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Startseite » Forenübersicht » Treffpunkt » Café d`Image » Energiewende wird abgewürgt
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Alt 03.03.2023, 00:18   #1
Porty
 
 
Registriert seit: 06.03.2011
Ort: Im Grenzgebiet zwischen Bayern, Franken und BW
Beiträge: 6.306
Zitat:
Zitat von turboengine Beitrag anzeigen

Da Quaschnig Gas traditionell grotesk hohe Leckageverluste andichtet um seine Horrorszenarien zu rechnen habe ich mir die Freiheit genommen seine Werte zu übernehmen.

Aber selbst mit 800 g/kWh CO2 Emission wäre ein Diesel emissionsgünstiger.
Ich habe eben noch mal nachgerechnet:
Setzt man die von Dir genannten 800 g CO2/kWh für den Strom und pessimistische 18 kW/100 km für das E- Auto an, dürfte der von Dir genannte 320 d maximal 4,6 l Diesel auf 100 km brauchen. Mit sehr optimistischen 20 % Nutzenergieverlust von Bohrloch bis Zapfsäule gerechnet.
Da muss man schon mit sehr sanften Gasfuß unterwegs sein........
Selbst BMW gibt den 320 d in der aktuellen Ausführung nach WLTP mit 5,5 l/ 100 km an. Und der WLTP- Wert ist nur schwer zu schaffen.

Ich gebe dir recht, dass Verbote, wie sie derzeit on vogue sind, nicht die optimale Form der Zukunftsgestaltung sind, aber andererseits taugen schöngerechnete Vergleich auch nicht dazu, die richtigen Entscheidungen für die Zukunft zu treffen, zumal die Verbrennerlobby alles daran setzt, den unvermeidlichen Umstieg so lange wie möglich hinaus zuziehen, wie die Diskussion um die maximal schwachsinnigen E- Fuels immer wieder zeigt.
__________________
Grüße
Michael


Fotografie ist das Festhalten des flüchtigen Augenblicks.....
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Alt 03.03.2023, 08:03   #2
turboengine
 
 
Registriert seit: 30.01.2006
Ort: Schaue auf Zürich
Beiträge: 9.347
Zitat:
Zitat von Porty Beitrag anzeigen
pessimistische 18 kW/100 km für das E- Auto
Du hast die Ladeverluste vergessen.
__________________
Viele Grüße, Klaus
turboengine ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 03.03.2023, 08:12   #3
KSO
 
 
Registriert seit: 04.07.2004
Ort: München
Beiträge: 1.862
Ich halte das auch nicht für pessimistisch. Meinen i3 bewege ich damit (inkl. auch eher pessimistischen Ladeverluste).
Was meinst Du was die E-SUV Trümmer auf der Autobahn zieht. 26 kWh/100 km ist da nichts.

Ich habe wegen der Diskussion hier angefangen, öffentlich am Tag zu laden (auch weil es mittlerweile nicht mehr viel teurer ist als Zuhause). So kann ich mir wenigstens einbilden den Strom aus dem Solarfeld an dem ich morgens immer vorbei fahre, zu beziehen.
Verringert auch meine Ladeverluste, da ich Zuhause sehr lange an 240V lade, so dass ich dann eher auf 16.5 kWh/100 km komme.
__________________
Gruss Knut

500px Flickr
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Alt 03.03.2023, 08:30   #4
turboengine
 
 
Registriert seit: 30.01.2006
Ort: Schaue auf Zürich
Beiträge: 9.347
Zitat:
Zitat von KSO Beitrag anzeigen
Ich habe wegen der Diskussion hier angefangen, öffentlich am Tag zu laden
Das ist sehr lobenswert - denn hier in der Schweiz zeigen sich schon erste Probleme mit der dezentralen Stromerzeugung. Die Netzkapazitäten auf der Niederspannungseben reichen nicht aus.

«Wollen wir künftig all den Solarstrom an den Produktionsspitzen im Sommer abtransportieren, muss das Verteilnetz um das drei- bis Vierfache ausgebaut werden», sagt Urs Meyer, der Präsident des Vereins Smart Grid Schweiz.

https://www.nzz.ch/schweiz/der-solar...lag-ld.1728398

Es soll jetzt die Produktion auf 70% bis sogar nur 50% der installierten Leistung begrenzt werden. Außerdem ist die Vergütung für Sommerstrom unter Beschuss. Wenn sowieso kein Strom gebraucht wird, warum soll dann der gefangene Tarifkunde die Stromproduzenten subventionieren?

Die Politiker schauen immer nur auf die Jahresproduktion. Leider speist mittlerweile jede neu gebaute Solaranlage immer dann ein, wenn sowieso kein Strom gebraucht wird. Zusätzliche Solarpanels bringen dann eigentlich nichts mehr. Es sei denn, die Stromautos laden nur, wenn die Sonne scheint. Und dann am besten am heimischen Ladegerät um die Einspeisung der heimischen Strom Panels zu benutzen und das Netz zu entlasten.

Nachts laden und tagsüber das Auto benutzen - nicht gut für´s Netz mit viel Sonnenproduktion. Genauso das Elektroauto von November bis Februar nutzen - nicht gut für die Produktion.
__________________
Viele Grüße, Klaus

Geändert von turboengine (03.03.2023 um 09:43 Uhr)
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Alt 03.03.2023, 08:44   #5
HoSt
Gast
 
 
Beiträge: n/a
Zitat:
Zitat von Porty Beitrag anzeigen
pessimistische 18 kW/100 km für das E- Auto
Unser E-Kona liegt nach 11000km bei exakt 14.2kW/100km - inklusive langen Autobahnstrecken (auch im Winter).

