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Alt 21.08.2022, 11:02   #1
Kurt Weinmeister
 
 
Registriert seit: 06.03.2015
Ort: Berlin
Beiträge: 4.822
Daumen hoch

Zitat:
Zitat von Porty Beitrag anzeigen
Also wenn verwendbar, dann nur in entsprechend sorgfältig abgedichteten und überwachten Großanlagen.
So hatte ich das auch gedacht. Keine Ahnung, ob diese Möglichkeit der Energiespeicherung tragbar ist (ökologisch, ökonomisch) -> aber bevor die Energie von Windkraft- oder Solaranlagen erst gar nicht erzeugt wird, weil man sie aktuell nicht verwerten kann, wäre mir der Wirkungsgrad erstmal egal (daher nur zu 100% aus nicht fossilen Energien).
__________________
Das Leben ist eine Illusion, hervorgerufen durch Alkoholmangel (Bukowski).
Chefexeget an der Rudolf-Steiner Schule
Kurt Weinmeister ist offline   Mit Zitat antworten
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Alt 21.08.2022, 12:09   #2
Porty
 
 
Registriert seit: 06.03.2011
Ort: Im Grenzgebiet zwischen Bayern, Franken und BW
Beiträge: 6.296
Zitat:
Zitat von Kurt Weinmeister Beitrag anzeigen
So hatte ich das auch gedacht. Keine Ahnung, ob diese Möglichkeit der Energiespeicherung tragbar ist (ökologisch, ökonomisch) -> aber bevor die Energie von Windkraft- oder Solaranlagen erst gar nicht erzeugt wird, weil man sie aktuell nicht verwerten kann, wäre mir der Wirkungsgrad erstmal egal (daher nur zu 100% aus nicht fossilen Energien).
Ich habs mal vorsichtig überschlagen, in der Tat scheint der Energieverbrauch zur Herstellung von flüssigen NH3 geringer zu sein (nur etwa 10-15%) gegenüber der Verflüssigung von Wasserstoff (je nach Quelle 20-40%) und man kann es unter Druck und ohne zu Kühlen flüssig lagern.
Auf der anderen Seite sind Ammoniakanlagen aufwendige Chemieanlagen, die auf Grund der Reaktionsbedingungen (400 °C, 200- 500 bar Druck) vom Betrieb her nicht trivial sind und schon gar nicht an Einen Tag hoch und Runter gefahren werden können.
Heißt also auch, dass man Wasserstoff in entsprechenden Mengen zwischenspeichern muss.
Und auch, dass so einen Anlage gewiss nicht billig ist, zumal eine entsprechend potente Luftzerlegungsanlage zur Gewinnung des hochreinen Stickstoffes unvermeidlich dazu gehört.
Die Produktionsmenge in Deutschlad betrug 2020 etwa 2,6 Mio t, was dem Energieinhalt von rund 1,4 Mio t Diesel oder Kerosin entspricht. Allein am Frankfurter Flughafen gehen jedes Jahr rund 3,3 Mio t Kerosin in die Flugzeuge.
__________________
Grüße
Michael


Fotografie ist das Festhalten des flüchtigen Augenblicks.....
Porty ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 21.08.2022, 12:37   #3
berlac
 
 
Registriert seit: 28.08.2009
Beiträge: 973
Zitat:
Zitat von Porty Beitrag anzeigen
Und auch, dass so einen Anlage gewiss nicht billig ist, zumal eine entsprechend potente Luftzerlegungsanlage zur Gewinnung des hochreinen Stickstoffes unvermeidlich dazu gehört.
Na und? Atomkraftwerke sind auch nicht billig. Schon gleich gar nicht, wenn man die Risiken und die Müllentsorgung mit einberechnet.

Auch Fusionskraftwerke werden sicher kein Schnäppchen, wenn sie denn mal funktionieren sollten.
berlac ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 21.08.2022, 13:50   #4
turboengine
 
 
Registriert seit: 30.01.2006
Ort: Schaue auf Zürich
Beiträge: 9.343
Zitat:
Zitat von berlac Beitrag anzeigen
Na und? Atomkraftwerke sind auch nicht billig.
Ein Kraftwerk, das in windstillen Winternächten Energie liefern kann, ist zur Zeit eigentlich unbezahlbar wenn man sich die Folgekosten für einen Blackout vergewärtigt.

https://www.welt.de/wirtschaft/artic...onen-Euro.html

Bei 600 Mio. EUR Verlust pro Stunde (Rechnung von 2013 !!!) ist das Kraftwerk bei geschätzten 12 Mia. EUR Investitionskosten schon bei zwanzig Stunden vermiedener Blackout (!) für die Volkswirtschaft amortisiert. Und das bei einer Lebensdauer von 60 Jahren und mehr.
__________________
Viele Grüße, Klaus

Geändert von turboengine (21.08.2022 um 13:53 Uhr)
turboengine ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 21.08.2022, 14:44   #5
DiKo
 
 
Registriert seit: 27.02.2014
Beiträge: 3.096
Zitat:
Zitat von turboengine Beitrag anzeigen
Ein Kraftwerk, das in windstillen Winternächten Energie liefern kann, ist zur Zeit eigentlich unbezahlbar wenn man sich die Folgekosten für einen Blackout vergewärtigt.

https://www.welt.de/wirtschaft/artic...onen-Euro.html

Bei 600 Mio. EUR Verlust pro Stunde (Rechnung von 2013 !!!) ist das Kraftwerk bei geschätzten 12 Mia. EUR Investitionskosten schon bei zwanzig Stunden vermiedener Blackout (!) für die Volkswirtschaft amortisiert. Und das bei einer Lebensdauer von 60 Jahren und mehr.
Die 600 Mio. € wären für die Mittagszeit, nicht in der windstillen Winternacht.
Wäre der Blackout morgens um 6 Uhr wären es 274 Mio. €, in der Nacht vermutlich sogar noch weniger.

Für Sommer oder Winter wird im Artikel nicht unterschieden.

Davon unabhängig, die Schäden wären enorm.

Gruß, Dirk
DiKo ist offline   Mit Zitat antworten
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