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| » Fragen zu Makros größer 1:1 - Umkehrringe, Zwischenringe, Objektive, Zusatzlinsen |
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#1 |
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Themenersteller
Registriert seit: 14.02.2021
Beiträge: 96
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Gottlieb:
Danke für die Einladung, aber das sind fast 200km einfache Strecke. Schade, sonst hätte ich das Angebot gerne angenommen. Aber 400km zum Ausleihen eines Objektives... hm, bei den Spritpreisen bin ich mit einem Kauf per Auktionsplattform günstiger. Welches manuelle 28 meinst Du denn? Ich kann ja mal Ausschau danach halten. Du hast natürlich Recht mit dem 50mm: das bringt wirklich nicht viel in der Retro-Stellung. Die Schärfe ist gigantisch, aber der Maßstab reicht kaum über 1:1 hinaus, wenn 1:1 überhaupt erreicht wird. Ich habe es danach mit dem 105mm Makro und dem 30mm Makro jeweils mit Zwischenringen probiert. Die zusätzliche Vergrößerung ist schon beeindruckend, erfordert aber meinerseits noch sehr viel Übung. Unter anderem muss ich mein Tischstativ noch stabiler bekommen, als es schon ist. Das Teil ist zwar richtig gut und unter normalen Umständen absolut stabil, aber wenn ich die Makro-Schiene bediene, wackelt das Bild bei diesem Maßstab trotzdem, und den Fokus zu treffen wird sehr schwierig. Aber da wird sich schon eine Lösung finden. Ingo: E auf A geht leider nicht, weil die Objektive für e-Mount so konzipiert sind, daß sie näher am Sensor sitzen. Sie müssten also bei einer a-mount Kamera in das Gehäuse hineingepresst werden. Das geht nur einmal, danach ist es eine Kamera mit festem Objektiv. Ich bin sicher, diesen Unterschied in der Distanz zum Sensor hätte auch anders gelöst werden können, aber Sony wird schon ihre Gründe gehabt haben, warum sie sich entschieden haben, für ein neues Kamerasystem auch komplett neue Objektive auf den Markt zu werfen, und die Benutzer davor zu bewahren, versehentlich ihre vorhandenen Objektive weiter zu verwenden. Aber ich kann mir beim besten Willen keinen Grund vorstellen. Ganz böse Verschwörungstheorie: meinst Du, das könnte etwas mit Geld zu tun haben...??? |
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#2 | |
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Gesperrt
Registriert seit: 07.08.2021
Beiträge: 88
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Zitat:
Die Verschwörungstheorie passt also nicht |
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#3 |
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Registriert seit: 08.09.2003
Ort: Erkrath bei Köln
Beiträge: 7.452
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Umkehrung und einfaches WW oder einfaches Kitobjektiv wären ein guter Einstieg, abgeblendet wird ohnehin, das macht Lichtstärke und Top-Korrektur teurer Objektive überflüssig, sie sind leicht und billig, zudem tut es nicht weg, wenn man die Rücklinse oder das Bajonett schritten.
Jan |
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#4 |
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Themenersteller
Registriert seit: 14.02.2021
Beiträge: 96
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Du hast natürlich Recht. Das Wort "Verschwörungstheorie" war aber zum einen ironisch gemeint, und zum anderen habe ich zusätzlich etwas verwechselt bzw eine falsche Annahme gemacht: es wird wohl kaum jemanden geben, der ein neues e-Objektiv an einer viel älteren a-Kamera verwenden will. Umgekehrt, also ältere Objektive an neuerer Kamera, ist dagegen nichts ungewöhnliches.
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#5 |
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Registriert seit: 01.04.2008
Ort: Drabenderhöhe
Beiträge: 10.679
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E-Mount und A-Mount unterscheiden sich grundsätzlich durch ein unterschiedliches Auflagemaß. Das lange Maß (von etwa 43-47 mm) war bei KB-Spiegelreflexkameras unbedingt notwendig, weil der Spiegel immer zwischen Objektiv und Sensor passen musste.
