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Alt 18.08.2019, 22:23   #5
usch
 
 
Registriert seit: 16.08.2010
Beiträge: 19.330
Zitat:
Zitat von MakiSG Beitrag anzeigen
Was macht die Software JPEGmini eigentlich genau? Komprimieren, möglichst verlustfrei?
JPEG ist immer verlustbehaftet.

(Es gibt zwar theoretisch "lossless JPEG", das wird aber von kaum einem Programm unterstützt.)

Zitat:
Zitat von dey Beitrag anzeigen
Der kostenlose FSV bietet 11 verschiedene jpg-Skalierungen und 4 Optionen für Komprimierungsqualität.
Wieso "jpg-Skalierungen"? Skalieren hat ja nichts mit dem Dateiformat zu tun.

Hier geht es aber auch gar nicht um die Bildgröße, sondern um das Verringern der Dateigröße bei gleichbleibender Bildgröße und möglichst geringem Qualitätsverlust.

Da gilt zunächst einmal: Eine JPEG-Datei zu öffnen und als rekomprimiertes JPEG wieder abzuspeichern, ist immer mit Qualitätsverlust verbunden. Das sinnvollste Verfahren ist immer noch, die Datei gleich in der richtigen Bild- und Dateigröße aus dem Konverter oder der Bildbearbeitung zu exportieren. Besser wird's nicht . Damit sind Programme wie JPEGmini eigentlich völlig überflüssig.

Einen gewissen Nutzen seh ich höchstens für Handy- und Billigstkompaktknipsenknipser, wenn die Kamera(app) keinerlei Einstellmöglichkeiten für die Bildqualität hat und immer Einheits-JPEGs liefert. Aber auch da kann man genausogut z.B. den erwähnten FSIV im Batch-Modus nehmen und hat dann sogar noch weitere Optimierungsfunktionen zur Verfügung.

Was das JPEGmini nun im Einzelnen macht, hab ich auch im 1:1-Vergleich nicht genau feststellen können. Mir scheint, daß es das Bild selektiv ein wenig glättet (weniger Rauschen = weniger Bildinformation = kleinere Dateien) und mit höherem Kompressionsgrad speichert. Die Intelligenz besteht wohl darin, die optimale Kompressionsstufe (eigentlich besser "Datenreduktionsstufe") zu ermitteln, bei der die Verluste gerade noch nicht auf Anhieb sichtbar sind. In der Bildbearbeitung kann man das manuell ja auch machen - bei FSIV durch den "Before/After"-Vergleich in den JPEG-Exportoptionen, bei Capture One Pro im "Recipe Proof", oder bei Paint Shop Pro mit dem JPEG Optimizer. Andere Programme haben sicher auch entsprechende Möglichkeiten, aber mit denen kenn ich mich nicht aus

Was mir allerdings überhaupt nicht schmeckt ist, daß JPEGmini bei jedem Programmstart nach Hause telefoniert und gar nicht erst startet, wenn man ihm die Internet-Verbindung verweigert. Zusammen mit der registrierten E-Mail-Adresse und einer ominösen vom Programm protokollierten "Machine GUID" riecht das mindestens nach möglichen Schwierigkeiten mit der Programmaktivierung, wenn man sich z.B. einen neuen Rechner hinstellt.
__________________
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