Zitat:
Zitat von turboengine Beitrag anzeigen
Wenn Du das E-Mobil auch im Winter und nachts laden willst ist das so.
Eine letzte Anmerkung von mir zum Thema... danach werde ich hier auch noch maximal mitlesen - ist ein bisschen wie das Gaffen bei einem Unfall auf der Autobahn, man will es eigentlich nicht, aber man macht es dann irgendwie doch.

Ich - wie viele andere E-Mobilisten - habe eine PV auf dem Dach und lade mein Auto deswegen fast immer tagsüber. Ich fahre das Auto nicht leer, sondern lade sukzessive mit PV-Überschuss. Wenn ich beruflich unterwegs bin, dann lade ich auch tagsüber beim Arbeitgeber. Und wenn ich privat lange Strecken unterwegs bin (Urlaub, etc) dann lade ich auch tagsüber.
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Alt 03.03.2023, 08:58   #6
turboengine
 
 
Registriert seit: 30.01.2006
Ort: Schaue auf Zürich
Beiträge: 9.347
Zitat:
Zitat von HoSt Beitrag anzeigen
Ich - wie viele andere E-Mobilisten - habe eine PV auf dem Dach und lade mein Auto deswegen fast immer tagsüber.
Das mögen viele sein - trifft aber sicher nicht mehr zu, wenn man die Verbrenner verbietet. Dann wird das die absolute (privilegierte) Minderheit. Einfamilienhäuser durften für die allermeisten in Zukunft unerreichbar werden.

Und von Nutzfahrzeugen will ich noch gar nicht sprechen - die sind tagsüber “in Nutzung”…

Edit: Und vom November bis März dürfte es schwierig werden mit der Einspeisung. Und genau da gibt es ja das Problem - da stehen dann E-Autos in Konkurrenz zur Wärmepumpe.
__________________
Viele Grüße, Klaus

Geändert von turboengine (03.03.2023 um 09:35 Uhr)
turboengine ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 03.03.2023, 10:03   #7
KSO
 
 
Registriert seit: 04.07.2004
Ort: München
Beiträge: 1.862
Zitat:
Zitat von turboengine Beitrag anzeigen
Das ist sehr lobenswert - denn hier in der Schweiz zeigen sich schon erste Probleme mit der dezentralen Stromerzeugung. Die Netzkapazitäten auf der Niederspannungseben reichen nicht aus.
....
Danke, wollte ja auch nur mal mitteilen, ist nicht alles umsonst, was wir hier so schwätzen.
Es mussten aber auch noch 2 Faktoren dazu kommen!
A) Es gibt endlich ausreichend Ladepunkte in Laufnähe zu meiner Arbeitsstelle.
B) Der Preis Zuhause ist auch nicht mehr viel neidriger, als an diesen Ladepunkten Immerhin immer dort noch 5 cent / kWh höher, aber da kommt dann die Diskussion hier ins Spiel.
__________________
Gruss Knut

500px Flickr
KSO ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 04.05.2023, 16:34   #8
turboengine
 
 
Registriert seit: 30.01.2006
Ort: Schaue auf Zürich
Beiträge: 9.347
Zitat:
Zitat von turboengine Beitrag anzeigen
Das ist sehr lobenswert- denn hier in der Schweiz zeigen sich schon erste Probleme mit der dezentralen Stromerzeugung. Die Netzkapazitäten auf der Niederspannungseben reichen nicht aus.
Und jetzt auch in Deutschland auf der Verbrauchsseite.

Zitat:
Stromnetze zu schwach – Vonovia kann Wärmepumpen nicht in Betrieb nehmen
…
Ein Grund sei, dass wegen fehlenden Netzausbaus nicht genügend Strom zur Verfügung stehe, sagte Vonovia-Vorstandschef Rolf Buch am Donnerstag. Rund 70 installierte Geräte seien noch nicht angeschlossen, sagte eine Firmensprecherin. In welchen Städten die Probleme vorliegen, erläuterte er nicht.
https://www.welt.de/wirtschaft/artic...men.html<br />

Aber vielleicht weiss ja der findige Staatssekretär Graichen, der für das ganze Schlamassel verantwortlich ist, ja Rat. Wie man hört, soll es ja an der Anzahl der ihm nahestehenden Mitarbeitern nicht scheitern.
__________________
Viele Grüße, Klaus

Geändert von turboengine (04.05.2023 um 16:39 Uhr)
turboengine ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 04.05.2023, 22:18   #9
steve.hatton
 
 
Registriert seit: 08.04.2009
Ort: Neusäß (BY)
Beiträge: 14.732
Zitat:
Zitat von turboengine Beitrag anzeigen
Und jetzt auch in Deutschland auf der Verbrauchsseite.



https://www.welt.de/wirtschaft/artic...men.html<br />

Aber vielleicht weiss ja der findige Staatssekretär Graichen, der für das ganze Schlamassel verantwortlich ist, ja Rat. Wie man hört, soll es ja an der Anzahl der ihm nahestehenden Mitarbeitern nicht scheitern.
Warum ist jetzt Graichen für den "fehlenden Netzausbau" verantwortlich?
__________________
Gruß aus Bayern

Steve
steve.hatton ist gerade online   Mit Zitat antworten
Alt 04.05.2023, 23:13   #10
Dat Ei
 
 
Registriert seit: 07.09.2003
Beiträge: 20.265
Moin, moin,

nun, wer eine zwanghafte Elektrifizierung der Wärmegewinnung beschließt, obwohl absehbar die Kapazitäten nicht reichen, betreibt eine seltsame Form von Realpolitik.


Dat Ei
__________________


"Wer mit Euch ist, ist nicht ganz bei sich."
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