sein. Leider sind das weder diese noch die „versprochenen“ Ospreys. ![]() Jetzt reicht es uns mit „Pirschfahrt“ und „Viewpoint-Hopping“! Eine Wanderung muss her. Also fahren wir wieder ins Lamar Valley zurück – aber nicht weit. Glücklicherweise befinden wir uns hier in der Region, in der die meisten Wanderungen möglich sind. Wir beginnen den knapp 4 Meilen langen „Yellowstone River Picknick Area Trail“, der die erste Hälfte auf einer Ridge immer dem Yellowstone River entlang geht. Wir laufen noch nicht lange, als Astrid plötzlich wieder hektisch wird. Sie deutet auf einen kleinen schwarzen Punkt auf der anderen Seite des Flusstals… „Ich glaube das ist ein Bär!“. Wie gesagt – ich sehe einen schwarzen Punkt. Wenn ich genau hinsehe. ![]() Aber Astrid hat schon das Fernglas in der Hand und stößt nach wenigen Sekunden einen kurzen Freudenschrei aus. Ein Bär. Eine Bärenmama um genau zu sein. Mit zwei Cubs. ![]() Man sieht, dass man trotz rund zweifacher digitaler Vergrößerung (ähnlich wie bei dem Grizzly gestern entspricht das rund 900 mm Brennweite bei „Kleinbild“) nicht viel sieht – und ja, alle drei schwarzen Punkte haben sich bewegt. ![]() Mir ist es immer noch ein Rätsel wie Astrid das überhaupt entdecken konnte. ![]() Obwohl die Sichtung ähnlich weit weg wie bei einer typischen Pirschfahrt ist, ist es doch so allein zu Fuß ein ganz anderes Gefühl. Natürlich ohne Bedrohung diesmal. ![]() Wenige Minuten später entdecke ich auch mal ein Tier. Kurz darauf erreichen wir dann das „Ziel“ der Wanderung. Ein wunderschöner Blick auf den Yellowstone River tut sich hier auf. Sicher kein Highlight, aber doch ganz nett. In Deutschland würde uns die Aussicht vermutlich zu Begeisterungsstürmen verleiten. ![]() Dennoch halten wir uns nicht lange auf – wir entscheiden uns dem Loop zu folgen und nicht einfach umzudrehen. Wenige Minuten später vernehmen wir ein rhythmisches Donnern, das schnell lauter wird. WTF? Plötzlich kommt ein ausgewachsenes Bison um die Ecke geschossen. Das Tempo ist phänomenal und die Lautstärke beeindruckend! Wer kann sich das Getöse vorstellen, als in früheren Zeiten noch hunderte oder tausende dieser Tiere die Wiesen bevölkert haben? Unvorstellbar… Kurz will ich die Mädels fragen, vor was dieses mächtige Tier denn nur geflüchtet sein mag, verwerfe den Gedanken aber gleich wieder. ![]() Wir geben dem Büffel einen gesunden Vorsprung ( ![]() Erneut finden wir etwas für Vogelliebhaber… ein blauer Vogel, den diesmal Tanja entdeckt. ![]() Wir umgehen eine grasende Bison-Herde großräumig und nähern uns asymptotisch der Straße – zumindest behauptet das das Garmin. ![]() Von der Straße sehen wir noch nichts, aber dafür folgende Szenerie: Dann erreichen wir tatsächlich die Straße (der wir noch ein gutes Stück folgen sollen). Dort hat es sich bei einem Bach eine weitere Bison Familie gemütlich gemacht. Wir lassen Astrid samt Kamera und Rucksack hier und beeilen uns, das Auto zu holen… To be continued again...
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#99 | |
Registriert seit: 26.11.2004
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Zitat:
Unsere übrigen Stationen waren praktisch alle unkritisch, sowohl klimatisch als auch touristisch ![]() |
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#100 |
Themenersteller
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Also "nach der reinen Lehre" geht der Tourismus mit Memorial Day so richtig los. Und der war kurz nach Eurer Ankunft. Außerdem waren Pfingstferien in DE... ich glaube schon, dass da deutlich mehr als bei uns los war. Aber anscheinend durchaus erträglich.
![]() Und zum Wetter... also in "normalen" Jahren hättet Ihr vermutlich mehr Schnee gehabt als wir in diesem konkreten Fall... Ich habe mich wirklich intensiv mit dem Thema beschäftigt: Stastiken zu Schneehöhen, Stastiken zu Besucherzahlen... ![]() ![]() Aber gut... schlecht war Eurer Zeitraum auf keinen Fall. Wir haben da lange diskutiert... Wir reagieren halt recht allergisch auf große Menschenmassen - zumindest in der Natur. Wir waren eigentlich überall immer fast komplett alleine - mit Ausnahme von Monument Valley und Yellowstone. Und Vegas. ![]() Gruß Michael
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