Das ist bei den spiegellosen E-Mount-Kameras nicht mehr so, deshalb sind (insbesondere bei kurzen Brennweiten) keine Anstrengungen mehr notwendig, die Hauptebene sehr weit außerhalb des Objektivs nach hinten zu verlagern. Die Objektive können kleiner und leichter sein und auf eine Weise berechnet werden, die früher nicht möglich war. Das E-Mount-System ergibt sich eigentlich aus weggefallenen technischen Notwendigkeiten, und weniger aus Profitgier. Dass ein neues Mount-System eigene Besonderheiten und neue Möglichkeiten schafft, die natürlich auch Geld kosten/Gewinn bringen, liegt in der Natur der Sache. Für meine Art des Fotografierens komme ich gut mit A-Mount-Objektiven am E-Mount zurecht, auch noch ältere Objektive adaptiere ich gerne. Blitzschneller AF ist mir nur selten wichtig, daher gibt es für mich kaum ein Argument für E-Mount-Objektive, deren Anzahl sich bei mir im sehr überschaubaren Bereich hält.
__________________
Gruß Gottlieb |
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#6 |
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Registriert seit: 31.03.2004
Ort: Stuttgart
Beiträge: 1.359
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E-Mount-Objektive sollten sich aber tendenziell etwas schlechter für die Verwendung als Umkehr-Makros eignen.
Wenn ich das nicht falsch sehe, kommen die Objekte doch in die Nähe der Stelle, an der ansonsten der Sensor ist (bzw. etwas weiter weg). Das ist beim den alten Objektiven weiter weg und somit für die Beleuchtung in der Regel günstiger. (Lässt sich die Blende von (nicht manuellen) E-Mount-Objektiven eigentlich so verstellen, dass sie im abgenommenen Zustand so bleibt? Das wäre ja dann sinnvoll...) Gruß, Johannes |
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#7 | ||||||||||||||||||
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Themenersteller
Registriert seit: 14.02.2021
Beiträge: 96
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Dank Eurer vielen Tips und Kommentare habe ich in den letzten Tagen ein paar Experimente durchgeführt. Zwei Objektive kamen zum Einsatz: Sigma 105mm Makro und Sony 38mm Makro. Weiterhin Zwischenringe, einzeln und in Kombination: 36mm, 20mm, 13mm.
Als Motiv habe ich ein Geodreieck mit ein paar Salzkörnern direkt an der Kante gewählt. Fotografiert habe ich von oben. Die Bilder lade ich jetzt nicht hoch, die sind viel zu schlecht und zu groß, das möchte ich Euch nicht antun. Aber ich erzähle mal was zum gemessenen Maßstab, abgezählt an der am oberen Bildrand zu sehenden Skala des Geodreiecks:
Die Kombi aus allen drei ZR (69mm) war nicht möglich: das Sigma ließ sich nicht mehr fokussieren, das Sony lag schon bei 56mm ZR fast auf. Das Ganze war sehr kniffelig, und trotz Stativ und Makroschiene erforderte es sehr viel Geduld, den Fokus zu treffen. Außerdem reichte bereits die Höhe bzw die Dicke des Geodreiecks (ca. 1mm) aus, damit die Skala darauf außerhalb des Fokus lag, wenn die Salzkörner im Fokus waren. Ich muss mir nächste Woche Millimeterpapier besorgen und den Versuch noch einmal machen. Vernünftiges Arbeiten ist mit dieser Anordnung natürlich nicht möglich, wenn das Objektiv fast aufliegt, und an Makroaufnahmen eines vertikalen Motives ist da gar nicht zu denken. Aber mir geht es jetzt erstmal um das Begreifen der Theorie, darum meine Frage: sehe ich das richtig, daß die letzte Anordnung in der Tabelle (Sony + 56mm ZR) eine vierfache Vergrößerung darstellt, wenn vom Motiv statt 23mm nur noch 8mm zu sehen sind? Oder müsste man den wirklich Vergrößerungsfaktor anhand der Bilddiagonalen berechnen? Ich habe jedenfalls einen guten Eindruck davon bekommen, was für einen Aufwand man treiben muss, um größer als 1:1 zu fotografieren: Kamera, Objektiv, Stativ, Fußboden, Motiv, das alles muss absolut erschütterungsfrei sein. Ich musste sogar den Funk-Fernauslöser nehmen, weil selbst das Wackeln des Kabels des kabelgebundenen Fernauslösers schon noch mehr Unschärfe ins Bild brachte. Will man also in der Natur etwas sehr kleines sehr groß abbilden, bleiben, so wie ich es sehe nur folgende Möglichkeiten: - eine Kamera mit sehr hoher Auflösung (sehr vielen Pixel), so daß man den Ausschnitt stark vergrößern kann - ein Objektiv, das von Haus aus größer als 1:1 kann - eine zusätzliche Nah-Linse, die wie eine Lupe vor das (Makro)Objektiv geschraubt wird Gibt es noch weitere (erschwingliche) Möglichkeiten? Wer hat schon mal mit einer zusätzlichen Nahlinse gearbeitet und kann mir davon berichten, sie empfehlen oder davon abraten? |
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#8 |
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Registriert seit: 08.09.2003
Ort: Erkrath bei Köln
Beiträge: 7.452
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Auch eine Ausschnittvergrößerung verstärkt jeden Abbildungsfehler und verkleinert die Tiefenschärfe.
