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Alt 30.06.2022, 16:43   #1
Robert Auer
 
 
Registriert seit: 17.11.2012
Ort: Schwerin
Beiträge: 6.811
Wärmepumpe (WP)

Ich habe zwar nichts von dieser "Werbung", kann aber allen, die bereits eine WP haben, die sich eine WP anzuschaffen gedenken oder die sich grundsätzlich für das Thema WP interessieren, das Buch "Effizienter Betrieb von Wärmepumpen-Anlagen" in der 2.ten Auflage von Hans-Jürgen Seifert, wärmstens empfehlen!

Der Autor ist ein erfahrener Gutachter, der das Thema von A-Z beleuchtet, Beispiele aus seiner beruflichen Tätigkeit anschaulich darstellt und auch für Laien verständlich aufzeigt, wie man Planungsfehler vermeidet, Probleme analysiert und Arbeitszahlen optimiert.

Ich möchte allerdings auch eines nicht verschweigen: Nachdem ich das Buch gelesen habe und die vielen Voraussetzungen und Fehlermöglichkeiten von WPs kennengelernt habe, sehe ich bei mir keine Chance, dass ich mit einer WP den Heizungs- und Warmwasserbedarf in meinem EFH wirtschaftlich substituieren oder bivalent ergänzen kann.
Ich habe einen aus Denkmalschutzgründen von außen nur bedingt dämmbaren Altbau von 1920 mit 238 qm / 886 cbm beheizter Fläche / Raumvolumen und 1.528 cbm Gesamt-Gebäudekubatur. Der Platz für Wärmequellen ist auf meinem nur 263 qm gr. Grundstück überschaubar, die Nachbarschaft nahe. Zudem wäre ein bivalenter Betrieb aufgrund meiner inzwischen 27 Jahre alten 30 kW Gaszentralheizung und der hohen Vorlauftemperatur von 75/65 Grad für die vorhandenen Heizkörper mit 38,4 kW Heizleistung wohl kaum sinnvoll bzw. wirtschaftlicher machbar.
Denn mein/unser aktueller Gas-Verbrauch von 2.300 cbm/a und Stromverbrauch von 3.250 kWh/a ist aufgrund der schon seit Jahren flügge gewordenen Kinder/Enkel eigentlich überschaubar.
Trotzdem habe ich mir eine 7 kWp PV-Anlage bestellt, um damit wenigstens meinen tagsüber anfallenden Strombedarf weitgehend selbst zu erzeugen und mit dem Stromüberschuss (vor einer Reststrom-Einspeisung ins Netz) möglichst viel Wärme in einem 500l Hygienespeicher (über eine stufenlos arbeitende 3 kW Heizpatrone) zu speichern. Auf einen Batteriespeicher verzichte ich (noch) aus Kostengründen und wegen der zusätzlichen Brandlast für mein historisches Gebäude.
__________________
robert uer

Grüße aus Schwerin, der romantischen Sieben-Seen-Stadt in Ostsee-Nähe
(=> nur ~30km zur German Riviera )
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Alt 30.06.2022, 17:20   #2
frame
 
 
Registriert seit: 24.10.2007
Ort: Kehl und Oftringen
Beiträge: 3.092
Zitat:
Zitat von Robert Auer Beitrag anzeigen
Trotzdem habe ich mir eine 7 kWp PV-Anlage bestellt, um damit wenigstens meinen tagsüber anfallenden Strombedarf weitgehend selbst zu erzeugen und mit dem Stromüberschuss (vor einer Reststrom-Einspeisung ins Netz) möglichst viel Wärme in einem 500l Hygienespeicher (über eine stufenlos arbeitende 3 kW Heizpatrone) zu speichern. Auf einen Batteriespeicher verzichte ich (noch) aus Kostengründen und wegen der zusätzlichen Brandlast für mein historisches Gebäude.
Das ist heutzutage "leider" der sinnvolle Weg. In den Photovoltaik-Foren kursiert immer noch das Prinzip "das Dach so voll wie möglich machen", aber da die Einspeisevergütung so lächerlich ist mittlerweile rechnet sich das in keiner Weise.
Wirklich sinnvoll wird fast nur wenn man ein Elektroauto hat und tagsüber laden kann.
Aber das führt wieder zum Thema des Threads - eigentlich sollte man motiviert werden soviel Strom wie möglich zu produzieren, aber der Anreiz geht zum Gegenteil.

Ebenso der Speicher - in diesen Foren posten die Leute immer stolz was sie über's jahr aus dem Speicher entnommen und damit gespart haben und wenn man das nüchtern rechnet kommt man selbst bei deutlich höherem Strompreis auf mehr als 15 Jahre Amortisation - bei einer Lebensdauer des Speichers von 10 Jahren.

Einen LiIon-Speicher würde ich auch auf keinen Fall mehr in den Keller stellen nach den letzten Brandberichten, angeblich sollen ja LiFePO-Akkus nicht mehr kritisch sein in der Beziehung, aber da fehlt mir der technischen Hintergrund.,
__________________
Some say I don’t play well with others…
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Alt 30.06.2022, 18:17   #3
Robert Auer
 
 
Registriert seit: 17.11.2012
Ort: Schwerin
Beiträge: 6.811
Für die PV-Anlage bezahle ich rd 12.600 € zzgl MwSt, für den hochwertigeren Heizstab rd. 1.800 € zzgl MwSt und für den Hygienespeicher rd. 4.000 € zzgl MwSt. Zusätzlich Gerüstkosten und ggf noch Teuerungen aufgrund der derzeitigen Situation. Auch nicht unbedingt wirtschaftlich, aber ich erhoffe mir, dass ich im Falle einer Gassperre wenigstens noch lauwarm duschen kann. Zum Trocknen und Aufwärmen habe ich ja zur Not noch drei Kaminöfen.
__________________
robert uer

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Robert Auer ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 02.07.2022, 10:58   #4
RoDiAVision
 
 
Registriert seit: 02.03.2006
Ort: Siegerland
Beiträge: 1.662
Zitat:
Zitat von Robert Auer Beitrag anzeigen
Für die PV-Anlage bezahle ich rd 12.600 € zzgl MwSt, für den hochwertigeren Heizstab rd. 1.800 € zzgl MwSt und für den Hygienespeicher rd. 4.000 € zzgl MwSt. Zusätzlich Gerüstkosten und ggf noch Teuerungen aufgrund der derzeitigen Situation. Auch nicht unbedingt wirtschaftlich, aber ich erhoffe mir, dass ich im Falle einer Gassperre wenigstens noch lauwarm duschen kann. Zum Trocknen und Aufwärmen habe ich ja zur Not noch drei Kaminöfen.
Hast Du auch mal Solarthermie-Kollektoren in Erwägung gezogen?

Wieviel Platz beansprucht die PV Anlage?
Meine Solarthermie-Anlage mit 10 m² hat rund 13.500,- gekostet, incl. Steuer.
Davon kann ich noch 45% Förderung abziehen, weil Ölheizung ersetzt.
Regulär sollten es 35% Förderung sein.

Ich kann damit neben Warmwasserbereitung auch die Heizung unterstützen.
__________________
Schöne Grüße aus dem Siegerland
Dirk

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