Zum Umkehrring mit Kit findet sich ein Vergleich zu anderen Methoden, kleines groß abzubilden: https://www.traumflieger.de/desktop/...troadapter.php. Optimal ist vermutlich Balgen, Lupenobjektiv und Einstellschlitten. Jan |
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#9 |
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Registriert seit: 08.09.2003
Ort: Erkrath bei Köln
Beiträge: 7.452
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Ich habe mir ein Makro geleistet (Nikon 105 an APS-C) und finde es allein (bis 1:1) oder für größere Abbildungsmaßstäbe bei gutem Arbeitabstan (nicht eingestellte Entfernung, sondern Abstand Objektiv-Motiv) mit moderaten Telekonverter (Kenko x1,4) prima.
Dann habe ich noch zwei Nahlinsen (Achromate) für ein 45 mm Pancake-Objektiv und für mein Telezoom, beide für "schnelle" Blumenfotos mit moderaten Abbildungsmaßstab, deutlich unter 1:1. Jan |
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#10 | |
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Registriert seit: 31.03.2004
Ort: Stuttgart
Beiträge: 1.359
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Zitat:
Es ist nicht notwendig, die Diagonale zu nehmen, da die Strecken alle proportional vergrößert werden. Um eine möglichst hohe Vergrößerung (über Ausschnitte) zu erhalten, ist die PixelDICHTE des Sensors wichtig. Es bringt also nicht, von der A77 mit 24 MP auf eine A7IV mit 33 MP zu wechseln, da durch den größeren Sensor effektiv weniger Pixel pro cm auf dem Sensor sind. Eine A7rV oder OM1 haben aber z.B. eine höhere Pixeldichte. Für E-Mount gibt es "normale" (manuelle) Makro-Objektive, die bis bis zum Maßstab 2:1 gehen, für A-Mount kenne ich da aber keines. Den Raynox DCR 250 habe ich auch, er ist für mein Tamron 90iger Makro schon grenzwertig und produziert sehr leicht Farbfehler, bei denen ich Schwierigkeiten habe, damit umzugehen. Prinzipiell kann ich die Raynox-Vorsätze aber auch empfehlen. Ganz entscheidend scheint mir bei den hohen Vergrößerungen eine gute Beleuchtung zu sein, vielleicht sogar noch wichtiger als die Optik. Ich habe selbst auch schon mit all dem herumexperimentiert (TK, Zwischenringe, Balgen, Umkehrobjektiv, Vorsatzlinsen, Umkehrobjektiv als Vorsatz), aber so wirklich zufriedengestellt hat mich die Bildqualität nirgends - vor allem, sobald es über 2:1 ging. Daher habe ich es wieder gelassen und nutze nur noch gelegentlich den Raynox vor einem Makro, das ist für mich noch halbwegs praktikabel. Bin aber auch immer wieder fasziniert, wie mache (z.B. Rainer) es doch schaffen, bei diese höheren Vergrößerungen tolle Bilder hinzubekommen - würde ich auch gerne hinbekommen... Gruß, Johannes |
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